DD293252A5 - Verfahren zur einschraenkung der schadwirkung von gaeumannomyces graminis var. tritici bei weizen mittels einer praeinokulation von avirulenten staemmen des erregers - Google Patents

Verfahren zur einschraenkung der schadwirkung von gaeumannomyces graminis var. tritici bei weizen mittels einer praeinokulation von avirulenten staemmen des erregers Download PDF

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DD293252A5
DD293252A5 DD33944190A DD33944190A DD293252A5 DD 293252 A5 DD293252 A5 DD 293252A5 DD 33944190 A DD33944190 A DD 33944190A DD 33944190 A DD33944190 A DD 33944190A DD 293252 A5 DD293252 A5 DD 293252A5
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German Democratic Republic
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gaeumannomyces graminis
wheat
tritici
avirulent
graminis var
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DD33944190A
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Inventor
Claudia Augustin
Gabriele Elsner
Angelika Weirauch
Original Assignee
Adl Fz Fuer Bodenfruchtbarkeit Muencheberg,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einschraenkung der Schadwirkung von Gaeumannomyces graminis var. tritici bei Weizen mittels einer Praeinokulation von avirulenten Staemmen des Erregers. Das Ziel der Erfindung besteht in der Anwendung eines avirulenten Stammes von Gaeumannomyces graminis, der wirksam den Befall der Weizenpflanzen durch Gaeumannomyces graminis var. tritici einschraenkt und positiven Einflusz auf die Wachstumsstimulierung zeigt. Es wurde gefunden, dasz sich der Stamm Gaeumannomyces graminis IMET 43927 im Pathogenitaetstest durch eine positive Wirkung auf die Jungpflanzenentwicklung (Ernte nach 6 Wochen) auszeichnet. Die Erfindung kann in der Pflanzenproduktion angewendet werden.{Gaeumannomyces graminis; Weizen; avirulent; Mehrertrag; Bodenpilze; Praeinokulation}

Description

Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Der bodenbürtige Pilz Gaeumannomyces graminis spielt bei der weiteren Intensivierung der Getreideproduktion als Schadfaktor eine nicht zu unterschätzende Rolle (STEINBRENNER, 1987). Eine wirksame Bekämpfung mit Fungiziden bzw. eine Resistenzzüchtung ist bisher nicht mit entsprechendem Erfolg gelungen. Deshalb wird nach Wegen der biologischen Schadbekämpfung gesucht
Zwei Organismengruppen sind von Bedeutung:
1. Einsatz von bakteriellen Antagonisten
2. Präinokulation von apathogenen Pilzen
Solche apathogenen Pilze sind Phialophora graminocola (SCOTT, 1970; BALIS, 1970; DEACON, 1973 u.a.); Phialophora spp.
(SIVASITMANPARAM, 1975); hypovirulente Stämme des Erregers (TIVOLI et al., 1974; AUGUSTIN, 1989) und Gaeumannomyces graminis var. graminis (WONG, 1975).
So stellten Arbeitsgruppen in Frankreich und Australien, die sich mit der Nutzung avirulenter Gaeumannomyces graminis-lsolate bei Getreide beschäftigen, eine positive Beeinflussung der Schadkompensierung von Gaeumannomyces graminis bis zum zweiten Weizennachbau fest (LEMAIRE et al., 1979; WONG und SOOTHWELL, 1980; JADOT et al., 1982).
Die Aussagen beziehen sich auf avirulente Gaeumannomyces graminis-lsolate ohne weitere Charakterisierung der Stämme.
Für die landwirtschaftliche Praxis existiert ein Verfahren aus Frankreich, daß zur Bekämpfung von Gaeumannomyces graminis var. tritici bei Weizen mittels eines antagonistisch wirkenden avirulenten Gaeumannomyces graminis-Stämmen eingesetzt werden kann. Jedoch weist dieser Stamm noch ungenügende Ergebnisse in seinen Leistungsparametern auf.
Ziel der Erfindung
Das Ziel der Erfindung besteht in der Anwendung eines avii jlenten Stammes von Gaeumannomyces graminis, der wirksam den Befall der Weizenpflanzen durch Gaeumannomyces graminis var. tritici einschränkt und positiven Einfluß nuf die Wachstumsstimulierung zeigt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Anwendung eines avirulenten Gaeumannomyces graminis-Stammes als Antagonist für Gaeumannomyces graminis var. tritici bei Weizen.
Es wurde gefunden, daß sich der Stamm Gaeumannomyces graminis IMET 43927 im Pathogenitätstest durch eine positive Wirkung auf die Jungpflanzenentwicklung (Ernte nach 6 Wochen) auszeichnet. Die Testung der zur Präinokulation ausgewählten Pilzisolate erfolgte im dreistufigen Testsystem.
Bei einer Präinokulation von Gaeumannomyces graminis IMET 43927 zwei bis drei Wochen vor Infektion mit einem aggressiven Erregerstamm, konnte die Schadwirkung dieses Stammes bei deutlicher Pathogenität völlig verhindert werden. Gleichzeitig treten wachstumsfördernde Wirkungen im Vergleich zur nichtinfizierten Kontrolle auf. Diese Beobachtung änderte sich nicht bei nur schwacher Pathogenität des Kontrollstammes.
Bei gleichzeitigem Zusammenbringen der Wurzeln mit dem Erreger und dem Gaeumannomyces graminis-lsolat IMET 43927 kam es in beiden Fällen der unterschiedlichen Konzentrationsverhältnisse zu einer Kompensierung der Schadwirkung bei den sechs Wochen alten Pflanzen gegenüber der infizierten Kontrollvariante. Wiederum konnte bei geringerer Aggressivität des Kontrollstammes ein wachstumsstimulierender Effekt nachgewiesen werden.
Analog zu den Modellversuchen in der Klimakammer unter semisterilen Bedingungen wurden Versuche durchgeführt, in denen die Pflanzenanzucht in Substrat erfolgte, welches gleichzeitig und gleichmäßig mit den Präinokulationspartnern und Pilzstämmen inokuliert wurde. Anlage und Beobachtung erfolgten im Gewächshaus und Freiland während einer vollständigen Vegetationsperiode mit unsterilem Boden.
Auch unter diesen Bedingungen konnten die fördernde Wirkung des Isolates IMET 43927 auf das Pflanzenwachstum und somit eine Minderung der Schadwirkung stark virulenter Stämme von Gaeumannomyces graminis beobachtet werden.
Die zweijährigen Feldversuchsergebnisse zeigen ebenfalls einen durchschnittlichen signifikanten Mehrertrag gegenüber der unbehandelten Kontrolle, der bei ca. 8% liegt.
Ausfuhrungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an Beispielen näher erläutert werden.
1. Vor- bzw. Modellversuch unter semisterilen sowie klimatisch kontrollierbaren Bedingungen im Phytotron (Substrat: Quarzsand). Die Pflanzenernte erfolgte nach einer Entwicklungszeit von β Wochen, wobei als Auswertungsparameter Sproßtrockenmasse und Wurzellänge dienten.
2. Gefäßversuche im Gewächshaus und Freiland (Boden aus unverseuchten Versuchsparzellen). Die Ernte erfolgte nach Ablauf einer Vegetationsperiode, wobei als Auswertungsparameter Sproßtrockenmasse und Kornertrag/Gefäß dienten.
3. Feldversuche (1988,1989) mit dem Prüfmerkmal Kornertrag.
Tab. 1: Einfluß von IMET 43927 auf die Jungpflanzenentwicklung von Weizen im Vergleich mit der nichtinfizierten Kontrolle (semisteriler Pflanzentest, Pflanzenwachstum 6 Wochen, Angaben in %)
Anzahl Sproßtrockenmasse Wurzellänge
der
Versuche χ χ
23 129,2» 125,4
LSDI= 0,05) 25,7 29,6
Tab. 2: Einfluß von IMET 43927 auf die Entwicklung von Weizenpflanzen, verglichen mit der nichtinfizierten Kontrolle während einer vollständigen Vegetationsperiode im unsterilen Gefäßversuch (Angaben in %)
Anzahl Sproßtrockenmasse Kornertrag
der
Versuche χ χ
11 133,5* 153,6
LSDI= 0,05) 30,3 55,4
Tab.3: Wirkung einer Präinokulation von IMET 43927 auf die Schädigung der Jungpflanzen von Weizen durch aggressive Stämme des Erregers Gaeumannomyces graminis (semisteriler Pflanzentest, Pflanzenanzucht 6 Wochen, Angaben in %)
Anzahl Sproßtrockenmasse Wurzellänge
der
Versuche χ χ
16 171,5» 224,1»
LSDI= 0,05) 41,2 59,1
Tab.4: Wirkung einer Präinokulation von IMET 43927 auf die Entwicklung von Weizenpflanzen im Vergleich zu den, mit dem aggressiven Erreger infizierten Kontrollpflanzen im unsterüen Gefäßversuch (Angaben in %)
Anzahl Sproßtrockenmasse Kornertrag
der
Versuche χ χ
11 220,8» 494,0»
LSD (=0,05) 45,1 153,5
Tab.5: Einfluß einer Präinokulation von IMET 43927 auf die Entwicklung bzw. den Kornertrag von Winterweizen im Vergleich zu natürlich infizierten Kontrollpflanzen im Feldversuch (Angaben in %)
1988 1989
107,5» 109,0»
LSD (=0,05) 7,5 7,3
* signifikant überlegen

Claims (1)

  1. Verfahren zur Einschränkung der Schadwirkung von Gaeumannomyces graminis var. tritici bei Weizen mittels einer Präinokulation von avirulenten Stämmen des Erregers, gekennzeichnet dadurch, daß dem Kultursubstrat oder der Pflanzenanzucht das Pilzisolat IMET 43927 zugesetzt wird.
    Anwendungsgebiet der Erfindung
    Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Einschränkung der Schadwirkung von Gaeumannomyces graminis var. tritici bei Weizen mittels einer Präinokulation von avirulenten Stämmen des Erregers. Sie kann in der Pflanzenproduktion angewendet werden,
DD33944190A 1990-04-05 1990-04-05 Verfahren zur einschraenkung der schadwirkung von gaeumannomyces graminis var. tritici bei weizen mittels einer praeinokulation von avirulenten staemmen des erregers DD293252A5 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO1993022922A1 (en) * 1992-05-11 1993-11-25 The Minister For Agriculture And Rural Affairs For The State Of New South Wales Biological control of take-all

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO1993022922A1 (en) * 1992-05-11 1993-11-25 The Minister For Agriculture And Rural Affairs For The State Of New South Wales Biological control of take-all

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