DD294313A5 - Anordnung zum schussweisen stocken von stahlgittermasten - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum schuszweisen Stocken von Stahlgittermasten fuer Hochspannungsleitungen, vorzugsweise im Kranflug. Das mannlose, sektionsweise Stocken von Stahlgittermasten mit Mastbreitenzunahme oder Neigungswechsel am Stockstosz erfolgt ueber einer Stockpyramide mit senkrecht abgekroepften Fuehrungsstaeben. Hierbei gleitet ein mit dem Stockteil verbundener Fuehrungsrahmen zunaechst ueber den schraegen Kantenstaeben und spaeter mit gleichbleibendem Luftspalt an der Stockpyramide ab. In der Endphase des Stockvorganges wird das Stockteil in trichterartigen Endfuehrungen festgelegt. Fig. 1{Stahlgittermast; Stockvorrichtung; Kranhubschrauber; Stockpyramide}
Description
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zum schußweisen Stocken von Stahlgittermasten für Hochspannungsleitungen, vorzugsweise im Kranflug.
Eine Vorrichtung zum mannslorem Stocken von Mastschüssen (US-PS 0054508) weist auf dem bereits errichteten Mastschaft vier schräg nach innen und nach oben ragende Führungsstäbe auf. Das untere Ende des Stockteiles wird von einem Fangseil zum Grobausrichten über den Führungsstäben zu Beginn des Stockvorganges umfaßt.
Die Führungsstäbe leiten das am Hubschrauber angeschlagene Stockteil zunehmend Führungsprofilen zu, die in die Profilwinkelkehlen deroberen Enden der Eckstiele des bereits errichteten Mastschaftes geschraubt wurden. Im weiterer. Verlauf des Stockvorganges gleiten die Eckwinkel des Stockteiles auf die Führungsstäbe soweit auf, bis dad Stockteil auf unterhalb der Führungsstäb6 angeordneten Konsolen aufsitzt.
Neben den zu erwartenden Schwierigkeiten in der Vorzentrierphase des Stockvorganges besteht ein weiterer Nachteil darin, daß der Einsatz der Vorrichtung bui Masten mit Neigungswechsel der Mastschüsse nicht möglich ist.
Zum Stocken parallelgeschäftiger Mastschüsse wurde eine Vorrichtung (SU-PS 633799) vorgeschlagen, d!- pyramidenförmig über eine Mittelstütze gespannte Seile aufweist. Das Stockteil weist ebenfalls im unteren Bereich ein um die Ecksiiele gespanntes Führungsseil auf. Beim Stockvorgang wird das Stockteil über der Seilpyramide abgesenkt.
Nachteil dieser Vorrichtung ist es, daß insbesondere beim Stocken schwerer Mastsektionen die notwendige Stabilität nicht gewährleistet ist.
Eine weitere bekanntgewordene Vorrichtung zum mannlosem Stocken von Mastschüssen mittels eines Kranhubschraubers (EP-PS 0054 508) ist als Führungspyramide ausgebildet, die am unteren Ende eine Abkröpfung aufweist, die parallel zur vertikalen Achse des zu montierenden Mastschusses verläuft. Diese Führungspyramide ist am Innenumfang der Spitze jedes Mastschusses des Mastes angeordnet. Während des Stockvorgariges wird das Stockteil über der Führungspyramide des bereits montierten Mastschusses abgesenkt, wobei sich zunächst die untere Kante des unten offenen Stockteiles an die schrägen Führungskanten anlegt. Beim weiteren Absenken und der damit verbundenen zunehmenden Axialzentrierung gleitet das Stockteil mit seiner inneren unteren Kante von den Schrägkanten auf den abgekröpften Teil der Führungspyramide auf. Der Stockvorgang ist beendet, wenn zwischen dem abgekröpften Teil der Führungspyramide und dem unteren Teil des Stockteiles ein flächiger Formschluß entsteht.
Nachteil dieser Vorrichtung ist es, daß schon bei geringen Maßabweichungen oder Deformierungen des Mastschaftes oder des Stockteiles der Stockvorgang durch Verklemmen gefährdet ist. Beim Einsatz eines Kranhubschraubers sind damit schwer beherrschbare Havarien nicht ausgeschlossen.
Es ist Ziel der Erfindung, den notwendigen Zeitaufwand für das Stocken von Stahlgittermasten zu verringern, die Arbeitssicherheit zu erhöhen und somit fortschrittliche Mcntagetechnologien, wie den Einsatz von Kranhubschraubern, effektiv einzusetzen.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine neue Anordnung vorzuschlagen, die insbesondere bei Stahlgittermasten mit Mastbreitenzunahme oder mit Neigungswechsel am Stockstoß während des Stockens ein verklemmungsfreies Führen des Stockteiles bis zum Erreichen der Endlage gewährleistet. Beim Erreichen der Endlage soll das Stockteil festgelegt sein, wobei die Montagefreiheit für das Anbringen der Stoßknotenbleche nicht eingeschränkt ist.
Erfindungsgemäß weist die Anordnung eine Führungspyramide auf, die aus zunächst schräg verlaufenden und dann senkrecht abgekröpften Kantenstäben besteht. Jeweils an einem Eckwinkel des Mastschaftes sind teils in der Ebene der x-Wand und teils in der Ebene der y-Wand mit eng zulaufenden Führungskanal versehene Endführungen angeordnet. Diesen Endführungen sind horizontal aus den Eckstielen des Stockteiles auskragende Stehbolzen zugeordnet. Die unteren Enden der Eckwinkel des Stockteiles schließen einen Führungsrahmen ein, der in der Phase der Vorzentrierung des Stockteiles auf die schrägen Kantehstäbe aufgleitet. Die Kantenstäbe sind mit den oben die Führungspyramide abschließenden Pyramidenrahmen gelenkig verbunden.
Erreicht der Führungsrahmen beim weiteren Absenken des Stockteiles die senkrecht verlaufenden Kantenstäbe der Führungspyramide, beginnt die Phase der Hauptzentrierung. Die Innenkanten des Führungsrahmens gleitet unter Beibehaltung eines relativ geringen Luftspaltes senkrecht an den Kantenstäben ab. Gleichzeitig beginnen die an den Eckwinkeln des Stockteiles angeordneten Stehbolzen in die Führungskanäle der Endführungen einzutauchen. Die Endzentrierung beginnt, wenn die Stehbolzen auf die sich nach unten verengenden Führungskanäle der Endführungen treffen und damit das Stockteil zunehmend in seine Endlage gepreßt wird.
Ausführungsbeispiel
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigt
Fig. 1: die schematische Darstellung der Anordnung in der Phase der Vorkonzentrierung ctes Stockteiles.
Im Ausführungsbeispiel soll das mannlose Stocken einer mittels Kranhubschraubers herangeführten Sektion eines Stahlgittermastes 2 auf den bereits errichteten Teil des Mastschaftes 1 beschrieben werden. Die Zeichnung zeigt dazu schematisch den Stockstoß unter Verzicht der Darstellung der gesamten Bauteile.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, ist der Kopf der zuletzt gestockten Mastsektion des Mastschaftes 1 für den Stockvorgang mit einer Führungspyramide 3 versehen. Diese Führungspyramide 3 ist pyramidenstumpfförmig ausgebildet, wobei die zunächst abgeschrägt angeordneten Kantenstäbe im unteren Bereich der Pyramide senkrecht abgekröpft sind. Den oberen Abschluß der Führungspyramide 3 bildet ein Pyramidenrahmen 8. Der Pyrarnidenrahmen 8 ist über Scharnierverbindungen 9 an den Kantenstäben der Führungspyramide 3 angeschlagen.
Die Fußpunkte der Führungspyramide 3 sind mit einem bestimmten, von der Mastbauart und Mastgröße abhängigen diagonalen Versatz in den Mastquerschnitt an den Eckstielen des Mastschaftes 1 mit in der Zeichnung nicht näher dargestellten Verbindungsmitteln angeordnet.
Ein Stabilisierungsrahmen 4 verbindet die Eckstiele des Mastschaftes 1.
Jeder Eckwinkel des Mastschaftes 1 ist an einem seiner Winkelschenkel mit einer Endführunn. 6 versehen. Die Endführungen, die sich zum Teil in der Ebene der x-Wand und zum Teil in der Ebene der y-Wand des Mastschaftes 1 befinden, weisen einen sich nach unten verengenden, und mit definiertem Anschlag versehenen Führungskanal auf. Den Endführungen 6 zugeordnet, sind aus den Eckstielen des Stockteiles 2 auskragende Stehbolzen 7.
Im Folgenden soll die Funktionswelse der Anordnung näher beschrieben werden.
Der Stockvorgang läuft in drei Phasen ab, die als Vorzentrierung, Hauptzentrierung und Endzentrierung zu bezeichnen sind.
Während der Phase der Vorzentrierung wird das Stockteil 2 soweit wie möglich in eine Position über der Achse des Mastschaftes 1 gebracht. Beim folgenden Absenken des Stockteiles 2 beginnt die Innenkante des Führungsrahmens 5 auf die schrägen Kantenstäbe der Führungspyramide 3 aufzugleiten. Die scharnierartige Verbindung des Pyramidenrahmens 8 mit den Kantenstäben der Führungspyramide 3 verleiht dieser durch die mögliche parallelogrammartige Verschiebung der Kantenstäbe eine gewisse Elastizität.
Dieser Vorgang ist in Fig. 1 dargestellt.
Die Phase der Hauptzentrierung beginnt, nachdem die Innenkante des Führungsrahmens 5 beim weiteren Absenken des Stockteiles 2 die senkrechten Kantenstäbe der Führungspyramide 3 erreicht hat. Die Innenkante des Führungsrahmens 5 gleitet mit geringen, gleichbleibendem Abstand zu den Kantenstäben senkrecht an der Führungspyramide 3 ab, womit eine mit bestimmten Toleranzen behaftete Zentrierung des Stockteiles zum Mastschaft 'n der x-y-Koordinato erreichbar ist.
Die Phase der Hauptzentrierung wird beim weiteren Absenken des Stockteiles 2 zunehmend von der Phase der Endzentrierung überlagert. Die an den Eckstielen des Stockteiles 2 angeordneten Stehbolzen 7 tauchen in den Führungskanal der Endführungen β ein, wobei das Stockteil 2 bei sich verengendem Führungskanal in die auf die x-y-Koordinate bezogene Endlage gepreßt wird.
Bezogen auf die z-Koordinate wird das Stcokteil 2 durch Endanschläge in den Endführungen 6 festgelegt, die aus der jeweiligen Mastbauart und -größe abgeleitet sind.
Nach dem Erreichen der Endlage können an den freien Winkelschenkeln der Eckstiele 1,2 leicht die Stoßknotcnbleche angeordnet werden.
Claims (1)
- Anordnung zum schußweisen Stocken von Stahlgittej'n.asten, mit einer aus zunächst schräg und dann senkrecht abgekröpft verlaufenden Kantenstäben gebildeten Führungspyramide sowie mit nach unten verjüngten Führungskanal versehenen Endführungen für an den Eckstielen des Stockteiles angeordneten und den Endführungen zugeordneten Stehbolzen, gekennzeichnet dadurch, daß die unteren Enden der Eckwinkel des Stockteiles (2) im Bereich über den Stoßknotenblechbohrungen mit einen zum Inneren des Stockteiles (2) auskragenden Winkelschenke! versehenen Führungsrahmen (5) einschließen, der über den schrägen Kantenstäben der Führungspyramide (3) das Stockteil (2) zunächst vorzentriert und anschließend parallel zu den senkrechen Kantenstäben der Führungspyramide (3) mit einem relativ geringen gleichbleibenden Luftspalt geführt wird, wobei gleichzeitig mittels der jeweils nur an einem Winkelschenkel der Eckstiele des Mastschaftes (1) in der Ebene der x-Wand sowie in der Ebene der y-Wand des Mastschaftes (1) angeordneten Endführungen (6) und der darin geführten Stehbolzen (7) das Stockteil (2) zunehmend in seine Endstellung gepreßt wird.Hierzu 1 Seite Zeichnung
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