DD294388A7 - Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern - Google Patents

Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern Download PDF

Info

Publication number
DD294388A7
DD294388A7 DD28917686A DD28917686A DD294388A7 DD 294388 A7 DD294388 A7 DD 294388A7 DD 28917686 A DD28917686 A DD 28917686A DD 28917686 A DD28917686 A DD 28917686A DD 294388 A7 DD294388 A7 DD 294388A7
Authority
DD
German Democratic Republic
Prior art keywords
corrosion
diester
corrosion inhibition
nitrogen
ammonium nitrate
Prior art date
Application number
DD28917686A
Other languages
English (en)
Inventor
Hartmut Doll
Ruediger Peuker
Bernd Kluge
Norbert Mertzsch
Gerda Joedicke
Original Assignee
Stickstoffwerke Ag Wittenberg-Piesteritz,De
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stickstoffwerke Ag Wittenberg-Piesteritz,De filed Critical Stickstoffwerke Ag Wittenberg-Piesteritz,De
Priority to DD28917686A priority Critical patent/DD294388A7/de
Publication of DD294388A7 publication Critical patent/DD294388A7/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23FNON-MECHANICAL REMOVAL OF METALLIC MATERIAL FROM SURFACE; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL; MULTI-STEP PROCESSES FOR SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL INVOLVING AT LEAST ONE PROCESS PROVIDED FOR IN CLASS C23 AND AT LEAST ONE PROCESS COVERED BY SUBCLASS C21D OR C22F OR CLASS C25
    • C23F11/00Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent
    • C23F11/08Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids
    • C23F11/10Inhibiting corrosion of metallic material by applying inhibitors to the surface in danger of corrosion or adding them to the corrosive agent in other liquids using organic inhibitors

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Fertilizers (AREA)

Abstract

Das erfindungsgemaesze Verfahren dient zur Korrosionsinhibierung von Stickstofffluessigduengemitteln, insbesondere Ammonnitrat-Harnstoff-Loesungen. Erfindungsgemaesz wird den Stickstofffluessigduengemitteln eine Stoffkombination, bestehend aus 40 bis 90% Alkylphosphorsaeuremono/diester, 5 bis 30% Alkylammoniumverbindungen alkoxylierter Alkylphosphorsaeuremono/diester, und 5 bis 30% mehrwertigen aliphatischen Alkoholen oder Polyalkoholen bzw. deren Derivaten, in Mengen von 50 bis 600 mg/l zugesetzt, wodurch bei Transport- und Lagervorgaengen ein zuverlaessiger Korrosionsschutz bei Verwendung von kostenguenstigen C-Stahlausruestungen erreicht wird.

Description

R1O-(CH2-CHR2-O)n - P
R 0-(CH2-CHR2-O)n R1O-(CH2-CHR2-O)n
0 Il P-O
in der
Ri = Alkylreste mit 10 bis 20 C-Atomen oder Alkylphenolreste mit 8 bis 15 C-Atomen in der
Alkylkette R2 = H, CH3, C2H5 R3 = Alkylreste mit 1 bis 5 und 16 bis 18 C-Atomen, wobei das molare Verhältnis der kurzkettigen zu
denlangkettigenAlkylresten1:1 bis 3:1 beträgt η = Molzahl der angelagerten Alkylenoxide von 3 bis 20 bedeuten und das molare Phosphorsäuremono/diester-Verhältnis1:3bis3:1 beträgt.
5 bis 30% mehrwertigen aliphatischen Alkoholen und/oder Polyalkoholen und/oder deren Derivate zugesetzt wird.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Stoffkombination in Mengen von 50 bis 600mg/l eingesetzt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Korrosionsinhibierung von Stickstoffflüssigdüngemitteln, insbesondere Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösungen.
Charakteristik der bekannten technischen Lösungen
Wäßrige Stickstoffflüssigkdüngsmittel bestehen vorzugsweise aus den Hauptkomponenten Ammoniumnitrat und/oder Harnstoff und/oder Ammoniak und Wasser. Sie besitzen gegenüber Werkstoffen geringer chemischer Beständigkeit eine hohe Korrosivität, din sich neben einem starken Materiatangriff in einer starken Verfärbung der Düngemittellösung, besonders bei Verwendung von Kohlenstoffstahl, bemerkbar macht. Dies bedeutet neben einer Qualitätsminderung der Düngemittellösung durch Trübung und Verfärbung gleichzeitig eine Verschlechterung der Applikationseigenschaften durch Ausbildung von Ausfällungen und Ausflockungen der Korrosionsprodukte als Schlamm. Aufgrund der enormen Korrosivität werden für Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösungen entweder chemisch resistente Werkstoffe angewendet, oder es werden bei Verwendung von Werkstoffen mit geringer chemischer Beständigkeit Korrosionsinhibitoren zugesetzt. Bekannte Korrosionsinhibitoren sind Dicyandiamid, Chromate und Dichromate, freies Ammoniak, Borate, Arsenverbindungen, Kupferverbindungen, Carbonate, Alkalimetallhydroxide, Ammoniumthiocyanat, Phosphate, Thiosulfate, Metallaminokomplexe, Glykonsäure, Ligninsulfonate. Diese Korrosionsinhibitoren bewirken einen mehr oder minder guten Materialschutz bezüglich eines oberflächlichen Materialabtrages. Für den praktischen Einsatz sind sie aber entweder relativ teuer, z.T. toxisch, wirken nur in relativ hohen Konzentrationen oder neigen zum Schäumen der DOngemittellösung. Die bekannten Inhibitoren zeichnen sich weiterhin dadurch aus, daß sie eine bevorzugte Korrosion&schutzwirkung in ruhendem oder bewegtem Medium besitzen. Je nach der entsprechend vorherrschenden Technologie beim Umschlags· und Transportprozeß zum Kunden (Pipelines oder Tanklagerung und Kesselwagentransport) kann eine derartige Korrosionsinhibierung ausreichend sind. Sind aber in einer Technologie sowohl größere Transportvorgänge, z. B. durch Pipelines, als auch lange Lagerung, z. B. in Stapeltanks, notwendig, ist der Korrosionsschutz unzureichend, da der Korrosionsschutz in ruhendem bzw. bewegtem Medium nach unterschiedlichen Mechanismen erfolgt und von den bisher bekannten Inhibitoren gleichzeitig nicht erbracht wird. Die Folge ist ein korrosiver Angriff entweder in den Pipelines oder den Lagertanks bzw. Transportbehältern mit den geschilderten negativen Qualitätsbeeinflussungen der Düngemittellösung.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Korrosionsinhibierung von Stickstoffflüsigdüngemitteln vorzuschlagen, das einen zuverlässigen Korrosionsschutz bei Transport- und Lagervorgängen von Stickstofiflüssigdüngemitteln gewährleistet.
Darlegung des Wesens der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Stoffkombination einzusetzen, die bei geringer Anwenderkonzentration eine
hohe Inhibierungswirkung sowohl im ruhenden als auch im bewegten Medium zeigt, gut dosierbar ist und die Qualität des
Stickstoffflüssigdüngers nicht negativ beeinflußt. Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß den Stickstofiflüssigdüngemitteln eine Stoffkombination, bestehend
40 bis 90%, vorzugsweise 60 bis 80% Alkylphosphorsäuremono/diester, mit einem C9- bis C,0-Alkylrest, der geradkettig oder verzweigt sein kann, wobei das molare Verhältnis Alkylphosphorsäuremono-:Alkylphosphorsäurediester = 1:1 bis 10:1, vorzugsweise 1,5:1 bis4:1, beträgt.
5 bis 30%, vorzugsweise 10 bis 20%, eines Gemisches von Alkylammoniumverbindungen alkoxylierter
Alkylphosphorsäuremono/diester der allgemeinen Formel
NH, - R„
R1O -(CH2 - CHR2 - O)n- P C[J-
R1O - (CH2-CHR2 - O)n
±O - (CH2-CHR2 - O)n-
P-O"
NH3
in der
Ri » Alkylreste mit 10 bis 20 C-Atomen oder Alkylphenolreste mit8 bis 15C-Atomen in der Alkylkette
R2 = H, CHj, C2H6
R3 = Alkylreste mit 1 bis 5 und 16 bis 18 C-Atomen, wobei das molare Verhältnis der kurzkettigen zu den langkettigen Alky !resten 1:1 bis 3:1 beträgt
η = MoizahlderangelagertenAlkylenoxidevoii3bis20
bedeuten, wobei das molare Phosphorsäuremono/diester-Verhältnis 1:3 bis 3:1 beträgt.
5 bis 30%, vorzugsweise 10 bis 20%, mehrwertigen aliphatischen Alkoholen und/oder Polyalkoholen, wie Propandiole, Butandiole, Hexandi- und Hexantriole, Trishydroxymethylpropan, Polyalkylenglykole und/oder deren Derivate wie Alkylpolyalkylenglykol u.a
zugesetzt wird
Die beschriebene Stoffkombination bewirkt im Konzentrationsbereich von BO bis 600mg/l, vorzugsweise 80 bis 300mg/l Stickstoff lüssigdüngemittel einen sehr guten Korrosionsschutz sowohl bei Transportvorgängen, z. B. in Pipelines als auch bei Lagervorgängen, z. B. in Tanks. Sie läßt sich mit handelsüblichen Dosiereinrichtungen in einfacher Weise in die Düngemittellösung dosieren. Dabei tritt keine negative Beeinflussung der Qualität der Düngemittellösung auf. Die Erfindung soll an nachfolgendem Ausführungsbeispiel näher erläutert werden.
AusfQhrungsbelsplel
In einem Ammoniumnitrat-Harnstoffflüssigdünger der Zusammensetzung 30% Harnstoff, 40% Ammoniumnitrat, 30% Wasser und Spuren freien Ammoniaks wurden nach Zumlschung der entsprechenden Zusatzstoffe Kohlenstoffstahlbleche der Güte St38 abwechselnd einer Ruhe- bzw. Bewegungsphasa (Drehbewegung mit 1 m/s) unterzogen, um die Praxisbedingun^an eines Transports bzw. einer Lagerung zu simulieren. Insgesamt befanden sich die Probenbleche bei Raumtemperatur 48 Stunden in Bewegung und 144 Stunden in Ruhe.
Zur Beurteilung der Wirksamkeit der Zusatzstoffe wurde über die Gewichtsänderung der Probe der lineare Abtrag V1 bestimmt. Der Schutzwert wurde nach
S = 10Ox
VL ohne Zusatzstoff - V1 mit Zusatzstoff Vl ohne Zusatzstoff
berechnet.
Die Beurteilung der Trübungs- und Verfärbungserscheinungen als Maß der Qualitätsbeeinflussung der Düngorlösung erfolgte
durch Messung der Lichtdurchlässigkeit der Ammoniumnitrat-Harnstoffflüssigdüngerprobe bei 400pm in 5-cm-Küvetten.
Zusatz Konzentration V1 . S Lichtdurch
stoff d. Zusatzstoffes in mm/s in% lässigkeit
in mg/1 in%
ohne Zusatz _ 2,35 0 2
A 1000· 0,23 90 62
B 750· 1,08 54 E3
C 200 0,25 89 78
• D 200 0,96 59 55
E 200 0,10 96 83
* Konzentration entsprechend der In der Praxis angewendeten Aufwandimenge.
Die Versuche A und B dienen als Vergleichsversuche und charakterisieren den bekannten Stand dor Technik. Die Verruche C und D dienen zum Nachweis des Kombinationseffektes der erfindungsgemäßen Lösung. A Diammonphosphat B Ligninsulfonat C 2-Ethylhexylphosphorsäuremono/diester-Gemisch mit einem Phosphorsäuremono/diester-Verhältnis von 5:3 D Butyl'/Octadecylammoniumalkylpolyglukoletherphosphorsauremono/diester
- molares ButylVOctadecylammonium-Verhältnis 2:1
- Alkylkette C10 bis C18
- Ethoxylierungsgrad η <= 9
- Phosphorsäuremono/diester-Verhältnis 2:1
E Stoffkombination, bestehend aus 75Ma.-% des Zusatzstoffes C, 12,5Ma.-% des Zusatzstoffes D und 12,5 Ma.-% Butandiol (1,3)

Claims (1)

  1. Erfindungsanspruch:
    1. Verfahren zur Korrosionsinhibierung von Stickstoffflüssigdüngern, insbesondere Ammoniumnitrat-Harnstoff-Lösungen, dadurch gekennzeichnet, daß den Stickstoffflüssigdüngern eine Stoffkombination, bestehend aus
    40 bis 90% Alkylphosphorsäuremono/diester mit einem Ce bis CiO-Alkylrest, der geradkettig oder verzweigt sein kann, wobei das molare Verhältnis
    Alkylphosphorsäuremono-rAlkylphosphorsäurediester 1:1 bis 10:1 beträgt.
    5 bis 30% eines Gemisches aus Alkylammoniumverbindungen alkoxylierter Alkylphosphorsäuremono/diester der allgemeinen Formel
DD28917686A 1986-04-16 1986-04-16 Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern DD294388A7 (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28917686A DD294388A7 (de) 1986-04-16 1986-04-16 Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DD28917686A DD294388A7 (de) 1986-04-16 1986-04-16 Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DD294388A7 true DD294388A7 (de) 1991-10-02

Family

ID=5578231

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DD28917686A DD294388A7 (de) 1986-04-16 1986-04-16 Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern

Country Status (1)

Country Link
DD (1) DD294388A7 (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69223732T2 (de) Korrosionsinhibierung mit wasserlöslichen Chelaten von seltenen Erden
DE2461359C2 (de) Verfahren zur Inhibierung der Korrosion von Eisen oder Stahl in chloridhaltigen Zementprodukten
DE69207691T2 (de) Zusammensetzung von Korrosionsinhibitoren und Verfahren zur Korrosionsinhibierung in Wärmeübertragungsflüssigkeiten
DE2505435C3 (de) Verwendung von Carboxy-alkan-Verbindungen des Phosphors als Korrosionsinhibitoren
DE3411846A1 (de) Korrosionsinhibitor-loesung und ihre anwendung
DE2235093B1 (de) Korrosionsschutzmittel
DE2731711A1 (de) Verfahren zur hemmung der korrosion der eisenmetalle in waesserigem medium, insbesondere meerwasser
DE4204809A1 (de) Hartwasserstabile, phosphathaltige kuehlstoffmischungen
DE3620018C2 (de)
DE2123808A1 (de) Mittel zur Inhibierung der Korrosion und der Kesse lsteinabscheidung in einem Kuhlsystem
DE1283644B (de) Korrosionsschutzmittel
DE2338352A1 (de) Korrosionsschutzmittel zur inhibierung der wasserkorrosion
EP0099598A1 (de) Behandlungsflüssigkeit zum Korrosionsschutz von Metalloberflächen und Konzentrat zu deren Herstellung
DE1521899B2 (de) Antikorrosionsmittel und Verfahren zur Verhinderung der Korrosion von Eisenober flachen
DE2722819A1 (de) Korrosionsinhibierendes kuehl- und metallbearbeitungsmittel
DE3414748A1 (de) Korrosionsinhibitor, korrosionsschutzverfahren und korrosionsfreie waessrige loesung
DD294388A7 (de) Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengern
DD298454A7 (de) Verfahren zur korrosionsinhibierung von stickstofffluessigduengemitteln
DE1295963B (de) Korrosionsinhibitor
DD208143A1 (de) Verfahren zur verbesserung der applikationseigenschaften von stickstofffluessigduengemitteln
DE3001505C2 (de) Korrosionsinhibitor für geschlossene Wassersysteme
DE2856839A1 (de) Verfahren zur verhinderung von korrosion
DE19755622A1 (de) Hochkonzentrierte Phosphatlösungen mit Na-Silicaten für den Korrosionsschutz im Trinkwasserbereich
DD271900A1 (de) Korrosionsinhibierter stickstofffluessigduenger
DE2214494A1 (de) Verfahren und Gemisch zum Kondi tionieren von Wasser

Legal Events

Date Code Title Description
ENJ Ceased due to non-payment of renewal fee