DD295336A5 - Verfahren zur herstellung von carbonsaeuren - Google Patents

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DD295336A5 DD90341824A DD34182490A DD295336A5 DD 295336 A5 DD295336 A5 DD 295336A5 DD 90341824 A DD90341824 A DD 90341824A DD 34182490 A DD34182490 A DD 34182490A DD 295336 A5 DD295336 A5 DD 295336A5
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Abstract

Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsaeuren mit (n1) Kohlenstoffatomen. Kohlenmonoxid und ein Alkohol, der n-Kohlenstoffatome besitzt, werden in Gegenwart eines Rhodiumkatalysators in einem Carbonylierungsreaktor zur Reaktion gebracht, wobei das Verfahren die Einspeisung des Alkohols und/oder eines Esters des Alkohols sowie der Carbonsaeure zusammen mit dem Kohlenmonoxid in den Reaktor und die Entnahme der Carbonsaeure umfaszt. Erfindungsgemaesz wird im Reaktor im Verlaufe des Verfahrens ein fluessiges Reaktionsmedium aufrechterhalten, das aus einer begrenzten Menge Wasser, einem Katalysatorstabilisator aus der Gruppe der quaternaeren Ammoniumiodide, dem Iodidderivat, das dem Alkohol entspricht, dem Ester, der Carbonsaeure und des Alkohols, einem Rhodiumkatalysator und der Carbonsaeure besteht.{Verfahren; Herstellung; Carbonsaeuren; Rhodiumkatalysator; Kohlenmonoxid-Alkohol; Ester; Reaktor; Katalysatorstabilisator; Quaternaere; Ammoniumiodide}

Description

ist, bei dem R6 entweder Wasserstoff oder Methyl, R7 C1- bis C4-AlKyI und R1 Methyl ist.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysatorstabilisator so ausgewählt ist, daß (1) R6 = H und R7 = C2H5 oder (2) Re = H und R7 = t-C4Hg oder (3) R6 und R7 = CH3 ist.
9. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wasser im Carbonylierungsreaktor konstant bei 0,5 bis 8 Masseanteilen in % gehalten wird.
10. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysatorstabilisator an Ort und Stelle im Carbonylierungsreaktor mittels Quaternisierung eines entsprechenden Amins mit dem lodidderivat, das dem Alkohol entspricht, erzeugt wird.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren mit (n + 1) Kohlenstoffatomen durch die Carbonylierung von Alkoholen mit η Kohlenstoffatomen in Gegenwart von Rhodiumkatalysatoren. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung die Herstellung von Essigsäure durch die Carbonylierung von Methanol unter Verwendung eines Rhodiumkatalysators.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Herstellung von Essigsäure mittels einer durch Rhodium katalysierten Carbonylierung von Methanol ist ein bekanntes, im industriellen Maßstab angewandtes Verfahren. Ein solches Verfahren ist ein Beispiel aus einer Gruppe ähnlicher Verfahren, bei denen ein Alkohol mit η Kohlenstoffatomen mittels Carbonylierung (d. h. einer Reaktion mit Kohlenmonoxid) in Carbonsäure mit (n + 1) Kohlenmonoxid findet in der flüssigen Phase normalerweise in Gegenwart eines aufgelösten Rhodiumkatalysators und eines Beschleunigers statt, der das lodidderivat des Alkohols enthält. In GB-PS 1233121 wird dieses Verfahren in seinen Hauptzügen beschrieben, während „Applied Industrial Catalysts", Bd. 1, S. 275-296 (1983) Einzelheiten der Umwandlung von Methanol in Essigsäure enthält.
Im Ergebnis umfangreicher Grundlagenforschung geht man jetzt davon aus, daß die für die Katalyse in einem solchen Verfahren verantwortliche Rhodiumspezies das Rhodium(l)-Anion (Rh(CO)2Ij]" ist. Mechanistische Studien deuten darauf hin, daß die Katalyse in Form eines Zyklus von Reaktionsschritten erfolgt, zu denen unter anderem die Entstehung einer RhodiumdlD-Spezies durch die oxidative Addition des lodidderivats des Alkohols an (Rh(CO)2I2]" und die daraus folgende Wiedergewinnung von [Rh(CO)2I2]" durch die reduktive Eliminierung eines Azyliodids aus der RhodiumdlD-Spezies gehört. Dieser Zyklus von Redoxreaktionen zwischen den Oxidationsstufen von Rhodium«) und Rhodium(lll) verursacht ein Problem, da unter bestimmten Bedingungen RhodiumdlD-Spezies, das heißt RhI3 oder Rh(CO)l6 2"-Salze entstehen, die in dem Medium, in dem das Verfahren stattfindet, nur schwer oder nicht löslich sind. Das führt gewöhnlich zu einem Ausfällen des Katalysators und damit des unumkehrbaren Ausschlusses des Rhodiums aus dem Katalysezyklus. Dieses Ausscheiden des Katalysators aus dem Reaktionsmedium und dem Katalysezyklus Ist unannehmbar, da erstens die Produktivität des Verfahrens darunter leidet und zweitens das sehr wertvolle Rhodium sehr schwer zurückzugewinnen ist.
Es wurde festgestellt, daß das Ausfällen unlöslicher Rhodium(lll)-Spezies am wahrscheinlichsten ist, wenn Kohlenmonoxid nur in geringen Mengen vorhanden ist und/oder das Verfahren bei weniger als 14-15 Vol.-% Wasser abläuft. In der Industrie kann der erstgenannte Aspekt in den Teilen einer Methanol-Carbonylierungsanlage Probleme verursachen, in denen der Überdruck des Kohlenmonoxids niedrig ist, währen« letzterer bedeutet, daß die meisten Methanol-Carbonylierungsanlagen normaler veise mit einer gleichbleibenden Konzentration von 14-15 Vol.-% Wasser im Carbonylierungsreaktor arbeiten. Ein Versuch zur Lösung des Problems des ALsfällens der Rhodium(lll)-Spezies wurde in EP-PS 55618 und EP-PS 161874 beschrieben. EP-PS 55618 verweist darauf, daß die Tendenz zum Ausfällen des Rhodiumkatalysators in den Teilen der Alkohol-Carbonylierungsanlage, in denen ein Kohlenmonoxiddefizit besteht (d. h. Entspannungsbehälter, Transportleitungen und Umlaufschleifen), durch Einsatz eines Stabilisators überwunden werden kann. Bevorzugte Stabilisatoren sind (a) Ν,Ν,Ν',Ν'-Tetramethyl-o-Phenylendiamin und 2,3' Dipyridyle, (b) substituierte Diphosphine mit der Formel (Ri)(R2)P-Rr-P(RJ(Rs)1 (c) zweibasige oder mehrbasige Carbonsäuren mit der Formel HOOC-Y1-COOH und (HOOC-Y2) (HOOC-Y3)NYIN(Y4COOH)(YsCOOH) und (d) Verbindungen aus Germanium, Antimon, Zinn oder einem alkalischen Metali. Ein entsprechendes Anwendungsbeispiel in EP-PS 153841 besagt, daß auch Imidazol- oder Thiolstabilisatoren benutzt werden können. Diese Anwendung veranschaulicht den Einsatz von N-Methylimidazol.
EP-PS 161874 besagt, daß im Falle der Anwendung eines Katalysatorstabilisators aus der Gruppe der Metalliodide und quaternären Ammoniumiodide die Tendenz des Katalysators, unter Niedrigwassorbedingungen auszufallen, reduziert wird. Bevorzugte Stabilisatoren sind Alkali und alkalische Erdmetalliodide wie Lithiumiodid. Speziell wird das quaternäre Ammoniumiodid N-Methylpikoliniumiodid behandelt.
Das vorher Erwähnte zeigt also, daß es durch den Einsatz einer Reihe von Katalysatorstabilisatoren möglich ist, die Neigung der Rhodiumkatalysatoren, als unslösliche Rhodium(lll)-Spezies auszufallen, zu reduzieren. Vor kurzem wurde jedoch gefunden, daß dann Probleme entstehen, wenn quaternäre Ammoniumiodide wie N-Methylimidazoliumiodid und N-Methylpikoliniumiodid benutzt werden, da diese Iodide selbst dazu neigen, schwer lösliche, Rhodium enthaltende Komplexe zu bilden, was zu einem Rhodiumverlust führt.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Carbonsäure mit (n +1) Kohlenstoffatomen durch Reaktion von Kohlenmonoxid mit einem Alkohol, der η Kohlenstoffatome besitzt, in Gegenwart eines Rhodiumkatalysators, wobei der Alkohol und/oder ein Alkoholester und die Carbonsäure zusammen mit Kohlenmonoxid in einen Carbonylierungsreaktor gegeben und die Carbonsäure dem Carbonylierungsreaktor entnommen werden, wobei sich im Carbonylierungsreaktor während des Verfahrens ein flüssiges Reaktionsmedium, befindet, das aus folgenden Bestandteilen zusammengesetzt ist: (a) wenigstens einer begrenzten Menge Wasser, (b) einem Katalysatorstabilisator aus der Gruppe der quaternären Ammoniumiodide mit der Formel
(1)
(2)
(3)
wobei die R- und R'-Gruppen unabhängig aus Wasserstoff- oder C, bis Cw-Alkylgruppen ausgewählt werden, vorausgesetzt, daßwenigstens eine R'-Gruppe keine Wasserstoffgruppe ist, (d) dem lodidderivat, das dem Alkohol entspricht, (e) dem Ester der
Carbonsäure und des Alkohols, (f) einem Rhodiumkatalysator und (g) der Carbonsäure. Die vorliegende Erfindung löst das oben dargelegte Problem durch den Einsatz bestimmter ausgewählter quaternärer Ammoniumiodide, die auch unter die Rhodiumausfällung stark begünstigenden Bedingungen nachweislich keine schwer
löslichen, Rhodium enthaltenden Komplexe erzeugen. Die ausgewählten quaternären Ammoniumiodide haben außerdem den
Vorteil, daß sie besonders dann die Ausfällung verhindern, wenn der Wassergehalt im Carbonylierungsreaktor im Vergleich zu
konventionellen Verfahren niedrig ist. Tatsächlich sind sie den in EP-PS 161874 beschriebenen Stabilisatoren überlegen.
Bei eir\er bevorzugten Ausführungsform des oben beschriebenen Verfahrens werden der Rhodiumkatalysator und der Katalysatorstabilisator zusammen mit der Carbonsäure dem Carbonylierungsreaktor entnommen. Carbonsäure, Rhodiumkatalysator und Katalysatorstabilisator werden dann in eine Zone gegeben, in der im Vergleich zum Carbonylierungsreaktor ein Kohlenmonoxiddefizit herrscht und in der beispielsweise die Carbonsäure von den anderen Komponenten abgeschieden wird. Anschließend werden der Rhodiumkatalysator und der Katalysatorstabilisator in den Carbonylierungsreaktor zurückgeführt. Bei dieser bevorzugten Ausführungsform sind Abscheidungs- und Rückführungsprozeß
dadurch gekennzeichnet, daß Rhodiumkatalysator und Katalysatorstabilisator stets zusammen sind, wenn ein
Kohlenmonoxiddefizit besteht. Während die primäre Erfindung und ihre Anwendung genutzt werden können, wenn die begrenzte Menge Wasser im Carbonylierungsreaktor der einer konventionellen Methanol-Carbonylierungsanlage entspricht (14-15 Masseanteile in %), ist
die Technologie besonders dort geeignet, wo der Wassergehalt im Carbonylierungsreaktor niedriger als üblich, also zwischen0,1 und 12 Masseanteilen in %, vorzugsweise zwischen 0,5 und 8% liegt.
Bezüglich des Alkohols mit η Kohlenstoffatomen kann es sich im Prinzip um jeden beliebigen Alkohol mit 1 bis
20 Kohlenstoffatomen und wenigstens einer Hydroxylgruppe handeln, bevorzugt werden jedoch monofunktionale aliphatische
Alkohole mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen. Am meisten bevorzugt werden Methanol, Ethanol und Propanol, wobei Methanol eine
erstrangige Bedeutung zukommt, da es im Essigsäureverfahren seine Eignung für die industrielle Verwendung bereits unter
Beweis gestellt hat. Die gesamte Stöchiometrie des Verfahrens kann in der Gleichung R2OH + CO -> R2COOH
ausgedrückt werden, wobai R2 eine organische Komponente ist, die dem im vorangegangenen Abschnitt definierten Kriteriumentspricht. Aus dieser Gleichung kann das aus einem bestimmten Alkohol gewonnene Produkt Carbonsäure leicht bestimmtwerden. Im Fall von Methanol (R2 = CH3) und Ethanol (R2 = C2H5) handelt es sich bei den Carbonsäuren um Essig- bzw.
Propionsäure. Obwohl die erfindungsgemäßen Verfahren diskontinuierlich betrieben werden können, wird in den meisten Fällen der
kontinuierliche Betrieb bevorzugt. Während des kontinuierlichen Betriebs werden der Alkohol und/oder ein Ester des Alkoholsund die Carbonsäure zusammen mit dem Kohlenmonoxid, einer ausreichenden Menge Wasser zur Aufrechterhaltung einerbestimmten Konzentration von Rhodiumkatalysator, lodidderivat und Katalysatorstabilisator im Reaktor in den
Carbonylierungsreaktor gegeben. Da die hier letztgenannten Komponenten im Verlauf des Verfahrens nicht verbraucht werden,
versteht es sich von selbst, daß sie aus dem Produktstrom ständig in den Reaktor zurückgeführt werden, wobei sie nur hin undwieder aufgefüllt werden müssen.
Entsprechend der ständigen Einspeisung der Komponenten in den Carbonylierungsreaktorwird ein kontinuierlicher Produktstrom, der aus dem Produkt Carbonsäure, aus Wasser, Rhodiumkatalysator, lodidderivat und Katalysatorstabilisator
besteht, kontinuierlich abgezogen.
Infolgedessen erreicht der Carbonylierungsreaktor einen stabilen Zustand und behält ein flüssiges Reaktionsmedium mit
stabiler Zusammensetzung bei, das gleichbleibende Menge Wasser, Katalysatorstabilisator, lodidderivat. Carbonsäureester,
Alkoholester, Rhodiumkatalysator und Carbonsäure enthält. Praktisch enthält der Carbonylierungsreaktor aufgrund der
schnellen Veresterung von Carbonsäure und Alkohol nur wenig freien Alkohol.
Für das erfindungsgemäße Verfahren wird im stabilen Zustand des flüssigen Reaktionsmediums eine Zusammensetzung
bevorzugt, bei der die einzelnen Bestandteile in folgenden Bereichen liegen:
Bereich Bevorzugt Masseanteile Masseanteile
Wasser 0,1-12 0,5-8
EsterderCarbonsäureunddesAlkohols 0,1-10 2-8
lodidderivat 5-20 10-16
Katalysatorstabilisator 2-20 10-20 Rhodiumkatalysator (ppm) 100-1800 300-1200
Speziell bei der Carbonylierung von Methanol zu Essigsäure liegt der bevorzugte Bereich der Zusammensetzung bei 0,5-8% für Wasser, 2-8% für Methylacetat, 10-16% für Methyliodid, 10-20% für den Katalysatorsiabilisator und 300-1200ppm für den Rhodiumkatalysator. Den Rest bilden Essigsäure und Spuren von Fremdbestandteilen.
Der Carbonylierungsreaktor wird bei einer Temperatur von 100-2000C und einem Kohlenmonoxiddruck von 10-200 Atmosphären betrieben. Vorzugsweise liegt die Temperatur bei 14O-200°C und der Druck bei 10-100 at. Unter diesen Bedingungen erfolgt eine schnelle Carbonylierung. Betrachtet man die oben definierten drei Klassen von Katalysatorstabilisatoren, sollte vorzugsweise zumindest eine R-Gruppe
eine R2-Gruppe sein, die den organischen Anteil des Alkohols, des lodidderivats und der Carbonsäure enthält. Die R'-Gruppenandererseits sind günstigerweise Wasserstoff oder C1- bis Cg-Alkyl, vorzugsweise Wasserstoff oder C1- bis Ce-Alkyl unter denoben definierten Bedingungen. Beispiele bevorzugter Katalysatorstabilisatoren in jeder der Klassen (1) und (2) sind diejenigen,bei denen die R'-Gruppen aus Wasserstoff, Methyl, Ethyl, n-Propyl, Isopropyl, η-Butyl, sec-Butyl und tert-Butyl ausgewählt
werden,
Eine besonders bevorzugte Klasse von Katalysatorstabilisatoren ist die der lodidsalze des Kations
wobei (i) R1 und R2 Methyl
(ü) R6 Wasserstoff
(iii) R3 C1- bis CM-A!kyl oder Wasserstoff
und (iv) R4CrbisC2o-Alkylist.
Die bevorzugtesten Beispiele dieser Klasse sind diejenigen, bei denen (1) R3 = C2H6, R1, R2 und R4 = CH3 und R6 =- H oder (2) R3
und R6 = H und R1, R2 und R4 = CH3 ist.
Eine weitere besonders wichtige Klasse von Katalysatorstabilisatoren besteht aus lodidsalzen des Kations
wobei Re entweder Wasserstoff oder Methyl, R7 C,- bis C4-Alkyl und R'-Methyl ist. Bevorzugte Beispiele sind diejenigen, bei
denen (1) Re = H und R7 = C2H6, (2) Re = H und R7 = t-C4Hg und (3) R« und R7 = CH3 ist.
Die Katalysatorstabilisatoren können hergestellt werden, indem die entsprechenden Amine mit den Formeln
N I R
— Rl
oder
oder
(III)
mit einem organischen Iodid der Formel RI quaternisiert werden. Die R-Gruppe des organischen lodids kann jeder beliebigen R-Gruppe des entsprechenden Amins gleichen oder verschieden davon sein. Es wird natürlich vorgezogen, diejenigen Amine zu quaternisiereni, die den oben definierten bevorzugten Katalysatorstabilisatoren entsprechen. Sind die R-Gruppen R2 ist es deshalb möglich, den Katalysatorstabilisator an Ort und Stelle herzustellen, indem das entsprechende Amin eingespeist wird, wenn die Reaktion beginnt oder wenn die Zuführ- oder Rückführungsströme ergänzt werden müssen. Die Erfahrung zeigt, daß die Quaternisierung dieser Amine unter den Betriebsbedingungen des Verfahrens schnell vor sich geht. Nach erfolgter Quatemis'.erung wird der Katalysatorstabilisator in der üblichen Weise dem Kreislauf wieder zugeführt.
Ausfuhrungsbeispiele
Die Erfindung soll nun durch folgende Beispiele veranschaulicht werden:
Versuchsdurchführung A. Herstellung de« Katalysatorstabilisators
25mmol des entsprechenden Amins wurden mit 25 mm öl Methyliodid in Essigsäure gelöst. Das Gemisch wurdi unter Stickstoff 12 Stunden lang in einem Druckbehälter auf 180°C erhitzt.
B. Testverfahren - Löslichkeit quaternarer Ammonlumlodidsalze des Rhodiumkatalysators
Das abgekühlte Gemisch wurde mit weiterem Metnyliodid und einer Stammlösung Rhodium in wäßriger Essigsäure gemischt, um eine Testlösung mit folgenden
Bestandteilen herzustellen: Rhodium 550 ppm Wasser 2 Masseanteile in % Methyliodid 2 Masseanteile in % Essigsäure Rest
Die oben genannte Testlösunrj wurde eine Stunde lang bei einer Temperatur von 250C gerührt und die erhaltene Flüssigkeit auf Wasser, ionisches Iodid unr! lösliches Rhodium hin analysiert. Die Ergebnisse sind in dar nachstehenden Tabelle aufgeführt:
Additiv Wasser Iodid End-Rh %Rh
(%M/M) (%M/M) (ppm) ppt
n-Methylimidazol 2,19 13,93 190,6 57,3
3-Pikolin 2,06 12,47 18,5 96,4
Imidazol 2,36 18,92 149,4 66,5
2-Ethylimidazol 2,49 19,39 79,1 82,3
2-Ethyl-4-Methylimidazol 2,19 13,37 515,4 5,0
Benzimidazol 2,81 13,57 59,8 89,7
1,2-Dimethylimidazol 2,44 11,13 79,0 85,6
4-Methylimidazol 2,07 12,84 519,8 5,1
Pyridin 1,98 13,23 38,4 92,9
2,6-Lutidin 2,19 14,14 41,8 92,3
3,5-LuticJin 2,23 10,39 260,7 52,1
3,4-Lutidin 2,27 11,98 569,8 <0,1
4-t-Butylpyridin 1,96 10,56 527,4 <0,1
2-Hydroxypyridin 1,92 7,87 494,9 9,4
3-Hydroxypyridin 2,00 13,05 395,7 27,3
4-Hydroxypyridin 2,49 10,50 500,3 8,1
Die Ergebnisse zeigen, daß bei den quaternisierten Formen (R = CH3) von 4-Methylimidazol, 2-Ethyl-4-MethylimiJazol (Klasse [1) R1 = CH3 und C2H6), 3,4-Lutidin (Klasse |2] R1 = CH3), 4-t-Butylpyridin, 2-Hydroxypyridin im Vergleich zu ilen vorher beschriebenen Materialien (z. B. η-Mel Vimidazol, 3-Pikolin und Imidazol) Rhodium (III) nur in geringem Maße ausfällt.
C. Vergleich zwischen queterniron A . noniumiodidstabliisatoren und Lithiumiodid Die folgenden Experimente zeigen, daß die quaternären Ammoniumiodidstabilis&toren der Erfindung nichx nur besser löslich sind als die vorher erwähnten (z. B. Imidazol), sondern den Aikalimetalliodiden auch in ihrer Eigenschaft, bei erhöhten Temperaturen das Ausfällen von Rhodium zu verhindern, überlegen sind.
(i) Herstellung einer Katalysatorstammlösung
Rhodium-Triiodid (1,57tj), Wasser (7,4g), Jodwasserstoffsäure (0,92g) und Essigsäure (34,0g) wurden in uinen Fischor-Porter-Behälter gegeben. Dieser wurde gespült und mit einem Überdruck von 8 bar Kohlenmonoxid (8 barg) beaufschlagt, dann versiegelt und vier Stunden lang au/ 13O0C erhitrt. In dieser Zeit löste sich das RhI3 auf und bildete eine durchsichtige orangefarbene Lösung.
(H) Testverfahren-Stabilisation des Rhodiumkatalysators durch Iodide
In Beispiel 1 wurden Katalysatorstammlösung (2,0g) und Methyliodid (0,5g) einer Lösung, bestehend aus LiI (25mmol) in Essigsäure (19,15g), beigement und 5min lang gerührt. Nach Entnahme einer Probe wurde das Gemisch in einem Fischer-Porter-Behölter bei einem Druck von 1 bar (1 bara) absolut unter Stickstoff versiegelt und 22 Stunden lang auf 18O0C erhitzt. Nach Abkühlung wurde daraus eine Probe entnommen und beide Proben zentrifugiert und anschließend auf [Rh], (H2O] und (I]- hin analysiert. In den Beispielen 2 bis 4 wurden die Amine wie für die Löslichkeitsexperimente beschrieben quaternisiert und dann wie in Beispiel 1 mit Katalysatorstammlösung und Methyliodid behandelt. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle aufgeführt:
Beisp. Additiv Wasser1 Iodid2 Anfangs-Rh End-Rh %Rh
1 2 3 4 LiI 3,4-Lutidine 4-t-Butylpyridine 4-Methylimidazol 2,20 2,09 1,96 1,76 10,25 11,92 10,08 11,43 517,2 500,6 521,3 522,3 183,8 281,3 243,9 243,5 64,5 43,8 53,2 53,4
1 Mittelwert der Anfangs- und Endkonzentralion des Wassers.
2 Endkonzentrition des Iodide.
Die festgestellte geringere Katalysatorausfällung bei Anwendung der ausgewählten quaternärsn Ammoniumiodide zeigt, daß diese unter den Testbedingungen die effektiveren Stabilisatoren für den Rhodiumkatalysator sind.

Claims (7)

  1. Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Herstellung einer Carbonsäure mit (η + 1) Kohlenstoffatomen durch die Reaktion von Kohlenmonoxid mit einem Alkohol mit η Kohlenstoffatomen in Gegenwart eines Rhodiumkatalysators, wobei das Verfahren die Einspeisung des Alkohols und/oder eines Esters des Alkohols sowie der Carbonsäure zusammen mit Kohlenmonoxid in einen Carbonylierungsreaktor und die Entnahme der Carbonsäure aus dem Carbonylierungsreaktor umfaßt, dadurch gekennzeichnet, daß im Carbonylierungsreaktor im Verlaufe des Verfahrens ein flüssiges Reaktionsmedium aufrechterhalten wird, das aus folgenden Bestandteilen zusammengesetzt ist: (a) mindestens einer begrenzten Menge Wasser, (b) einem Katalysatorstabilisator aus der Gruppe der quatemären Ammoniumiodide mit der Forinel
    (D
    (2)
    oder
    (3)
    worin die R- und R1-Gruppen unabhängig aus Wasserstoff- oder C1- bis C2o-Alkylgruppen ausgewählt werden, vorausgesetzt, daß wenigstens eine R1-Gruppe keine Wasserstoffgruppe ist, (d) dem lodidderivat, das dem Alkohol entspricht, (e) dem Ester der Carbonsäure und des Alkohols, (f) einem Rhodiumkatalysator und (g) der Carbonsäure.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens eine der R-Gruppen dem organischen Bestandteil entspricht, der den Alkohol mit η Kohlenstoffatomen enthält.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die R1-Gruppen unabhängig aus Wasserstoff oder C1- bis C8-Alkyl ausgewählt sind.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet daß - ο f(1-Gruppen unabhängig aus Wasserstoff oder C1-C6-AIkYl ausgewählt sind.
  5. 5. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysatorstabilisator das η lodidsalz des Kations
    ist, wobei R1 und R2 Methyl, R5 Wasserstoff, R3 C1- bis C20-Alkyl oder Wasserstoff, R4 C1- bis C20-Alkyl ist.
  6. 6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysatorstabilisator so gewählt ist, daß entweder R3 = C2H6 und R4 = CH3 oder R3 = H und R4 = CH3 sind.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Katalysatorstabilisator ein lodidsalz des Kations
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