DD298216A5 - Walze fuer stranggiessanlagen zum direkten giessen duenner baender aus fluessigem metall - Google Patents

Walze fuer stranggiessanlagen zum direkten giessen duenner baender aus fluessigem metall Download PDF

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DD298216A5
DD298216A5 DD90344280A DD34428090A DD298216A5 DD 298216 A5 DD298216 A5 DD 298216A5 DD 90344280 A DD90344280 A DD 90344280A DD 34428090 A DD34428090 A DD 34428090A DD 298216 A5 DD298216 A5 DD 298216A5
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Walze fuer Stranggieszanlagen zum direkten Gieszen duenner Baender aus fluessigem Metall zwischen zwei Walzen, die aus einem zylindrischen Kern bestehen, auf dem zwei konzentrische Ringmaentel aufgebracht sind; die Materialien der Ringmaentel sind so gewaehlt, dasz der innere Ringmantel einen Waermeausdehnungskoeffizienten aufweist, der groeszer ist als derjenige mit dem fluessigen Metall in Beruehrung stehende aeuszere Ringmantel. Die unterschiedliche thermische Ausdehnung der beiden Ringmaentel waehrend des Gieszens des fluessigen Metalls verhindert, dasz sich die Walze woelbt und fuehrt damit zu Walzgut mit konstantem Profil. Die Erfindung eignet sich zum Stranggieszen von fluessigem Stahl. Fig. 1{Stranggieszen; Walze; Kern; innerer Ringmantel; aeuszerer Ringmantel; unterschiedliche Waermeausdehnungskoeffizienten}

Description

Hierzu 1 Seite Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Walze für Stranggießanlagenüum direkten Gießen dünner Bänder aus flüssigem Metall zwischen zwei Walzen oder auf einer einzigen Walze.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Es ist bekannt, Walzen zu verwenden, die einen zylindrischen Kern aufweisen, der von einem im allgemeinen aus Kupfer bestehenden Ringmantel umgeben ist, wobei die Walzen im allgemeinen durch ein Kühlfluid, z. B. Wasser, gekühlt werden, welches Kanäle durchströmt, die zwischen dem Ringmantel und dem Kern oder im Ringmantel selbst vorgesehen sind. Es wurde nun festgestellt, daß derartige Walzen sich während des Gießvorganges in Richtung nach außen verformen durch entsprechende Wölbung, so daß das aus dem Walzspalt zweier Walzen austretende Walzgut eine entsprechende Wölbung aufweist, die im Profil einem Hundeknochen entspricht, d. h. daß die Dicken an den beiden Rändern größer sind als die Dicke im Mittenbereich, was zu einer Qualitätsverschlechterung des Walzgutes führt.
Im Falle des Gießvorganges auf einer einzigen Walze bewirkt deren Wölbung ein ungleichmäßiges Spiel zwis:hen der Zufuhranordnung für das flüssige Metall und der Walze. Letztere kann dadurch mit dem Auslaß der Zufuhranordnung in Berührung kommen und diesen beschädigen.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Schaffung von Walzen, bei denen die oben genannten Nachteile nicht mehr auftreten und mit denen demzufolge ein fehlerfreies Walzgut erhalten wird.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist os, eine Walze für Stranggießanlagen zum direkten Gießen dünner Bänder aus flüssigem Metall zwischen zwei Walzen oder auf einer einzigen Walze zu schaffen, mit einem inneren zylindrischen Kern, der von einem ersten Ringmantel umgeben ist, wobei Kühlkanal» zwischen dem Ringmantel und dem Kern oder in diesem Mantel vorgesehen
Zur Lösung dieser Aufgabe wird vorgeschlagen, daß die Walze einen zweiten Ringmantel aufweist, der den ersten Ringmantel umgibt, so daß sie zwei sich überlagernde zylindrische Schichten bilden und daß die Materialien derart gewählt sind, daß der innere Ringmantel einen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist, der größer ist als derjenige mit dem flüssigen Metall in Berührung stehende äußere Ringmantel.
Die Wärmeausdehnungskoeffizienten und demzufolge die entsprechenden zugehörigen Materialien werden dabei derart gewählt, daß die differentielle Wärmeausdehnung zwischen den beiden Materialien die Neigung der doppelten Ringmäntel, sich zu wölben, kompensiert, insbesondere auf Höhe des Mittenabstandes der Walzen.
Bei einem bevorzugten Ausführungsbeispiel besteht der innere Ringmantel aus Kupfer, während der äußere Ringmantel aus Stahl besteht, wobei die beiden Ringmäntel miteinander verschweißt sind.
Ausführungsbeispiele
Im folgenden wird die Erfindung anhand der Zeichnung näher erläutert, in der ein vorteilhaftes Ausführungsbeispiel dargestellt ist. Es zeigen
Fig. 1: eine perspektivische Ansicht einer erfindungsgemäßen Walze mit zwei Ringmänteln für eine Stranggießanlage zum
kontinuierlichen Gießen dünner Metallbänder und Fig. 2: einen teilweise Axialschnitt durch dio Walze von Fig. 1.
Die in den Figuren dargestellte Walze 1 dient zum Einsatz in einer Stranggießanlage zur Herstellung dünner metallischer Bänder aus flüssigem Metall, wie z. B. Stahl, wobei zwei ähnliche Walzen 1 verwendet werden; da derartige Anlagen bekannt sind, sind sie hier nicht näher dargestellt.
Die Walze 1, deren Achse mit XX bezeichnet ist, besteht aus einem inneren zylindrischen Kern 2 und aus zwei übereinander angeordneten Ringmänteln 3,4, welche den inneren Kern 2 umgeben, in welchem Kühlkanäle 5 vorgesehen sind zur Wasserzirkulation. Die beiden übereinander angeordneten Schichten 3 und 4 bestehen aus derartigen Materialien, daß der innere Ringmantel 3 einen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist, der größer ist als derjenige des äußeren Ringmantels 4, der mit dem flüssigen Metall in Berührung steht.
Die beiden Ringmäntel 3 und 4 sind miteinander verbunden, beispielsweise über eine Schweißverbindung, über eine Klemmverbindung oder über elektrolytische Abscheidung. Bei einem vorteilhaften Ausführungsbeispiel besteht der innere Ringmantel 3 aus Kupfer und der äußere Ringmantel 4 aus Stahl, wobei das Kupfer einen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist, der größer ist als derjenige von Stahl.
Die Dicken der beiden Schichten 3 und 4 werden als Funktion der Wärmeausdehnungskoeffizienten der verwendeten Materialien gewählt.
Wird nun diese Doppelschicht 3,4 einem großen Temperaturgradienten ausgesetzt, wie es bei Berührung des äußeren Ringmantels 4 mit dem flüssigen Metall der Fall ist, so kompensiert die unterschiedliche Wärmeausdehnung zwischen den beiden Materialien der Schichten 3 und 4 die Neigung dieser Doppelschicht sich zu wölben, insbesondere auf Höhe des Mittenabstandes zwischen den beiden Walzen der Anlage.
Der innere Ringmantel 3 besteht vorzugsweise aus Kupfer mit einer Dicke von 5 bis 30mm; der äußere Ringmantel kann aus Stahl, Nickel oder Chrom bestehen und eine Dicke von 1 bis 10mm aufweisen.
Vorteilhaftes Beispiel:
- Walze: Durchmesser 1500mm, Breite 800mm
- Innerer Ringmantel: Kupfer, Dicke 15mm
- Äußerer Ringmantel: Stahl oder Nickel, Dicke 2mm
- Die Ringmäntel sind miteinander über ihre gesamte Oberfläche verbunden (wobei der äußere Ringmantel aus einer auf dem inneren Ringmantel aufgebrachten Beschichtung besteht)
- Temperatur des gegossenen Stahls: 15000C
- Temperatur der Innenwand des inneren Ringmantels 6O0C (im wesentlichen gleich der Temperatur des Kühlwassers). Ergebnis: Die Wölbung der Walze beträgt 0,3mm gegenüber einer vollständig aus Kupfer bestehenden Walze mit einer Wölbung von ungetähr 1 mm.
Eine weitere Verringerung dieser restlichen Wölbung kann dadurch erzielt werden, daß als Beschichtung (äußerer Rir.gmantel) ein Material gewählt wird, dessen Wärmeausdehnungskoeffizient noch kleiner ist und das eine noch bessere Wärmeleitfähigkeit aufweist, wie es bei Chrom der Fall ist.
Schließlich sei noch darauf hingewiesen, daß die Erfindung nicht auf einer Anordnung mit Kühlkanälen 5 unterhalb der Doppelschicht 3,4 beschränkt ist, sondern daß diese Kanäle auch in dem inneren Ringmantel 3 ausgebildet sein können. Es sei ferner noch angemerkt, daß die Dicke des erwähnten Ringmantels aus Kupfer dem Beispiel entsprechen, bei dem die Kühlkanäle unterhalb dieses Ringmantels ausgebildet sind. Sofern die Kanäle im inneren Ringmantel ausgebildet werden sollen,
äußeren Ringmantel, da bei einem derartigen Ausführungsbeispiel die Dicke des inneren zwischen den Kanälen gelegenen Ringmantels sowie der Kern auf geringer Temperatur gehalten werden und die differentielle Wärmeausdehnung nur geringfügig beeinflussen.

Claims (3)

1. Walze (1)für Stranggießanlagen zum direkten Gießen dünner Bänder aus flüssigem Metall zwischen zwei Walzen (1) oder auf einer einzigen Walze, mit einem inneren zylindrischen Kern (2), der von einem ersten Ringmantel (3) umgeben ist, wobei Kühlkanäle zwischen dem Ringmantel (3) und dem Kern oder in diesem Ringmantel vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen zweiten Ringmantel (4) aufweist, der den ersten Ringmantel umgibt, so daß sie zwei sich überlagernde zylindrische Schichten bilden und daß die Materialien derart gewählt sind, daß der innere Ringmantel (3) einen Wärmeausdehnungskoeffizienten aufweist, der größer ist als derjenige des mit dem flüssigen Metall in Berührung stehenden äußeren Ringmantels (4).
2. Walze nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Ringmäntel (3,4) miteinander verbunden sind, beispielsweise über eine Schweißverbindung, über einen Klemmsitz oder über elektrolytische Abscheidung.
3. Walze nach einem der Ansprüche 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der innere Ringmantel (3) aus Kupfer besteht und daß äußere Ringmantel (4) aus Stahl, Nickel oder Chrom besteht.
DD90344280A 1989-10-02 1990-09-28 Walze fuer stranggiessanlagen zum direkten giessen duenner baender aus fluessigem metall DD298216A5 (de)

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