DD298224A5 - Portionierungsvorrichtung - Google Patents
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Abstract
Portioniervorrichtung bestehend aus einer Einrichtung zum Zufuehren des Stranges aufrechtstehender Zwiebackscheiben, einer Vorrichtung zur Bildung der Portionen und einer Vorrichtung zur UEbergabe der Portionen in die Zufuehrkette einer Verpackungsmaschine. Bezweckt wird, die Portionierung von Dauerbackwaren, insbesondere von Zwieback, ohne manuellen Aufwand, mit geringem Bauaufwand, bei nur geringem Platzbedarf schonend durchzufuehren. Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, aus einem Strang aufrechtstehender aneinandergereihter Zwiebackscheiben, unter Ausgleich deren groszen Masztoleranzen Portionen zu bilden. Die Aufgabe wird erfindungsgemaesz dadurch geloest, dasz in Transportrichtung des Zwiebackstranges, paarweise zueinander versetzt, obere Fuehrungen und untere Fuehrungen angeordnet sind, ueber den oberen Fuehrungen Andruecker und am Ende der unteren Fuehrungen Nachlasser, unterhalb senkrecht zu den unteren Fuehrungen Einstoeszer und quer zu den unteren Fuehrungen Querschieber angeordnet sind, wobei einem jeden Fuehrungspaar einer oberen Fuehrung und einer unteren Fuehrung eine Schwenkzange zugeordnet ist. Fig. 2{Portionierprozesz; Transportbaender; Fuehrungen; Abteileinrichtung; Einstoeszer; Querschieber; Schwenkzange; Abtransporteinrichtung}
Description
Hierzu 5 Seiten Zeichnungen
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft eine Portioniervorrichtung, bestehend aus einer Einrichtung zum Zuführen des Stranges aufrechtstehender Zwiebackscheiben, einer Vorrichtung zur Bildung der Portionen und einer Vorrichtung zur Übergabe der Portionen in die Zuführkette einer Verpackungsmaschine.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Zur Portionierung von Keks sind eine Vielzahl von Lösungen bekannt, wie sie beispielsweise aus den CH-PS 396749; CH-PS 443116; CH-PS 515823 und aus der DD-PS 83737 hervorgehen. Dabei wird die gesamte Keksportion von einem Strang aufrechtstehender aneinandergereihter Kekse abgetrennt und der Zuführeinrichtung der Nachfolgetechnik übergeben. Die Portionsbildung erfolgt dabei durch Abtrennen mit Trennschieber, wobei der Keksstrom durch Klemmschienen bzw. durch Sperren zurückgehalten wird. Danach werden die Portionen von Greifern oder Schiebern einem Aufnahmetisch oder der Zuführeinrichtung übergeben.
Für die Portionierung von Zwieback sind diese Lösungen nicht anwendbar. Die Überkanten der Zwiebackscheiben weisen keine Radien auf und bilden demzufolge im aneinandergereihten Zustand eine geschlossene Oberfläche. Weiterhin sind die Rauheit der Oberfläche, die hohe Bruchempfindlichkeit sowie die großen Maßtoleranzen für einen Trennvorgang mit Trennschiebern,
Klemmschienen bzw. Sperren und eine Übergabe durch Schieber nicht geeignet und würde zum Bruch der Zwiebackscheiben führen, welcher sich negativ auf den weiteren Verarbeitungsprozeß auswirken würde.
Dergleiche Nachteil haftet den in den DD-PS 40 531 und DD-PS 48941 dargestellten Lösungen an, die vorzugsweise für Zwieback vorgesehen sind. Auch hierbei erfolgt die Abtrennung der gesamten Portion durch einen Trennschieber bzw. das Abschieben der Portion durch einen Stößel. Die Einwirkung des Trennschiobers und des Stößels würde zur Zerstörung von Zwiebackscheiben aufgrund der Maßtoleranzen im Abteilbereich führen.
Eine Lösung zur schonenden Portionierung von Zwieback geht aus der DD-PS 204073 hervor.
Hierbei werden die auf dem Kühlband in mehreren Reihen liegend ankommenden Zwiebäcke schräg abwärts gleitend in aufrechter Stellung quer zur Zuführrichtung von Reihe zu Reihe in einer Bahn fortschreitend zu Stapeln gesammelt.
Diese Anlage ist für Betriebe mit einer sehr begrenzten Bausubstanz nicht einsetzbar, da die auf dem Ofenband in mehreren Reihen liegend ankommenden Zwiebäcke in voller Breite zu Portionen verarbeitet werden. Das Aufrichten der Zwiebackscheiben geschieht im Rahmen des Portionierprozesses. Eine derartige Anlage ist nur für Großbetriebe/ geeignet.
Schließlich ist in der DD-PS 253225 noch eine Stapel- und Übergabevorrichtung, insbesondere für Lebkuchen, beschrieben.
Dabei gelangen die von einem kontinuierlichen Förderer in mehreren Reihen nebeneinanderliegend ankommenden Lebkuchen in jeweils eine Zuführrutsche, wo sie über eine Verteilerklappe und einen Schwinghebel flach übereinandergestapelt der Transportkette übergeben werden. Für die Portionierung von Zwieback ist diese Vorrichtung nicht geeignet, da nach dem Portioniervorgang die Portionen zusätzlich gewendet v/erden müßten. Weiterhin ist die Leistung der Vorrichtung zur Bildung von Zwiebackportionen nicht ausreichend, da jede Scheibe einzeln übereinander gelegt wird.
Ziel der Erfindung ist es, die Portionierung von Dauerbackwaren, insbesondere von Zwieback, ohne manuellen Aufwand, mit geringem Bauaufwand bei nur geringem Platzbedarf schonend durchzuführen.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, aus einem Strang aufrechtstehender aneinandergereihter Zwiebackscheiben, unter Ausgleich deren großen Maßtoleranzen Portionen zu bilden. Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß in Transportrichtung des Zwiebackstranges, paaiweise zueinander versetzt, obere Führungen und untere Führungen angeordnet sind, über den oberen Führungen Andrücker und am Ende der unteren Führungen Nachlasser, unterhalb senkrecht zu den unteren Führungen Einstößer und quer zu den unteren Führungen Querschieber angeordnet sind, wobei einem jeden Führungspaar einer oberen Führung und einer unteren Führung eine Schwenkzange zugeordnet ist.
Die Andrücker sind winkelförmig, wobei der Innenwinkel vorzugsweise zwischen 95° und 105° beträgt. Die Einstößer sind gabelförmig ausgebildet. Die oberen Führungen weisen im Wirkungsbereich der Andrücker und die unteren Führungen im Wirkungsbereich der Einstößer Aussparungen auf.
Damit ist es möglich, auch ohne hohen Bauaufwand bei nur geringen Platzverhältnissen Zwiebackportionen automatisch herzustellen und damit Arbeitskräfte einzusparen.
Ausfuhrungsbeispiel
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt
Es zeigen
Fig. 1: eine schematische Draufsicht der Vorrichtung,
Fig. 2: eine Seitenansicht der Vorrichtung,
Fig. 3: eine Draufsicht der Portioniervorrichtung in Pfeilrichtung X der Fig. 2,
Fig.4: eine Seitenansicht der Portioniervorrichtung,
Fig. 5: zeigt einen Schnitt A-A der Fig.4,
Fig.6: zeigt einen Schnitt B-B der Fig.3.
Die erfindungsgemäße Portioniervorrichtung, deren Aufbau und Wirkungsweise im nachfolgenden Ausführungsbeispiel anhand eines Führungspaares mit der dazugehörenden Schwenkzange beschrieben ist und beliebig, entsprechend den Platzverhältnissen und der vorgeschalteten Röstofenleiscung, erweitert werden kann, besteht in ihren wesentlichen Elementen aus den Transportbändern 1.1; 1.2, denen die oberen Führungen 2.1; 2.2 und die unteren Führungen 3.1; 3.2 zugeoidnet sind. In Transportrichtung des Zwiebackstranges Z sind am Ende über den oberen Führungen 2.1; 2.2 Andrücker 4.1; 4.2; 4.3; 4.4 angebracht. Ebenfalls in Transportrichtung des Zwiebackstranges Z sind am Ende der unteren Führungen 3.1; 3.2 Nachlasser 5.1; 5.2, unterhalb senkrecht zu den unteren Führungen 3.1; 3.2 Einstößer 6.1; 6.2 und quer zu den unteren Führungen 3.1; 3.2 Querschieber 7; 7.1 angeordnet. In dem Querschieber 7 ist der Querschieber 7.1 verschiebbar gelagert, um den seitlichen Versatz der Zwiebackstränge Z, die auf dem Transportband 1.1 und auf dem Transportband 1.2 transportiert werden, auszugleichen. Unterhalb der unteren Führungen 3.1; 3.2 sind in Transportrichtung vor den Einstößern 6.1; 6.2 Vibratoren 8.1; 8.2 befestigt. Einem jeden Paar einer oberen Führung 2.1; 2.2 und einer unteren Führung 3.1; 3.2 ist eine Schwenkzange 9 nachgeordnet. Die Schwenkzangen 9 stehen mit der rechtwinklig zu den Transportbändern 1.1; 1.2 angebrachten Zuführkette 10 in Wirkverbindung. Die Transportbänder 1.1; 1.2 sind noch beiderseitig von Leitblechen 11.1; 11.2; 11.3; 11.4 umgeben, wobei das Leitblech 11.2 im Wirkungsbereich des Querschiebers 7.1 als Bodenblech 12 ausgebildet ist. Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist im folgenden beschrieben. Die von dem nicht mit dargestellten Röstofenband über die Stapelwelle in mehreren Reihen aufrechtstehend aneinandergereiht ankommenden Zwiebackscheiben werden in größeren Gruppen, nicht abgezählt, manuell abgenommen und auf die Transportbänder 1.2; 1.2 aufgelegt. Für jedes Transportbandpaar wird dafür eine Arbeitskraft benötigt. Beim Anfahren der Anlage werden die Zwiebackscheiben als Zwiebackstrang Z an die Nachlasser 5.1; 5.2 angelegt und bis zum Anfang der oberen Führungen 2.1; 2.2 aufgelegt. Die Herstellung der Portionen P erfolgt wie nachfolgend beschrieben.
Die Nachlasser 5.1; 5.2 bewegen sich gleichzeitig in Transportrichtung des Zwiebackstranges Z bis kurz vor ihre tiefste Stellung. Kurz bevor die Bewegung der Nachlasser 5.1; 5.2 beendet ist, bewegen sich die Andrücker 4.1; 4.2 durch die Aussparungen der oberen Führungen 2.1; 2.2 in Richtung des Zwiebackstrages Z und sitzen schließlich auf dem Zwiebackstrang Z auf und halten dadurch den Zwiebackstrang Z zurück. Danach bewegen sich die Nachlasser 5.1 und 5.2 bis zu ihrer tiefsten Stellung, so daß zwischen den mitgeführten Zwiebackscheiben und dem durch die Andrücker 4.1 und 4.2 festgeklemmten Zwiebackstrang Z eine Lücke L entsteht, die Voraussetzung für den weiteren Portionierprozeß ist. Mit der Bewegung der Nachlasser 5.1 und 5.2 läuft synchron das Transportband 1.1 und 1.2, welches bei Einleitung der Bewegung der Andrücker 4.1 und 4.2 abgeschaltet und bei Beginn der wiederholten Bewegung der Nachlasser 5.1; 5.2 nach vorherigem Rücklauf wieder eingeschaltet wird. Während die Nachlasser 5.1; 5.2 ihre tiefste Stellung erreicht haben, werden die abgetrennten Teilportionen T von Zwiebackscheibon, welche sechs Stück nicht übersteigen, von den Einstößern 6.1 und 6.2, die sich mit ihren Wirkungselementen durch die Aussparungen der unteren Führungen 3.1; 3.2 schieben, angehoben und vor die Querschieber 7; 7.1 transportiert. Die oberen Führungen 2.1 und 2.2 stehen bis zu einer halben Zwiebackscheibendicke gegenüber den Teilportionen T zurück und wirken somit als Gegenkanten. Die unteren Führungen 3.1; 3.2 werden durch Vibratoren 8.1; 8.2 zum Schwingen gebracht, wodurch sich die Zwiebackscheiben annähernd rechtwinklig und gut aufliegend zu den unteren Führungen 3.1; 3.2 ausrichten. Der Querschieber 7 schiebt zunächst die Teilportion T vom
Transportband 1.1 in die Flucht des Transportbandes 1.2 und anschließend werden beide Teilportionen T von den Querschiebern 7; 7.1 in das geöffnete Zangenmaul jr Schwenkzange 9 geschoben. Damit ist die Portion P gebildet. Das Zangenmaul der Schwenkzange 9 wird nun geschlossen und die Schwenkzange 9, über die Zuführkette 10 einer nicht mit dargestellten Verpackungsmaschine geschwenkt. Im Stillstand der sich intermittierend bewegenden Zuführkette 10 öffnet sich das Zangenmaul der Schwenkzange 9 und die Portion P gleitet zwischen die Mitnehmer der Zuführkette 10, welche die Portion P der Verpackungsmaschinen zuführt.
Claims (5)
1. Portioniervorrichtung, bestehend aus einer Einrichtung zum Zuführen des Stranges aufrechtstehender Zwiebackscheiben, einer Vorrichtung zur Bildung der Portionen und einer Vorrichtung zur Übergabe der Portionen in die Zuführkette einer Verpackungsmaschine, dadurch gekennzeichnet, daß in Transportrichtung des Zwiebackstranges (Z), paarweise zueinander versetzt, obere Führungen (2.1; 2.2) und untere Führungen (3.1; 3.2) angeordnet sind, über den oberen Führungen (2.1; 2.2) Andrücker (4.1; 4.2) und am Ende der unteren Führungen (3.1; 3.2) Nachlasser (5.1; 5.2) unterhalb senkrecht zu den unteren Führungen (3.1; 3.2) Einstößer (6.1; 6.2) und quer zu den unteren Führungen (3.1; 3.2) Querschieber (7; 7.1) angeordnet sind, wobei einem jeden Führungspaar einer oberen Führung (2.1; 2.2) und einer unteren Führung (3.1; 3.2) eine Schwenkzange (9) zugeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Andrücker (4.1; 4.2) winkelförmig sind, wobei der Innenwinkel vorzugsweise 95° bis 105° beträgt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Einstößer (6.1; 6.2) gabelförmig ausgebildet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Führungen (-2.1; 2.2) im Wirkungsbereich der Andrücker (4.1; 4.2) und die unteren Führungen (3.1; 3.2) im Wirkungsbereich der Einstößer (6.1; 6.2) Aussparungen aufweisen.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Querschieber 7.1 im Querschieber 7 verschiebbar gelagert ist.
Priority Applications (1)
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| DD34424190A DD298224A5 (de) | 1990-09-27 | 1990-09-27 | Portionierungsvorrichtung |
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| DD298224A5 true DD298224A5 (de) | 1992-02-13 |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102015109734A1 (de) * | 2015-06-18 | 2016-12-22 | Krones Aktiengesellschaft | Verfahren und Handhabungsvorrichtung |
-
1990
- 1990-09-27 DD DD34424190A patent/DD298224A5/de not_active IP Right Cessation
Cited By (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE102015109734A1 (de) * | 2015-06-18 | 2016-12-22 | Krones Aktiengesellschaft | Verfahren und Handhabungsvorrichtung |
| US10336553B2 (en) | 2015-06-18 | 2019-07-02 | Krones Aktiengesellschaft | Method and handling device |
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