DD298523A5 - Verfahren zur aufarbeitung hochviskoser altoeldestillationsrueckstaende - Google Patents

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DD298523A5
DD298523A5 DD31402288A DD31402288A DD298523A5 DD 298523 A5 DD298523 A5 DD 298523A5 DD 31402288 A DD31402288 A DD 31402288A DD 31402288 A DD31402288 A DD 31402288A DD 298523 A5 DD298523 A5 DD 298523A5
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oil
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lubricating oil
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DD31402288A
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Helmut Fiedler
Michael Wochnik
Guenther Schuelert
Otto Pucher
Helmut Gorke
Gerhard Schroeder
Klaus Lorenz
Horst Grosser
Reiner Loeffler
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Hydrierwerk Zeitz Gmbh,De
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Aufarbeitung hochviskoser Altoeldestillationsrueckstaende aus der Hochvakuumdestillation in Duennschichtverdampfern, das in der Mineraloelindustrie bei der Regenerierung von Altoelen zu Schmieroelkomponenten anwendbar ist. Erfindungsgemaesz werden die hochviskosen Altoeldestillationsrueckstaende in Mengen von 0,1 bis 6 Masseteilen in % Altoelen vor der Regenerierung zugemischt und die Gemische nach dem Schwefelsaeureregenerierverfahren zu Regeneratoel aufgearbeitet. Dadurch werden die in den Rueckstaenden enthaltenen hochviskosen Schmieroelkomponenten fuer die Schmieroelproduktion nutzbar gemacht, ohne dasz eine vorherige aufwendige Abtrennung der in erheblichem Masze vorliegenden stoerenden Verunreinigungen erforderlich ist.{Altoeldestillationsrueckstaende; Hochvakuumdestillation; Duennschichtverdampfer; Altoelregenerierung; hochviskose Schmieroelkomponenten; Schwefelsaeureregenerierverfahren; Mineraloelindustrie; stoerende Verunreinigungen}

Description

Eine Aufbereitung der sehr hochviskosen Altöldestillationsrückstände zu Schmierölkomponenten durch Raffinations- bzw. Extraktionsverfahren galt bisher auf Grund ihrer hohen Viskosität und des hohen Detergent- und Schlammgehaltes als nicht möglich. Auch in Verdünnung mit leichten Erdölfraktionen war eine Aufarbeitbarkeit nicht gegeben.
Überraschenderweise wurde gefunden, daß sich sehr hochviskose Altöldestillationsrückstände nach intensivem Vermischen mit Altölen oder entwässerten Altölen vor der Regenerierung, In Mengen von 0,1 bis 6% zugegeben, durch das Schwefelsäureregenierverfahren über die Verfahrensstufen Raffination mit konzentrierter Schwefelsäure, Neutralisation, Destillation und Selektivadsorption oder Heißkontaktdestilltion zu Schmierölkomponenten für Einbereichsmotorenöle und Getriebeöle aufarbeiten lassen, obwohl erfahrungsgemäß zu erwarten gewesen wäre, daß die schon erwähnten Probleme bei der Raffination, Neutralisation und Filtration, insbesondere bei der Mischung mit höhersiedenden Komponenten auftreten würden.
Die Vorteile der erfindungsgemäßen technischen Lösung bestehen darin, daß die hochviskosen Altöldestillationsrückstände mit geringem technischen und technologischen Aufwand in bestehenden Anlagen im Gemisch mit anderen Altölen zu Regeneratölen aufgearbeitet werden können, wobei die in den Altöldestillationsrückständen enthaltenen hochviskosen Schmierölkomponenten für die Schmierölproduktion nutzbar gemacht werden, Gegenüber der Aufarbeitung von Altölen ohne Zusatz von hochviskosen Altöldestillationsrückständen werden bei deren Zusatz folgende Effekte erreicht:
- Steigerung der Ausbeute an Regeneratöl bei gleicher Viskosität und gleicher Qualität,
- Herstellung von Regeneratölen höher Viskosität und höherer Ausbeute bei gleicher Qualität,
- NuUl irmachung wertvoller Inhaltsstoffe der bisher für die Schmierstoffherstellung nicht nutzbaren hochviskosen Altöldo jtillationsrückstände für die Schmierstoffproduktion,
- Erweiterung der Anwendungsgrenzen dar Reneratöle in der Schmierstoffproduktion.
Ausführungsbelsplele Die Erfindung soll nachstehend an einigen Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Beispiel 1
Einem entwässerten Altöl mit einer Dichte von 0,899 g/cm3 bei 293 K und einer Viskosität von 50 mmVs bei 323 K werden 3 Ma.-% eines hochviskosen Altöldestillationsrückstandes mit einem Aschegehalt von 7,59 Ma.-%, einem Flammpunkt von 621K und einer Viskosität von 890 mmVs bei 373 K unter intensivem Vermischen zugesetzt. Die Aufarbeitung dieses Gemisches erfolgt über die Stufen Schwefelsäureraffination, Neutralisation, Destillation und Nachraffination zu qualitätsgerechtem Regenerat. Dabei wird eine Ausbeutesteigerung an Regeneratöl von 4,5 Ma.-% bei vergleichbarer Regeneratviskosität erreicht.
Beispiel Z
Einem entwässerten Altöl mit einer Dichte bei 293 K von 0,905 g/cm3 und einer Viskosität bei 323 K von 46,0 mmVs werden 4 Ma.-% eines hochviskosen Altöldestillationsrückstandes gemäß Beispiel \ unter intensivem Vermischen zugesetzt. Die Aufarbeitung dieses Gemisches erfolgt über die Stufen Schwefelsäureraffination, Neutralisation, Destillation und Nachraffination zu qualitätsgerechtem Regenerat. Dabei wird eine Viskositätssteigerung beim Regeneratöl um 8,5mm2/s bei vergleichbarer Regeneratausbeute erreicht.
Beispiel 3
Einem entwässerten Altöl entsprechend Beispiel 1 werden 5Ma.-% einer. Altöldestillationsrückstandes gemäß Beispiel 1 zugemischt. Die Aufarbeitung des Gemisches erfolgt über die Stufen Schwefelsäureraffination, Neutralisation, Destillation und Nachraffination zu qualitätsgerechtem Regenerat. Dabei wird eine Ausbeutesteigerung an Regeneratöl von 8,2 Ma,-% bei vergleichbarer Regeneratviskosität erreicht.

Claims (2)

1. Verfahren zur Aufarbeitung hochviskoser Altöldestillationsrückstände der Hochvakuumdestillation in Dünnschichtverdampfern mit einem Flammpunkt über 550K, einem Aschegehalt von höchstens 10Ma.-% und einer Viskosität über 200mm2/s bei 373 K, dadurch gekennzeichnet, daß die hochviskosen Altöldestillationsrückstände in Mengen von 0,1 bis 6 Ma.-% Altölen mit einer Viskosität von mindestens 20 mm2/s bei 323 K vor der Regenerierung zugemischt und die Gemische in an sich bekannter Weise nach dem Schwefelsäureregenierverfahren zu Regeneratöl aufgearbeitet werden.
2. Verfahren nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Altöldestillationsrückstände wasserfreien oder entwässerten Altölen zugemischt werden.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung betrifft ein Ve ,"ahren zur Aufarbeitung sehr hochviskoser Altöldestillationsrückstände aus der Hochvakuumdestillation im Dünnschic. 'dämpfer, das in der Mineralölindustrie bei der Regenerierung von Altölen zu Schmierölkomponenten anwendbar ist.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Bei allen Verfahren zur Altölregenerierung kommen Destillationsprozesse zur Anwendung, wobei einerseits die Abtrennung niedrigviskoser Altölbestandteile zur Erzeugung eines regenierbaren Destillationssumpfproduktes und andererseits die Gewinnung von Schmieröldestillatfraktionen, be! Anfall eines für die Schmierölproduktion nicht nutzbaren Destillationsrückstandes, erfolgt. Es ist bekannt, daß bei der Hochvakuumdestillation von Altölen in Dünnschichtverdampfern sehr hochviskose Destillationsrückständo anfallen, die wertvolle Brightstockanteile enthalten, die als Heizöl- oder Bitumenzumischkomponente Verwendung finden und für die Schmierölerzeugung nicht verwertbar sind (Mohawk-, Recyclon-, Lubrex-Verfahren). Diese hochviskosen Destillationsrückstände sind vor allem auf Grund ihrer Zusammensetzung, neben Mineralölanteilen enthalten sie vor allem Polymere, Additives bzw. Reaktionsprodukte von Additives, sowie Ruß und Abrieb in erheblich höheren Konzentrationen als niedrigviskose Vakuumrückstände, nicht zu Schmierölkomponenten aufarbeitbar. Die dazu üblichen Verfahren wie Raffination oder Extraktion sind prinzipiell nicht anwendbar, weil es bei den Raffinationsverfahren zu keiner Trennung zwischen Raffinatöl- und Harzphase kommt oder bei Extraktionsverfahren die anfallende Extraktphase nicht mehr handhabbar ist.
Die genannten Verfahren, wie Raffination mit Schwefelsäure oder Extraktion mit Lösungsmitteln, sind für die hochviskosen Destillationsrückstände auch dann nicht geeignet, wenn diese mit leichten Erdölfraktionen verdünnt werden. Weiterhin ist nach DE-PS 2824337 bekannt. Altöle mit Rückständen der Schwefelsäureraffination von Weißölen, die noch freie Säure enthalten, zu raffinieren.
Nach DD-PS 188442 wird dem Altöl vor der Propanextraktion Extraktionsbitumen zur Verbesserung der Phasentrennung sowie zur Verbesserung der Fließfähigkeit des Extraktes zugegeben. Hierbei wird jedoch aus dem Extraktionsbitumen kein zusätzlicher Schmierölanteil gewonnen. Nach DE-OS 2901090 wird Altöl durch eine Propanextraktion vorgereinigt und anschließend unter Vakuum destilliert; der Vakuumdestillationsrückstand wird danach nochmals einer Propanextraktion zur Gewinnung des Schmierölanteiles unterworfen. Anschließend erfolgt eine Wasserstoffbehandlung. Bei diesem Rückstand handelt es sich nicht um einen sehr hochviskosen Destillationsrückstand; außerdem um einen, der durch die Vorbehandlung mit Propan vor der Destillation von wesentlichen Verunreinigungen, wie beispielsweise organometallischen Verunreinigungen und Oxydationsprodukten, befreit wurde.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist die Entwicklung eines Verfahrens zur Gewinnung von wertvollen Komponenten aus sehr hochviskosen bei der Hochvakuumdestillation von Altölen anfallenden Altöldestillationsrückständen mit geringem technischen und technologischen Aufwand.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, aus sehr hochviskosen Altöldestillationsrückständen der Hochvakuumdestillation von Altölen in Dünnschichtverdampfern Komponenten für die Schmierölproduktion ohne eine vorherige aufwendige Abtrennung der störenden Verunreinigungen zu gewinnen.
Erfindungsgemäß ist das Verfahren zur Aufarbeitung hochviskoser Altöldestillationsrückstände der Hochvakuumdestillation in Dünnschichtverdamp'ern mit einem Flammpunkt über 550K, einem Aschegehalt von höchstens 10Ma.-% und einer Viskosität über 200 mmVs bei 373 K im wesentlichen dadurch charakterisiert, daß die hochviskosen Altöldestillationsrückstände in Mengen von 0,1 bis 6Ma.-% Altölen mit einer Viskosität von mindestens 20 mmVs bei 323 K vor der Regenerierung zugemischt und die Gemische in an sich bekannter Weise nach dem Schwefelsäureregenerierverfahren zu Regeneratöl aufgearbeitet werden. Der hochviskose Altöldestillationsrückstand kann prinzipiell sowohl wasserhaltigen als auch wasserfreien oder entwässerten Altölen zugemischt werden. Vorteilhafterweise wird der Rückstand wasserfreien oder entwässerten Altölen zugesetzt.
DD31402288A 1988-03-25 1988-03-25 Verfahren zur aufarbeitung hochviskoser altoeldestillationsrueckstaende DD298523A5 (de)

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