DD299615A5 - Verfahren und vorrichtung zur behandlung von tierischem frischblut - Google Patents
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Abstract
Zur schonenden Behandlung, naemlich ohne Antikoagulantien, von tierischem Frischblut, das hierzu geruehrt, gepumpt, gekuehlt und hiernach einer Lagerung oder einem Transport zur Weiterverarbeitung zugefuehrt wird, sollen keine besonderen Behaelterkapazitaeten erforderlich sein. Hierzu ist das Blut im wesentlichen schaumbildungsfrei zu ruehren und unmittelbar anschlieszend zu einer Kuehleinrichtung hin zu pumpen und in dieser zu kuehlen. Der vorzusehende Ruehrer ist unterhalb des ueblichen Blutniveaus im Auffangbehaelter anzuordnen und die Pumpeinrichtung saugseitig an den Ausgang des Auffangbehaelters und druckseitig an den Eingang der Kuehleinrichtung anzuschlieszen.{tierisches Frischblut; Lagerung; Weiterverarbeitung, schaumbildungsfrei; Kuehleinrichtung; Ruehrer; Auffangbehaelter; Pumpeinrichtung}
Description
erforderlich, eine Koagulation des Blutes in der Zeit zwischen dem Töten und der Weiterverarbeitung zu verhindern.
entsprechender chemischer Substanzen in Gestalt von Antikoagulantien. Die Anwendung derartiger chemischer Substanzen muß jedoch durch entsprechende Kennzeichnung der durch die Weiterverarbeitung erreichten Lebensmittel für den Verbraucher erkennbar sein. Die gegenwärtig erkennbare Verbrauchertendenz zu naturbelassenen Produkten kann den Verbraucher jedoch selbst bei einer gesundheitlich völlig unbedenklichen chemischen Substanz vom Kauf des Lebensmittels abhalten.
besteht, das Blut unmittelbar nach dem Schlachten in einem Rührwerk zu verwirbeln. Dieses verwirbelnde Rühren ist jedoch mit dem Nachteil einer Aufschdumung des Blutes und damit einer erheblichen Volumenzunahme verbunden; so kenn das Volumen des aufgeschäumten Blutes das 4faihe des ursprünglichen Volumens betragen, was eine an sich unnötige entsprechend große
verkaufshin'Jernd wirkenden chemischen Substanzen ist es aus der DE-PS 3642120 bereits bekannt, das aufgeschäumte Blut durch ein engmaschiges Netzwerk zu drücken und gegebenenfalls zuvor oder anschließend zu kühlen, und zwar beispielsweise auf 1-30C. Hierdurch wird zwar in der angestrebten Weise letztendlich eine Möglichkeit für kleine Lager- und
verhältnismäßig großvolumigeBehandlungsbehälterzur Aufnahme des zwischenzeitlich aufgeschäumten Bluteszur Verfügung stehen müssen. Auch besteht die Gefahi, daß bei einer vielleicht auch nur vorübergehenden Unterbrechen« dc Blutzuführung bei gleichzeitiger Weiterführung der bekannten Verfahrensweise durch Weitmbetrieb der zugehörigen Vorrichtung die
leidet.
schaffen, so daß eine naturbelassene Behandlung des Blutes, also ohne Zusatz von Antikoagulantien, bei nur kleiner Lager- und
nachfolgende Bchandlungsschritto rückgängig gemacht werden muß.
eine Volumenvergrößerung auftritt, bewegt sich diese im Bereich von unter 10%, bezogen auf das Ursprungsvolumen im
weil das Blut nicht vorübergehend auf ein großes Volumen expandiert wird.
schnellen Lauf des Rührers und andererseits darauf zurückzuführen, daß der Rührer zu nahe am Oberflächenbereich des in einem zu Rührzwecken dienenden Auffangbehälter befindlichen Blutes angeordnet ist. In zweiter Linie kann für die
oben bewegt werden und hierbei so wie bei dem anschließenden Herunterfallen in Richtung auf die Blutoberfläche erhebliche
einer solchen Weiso betrieben wird, daß keine merklichen Slutmengen über die Blutoberfläche hinaus nach oben bewegt werden und dort Luftpartikel aufnehmen können.
zu erwartenden Blutniveaus im Auffangbehälter; der saunseitige Anschluß der Pumpeinrichtung an den Ausgang des
einen Beitrag zum Schaumbildungsfreien Rühren, weil hierdurch sichergestellt wird, daß die Pumpe Slut nicht in solcher Weise in den Auffangbehälter einführt, daß es hierbei Luftpartikel aufnehmen kann.
erreichen, so daß bei entsprechend ausgerichteter Anordnung des Rührers das Blut im Auffangbehälter während des Rührens so bewegbar ist, daß es praktisch keine Gelegenheit hat, Luftpartikel aufzunehmen.
schaumfrei fördern, im übrigen einen Trockenlauf unbeeinträchtigt auch längere Zeit durchhalten und sich schließlich, was im vorliegenden Anwendungsfall von besonderer Bedeutung ist, sehr gründlich reinigen lassen, ohne hierzu auch nur eine teilweise
aufrechtzuerhalten, damit es nämlich nicht zu einem spritzenden Verwirbeln des Blutes mit der Möglichkeit zur Aufnahme von
zweckmäßigerweise als kapazitiver Näherungsschalter ausgebildeter Schalter für den Betrieb der Pumpeinrichtung, insbesondere der Schlauchpumpe.
großen Massentierschlachtungen nicht auszuschließen, daß das zu behandelnde Blut in seiner Menge unregelmäßig zugeführt oder die Zuführung gelegentlich sogar unterbrochen wird. Damit der dadurch bedingte schwankende Blutanfall nicht zu einer
durch die Abschaltbarkeit der Pumpeinrichtung und die Trockenlauffähigkeit einer Schlauchpumpe bereits gewährleistet -, müssen besondere Maßnahmen auch bei der Kühleinrichtung vorgesehen werden. Hierzu gehört die Ausbildung der
den Fall einer gelegentlich vollständigen Unterbrechung der Blutzuführung.
ausschaltet.
erfindungsgemäßen Vorrichtung in ihrer Gesamtheit sollte parallel zu dem Verdampfungsdruckregler ein Ventil an der
antreibbar ist. Etwa in gleicher Höhe wie der Rührer 16 ist das Ansaugende 18 einer Leitunc 19 angeordnet, über die mittels des
über einen eigenen Kreislauf für das zu kühlende Blut 11 einerseits und das notwendige Kältemittel andererseits. Vom
diesem abgeführt. Die Leitungen 25 und 26 stehen mit einem in Fig. 1 nicht dargestellten Kühlaggregat in Verbindung.
oberen Teileinheit 29 befindet sich die als Schlauchpumpe ausgebildete Pumpeinrichtung 20 sowie eine Steuereinrichtung 30, über die die Schlauchpumpe 20 und ein Kühlaggregat 31 regelbar sind. In der mittleren Teileinheit 32 ist der in bevorzugter
Die in der mittleren Teileinheit 32 befindliche Schlauchpumpe 20 steht mit dem Auffangbehälter 10 über einen Schlauch 19 in Verbindung. Die Schlauchpumpe 20 steht in nicht erkennbarer Weise mit dem Wärmetauscher 22 druckseitig In Verbindung, der hinsichtlich seines zweiten Kreislaufteils ebenfalls in nicht dargestellter Weise mit dem Kühlaggregat 31 in Verbindung steht. Gemäß Fig. 3 ist der Auffangbehälter 10 über den Schlauch 19 mit der Schlauchpumpe 20 verbunden; der Auffangbehälter 10 befindet sich außerhalb des Gehäuses 28. Auch bei separater Anordnung des Auffangbehälters 10 gegenüber dom Gehäuse mit den übrigen Teilen der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine insgesamt funktionsfähige und damit brauchbare Vorrichtung erreicht, zumal die erfindungsgemäße Vorrichtung hinsichtlich ihrer räumlichen Handhabbarkeit etwa einem Dodenstaubsnuger vergleichbar Ist. Hierbei würden die Teile 14,13,10 und 19 die leicht bewegliche Saugdüseneinrichtung und das Gehäuse 28 die beweglich nachführbare Antriebseinheit darstellen. Insbesondere können hierbei die Stützfüße 39,40 von Gehäuse 28 und Auffangbehälter 10 durch nicht dargestellte Lenkrollen ersetzt sein. Eine besonders zweckmäßige Ausführungsform ist jedoch dann erreicht, wenn der Auffangbehälter 10 zur Verkürzung der Leitungewege Inneihalb des Gehäuses 28 angeordnet ist, wie dies Fig.4 zeigt. In diesem Fall kann nämlich die Schlauchpumpe 20 direkt an den Auffangbehälter 10 angeschlossen sein, was ohne weiteres vorstellbar ist und daher in Fig. 4 nicht Im Detail eingezeichnet ist. Dio Ausführungsform der Fig.4 stellt also eine sehr kompakte Bauweise einer erfindungsgemäßen Vorrichtung In ihrer Gesamtheit dar, die alle funktionell notwendigen Teile enthält und eine Behandlung von frischem Blut auf kürzesten Wegen und damit in schonendster Wr ise gestattet.
Zur Steuerung der Schlauchpumpe 20 kann, wie in Fig. 1 dargestellt ist, in einer gewissen Höhe des Auffangbehälters 10 ein kapazitiver Näherungsschalter 34 vorgesehen sein, der über das im Behälter 10 befindliche Niveau des Blutes 11 den Betrieb der Schlauchpumpe 20 steuert.
Die Fig. 5a und 5b zeigen den nach Art einer Kühlschlange gestalteten Wärmetauscher in Ausbildung als Koaxialrohr-Wärmetauscher 22. Der Wärmetauscher 22 sollte zweckmäßigerweise ein Gegenstrom-Wärmetauscher sein und ist aus einem Doppelrohr gemäß Fig. 6 hergestellt, wobei der Innenraum 35 des Innenrohrs 36 dem Bluttransport dient, während der Ringraum 37 zwischen der Außenseite des Innenrohrs 36 und der Innenseite des Außenrohrs 3ti der Aufnahme und dem Transport des Kältemittels dient. Der Innenraum 35 des Innenrohrs 36 steht also einerseits mit der Druckseite der Schlauchpumpe 20 und andererseits mit dem Schlauch 23 zur Abführung des zu behandelnden Blutes 11 in Verbindung, während der Ringraum 37 über die in Fig. 1 erkennbaren Leitungen 25 und 26 mit dem Kühlaggregat 31 in Verbindung steht. Gleichgültig in welcher besonderen Gestaltung, ob beispielsweise gemäß Fig.3 oder beispielsweise gemäß Fig.4, stellt die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Vorrichtung zur Behandlung von frischem Blut dar, die eine Blutbehandlung ohne Zusatz von Antikoagulantien gestattet, und zwar ohne daß es im Laufe der Behandlung oder am Ende der Behandlung besonderer Aufnahmekapazitäten bedarf, das das Blut im wesentlichen schaumbildungsfrei behandelt wird, also kein Volumen annimmt, das etwa merklich größer ist als das Volumen des der Behandlung in der erfindungsgemäßen Vorrichtung zugeführten Frischblutes.
Das Schaumbildungsfreie Rühren des Blutes 11 mittels des Rührers 16 ist insbesondere dann erreichbar, wenn der Rührer 16 schiffspropellerartig ausgebildet ist. In diesem Fall verdrängt der Rührer 16 nämlich das zu rührende Blut 11 nicht überwiegend seitwärts, sondern fördert es in Axialrichtung des Rührers 16. Es sollte dann darauf geachtet werden, daß der Rührer 16 in Richtung auf eine Behälterwand, insbesondere den Boden 15 des Auffangbehälters 10, das Blut fördert, also saugseitig von der Blutoberfläche her Blut anzieht, so daß es auch nicht im entferntesten zu einem Vei plätschern oder einem Springbrunneneffekt kommt und damit dem Blut keine Gelegenheit gegeben ist, während des Rührens Luftpartikel aufzunehmen. Die aus Wärmetauscher 22 und Kälteaggregat 31 bestehende Kühleinrichtung sollte einen Druckschalter zum Ein- bzw. Ausschalten des Kühlaggregats aufweisen. Darüber hinaus sollte sie mit einem Verdampfungsdruckregler ausgestattet sein und zweckmäßigerweise parallel zu diesem auch mit einem als Magnet-Ventil auszubildenden Ventil, das von einem im oberen Teil des Wärmetauschers 22 angeordneten Temperatursensor für das Kältemittel steuerbar ist. Diese Schalt- und Steuerelemente ermöglichen eine wirkungsvolle und auf veränderte Zustände sofort ansprechende Kühlung des zu behandelnden Blutes 11 und damit dessen schonende Behandlung.
Claims (22)
1. Verfahren zur Behandlung von tierischem Frischblut, wobei das Blut gerührt, gepumpt und gekühlt und hiernach einer Lagerung oder einem Transport zur Weiterverarbeitung zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Blut im wesentlichen schaumbildungsfrei gerührt und unmittelbar anschließend zu einer Kühleinrichtung hin gepumpt und in dieser gekühlt wird. ·
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Blut schaumbildungsfrei gerührt wird, während es zugleich in Richtung auf eine Rührbehälterwand bewegt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Blut bei seiner Bewegung in Richtung auf eine Rührbehälterwand von der Blutniveaufläche weg, also gegen den Boden des Rührbehälters bewegt wird.
4. Vorrichtung zur Behandlung von tiarischem Frischblut, mit einem Blut-Auffangbehälter mit Rührwerk, mit einer Pumpeinrichtung und mit einer Kühleinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der Rührer (16) des Rührwerks unterhalb des üblichen Niveaus des Blutes (11) im Auffangbehälter (10) angeordnet ist und daß die Pumpeinrichtung (20) saugseitig an den Ausgang des Auffangbehälters (10) und druckseitig an den Eingang der Kühleinrichtung (22 und 31) angeschlossen ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Rührwerk ein solches mit einem schiffspropellerartigen Rührer (16) ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Saugseite des Rührers (16) dem Behälterboden (15) ab- und die Druckseite dem Behälterboden (15) zugewandt ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Rührer (16) am Bodenbereich des Auffangbehälters (10) angeordnet ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpeinrichtung (20) als Schlauchpumpe ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem dor vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Ein- und Ausschaltung der Pumpeinrichtung (20) innenseitig des Auffangbehälters (10) ein blutniveaugesteuertor Schalter (34) angeordnet ist.
10. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalter (34) ein kapazitiver Näherungsschalter ist.
11. Vorrichtung nach mindestens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühleinrichtung (22 und 31) eine solche mit einem Koaxialrohr-Wärmetauscher ist.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Innenraum (35) des Innenrohrs (36) des Koaxialrohr-Wärmetauschers (22) an den Ausgang der Pumpeinrichtung (20) angeschlossen ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (36) des Koaxialrohr-Wärmetauschers (22) ein nahtloses Rohr ist.
14. Vorrichtung nach mindestens einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (36) des Koaxialrohr-Wärmetauschers (22) einen Innendurchmesser von etwa 7 bis 14 mm und eine Länge von etwa 40-5Om aufweist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (36) des Koaxialrohr-Wärmetauschers (22) einer» Innendurchmesser von etwa 10 mm und eine Länge von etwa 22 m aufweist.
16. Vorrichtung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (36) des Koaxialrohr-Wärmetauschers (22) eine Wandstärke von etwa 1 mm aufweist.
17. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Innenrohr (36) des Koaxialrohr-Wärmetauschers (22) aus rostfreiem Werkstoff, insbesondere aus rostfreiem Stahl, besteht.
18. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Koaxialrohr-Wärmetauscher (22) kühlschlangenartig zusammengerollt ist.
19. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühleinrichtung (22 und 31) mit einem Verdampfungsdruckregler ausgestattet ist.
20. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an der Kühleinrichtung (22 und 31)'ein Druckschalter angeordnet ist, über den das zur Kühleinrichtung (22 und 31) gehörige Kühlaggregat (31) ein- bzw. ausschaltbar ist.
21. Vorrichtung nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Kühleinrichtung (22 und 31) parallel zu dem Verdamptungsdruckregler mit einem Ventil ausgestattet ist, das von einem im oberen Teil des Wärmetauschers (22) angeordneten Sensor für die Temperatur des Kältemittels steuerbar ist.
22. Vorrichtung nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil ein Magnet-Ventil ist.
Hierzu 3 Seiten Zeichnungen
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