DD299633A5 - Fadenhuelse - Google Patents
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Abstract
Es wird eine Fadenhuelse 21 zur Klemmung auf einer Spindel 2 beschrieben, die oben und unten derart auf die Spindel 2 aufgeklemmt ist, dasz eine zunehmende Spindeldrehzahl eine immer festere Klemmung bewirkt. Fig. 1{Fadenhuelse; Klemmung; Spindel; Spindeldrehzahl}
Description
Hierzu 1 Seite Zeichnungen
In der Textilindustrie und insbesondere bei Feinspinnmaschinen, kommen derartige Hülsen mehrfach tagtäglich zur Anwendung. Bei einer herkömmlichen Hülse findet die einzige Zentrierung statt, indem das untere Hülsenende gegen den Konus der Spindel geklemmt wird. Meist sind außerdem drei federbelastete, kartenförmige Mitnehmer auf etwa 6Ze der Spindelhöhe am Spindelumfang vorgesehen. Diese Mitnehmerzentrieren die Hülse nicht, da die Federn herstellungsbedingte Abweichungen haben können. Bei den üblichen Spindeldrehzahlen unterhalb 20000 UPM war diese Art von Klemmung zufriedenstellend. Der Trend ist aber eine Erhöhung der Drehzahl und dann können Probleme entstehen. So ist es bereits vorgekommen, daß kalottenförmige Mitnehmer bei höheren Drehzahlen aus leeren Spindeln, zentrifugalbedingt, herausgeflogen sind. Einerseits stellt dies eine Gefahr für das Personal dar, andererseits erhalten diese Spindeln eine Unwucht. Zusätzlich muß eine Wiederinstandstellung der betreffenden Spindeln erfolgen, was unter Umständen eine Stillsetzung der ganzen Ringspinnmaschine nach sich zieht. Des weiteren wird die Federkraft der Kalottenfedern durch die erhöhte Zentrifugalkraft geschmälert, so daß die Hülsen schlottern und nicht koaxial auf der Spindel gehalten werden können, was wiederum Unwuchtprobleme verursacht. Durch die inhärente Elastizität des Hülsenwerkstoffes weiten sich die am Spindelkonus anliegenden Hülsendurchmesser aus, so daß die Klemmwirkung nachläßt.
Es ist deshalb Autgabe der vorliegenden Erfindung, eine Fadenhülse für hohe Geschwindigkeiten zu schaffen, die die obengenannten Nachteile überwindet und die darüber hinaus bei höher werdenden Drehzahlen immer fester auf der Spindel geklemmt, bzw. gehalten werden, wobei die genaue koaxiale Lage erhalten bleiben soll.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß mindestens ein Hülsenteil an einen darum herum angeordneten Spindelteil anliegt. Dadurch wird bei Ausweitung des Hülsenaußendurchmessers die Klemmung immer stärker. Da ein Hülsenteil durch die Zentrifugalkraft bzw. Zentripetalkraft gegen einen Teil der Spindel gedrückt wird, bleibt die koaxiale Lage der Hülse erhalten. Die Hülse wird vorzugsweise in deren unterem und oberem Endbereich auf der Spindel geklemmt. Im unteren Hülsenendbereich liegt die Hülse an einen Zentrierrand an. Durch Lippenbildung im unteren Hülsenendbereich kann die Klemmkraft noch erhöht werden. Mit einem unterbrochenen Zentrierrand geht ein Selbstreinigungseffekt einher, da Flug- und lose Fasern automatisch weggeschleudert werden. Erfinderisch ist ebenfalls das Vorhandensein eines Schutzringes, der den unteren Hülsonklemmbereich, besonders beim Fallenlassen, schützt. Im oberen Hülsenbereich weist die Hülse einen Zapfen auf, der in eine zentrische Bohrung in der Spindelspitze eingedrückt wird. Dies ist herstellungstechnisch einfacher als eine Ausnehmung mit einem unrunden, z. B. rechteckigen Qi f.. .schnitt. Wenn man den Zapfen hohl ausführt und zudem noch Lippen im Hohlzapfen gestaltet, kann die Klemmkraft auch im oberen Hülsenbereich erhöht werden. Vorteilhaft wäre, die oberen unc unteren Lippen geringfügig nach außen abzuwinkein, so daß kleine Herstellungsabweichungen ausgeglichen v/erden -önnen und bereits bei
Stillstehen der Spindel tine Klemmkraft vorhanden ist. Natürlich sollten die Lippen geeignete Abschrägungen haben, die eine leichte Einführung auf die Spindel ermöglichen. Eine horizontale Bolming, die die aufwärts welsende Bohrung für den Zapfen schneidet, ermöglicht ein automatisches Herausschleudern von datin angesammeltem Flug. Ein wesentlicher Vorteil ist es weiterhin, daß die Hülse, samt Schutzring, Hohlzapfen, Verstärkungsrippen und Klemmlippen auf einfache Weise einstückig aus herkömmlichem Kunststoff hergestellt werden kann
Die Erfindung wird nunmehr anhand der Zeichnung näher erläutert.Es zeigen
Spindel montiert ist, und Fig. 2: eine perspektivische Ansicht eines zur Hülse nacli Fig. 1 gehörenden Zapfens.
Eine Spindel 2 hat, wie üblich, einen unteren, leicht konischen Längenabschnitt 3, einen mittleren zylindrischen Längenabschnitt 4 und einen leicht konischen, oberen Längenabschnitt 6. Auch eine Unterwindkrone 8 int üblich. Darüber hinaus ist ein Zentrierrand, bzw. eine Zentrierkrone 9, oberhalb der Unterwindkrone 8 an der Spindel 2 angeordnet. Der Zentrierrand 9 kann einstückig mit der Spindel verbunden sein und weist vorzugsweise drei über den Umfang gleichmäßig verteilte Teilränder 10 auf. Durch die zwischen den Teilrändern 10 befindlichen Leerstellen 11 kann, bei einer leeren und drehenden Spindel Flug usw. herausgeschleudert werden. Zentrisch in der Spit«. 115 der Spindel 2 befindet sich eine aufwärtsweisende, vertikale Bohrung 16. Eine horizontale Bohrung 17 erstreckt sich durch die Spindel 2 und schneidet die Bohrung 16. Der Zweck Ist das Herausschleudern von in der Bohrung 16 anrjesanvneltem Flug bei einer leeren und drehenden Spindel. Eine einstückige Hülse 2' kontaktiert in der linken Hälfte der Figur 1 die Spindel klemmend an zwei Stellen, oben und unten an der Spindel 2. Ein abwärtsweisender Hohlzapfen 23 der Hülse 21 Ist in die Bohrung 16 eingeführt. Der Hohlzapfen 23 hat längliche, unten offene Ausnehmungen 24, wodurch Lippen 25 gebildet werden. Es ist einleuchtend, daß diese Lippen 26 durch die Zentrifugalkraft an den um die Lippen 25 herum angeordneten Spindelteil 15 angedrückt werdon und je höher die Zentrifugalkraft, um so fester wird die Klemmung der Hülse 21 auf der Spindel 2, wobei die koaxiale Stellung der Hülse erhalten bleibt. Die Lippen 25 sind leicht, d.h. bis zu einigen Graden, nach außen abgewinkelt. In der Zeichnung ist dies mit der strichpunktierten Linie 26 angedeutet. Abschrägungen sind angedeutet durch das Bezugszeichen 27. Sie haben den Zweck, den Hohlzapfen 23 leicht in die Bohrung 16 einführen zu können. Damit die wirksame Hublänge der Hülse 21 vergrößert werden kann, befindet sich der Hohlzapfen 23 auf einem Abstand unterhalb des oberen Hülsenendes 30. Zur Erhöhung der Hülsenstabilität sind einige, bspw. 3 Verstärkungsrippen 31 im oberen Hülsenbereich vorgesehen.
Im unteren Hülsenendbereich sind ebenfalls Lippen 35 vorgesehen, auf ähnliche, in Fig. 2 gezeigte und beschriebene Art. Auch diese Lippen 35 sind leicht nach außen abgewinkelt und haben Abschrägungen, genau wie die Abschrägungen 27 des Hohlzapfens 23. Oiese Lippen 35 sind umgeben vom Zentrierrand 9 bzw. von den Teilrändern 10. Ein durchgehender Schutzring 39 schützt die Lippen 35 vor Beschädigungen.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, daß jedes mögliche Anspruchsgebilde in Erwägung gezogen wurde. So kann bspw. Anspruch 1 mit jedem darauf zurückgezogenen Anspruch allein als auch in beliebiger, sinnvoller Kombination mit anderen darauf rückbezogenen Ansprüchen zusammengelegt werden.
Claims (13)
1. Fadenhülse zur Klemmung auf einer Spindel, daduit, gekennzeichnet, daß mindestens ein Hülsenteil an einen darum herum angeordneten Spinde teil anliegt.
2. Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dali der Hülsenteil ein unterer Hülsonendbereich und daß der herum angeordnete Spindelteil ein Zuntrierrand ist.
3. Hülse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untero Hülsenendbereich Ausnehmungen aufweist, durch welche abwärtsweisende Lippen gebildet sind.
4. Hülse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Zentrierrand aus aufstehenden Teilrändern besteht.
5. Hülse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der untere Hülsenbereich 6inen Schutzring aufweist, der den Zeniriarrand auf dessen Außenfläche hintergreift.
6. Hülse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hülsenteil ein abwärtsweisender Zapfen und daß der darum herum angeordnete Spindelteil eine aufwärtsweisende Ausnehmung in der Spindelspitze ist.
7. Hülse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß mindestens eine, im wesentlich horizontale Bohrung in der Spindel vorhanden ist, die in die aufwärtsweisende Ausnehmung mündet.
8. Hülse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen einen kreisrunden Querschnitt aufweist und daß die aufwärtsweisende Ausnehmung eine Bohrung ist.
9. Hülse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen hohl ausgebildet ist.
10. Hülse nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlzapfen Ausnehmungen aufweist, durch welche abwärtsweisende Lippen gebildet sind.
11. Hülse nach Anspruch 3 oder Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lippen geringfügig nach außen abgewinkelt sind.
12. Hülse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zapfen auf einem Abstand unterhalb des oberen Hülsenendes angeordnet ist und daß Verstärkungsrippen vorhanden sind.
13. Hülse nach einem oder mehreren vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Hülse einstückig ausgebildet ist.
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