DD301842A9 - Schutzeinrichtung gegenueber Hohlladungsgeschossen - Google Patents

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DD301842A9
DD301842A9 DD32595789A DD32595789A DD301842A9 DD 301842 A9 DD301842 A9 DD 301842A9 DD 32595789 A DD32595789 A DD 32595789A DD 32595789 A DD32595789 A DD 32595789A DD 301842 A9 DD301842 A9 DD 301842A9
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Alexander Dipl-Ing Doering
Dietrich Dr Sc Nat Eckhardt
Alois Dr-Ing Wehrstedt
Wolfgang Dr-Ing Grabner
Heinrich Ulbricht
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine Schutzeinrichtung gegenüber Hohlladungsgeschossen, die als zusätzlicher Schutz an konventionelle gepanzerte Fahrzeuge angebracht werden kann. In der Anordnung sind eine dynamisch wirkende Schutzanordnung aus einer Sprengstoffschicht, die sich zwischen zwei Metallplatten befindet, und eine Anordnung von kraftschlüssig miteinander verbundenen Keramikplatten in Stahlkassetten miteinander kombiniert. Die Gesamtwirkung dieser Schutzeinrichtung basiert auf der Delokalisation des Hohlladungsstrahles durch die dynamische Schutzanordnung und die weitere Abschwächung des Hohlladungsstrahles durch die Keramikplatten.{Schutzeinrichtung; Hohlladungsgeschosse; dynamische Schutzanordnung; Keramikplatten; Stahlkassetten}

Description

3. Schutzeinrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramik eine Rißausbreitungsgeschwindigkeit besitzt, die geringer ist als die Geschwindigkeit des durch die dynamische Schutzanordnung geschwächten Hohlladungsstrahls.
Anwendungsgebiet der Erfindung
Die Erfindung ist anwendbar als zusätzlich an konventionelle gepanzerte Fahrzeuge anzubringende Schutzeinrichtung gegen die Wirkung von Hohlladungsgeschossen.
Charakteristik des bekannten Standes der Technik
Die Hauptaufgabe von Panzerungen besteht im Schutz gepanzerter Fahrzeuge gegen Panzerabwehrmittel.
In der internationalen Literatur werden eine Vielzahl von Lösungen für diese Funktion vorgeschlagen. Mode-ne Panzerungen sind Schichtpanzerungen, die aus Keramiken, Stahl, Aluminium, Gewebei ι, Sintermaterialien, Plasten oder Elastomeren
bestehen. Die Entwicklung auf dem Gebiet der Panzerabwehrmittel, vor allem sind hier neue Typen von Hohlladungsmunition zu nennen, macht es zwingend erforderlich, neue Überlegungen auf dem Gebiet der Panzerung anzustellen.
Grundsätzlich ist eine große Anzahl von verschiedenartigen Schichtaufbauten bekannt. Keramikkörper unterschiedlicher
komplizierter Form (GB 2147977 A) oder einfacher Form in engen Verbund mit Aramidfasern (GB 2156272 A) werden für die Einbettung zwischen den Platten der Hauptpanzerung vorgeschlagen. Weitere Lösungen sehen den Aufbau von
Schichtpanzerungen mit Silikongummi und Gasschichten (DE 31341 AD vor.
Es gibt auch zahlreiche Vorschläge zur Nutzung mechanischer energieabbauender Elemente (DE 2655994 A1). Eine große
Gruppe von Veröffentlichungen beschreibt die Nutzung von Gewebeschichten (DE 2926815). Eine breite Palette von Ideen
beschäftigt sich mit der Nutzung von metallischen Sinterwerkstoffen (DE2411678). Die Anwendung des dynamischen Prinzips gewinnt zunehmend an Bedeutung (FR 2436361).
Die bisher genannten Lösungen zielen vor allem auf die Verbesserung der Hauptpanzerung hin und sind iür Zusatzpanzerungen größtenteils wenig geeignet oder zu kostenintensiv. Aufgrund des hohen Bestandes älterer Panzertechnik in den
Landstreitkräften rückt die Frage der Modernisierung immer mehr in den Mittelpunkt. Dafür werden Lösungen benötigt, die nicht übermäßig kompliziert sind, die relative Gewichtszunahme begrenzen, preiswert sind, nachträglich montierbar und neben einer hohen Schutzwirkung für Hohlladungen auch gegen KE-Munition wirksam sind. Eingriffe in die standardmäßige
Hauptpanzerung sollten diese Lösungen vermeiden. Die bisher genannten Lösungen sind dafür wenig geeignet.
Ziel der Erfindung
Ziel der Erfindung ist es, eine zusätzlich an konventionelle gepanzerte Fahrzeuge anzubringende Schutzeinrichtung zu schaffen, die einon hohen Schutz gegenüber Hohlladungen bei möglichst geringem Aufwand bei ihrer Nachrüstung sowie einen problemlosen Ersatz nach dem Beschüß ermöglicht.
Darlegung des Wesens der Erfindung
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kassettenförmige Schutzeinrichtung zu schaffen, in der die bekannten Wirkungen einer dynamischen Schutzanordnung und von Keramikschichten gegenüber Hohlladungsstrahlen kombiniert werden
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in Stahlkassetten kraftschlüssig Keramikplatten übereinander eingebettet sind, wobei die Kassettenwandung eine Stabilität besitzt, die eine Verformung bei der Einwirkung eines Hohlladungsstrahls ausschließt. Die seitliche Höhe der Kassette entspricht der Höhe der in der Kassette eingebetteten Keramikplatten.
Die Zahl der Keramikplatten richtet sich nach der zu erwartenden normativen Durchschlagsleistunc, der Hohlladung und die Grundfläche der Kassette nach dem zu erwartenden Kaliber der Hohlladung. Die Gesamtdicke der Keramikplatten muß dabei mindestens Vb der zu erwartenden normativen Durchschlagsleistung der Hohlladung und die Kassettengrundfläche vorzugsweise 3nr2 betragen, wobei
Hohlladungskaliber
r = ^ ist.
Dia verwendete Keramik muß eine Rißausbreitungsgeschwindigkeit besiuen, die geringer ist als die Geschwindigkeit des durch die Wirkung der dynamischen Schutzanordnung geschwächten Hohlladungsstrahls.
Auf der so nach oben offenen und bis zum Rand mit den Keramikplatten aufgefüllten Kassette wird oino dynamisch wirkende Schutzanordnung aus zwei Metallplatten, zwischen denen sich eine Sprengstoffschicht befindet, befestigt.
Die Gesamtwirkung dieser Schutzeinrichtung beruht auf der Delokalisation des Hohlladungsstrahlos durch die dynamische Schutzanordnung und die weitere Abschwächung des Hohlladungsstrahles durch die Keramikplatten.
Ausführungsbelsplel
Für das Ausführungsbeispiel wurde von einer Durchschlagsleistung des Panzerabwehrmittels von 340mm und einem Kaliber 60mm ausgegangen. Die Kassette wurde aus Stahl im Schweißverfahron hergestellt. Als Keramikwerkstoff diente eine speziell gehärtete AljOa-Keramik. Die Grundfläche der Keramik war ein Quadrat von 15cm χ 15cm Seitenlänge. Diese Keramikkacheln werden mit Epoxydharz in die Kassette in einer Höhe von 10cm eingeklebt. Darauf wurde eine 1 cm starke Deckplatte aus Stahl geschraubt. Der dann folgende Sprengstoff wurde mit einer 2. verschraubton Stahlplatte von 5mm Dicke verschlossen.
Diese Anordnung ermöglicht es, die Wirkung der genannten Hohlladungsmunition vollständig zu beseitigen.

Claims (2)

1. Schutzeinrichtung gegenüber Hohlladungsgeschossen, dadurch gekennzeichnet, daß in nach oben offenen Stahlkassetten kraftschlüssig Keramikplatten übereinander eingebettet sind, auf die eine dynamisch wirkende Schutzanordnung aus einer Sprengstoff schicht und zwei Metallplatten, die die beiden Breitseiten der Sprengstoffschicht bedecken, angeordnet sind.
2. Schutzeinrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtdicke der Keramikplatten mindestens Vb der zu erwartenden normativen Durchschlagsleistung der Hohlladung und die
Kassettengrundfläche vorzugsweise 3nr2 betragen, wobei r - jst
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DE19754936A1 (de) * 1997-12-10 1999-07-01 Wegmann & Co Gmbh Dicht- und Führungseinrichtung für hochdynamisch beschleunigte, abstandswirksame Schutzelemente

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DD301842B5 (de) 1996-04-04

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