DD301842B5 - Schutzeinrichtung gegenueber Hohlladungsgeschossen - Google Patents
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Description
Die Erfindung ist anwendbar als zusätzlich an konventionelle gepanzerte Fahrzeuge anzubringende Schutzeinrichtung gegen die Wirkung von Hohlladungsgeschossen.
Zum Schutz von gepanzerten Fahrzeugen gegen Panzerabwehrmittel werden in der internationalen Literatur eine Vielzahl spezieller Verkörperungen der Panzerungselemente vorgeschlagen. In der Regel sind moderne Panzerungen durch Schichtpanzerungen gekennzeichnet, die aus Keramiken, Stahl, Aluminium, Sintermaterialien, Geweben, Plasten oder Elastomeren bestehen können. Das hohe Entwicklungstempo von panzerbrechender Hohlladungsmunition hat einen mittelbaren Einfluß auf neue Schichtpanzerungen.
Keramikkörper unterschiedlich komplizierter Form (GB 2 147 977 A) oder einfacher Form in Verbund mit Aramidfasern (GB 2 156 272 A) werden für die Einbettung zwischen die Platten der Hauptpanzerung vorgeschlagen. Weitere Lösungen sehen den Aufbau von Schichtpanzerungen mit Silikongummi und Gasschichten vor.
Zunehmende Bedeutung erlangt das dynamische Prinzip durch die Nutzung mechanischer energieabbauender Elemente (DE 2 655 994 AD.
Eine große Gruppe von Veröffentlichungen beschreibt die Nutzung von Gewebeschichten (DE 2 926 815). Andere Ideen richten sich auf die Nutzung von metallischen Sinterwerkstoffen (DE 2 411 678). Formen des dynamischen Prinzips (FR 2 436 361) werden durch kassettenförmige Aufbauten verschiedener Schichten von Keramik und Metall (DE-AS 2 053 345), (US 3 616 115) und (CH 666 742) repräsentiert.
Die genannten Lösungen zielen vorrangig auf die Verbesserung der Hauptpanzerung hin und sind für Zusatzpanzerungen weniger geeignet oder äußerst kostenintensiv.
Für Modernisierungen und Zusatzpanzerungen werden einfache unkomplizierte Lösungen benötigt, die eine relative Gewichtszunahme in Grenzen halten, kostengünstig und nachträglich montierbar sind, sowie neben einer hohen Schutzwirkung gegen Hohlladungen auch gegen KE-Munition wirksam sind. Dabei ist anzustreben, Eingriffe in ursprüngliche Hauptpanzerung zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird durch die bekannten Lösungen nur in weiter Näherung für Einzelmerkmale erfüllt.
Ziel der Erfindung ist es, eine zusätzlich an konventionelle gepanzerte Fahrzeuge anzubringende Schutzeinrichtung zu schaffen, die einen hohen Schutz gegenüber Hohlladungen bei möglichst geringem Aufwand bei ihrer Nachrüstung sowie einen problemlosen Ersatz nach dem Beschüß ermöglicht.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine kassettenförmige Schutzeinrichtung zu schaffen, in der die bekannten Wirkungen einer dynamischen Schutzanordnung und von Keramikschichten gegenüber Hohlladungsstrahlen kombiniert werden. Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß in Stahlkassetten kraftschlüssig Keramikplatten übereinander eingebettet sind, wobei die Kassettenwandung eine Stabilität besitzt, die eine Verformung bei der Einwirkung eines Hohlladungsstrahls ausschließt. Die seitliche Höhe der Kassette entspricht der Höhe der in der Kassette eingebetteten Keramikplatten.
Die Zahl der Keramikplatten richtet sich nach der zu erwartenden normativen Durchschlagsleistung der Hohlladung und die Grundfläche der Kassette nach dem zu erwartenden Kaliber der Hohlladung. Die Gesamtdicke der Keramikplatten muß dabei mindestens 1/5 der zu erwartenden normativen Durchschlagsleistung der Hohlladung und die Kassettengrundfläche
„ ,. . . Hohlladungskaliber
vorzugsweise 3 тт r2 betragen, wobei r = ^s ist.
Die verwendete Keramik muß eine Rißausbreitungsgeschwindigkeit besitzen, die geringer ist als die Geschwindigkeit des durch die Wirkung der dynamischen Schutzanordnung geschwächten Hohlladungsstrahls.
Auf der so nach oben offenen und bis zum Rand mit den Keramikplatten aufgefüllten Kassette wird eine dynamisch wirkende Schutzanordnung aus zwei Metallplatten, zwischen denen sich eine Sprengstoffschicht befindet, befestigt.
Die Gesamtwirkung dieser Schutzeinrichtung beruht auf der Delokalisation des Hohlladungsstrahles durch die dynamische Schutzanordnung und die weitere Abschwächung des Hohlladungsstrahles durch die Keramikplatten.
Für das Ausführungsbeispiel wurde von einer Durchschlagsleistung des Panzerabwehrmittels von 340 mm und einem Kaliber 60 mm ausgegangen. Die Kassette wurde aus Stahl im Schweißverfahren hergestellt. Als Keramikwerkstoff diente eine speziell gehärtete AI2O3-Keramik. Die Grundfläche der Keramik war ein Quadrat von 15 χ 15 cm Seitenlänge. Diese Keramikkacheln werden mit Epoxydharz in die Kassette in einer Höhe von 10 cm eingeklebt. Darauf wurde eine 1 cm starke Deckplatte aus Stahl geschraubt. Der dann folgende Sprengstoff wurde mit einer 2. verschraubten Stahlplatte von 5 mm Dicke verschlossen. Diese Anordnung ermöglicht es, die Wirkung der genannten Hohlladungsmunition vollständig zu beseitigen.
Claims (2)
1. Schutzeinrichtung gegenüber Hohlladungsgeschossen bestehend aus nach oben geöffneten Stahlkassetten mit eingebetteten Keramikplatten und einer Sprengstoffschicht zwischen zwei MetalIplatten, dadurch gekennzeichnet, daß die Gesamtdicke der Keramikplatten mindestens V5 der zu erwartenden normativen Durchschlagsleistung der Hohlladung und die
Hohlladungskaliber Kassettengrundfläche vorzugsweise 3 тгг2 betragen, wobei r = ist.
2. Schutzeinrichtung nach Punkt 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Keramik eine Rißausbreitungsgeschwindigkeit besitzt, die geringer als die Geschwindigkeit des durch die dynamische Schutzanordnung geschwächten Hohlladungsstrahls ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DD32595789A DD301842B5 (de) | 1989-02-20 | 1989-02-20 | Schutzeinrichtung gegenueber Hohlladungsgeschossen |
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| DD32595789A DD301842B5 (de) | 1989-02-20 | 1989-02-20 | Schutzeinrichtung gegenueber Hohlladungsgeschossen |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DD301842A9 DD301842A9 (de) | 1994-05-11 |
| DD301842B5 true DD301842B5 (de) | 1996-04-04 |
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ID=5607271
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| DD32595789A DD301842B5 (de) | 1989-02-20 | 1989-02-20 | Schutzeinrichtung gegenueber Hohlladungsgeschossen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DD (1) | DD301842B5 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19754936A1 (de) * | 1997-12-10 | 1999-07-01 | Wegmann & Co Gmbh | Dicht- und Führungseinrichtung für hochdynamisch beschleunigte, abstandswirksame Schutzelemente |
-
1989
- 1989-02-20 DD DD32595789A patent/DD301842B5/de not_active IP Right Cessation
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DD301842A9 (de) | 1994-05-11 |
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