DE10001046C2 - Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten Gußbrücken aus Gußlegierungen und Verfahren zur Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten Gußbrücken - Google Patents
Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten Gußbrücken aus Gußlegierungen und Verfahren zur Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten GußbrückenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten Gußbrücken aus
Gusslegierungen (Patentanspruch 1) und ein Verfahren zur Ausbildung des Kronenrandes bei
keramisch verblendeten Gussbrücken (Patentanspruch 2).
Gußbrücken zum Ersatz von einem oder mehreren Zähnen werden in an sich bekannter Weise in Gußtechnik
oder in Galvanotechnik hergestellt.
Die am Markt angebotenen Technologien für galvanisch hergestellte Brücken sind nach dem derzeitigen
Stand der Technik auf die Fertigung von kleinen (dreigliedrigen) Brücken beschränkt.
Es wird auf die DE 25 18 355 C2 und Gründler, H.;
Schmidt, U.: Porzellankrone mit Feingoldrand
Herstellungstechnische Empfehlung. In: dental-labor,
XXXIV, Heft 1/86, S. 53-56 verwiesen.
Mit der hier vorgestellten Technologie ist es möglich, großspännige keramisch verblendete Brücken
mit einer Passgenauigkeit herzustellen, wie es bislang ausschließlich bei galvanisch hergestellten
Verblendkronen möglich war.
Üblicherweise in Schleuder- oder Druckgusstechnik hergestellte Brückengerüste haben hinsichtlich ihrer
Paßgenauigkeit im Bereich des Kronenrandes Nachteile, die im wesentlichen aus der Beschaffenheit der
verwendeten Einbettmasse und dem Expansionsverhalten derselben während des Gußvorganges resultieren.
Weiterhin ist die Paßgenauigkeit von der Geschicklichkeit des Zahntechnikers abhängig. Der mit dieser
Technik erzielbare Randspalt zwischen der Innenseite der Krone und der Oberfläche des präparierten
Zahnstumpfes im Bereich des Kronenrandes beträgt 30 bis 50 µm und er wird in der Regel mit
herkömmlichen Zementen ausgefüllt.
Dieser Bereich ist bei einer derartigen Ausbildung der Krone ein kritischer Bereich für das Auftreten von
Zahnerkrankungen wie Karies oder Parodontose. Ein in Metallgußtechnik ausgeführter Zahnersatz kann
somit eine eingeschränkte Lebensdauer aufweisen und den Patienten mit unnötigen Kosten belasten. Ein
weiterer Nachteil dieser Ausführungsform besteht in einer sehr massiven und damit materialintensiven
Gestaltung des Brückengerüstes bei Edelmetalllegierungen.
Mittels Galvanotechnik hergestellte Brückenpfeiler werden aus Feingold ausgeführt. Dabei werden die
Kronen auf dem präparierten Zahnstumpf in bekannter Weise durch Galvanisieren gebildet. Die Spaltdicke
zwischen Kronenrand und Zahnstumpf ist primär durch die Schichtdicke des auf das Zahnstumpfmodell
aufgetragenen Silberleitlackes definiert. Der mit dieser Technik erzielte Randspalt beträgt 4 µm und ist somit
wesentlich geringer als der durch Metallgußtechnik hergestellte Randspalt. Damit werden die der
Metallgußtechnik immanenten Nachteile verringert.
Der Nachteil der in Galvanotechnik aus Feingold (Brückenpfeiler) und Gusslegierung (Brückenglieder)
hergestellten Brückengerüste besteht jedoch darin, daß bei nachträglicher Verbindung der Goldkronen mit
dem gegossenen Brückengerüst durch Angießen oder Lasern thermische Spannungen in die
Brückenkonstruktion eingeleitet werden, die die Paßgenauigkeit des Zahnersatzes beeinträchtigen.
Ein weiterer Mangel besteht darin, daß die Kosten für den Zahnersatz gegenüber der Ausführung in
Metallgußtechnik aus Nichtedelmetall wesentlich höher sind und somit für einen Teil der Patienten eine
zwar wünschenswerte aber nicht bezahlbare Alternative darstellen.
Aufgabe der Erfindung ist es, den Rand von Kronen bei keramisch verblendeten Gußbrücken aus
Edelmetall- oder Nichtedelmetalllegierungen aus biologisch neutralem Feingold mit einem definierten
Randspalt auszubilden und ein Verfahren zur Ausbildung des Kronenrandes vorzuschlagen.
Die Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruches 1 und des Anspruches 2 gelöst.
Es zeigt die Figur einen Zahnstumpf mit Gußkrone und aufgalvanisiertem Kronenrand.
Folgende Arbeitsschritte sind identisch einzuhalten:
Die Herstellung des Brückengerüstes erfolgt nach den Herstellerrichtlinien der verwendeten Legierungen. Dabei sind Nichtedelmetalllegierungen sowie hochgoldhaltige Aufbrennlegierungen indiziert. Es ist auf die Übereinstimmung der WAK (Wärmeausdehnungskoeffizient) Werte der verschiedenen Materialien zu achten. Die Wachsmodellation wird von der Präparationsgrenze um ca. 2 mm reduziert.
Die Herstellung des Brückengerüstes erfolgt nach den Herstellerrichtlinien der verwendeten Legierungen. Dabei sind Nichtedelmetalllegierungen sowie hochgoldhaltige Aufbrennlegierungen indiziert. Es ist auf die Übereinstimmung der WAK (Wärmeausdehnungskoeffizient) Werte der verschiedenen Materialien zu achten. Die Wachsmodellation wird von der Präparationsgrenze um ca. 2 mm reduziert.
Aufpassen des Gußobjektes: Das Gußobjekt wird wie gewohnt aufgepasst, dabei ist darauf zu achten, daß
die Innenfläche des Kronenrandes nur minimal ausgearbeitet wird. Er muß möglichst am Stumpf anliegen.
Parallel dazu wird das Brückensegment des Sägemodells dubliert und ein Duplikatmodell erstellt.
Danach erfolgt das Überprüfen des Sitzes des Brückengerüstes auf dem Duplikatmodell (2.8).
Der Kronenrand wird auf dem Stumpf angezeichnet, danach wird die Brücke von den Stümpfen genommen.
Der Kronenrand des Brückengerüstes wird zum Galvanisieren präpariert und Retentionen zur Erreichung
eines formschlüssigen Haftverbundes geschaffen, danach erfolgt das Sandstrahlen des zu galvanisierenden
Kronenrandes mit 125 µm Aluminiumoxid.
Der auf dem Stumpf angezeichnete Kronenrand wird beidseitig überlappend mit Silberleitlack - 2 bis 3 mal
satt auftragen - zügig arbeiten (2.9).
Der Leitlack muß leicht anziehen, nicht vollständig trocknen, dann wird das Gerüst auf das Duplikatmodell
schwimmend auf den Silberleitlack aufgesetzt (2.1).
Dieser Punkt ist exakt einzuhalten, da die elektrische Leitfähigkeit zwischen Silberleitlack und Metallgerüst
zirkulär hergestellt werden muß, Kontrolle mit Stereomikroskop! Leitlack darf nicht auf den konditionierten
Kronenrand geraten!
Danach erfolgt das Vervollständigen des Leitlackes bis exakt an die Präparationsgrenze (2.10).
Durch mehrfaches Auftragen des Leitlackes kann die definierte Spaltbreite zwischen Kronenrand und
Präparationsgrenze von 4 µm auf ein Mehrfaches erhöht werden. Das Gerüst wird mit Abdecklack an den
nicht zu galvanisierenden Bereichen abgedeckt.
Wenn der Leitlack vervollständigt und der Rest des Gerüstes abgedeckt wurde, erfolgt die Vorbereitung für
den Galvanisierungsvorgang lt. Herstellerangaben.
Nach dem Galvanisieren werden die Kronenränder bis zur Präparationsgrenze mit Gummipolierern
zurückpoliert (2.7) und danach die Gipsstümpfe und der Leitlack mechanisch beseitigt
(ausfräsen und mit, passender Körnung und reduziertem Druck ausstrahlen). Der Abdecklack ist zu entfernen.
Das Brückengerüst passt jetzt spannungsfrei auf die Zahnstümpfe mit einer definierten Spaltbreite an
der Präparationsgrenze. Dieser Spalt ist für die minimale Schichtstärke eines dünnfließenden
Befestigungszementes notwendig.
Nach Fertigstellung des Brückengerüstes erfolgt die keramische Verblendung des
Metallgerüstes.
2.1
Pfeilerkappe des Brückengerüstes aus einer Gußlegierung
2.2
Spalt für Befestigungszement
2.3
Präparierter Stumpf
2.4
Oberfläche des Kronenrandes
2.5
Zusätzlich angebrachte umlaufende Nut zur Aufnahme von Abzugskräften
2.6
Aufgalvanisierte Feingoldschicht
2.7
Präparationsgrenze des beschliffenen Zahnes
2.8
Verbindungsfläche zwischen Gusslegierung und aufgalvanisiertem Feingold
2.9
Primärleitlack, 2-3 fach umlaufend auf den Stumpf aufgetragen für elektrischen Kontakt zwischen Gusskrone
und Zahnstumpf
2.10
Sekundärleitlack für zu galvanisierenden Kronenrand
Claims (2)
1. Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten Gußbrücken aus Gußlegierungen, wobei der
untere Abschluß der in Gußtechnik hergestellten Krone gegenüber der Präparationsgrenze des beschliffenen
Zahnes um einen definierten Betrag zirkulär zurückgesetzt ist, wobei die Außenseite des unteren Abschlusses
eine einen formschlüssigen Verbund unterstützende Oberflächenstruktur aufweist und der Übergang von
dem unteren Abschluß der Metallgußkrone zur Präparationsgrenze aus einer mittels Galvanotechnik
gebildeten Feingoldschicht besteht.
2. Verfahren zur Ausbildung des Kronenrandes bei keramisch verblendeten Gußbrücken,
wobei folgende Schritte durchgeführt werden:
Aufpassen des in an sich bekannter Gußtechnik hergestellten Brückengerüstes mit den Kronen auf die präparierten Modellzahnstümpfe, wobei der Kronenrand gegenüber der Präparationsgrenze des Zahnstumpfes um ca. 2 mm zirkulär zurückgesetzt ausgebildet ist;
Übertragung des Kronenrandes auf den Zahnstumpf und Abnehmen des Brückengerüstes von dem Zahnstumpfmodell;
Präparieren der äußeren Seite des Kronenrandes und Schaffung von Oberflächenstrukturen, die einen formschlüssigen Haftverbund unterstützen;
Bestreichen des auf den Modellzahnstumpf aufgezeichneten Kronenrandes beidseitig überlappend mit einem Primärleitlack;
Aufsetzen der Gußbrücke auf die mit Primärleitlack behandelten Modellzahnstümpfe in einer die elektrische Leitfähigkeit zwischen dem Primärleitlack und der Gußbrücke gewährleistenden Weise;
Bestreichen des Bereiches zwischen dem Primärleitlack und der Präparationsgrenze mit Sekundärleitlack, wobei die Schichtdicke des aufgetragenen Sekundärleitlackes die Spaltbreite zwischen dem fertiggestellten Kronenrand und dem präparierten Zahnstumpf definiert;
Überziehen der Gußbrücke an den nicht zu galvanisierenden Bereichen mit Abdecklack;
Durchführen des Galvanisierungsvorganges, wobei der durch die präparierte äußere Seite des Kronenrandes der Gußbrücke und die auf den Zahnstumpf aufgetragenen Lackleitflächen bis zur Präparationsgrenze des beschliffenen Zahnes definierte Bereich mit Feingold in einer definierten Schichtstärke aufgalvanisiert wird;
Endbearbeitung der aus Feingold bestehenden Kronenränder und der Gußbrücke.
Aufpassen des in an sich bekannter Gußtechnik hergestellten Brückengerüstes mit den Kronen auf die präparierten Modellzahnstümpfe, wobei der Kronenrand gegenüber der Präparationsgrenze des Zahnstumpfes um ca. 2 mm zirkulär zurückgesetzt ausgebildet ist;
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|---|---|---|---|---|
| DE2518355C2 (de) * | 1974-04-29 | 1984-10-18 | Olbert William Gymea New South Wales Rogers | Verfahren zum Herstellen künstlicher Zähne |
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|---|---|---|---|---|
| DE2518355C2 (de) * | 1974-04-29 | 1984-10-18 | Olbert William Gymea New South Wales Rogers | Verfahren zum Herstellen künstlicher Zähne |
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| GRÜNDLER, H.: Porzellankrone mit Feingoldrand/ Herstellungstechnische Empfehlung. In: dental- labor, XXXIV, Heft 1/86, S. 53-56 * |
Also Published As
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