DE2518355C2 - Verfahren zum Herstellen künstlicher Zähne - Google Patents

Verfahren zum Herstellen künstlicher Zähne

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DE2518355C2 DE2518355A DE2518355A DE2518355C2 DE 2518355 C2 DE2518355 C2 DE 2518355C2 DE 2518355 A DE2518355 A DE 2518355A DE 2518355 A DE2518355 A DE 2518355A DE 2518355 C2 DE2518355 C2 DE 2518355C2
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Description

2. Verfahren nach Anspruch ! zur Herstellung eines Zahninlays, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Metall in einer Vertiefung einer Zahnhöhle, die zur Erzeugung elektrolytischer Leitfähigkeit metallisiert wurde, aufgebracht und daß die Metallmatrix nach Anbringung des Porzellans entfernt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung einer Zahnkrone, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Metall auf einem Modell des Zahnes eines Patienten, welches zur Erzielung elektrolytischer Leitfähigkeit m<Hßllisiert wurde, aufgebracht wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zahnmodell vor elektrolytischen Aufbringung des ersten Metalls durch Beschichten, insbesondere mit Epoxydharzen, geschützt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3. dadurch gekennzeichnet, daß beim Aufbringen des Porzellans ein Rand der Kante der Matrix freigelassen wird, daß dieser Rand in den unteren Teil des Patientcnzahncs zur Erzielung eines genauen Sitzes anpoliert wird.
6. Verfahren nach Anspruch 2 bis 4. dadurch gekennzeichnet, daß in der Matrix zum besseren Ausgleich des Luftdruckes nach Ansetzen der Inlays oder der Krone ein Lüftungskanal gebildet wird.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß eine freie Oberfläche der Matrix zur Verbesserung der Haftung von Zement mit einer Säure behandelt wird.
Die Erfindung betrifft die Herstellung künstlicher Zähne, und zwar sowohl die Herstellung von vollständigen Zähnen, als auch von Zahnteilen wie Kronen oder Füllungen.
Es ist im allgemeinen üblich. Zähne aus Metall und/ oder Porzellan herzustellen oder mit diesen Werkstoffen zu überkronen. Porzellan hat vor allen Dingen ästhetische Vorteile, während Metall im allgemeinen — jedoch nicht notwendigerweise Gold- oder Goldlcgicrungen —. eine größere Festigkeit hat oder mindestens weniger zum Bruch neigt.
Aus einer Veröffentlichung in Chemisches Zcniralblatt. 1938, Seite 662 ist bereits ein Verfahren zum Herstellen von künstlichen Zahnkonstruktionen bekannt, bei dem auf einem Abdruck Metall elektrolytisch abgeschieden wird, auf dem dann eine Krone oder ähnliches aufgebaut wird. Diese Veröffentlichung befaßt sich aber mit der Herstellung von Prothesen vollständig aus Metall, da die für die Zahnprothesen notwendigen keramisehen Materialien seinerzeit noch nicht verfügbar waren. Das jetzt übliche Verfahren zur Herstellung eines künstlichen Zahnes oder einer Krone besteht darin, von dem Zahn des Patienten ein Modell herzustellen, nach diesem Abdruck eine Form zu erzeugen, in dem man ίο beispielsweise eine Plalinfolie auf den Abdruc'- aufpoliert, um dann anschließend auf der von der Folie gebildeten Form Porzellan aufzubringen und zu brennen. Anschließend wird die Folie von dem geformten Gegenstand abgenommen und das erzeugte Formteil im Munis de des Patienten auf den ursprünglichen Zahn aufzementiert Abweichend hiervon kann man bis zu formende Zahnteile aus Metall, beispielsweise einer Goldlegierung, aus Chrom/Kobalt oder Nickel/Chrom gießen, um dann anschließend allein aus ästhetischen Gründen auf das Metall noch Porzellan aufzubauen.
Dieses konventionelle Herstellungsverfahren beinhaltet zahlreiche Nachteile, die insbesondere darin liegen, daß die Hcrstellungstechnik zu einer Reihe von sich addierenden geringen Fehlern führt, die letztlich einen schlechten Sitz des künstlichen Zahnes im Munde des Patienten verursachen; dies gilt vor allem für den benachbarten Zahnfleischbereich. Diese sich summierenden Fehler basiere* auf verschiedenen Gründen, wie /_ B. die Ungcnauigkcit der Folienabdeckung, das unterschiedlichc Verhalten von Porzellan und Metall im Falle von zusammengesetzten Bauteilen und die Schrumpfung des Porzellans beim Brennen, durch die Form verzerrt werden kann. Darüber hinaus ermöglicht ein schlechter Sitz im Zahnfleischbcrcich einen Kontakt des j5 Speichels mit dem zur Befestigung des Zahnes oder der Krone verwendeten Zement, so daß auf längere Sicht gesehen der Zement von den Mundflüssigkeiten angegriffen werden kann, so daß sich der Zahn locken.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein neues exaktes Verfahren zum Verbinde", von Porzellan mit einer Metallmairix und insbesondere ein Verfahren zum Herstellen von Zahnersatz zu entwickeln, das zu einer besseren Verbindung zwischen Porzellan und Metallmalrix führt.
Zur Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zum Verbinden von Porzellan mit einer Metallmatrix und insbesondere ein Verfahren zur Herstellung von Zahnersatz vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist, daß
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a) auf elektronischem Wege eine Matrix aus einer Schicht eines ersten Metalles aus der Gruppe Gold, Platin. Palladium oder Rhodium oder einer Legierung dieser Metalle mit Platin, Palladium, Rhodium,
Silber. Kupfer. Nickel, Kobalt oder Indium gebildet wird.
b) auf dieser Matrix eine Beschichtung mit einem /weiten, vom ersten Metall unterschiedlichen Metall aus der Gruppe Eisen, Zinn. Zink, Kupfer, Nik-
bo kcl. Chrom. Kobalt, Vanadium, Platin oder Palladium aufgebracht wird und
c) auf diesem /weiten Metall eine Schicht eines Porzellans aufgetragen wird.
Die elektronische Herstellung von Mctallformcn ist insbesondere auf dem Dcntalscktor nicht neu: doch es ist neu. von einer elektrolytisch abgeschiedenen Form aus/ugchc-n, um auf dieser Porzcllanschichtcn auf/u-
bauen.
Die Form läßt sich aus allen geeigneten Metallen herstellen. Gold ist jedoch das bevorzugte Metali, obwohl man auch Platin oder andere Metalle verwenden kann. Abweichend hiervon können auch zusammengesetzte Meiallschichten elektrolytisch abgeschieden werden, wie z. B. eine Schicht aus einer Goldlegierung, wie beispielsweise Gold mit Platin, mit Palladium, mit Rhodium, mit Silber, mit Kupfer, mi\ Nickel, mit Kobalt oder mit Indium, wozu man einen Eletrolyten verwendet, der die gewünschten Ionen enthält.
Des weiteren kann man getrennte metallische Schichten elektrolytisch abscheiden, um anschließend beispielsweise durch Wärmebehandlung eine Legierung zu erzeugen. Insbesondere läßt sich Gold auf diese Weise mit Platin, Palladium, Rhodium, Silber, Kupfer, Nickel, Kobalt oder Indium legieren.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist zu verschiedenen Anwendungen geeignet, beispielsweise zur Herstellung von Zähnen oder Füllungen, von vollständigen Porzellanzähnen, kombinierten Porzellan-Metall-Zähnen oder -kronen.
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Veifahrens gehört die Herstellung einer elektrolytisch erzeugten Matrix, d. h. einer Form, die durch die elektrolytische Abscheidung eines Metalls auf ein vorgeformtes Modell entsteht. Ein solches Verfahren hat erhebliche Voneile, die vor allem darin liegen, daß die elektrolytisch erzeugte Form ganz exakt dem Modell entspricht, auf dem sie erzeugt wird.
Das vorgefertigte Model! erzeugt man normalerweise, jedoch nicht ausschließlich, aus einem gipsähnlichen Material, das man auch als »Kunststein« bezeichnet. Wenn man die Form aus Platin herstellt, sollte ein solches Kunststeinmodell gegen chemische Angriffe des Elektrolyten geschützt werden, bei dem es sich beispielsweise um eine Platinchlorid-Lösung handeln kann.
Der Schutz des Modells gegen einen chemischen Angriff kann beispielsweise durch ein Epoxi-Harz geschehen, beispielsweise ein Epichlohydrin-Bisphenol A-Kondensations^rodukt.
Die Beschreibung der Erfindung erfolgt anhand einer Vielzahl von Anwendungen, bei denen von Gold- und/ oder Porzellan-Konstruktionen ausgegangen wird, obwohl auch andere vorerwähnte Werkstoffe verwendet werden können.
Herstellung einer einfachen Füllung
Vom Zahnhohlraum wird in konventioneller Weise ein Abdruck genommen und die Abdruckfläche beispielsweise mit einer Metallfarbe metallisiert, um sie elektrisch leitfähig zu machen. Den Abdruck bringt man anschließend in ein Bad eines geeigneten Elektrolyten, beispielsweise einer Goldcyanidkomplex-Lösung, um dann auf diesem Abdruck eine Goldform elektrolytisch abzuscheiden. Anschließend nimmt man die Goldform aus dem Abdruckmaterial heraus und füllt sie mil Porzellan. Das Gold wird anschließend vom Porzellan mit Säure abgelöst.
Die hierbei entstehende Porzellanfüllung entspricht exakt dem Zahnhohlraum, von dem man den Abdruck nahm und kann genau in eine solche Zühnausnehmung in üblicher Weise einzementiert werden.
Die vorbeschriebenen Arbeitsgänge sind in den Fig. 1A bis 1H schematisch dargestellt.
Herstellung einer ι ollständigen Porzellankronc Vom Zahn des Patienten wird in üblicher Weise ein Abdruck genommen und von diesem Abdruck ebenfalls in bekannter Weise ein Modell hergestellt. Dieses Modell wird mit Metallfarbe metallisiert, um dann — genau wie zuvor — auf elektrolytischem Wege eine Goldform abzuscheiden. Diese Goldform wird vom Modell abgenommen und auf die Form in der zuvor beschriebenen Weise Porzellan aufgebaut. Die Form beseitigt man wieder durch Auflösen in Säure, so daß dann eine Krone
ίο zurückbleibt, die exakt dem Zahn des Patienten entspricht und die man — wie zuvor angegeben — einzementieren kann. Abweichend hiervon kann man auch die Goldform in der Krone belassen, um die Ränder der Form entlang der Zahnbasis anzupolieren, nachdem die Krone eingesetzt worden ist. Auf diese Weise ergibt sich ein sehr genauer Sitz und es wird verhindert, daß Speichel an den zum Befestigen der Krone verwendeten Zement herankommen kann.
Gemäß einer weiteren Abwandlung kann man in der Form ein kleines Lüftungsioch vorsehen, indem man beispielsweise einen Faden aus Nylon oder einem sonstigen geeigneten Material in das u-ürch den Abdruck gewonnene Originalmodell einsetzt, so daß bei der elektrolytischen Abscheidung ein enger Belüftungskanal in der Form entsteht, um den herum sich das Porzellan aufbaut. Ein solches Belüftungsloch kann man anschließend \iTstopfen oder aber auch dazu verwenden, um eine kleine Befestigungsschraube in den Zahn des Patienten einzuschrauben, damit die Krone noch sicherer in ihrer Lage gehalten wird. Diese Ausführungsform ist in den F i g. 2A bis 2K im einzelnen dargestellt.
Herstellung kombinierter Porzellan-Metall-Kronen
J5 Die Herstellung zusammengesetzter Prozellan-Metall-Kroncn ist mit zahlreichen Nachteilen behaftet, zu denen das unterschiedliche thermische Verhalten von Metall und Porzellan, die schlechte farbliche Anpassung /wischen Metall und Porzellan, insbesondere im Zahnfleischbereich, und die Schwierigkeiten gehören, im Munde des Patienten einen exakten Sitz zu erhalten. Bei der Herstellung solcher zusammengesetzter Kronen kann man — wie zuvor beschrieben — ein Zahnmodell herstellen. Von dem Model! wird eine Form erzeugt, um dann auf die Form festhaftendes Porzellan/Metall aufzugießen und/oder aufzubauen, wobei eine Belüftung vorgesehen sein kann oder auch nicht. Auch hier kann der untere Rand der Form sich über das gegossene Metall und/oder das aufgebaute Porzellan hinaus erstrecken, um eine Randzone zu bilden, die man anschließend anpolicren kann, um im Zahnfleischbereich einen engen Sitz zu erhalten. Eine solche Ausführungsform ist in den F i g. 3A bis 3C dargestellt.
Die vorstehend beschriebenen Verfahren verwendeten negative Modelle. Es können genau so gut aber auch positive Modelle verwendet werden, wobei man dann die aus Gold bestehende Matrix an der Innenfläche der Form abscheidet und anschließend dort wieder abnimmt.
hü Durch kombiniertes Arbeiten mit positiven und negativen Modellen ist es möglich, eine bestimmte Kronenform herzustellen, bei denen der schlechte Fa^bungseffekt des auf Metall aufgebrachten Porzellans im Zahnfleischbcreich vermieden wird. Bei einem solchen Ver-
H5 fahren erzeugt man auf elektrolytischem Wege mit dem positiven und dem viegativen Modell, d. h. dem positiven Modell und dem Hohlraum im Abdruckmaterial, zwei Goldformen. Auch hier können — falls erwünscht —
wieder Belüftungen vorgesehen sein oder nicht. Hier gießt man auf die anhand des negativen Modcllcs erzeugten Formen einen Metallkern, beispielsweise nach dem mit Wachs arbeitenden verlorenen Verfahren, derart, daß das Metall an der einen Seite der Form wesentlich dicker wird als auf der anderen nach vorn zeigenden Seite der Zahnform. Vom vorderen Teil der Form wird dann im Zahnfleischbereich ein Teil entfernt, um dann die anhand des Abdruckes erzeugte positive Form mit dem verbleibenden Teil, der nach dem Modell geformten negativen Form, einzusetzen. Das Porzellan wird anschließend auf der nach vorn zeigenden Fläche des Zahnes aufgebaut. Auf diese Weise wird die Krone im vorderen Zahnfleischbereich vollständig aus Porzellan auf einer Goldmatrix aufgebaut, so daß die verfärbenden Wirkungen zum Fortfall kommen, die sich sonst ergeben, wenn man Porzellan auf eine Mctallunterlagc aufbringt, die durch das Porzellan hindurchscheint. Wie zuvor, kann auch hier der Rand der Form vorragen, um diesen Rand mit engem Sitz an die Zahnbasis anzupoüeren. Dieses Verfahren ist in den F i g. 4A bis 4M im einzelnen dargestellt. Um die Trennung der Formen (Fig.4F) zu erleichtern, kann man auf eine oder beide Formen einen dünnen Überzug von elektrolytisch abgeschiedenem Platin aufbringen. Hierdurch wird eine Verschmelzung der Formen verhindert, die ihre Trennung verhindern könnte.
Eine weitere Ausführungsform der Erfindung ermöglicht die Bildung relativ weicher Metallränder an gegossenen Hartmetallzähnen. Die Verwendung bestimmter Legierungen für das Gießen von Zähnen oder Zahnoberflächen, beispielsweise die Verwendung von Goldlegierungen, Kolbalt-Chrom- oder Nickel-Chrom-Legierungen läßt ein Polieren in der Nähe der Mctallränder wegen der für die Arbeit der Zähne erforderlichen Härte der Legierungen nicht zu.
Nach dem beschriebenen Verfahren läßt sich ein gegossener Zahn in den Zahnfleischregionen abschrägen, wobei man durch Überziehen des Gußstückes mit einem nichtleitenden Material die Metallablagerung bei dem Elektroplattierungsverfahren verhindert. Die Randbereiche des Gußstückes bleiben ohne Überzug und man kann die Konstruktion wie zuvor auf elcktrolytischem Wege mit Gold abdecken, so daß reines abgelagertes Gold den eigentlichen Rand bildet, den man dann in der zuvor beschriebenen Weise zur Erzielung eines engen Sitzes im Munde des Patienten anpolieren kann. Dieses Verfahren läßt sich nicht nur für die Herstellung von neuen Kronen verwenden, sondern auch für eventuell notwendige Reparaturen an schon bestehenden Kronen. Ein solches Verfahren ist in den F i g. 5A bis 5E dargestellt
Es ist auch ein Verfahren vorgesehen zum Elektroplattieren von Hohlformen, bei dem an der Innenfläche der Form ein Niederschlag erzeugt wird. In üblicher Weise wird das Innere einer Form mit einem geeigneten Elektrolyten angefüllt und in den Elektrolyten eine Anode eingefügt, damit die Elektrolyse durchführbar ist. Dieses Verfahren neigt jedoch zu unregelmäßigen Metallabscheidungen. Nach dem vorliegenden Verfahren wird eine Hohlanode verwendet, durch die man den Elektrolyten hindurchzirkulieren läßt Man kann den Elektrolyten durch die Anode in eine Form einspritzen oder aber auch den Elektrolyten in die Form einbringen und über die Anode abziehen. Bei dem letztgenannten Verfahren wird eine Erosion des in dem Forminneren abgelagerten Metalles verhindert, wie es die Fig.6A und 6B zeigen.
Nach einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird die Befestigung von künstlichen metallischen Füllungen oder Kronen, d. h. Füllungen oder Kronen, die vollständig aus Metall oder Porzellan auf einer me·
■> tiillischcn Matrix bestehen, im Munde des Patienten verbessert.
Kronen oder Füllungen werden normalerweise mit Zement in ihrer Lage gesichert. Übliche für diesen Zweck verwendete Zemente sorgen jedoch nicht immer
κι für eine ausreichend feste Bindung zwischen Krone und Füllung und dem darunter befindlichen Zahm. Die üblichen Zemente für diesen Zweck, beispielsweise Zinkphosphuizemcnte. Zinkoxid-Eugcnol-Zemente oder sogar die kürzlich entwickelten Zemente auf Polyacryl saurcbasis können eine mechanische Bindung zwischen dem Zement und dem Metall (beispielsweise Gold von vielleicht 2 — 3 Newton je mm2 bewirken, was nicht mehr hinreichend ist. um die Kräfte aufzunehmen, die im Munde am Zahn auftreten.
Fa h;ii sich herausgestellt, daß immer dann, wenn man eine künstliche Füllung oder Krone aus Metall oder mit einer Mctallbasis mit einem Überzug eines unterschiedlichen Metalles auf der Metallische oder Metallbasisflächc versieht, ein solcher Überzug ganz wesentlich die
2Ί Fähigkeit dieser Oberfläche verbessert, mit anderen Wirkstoffen eine effektive Bindung einzugehen.
Das unterschiedliche Metall läßt sich zweckmäßigerweisc elektrolytisch oder im Vakuum — vorzugsweise als ein Oberzug mit einer Dicke, die 1 Mlikron nicht
jo übersteigt — abscheiden.
Für ein solches Verfahren gibt es zwei Hauptanwendungen. Zunächst einmal verbessert dieses Verfahren die Bindung zwischen der Mctallhasis einer Krone oder einer Füllung und Chelat-Zemcnt, welcher kürzlich ent-
j5 wickelt wurde für dentale Wiederherstellungsarbeiten.
Unter Chclat-Zemcnten versteht man solche Zemente, die die Fähigkeit haben, chemische Bindungen mit den Calcium-Ionen in der natürlichen Zahnemaillc einzugehen.
Bis zur Entwicklung dieser Zemente, die gegenwärtig auf der Basis von Polyacrylsäure hergestellt werden, war es außerordentlich schwierig, Kronen oder Füllungen an natürlichen Zähnen zu befestigen, da die bisher benutzten Zemente nicht in der Lage sind, starke und insbesondere chemische Bindungen mit der natürlichen Zahnemaillc einzugehen. Moderne Chclat-Zemente haben daher merklich die Befestigung von Kronen und Füllungen verbessert, da sie in der Lage sind, mit der Zahnemaille wirkungsvolle und offensichtlich chemi-
Vt sehe Bindungen einzugehen.
Obwohl diese Chclat-Zemente eine außerordentlich feste Bindung mit der Zahnemaille eingehen, i!.id sie nicht in der Lage entsprechend starke Bindungen mit dem passiven Material der eigentlichen Kronen oder Füllungen einzugehen. Das erfindungsgemäße Verfahren führt zu einer außerordentlich starken Bindung zwischen diesen Chelat-Zementen und dem Metall oder der Metalibasis künstlicher Zahnkronen und Füllungen und kann daher die günstigen Eigenschaften solcher Zemen-
bo te vollständiger ausnutzen.
Zu den geeigneten Metallen gehören Eisen, Zinn, Zink, Kupfer. Nickel, Chrom, Kobalt, Vanadium, Platin und Palladium. Das jeweils zu bevorzugende Metall hängt von der speziellen Anwendung ab.
b5 Der erwähnte metallische Überzug wird vorzugsweise oder im Vakuum abgeschieden, um einen feinen flächigen Überzug auf der Metallmatrix des künstlichen Zahnes, der Krone oder der Füllung zu erzeugen.
Bevor man den vorstehend beschriebenen Chelat-Zcment auf die Metalloberfläche auftragt, wird die Oberfläche vorzugsweise mit einer verdünnten Mineralsäure behandelt, beispielsweise mit Salzsäure oder Schwefelsäure zur Erzeugung eines geeigneten ionisierten Zustandcs auf der Oberfläche, welcher die Verbindung zwischen der Oberfläche und dem Zement beschleunigt. Die Polyacrylsäure-Komponente des Zementes wird zuer-s". auf die vorbehandelte Oberfläche aufgetragen, um dann den angemischten Zement aufzubringen.
Dieses Verfahren führt zu ganz erheblich stärkeren Verbindungen, die beispielsweise eine Zugfestigkeit von 18 Newton/mm2 und mehr betragen.
Zum zweiten ermöglicht das erfindungsgemäße Verfahren eine verbesserte Bindung zwischen der Metall- ιί basis einer Krone oder eine Füllung und dem darauf aufgebauten keramischen Material.
Diese Verbesserung ergibt sich offensichtlich nicht durch einen Mechanismus,der ähnlich dem vorbeschriebenen bei Chelat-Zement ist. sondern aufgrund einer verbesserten Fließfähigkeit beim Brennvorgang, wenn man auf die Metallbasis die Keramikmasse aufbringt. Was dort im einzelnen ganz genau geschieht, ist noch nicht völlig erforscht. Bei dieser letzterwähnten Ausführungsform, ist eine Säure-Vorbehandlung der Metalloberfläche nicht erforderlich.
Für diese Technik lassen sich in ähnlicher Weise die gleichen Metalle verwenden. Zusätzlich kann auch Indium benutzt werden. Aus ästhetischen Gründen jedoch sind bestimmte Metalle — wie beispielsweise Kupfer — jo weniger befriedigend wegen ihrer Neigung zur Entfärbung der Zähne, obwohl die Bindefähigkeit der Oberfläche nicht beeinträchtigt wird.
Wenn auch das Verfahren besonders günstig für die Behandlung von Goldbasen ist, wie man sie üblichcrwei- J5 se für dentale Wiederherstellungsarbeiten verwendet, kann man das Verfahren auch für andere Legierungen, beispielsweise Nickei-Chrom-Legicrungcn verwenden, wenn dies zweckmäßig erscheint. Das Verfahren gibt darüber hinaus auch die Möglichkeil, Goldlegierungen zu verwenden, die nicht für einen speziellen Zweck vorgesehen sind und bisher nicht ausreichend fest auf keramischen Massen hafteten. Bisher war man auf Spczial-Legierungen angewiesen, die teuere Spurenelemente enthielten.
Wenn auch das Verfahren vorstehend mit besonderem Bezug auf das Einzementieren von künstlichen Zahnfüllungen oder Kronen beschrieben wurde, ist es auch anwendbar für das Befestigen von in den Kiefer eingesetzten Zahnteilen, die man — genauso wie an der Zahnemaille — auch eine gute Bindung an dem Knochen erhalten kann.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird nachfolgend an einem Beispiel erläutert:
10 Messingproben für einen Zugversuch wurden mit Gold plattiert, um eine Kronenbasisfläche zu simulieren. Die Goldoberflächen wurden dann in einem elektrolytischen Bad 30 Sekunden lang mit Nickel plattiert, um eine hauchdünne Nickelablagerung in einer Dicke von etwa 0,4 mm zu erzeugen. to
10%ige Salpetersäure wurde leicht und dünn auf die behandelte Oberfläche aufgebürstet
Dann mischte man 30 Sekunden lang einen Carboxylatzement der Marke »DURALON« und verteilte ihn auf die vorbehandelte Oberfläche. Die Oberflächen wurden paarweise zusammengesetzt und 5 Minuten lang einem Druck von 10 kg/cm2 ausgesetzt.
Die paarig zusammengesetzten Proben legte man bei 33°C in einen Feuchtraum mit 100% Feuchtigkeit. Anschließend wurden die Proben einem Zugversuch unterworfen, wobei man eine Bindungsfestigkeit von 18 Ncwton/mm' feststellen konnte bei einer Standardabweichung von 3.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen

Claims (1)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Verbinden von Porzellan mit einer Metallmatrix, dadurch gekennzeichnet, daß
a) auf elektrolytischem Wege eine Matrix aus einer Schicht eines ersten Metalles aus der Gruppe Gold. Platin. Palladium oder Rhodium oder einer Legierung dieser Metalle mit Platin, Palladium, Rhodium, Silber, Kupfer. Nickel, Kobalt oder Indium gebildet wird,
b) auf dieser Matrix eine Beschichtung mit einem zweiten, vom ersten Metall unterschiedlichem Metall aus der Gruppe Eisen, Zinn, Zink, Kupfer, Nickel, Chrom, Kobalt, Vanadium, Platin oder Palladium aufgebracht und
c) auf diesem zweiten Metall eine Schicht eines Porzellans aufgetragen wird.
DE2518355A 1974-04-29 1975-04-25 Verfahren zum Herstellen künstlicher Zähne Expired DE2518355C2 (de)

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