DE10023765A1 - Elektrochrome Vorrichtung - Google Patents
Elektrochrome VorrichtungInfo
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Abstract
Eine elektrochrome Vorrichtung, enthaltend ein Paar Glas- oder Kunststoffplatten oder Kunststofffolien, von denen mindestens eine Platte oder Folie, vorzugsweise beide Platten oder Folien auf jeweils einer Seite mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung versehen sind, von denen wenigstens eine Platte oder Folie und ihre leitfähige Beschichtung transparent sind, von denen die andere verspiegelt sein kann und von denen wenigstens bei einer der beiden Platten oder Folien die elektrisch leitfähige Schicht in getrennte, einzeln kontaktierte Flächensegmenete aufgeteilt sein kann, wobei die Platten oder Folien über einen Dichtungsring auf den Seiten ihrer leitfähigen Beschichtung zusammengefügt sind, und das Volumen, gebildet aus den beiden Platten oder Folien und dem Dichtungsring, mit einem elektrochromen Medium gefüllt ist, das mindestens eine reduzierbare elektrochrome Substanz OX¶2¶ und mindestens eine oxidierbare elektrochrome Substanz RED¶1¶ enthält, dadurch gekennzeichnet, dass ein OX¶2¶ der Formel DOLLAR F1 entspricht, DOLLAR A worin DOLLAR A R·201· und R·202· unabhängig voneinander für Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]·-· oder eine bivalente Brücke B stehen, DOLLAR A Z·201· für einen bivalenten Rest der Formeln CR·210·R·211·, O, C=O oder o-Phenylen steht, DOLLAR A R·210· und R·211· unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder DOLLAR A CR·210·R·211· für C¶3¶- bis C¶7¶-Cycloalkan-1,1-diyl steht, DOLLAR A die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 ...
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine elektrochrome Vorrichtung sowie elektro
chrome Substanzen.
Elektrochrome Vorrichtungen sind bereits bekannt, beispielsweise aus D. Theis in
Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, Vol. A 8, S. 622, Verlag Chemie
1987 und WO-A 94/23333. Man unterscheidet zwei Grundtypen:
Typ 1: vollflächige elektrochrome Vorrichtung.
Typ 2: elektrochrome Anzeigevorrichtungen mit strukturierten Elektroden.
Typ 1: vollflächige elektrochrome Vorrichtung.
Typ 2: elektrochrome Anzeigevorrichtungen mit strukturierten Elektroden.
Typ 1 findet beispielsweise bei elektrisch abdunkelbaren Fensterscheiben oder elek
trisch abblendbaren Autospiegeln Anwendung. Solche Vorrichtungen sind beispiels
weise aus US-A 4 902 108 bekannt.
Typ 2 findet bei Segment- und Matrixanzeigen Verwendung. Solche Anzeigevorrich
tungen sind beispielsweise in DE-A 196 31 728 vorgeschlagen worden. Derartige
Vorrichtungen können transmissiv oder bei Verspiegelung reflektiv betrachtet
werden.
In WO-A 94/23333 werden elektrochrome Materialien verschiedener Bauweise
gegenübergestellt, die aber nicht als Anzeigevorrichtungen verwendet werden:
Bauweise a: Die elektrochromen Substanzen liegen als Film oder Schicht fest auf den Elektroden (Ullmann, s. o.).
Bauweise b: Die elektrochromen Substanzen werden beim Redoxprozeß auf den Elektroden als Schicht abgeschieden (Ullmann, s. o.).
Bauweise c: Die elektrochromen Substanzen bleiben permanent in Lösung.
Bauweise a: Die elektrochromen Substanzen liegen als Film oder Schicht fest auf den Elektroden (Ullmann, s. o.).
Bauweise b: Die elektrochromen Substanzen werden beim Redoxprozeß auf den Elektroden als Schicht abgeschieden (Ullmann, s. o.).
Bauweise c: Die elektrochromen Substanzen bleiben permanent in Lösung.
Für Bauweise a) ist als elektrochromes Material das Paar Wolframoxid/Palladium
hydrid das bekannteste.
Für Bauweise b) sind Viologene als elektrochrome Substanzen beschrieben worden.
Diese Vorrichtungen sind nicht selbstlöschend, das erzeugte Bild bleibt also nach
dem Abschalten des Stromes bestehen und kann nur durch Umpolen der Spannung
wieder gelöscht werden. Solche Vorrichtungen sind nicht besonders beständig und
erlauben keine hohe Zahl an Schaltzyklen.
Zudem sind insbesondere solche mit Wolframoxid/Palladiumhydrid aufgebauten
Zellen wegen der Lichtstreuung an diesen elektrochromen Schichten nicht im durch
fallenden Licht zu betreiben, sondern lediglich reflektiv.
Aus Elektrokhimiya 13, 32-37 (1977), US-A 4 902 108 und US-A 5 140 455 ist ein
elektrochromes System dieser letztgenannten Bauweise c) bekannt. In einer
elektrochromen Zelle, die aus leitfähig beschichteten Glasplatten aufgebaut ist, ist
eine Lösung eines Paares elektrochromer Substanzen in einem inerten Lösungsmittel
enthalten.
Als Paar von elektrochromen Substanzen wird je eine elektrochemisch reversibel
reduzierbare und eine reversibel oxidierbare Substanz verwendet. Beide sind im
Grundzustand farblos oder nur schwach gefärbt. Unter Einfluß einer elektrischen
Spannung wird die eine Substanz reduziert, die andere oxidiert, wobei beide farbig
werden. Nach Abschalten der Spannung bildet sich bei beiden Substanzen der
Grundzustand wieder zurück, wobei Entfärbung bzw. Farbaufhellung auftritt.
Aus US-A 4 902 108 ist bekannt, dass solche Paare von Redoxsubstanzen geeignet
sind, bei denen die reduzierbare Substanz wenigstens zwei chemisch reversible
Reduktionswellen im Cyclischen Voltammogramm und die oxidierbare Substanz
entsprechend wenigstens zwei chemisch reversible Oxidationswellen besitzt.
Für elektrochrome Zellen der Bauweise c) sind verschiedene Anwendungen
beschrieben worden. So können sie beispielsweise als Automobilrückspiegel ausge
bildet sein, der bei Nachtfahrt durch Anlegen einer Spannung abgedunkelt werden
kann und somit das Blenden durch Scheinwerfer nachfolgender Fahrzeuge verhindert
(US-A 3 280 701, US-A 4 902 108, EP-A 0 435 689). Weiterhin können solche
Zellen auch in Fensterscheiben oder Auto-Sonnendächern eingesetzt werden, wo sie
nach Anlegen einer Spannung das Sonnenlicht abdunkeln. Ebenfalls beschrieben ist
die Anwendung solcher Vorrichtungen als elektrochrome Anzeigevorrichtungen,
beispielsweise in Segment- oder Matrix-Displays mit strukturierten Elektroden (DE-
A 196 31 728).
Die elektrochromen Zellen bestehen normalerweise aus einem Paar Glasplatten, von
denen im Falle des Autospiegels eine verspiegelt ist. Eine Seite dieser Scheiben ist
mit einer lichtdurchlässigen, elektrisch leitfähigen Schicht, beispielsweise Indium-
Zinn-Oxid (ITO), flächig beschichtet, wobei im Falle der Anzeigevorrichtungen
diese leitfähige Beschichtung in elektrisch voneinander getrennte Segmente aufge
teilt ist, die einzeln kontaktiert sind. Aus diesen Scheiben wird nun eine Zelle
aufgebaut, indem sie mit ihrer einander zugewandten elektrisch leitfähig beschich
teten Seite über einen Dichtungsring zu einer Zelle verbunden werden. In diese Zelle
wird nun über eine Öffnung eine elektrochrome Flüssigkeit eingefüllt und die Zelle
dicht verschlossen. Über die ITO-Schichten werden die beiden Scheiben mit einer
Spannungsquelle verbunden.
Für viele Anwendungen ist es wichtig, den Farbton der elektrochromen Vorrichtung
im stromführenden Zustand den jeweiligen Erfordernissen anpassen zu können.
Häufig wird ein möglichst neutraler Farbton, z. B. ein Grau gewünscht. Bewährte
elektrochrome Verbindungen sind Dipyridiniumsalze (Viologene) und Dihydro
phenazine, die als Mischung jedoch ein grünstichiges Blau ergeben (z. B. US-
A 4 902 108, WO 97/30134). Aus WO 98/44384 sind Derivate von Dipyridinium
salzen und Dihydrophenazinen bekannt, deren Farbtöne sich von den Grundkörpern
unterscheiden. Durch geeignete Mischung von bis zu 5 solcher elektrochromer Ver
bindungen lässt sich ein vorgewählter Farbton, beispielsweise auch ein Grau,
einstellen. Solche komplexen Mischungen sind aber schwierig auszubalancieren, vor
allem dann, wenn die elektrochrome Vorrichtung bei verschiedene Spannungen
betrieben werden soll und der Farbton spannungsunabhängig sein soll. Auch sind die
in WO 98/44384 beschriebenen Derivate der Dipyridiniumsalze und Dihydrophena
zine nicht immer leicht zugänglich.
Es bestand deshalb Bedarf an einer elektrochromen Verbindung, welche im Redox
verhalten gut mit Dipyridiniumsalzen und Dihydrophenazinen harmoniert, in der
Mischung mit Dipyridiniumsalzen und Dihydrophenazinen in den in elektrochromen
Zellen üblichen Lösungsmitteln die fehlende Rotkomponente liefert und synthetisch
gut zugänglich ist.
Es wurde nun gefunden, dass verbrückte Viologene der Formel (CC)
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander ihr Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]- oder eine bivalente Brücke B stehen,
Z201 für einen bivalenten Rest der Formeln CR210R211, O, C=O oder o-Phenylen steht,
R210 und R211 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder
CR210R211 für C3- bis C7-Cycloalkan-1,1-diyl steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Alkyl- und/oder Alkoxy-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können,
P und Q unabhängig voneinander für -CN oder -COO-Alkyl stehen und
X- für ein Anion steht,
eine solche gewünschte elektrochrome Verbindung darstellen.
R201 und R202 unabhängig voneinander ihr Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]- oder eine bivalente Brücke B stehen,
Z201 für einen bivalenten Rest der Formeln CR210R211, O, C=O oder o-Phenylen steht,
R210 und R211 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder
CR210R211 für C3- bis C7-Cycloalkan-1,1-diyl steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Alkyl- und/oder Alkoxy-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können,
P und Q unabhängig voneinander für -CN oder -COO-Alkyl stehen und
X- für ein Anion steht,
eine solche gewünschte elektrochrome Verbindung darstellen.
Ganz besonders überraschend wurde gefunden, dass verbrückte Viologene der
Formel (CC) in elektrochromen Vorrichtungen verglichen mit entsprechenden nicht
verbrückten Viologenen zu einer deutlich verbesserten Lichtechtheit führen.
Gegenstand der Erfindung ist demnach eine elektrochrome Vorrichtung, enthaltend
ein Paar Glas- oder Kunststoffplatten oder Kunststofffolien, von denen mindestens
eine Platte oder Folie, vorzugsweise beide Platten oder Folien auf jeweils einer Seite
mit einer elektrisch leitfähigen Beschichtung versehen sind, von denen wenigstens
eine Platte oder Folie und ihre leitfähige Beschichtung transparent sind, von denen
die andere verspiegelt sein kann und von denen wenigstens bei einer der beiden
Platten oder Folien die elektrisch leitfähige Schicht in getrennte, einzeln kontaktierte
Flächensegmente aufgeteilt sein kann, wobei die Platten oder Folien über einen
Dichtungsring auf den Seiten ihrer leitfähigen Beschichtung zusammengefügt sind,
und das Volumen, gebildet aus den beiden Platten oder Folien und dem Dichtungsring,
mit einem elektrochromen Medium gefüllt ist, das mindestens eine reduzierbare
elektrochrome Substanz OX2 und mindestens eine oxidierbare elektrochrome
Substanz RED1 enthält, dadurch gekennzeichnet, dass ein OX2 der Formel
entspricht,
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]- oder eine bivalante Brücke B stehen,
Z201 für einen bivalenten Rest der Formeln CR210R211, C=O oder o-Phenylen steht,
R210 und R211 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder
CR210R211 für C3- bis C7-Cycloalkan-1,1-diyl steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Alkyl- und/oder Alkoxy-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können
P und Q unabhängig voneinander für -CN oder -COO-Alkyl stehen und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]- oder eine bivalante Brücke B stehen,
Z201 für einen bivalenten Rest der Formeln CR210R211, C=O oder o-Phenylen steht,
R210 und R211 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder
CR210R211 für C3- bis C7-Cycloalkan-1,1-diyl steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Alkyl- und/oder Alkoxy-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können
P und Q unabhängig voneinander für -CN oder -COO-Alkyl stehen und
X- für ein Anion steht.
Einige verbrückte Bipyridiniumsalze der Formel (CC) sind bereits bekannt (z. B.
Bull. Chem. Soc. Japan 55 (1982) 513; J. Amer. Chem. Soc. 108 (1986) 3380; Z.
Naturforsch. 39b (1984 74; Tetrahedron 42 (1986) 1665; J. Chem. Soc., Perkin
Trans. 2 1996 225).
Die Verwendung von Bipyridiniumsalzen (Viologenen), die über eine Brücke ver
bunden sind, in elektrochromen Vorrichtungen ist beispielsweise aus US-
A 4 902 108 bekannt. Dort ist jedoch die Brücke allgemein formuliert. Speziell
genannt ist nur ein Derivat mit einer C4-Brücke (tetramethylene bis[4(1-benzyl
pyridine-4'-yl)pyridinium]tetrafluoroborate, example II, VI). Diese Verbindung
sowie solche mit längerer Brücke ergeben bei Reduktion ebenso wie nicht verbrückte
Viologene eine Blaufärbung und sind folglich nicht als die gewünschte Rot
komponente geeignet.
Bevorzugt ist eine elektrochrome Vorrichtung enthaltend mindestens ein OX2 der
Formel (CC),
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
Besonders bevorzugt ist eine elektrochrome Vorrichtung enthaltend mindestens ein
OX2 der Formel (CC),
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
Ganz besonders bevorzugt sind R201 und R202 sowie die Ringe C bis F gleich.
In ganz besonderem Maße bevorzugt stehen
R201 und R202 für Methyl, Butyl, Heptyl oder Phenylpropyl und sind untereinander gleich
Z201 für CH2 und
die Ringe C und D bzw. E und F sind nicht über eine Brücke verbunden.
R201 und R202 für Methyl, Butyl, Heptyl oder Phenylpropyl und sind untereinander gleich
Z201 für CH2 und
die Ringe C und D bzw. E und F sind nicht über eine Brücke verbunden.
Ein OX2 der Formel (CC) kann auch Bestandteil einer oligo- oder polymeren
Verbindung sein.
Bevorzugt ist folglich auch eine elektrochrome Vorrichtung enthaltend mindestens
ein OX2 der Formel (CC),
worin
mindestens einer der Reste R201 und R202 für eine bivalente Brücke B steht und gegebenenfalls der andere für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- steht,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht,
wobei über die Brücke B eine weitere elektrochrome Substanz der Formel (CC) angebunden sein kann oder aber eine andere elektrochrome Substanz OX2 bzw. RED1.
worin
mindestens einer der Reste R201 und R202 für eine bivalente Brücke B steht und gegebenenfalls der andere für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8-Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- steht,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht,
wobei über die Brücke B eine weitere elektrochrome Substanz der Formel (CC) angebunden sein kann oder aber eine andere elektrochrome Substanz OX2 bzw. RED1.
Besonders bevorzugt ist eine elektrochrome Vorrichtung enthaltend mindestens ein
OX2 der Formel (CC), das Bestandteil einer der Formeln
ist,
worin
R201 und -B-R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen oder
R201 und R202 in Formel (CCI) gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten, und
R201 in Formel (CCII), (CCIII) und (CCIV) für -B-[OX2'-B'-]r-R203 beziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-R204 beziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-[OX2'-B'-]r-R205 stehen kann,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können,
B, B' und B" unabhängig voneinander für eine bivalente Brücke stehen,
-B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
OX2' für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystems steht, und
RED1' für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht,
k für eine ganze Zahl von 2 bis 1000 steht,
l, r und u unabhängig für eine ganze Zahl von 1 bis 100 stehen,
t und w unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 1000 stehen und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und -B-R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen oder
R201 und R202 in Formel (CCI) gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten, und
R201 in Formel (CCII), (CCIII) und (CCIV) für -B-[OX2'-B'-]r-R203 beziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-R204 beziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-[OX2'-B'-]r-R205 stehen kann,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können,
B, B' und B" unabhängig voneinander für eine bivalente Brücke stehen,
-B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
OX2' für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystems steht, und
RED1' für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht,
k für eine ganze Zahl von 2 bis 1000 steht,
l, r und u unabhängig für eine ganze Zahl von 1 bis 100 stehen,
t und w unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 1000 stehen und
X- für ein Anion steht.
Die Formeln sind so zu verstehen, dass die verschiedenen mit Klammer und Index
gekennzeichneten Formelteile in beliebiger Reihenfolge zueinander stehen können.
Mit beispielsweise Formel (CCIII) soll folglich auch beispielsweise die folgende
Formel gemeint sein:
Bevorzugt stehen B, B' und B" für eine Brücke der Formeln -(CH2)n- oder
-[Y1 s(CH2)m-Y2]o-(CH2)p-Y3 q-, die durch C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy,
Halogen oder Phenyl substituiert sein kann,
Y1 bis Y3 unabhängig voneinander für O, S, NR60, COO, CONH, NHCONH, Cyclopentandiyl, Cyclohexandiyl, Phenylen oder Naphthylen stehen,
R60 C1- bis C6-Alkyl, C2- bis C6-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Ar alkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeutet,
n eine ganze Zahl von 1 bis 12 bedeutet,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 8 bedeuten,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 bedeuten,
wobei sie aber in den Resten -B-R202, -B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 für eine direkte Bindung stehen.
Y1 bis Y3 unabhängig voneinander für O, S, NR60, COO, CONH, NHCONH, Cyclopentandiyl, Cyclohexandiyl, Phenylen oder Naphthylen stehen,
R60 C1- bis C6-Alkyl, C2- bis C6-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Ar alkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeutet,
n eine ganze Zahl von 1 bis 12 bedeutet,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 8 bedeuten,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 bedeuten,
wobei sie aber in den Resten -B-R202, -B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 für eine direkte Bindung stehen.
Besonders bevorzugt stehen B, B' und B" für eine Brücke der Formeln -(CH2)n- oder
-(CH2)m-C6H4-(CH2)p-,
worin
n eine ganze Zahl von 2 bis 8, insbesondere 3 bis 5 bedeutet,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 1 bis 4, insbesondere 1 bedeuten und
der Rest -C6H4- o-, m- oder p-ständig substituiert ist,
wobei sie aber in den Resten -B-R202, -B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 für eine direkte Bindung stehen.
worin
n eine ganze Zahl von 2 bis 8, insbesondere 3 bis 5 bedeutet,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 1 bis 4, insbesondere 1 bedeuten und
der Rest -C6H4- o-, m- oder p-ständig substituiert ist,
wobei sie aber in den Resten -B-R202, -B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 für eine direkte Bindung stehen.
Die bevorzugten Bedeutungen von OX2' und RED1' werden weiter unten erläutert.
Ganz besonders bevorzugt ist eine elektrochrome Vorrichtung enthaltend eine
elektrochrome Substanz der Formel (CCI),
worin
R201 und -B-R202 für Methyl, Butyl, Heptyl oder Phenylpropyl stehen und unter einander gleich sind,
Z201 für CH2 steht,
B für -(CH2)3- oder -(CH2)4- steht,
k für eine ganze Zahl von 2 bis 100 steht,
die Ringe C und D bzw. E und F nicht verbunden sind und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und -B-R202 für Methyl, Butyl, Heptyl oder Phenylpropyl stehen und unter einander gleich sind,
Z201 für CH2 steht,
B für -(CH2)3- oder -(CH2)4- steht,
k für eine ganze Zahl von 2 bis 100 steht,
die Ringe C und D bzw. E und F nicht verbunden sind und
X- für ein Anion steht.
Ebenfalls ganz besonders bevorzugt ist eine elektrochrome Vorrichtung enthaltend
eine elektrochrome Substanz der Formel (CCIII),
worin
R201 für Methyl, Butyl Heptyl oder Phenylpropyl steht,
Z201 für CH2 steht,
B für -(CH2)3- oder -(CH2)4- steht,
l, u und t 1 bedeuten,
RED1'-B"-R204 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht, wie es weiter unten näher erläutert wird,
die Ringe C und D bzw. E und F nicht verbunden sind und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 für Methyl, Butyl Heptyl oder Phenylpropyl steht,
Z201 für CH2 steht,
B für -(CH2)3- oder -(CH2)4- steht,
l, u und t 1 bedeuten,
RED1'-B"-R204 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht, wie es weiter unten näher erläutert wird,
die Ringe C und D bzw. E und F nicht verbunden sind und
X- für ein Anion steht.
Die erfindungsgemäße elektrochrome Vorrichtung enthält neben elektrochromen
Substanzen OX2 der Formeln (CC), (CCI) und (CCII) mindestens eine elektrochrome
Substanz RED1. Sie kann aber auch weitere RED1 und/oder OX2 enthalten. Dies gilt
auch für die erfindungsgemäßen elektrochromen Vorrichtungen, die elektrochrome
Substanzen der Formeln (CCIII) und/oder (CCIV) enthalten.
Durch Auswahl der elektrochromen Verbindungen RED1 und OX2 und/oder
Mischungen davon lassen sich beliebige monochrome Farbtöne einstellen. Für eine
polychrome Farbdarstellung können zwei oder mehrere solcher elektrochromer Vor
richtungen flächig aufeinander gelegt werden, wobei jede dieser Vorrichtungen einen
anderen Farbton erzeugen kann. Vorzugsweise wird ein solcher Stapel so aufgebaut,
dass die sich berührenden Vorrichtungen eine lichtdurchlässige Platte gemeinsam
haben, die dann auch auf beiden Seiten leitfähig beschichtet ist und je nach Ausfüh
rung in Segmente unterteilt ist. Beispielsweise besteht dann ein Stapel aus drei
elektrochromen Vorrichtungen aus mindestens vier Platten. Durch Einschalten von
Segmenten in verschiedenen dieser gestapelten Vorrichtungen lassen sich mehr
farbige Anzeigen realisieren. Werden hintereinander liegende Segmente verschie
dener solcher Vorrichtungen eingeschaltet, erhält man Mischfarben. So lassen sich
im Rahmen einer Trichromie beliebige Farben darstellen, also beispielsweise bunte
Bilder.
Bevorzugt sind aber solche erfindungsgemäßen elektrochromen Vorrichtungen, die
durch Mischung der elektrochromen Substanzen der Formeln (CC) bis (CCIV) unter
einander und/oder mit anderen geeigneten elektrochromen Substanzen OX2 und/oder
RED1 im stromführenden Zustand eine graue oder schwarze Färbung aufweisen.
Geeignete reduzierbare elektrochrome Subtanzen OX2 und oxidierbare elektro
chrome Substanzen RED1 sind folgende, wobei
- a) die reduzierbare Substanz mindestens eine, vorzugsweise wenigstens zwei chemisch reversible Reduktionswellen im cyclischen Voltammogramm und die oxidierbare Substanz entsprechend mindestens eine, vorzugsweise wenig stens zwei chemisch reversible Oxidationswellen besitzen, oder
- b) die reduzierbare Substanz und die oxidierbare Substanz über eine Brücke B kovalent aneinander gebunden sind, oder
- c) als reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz solche ausgewählt sind, bei denen der reversible Übergang zwischen der oxidierbaren Form und der redu zierbaren Form oder umgekehrt mit dem Bruch bzw. dem Aufbau einer σ -Bindung verbunden ist, oder
- d) die reduzierbare Substanz und/oder die oxidierbare Substanz Metallsalze oder Metallkomplexe sind von solchen Metallen, die in mindestens zwei Oxida tionsstufen existieren, oder
- e) die reduzierbare und/oder oxidierbare Substanz Oligo- und Polymere sind, die mindestens eines der genannten Redoxsysteme, aber auch Paare solcher Redoxsysteme, wie sie unter a) bis d) definiert sind, enthalten.
Im Sinne der Erfindung geeignete OX2 und RED1 sind solche Substanzen, die bei
ihrer Reduktion bzw. Oxidation an der Kathode bzw. Anode in dem genannten
Lösungsmittel Produkte RED2 und OX1 liefern, die keine chemische Folgereaktion
eingehen, sondern komplett wieder zu OX2 und RED1 oxidiert bzw. reduziert werden
können.
Geeignete reduzierbare Substanzen OX2 sind beispielsweise
worin
R2 bis R5, R8, R9, R16 bis R19 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12- Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten oder
R4; R5 bzw. R8; R9 gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3-Brücke bilden können,
R6, R7 und R22 bis R25 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro oder C1- bis C4-Alkoxycarbonyl bedeuten oder
R22; R23 und/oder R24; R25 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden können,
R10; R11, R10; R13, R12; R13 und R14; R15 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke bedeuten,
R20 und R21 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-C6- bis C10-Aryl be deuten,
R26 und R27 Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R69 bis R74, R80 und R81 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1- bis C6-Alkyl bedeuten oder
R69; R12, R70; R13, R73; R80 und/oder R74; R81 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden,
E1 und E2 unabhängig voneinander O, S, NR1 oder C(CH3)2 bedeuten oder
E1 und E2 gemeinsam eine -N-(CH2)2-N-Brücke bilden,
R1 C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15- Aralkyl, C6- bis C10-Aryl bedeutet,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH-, -C∼C-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N-N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- bedeutet,
Z2 -(CH2)r- oder -CH2-C6H4-CH2- bedeutet,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet,
R94 und R95 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Cyano bedeuten,
R101 bis R105 unabhängig voneinander C6- bis C10-Aryl oder einen ggf. benz anellierten aromatischen oder quasiaromatischen fünf- oder sechsgliedrigen heterocyclischen Ring bedeuten,
R107, R109, R113 und R114 unabhängig voneinander einen Rest der Formeln (CV) bis (CVII)
R2 bis R5, R8, R9, R16 bis R19 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12- Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten oder
R4; R5 bzw. R8; R9 gemeinsam eine -(CH2)2- oder -(CH2)3-Brücke bilden können,
R6, R7 und R22 bis R25 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro oder C1- bis C4-Alkoxycarbonyl bedeuten oder
R22; R23 und/oder R24; R25 eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden können,
R10; R11, R10; R13, R12; R13 und R14; R15 unabhängig voneinander Wasserstoff oder paarweise eine -(CH2)2-, -(CH2)3- oder -CH=CH-Brücke bedeuten,
R20 und R21 unabhängig voneinander O, N-CN, C(CN)2 oder N-C6- bis C10-Aryl be deuten,
R26 und R27 Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R69 bis R74, R80 und R81 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1- bis C6-Alkyl bedeuten oder
R69; R12, R70; R13, R73; R80 und/oder R74; R81 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden,
E1 und E2 unabhängig voneinander O, S, NR1 oder C(CH3)2 bedeuten oder
E1 und E2 gemeinsam eine -N-(CH2)2-N-Brücke bilden,
R1 C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15- Aralkyl, C6- bis C10-Aryl bedeutet,
Z1 eine direkte Bindung, -CH=CH-, -C(CH3)=CH-, -C(CN)=CH-, -CCl=CCl-, -C(OH)=CH-, -CCl=CH-, -C∼C-, -CH=N-N=CH-, -C(CH3)=N-N=C(CH3)- oder -CCl=N-N=CCl- bedeutet,
Z2 -(CH2)r- oder -CH2-C6H4-CH2- bedeutet,
r eine ganze Zahl von 1 bis 10 bedeutet,
R94 und R95 unabhängig voneinander Wasserstoff oder Cyano bedeuten,
R101 bis R105 unabhängig voneinander C6- bis C10-Aryl oder einen ggf. benz anellierten aromatischen oder quasiaromatischen fünf- oder sechsgliedrigen heterocyclischen Ring bedeuten,
R107, R109, R113 und R114 unabhängig voneinander einen Rest der Formeln (CV) bis (CVII)
bedeuten,
R108, R115 und R116 unabhängig voneinander C6- bis C10-Aryl oder einen Rest der Formel (CV) bedeuten,
R110 bis R112, R117 und R118 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, Halogen oder Cyano bedeuten,
E101 und E102 unabhängig voneinander O, S oder N-R119 bedeuten,
R119 und R122 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C8-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R106, R120, R121, R123 und R124 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4- Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder C1- bis C4-Alkoxy carbonyl bedeuten oder
R120, R121 bzw. R123, R124 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden,
A1, A2 und A3 unabhängig voneinander O oder C(CN)2 bedeuten,
R96 Wasserstoff, Phenyl oder tert.-Butyl bedeutet und
X- ein unter den Bedingungen redox-inertes Anion bedeutet.
R108, R115 und R116 unabhängig voneinander C6- bis C10-Aryl oder einen Rest der Formel (CV) bedeuten,
R110 bis R112, R117 und R118 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, Halogen oder Cyano bedeuten,
E101 und E102 unabhängig voneinander O, S oder N-R119 bedeuten,
R119 und R122 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C8-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R106, R120, R121, R123 und R124 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4- Alkyl, C1- bis C4-Alkoxy, Halogen, Cyano, Nitro oder C1- bis C4-Alkoxy carbonyl bedeuten oder
R120, R121 bzw. R123, R124 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden,
A1, A2 und A3 unabhängig voneinander O oder C(CN)2 bedeuten,
R96 Wasserstoff, Phenyl oder tert.-Butyl bedeutet und
X- ein unter den Bedingungen redox-inertes Anion bedeutet.
Geeignete oxidierbare Substanzen RED1 sind beispielsweise
worin
R28 bis R31, R34, R35, R38, R39, R46, R53 und R54 unabhängig voneinander C1- bis C18- Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R32, R33, R36, R37, R40, R41, R42 bis R45, R47, R48, R49 bis R52, R55 bis R58 und R97 bis R100 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl, C6- bis C10-Aryl bedeuten
und
R57 und R58 zusätzlich einen aromatischen oder quasiaromatischen fünf- oder sechs gliedrigen heterocyclischen Ring, der gegebenenfalls benzanneliert ist, be deuten und R48 zusätzlich NR75R76 bedeutet oder
R49; R50 und/oder R51; R52 eine -(CH2)3-, -(CH2)4-, -(CH2)5- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden,
Z3 eine direkte Bindung, eine -CH=CH- oder -N=N-Brücke bedeutet,
=Z4= eine direkte Doppelbindung, eine =CH-CH= oder =N-N=-Brücke bedeutet,
E3 bis E5, E10 und E11 unabhängig voneinander O, S, NR59 oder C(CH3)2 bedeuten und
E5 zusätzlich C=O oder SO2 bedeutet,
E3 und E4 unabhängig voneinander zusätzlich -CH=CH- bedeuten können,
E6 bis E9 unabhängig voneinander S, Se oder NR59 bedeuten,
R59, R75 und R76 unabhängig voneinander C1- bis C12-Alkyl, C2- bis C8-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl bedeuten,
und
R75 zusätzlich Wasserstoff bedeutet oder R75 und R76 in der Bedeutung von NR75R76 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring bedeuten, der gegebenenfalls weitere Heteroatome enthält,
R61 bis R68 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C6-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Cyan, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten und
R61; R62 und R67; R68 unabhängig voneinander zusätzlich eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden oder
R62; R63, R64; R65 und R66; R67 eine -O-CH2CH2-O- oder -O-CH2CH2CH2-O-Brücke bilden,
v eine ganze Zahl zwischen 0 und 100 bedeutet,
R82, R83, R88 und R89 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12- Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R84 bis R87 und R90 bis R93 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1- bis C6- Alkyl bedeuten oder
R84; R86, R85; R87, R90; R92 und/oder R91; R93 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden.
R28 bis R31, R34, R35, R38, R39, R46, R53 und R54 unabhängig voneinander C1- bis C18- Alkyl, C2- bis C12-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R32, R33, R36, R37, R40, R41, R42 bis R45, R47, R48, R49 bis R52, R55 bis R58 und R97 bis R100 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Halogen, Cyan, Nitro, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl, C6- bis C10-Aryl bedeuten
und
R57 und R58 zusätzlich einen aromatischen oder quasiaromatischen fünf- oder sechs gliedrigen heterocyclischen Ring, der gegebenenfalls benzanneliert ist, be deuten und R48 zusätzlich NR75R76 bedeutet oder
R49; R50 und/oder R51; R52 eine -(CH2)3-, -(CH2)4-, -(CH2)5- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden,
Z3 eine direkte Bindung, eine -CH=CH- oder -N=N-Brücke bedeutet,
=Z4= eine direkte Doppelbindung, eine =CH-CH= oder =N-N=-Brücke bedeutet,
E3 bis E5, E10 und E11 unabhängig voneinander O, S, NR59 oder C(CH3)2 bedeuten und
E5 zusätzlich C=O oder SO2 bedeutet,
E3 und E4 unabhängig voneinander zusätzlich -CH=CH- bedeuten können,
E6 bis E9 unabhängig voneinander S, Se oder NR59 bedeuten,
R59, R75 und R76 unabhängig voneinander C1- bis C12-Alkyl, C2- bis C8-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl bedeuten,
und
R75 zusätzlich Wasserstoff bedeutet oder R75 und R76 in der Bedeutung von NR75R76 gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, einen fünf- oder sechsgliedrigen Ring bedeuten, der gegebenenfalls weitere Heteroatome enthält,
R61 bis R68 unabhängig voneinander Wasserstoff, C1- bis C6-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Cyan, C1- bis C4-Alkoxycarbonyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten und
R61; R62 und R67; R68 unabhängig voneinander zusätzlich eine -(CH2)3-, -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH-Brücke bilden oder
R62; R63, R64; R65 und R66; R67 eine -O-CH2CH2-O- oder -O-CH2CH2CH2-O-Brücke bilden,
v eine ganze Zahl zwischen 0 und 100 bedeutet,
R82, R83, R88 und R89 unabhängig voneinander C1- bis C18-Alkyl, C2- bis C12- Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Aralkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeuten,
R84 bis R87 und R90 bis R93 unabhängig voneinander Wasserstoff oder C1- bis C6- Alkyl bedeuten oder
R84; R86, R85; R87, R90; R92 und/oder R91; R93 gemeinsam eine -CH=CH-CH=CH- Brücke bilden.
Ebenfalls geeignet als RED1 sind Anionen wie z. B. I-, I3 -, Br-, SCN-.
Über eine Brücke B verknüpfte, gegebenenfalls oligo- oder polymere Redoxsysteme
sind beispielsweise solche der Formel
Y-[-(-B-Z-)a-(-B-Y-)b-]c-B-Z (L),
worin
Y und Z unabhängig voneinander für einen Rest OX2 oder RED1 stehen, wobei aber entweder mindestens ein Y für OX2 und mindestens ein Z für RED1 steht oder Y und Z für OX2 stehen,
wobei
OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystems steht, und
RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht,
B für ein Brückenglied steht,
c für eine ganze Zahl von 0 bis 1000 steht, und
a und b unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 100 stehen.
Y und Z unabhängig voneinander für einen Rest OX2 oder RED1 stehen, wobei aber entweder mindestens ein Y für OX2 und mindestens ein Z für RED1 steht oder Y und Z für OX2 stehen,
wobei
OX2 für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redoxsystems steht, und
RED1 für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redoxsystems steht,
B für ein Brückenglied steht,
c für eine ganze Zahl von 0 bis 1000 steht, und
a und b unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 100 stehen.
Vorzugsweise ist (a + b) . c ≦ 10.000.
Hierbei ist unter reversibel elektrochemisch reduzierbar oder oxidierbar gemeint,
dass die Elektronenübertragung ohne oder auch mit Änderung des σ-Gerüsts erfolgen
kann ganz im Sinne der oben genannten Definition der erfindungsgemäßen OX2 und
RED1.
Insbesondere sind mit den elektrochromen Verbindungen der Formel (L) solche der
Formeln
OX2-B-RED1 (La),
OX2-B-RED1-B-OX2 (Lb),
RED1-B-OX2-B-RED1 (Lc),
OX2-(B-RED1-B-OX2)d-B-RED1 (Ld),
OX2-(B-OX2)e-B-OX2 (Le) oder
RED1-(B-RED1)f-B-RED1 (Lf)
gemeint,
worin
OX2, RED1 und B die oben angegebene Bedeutung haben,
d für eine ganze Zahl von 1 bis 5 steht und
e und f unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 5 stehen.
worin
OX2, RED1 und B die oben angegebene Bedeutung haben,
d für eine ganze Zahl von 1 bis 5 steht und
e und f unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 0 bis 5 stehen.
Mit OX2 und RED1 in den Formeln (L) und (La) bis (Lf) sind insbesondere Reste der
oben beschriebenen Redoxsysteme der Formeln (I) bis (X), (CI) bis CIV) und (XX)
bis (XXXIII) gemeint, wobei die Bindung zum Brückenglied B über einen der Reste
R2 bis R19, R22 bis R27 bis R28 bis R58, R61, R62, R67, R68, R83, R88, R122 oder im Falle,
dass einer der Reste E1 oder E2 für NR1 oder einer der Reste E3 bis E11 für NR59 oder
einer der Reste E101 bis E102 für NR119 steht, über R1, R59 bzw. R119 erfolgt und die
genannten Reste dann für eine direkte Bindung stehen, und
B für eine Brücke der Formeln -(CH2)n- oder -[Y1 s(CH2)m-Y2]o-(CH2)p-Y3 q- steht, die durch C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Halogen oder Phenyl substituiert sein kann,
Y1 bis Y3 unabhängig voneinander für O, S, NR60, COO, CONH, NHCONH, Cyclo pentandiyl, Cyclohexandiyl, Phenylen oder Naphthylen stehen,
R60 C1- bis C6-Alkyl, C2- bis C6-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Ar alkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeutet,
n eine ganze Zahl von 1 bis 12 bedeutet,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 8 bedeuten,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 bedeuten.
B für eine Brücke der Formeln -(CH2)n- oder -[Y1 s(CH2)m-Y2]o-(CH2)p-Y3 q- steht, die durch C1- bis C4-Alkyl, C1- bis C4- Alkoxy, Halogen oder Phenyl substituiert sein kann,
Y1 bis Y3 unabhängig voneinander für O, S, NR60, COO, CONH, NHCONH, Cyclo pentandiyl, Cyclohexandiyl, Phenylen oder Naphthylen stehen,
R60 C1- bis C6-Alkyl, C2- bis C6-Alkenyl, C4- bis C7-Cycloalkyl, C7- bis C15-Ar alkyl oder C6- bis C10-Aryl bedeutet,
n eine ganze Zahl von 1 bis 12 bedeutet,
m und p unabhängig voneinander eine ganze Zahl von 0 bis 8 bedeuten,
o eine ganze Zahl von 0 bis 6 bedeutet und
q und s unabhängig voneinander 0 oder 1 bedeuten.
In ganz besonderem Maße sind mit OX2 und RED1 in den Formeln (L) und (La) bis
(Lf) Reste der oben beschriebenen Redoxsysteme der Formeln (I), (V), (XX), (XXII),
(XXIII), (XXV), (XXVI) und (XXXIII) gemeint.
In einem anderen Typ oligo- oder polymerer Systeme können die Gruppierungen
OX2 und/oder RED1 auch beispielsweise als Seitenketten an einer Hauptgruppe, bei
spielsweise einem Poly(meth)acrylat, Silikon, Polycarbonat, Polyurethan, Poly
harnstoff, Polyester, Polyamid, Cellulose oder anderen oligo- oder polymeren
Systemen angebunden sein.
Beispiele für Metallsalze oder Metallkomplexe, die als OX2 oder RED1 eingesetzt
werden können, sind Fe3+/2+, Ni3+/2+, Co3+/2+, Cu2+/+, [Fe(CN)6]3-/4-, Fe4[Fe(CN)6]3 0/4-,
[Co(CN)6]3-/4-, [Fe(Cyclopentadienyl)2]0/+, Lu(Pc)2+ bis 2- (Pc = Phthalocyanin),
Fe[Fe(CN)6]0/1-.
Als Gegenionen für Metallionen und kationische Komplexe kommen alle redox-
inerten Anionen X-, wie sie später noch genauer beschrieben werden, in Frage, als
Gegenionen der anionischen Komplexe alle redox-inerten Kationen M'+ in Frage,
beispielsweise Alkalimetalle oder quaternierte Ammoniumsalze wie Na+, K+,
N(CH3)4 +, N(C4H9)4 +, C6H5CH2N(CH3)3 + und andere.
Mit OX2' und RED1' in den Formeln (CCII) bis (CCIV) sind insbesondere Reste der
oben beschriebenen Redoxsysteme der Formeln (I) bis (X), (CI) bis CIV) und (XX)
bis (XXXIII) gemeint, wobei die Bindung zu den Brückengliedern B, B' und B"
über einen der Reste R2 bis R19, R22 bis R27, R28 bis R50, R61, R62, R67, R68, R83, R88,
R122 oder im Falle, dass einer der Reste E1 oder E2 für NR1 oder einer der Reste E3
bis E11 für NR59 oder einer der Reste E101 bis E102 für NR119 steht, über R1, R59 bzw.
R119 erfolgt und die genannten Reste dann für eine direkte Bindung stehen. -B'-R203,
-B"-R204 und -B'-R205 haben dann die oben aufgeführte Bedeutung der Reste R2 bis
R19, R22 bis R27, R28 bis R58, R61, R62, R67, R68, R83, R88, R122 oder im Falle, dass
einer der Reste E1 oder E2 für NR1 oder einer der Reste E3 bis E11 für NR59 oder einer
der Reste E101 bis E102 für NR119 steht, die Bedeutung von R1, R59 bzw. R119.
In ganz besonderem Maße sind mit OX2' und RED1' in den Formeln (CCII) bis
(CCIV) Reste der oben beschriebenen Redoxsysteme der Formeln (I), (II), (V), (XX),
(XXII), (XXIII), (XXV), (XXVI) und (XXXIII) gemeint.
Besonders bevorzugt sind solche erfindungsgemäßen elektrochromen Vorrichtungen
die
- a) eine elektrochrome Substanz OX2 der Formeln (CC) oder (CCI) enthält und zusätzlich eine elektrochrome Substanz OX2 der Formel (I) und eine elektro chrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält oder eine elektrochrome Substanz OX2-B-RED1, die als OX2 einen Rest der Formel (I) und als RED, einen Rest der Formel (XXVI) enthält, und gegebenenfalls eine elektro chrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält oder
- b) eine elektrochrome Substanz der Formel (CCIII) enthält und zusätzlich eine elektrochrome Substanz OX2 der Formel (I) und gegebenenfalls eine elektro chrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält oder eine elektrochrome Substanz OX2-B-RED1, die als OX2 einen Rest der Formel (I) und als RED, einen Rest der Formel (XXVI) enthält, und gegebenenfalls eine elektro chrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält.
Ganz besonders bevorzugte Kombinationen von Redoxsystemen sind beispielsweise
die folgenden:
a1)
a2)
gegebenenfalls
b1)
gegebenenfalls
b2)
gegebenenfalls
worin
Z1 für eine direkte Bindung steht,
R12 bis R15, R47, R48, R69 bis R72 und R97 bis R100 für Wasserstoff stehen,
E5 für NR59 steht,
die Ringe C bis F nicht verbrückt sind und
die anderen Reste die oben angegebenen allgemeinen, bevorzugten und besonders bevorzugten Bedeutungen besitzen.
Z1 für eine direkte Bindung steht,
R12 bis R15, R47, R48, R69 bis R72 und R97 bis R100 für Wasserstoff stehen,
E5 für NR59 steht,
die Ringe C bis F nicht verbrückt sind und
die anderen Reste die oben angegebenen allgemeinen, bevorzugten und besonders bevorzugten Bedeutungen besitzen.
Statt der elektrochromen Verbindungen der Formel (XXVI) können in diesen ganz
besonders bevorzugten Kombinationen auch analoge Verbindungen der Formel (Lf)
eingesetzt werden,
worin
R47, R48, R69 bis R72 und R97 bis R100 für Wasserstoff stehen,
E5 für NR59 steht und
R59 und n die oben angegebenen allgemeinen, bevorzugten und besonders bevorzugten Bedeutungen besitzen.
worin
R47, R48, R69 bis R72 und R97 bis R100 für Wasserstoff stehen,
E5 für NR59 steht und
R59 und n die oben angegebenen allgemeinen, bevorzugten und besonders bevorzugten Bedeutungen besitzen.
Die Mischungsverhältnisse sind in weiten Grenzen variabel. Sie erlauben die Opti
mierung eines gewünschten Farbtons, insbesondere des Schwärzegrades und/oder die
Optimierung der gewünschten Dynamik der Vorrichtung. Die Mischungsverhältnisse
können beispielsweise für die folgende Kombination betragen: Formel (CC) 1-25% +
Formel (I) 40-90% + Formel (XXVI) 10-90%.
In den oben genannten Substituentenbedeutungen sind Alkylreste, auch abge
wandelte, beispielsweise Alkoxy- oder Aralkylreste, vorzugsweise solche mit 1 bis
12 C-Atomen, insbesondere mit 1 bis 8 C-Atomen, sofern nichts anderes angegeben
ist. Sie können geradkettig oder verzweigt sein und gegebenenfalls weitere Sub
stituenten tragen wie C1- bis C4-Alkoxy, Fluor, Chlor, Hydroxy, Cyano, C1- bis C4-
Alkoxycarbonyl oder COOH.
Unter Cycloalkylresten werden vorzugsweise solche mit 3 bis 7 C-Atomen, insbe
sondere mit 5 oder 6 C-Atomen verstanden.
Alkenylreste sind vorzugsweise solche mit 2 bis 8 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4
C-Atomen.
Arylreste, auch solche in Aralkylresten, sind Phenyl oder Naphthylreste, insbe
sondere Phenylreste. Sie können durch 1 bis 3 der folgenden Reste substituiert sein:
C1- bis C6-Alkyl, C1- bis C6-Alkoxy, Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Hydroxy, C1- bis
C6-Alkoxycarbonyl oder Nitro. Zwei benachbarte Reste können auch einen Ring
bilden.
Unter gegebenenfalls benzanellierten aromatischen oder quasiaromatischen fünf-
oder sechsgliedrigen heterocyclischen Ringen werden insbesondere Imidazol, Benz
imidazol, Oxazol, Benzoxazol, Thiazol, Benzthiazol, Indol, Pyrazol, Triazol, Thio
phen, Isothiazol, Benzisothiazol, 1,3,4- oder 1,2,4-Thiadiazol, Pyridin, Chinolin,
Pyrimidin und Pyrazin verstanden. Sie können durch 1 bis 3 der folgenden Reste
substituiert sein: C1- bis C6-Alkyl, C1- bis C6-Alkoxy, Fluor, Chlor, Brom, Cyano,
Nitro, Hydroxy, Mono- oder Di-C1- bis C6-alkylamino, C1- bis C6-Alkoxycarbonyl,
C1- bis C6-Alkylsulfonyl, C1- bis C6- Alkanoylamino, Phenyl oder Naphthyl. Zwei
benachbarte Reste können auch einen Ring bilden.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung sind elektrochrome Substanzen der Formeln
(CC) bis (CCIV), worin die Reste die oben angegebenen allgemeinen, bevorzugten
und besonders bevorzugten Bedeutungen besitzen,
wobei aber in Formel (CC)
R201 und R202 nicht gleichzeitig Methyl, Ethyl oder Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 CH2 bedeutet und
R201 und R202 nicht gleichzeitig Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 o-Phenylen bedeutet und
wobei aber in Formel (CCI) nicht gleichzeitig
Z201 o-Phenylen steht,
R201 und R202 gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten,
k für 1 steht und
B für o-Phenylen oder -(CH2)3- steht.
wobei aber in Formel (CC)
R201 und R202 nicht gleichzeitig Methyl, Ethyl oder Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 CH2 bedeutet und
R201 und R202 nicht gleichzeitig Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 o-Phenylen bedeutet und
wobei aber in Formel (CCI) nicht gleichzeitig
Z201 o-Phenylen steht,
R201 und R202 gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten,
k für 1 steht und
B für o-Phenylen oder -(CH2)3- steht.
Verbindungen der Formel (CC) lassen sich vorteilhaft nach folgendem Schema her
stellen:
Verbindungen der Formel (CCI) bis (CCIV) lassen sich anolog, insbesondere analog
zu Verbindungen der Formel (L) herstellen.
Die elektrochromen Substanzen der Formeln (I) bis (XII), (XX) bis (XXXIII) und
(CI) bis (CIV) sind entweder bekannt (Topics in Current Chemistry, Vol. 92, S. 1-44,
(1980), Angew. Chem. 90, 927 (1978) oder lassen sich analog herstellen. Die Ver
bindungen der Formel (L) sind ebenfalls bekannt (WO 97/30134).
Synthetisch bedingte Ionen wie Bromid werden im Anschluß gegen redox-inerte
Ionen ausgetauscht.
Die erfindungsgemäßen elektrochromen Substanzen der Formeln (CC) zeigen im
Cyclischen Voltammogramm zwei reversible Reduktionsstufen. Der Abstand der
beiden Reduktionspotentiale ΔE = E2 - E1 ist gegenüber nicht verbrückten Violo
genen oder nicht erfindungsgemäß verbrückten Viologenen mit ansonsten gleichem
oder ähnlichem Substitutionsmuster signifikant, d. h. um mindestens 80 mV erhöht.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist ein elektrochromes Medium, das min
destens eine elektrochrome Substanz einer der Formeln (CC) bis (CCIV) enthält,
worin die Reste die oben angegebenen allgemeinen, bevorzugten und besonders
bevorzugten Bedeutungen besitzen.
Das elektrochrome Medium kann gegebenenfalls mindestens ein Lösungsmittel
enthalten, in dem die elektrochromen Substanzen, gegebenenfalls ein Leitsalz und
gegebenenfalls weitere Zusätze gelöst sind. Das Lösungsmittel kann auch gelförmig
verdickt sein, beispielsweise durch Polyelektrolyte, poröse Feststoffe oder Nano
partikel mit großer aktiver Oberfläche. Das elektrochrome Medium enthält insbe
sondere dann kein Lösungsmittel, wenn die enthaltenen elektrochromen Substanzen
oligo- oder polymer sind.
Geeignete Lösungsmittel sind alle unter den gewählten Spannungen redox-inerten
Lösungsmittel, die keine Elektrophile oder Nukleophile abspalten können oder selber
als ausreichend starke Elektrophile oder Nukleophile reagieren und so mit den
farbigen Radikalionen reagieren könnten. Beispiele sind Propylencarbonat, γ-Butyro
lacton, Acetonitril, Propionitril, Benzonitril, Glutaronitril, Methylglutarnitril, 3,3'-
Oxydipropionitril, Dimethylformamid, N-Methylpyrrolidon, Sulfolan, 3-Methylsulfolan
oder Mischungen davon. Bevorzugt sind Propylencarbonat, Benzonitril und
Mischungen untereinander oder mit Glutaronitril oder 3-Methylsulfolan. Insbeson
dere bevorzugt ist Propylencarbonat. Ebenfalls insbesondere bevorzugt ist Benzo
nitril.
Das elektrochrome Medium kann mindestens ein inertes Leitsalz enthalten. Insbeson
dere wenn wenigstens eine der Substanzen des Redoxpaares RED1/OX2 ionischer
Natur ist, kann auf den Zusatz eines Leitsalzes verzichtet werden.
Als inertes Leitsalz sind Lithium-, Natrium- und Tetraalkylammoniumsalze geeignet,
insbesondere letztere. Die Alkylgruppen können zwischen 1 und 18 C-Atome auf
weisen und gleich oder verschieden sein. Bevorzugt ist Tetrabutylammonium. Als
Anionen zu diesen Salzen, aber auch als Anionen X- in den Formeln (I) bis (VI),
(CI), (CII) und (CV) bis (CVII) und in den Metallsalzen kommen alle redox-inerten,
farblosen Anionen in Frage.
Beispiele sind Tetrafluoroborat, Tetraphenylborat, Cyano-triphenylborat, Tetra
methoxyborat, Tetrapropoxyborat, Tetraphenoxyborat, Perchlorat, Chlorid, Nitrat,
Sulfat, Phosphat, Methansulfonat, Ethansulfonat, Tetradecansulfonat, Pentadecan
sulfonat, Trifluormethansulfonat, Perfluorbutansulfonat, Perfluoroctansulfonat,
Benzolsulfonat, Chlorbenzolsulfonat, Toluolsulfonat, Butylbenzolsulfonat, tert.
Butylbenzolsulfonat, Dodecylbenzolsulfonat, Trifluormethylbenzolsulfonat, Hexa
fluorophosphat, Hexafluoroarsenat, Hexafluorosilicat, 7,8- oder 7,9-Dicarbonido-
undecaborat(-1) oder (-2), die gegebenenfalls an den B- und/oder C-Atomen durch
eine oder zwei Methyl-, Ethyl-, Butyl- oder Phenyl-Gruppen substituiert sind,
Dodecahydro-dicarbadodecaborat(-2) oder B-Methyl-C-phenyl-dodecahydro-dicar
badodecaborat(-1).
Ebenfalls geeignet, auch als Anionen X- in den Formeln (CC) bis (CCIV), (I) bis
(VI), (CI), (CII) und (CV) bis (CVII) und in den Metallsalzen, sind die oben
erwähnten Anionen, die auch die Rolle eines RED1 übernehmen können, beispiels
weise I-, I3 -.
Die Leitsalze werden vorzugsweise im Bereich 0 bis 1 mol/l eingesetzt.
Als weitere Zusätze können Verdicker eingesetzt werden, um die Viskosität der
elektroaktiven Lösung zu steuern. Das kann Bedeutung haben zur Vermeidung von
Segretation, d. h. der Bildung von streifiger oder fleckiger Farbbildung bei längerem
Betrieb der elektrochromen Vorrichtung im eingeschalteten Zustand, und zur Steue
rung der Ausbleichgeschwindigkeit nach Abschalten des Stroms.
Als Verdicker eignen sich alle für diesen Zweck üblichen Verbindungen wie z. B.
Polyacrylat, Polymethacrylat (Luctite L®), Polycarbonat oder Polyurethan.
Als weitere Zusätze für das elektrochrome Medium kommen zum fallweise er
wünschten Schutz vor UV-Licht (< 350 nm) UV-Absorber in Frage. Beispiele sind
UVINUL® 3000 (2,4-Dihydroxybenzophenon, BASF), SANDUVOR® 3035 (2-
Hydroxy-4-n-octyloxybenzophenon, Clariant), Tinuvin® 571 (2-(2H-Benzotriazol-2-
yl)-6-dodecyl-4-methylphenol, Ciba), Cyasorb 24™ (2,2'-Dihydroxy-4-methoxy
benzophenon, American Cyanamid Company), UVINUL® 3035 (Ethyl-2-cyano-3,3-
diphenylacrylat, BASF), UVINUL® 3039 (2-Ethylhexyl-2-cyano-3,3-diphenyl
acrylat, BASF), UVINUL® 3088 (2-Ethylhexyl-p-methoxycinnamat, BASF),
CHIMASSORB® 90 (2-Hydroxy-4-methoxybenzophenon, Ciba), SANDUVOR®
PR-25 (4-Methoxybenzylidenmalonsäuredimethylester, Clariant).
Bevorzugt sind die fünf Letztgenannten. Ebenfalls bevorzugt sind Mischungen von
UV-Absorbern, beispielsweise der vier Letztgenannten. Besonders bevorzugt sind
die Mischungen aus UVINUL® 3039 und CHIMASSORB® 90 oder SANDUVOR®
PR-25 und CHIMASSORB® 90.
Weitere Zusätze können Gelbfilter sein wie z. B.
Sie absorbieren zwischen 350 und 400 nm.
Die UV-Absorber und Gelbfilter werden im Bereich 0.01 bis 2 mol/l, vorzugsweise
0,04 bis 1 mol/l eingesetzt.
Das elektrochrome Medium enthält die elektrochromen Substanzen OX2 und RED1
jeweils in einer Konzentration von mindestens 10-4 mol/l, vorzugsweise 0,001 bis
0,5 mol/l. Die Gesamtkonzentration aller enthaltenen elektrochromen Substanzen
liegt vorzugsweise unter 1 mol/l.
Zum Betrieb der erfindungsgemäßen elektrochromen Vorrichtung wird ein kon
stanter, gepulster oder in seiner Amplitude sich verändernder, beispielsweise sich
sinusförmig verändernder, Gleichstrom benutzt. Die Spannung hängt ab von der
gewünschten Farbtiefe, insbesondere aber von den Reduktions- bzw. Oxidations
potentialen der verwendeten OX2 und RED1. Solche Potentiale können beispiels
weise aus Topics in Current Chemistry, Volume 92, S. 1-44, (1980) oder Angew.
Chem. 90, 927 (1978) oder der dort zitierten Literatur entnommen werden. Die
Differenz ihrer Potentiale ist ein Richtwert für die erforderliche Spannung, jedoch
kann die elektrochrome Vorrichtung bereits bei niedrigerer oder auch mit höherer
Spannung betrieben werden. In vielen Fällen, z. B. bei Verwendung von OX2 =
Formel (CC) und RED1 = Formel (XXVI) liegt diese zum Betrieb nötige Potential
differenz ≦ 1 V. Solche elektrochromen Vorrichtungen können deshalb in einfacher
Weise mit dem Strom aus photovoltaischen Siliciumzellen versorgt werden.
Wird die Spannung abgeschaltet, geht die erfindungsgemäße elektrochrome Vor
richtung wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Diese Löschung kann
erheblich beschleunigt werden, wenn die kontaktierten Segmente bzw. Platten kurz
geschlossen werden. Auch durch mehrmaliges Umpolen der Spannung, gegebe
nenfalls auch bei gleichzeitiger Erniedrigung der Spannung, kann die Anzeige sehr
rasch gelöscht werden.
Durch Variation der Schichtdicke der elektrochromen Vorrichtung, der Viskosität der
elektrochromen Lösung und/oder der Diffusions- oder Driftfähigkeit der elektro
chromen Substanzen lassen sich die Einschalt- und Ausschaltzeiten der Anzeigevor
richtung in weiten Grenzen beeinflussen. So zeigen beispielsweise dünne Schichten
kürzere Schaltzeiten als dicke. Es lassen sich also schnell und langsam schaltbare
Vorrichtungen bauen und so den jeweiligen Einsatzzwecken optimal anpassen.
Bei langsamen Vorrichtungen, insbesondere Anzeigevorrichtungen, kann zur Auf
rechterhaltung der angezeigten Information im eingeschalteten Zustand ein Strom
spar- oder Refresh-Mode benutzt werden. Nach Aufbau der anzuzeigenden Informa
tion beispielsweise durch konstante oder sich mit hoher Frequenz verändernder oder
gepulster Gleichspannung ausreichender Höhe wird auf gepulste oder sich ver
ändernde Gleichspannung niedriger Frequenz umgeschaltet, wobei während der
Phasen, in denen die Spannung Null beträgt, die Kontaktierung der Segmente nicht
kurzgeschlossen wird. Diese niedrige Frequenz kann beispielsweise im Bereich von
1 Hz oder niedriger liegen, wobei die Dauer der Einschalt- und Ausschaltphasen
nicht gleichlang zu sein brauchen, sondern beispielsweise die Ausschaltphasen
deutlich länger sein können. Da sich während der Strompausen im nicht kurzge
schlossenen Zustand die Farbtiefe der angezeigten Information nur langsam abbaut,
genügen relativ kurz Stromimpulse, um diese Verluste in der anschließenden
Refresh-Phase wieder auszugleichen. Man erhält so ein flackerfreies Bild mit nahezu
konstanter Farbtiefe, für dessen Aufrechterhaltung aber nur ein Bruchteil des Stromes
benötigt wird, der bei permanentem Stromfluß anfallen würde.
Spezielle Ausführungsformen der obengenannten Typen 1 und 2 können beispiels
weise die folgenden sein, die ebenfalls Gegenstand der Erfindung sind, wenn sie die
erfindungsgemäßen elektrochromen Substanzen enthalten.
Die Verwendung der erfindungsgemäßen elektrochromen Verbindungen der Formel
(CC) zusammen mit mindestens einem geeigneten RED1, z. B. der Formel (XXVI) in
einer elektrochromen Vorrichtung zeigt eine deutlich erhöhte Lichtechtheit der Zelle
im eingeschalteten Zustand als eine elektrochrome Vorrichtung, bei der ein analoges
nicht verbrücktes Viologen der Formel (I) zusammen mit einem RED1, z. B. der
Formel (XXVI) verwendet wird.
aus dem Bereich Lichtschutz/Lichtfilter: Fensterscheiben für Gebäude, Straßen
fahrzeuge, Flugzeuge, Eisenbahnen, Schiffe, Dachverglasungen, Autosonnendächer,
Verglasung von Gewächshäusern und Wintergärten, Lichtfilter beliebiger Art;
aus dem Bereich Sicherheit/Geheimhaltung: Trennscheiben für Raumteiler in Büros, Straßenfahrzeugen, Flugzeugen, Eisenbahnen, Sichtschutzscheiben an Bank schaltern, Türverglasungen, Scheiben für Motorrad- oder Pilotenhelme;
aus dem Bereich Design: Verglasung von Backöfen, Mikrowellengeräten, anderen Haushaltsgeräten, Möbeln.
aus dem Bereich Sicherheit/Geheimhaltung: Trennscheiben für Raumteiler in Büros, Straßenfahrzeugen, Flugzeugen, Eisenbahnen, Sichtschutzscheiben an Bank schaltern, Türverglasungen, Scheiben für Motorrad- oder Pilotenhelme;
aus dem Bereich Design: Verglasung von Backöfen, Mikrowellengeräten, anderen Haushaltsgeräten, Möbeln.
Aus dem Bereich Anzeigen: analoge Spannungsanzeigen, als Batterietester, Tank
anzeigen, Temperaturanzeigen.
Spiegel jeglicher Art für Straßenfahrzeuge, Eisenbahnen, insbesondere plane,
spärische, asphärische Spiegel und Kombinationen daraus wie spärisch/asphärisch,
Spiegelverglasung in Möbeln.
Anzeigevorrichtungen jeglicher Art, Segment- oder Matrixanzeigen für Uhren,
Computer, Elektrogeräte, Elektronikgeräte wie Radios, Verstärker, Fernseher, CD-
Player, Zielanzeige in Bussen und Zügen, Abfahrts- oder Abfluganzeigen in Bahn
höfen und Flughäfen, Flachbildschirme, alle Anwendungen, die unter Typ 1 und 2
genannt sind, die mindestens eine schaltbare, statische oder variable Anzeigevor
richtung enthalten wie Trennscheiben, die Anzeigen wie "Bitte nicht stören",
"Schalter nicht besetzt" enthalten, Auto-Spiegel, die Anzeigen beliebiger Art ent
halten, wie Anzeige der Temperatur, Störungen im Fahrzeug, beispielsweise Öltem
peratur, offene Türen, Zeit, Himmelsrichtung.
Zu 15.0 g 4,4'-Bipyridyl in 90 ml Toluol wurden bei 70°C 9.6 g 3-Phenyl-1-
brompropan während 45 min getropft. 24 h wurde bei Rückflußtemperatur gerührt,
abgekühlt und abgesaugt. Der Feststoff wurde in 90 ml Toluol 4 h bei Rückfluß
temperatur gerührt, abgekühlt, abgesaugt und mit Toluol gewaschen. Nach dem
Trocknen im Vakuum erhielt man 14.3 g (85% d. Th.) 4-(4-Pyridyl)-1-(3-phenyl
propyl)pyridiniumbromid.
2.5 g hiervon wurden zusammen mit 0.7 g 1,3-Dibrompropan in 35 ml Butyrolacton
unter Zusatz von 0.1 g Tetrabutylammoniumiodid 48 h bei 70°C gerührt. Nach dem
Abkühlen wurde abgesaugt, mit wenig Butyrolacton und Toluol gewaschen und im
Vakuum getrocknet. Man erhielt 3.0 g (94% d. Th.) der elektrochromen Substanz
der Formel (CCCIa) als beigefarbenes Pulver
1H-NMR ([D6]-DMSO): δ = 2.36 (quint.), 2.71 (t), 2.83 (quint.), 4.78 (t), 4.93 (t),
7.24 (m), 8.88 (dd), 9.5 (dd).
2.0 g hiervon wurden in 45 ml Methanol zum Rückfluß erhitzt. 5.7 g Tetrabutyl
ammoniumtetrafluoroborat wurden zugesetzt. Nach 30 min Kochen unter Rühren
wurde die Suspension abgekühlt und abgesaugt. Der Feststoff wurde erneut in 45 ml
Methanol eingetragen, mit 2.9 g Tetrabutylammoniumtetrafluoroborat versetzt und
4 h unter Rühren gekocht. Nach dem Abkühlen wurde abgesaugt, mit Methanol ge
waschen und im Vakuum getrocknet. Man erhielt 1.5 g (72% d. Th.) (CCCIb)
als beiges Pulver.
Cyclisches Voltammogramm (aufgenommen in Acetonitril, Leitsalz Tetrabutyl
ammoniumtetrafluoroborat, glassy Carbon-Elektrode, v = 200 mV/s, Referenz
elektrode Ag/AgCl, Potential umgerechnet auf NHE): E1 = -858 mV, E2 =
-311 mV, ΔE = 547 mV.
Analog wurden die folgenden elektrochromen Verbindungen hergestellt:
Gemäß Fig. 1 wurde eine Zelle aufgebaut. Es wurden hierzu zwei Glasplatten 1 und
2 benutzt, die auf einer Fläche mit ITO beschichtet sind.
Eine Mischung aus 97% photohärtendem Epoxikleber DELO-Katiobond® 4594
(DELO Industrieklebstoffe, Landsberg) und 3% Glaskugeln mit 200 µm Durch
messer wurde ringförmig 3 auf die mit ITO-beschichtete Seite der Glasplatte 1 so
aufgetragen, dass eine 2 mm breite Öffnung 4 ausgespart wurde. Nun wurde die
Glasplatte 2 so auf die Kleberaupe gelegt, dass die ITO-Schichten der beiden Platten
1 und 2 einander zugewandt waren und eine Geometrie entstand, wie in Fig. 1 ge
zeigt. Die Aushärtung des Klebers erfolgte durch 10-minütiges Belichten mit Tages
licht in der Nähe eines Fensters und anschließend für 20 min bei 105°C ohne Belich
tung.
Eine Schale wurde unter Stickstoffatmosphäre mit einer Lösung gefüllt, die
0,02 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
0,02 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
0,0025 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
und 0,005 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
und jeweils 0,1 molar an den UV-Absorbern der Formeln
und
in wasserfreiem, sauerstofffreiem Propylencarbonat war.
Dann wurde die Zelle unter Stickstoffatmosphäre senkrecht so in die Schale gestellt,
dass die Öffnung 4 sich unterhalb des Flüssigkeitsspiegels befand. Die Schale mit der
Zelle wurde in einen Exsiccator gestellt. Dieser wurde auf 0,05 mbar evakuiert und
anschließend vorsichtig mit Stickstoff belüftet. Während der Belüftung stieg die
elektrochrome Lösung durch die Öffnung 4 in die Zelle hinein und füllte bis auf eine
kleine Blase das gesamte Volumen aus. Die Zelle wurde aus der Lösung entnommen,
unter Stickstoffatmoshäre an der Öffnung 4 gereinigt, indem sie mit einem Papiertuch
abgeputzt wurde, und mit dem photochemisch härtbaren Acrylatkleber DELO-
Photobond® 4497 (DELO Industrieklebstoffe, Landsberg) verschlossen. An
schließend wurde 1 min unter Stickstoffatmosphäre mit der Lampe DELOLUX® 03
(DELO Industrieklebstoffe, Landsberg) die sich in einem Abstand von 8 cm zur
Öffnung 4 befand, belichtet und bei Raumtemperatur über Nacht unter Stickstoff
atmosphäre ausgehärtet.
Durch Anlegen einer Spannung von 1,2 V an die beiden Platten 1 und 2 färbte sich
die Zelle rasch schwarz. Durch Abschalten der Spannung und Kurzschließen der
Kontakte verschwand die Färbung wieder rasch. 100 000 solcher Schaltzyklen
wurden ohne Veränderung des Schaltverhaltens überstanden.
Im gefärbten Zustand zeigte die Zelle Absorptionsmaxima bei 399 nm, 466 nm,
550 nm, 606 nm, 665 nm und 738 nm mit den jeweiligen Extinktionen von 3,99,
1,64, 1,35, 1,36, 0,95 und 0,65.
Es wurde eine Zelle gebaut wie in Beispiel 2 beschrieben, jedoch wurde die elektro
chrome Verbindung der Formel (CCCII) in 0,01 molarer Konzentration eingesetzt.
Durch Anlegen einer Spannung von 1,2 V an die beiden Platten 1 und 2 färbte sich
die Zelle rasch schwarz. Durch Abschalten der Spannung und Kurzschließen der
Kontakte verschwand die Färbung wieder rasch. 100 000 solcher Schaltzyklen
wurden ohne Veränderung des Schaltverhaltens überstanden.
Im gefärbten Zustand zeigte die Zelle Absorptionsmaxima bei 399 nm, 466 nm,
550 nm, 606 nm, 665 nm und 738 nm mit den jeweiligen Extinktionen von 5,36,
2,06, 1,78, 1,82, 1,25 und 0,81.
Es wurde eine Zelle gebaut wie in Beispiel 2 beschrieben, jedoch wurde eine Lösung
eingefüllt, die 0,01 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
0,02 molar an Ferrocen
und jeweils 0,1 molar an den UV-Absorbern der Formeln
und
in wasserfreiem, sauerstofffreiem Propylencarbonat war.
Durch Anlegen einer Spannung von 0,9 V an die beiden Platten 1 und 2 färbte sich
die Zelle rasch rot. Durch Abschalten der Spannung und Kurzschließen der Kontakte
verschwand die Färbung wieder rasch. 100 000 solcher Schaltzyklen wurden ohne
Veränderung des Schaltverhaltens überstanden.
Im gefärbten Zustand zeigte die Zelle Absorptionsmaxima bei 538 nm 847 nm mit
den jeweiligen Extinktionen von 1,2 und 0,64.
Es wurde eine Zelle gebaut wie in Beispiel 2 beschrieben, jedoch wurde eine Lösung
eingefüllt, die 0,02 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
0,007 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
und 0,03 molar an der elektrochromen Verbindung der Formel
und jeweils 0,1 molar an den UV-Absorbern der Formeln
und
in wasserfreiem, sauerstofffreiem Propylencarbonat war.
Durch Anlegen einer Spannung von 0,9 V an die beiden Platten 1 und 2 färbte sich
die Zelle rasch schwarz. Durch Abschalten der Spannung und Kurzschließen der
Kontakte verschwand die Färbung wieder rasch. 100 000 solcher Schaltzyklen
wurden ohne Veränderung des Schaltverhaltens überstanden.
Analog zu Beispiel 1 wurde unter Verwendung von 1,4-Dibrombutan an Stelle von
1,3-Dibrompropan die elektrochrome Substanz der Formel
als weißes Pulver hergestellt.
Cyclisches Voltammogramm (aufgenommen wie in Beispiel 1): E1 = -818 mV, E2 =
-375 mV, ΔE = 443 mV.
Es wurde analog zu Beispiel 4 eine Zelle hergestellt, die statt der elektrochromen
Verbindung der Formel (CCCIb) 0,01 molar an der elektrochromen Verbindung der
Formel (CD) war. Wurden 0,9 V an die Zelle angelegt, so färbte sie sich blau mit
Absorptionmaxima bei 555 nm, 605 nm, 660 nm und 733 nm und den ent
sprechenden Extinktionen von 0,59, 0,63, 0,36 und 0,22.
Elektrochrome Verbindung der Formel
bekannt aus WO 98/44384, Formel C1.
Cyclisches Voltamogramm (aufgenommen wie in Beispiel 1): E1 = -810 mV, E2 =
-390 mV, ΔE = 420 mV.
Es wurde eine Zelle hergestellt wie in Beispiel 2 beschrieben, die mit einer Lösung
gefüllt wurde, die 0,01 molar an der Verbindung der Formel (CCCIb) (s. Beispiel 2)
und 0,02 molar an der Verbindung der Formel (CCCII) (s. Beispiel 2) in wasser
freiem, sauerstofffreiem Propylencarbonat war und keine UV-Absorber enthielt.
Es wurde eine Zelle hergestellt wie in Beispiel 2 beschrieben, die mit einer Lösung
gefüllt wurde, die 0,02 molar an der Verbindung der Formel (CCCIV) (s. Beispiel 5)
und 0,02 molar an der Verbindung der Formel (CCCII) (s. Beispiel 2) in wasser
freiem, sauerstofffreiem Propylencarbonat war und keine UV-Absorber enthielt.
Zum Test der Lichtstabilität wurden Zellen gemäß Beispiel 8 gemeinsam mit
Referenzzellen gemäß Beispiel 9 bei einer Betriebsspannung von 0,9 V in einem
Testgerät Suntest CPS+ der Firma Atlas, Linsengericht-Altenhaßlau ausgerüstet mit
der Filterschale A und einer Bestrahlungsleistung von 765 W/m2 belichtet.
Vor Beginn der Bestrahlung wurden mit einem Absorptionsphotometer Cary 4G der
Firma Varian, Darmstadt Absorptionsspektren jeder Zelle im geschalteten (0,9 V)
und im ungeschalteten Zustand (0 V) aufgenommen.
Die Bestrahlung erfolgte in gewissen Intervallen (s. Tabelle). Nach jedem Be
strahlungsintervall wurden wieder Absorptionsmessungen in geschalteten und unge
schalteten Zustand durchgeführt. Aus diesen Messungen wurden die Differenz
spektren gebildet, wobei jeweils im geschalteten und ungeschalteten Zustand die
aktuellen Spektren minus der Ausgangsspektren aufgetragen werden.
Die Schädigung der Zelle wurde durch die Abnahme des elektrochromen Hubes de
finiert. Dies bedeutet die Abnahme der Transmissionsänderung bei einer bestimmten
Wellenlänge.
Ausgewertet wurde die Maximumswellenlänge bei 538 nm bei Zellen des Beispiels 8
und bei 605 nm bei Zellen des Beispiels 9. Bei der Auswertung der Differenz
spektren muß beachtet werden, daß Änderungen der Transmission im ungeschalteten
Zustand auch in den Differenzspektren des geschalteten Zustands auftauchen und
dort substrahiert werden müssen.
In der folgenden Tabelle sind die Abnahme des elektrochromen Hubs über die
kumulierte Bestrahlungszeit für die erfindungsgemäße Zelle gemäß Beispiel 8 und
als Vergleich dazu die Vergleichszelle gemäß Beispiel 9 aufgetragen.
Definiert man eine signifikante Schädigung der Zelle aus Verlust von 20% des
elektrochromen Hubs, so ergibt sich bei der Zelle des Beispiels 9 (nicht er
findungsgemäß) eine Stabilität von ca. 85 Stunden. Mit dem erfindungsgemäßen ver
brückten Viologen (Beispiel 8) erhöht sich diese Stabilität auf 500 Stunden, dies ent
spricht einer Verbesserung um einen Faktor 6.
Claims (10)
1. Elektrochrome Vorrichtung, enthaltend ein Paar Glas- oder Kunststoffplatten
oder Kunststofffolien, von denen mindestens eine Platte oder Folie, vorzugs
weise beide Platten oder Folien auf jeweils einer Seite mit einer elektrisch
leitfähigen Beschichtung versehen sind, von denen wenigstens eine Platte
oder Folie und ihre leitfähige Beschichtung transparent sind, von denen die
andere verspiegelt sein kann und von denen wenigstens bei einer der beiden
Platten oder Folien die elektrisch leitfähige Schicht in getrennte, einzeln
kontaktierte Flächensegmente aufgeteilt sein kann, wobei die Platten oder
Folien über einen Dichtungsring auf den Seiten ihrer leitfähigen Beschichtung
zusammengefügt sind, und das Volumen, gebildet aus den beiden Platten oder
Folien und dem Dichtungsring, mit einem elektrochromen Medium gefüllt ist,
das mindestens eine reduzierbare elektrochrome Substanz OX2 und min
destens eine oxidierbare elektrochrome Substanz RED1 enthält, dadurch
gekennzeichnet, dass ein OX2 der Formel
entspricht,
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]- oder eine bivalente Brücke B stehen,
Z201 für einen bivalenten Rest der Formeln CR210R211, O, C=O oder o- Phenylen steht,
R210 und R211 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder
CR210R211 für C3- bis C7-Cycloalkan-1,1-diyl steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Alkyl- und/oder Alkoxy-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke ver bunden sein können,
P und Q unabhängig voneinander für -CN oder -COO-Alkyl stehen und
X- für ein Anion steht.
entspricht,
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Aralkyl, Aryl, -[C(PQ)]- oder eine bivalente Brücke B stehen,
Z201 für einen bivalenten Rest der Formeln CR210R211, O, C=O oder o- Phenylen steht,
R210 und R211 unabhängig voneinander für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl stehen oder
CR210R211 für C3- bis C7-Cycloalkan-1,1-diyl steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Alkyl- und/oder Alkoxy-Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke ver bunden sein können,
P und Q unabhängig voneinander für -CN oder -COO-Alkyl stehen und
X- für ein Anion steht.
2. Elektrochrome Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8- Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl- Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8- Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl- Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
3. Elektrochrome Vorrichtung gemäß Anspruch 1,
worin
mindestens einer der Reste R201 und R202 für eine bivalente Brücke B steht und gegebenenfalls der andere für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8- Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- steht,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl- Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke ver bunden sein können und
X- für ein Anion steht,
wobei über die Brücke B eine weitere elektrochrome Substanz der Formel (CC) angebunden sein kann oder aber eine andere elektrochrome Substanz OX2 bzw. RED1.
worin
mindestens einer der Reste R201 und R202 für eine bivalente Brücke B steht und gegebenenfalls der andere für C1- bis C18-Alkyl, C3- bis C8- Cycloalkyl, C2- bis C18-Alkenyl, C7- bis C10-Aralkyl, C6- bis C10-Aryl oder -[C(CN)2]-, -[C(CN)COO-C1- bis -C4-Alkyl]- oder -[C(COO-C1- bis -C4-Alkyl)2]- steht,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C, D, E und F unabhängig voneinander durch bis zu 4 Methyl- Reste substituiert sein können oder die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -(CH2)4- oder -CH=CH-CH=CH- Brücke ver bunden sein können und
X- für ein Anion steht,
wobei über die Brücke B eine weitere elektrochrome Substanz der Formel (CC) angebunden sein kann oder aber eine andere elektrochrome Substanz OX2 bzw. RED1.
4. Elektrochrome Vorrichtung gemäß Anspruch 2,
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
worin
R201 und R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können und
X- für ein Anion steht.
5. Elektrochrome Vorrichtung gemäß Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
die Formel (CC) Bestandteil einer der Formeln
ist,
worin
R201 und -B-R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen oder
R201 und R202 in Formel (CCI) gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten,
und
R201 in Formel (CCII), (CCIII) und (CCIV) für -B-[OX2'-B'-]r-R203 be ziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-R204 beziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-[OX2'-B'-]r-R205 stehen kann,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können,
B, B' und B" unabhängig voneinander für eine bivalente Brücke stehen,
-B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
OX2' für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redox systems steht, und
RED1' für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redox systems steht,
k für eine ganze Zahl von 2 bis 1000 steht,
l, r und u unabhängig für eine ganze Zahl von 1 bis 100 stehen,
t und w unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 1000 stehen und
X- für ein Anion steht.
ist,
worin
R201 und -B-R202 unabhängig voneinander für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen oder
R201 und R202 in Formel (CCI) gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten,
und
R201 in Formel (CCII), (CCIII) und (CCIV) für -B-[OX2'-B'-]r-R203 be ziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-R204 beziehungsweise -B-[RED1'-B"-]u-[OX2'-B'-]r-R205 stehen kann,
Z201 für CH2, C=O oder o-Phenylen steht,
die Ringe C und D bzw. die Ringe E und F über eine -CH=CH-CH=CH- Brücke verbunden sein können,
B, B' und B" unabhängig voneinander für eine bivalente Brücke stehen,
-B'-R203, -B"-R204 und -B'-R205 unabhängig voneinander für Wasserstoff oder für Methyl, Ethyl, Propyl, Butyl, Pentyl, Hexyl, Heptyl, Octyl, Benzyl, Phenethyl, Phenylpropyl, Phenylbutyl oder Phenyl stehen,
OX2' für den Rest eines reversibel elektrochemisch reduzierbaren Redox systems steht, und
RED1' für den Rest eines reversibel elektrochemisch oxidierbaren Redox systems steht,
k für eine ganze Zahl von 2 bis 1000 steht,
l, r und u unabhängig für eine ganze Zahl von 1 bis 100 stehen,
t und w unabhängig voneinander für eine ganze Zahl von 1 bis 1000 stehen und
X- für ein Anion steht.
6. Elektrochrome Vorrichtung der Formel (CCIII) gemäß Anspruch 5,
worin
l, u und t 1 bedeuten.
7. Elektrochrome Vorrichtung gemäß einem oder mehrerer der Ansprüche 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, dass sie
- a) eine elektrochrome Substanz OX2 der Formeln (CC) oder (CCI) ent hält und zusätzlich eine elektrochrome Substanz OX2 der Formel (I) und eine elektrochrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält oder eine elektrochrome Substanz OX2-B-RED1, die als OX2 einen Rest der Formel (I) und als RED1 einen Rest der Formel (XXVI) ent hält, und gegebenenfalls eine elektrochrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält oder
- b) eine elektrochrome Substanz der Formel (CCIII) enthält und zusätz lich eine elektrochrome Substanz OX2 der Formel (I) und gegebenen falls eine elektrochrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält oder eine elektrochrome Substanz OX2-B-RED1, die als OX2 einen Rest der Formel (I) und als RED1 einen Rest der Formel (XXVI) ent hält, und gegebenenfalls eine elektrochrome Substanz RED1 der Formel (XXVI) enthält.
8. Elektrochrome Substanz einer der Formeln (CC) bis (CCIV),
worin die Reste die in den Ansprüchen 1 bis 6 angegebenen Bedeutungen besitzen,
wobei aber in Formel (CC)
R201 und R202 nicht gleichzeitig Methyl, Ethyl oder Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 CH2 bedeutet und
R201 und R202 nicht gleichzeitig Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 o- Phenylen bedeutet und
wobei aber in Formel (CCI) nicht gleichzeitig
Z201 für o-Phenylen steht,
R201 und R202 gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten,
k für 1 steht und
B für o-Phenylen oder -(CH2)3- steht.
worin die Reste die in den Ansprüchen 1 bis 6 angegebenen Bedeutungen besitzen,
wobei aber in Formel (CC)
R201 und R202 nicht gleichzeitig Methyl, Ethyl oder Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 CH2 bedeutet und
R201 und R202 nicht gleichzeitig Benzyl bedeuten dürfen, wenn Z201 o- Phenylen bedeutet und
wobei aber in Formel (CCI) nicht gleichzeitig
Z201 für o-Phenylen steht,
R201 und R202 gemeinsam eine direkte Bindung bedeuten,
k für 1 steht und
B für o-Phenylen oder -(CH2)3- steht.
9. Elektrochromes Medium, das mindestens eine elektrochrome Substanz einer
der Formeln (CC) bis (CCIV) enthält,
worin die Reste die in den Ansprüchen 1 bis 6 angegebenen Bedeutungen
besitzen.
10. Verwendung der elektrochromen Vorrichtung gemäß einem oder mehreren
der Ansprüche 1 bis 6 als Fenster oder Trennscheibe oder Sichtschutzscheibe
oder Verglasung oder Dachverglasung oder Lichtfilter oder Spiegel oder
Anzeigevorrichtung.
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