DE1003401B - Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Faerben menschlicher oder tierischer Haare bei gewoehnlicher Temperatur - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Faerben menschlicher oder tierischer Haare bei gewoehnlicher Temperatur

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DE1003401B
DE1003401B DES43142A DES0043142A DE1003401B DE 1003401 B DE1003401 B DE 1003401B DE S43142 A DES43142 A DE S43142A DE S0043142 A DES0043142 A DE S0043142A DE 1003401 B DE1003401 B DE 1003401B
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Description

  • Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Färben menschlicher oder tierischer Haare bei gewöhnlicher Temperatur Es ist bekannt, daß eine große Zahl aasionischer Farbstoffe, die zum Färben von Textilfasern, insbesondere animalischen Fasern, verwendet werden, aus ihren wäßrigen Lösungen durch Zusatz einer äquimolekularen Menge basischer Verbindungen, beispielsweise von substituierten Guanidinen, Aminopyrazolonen oder Dicyclohexylaminen ausgefällt werden können. Die so erhaltenen Farbstoffe sind häufig in organischen Lösungsmitteln genügend löslich, um zum Färben von Lacken verwendet werden zu können.
  • Es ist überdies bekannt, daß es möglich ist, lebende Haare bei gewöhnlicher Temperatur mit Hilfe aasionischer Farbstoffe, die gewöhnlich zum Färben von Textilfasern und tierischen Fasern benutzt werden, zu färben, unter der Voraussetzung, daß man die Haare vorher mit Lösungen von Hilfsmitteln getränkt hat, die in der Textilindustrie Verwendung finden und als kationaktive Verbindungen bekannt sind. Dieses Verfahren ermöglicht wohl eine Färbung von lebendem Haar, zeigt aber den erheblichen Übelstand, daß die Färbungen nur oberflächlich fixiert werden, weil der Farbstoff bei der Berührung mit dem mit kationaktiven Verbindungen getränkten Haar augenblicklich unlöslich wird. Infolgedessen zeigen die so erzielten Färbungen nur eine mäßige Beständigkeit sowohl beim Reiben als auch bei Anfeuchtungsproben. Überdies ist es erforderlich, in zwei Stufen zu arbeiten, was die Anwendungsbedingungen erheblich umständlicher gestaltet.
  • Es wurde nun gefunden, daß es möglich ist, menschliche oder tierische Haare bei gewöhnlicher Temperatur unmittelbar in einem einzigen Arbeitsgang beständig zu färben, wenn man das Haar mit einem Mittel behandelt, dessen Herstellung erfindungsgemäß auf die Weise erfolgt, daß man äquimolekulare Mengen eines aasionischen Farbstoffes und einer kationaktiven Verbindung miteinander reagieren läßt und den entstandenen, in Wasser unlöslichen oder wenig löslichen Farbstoffkomplex der Formel A - C, in der A den sauren Rest des aasionischen Farbstoffes und C den basischen Rest der kationaktiven Verbindung darstellt, in einem nicht ionogenen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel löst, wobei dieses in einer zur Lösung der Gesamtmenge der Farbstoffkomplexverbindung gerade genügenden Menge angewendet wird.
  • Die aasionischen Farbstoffe, welche für die Umsetzung mit einer kationaktiven Verbindung bei dem Verfahren nach der Erfindung in Betracht kommen, können sehr verschiedenen Farbstoffklassen angehören. Wesentlich ist, daß sie in Wasser Lösungen von saurem Charakter bilden, mit anderen Worten, das Molekül der Farbstoffe muß mindestens eine der funktionellen Gruppen - S O 3 H, - C O O H oder -O H aufweisen. Insbesondere können Azofarbstoffe, Azinfarbstoffe und von Xanthin abgeleitete Farbstoffe verwendet werden. Die zur Bildung des Farbstoffkomplexes A - C dienende kationaktive Verbindung kann eine organische Base mit mindestens 6 Kohlenstoffatomen im Molekül sein. Vorteilhaft kann man als kationaktive Verbindung hochmolekulare Amine oder quaternäre Ammoniumverbindungen und insbesondere organische Stickstoffverbindungen mit einer lipophilen Koblenstoffkette von 12 bis 14 Kohlenstoffatomen, welche mit einer hydrophilen Kette eines Amins oder einer quaternären Ammoniumverbindung verbunden ist, verwenden.
  • Als nicht ionogene Verbindungen, in denen der Farbstoffkomplex gelöst wird und welche auch die Aufgabe haben, das Eindringen des letzteren in das Haar zu erleichtern, kommen insbesondere Alkohole und Verbindungen in Betracht, die bei der Kondensation von Äthylenoxyd mit Alkoholen, Phenolen oder Naphtholen entstehen.
  • Gemäß einer abgeänderten Ausführungsform der Erfindung kann man die Menge des zugesetzten, nicht ionogenen Lösungsmittels vermindern oder diese sogar völlig weglassen, wenn man die kationaktive Verbindung mit bestimmten, die Löslichkeit in Wasser vermittelnden Gruppen umsetzt, so daß die kationaktive Verbindung gleichzeitig als Löslichkeitsvermittler gegenüber dem Farbstoffkomplex und als Neutralisationsmittel gegenüber dem aasionischen Farbstoff wirkt.
  • Man kann beispielsweise die kationaktive Verbindung mit Äthylenoxyd kondensieren, wobei die Anzahl der Äthylenoxydmoleküle, die bei der Kondensation verwendet wird, von dem benutzten Farbstoff abhängt. Weiterhin kann man den pH-Wert der nach dem Verfahren der Erfindung hergestellten Haarfärbemittel durch Zugabe sauer reagierender Substanzen auf schwach sauer, vorzugsweise auf einen Wert zwischen 4,5 und 5,5, einstellen.
  • Im folgenden werden einige Ausführungsbeispiele für das erfindungsgemäße Verfahren gegeben. Es sei bemerkt, daß in allen Beispielen der pH-Wert der Lösung vorteilhaft zwischen 4,5 und 5,5 liegt.
  • Beispiel 1 Man löst 2 g Chlorantinlichtblau GLL, welches ein Polyazofarbstoff mit drei Diazogruppen ist (in der Ergänzung zum Colour Index, Auflage 1928, S. 31, als Chlorantine Fast Blue GLN bezeichnet), und 0,5 g Octadecylpyridiniumbromid, bekannt unter dem Handelsnamen Lissolamin A, in einer zur vollständigen Lösung ausreichenden Menge Wasser und läßt bei gewöhnlicher Temperatur reagieren. Allenfalls kann zur Reaktionsbeschleunigung bis auf 40° erwärmt werden. Es fällt sofort die Komplexverbindung aus anionischem Farbstoff und kationaktiver Verbindung aus. Um diese zu lösen, setzt man der Suspension tropfenweise ein Kondensationsprodukt aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd, bekannt unter dem Handelsnamen Cemulsol 132, zu, bis eine auf ein Filterpapier gebrachte Probe auf diesem keinen Rückstand hinterläßt, was bei Zusatz von 1,1 g des Lösungsmittels der Fall ist. Man fügt dann eine annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechende Wassermenge und 2,5 g Milchsäure zu und füllt schließlich mit Wasser auf 100 g auf.
  • Das so hergestellte Haarfärbemittel ergibt auf weißen, natürlichen Haaren eine klare azurblaue Färbung. Beispiel 2 Man stellt aus 2g Diazolschwarz E (G.Schultz, Farbstofftabellen 1914, 7. Auflage, Nr. 671; Colour Index Nr. 581, 1928) und 1,1 g eines Esters aus Koprafettsäure und Diäthyläthanolamin, welches vorher mit 4,5 Mol Äthylenoxyd kondensiert wurde, auf die im Beispiel l angegebene Weise den Anion-Kation-Komplex her und löst diesen wie im Beispiel 1 durch Zusatz von 2,5 g eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132). Nach Zugabe einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Wassermenge und 2,5 g Milchsäure wird mit Wasser auf 100 g aufgefüllt.
  • Mit dem so erhaltenen Haarfärbemittel erzielt man auf weißen, natürlichen Haaren ein ziemlich dauerhaftes Grauschwarz.
  • Beispiel 3 Man läßt 2g Diazolschwarz E (G. Schultz, Farbstofftabellen 1914, 7. Auflage, Nr. 671; Colour Index Nr. 581, 1928) und als kationaktive Verbindung 2,5 g eines Esters aus Koprafettsäure und Diäthyläthanolamin, das vorher mit 12 Mol Äthylenoxyd kondensiert wurde, in wäßriger Lösung, allenfalls unter schwachem Erwärmen, miteinander reagieren. Die ausfallende Komplexverbindung löst sich zufolge der Wirkung der die Löslichkeit in Wasser vermittelnden Gruppen der kationaktiven Verbindung sofort wieder auf. Zur Fertigstellung des Haarfärbemittels versetzt man mit einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Wassermenge und 2,5 g Milchsäure und füllt schließlich mit Wasser auf 100 g auf.
  • In diesem Beispiel sichert die Kondensation des kationaktiven Verbindung mit einer genügenden Anzahl von Äthylenoxydmolekülen die vollständige Wasserlöslichkeit des Anion-Kation-Komplexes und erübrigt die Notwendigkeit, einen besonderen Löslichkeitsvermittler wie in den vorhergehenden Beispielen zu verwenden.
  • Beispiel 4 Auf die im Beispiel 1 angegebene Weise wird aus 2 g Kitonrot 6 B (Colour Index Nr. 57, 1. Auflage, 1924) und 1,7 g eines Esters aus Koprafettsäure und Diäthyläthanolamin, das vorher mit 4,5 Mol Äthylenoxyd kondensiert wurde, der Anion-Kation-Komplex hergestellt und mit 1,9 g eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132) zur Lösung gebracht. Nach Zusatz einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Wassermenge und 1,7 g Essigsäure und Auffüllen mit Wasser auf 100 g erhält man ein Haarfärbemittel, das auf weißen, natürlichen oder hellblonden bis dunkelblonden Haaren einen kupferroten Schein ergibt.
  • Der Farbstoff Kitonrot 6 B hat die Summenformel Cso . H16, N4 . 09'S2 . Naz und folgende Strukturformel: Zur Herstellung des Anion-Kation-Komplexes verwendet man den durch Kupplung in alkalischem Milieu von Diazo-p-nitro-o-anisidin mit Naphthalin-2-phenylamino-8-oxy-6-sulfonsäure (Phenylgammasäure) entstehenden Farbstoff, der folgende Formel besitzt 2 g dieses Farbstoffes werden auf die im Beispiel angegebene Weise mit 1,8 g eines Lactats von Estern der Koprafettsäuren und Diäthanolamin, das vorher mit 4,5 Mol Äthylenoxyd kondensiert wurde, zur Reaktion gebracht, worauf man die entstandene Komplexverbindung mit 3,9 g eines Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132) zur Lösung bringt. Man versetzt die Lösung mit einer dem gewünschten Endvolumen annähernd entsprechenden Menge Wasser, fügt 8 g Milchsäure zu und füllt schließlich mit Wasser auf 100 g auf.
  • Dieses Haarfärbemittel liefert auf lebendem Haar in der Kälte oder bei einer Temperatur unter 40° eine grau getönte, veilchenblaue Färbung.
  • Beispiel 6 0,8 g des bei der Kupplung an alkalischem Milieu von Diazo-m-aminosulfanilid mit Naphthalin-2-phenylamino-8-oxy-6-sulfonsäure (Phenylgammasäure) entstehenden Farbstoffes von der Formel läßt man, wie im Beispiel 1 angegeben, mit 1 g Octadecylpyridiniumbromid (Lissolamin A) reagieren und löst den ausgefallenen Anion-Kation-Komplex, wie im Beispiel 1, durch tropfenweisen Zusatz von 9 g des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132).
  • Nach Zugabe einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Menge Wasser und von 7 g Milchsäure und Auffüllen mit Wasser auf 100 g erhält man ein Haarfärbemittel, das auf lebendem Haar in der Kälte oder bei einer Temperatur unter 40° einen klaren kastanienroten Ton ergibt. Beispiel 7 Zur Herstellung des Anion-Kation-Komplexes bringt man 2 g Indulin B (Colour Index Nr. 861, 1. Auflage, 1924) und 1,3 g Octadecylpyridiniumbromid (Lissolamin A), wie im Beispiel 1 angegeben, zur Reaktion und löst die entstandene Komplexverbindung durch Zugabe von 4,75 g des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132). Nach Zusatz einer dem gewünschten Endvolumen annähernd entsprechenden Wassermenge und von 2,5 g Milchsäure und Auffüllen mit Wasser auf 100 g erhält man ein Haarfärbemittel, das auf natürlichen, weißen Haaren ein blaustichiges Grau ergibt. Beispiel 8 Man stellt aus 2 g Indulin RAL, ein von Indulin B um eine Nuance verschiedener Farbstoff, (Colour Index Nr. 860, 1. Auflage 1924) und 2,65 g eines Esters der Koprafettsäure mit Diäthyläthanolamin, das vorher mit 4,5 Mol Äthylenoxyd kondensiert wurde, auf die im Beispiel 1 angegebene Weise eine Anion-Kation-Komplexverbindung her, die durch Zusatz von 4,25 g des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132) gelöst wird. Nach Zugabe einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Menge Wasser und von 2,5 g Milchsäure und Auffüllen mit Wasser auf 100 g erhält man ein Haarfärbemittel, das auf blonden oder kastanienbraunen Haaren einen azurblauen Schein ergibt. Beispiel 9 Man stellt aus 2 g Nigrosin LFM (Colour Index Nr. 865, 1. Auflage, 1924) und 1,2 g Octadecylpyridiniumbromid (Lissolamin A), wie im Beispiel 1 angegeben, eine Anion-Kation-Komplexverbindung her, die durch Zusatz von 3,25 g des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132) gelöst wird. Nach Zugabe einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Menge Wasser und von 2,5 g Milchsäure und Auffüllen mit Wasser auf 100 g erhält man ein Haarfärbemittel, das auf weißen Haaren eine grau getönte Blaufärbung ergibt. Beispiel 10 Auf die im Beispiell angegebene Weise wird aus 2 g Kitonbrillantrot B ; neue Bezeichnung Rhodamine Kiton B (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, 1914, Nr. 863 ; Colour Index 1. Auflage, 1924, Nr. 748) und 0,4g Octadecylpyridiniumbromid (Lissolamin A) der Anion-Kation-Komplex hergestellt und mit 0,5g des Kondensationsproduktes aus 1 Mol Alpha-Naphthol und 7,5 Mol Äthylenoxyd (Cemulsol 132) zur Lösung gebracht. Nach Zugabe einer annähernd dem gewünschten Endvolumen entsprechenden Menge Wasser und von 2,5 g Milchsäure und Auffüllen mit Wasser auf 100 g erhält man ein Haarfärbemittel, das auf allen Haaren eine kupferrote Schattierung ergibt. Der Farbstoff Kitonbrillantrot B hat die Summenformel C27 ' H29, N 2 ' 07 ' S2 ' Na und folgende Strukturformel: Man kann einem Haarfärbemittel gemäß der Erfindung zur Erleichterung seiner Anwendung besonders bei lebendem Haar ein Verdickungsmittel bekannter Art zusetzen. Dieses muß jedoch derart ausgewählt werden, daß es das Ionisationsgleichgewicht des Haarfärbemittels nicht verändert. Das Verdickungsmittel kann beispielsweise aus Gelatine oder auch aus einem Kondensationsprodukt von Äthylenoxyd mit einem Fettalkohol bestehen. Im letzteren Fall wirkt das kondensierte Äthylenoxyd als Löslichkeitsvermittler für die aus äquimolekularen Mengen des anionischen Farbstoffes und der kationaktiven Verbindung bestehende Komplexverbindung. Es kann also ein derartiges Mittel die Verwendung einer nicht ionogenen Verbindung als Lösungsmittel überflüssig machen.
  • Das Haarfärbemittel liegt im Falle der Verwendung eines Verdickungsmittels in Form eines Gelees, einer Paste oder einer Creme vor. Beispiel 11 Man erzeugt ein cremeartiges Haarfärbemittel, indem man zunächst aus 2 g Diazolschwarz BH (G. Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, 1914, Nr. 393; Colour Index Nr. 401, 1928) und 0,7 g Octadecylpyridiniumbromid (Lissolamin A) auf die im Beispiel 1 angegebene Weise eine Anion-Kation-Komplexverbindung herstellt. Diese vermischt man mit 15 g oxyäthyliertem Cetylalkohol, fügt 5 g Milchsäure hinzu und ergänzt mit destilliertem Wasser auf 100 g.
  • Man erhält eine cremeartige Masse, in der der oxyäthylierte Cetylalkohol gleichzeitig die Rolle des Löslichkeitsvermittlers für den Anion-Kation-Komplex und die Rolle eines Verdickungsmittels innerhalb der erhaltenen cremeartigen Masse spielt.
  • Die Creme liefert bei einer Temperatur unterhalb 30° auf lebendem Haar ein ziemlich beständiges Grauschwarz. Das Löslichmachen der Farbstoffkomplexverbindung kann also, wie die Beispiele zeigen, durch Zusatz eines nicht ionogenen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittels oder durch Verwendung einer mit Äthylenoxyd kondensierten kationaktiven Verbindung für die Bildung des Farbstoffkomplexes oder durch Verwendung eines mit Äthylenoxyd kondensierten Verdickungsmittels erzielt werden, ebenso aber auch durch gemeinsame Anwendung von zwei oder aller drei dieser Maßnahmen.

Claims (7)

  1. PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zur Herstellung eines Mittels zum Färben menschlicher oder tierischer Haare bei gewöhnlicher Temperatur, dadurch gekennzeichnet, daß man äquimolekulare Mengen eines anionischen Farbstoffes und einer kationaktiven Verbindung miteinander reagieren läßt und den entstandenen, in Wasser unlöslichen oder wenig löslichen Farbstoffkomplex der Formel A - C, in der A den sauren Rest des anionischen Farbstoffes und C den basischen Rest der kationaktiven Verbindung darstellt, in einem nicht ionogenen, mit Wasser mischbaren Lösungsmittel löst, wobei dieses in einer zur Lösung der Gesamtmenge der Farbstoffkomplexverbindung gerade genügenden Menge angewendet wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man den pH-Wert der Lösung schwach sauer, vorzugsweise auf einen Wert zwischen 4,5 und 5,5 einstellt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als kationaktive Verbindung eine organische Base verwendet, die mindestens 6 Kohlenstoffatome enthält.
  4. 4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als kationaktive Verbindung eine basische, organische Stickstoffverbindung verwendet, die eine lipophile Kohlenstoffkette mit 12 bis 14 Kohlenstoffatomen enthält, welche mit einer hydrophilen Kette eines Amins oder einer quaternären Ammoniumverbindung verbunden ist.
  5. 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als nicht ionogene Lösungsmittel einen Alkohol verwendet.
  6. 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß man als nicht ionogenes Lösungsmittel ein Kondensationsprodukt eines Alkohols, Phenols oder Naphthols mit Äthylenoxyd verwendet.
  7. 7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man als kationaktive Verbindung ein Kondensationsprodukt einer kationaktiven Verbindung mit Äthylenoxyd in einer Menge verwendet, die gerade genügt, den Farbstoffkomplex A - C vollständig wasserlöslich zu machen, wobei das Äthylenoxyd die Rolle des Löslichkeitsvermittlers für den Farbstoffkomplex in Wasser spielt. B. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß man ein Verdickungsmittel oder ein Kondensationsprodukt eines solchen mit Äthylenoxyd zusetzt. In Betracht gezogene Druckschriften Deutsche Patentschrift Nr. 717 748.
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