DE757773C - Verfahren zum Spinnfaerben von Celluloseestern und -aethern - Google Patents

Verfahren zum Spinnfaerben von Celluloseestern und -aethern

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DE757773C
DE757773C DEI65344D DEI0065344D DE757773C DE 757773 C DE757773 C DE 757773C DE I65344 D DEI65344 D DE I65344D DE I0065344 D DEI0065344 D DE I0065344D DE 757773 C DE757773 C DE 757773C
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DE
Germany
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salts
dyes
dyeing
cellulose esters
ethers
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Expired
Application number
DEI65344D
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English (en)
Inventor
Otto Dr Dornheim
Hans Dr Krzikalla
Fritz Dr Nadler
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01FCHEMICAL FEATURES IN THE MANUFACTURE OF ARTIFICIAL FILAMENTS, THREADS, FIBRES, BRISTLES OR RIBBONS; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED FOR THE MANUFACTURE OF CARBON FILAMENTS
    • D01F2/00Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof
    • D01F2/24Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives
    • D01F2/28Monocomponent artificial filaments or the like of cellulose or cellulose derivatives; Manufacture thereof from cellulose derivatives from organic cellulose esters or ethers, e.g. cellulose acetate

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Description

  • Verfahren zum Spinnfärben von Celluloseestern und -äthern Es wurde gefunden, daB sich Salze aus sauren Farbstoffen und höhermolekularen aliphatischen Aminen ausgezeichnet zum Spinnfärben von Celluloseestern und -äthern eignen.
  • Zur Herstellung der Salze eignen sich alle Farbstoffe mit gefärbtem Anion, vor allem Farbstoffe, die mindestens eine saure Gruppe, z. B. Sulfo- oder Carboxylgruppe, enthalten. Die Farbstoffe können den verschiedensten Farbstoffklassen, z. B: den Arylcarbeniumsalzen, Azeniumsalzen, Azofarbstoffen, metallhaltigen Azofarbstoffen, Azomethinfarbstoffen, metallhaltigen Azomethinfarbstoffen oder Carbonylfarbstoffen (vgl. Wizinger, Organische Farbstoffe, Berlin und Bonn, 1g33), angehören. Als zweite Komponente eignen sich alle aliphatischen primären, sekundären und tertiären Amine mit längerer gerader oder verzweigter Kohlenstoffkette, vor allem Palmkernfettamin, Pahnkernfettmethylamin, Dodecylamin, Octodecylamin, Isopentadecylamin.
  • Die Salzbildung kann durch Umsetzen der sauren Farbstoffe mit den höhermolekularen aliphatischen Aminen erfolgen.
  • Die Herstellung der Spinnlösung geschieht entweder in der Weise, daB man eine Lösung von Acethylcellulose, z. B. in Aceton, mit einer Lösung des Farbstoffsalzes, z. B. ebenfalls in Aceton, vermischt oder daB man das Farbstoffsalz unmittelbar in der Lösung der Acetylcellulose auflöst. Die Überführung der gefärbten Spinnlösung in Gebilde,aller Art, wie Filme, Fäden, geschieht in der bekannten Weise. Wegen der sehr guten Löslichkeit der Farbstoffsalze in organischen Lösungsmitteln können mit Vorteil sehr konzentrierte Lösungen dieser Salze zum Färben der Spinnlösung verwandt werden, andererseits aber auch tiefgefärbte Filme oder Fäden erzeugt werden.
  • Das neue Verfahren gestattet die Nutzbarmachung einer großen Anzahl von Farbstoffen zum Spinnfärben von Celluloseestern und -äthern. Die aus der gefärbten Spinnlösung erhältlichen Fäden und Filme sind sehr gut waschecht.
  • In der deutschen Patentschrift 533 871 wird vorgeschlagen, zur Erzeugung gefärbter Massen oder Lösungen Salze von Sulfo- oder Carboxylgruppen enthaltenden organischen Farbstoffen mit bestimmten organischen Derivaten des Ammoniaks, u. a. auch mit Cyclohexylamin oder mit niedrigmolekularen aliphatischen Aminen, zu verwenden. Diese Salze sind aber nicht nur in organischen Lösungsmitteln löslich, sondern auch in Wasser. Die zuletzt genannte Eigen-; schaff macht diese Salze aber zum Spinnfärben nicht geeignet, da damit erzeugte Färbungen wasserunecht sind. Im Gegensatz dazu erhält man mit den neuen, in Wasser unlöslichen Farbsalzen Färbungen, die in der Wasserechtheit einwandfrei und den bekannten Farbsalzen auch in der sauren Überfärbeechtheit überlegen sind. Beispiel i Das aus der komplexen Chromverbindung des Azomethins aus 2-Oxybenzaldehyd und 4-Nitro-2-aminophenol-6-sulfosäure mit Palmkernfettdimethylamin erhältliche gelbe Farbstoffsalz wird in einem Aceton-Alkohol-Gemisch gelöst und diese Lösung mit einer etwa 2o°,/oigen Lösung von Acetylcellulose in Acetonalkohol verrührt, bis die Mischung homogen geworden ist. Aus dieser Lösung erhält man nach bekannter Arbeitsweise waschechte Filme oder Fäden. Die Filme sind auch bei einem Farbstoffgehalt von io °%o noch klar.
  • Gefärbte Filme von ähnlich guten Eigenschaften erhält man, wenn man zum Färben der Spinnlösung das Farbstoffsalz aus dem chromhaltigen Azomethin aus 3,5-Dichlor-2-oxybenzaldehyd und 4-Nitro-2-aminophenol-6-sulfosäure und Palmkernfettdimethylamin verwendet. Benutzt man an Stelle des Palmkernfettdimethylamins Isopentadecylainin, so erhält man Farbstoffsalze mit noch besserer Löslichkeit.
  • Auch die Farbstoffsalze aus höhermolekularen aliphatischenAminen und den Azofarbstoffen aus diazotiertem 2-Chloranilin bzw. diazotiertem 3, 4-Dichloranilinund i-(5'-Chlor-2'-sulfopheny l)-3-methyl-5-pyrazolon (vgl. britische Patentschrift 290253) oder dem chromhaltigen Azofarbstoff aus diazotierter 4--,\-itro-2-aminophenol-6-sulfosäure und Acetessigsäureanilid (vgl. deutsche Patentschrift 517491) eignen sich in gleicher Weise zur Herstellung gelb gefärbter Filme oder Fäden.
  • Beispiel 2 Eine etwa 2o°ige Lösung von Acetylcellulose in einem Aceton-bletl-#y-lalkohol-Gemisch wird mit einer etwa 5- bis io°;oiben Aceton-:11ethylalkohol-Lösiing des Farbstoffsalzes aus der komplexen Chromverbindung des Azofarbstoffes aus diazotiertem ¢, 6-Dinitro-2-arnino-i-oxybenzol und 2-Oxynaphthalin-4-sulfonsäure (vgl. deutsche Patentschrift 475 686) und Dimethylpalmkernfettamin verrührt und aus dieser Mischung in bekannter Weise eine Filmfolie hergestellt. Die so erhaltene schwarz gefärbte Folie besitzt gute Naßechtheiten.
  • Verwendet man zum Färben der Spinnlösung die Salze von Alizarinrubin o1 R (Schultz, Farbstofftabellen, 7. Auflage, Nr. i2io) oder Anthrachinonviolett (ebenda \7r.1208) oder Naphtholgrün B (ebenda Nr. 5) oder i Amino-4-m-cy anphenylaminoanthracliinon-2-sulfosäure (vgl. deutsche Patentschrift 511043), so erhält man rote, violette, grüne bzw. blaue Acetylc ellulosefolien. Beispiel 3 Blau gefärbte Acetatseidefäden werden erhalten, wenn man zu der gelösten Acety lcellulose vor .dem Spinnvorgang das Salz aus IsopentadecOamin und dem Farbstoff (vgl. deutsche Patentschrift 6397:29) hinzufügt. Ebenfalls blaue Acetatseidefäden werden mit den Farbsalzen aus Wasserblau (Wizinger, loc. cif. Nr. 4a) und höhermolekularen aliphatischen Aminen erhalten-

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Spinnfärben von Celluloseestern und -äthem, dadurch gekennzeichnet, daß man die aus sauren Farbstoffen und höhermolekularen aliphatischen Aminen hergestellten Farbstoffsalze verwendet. Zur Abgrenzung des Erfindungsgegenstands vom Stand der Technik ist im Erteilungsverfahren folgende Druckschrift in Betracht gezogen worden: Deutsche Patentschrift Nr. 533 871-
DEI65344D 1939-08-03 1939-08-03 Verfahren zum Spinnfaerben von Celluloseestern und -aethern Expired DE757773C (de)

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Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE533871C (de) * 1926-12-08 1931-09-19 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von gefaerbten Massen oder Loesungen dieser

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE533871C (de) * 1926-12-08 1931-09-19 I G Farbenindustrie Akt Ges Verfahren zur Herstellung von gefaerbten Massen oder Loesungen dieser

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