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Die
Erfindung bezieht sich auf ein Kraftfahrzeug mit einem auf dem Fahrzeugdach
angeordneten Informationsschild und einer auf dem Fahrzeugdach angeordneten
Signalanlage. Die Erfindung bezieht sich insbesondere auf Kraftfahrzeuge
von bevorrechtigten Wegebenutzern, wie Polizei-, Feuerwehr- oder
Rettungsfahrzeuge.
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Die
Signalanlage solcher Fahrzeuge besteht aus einem langgestreckten
Gehäuse,
in dessen Inneren mindestens ein optischer und/oder akustischer Signalgeber
(Kennleuchten und/oder Lautsprecher) angeordnet ist. Darüber hinaus
kann auch noch ein Signalgeber zur Anzeige von Anhalte- oder Informationssignalen
(z.B. „STOP
POLIZEI" oder „BITTE FOLGEN") integriert sein,
bei dem die Signale z.B. über
LEDs angezeigt werden.
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Zur
Anzeige von Informationen wie „STAU" oder „UNFALL" werden zusätzlich relativ
großflächige und
weithin sichtbare Informationsschilder (auch Informationsgeber genannt)
eingesetzt, die ebenfalls auf dem Kraftfahrzeugdach angeordnet sind.
Derartige Informationsschilder werden nur bei Bedarf aufgestellt
und dienen zur Anzeige von Informationen ohne Weisungscharakter.
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Aus
dem deutschen Gebrauchsmuster
DE 87
11 434 ist ein Kraftfahrzeug mit einem derartigen auf dem
Fahrzeugdach angeordneten Informationsschild bekannt. Zum Aufstellen
des Informationsschildes wird dieses in eine nutförmige Halterung,
die auf dem Kraftfahrzeugdach oder auf der Signalanlage angeordnet
sein kann, eingesetzt und dann zusätzlich über Spannbänder befestigt. Auf diese Weise
wird eine kostengünstige
lösbare
Montage des Informationsschildes ermöglicht, die außerdem eine zuverlässige Befestigung
des Schildes auch bei den großen
Windlasten, denen das Schild während
der Fahrt ausgesetzt sein kann, gewährleistet.
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Diese
Art des Aufstellens und der Montage des Informationsschildes hat
jedoch den Nachteil, dass der Fahrer des Kraftfahrzeuges zum Aufstellen und
zur Demontage des Informationsschildes sein Fahrzeug verlassen und
sich in einer Gefahrenzone (Stauende, Unfallort) auf die Straße begeben
muss. Damit begibt der Fahrer sich beim Aufstellen und Demontieren
des Informationsschildes unter Umständen in eine erhebliche Gefahr.
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Aus
der
DE 83 29 291 U1 ist
eine Signalanlage mit optischen und akustischen Signalgebern bekannt,
die bereits ein fest installiertes, schwenkbares Informationsschild
aufweist. Dabei wird das Informationsschild bei Benutzung über eine
Gasdruckfeder in senkrechter Stellung gehalten. Auch hier besteht das
Problem, daß der
Fahrer des Kraftfahrzeuges zum Aufstellen und zum Einklappen des
Informationsschildes sein Fahrzeug verlassen muß. Darüber hinaus ist der gesamte
Aufbau der Signalanlage gemäß
DE 83 29 291 U1 nicht
kompakt, da das schwenkbare Informationsschild hinter den optischen und
akustischen Signalgebern angeordnet ist, wodurch die Fläche des
die Signalanlage und das schwenkbare Informationsschild tragenden
Grundkörpers
relativ groß wird.
Außerdem
wird die Sicht auf das hochgeschwenkte Informationsschild einerseits
teilweise von den optischen und akustischen Signalgebern verdeckt,
während
andererseits das hochgeschwenkte Informationsschild die Sicht auf die
optischen Signalgeber teilweise verdeckt.
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Zur
Vermeidung des Sicherheitsrisikos beim Aussteigen des Fahrers werden
beispielsweise von der Firma Microtec zusätzlich zur Signalanlage Dachausbauten
angeboten, bei denen das Informationsschild an einer motorisch schwenkbaren
Stahlrohrkonstruktion befestigt ist. Im Bedarfsfall wird dann über einen
im Fahrzeuginneren angeordneten Schalter ein Antriebsmotor zum Verschwenken
der Stahlrohrkonstruktion eingeschaltet, so dass das Informationsschild
zur Sichtbarmachung hochgeschwenkt wird. Bei Nichtgebrauch wird
das Informationsschild motorisch auf das Fahrzeugdach heruntergeklappt. Eine
derartige Dachaufbaukonstruktion hat jedoch einige Nachteile. Zum
einen ist sie relativ aufwendig und dementsprechend teuer. Darüber hinaus
erzeugt diese Dachausbaukonstruktion auch dann, wenn das Informationsschild
heruntergeklappt ist, d.h. bei normalen Fahrten, noch einen erheblichen
Luftwiderstand. Außerdem
ist so ein Dachaufbau sehr schwer und erhöht in unverwünschter
Weise das Gesamtgewicht des Fahrzeuges. Ein weiterer schwerwiegender
Nachteil dieser Dachausbaukonstruktion ist, dass sie eine zusätzliche
Gefährdung
im Falle eines Unfalls darstellt, da sich die relativ massive und
steife Stahlkonstruktion bei einem Fahrzeugüberschlag in das Fahrzeugdach
hineindrücken
würde.
Ferner ist die Anbringung einer solchen Dachausbaukonstruktion auf
dem Fahrzeugdach sehr aufwendig.
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Aus
der
DE 36 31 578 C1 ist
ein Fahrzeug mit einem motorisch schwenkbaren Informationsschild
bekannt, wobei die Schwenkachse im Fahrzeugdach angeordnet ist,
so daß das
Informationsschild im eingeklappten (eingeschwenkten) Zustand zumindest
nahezu bündig
im Fahrzeugdach versenkt wird. In diesem Fall wäre ein Aussteigen des Fahrers zum
Aufstellen und Einklappen des Informationsschildes nicht mehr notwendig,
da dies motorisch, z.B. über
einen elektrisch gesteuerten Antrieb erfolgen kann. Zur Ausrüstung eines
solchen Fahrzeuges mit einem Signalgeber der vorstehend genannten
Art müsste
dieser als separater Dachaufbau zusätzlich neben dem Schwenkbereich
des Informationsschildes auf dem Fahrzeugdach montiert werden. Dies
ist jedoch sehr aufwendig. Außerdem
käme es
auch in einer solchen Kombination zu einer gegenseitigen Sichtbehinderung
von hochgeschwenktem Informationsschild und Signalanlage.
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Aufgabe
der Erfindung ist es daher, ein Kraftfahrzeug mit einem auf dem
Dach angeordneten Informationsschild und einer Signalanlage zu schaffen, bei
dem das Informationsschild im Bedarfsfall zur Sichtbarmachung der
Information in einfacher und sicherer Weise motorisch aufstellbar
ist, wobei die vorstehend genannten Nachteile vermieden werden sollen.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst, indem
das Informationsschild über
eine an der Signalanlage angeordnete motorische Antriebseinheit
von einer im wesentlichen waagerechten und den oberen Bereich des
Signalanlagen-Gehäuses abdeckenden
Stellung in eine demgegenüber
geneigte Stellung bewegbar ist, in der die Information auf dem Schild
sichtbar ist. Dabei verläuft
die Schwenkachse des Informationsschildes parallel zur Längserstreckung
des Signalanlagen-Gehäuses
und benachbart zu einer oberen Längskante
des Signalanlagen-Gehäuses.
Damit schließt
das Informationsschild quasi als Deckel das Gehäuse der Signalanlage ab, wobei
in dem Gehäuse
der mindestens eine optische und/oder akustische Signalgeber angeordnet
ist. Hieraus ergeben sich einige Vorteile. Da das Informationsschild
gleichzeitig auch zur Abdeckung der Signalanlage dient, ist die
erfindungsgemäße Lösung im
Vergleich zu einem separaten Dachaufbau kostengünstiger. Darüber hinaus
ist der Luftwiderstand des Fahrzeuges im unbenutzten Zustand des Informationsschildes
lediglich genauso groß wie
bei einem Fahrzeug, das nur eine Signalanlage aufweist, während bei
einem Fahrzeug, das einen aufwendigen Dachaufbau für das motorisch
verschwenkbare Informationsschild aufweist, der Dachaufbau neben der
Signalanlage einen erheblichen zusätzlichen Luftwiderstand bewirkt.
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Dadurch,
dass das Informationsschild in die Signalanlage integriert ist,
ist das Gefährdungspotential
bei einem Fahrzeugüberschlag
gegenüber
einer Dachaufbaukonstruktion aus Stahl wesentlich geringer. Ein
weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass bereits mit der Montage
der Signalanlage auch das motorisch verschwenkbare Informationsschild
auf dem Fahrzeugdach montiert wird. Die Montage eines zusätzlichen
Dachaufbaus entfällt.
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Weitere
vorteilhafte Ausführungsformen
ergeben sich aus den Unteransprüchen.
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Anhand
der beigefügten
Zeichnungen soll die Erfindung nachfolgend näher erläutert werden. Es zeigt:
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1 eine Seitenansicht einer
Signalanlage mit hochgeschwenktem Informationsschild,
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2 eine Draufsicht auf die
Signalanlage mit integriertem Informationsschild, wobei sich das Informationsschild
im heruntergeschwenkten Zustand befindet,
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3 einen Schnitt durch die
Signalanlage mit hochgeschwenktem Informationsschild,
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4 einen Schnitt durch die
Signalanlage (wie in 3).
jedoch mit heruntergeschwenktem Informationsschild,
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5 einen Schnitt durch die
Antriebseinheit und den damit verbundenen Schwenkblock zum Verschwenken
des Informationsschildes,
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6 eine Sicht („A") auf die Antriebseinheit aus 5 gemäß Richtung „A",
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7 einen Schnitt durch die
Signalanlage mit hochgeschwenktem ersten und zweiten Informationsschild,
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8 einen Schnitt durch die
Signalanlage wie in 7,
jedoch mit heruntergeschwenktem ersten Informationsschild und darunter
liegenden zweiten Informationsschild,
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9 ein Blockschaltbild zur
Ansteuerung der Signalanlage mit integriertem Informationsschild,
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10 ein Flussdiagramm zur
Verdeutlichung der Ablaufsteuerung zum Anzeigen einer Information.
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In 1 ist eine Ansicht einer
erfindungsgemäßen Signalanlage
(1) mit integriertem Informationsschild (6) gezeigt.
In der hier gezeigten Stellung ist das Informationsschild (6)
zur Sichtbarmachung der Information („UNFALL") auf dem Schild um 90° hochgeschwenkt.
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Bei
einem Verschwenken um 90° ist
das sichtbare Schriftfeld in vertikaler Richtung maximal groß.
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Das
Gehäuse
(2) der Signalanlage (1) wird mit seiner Längserstreckung
quer zur Fahrtrichtung auf dem Fahrzeugdach montiert (nicht dargestellt. Zur
Darstellung der Komponenten in der Signalanlage (1) ist
diese seitlich teilweise geöffnet
dargestellt. In der Signalanlage (1) befinden sich Blitzkennleuchten
(3) als optische Warnsignalgeber sowie ein Lautsprecher
(4) als akustischer Warnsignalgeber. Darüber hinaus
ist noch ein Signalgeber (4) zur Anzeige von Anhaltesignalen
(z.B. „STOP
POLIZEI") vorhanden,
bei dem die Signale über
LEDs angezeigt werden. Das Signalanlagen-Gehäuse (2) besteht aus
einem langgestreckten Mittelteil, in dem der LED-Signalgeber und
der Lautsprecher angeordnet ist, und zwei seitlichen Endstücken, in
denen jeweils die Blitzkennleuchten untergebracht sind.
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Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
deckt das Informationsschild (6), wenn es nicht benutzt wird,
in seiner im wesentlichen waagerechten Stellung das langgestreckte
Mittelteil vom Gehäuse
(2) der Signalanlage (1) von oben her ab – siehe
auch 2.
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Wenn
das Informationsschild (6) nicht zum Anzeigen von Information
benutzt wird, erfüllt
es dennoch im heruntergeschwenkten Zustand die Funktion einer konventionellen
Abdeckung für
das Gehäuse der
Signalanlage. So wird auch durch das als Abdeckung dienende Informationsschild,
z.B. bei einem unbeaufsichtigt parkenden Fahrzeug, ein unbefugter Zugriff
zu den im Signalanlagen-Gehäuse
befindlichen Komponenten verhindert. Aus diesem Grunde ist vorzugsweise
auch eine Arretiereinheit (nicht dargestellt) vorgesehen, mit der
das Informationsschild (6) in seiner im wesentlichen waagerechten
Endlage, wo es das Signalanlagen-Gehäuse (2) abdeckt, gegenüber dem
Gehäuse
arretiert werden kann. Mit dieser Arretiereinheit kann außerdem ein
unerwünschtes
Hochschwenken des Informationsschildes (6) aufgrund von
Schwingungen oder Stößen, die beim
Fahren über
Bodenunebenheiten auftreten können,
vermieden werden. Die Betätigung
der Arretiereinheit kann manuell oder auch motorisch vom Fahrzeuginneren
aus erfolgen, vorzugsweise erfolgt die Arretierung automatisch beim
Herunterklappen des Informationsschildes, während die Entarretierung motorisch
vom Fahrzeuginneren aus erfolgt.
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In
einem weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist eine Abdeckplatte
oder Abdeckfolie vorgesehen, die im Signalanlagen-Gehäuse unterhalb
des heruntergeschwenkten Informationsschildes (6), jedoch
der oberhalb der im Inneren befindlichen Komponenten angeordnet
ist. Diese zusätzliche
Abdeckung hat den Zweck, die Komponenten im Inneren des Gehäuses (2)
bei hochgeschwenktem Informationsschild (6) vor Witterungseinflüssen (Regen,
Schnee) sowie vor dem Eindringen von Fremdkörpern (z.B. Blättern) zu
schützen.
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Das
Informationsschild (6) kann nur auf einer Seite oder auch
auf beiden Seiten mit Informationen beschriftet sein. Im heruntergeschwenkten
Zustand des Informationsschildes (6), wo das Informationsschild
(6) quasi eine Abdeckung für das Gehäuse (2) der Signalanlage
(1) darstellt, kann man von einer Innenseite des Informationsschildes
(6) und einer Außenseite
sprechen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel
befindet sich die Information („UNFALL") auf der Innenseite. In der hochgeschwenkten
Stellung des Informationsschildes (6) ist die Information
für hinter dem
Fahrzeug befindliche . Verkehrsteilnehmer sichtbar. Beim Herunterschwenken
des Informationsschildes (6) verschwindet diese Information.
Wie in 2 dargestellt,
kann auch auf der Außenseite
des Schildes (6) eine Information aufgebracht sein, die dann
im hochgeschwenkten Zustand von vor dem Fahrzeug fahrenden Verkehrsteilnehmern,
z.B. über den
Rückspiegel
wahrgenommen werden kann. Aus diesem Grunde ist diese Information
(hier Polizei) vorzugsweise in Spiegelschrift angeordnet.
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Um
das Informationsschild (6) gegenüber dem Gehäuse (2) verschwenken
zu können,
ist das Informationsschild (6) über mindestens ein Schwenkgelenk
(8) mit dem Gehäuse
(2) der Signalanlage (1) schwenkbar verbunden.
Dies kann in verschiedener Weise erfolgen. In der dargestellten
Ausführungsform
ist das Informationsschild (6) über zwei Scharniere (8)
mit dem Gehäuse
(2) der Signalanlage (1) schwenkbar verbunden.
Das Informationsschild (2) kann nun allein schon mittels
dieser Scharniere (8) manuell gegenüber dem Gehäuse (2) verschwenkt werden.
Um das Informationsschild (6) nun auch motorisch verschwenken
zu können,
ist im dargestellten Ausführungsbeispiel
eine motorische Antriebseinheit (9) so am Gehäuse (2)
der Signalanlage (1) befestigt, dass ihre Antriebswelle
(11) parallel zur Längserstreckung
des Gehäuses
(2) verläuft,
wobei das Informationsschild (6) mit der Antriebswelle
(11) verdrehgesichert verbunden ist. Bei Betätigung der
Antriebseinheit (9) wird das Informationsschild (6)
dann über
die sich drehende Antriebswelle (11) verschwenkt. Dabei verläuft die
Antriebswelle (11) vorzugsweise zumindest benachbart zu
einer oberen Längskante
des Signalanlagen-Gehäuses
(2) – im
dargestellten Ausführungsbeispiel
zur in Fahrtrichtung vorderen, oberen Längskante des Gehäuses (2.
Die Schwenkachse des Informationsschildes (6) verläuft also
parallel zur Längserstreckung
des Signalanlagen-Gehäuses (2)
und damit senkrecht zur Fahrzeuglängsrichtung.
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Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Informationsschild (6) zweimal gegenüber dem
Signalanlagen-Gehäuse
(2) schwenkbar gelagert – einmal über die Scharniere (8)
und zum anderen über die
verdrehgesicherte Verbindung mit der Antriebswelle (11),
die wiederum über
die Antriebseinheit (9) am Gehäuse (2) festgelegt
ist. Die Antriebseinheit (9) ist über eine Befestigungsplatte
(10) am Signalanlagen-Gehäuse (2) montiert.
In einem nicht dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Informationsschild (6)
nur über
die verdrehgesicherte Verbindung mit der Antriebswelle (11)
schwenkbar mit dem Gehäuse (2)
der Signalanlage (1) verbunden.
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Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Informationsschild (6) lösbar mit der Antriebswelle (11)
verdrehgesichert verbunden. Dies hat den Vorteil, dass man das hochgeschwenkte
Informationsschild (6) bei einem Ausfall der Antriebseinheit
(9) nach dem Lösen
der Verdrehsicherung manuell herunterschwenken kann.
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Aus 5 geht im Detail hervor,
wie das Informationsschild (6) mit der Antriebswelle (11)
lösbar verdrehgesichert
verbunden wird. Auf der Antriebswelle (11) ist ein Schwenkblock
(12) drehbar gelagert, an dem das Informationsschild (in 5 selbst nicht dargestellt) über eine
Befestigungsplatte (13) montiert ist. Der Schwenkblock
(12) ist nun seinerseits wieder über einen Verriegelungsbolzen
(15) mit einem Verriegelungsblock (14) lösbar verbindbar, wobei
der Verriegelungsblock (14) verdrehfest mit der Antriebswelle
(11) verbunden ist. Die Antriebswelle (11) erstreckt
sich vollständig
durch den Schwenkblock (12) und zumindest teilweise in
den Verriegelungsblock (14) hinein. Das in den Verriegelungsblock
(14) hineinragende Ende der Antriebswelle (11)
weist eine Nut auf, in die eine im Verriegelungsblock (14)
angeordnete Passfeder (16) verschiebbar eingreift, um so
den Verriegelungsblock (14) verdrehfest mit der Antriebswelle
(11) zu verbinden. Auf der dem Schwenkblock (12)
abgewandten Seite weist der Verriegelungsblock (14) eine
Endscheibe (17) auf, die mit der Antriebswelle (11)
stirnseitig verschraubt ist. Auf dieser Endscheibe (17) stützt sich
nun eine Druckfeder (18) ab, die sich mit ihrem anderen
Ende auf einem Vorsprung im Innern des Verriegelungsblocks (14)
abstützt.
Der Verriegelungsbolzen (15) ist im Verriegelungsblock
(14) festgelegt und ragt aus diesem heraus, wobei er mit
dem herausragenden Ende in eine Bohrung des Schwenkblocks (12)
eingreift. Zum Entriegeln wird nun der Verriegelungsblock (14)
gegen die Kraft der Druckfeder (18) entlang der Antriebswelle
(11) vom Schwenkblock (12) weggezogen und zwar
solange bis der Verriegelungsbolzen (15) und der Schwenkblock
(12) außer
Eingriff gebracht sind. Nun kann der Schwenkblock (12)
und damit das Informationsschild (6) gegenüber der
Antriebswelle (11) manuell verschwenkt werden. Der außer Eingriff
gebrachte Verriegelungsbolzen (15) drückt dabei schleifend gegen die
Stirnseite des Schwenkblocks (12). Sobald der Verriegelungsbolzen
(15) und die Bohrung im Schwenkblock (12) durch
Drehung wieder fluchtend zueinander angeordnet werden, schnappt
der Verriegelungsbolzen (15) über die Kraft der Druckfeder
(18) automatisch ein. Um das Entriegeln zu Vereinfachen, weist
der Verriegelungsblock (14) vorzugsweise Griffmulden oder
eine Riffelung auf, die die Griffigkeit erhöhen.
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Im
dargestellten Ausführungsbeispiel
besteht die Antriebswelle (11) aus zwei Teilen (11A, 11B),
die über
ein Schwingungsdämpfungselement (19)
miteinander verbunden sind. Der erste Teil (11A) der Antriebswelle
(11) ragt als Achsstummel aus der Antriebseinheit (9)
heraus. Auf dem zweiten Teil (11B) der Antriebswelle (11),
der bis in den Verriegelungsblock (14) hineinragt und dort
mit diesem verdrehgesichert verbunden ist, ist außerdem der Schwenkblock
(12) drehbar gelagert. Mit der Zwischenschaltung eines
Dämpfungselements
(19) wird in vorteilhafter Weise vermieden, dass Schwingungen
des Informationsschildes (6), die unter der Windlast auftreten
können,
auf die Antriebswelle (11A) zur Antriebseinheit (9)
hin übertragen
werden.
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6 zeigt die Befestigungsplatte
(10), mit der die Antriebseinheit (9) am Signalanlagen-Gehäuse (2)
montiert wird, und die Befestigungsplatte (13), mit der
das Informationsschild (6) an dem Schwenkblock (12)
befestigt wird, in einer zur 5 senkrechten
Ansicht.
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In
vorteilhafter Weise ist die Signalanlage mit schwenkbar integriertem
Informationsschild mit Sensorik (nicht dargestellt) ausgestattet.
Die Auswertung der Sensorsignale erfolgt in Verbindung mit einem
in 9 gezeigten Steuergerät. Dabei
ist ein erster Sensor vorgesehen, der feststellt, ob das Informationsschild
sich in seiner hochgeschwenkten Endlage befindet. Ein zweiter Sensor
stellt fest, ob das Informationsschild sich in seiner im wesentlichen
waagerechten Endlage befindet. Darüber hinaus ist ein dritter
Sensor vorgesehen, der feststellt, ob das Informationsschild und
die Antriebswelle verdrehgesichert miteinander verbunden sind. Die
Art der in Frage kommenden Sensoren sowie deren Anordnung ist dem
Fachmann bekannt.
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Sobald
der erste Sensor signalisiert, dass das Informationsschild sich
in seiner hochgeschwenkten Endlage befindet, wird vom Steuergerät die Antriebseinheit
ausgeschaltet. Das gleiche passiert, wenn der zweite Sensor meldet,
dass das Informationsschild seine waagerechte Endlage erreicht hat.
Wenn der dritte Sensor anzeigt, dass das Informationsschild bzw.
der Schwenkblock und die Antriebswelle nicht mehr verdrehgesichert
miteinander verbunden sind, wird vom Steuergerät die Ansteuerung der Antriebseinheit
blockiert. Das Steuergerät kann
sich im Fahrzeug befinden oder aber auch in der Signalanlage. Es
ist auch vorgesehen, ein Steuergerät im Fahrzeug zu haben, das
direkt mit der Bedieneinheit verbunden ist, und ein Steuergerät in der Signalanlage,
wobei die beiden Steuergeräte
miteinander verbunden sind. Dabei übernimmt das Steuergerät in der
Signalanlage als prozessorgesteuerte Zentraleinheit die Ansteuerung
der verschiedenen Komponenten in der Signalanlage.
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In 3 ist die Signalanlage mit
senkrecht hochgeschwenktem Informationsschild (6) gezeigt. 4 zeigt die geschlossene
Signalanlage mit heruntergeschwenktem Informationsschild (6).
Dabei kann das die Information tragende Schild direkt einen schwenkbaren
Deckel der Signalanlage ausbilden oder an dem schwenkbaren Deckel
montiert sein. Im dargestellten Fall weist der erfindungsgemäß verschwenkbare
Deckel (20) Versteifungsrippen (21) auf, auf denen
das beschriftete Schild (6) montiert ist. Aus Gründen der
Gewichtsreduzierung ist das Informationsschild (6) vorzugsweise
aus Kunststoff hergestellt. Die eigentliche Information ist auf
dem Informationsschild (6) als Träger vorzugsweise in Form einer
Folie aufgeklebt.
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Die 7 und 8 zeigen eine Signalanlage ähnlich der
aus den 3 und 4, jedoch mit dem Unterschied,
dass hier zwei Informationsschilder (6, 7) vorgesehen
sind. Dabei ist das zweite Informationsschild (7) im unbenutzten
Zustand im oberen Bereich des Signalanlagen-Gehäuses
(2) im wesentlichen waagrecht und unterhalb des ersten
Informationsschildes (6) angeordnet. Das zweite Informationsschild
(7) liegt somit quasi lose im Gehäuse (2), während das
erste Informationsschild (6) unmittelbar schwenkbar mit
dem Gehäuse
(2) verbunden ist. Nun ist ferner eine Mitnahmeeinrichtung
(22) vorgesehen, die es ermöglicht, dass das zweite Informationsschild (7)
vom ersten Informationsschild (1) bei seiner Schwenkbewegung
mitgenommen wird, so dass im hochgeschwenkten Zustand die Information
auf dem zweiten Informationsschild (7), das dann vor dem ersten
angeordnet ist, sichtbar ist. Die Mitnahmeeinrichtung (22)
kann beispielsweise ein Elektromagnet sein, der im Fahrzeuginneren
(z.B. über
das Steuergerät)
eingeschaltet wird, wobei das zweite Informationsschild (7)
dann magnetisch ist oder magnetische Elemente aufweist. Es ist jedoch
auch eine manuell betätigbare
Mitnahmeeinrichtung (22), z.B. eine Klammer, vorgesehen.
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Durch
das Vorsehen von zwei Informationsschildern (6, 7)
können
erfindungsgemäß wahlweise zwei
Informationen durch Hochschwenken des Signalanlagen-Deckels zur Anzeige
gebracht werden. So ist beispielsweise standardmäßig das Informationsschild
(6) mit der Aufschrift („UNFALL") unmittelbar schwenkbar mit dem Signalanlagen-Gehäuse (2) verbunden.
Ein zweites Informationsschild (7) mit der Aufschrift („STAU") liegt dann in der
Signalanlage. Soll nun die Information „UNFALL" angezeigt werden, so wird einfach die
Antriebseinheit (9) eingeschaltet und das erste Informationsschild
(6) hochgeschwenkt. Soll jedoch die Information „STAU" angezeigt werden,
so wird zuvor der Elektromagnet (22) eingeschaltet und
dann erst die Antriebseinheit (9) zum Verschwenken der
Informationsschilder (6, 7).
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In
einer nicht dargestellten Ausführungsform ist
es vorgesehen, dass der schwenkbare Deckel zur Ausbildung als Informationsschild
(6) mit einem Transportband ausgestattet, das mit zwei
oder mehreren Informationen beschriftet ist. Die Auswahl der anzuzeigenden
Information erfolgt dann durch manuellen oder motorischen Transport
des Bandes.
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Anhand
von 10 soll nun die
Ablaufsteuerung zur Anzeige von Informationen mittels der Signalanlage
näher erläutert werden.
Die Auswahl der anzuzeigenden Information erfolgt über eine
im Fahrzeug angeordnete Bedieneinheit, die auch ein Display zur
Anzeige der jeweils selektierten Information für den Bediener aufweisen kann.
Dabei ist zwischen 2 Typen von Informationen zu unterscheiden. Typ
1 bezieht sich auf Informationen, die Weisungscharakter haben (Z.B. „STOP POLIZEI" oder „BITTE
FOLGEN"). Diese
Informationen sollen auf dem LED-Signalgeber der Signalanlage zur
Anzeige gebracht werden. Typ 2 bezieht sich auf Informationen ohne
Weisungscharakter (z.B. „STAU" oder „UNFALL"). Diese Informationen
sollen über
das Informationsschild zur Anzeige gebracht werden.
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Dabei
wird vom Steuergerät
festgestellt, um welchen Typ von Information es sich handelt, und
in Abhängigkeit
davon entweder die Information auf dem LED-Signalgeber zur Anzeige
gebracht oder die Antriebseinheit zum Hochschwenken des Informationsschildes
angesteuert. Ein separater Schalter zum Einschalten der Antriebseinheit
für das
Verschwenken des Informationsschildes kann dann entfallen. Der Bediener
muss sich keine Gedanken darüber machen,
ob die Information, die er anzeigen möchte, auf dem LED-Signalgeber
erscheinen muss oder über
das Informationsschild angezeigt wird, wobei er dann den Antriebsmotor
einschalten müsste.
Diese Prozesse werden von der intelligenten Anzeigesteuerung mitübernommen.
Insbesondere in Stresssituationen wird das Bedienpersonal damit
entlastet. In der Ausführungsform
mit den zwei Informationsschildern ist die Ablaufsteuerung erweitert ausgebildet, und
zwar ist hier die automatische Ansteuerung des Elektromagneten (22)
für die
Mitnahme des zweiten Informationsschildes (7) mitenthalten.
Wenn z.B. standardmäßig das
Informationsschild („STAU") als 1. Informationsschild
(6) schwenkbar mit dem Signalanlagen-Gehäuse (2)
verbunden ist, so erfolgt eine zusätzliche Abfrage, ob es sich
bei der Information um „STAU" oder um „UNFALL" handelt. Falls es
sich bei der anzuzeigenden Information um „STAU" handelt, so wird unmittelbar die Antriebseinheit
(9) zum Hochschwenken eingeschaltet. Falls es sich um die Information „UNFALL" handelt, so wird
zuvor der Elektromagnet (22) zur Ankopplung des zweiten
Informationsschildes (7) eingeschaltet und dann erst die
Antriebseinheit (9) zum Hochschwenken.
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Für eine geeignete
Kraft- bzw. Drehmoment-Übersetzung
umfasst die Antriebseinheit neben dem Antriebsmotor auch ein Getriebe.
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- 1
- Signalanlage
- 2
- Gehäuse der
Signalanlage
- 3
- Blitzkennleuchte
- 4
- Lautsprecher
- 5
- LED-Signalgeber
- 6
- Erstes
Informationsschild
- 7
- Zweites
Informationsschild
- 8
- Scharniere
zur schwenkbaren Lagerung des Informationsschildes am Signalanlagen-
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- Gehäuse
- 9
- Antriebseinheit
- 10
- Befestigungsplatte
zur Montage der Antriebseinheit am Signalanlagen-Gehäuse
- 11
- Antriebswelle
- 11A
- Erster
Teil der Antriebswelle
- 11B
- Zweiter
Teil der Antriebswelle
- 12
- Schwenkblock
- 13
- Befestigungsplatte
für das
Informationsschild
- 14
- Verriegelungsblock
- 15
- Verriegelungsbolzen
- 16
- Passfeder
im Verriegelungsblock zur verdrehfesten Lagerung der Antriebswelle
- 17
- Endscheibe
des Verriegelungsblocks
- 18
- Druckfeder
des Verriegelungsblocks
- 19
- Dämpfungselement
zur Verbindung der beiden Antriebswellenteile
- 20
- Schwenkbarer
Deckel als Träger
für das
Informationsschild
- 21
- Versteifungsrippen
des Deckels
- 22
- Elektromagnet
zur Ankopplung des zweiten Informationsschildes