Die Erfindung betrifft allgemein das Gebiet der Herstellung
integrierter Halbleiterschaltkreise wie VLSI- und ULSI-
Schaltkreise mittels photolithographischer Verfahren. Insbe
sondere bezieht sich die Erfindung dabei auf die Steigerung
des Auflösungsvermögens der konventionellen Photolithographie
durch Gebrauch von alternierenden Phasenmasken.
Bei der Herstellung von integrierten Halbleiterschaltkreisen
werden die den Schaltungselementen zugeordneten Maskenstruk
turen auf lichtempfindliche Schichten auf dem Wafer konven
tioneller Weise optisch abgebildet. Aufgrund der Beugungsef
fekte ist das Auflösungsvermögen eines derartigen Abbildungs
systems begrenzt und Maskenstrukturen mit Abmessungen unter
dem reziproken Wert dieses Auflösungsvermögens, die sogenann
ten kritischen Strukturen, werden verschmiert bzw. unscharf
abgebildet. Dies führt zu unerwünschten starken Korrelationen
der Schaltungselemente und damit zu einer Beeinträchtigung
der Schaltungsfunktionalität.
Diese Schwierigkeiten lassen sich überwinden, indem man den
destruktiven Interferenzeffekt von zwei eng benachbarten und
kohärenten Lichtstrahlen um 180° verschobener Phasen ausnutzt
und wandelt die betroffenen konventionellen Masken in alter
nierende Phasenmasken um, bei denen jede kritische Struktur
mit zwei Phasenschiebern zur Erzeugung der erforderlichen
Phasenverschiebung versehen ist.
Die verschiedenen Arten von Phasenmasken sind beispielsweise
in dem Buch "Technologie hochintegrierter Schaltungen" von D.
Widmann, H. Mader und H. Friedrich, 2. Auflage, Springer-Ver
lag, S. 135ff. beschrieben. Eine ausführliche Übersicht über
die Phasenmaskentechnologie ist in den Publikationen "Improving
Resolution in Photolithography with a Phase-Shifting
Mask" von M. D. Levenson et al. in IEEE Trans. Electron. De
vices 29 (1982), 1828ff. und "Wavefront Engineering for Pho
tolithography" von M. D. Levenson in Physics Today, July
1993, S. 28ff. enthalten.
Der Einsatz von sogenannten starken Phasenmasken, zu denen
sowohl die bereits genannten alternierenden Phasenmasken als
auch chromlose Phasenmasken gezählt werden, erfordert, daß in
jeder betroffenen Ebene die transparenten phasenverschieben
den Strukturen einer von zwei Phasen zugewiesen werden, wel
che eine Phasendifferenz Δϕ = 180° aufweisen. Dabei müssen
die folgenden zwei Fälle unterschieden werden. Bei einer so
genannten Dunkelfeld-Phasenmaske entsprechen durchsichtige
Strukturen den Schaltungselementen (z. B. Leiterzüge) und ih
nen können Phasen zugewiesen werden, während undurchsichtige
Maskenfelder durch mit Chrom bedeckte Gebiete gebildet wer
den. Bei einer sogenannten Hellfeld-Phasenmaske stellen dage
gen die mit Chrom bedeckten undurchsichtigen Gebiete der Pha
senmaske die Schaltungselemente dar und die dazwischen lie
genden Gebiete sind durchsichtig. In letzterem Fall müssen
geeignete Bereiche in der Nähe der undurchsichtigen Chromge
biete zu phasenverschiebenden Elementen bestimmt werden. Die
Erstellung der phasenverschiebenden Elemente erfolgt nach be
stimmten, an sich im Stand der Technik bekannten Design-Re
geln und ist beispielsweise in der US-PS-5,537,648 beschrie
ben, die hiermit in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden
Anmeldung einbezogen wird.
Angesichts der Komplexität moderner Schaltkreise und der For
derung nach zwei um 180° verschobenen phasenverschiebenden
Elementen an jeder kritischen Struktur sind jedoch Phasenkon
flikte denkbar. Ein Phasenkonflikt liegt genau dann vor, wenn
den Phasenschiebern auf beiden Seiten einer kritischen Struk
tur fälschlicherweise dieselbe Phase zugewiesen wird, oder
wenn aufgrund der Wechselwirkung der phasenverschiebenden
Elemente der destruktive Interferenzeffekt an einer unerwünschten
Stelle auf der schon erwähnten lichtempfindlichen
Schicht auftritt. Die Phasenzuweisung für die verschiedenen
phasenverschiebenden Elemente stellt somit ein mathematisch
kombinatorisches Problem dar, welches nicht allgemein lösbar
ist. Da die Phasenzuweisung im Prinzip zu verschiedenen Er
gebnissen führen kann und für ein und dieselbe Zelle eines
hierarchischen Layouts verschiedene Phasenzuweisungen erfol
gen können, muß die Phasenzuweisung in einem automatisierten
Programm endgültig am fertigen Schaltkreis-Layout vorgenommen
werden. Man benötigt daher eine automatisierte Überprüfungs
routine, welche ein Schaltkreis-Layout daraufhin untersucht,
ob eine Phasenzuweisung überhaupt möglich ist. Diese Überprü
fung soll vollständig sein und die Problemstelle so gut als
möglich eingrenzen, d. h. ihren eigentlichen Ursprungsort er
mitteln. Letzteres ist nicht selbstverständlich, denn wenn
die kombinatorische Aufgabe "nicht aufgeht", dann ist dies
auf vielfältige Weise möglich und die Stelle, an der man ent
deckt, daß dies der Fall ist, kann weit ab von dem eigentli
chen Ursprungsort liegen.
Nachdem Phasenkonflikte in einer automatisierten Routine
festgestellt worden sind, können diese auf zwei grundsätzlich
verschiedene Arten gelöst werden. Zum ersten kann das Schalt
kreis-Design an den Stellen der lokalisierten Phasenkonflikte
geringfügig verändert werden, beispielsweise durch Verschie
ben von Leiterbahnstrukturen, so daß die Phasenkonflikte auf
gehoben werden. Auf der Basis dieses veränderten Schaltkreis-
Designs kann dann eine erfolgreiche Phasenzuweisung für die
Erstellung einer Phasenmaske durchgeführt werden. Zum zweiten
kann das Schaltkreis-Design unverändert bleiben und statt
dessen die Phasenkonflikte dadurch gelöst werden, daß einzel
nen phasenverschiebenden Elementen zwei verschiedene Phasen
zugewiesen werden. Dies hat jedoch zur Folge, daß an der
Grenzlinie zwischen den zwei verschiedenen Phasengebieten ei
ne dunkle Linie bei der Belichtung auftritt, die zu einer Un
terbrechung führen würde. Daher muß in diesem Fall ein zu
sätzlicher Belichtungsschritt mit einer sogenannten Trim-
Maske durchgeführt werden, durch welchen die auftretenden
dunklen Linien eigens belichtet werden.
Im Stand der Technik sind zwei verschiedene Verfahren zur
Überprüfung eines Layouts auf Phasenkonflikte bekannt.
In der Publikation "Heuristic Method for Phase-Conflict Mini
mization in Automatic Phase-Shift Mask Design" von A. Moniwa
et al. in Jpn. J. Appl. Phys., Vol. 34 (1995) S. 6584-6589,
ist ein graphentheoretischer Zugang bekannt, bei welchem ein
Satz von phasenverschiebenden Elementen vorausgesetzt wird
und aus diesem Satz ein planarer ungerichteter Graph unter
Berücksichtigung der technologischen Anforderungen gebildet
wird. In diesem graphentheoretischen Verfahren stellen
Graphknoten (Vertices) phasenverschiebende Elemente dar. Eine
Graphkante zwischen zwei Knoten bedeutet, daß der Bereich
zwischen den dazugehörigen Phasenschiebern lithographisch
kritisch ist. Phasenkonflikte ergeben sich in dieser Methode
als diejenigen Zyklen mit ungerader Anzahl von Vertices. Auf
grund der Bedeutung der Graphkanten ist eine Zyklusbrechung,
d. h. Lösung eines Phasenkonfliktes äquivalent mit einer Ver
breiterung des entsprechenden kritischen Bereiches. Eine ef
fiziente Konfliktlösungsstrategie soll nach dem genannten
Verfahren darin bestehen, die in den ungeraden Zyklen am häu
figsten auftretenden Kanten zu brechen.
In der US-PS-5,923,566 wird eine computerimplementierte Rou
tine beschrieben, durch welche verifiziert wird, ob ein vor
handenes Schaltkreis-Design auf eine Phasenmaske abgebildet
werden kann oder ob lokalisierte Phasenkonflikte vorhanden
sind. Die Phasenkonflikte werden aus der Wechselwirkung von
kritischen Schaltkreisgebieten mit den unter Berücksichtigung
der technologischen Anforderungen zu bestimmenden zusammen
hängenden freien Schaltkreisgebieten erfaßt. Freie Schalt
kreisgebiete mit ungerader Anzahl von Wechselwirkungen reprä
sentieren die Phasenkonflikte.
Beide vorstehend beschriebenen Verfahren arbeiten jedoch
nicht optimal in der Erfassung von Phasenkonflikten. Wie im
folgenden noch an Beispielen erläutert werden wird, erweisen
sich diese beiden Verfahren zum einen als ineffizient, da bei
ihnen beispielsweise bestimmte Phasenkonflikte doppelt ange
zeigt werden. Zum zweiten erweisen sie sich als unzulänglich,
da mit ihnen bestimmte andere Phasenkonflikte nicht erfaßt
werden können.
Die Phasenkonflikte können somit durch die im Stand der Tech
nik bekannten Identifizierungsverfahren nicht korrekt erfaßt
werden. Folglich kann auch ein Konfliktbehebungsverfahren,
welches die Resultate des Identifizierungsverfahrens dazu
verwendet, die identifizierten Phasenkonflikte zu beheben,
nicht zu optimalen Ergebnissen führen.
Es ist somit Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfah
ren zur Feststellung möglicher Phasenkonflikte auf alternie
renden Phasenmasken und zur automatischen Behebung dieser
Phasenkonflikte anzugeben, mit welchem unter alleiniger Ver
wendung der an die Schaltkreisstruktur gestellten technologi
schen Anforderungen in einem ersten Schritt ein vorhandener
Satz von Phasenkonflikten vollständig und minimal bestimmt
und in einem zweiten Schritt automatisiert behoben werden
kann. Nach der Behebung der Phasenkonflikte kann dann ein
Layout für eine Phasenmaske erstellt werden.
Diese Aufgaben werden mit den Merkmalen der unabhängigen Pa
tentansprüche 1 und 2 gelöst.
In einem ersten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das
erfindungsgemäße Verfahren auf eine Dunkelfeld-Phasenmaske
angewandt, wobei also Schaltkreiselemente wie elektrische
Leiterbahnen in durchsichtige Bereiche der Phasenmaske abzu
bilden sind.
Bei diesem Verfahren werden
in einem Verfahrensschritt a.) kritische Bereiche bestimmt,
in welchen jeweils zwei für die Phasenmaske vorgesehene be
nachbarte, durchsichtige Bereiche einen bestimmten vorgegebe
nen Mindestabstand voneinander unterschreiten.
Im nächsten Verfahrensschritt b.) werden Überlappungsbereiche
zwischen geraden Abschnitten der erhaltenen kritischen Berei
che und Endbereiche von inmitten von durchsichtigen Bereichen
endenden geraden Abschnitten der kritischen Bereiche bestimmt
sowie entartete kritische Bereiche generiert. Die letzteren
erhält man, indem man Überlappungsbereiche von den kritischen
Bereichen abzieht.
In einem weiteren Verfahrensschritt c.) werden dann außerhalb
der durchsichtigen und der kritischen Bereiche liegende zu
sammenhängende Bereiche (Länder) bestimmt, sowie große Außen
umrandungen der Länder und der im vorhergehenden Verfahrens
schritt erhaltenen Überlappungsbereiche und Endbereiche. Dann
wird in einem Verfahrensschritt d.) von jeder der bestimmten
Außenumrandungen die Anzahl der Berührungsstrecken mit den
entarteten kritischen Bereichen bestimmt und bei ungerader
Anzahl ein Phasenkonflikt festgestellt.
Schließlich werden in einem Verfahrensschritt e) die Phasen
konflikte gelöst, indem zusammenhängende Layoutbereiche und
deren Bereichsumrandungen bestimmt werden, wobei zusammenhän
gende Layoutbereiche durch die durchsichtigen Bereiche und
die zwischen ihnen liegenden kritischen Bereiche abzüglich
der Endbereiche und der Phasenkonflikte darstellenden Über
lappungsbereiche definiert sind (A), mindestens ein Verbin
dungsweg zwischen einer einen Phasenkonflikt darstellenden
großen Außenumrandung und entweder einer nächstgelegenen wei
ter außen liegenden Bereichsumrandung oder einer ungeraden
Anzahl noch nicht verbundener großer Außenumrandungen erzeugt
wird, die ebenfalls Phasenkonflikte darstellen (B), dann die
Menge der erzeugten Verbindungswege auf diejenige reduziert
wird, in der jeder Phasenkonflikt genau einmal enthalten ist
(C), dann diejenigen Bereiche (Bedeckungsbereiche) der Ver
bindungswege markiert werden, die über den durchsichtigen Be
reichen liegen (D), und schließlich für die Phasenmaske die
Bedeckungsbereiche als Bereichsgrenzen zwischen zwei ver
schiedenen Bereichen der herzustellenden Phasenmaske ausge
bildet werden, deren Phasenverschiebungen eine Phasendiffe
renz von Δϕ = 180° aufweisen (E).
In einem zweiten Aspekt der vorliegenden Erfindung wird das
erfindungsgemäße Verfahren auf eine Hellfeld-Phasenmaske an
gewandt, wobei also Schaltkreiselemente wie elektrische Lei
terbahnen in undurchsichtige Bereiche der Phasenmaske abzu
bilden sind. Bei diesem Verfahren werden
in einem Verfahrensschritt a.) phasenverschiebende Bereiche
jeweils beidseits von für die Phasenmaske vorgesehenen un
durchsichtigen, kritischen Bereichen bestimmt. Kritische Be
reiche werden dadurch definiert, daß sie eine vorgegebene
Strukturbreite unterschreiten.
Dann werden in einem Verfahrensschritt b.) Überlappungsberei
che zwischen geraden Abschnitten der kritischen Bereiche und
Endbereiche von inmitten von phasenverschiebenden Bereichen
oder Wechselwirkungsbereichen zwischen phasenverschiebenden
Bereichen endenden geraden Abschnitten der kritischen Berei
che bestimmt sowie entartete kritische Bereiche generiert.
Die letzteren erhält man, indem man Überlappungsbereiche von
den kritischen Bereichen abzieht.
In einem Verfahrensschritt c.) werden außerhalb der phasen
verschiebenden und kritischen Bereiche liegende zusammenhän
gende Bereiche (Länder) bestimmt, sowie große Außenumrandun
gen dieser Länder und der im vorhergehenden Verfahrensschritt
erhaltenen Überlappungsbereiche und Endbereiche.
Schließlich werden in einem Verfahrensschritt d.) von jeder
der bestimmten Außenumrandungen die Anzahl der Berührungs
strecken mit den entarteten kritischen Bereichen bestimmt und
bei ungerader Anzahl ein Phasenkonflikt festgestellt.
In einem Verfahrensschritt e) werden dann die Phasenkonflikte
gelöst, indem zusammenhängende Layoutbereiche und deren Be
reichsumrandungen (40) bestimmt werden, wobei zusammenhän
gende Layoutbereiche durch die phasenverschiebenden Bereiche,
die kritischen Bereiche und die Wechselwirkungsbereiche ab
züglich der Endbereiche und der Phasenkonflikte darstellenden
Überlappungsbereiche definiert sind (A), mindestens ein Ver
bindungsweg zwischen einer einen Phasenkonflikt darstellenden
großen Außenumrandung und entweder einer nächstgelegenen wei
ter außen liegenden Bereichsumrandung oder einer ungeraden
Anzahl noch nicht verbundener großer Außenumrandungen erzeugt
wird, die ebenfalls Phasenkonflikte darstellen (B), dann die
Menge der erzeugten Verbindungswege auf diejenige reduziert
wird, in der jeder Phasenkonflikt genau einmal enthalten ist
(C), dann diejenigen Bereiche (Bedeckungsbereiche) der Ver
bindungswege markiert werden, die über den durchsichtigen Be
reichen liegen (D), und schließlich für die Phasenmaske die
Bedeckungsbereiche als Bereichsgrenzen zwischen zwei ver
schiedenen Bereichen der herzustellenden Phasenmaske ausge
bildet werden, deren Phasenverschiebungen eine Phasendiffe
renz von Δϕ = 180° aufweisen (E).
Die vorliegende Erfindung stellt somit in ihrem ersten
Schritt einen Formalismus bereit, mittels dessen die direkte
Umsetzbarkeit integrierter Halbleiterschaltkreise in alter
nierende Phasenmasken, und zwar sowohl Dunkelfeld- als auch
Hellfeld-Phasenmasken überprüft wird. Dies erfolgt durch eine
explizite Lokalisierung der im entsprechenden Layout vorkom
menden Phasenkonflikte unter alleiniger Verwendung der an das
Design gestellten technologischen Anforderungen. Der mit Hil
fe dieses Formalismus bestimmte Satz von Phasenkonflikten ist
vollständig und minimal, d. h. es werden stets sämtliche vorhandene
Phasenkonflikte ermittelt und vorhandene Phasenkon
flikte werden nicht etwa mehrfach angezeigt.
Anschließend werden diese Phasenkonflikte durch das beschrie
bene automatisierte Verfahren behoben.
In dem Verfahrensschritt B. bei der Behebung der Phasenkon
flikte (e) können sowohl bei Dunkelfeld- als auch bei Hell
feldmasken die Verbindungswege auf praktische und schnelle
Weise so gebildet werden, daß zunächst Paare gegenüber lie
gender Kanten von jeweils einer großen Außenumrandung und ei
ner nächstgelegenen weiter außen liegenden Bereichsumrandung
bestimmt werden und anschließend mindestens ein Verbindungs
weg zwischen den Kanten jedes Paares erzeugt wird. Da jedoch
die Verbindungswege später zu Phasensprüngen in den phasen
schiebenden Bereichen führen müssen, sind bei der gruppenwei
sen Lösung des dazugehörigen Nachbarschaftsproblems nur die
folgenden Kanten zu berücksichtigen:
- 1. alle Kanten der großen Außenkontur der jeweiligen Layout
gruppe,
- 2. alle Kanten der Phasenkonflikte darstellenden Polygone,
wovon die Berührungsstrecken abzuziehen sind.
Die Verbindungswege verlaufen jedoch nicht notwendigerweise
zwischen Kanten von Paaren der großen Außenumrandungen und
der Layoutgruppenumrandungen. Außerdem muß ein Verbindungsweg
zwischen zwei Phasenkonflikten oder zwischen einem Phasenkon
flikt und der Außenkontur einer Layoutgruppe nicht notwendi
gerweise gerade sein; er kann vielmehr durch Länder mit gera
der Anzahl von Berührungsstrecken (also keine Phasenkon
flikte) verlaufen und sehr komplizierte Gestalt annehmen.
Sein wesentliches Merkmal ist, daß er einen Phasenkonflikt
entweder mit der Außenkontur einer Layoutgruppe oder mit ei
ner ungeraden Anzahl der noch übrig gebliebenen, noch nicht
verbundenen Phasenkonflikte verbindet.
Nach dem Erzeugen der Verbindungswege werden diese in dem
Verfahrensschritt D. auf eine Menge an Verbindungswegen redu
ziert, in der jeder Phasenkonflikt nur einmal vorkommt. Für
die erfindungsgemäße Behebung der Phasenkonflikte ist es so
mit hinreichend, jeweils nur einen Verbindungsweg zwischen
zwei Phasenkonflikten oder einem Phasenkonflikt und der Au
ßenkontur seiner Layoutgruppe nach der Reduktion beizubehal
ten.
Vorzugsweise werden weiterhin bestimmte technologische Anfor
derungen wie z. B. die Breite von Trim-Öffnungen vorgegeben,
aufgrund derer einige zunächst erzeugte Verbindungswege eben
falls im Nachhinein als ungültig erkannt werden. Aufgrund
dessen kann es vorkommen, daß durch die Reduktion und das Un
gültigsein nach einem Durchlauf der Verfahrensschritte noch
Phasenkonflikte ohne Verbindungswege vorhanden sind. In die
sem Falle werden in einem zweiten Schritt weitere Nachbarn,
d. h. weitere äußere große Außenumrandungen oder benachbarte
Phasenkonflikte berücksichtigt. Sind nach dieser Iteration
immer noch Phasenkonflikte ohne Verbindungswege vorhanden, so
ist eine Verzerrung des Layouts zur Beseitigung der entspre
chenden kritischen Struktur oder eine Mehrfachbelichtungs
technik mit Phasenmasken als Trimmasken notwendig. Eine der
artige Verzerrung oder Erzeugung der notwendigen Trimmasken
läßt sich aufgrund der im ersten Teil des erfindungsgemäßen
Verfahrens erfolgten eindeutigen Lokalisierung der Phasenkon
flikte ohne weiteres automatisieren.
Der darauf folgende Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens
besteht darin, diejenigen Bereiche der Verbindungswege zu be
rücksichtigen oder in irgendeiner Weise zu markieren, die
über den phasenverschiebenden Bereichen liegen. Diese Berei
che sind optimale Strukturen zur automatischen Generierung
von Trimmasken sowie zur automatischen Durchführung der Viel
phasenmaskentechnik.
In dem letzten Schritt werden zur Vorbereitung der Herstel
lung der Phasenmaske die Bedeckungsbereiche als Bereichsgren
zen zwischen zwei verschiedenen Bereichen der herzustellenden
Phasenmaske ausgebildet. Zu diesem Zweck können beispielswei
se die Bedeckungsbereiche von den Phasenschiebern abgezogen
und die Bereiche der herzustellenden Phasenmaske in geeigne
ter Weise, etwa als zwei verschiedene Farben einer 2-
färbbaren Phasenmaske dargestellt werden.
Die bei diesem Verfahren gebildeten Verbindungswege und somit
auch die Bedeckungsbereiche sind vorzugsweise als dünne Stege
ausgebildet. Bei der projizierenden Abbildung der Phasenmaske
entstehen durch - in diesem Fall unerwünschte - Interferenz
zwischen den benachbarten um 180° phasenverschobenen Berei
chen dunkle, unbelichtete Linien bei den Bedeckungsbereichen.
Um diese dunklen Linien nachzubelichten, kann beispielsweise
nach dem Verfahrensschritt F.) eine Trimmaske hergestellt
werden, die bei den Bedeckungsbereichen Öffnungen aufweist,
so daß diese Bereiche auf dem zu belichtenden Photoresist
nachbelichtet werden.
Im folgenden wird das erfindungsgemäße Verfahren anhand von
Ausführungsbeispielen näher erläutert, bei denen auch Ver
gleiche mit bereits bekannten Verfahren und deren Ergebnissen
gezogen werden. Es zeigen:
Fig. 1 eine Dunkelfeld-Maske (a.)), anhand des Layouts
bestimmte kritische Bereiche (b.)), die Außenum
randung eines zusammenhängenden Bereichs in dem
Layout (c.));
Fig. 2 die Dunkelfeld-Maske wie in Fig. 1 (a.)), die an
hand des Layouts bestimmten kritischen Bereiche
(b.)) und die mit den bekannten Verfahren ermit
telten Ergebnisse (c.), d.));
Fig. 3 eine weitere Dunkelfeld-Maske (a.)), die anhand
des Layouts der Dunkelfeld-Maske bestimmten kri
tischen Bereiche (b.)) und die Außenumrandungen
der zusammenhängenden Bereiche (c.));
Fig. 4 eine weitere Dunkelfeld-Maske mit aufeinander
stoßenden, in verschiedene Richtungen sich er
streckenden geraden Abschnitten (a.)), zusätzlich
eingezeichnetem Überlappungsbereich zwischen den
geraden Abschnitten (b.)) und ein vergrößerter
kreisförmiger Ausschnitt aus b.) mit einer Außen
umrandung um einen Überlappungsbereich, durch die
ein Phasenkonflikt signalisiert wird (c.));
Fig. 5 eine weitere Dunkelfeld-Maske, welche im Ver
gleich mit Fig. 4 eine zweifache T-Struktur auf
weist (a.)), die Maskenstruktur mit zusätzlich
eingezeichneten Überlappungsbereichen und Außen
umrandungen (b.));
Fig. 6 eine weitere, einen Endbereich aufweisende Dun
kelfeld-Maske (a.) und die Dunkelfeldmaske mit
dem kritischen Bereich (schraffiert) und der Um
randung um den Endbereich (b.);
Fig. 7 eine Hellfeld-Maske (a.)), zusätzlich eingezeich
nete phasenschiebende Elemente um die undurch
sichtigen, kritischen Strukturbereiche der Maske
(b.)), zusätzlich eingezeichnete Überlappungsbe
reiche zwischen den geraden Abschnitten der un
durchsichtigen, kritischen Strukturbereiche der
Maske (c.)), zusätzlich eingezeichnete Außenumran
dungen um zusammenhängende Bereiche oder Überlap
pungsbereiche, durch die sich Phasenkonflikte er
geben (d.)) und ein vergrößerter kreisförmiger
Ausschnitt aus d.) mit einer Außenumrandung um
einen Überlappungsbereich, durch die ein Phasen
konflikt signalisiert wird (e.));
Fig. 8 ein weiteres Beispiel für eine erfindungsgemäß zu
behandelnde Hellfeld-Maskenstruktur;
Fig. 9 die Hellfeld-Maske mit zusätzlich eingezeichneten
phasenschiebenden Elementen um die undurchsichti
gen, kritischen Strukturbereiche;
Fig. 10a-c die Hellfeld-Maske der Fig. 9 mit zusätzlich ein
gezeichneten Überlappungsbereichen (hell) zwi
schen geraden Abschnitten der undurchsichtigen,
kritischen Strukturbereiche (a.)) und vergrößerte
kreisförmige Ausschnitte aus a.) zur Definition
der Endbereiche (b.), c.));
Fig. 11 die Hellfeld-Maske der Fig. 9 mit zusätzlich ein
gezeichneten Außenumrandungen um zusammenhängende
Bereiche und Überlappungsbereiche;
Fig. 12 ein Ausschnitt einer mit einer Hellfeld-Phasen
maske zu fertigenden Gate-Ebene.
Fig. 13 die Dunkelfeld-Phasenmaskenstruktur der Fig. 2 zur
Erläuterung des vorgenannten Verfahrens zum Behe
ben der Phasenkonflikte;
Fig. 14 eine Hellfeld-Phasenmaskenstruktur zur Erläute
rung eines Verfahrens zum Beheben der Phasenkon
flikte;
Fig. 15 die Hellfeld-Phasenmaskenstruktur der Fig. 14 mit
zusätzlichen phasenschiebenden Bereichen;
Fig. 16 die Hellfeld-Phasenmaskenstruktur der Fig. 15 mit
zusätzlich eingezeichneten Bereichsumrandungen
und großen Außenumrandungen;
Fig. 17 die Hellfeld-Phasenmaskenstruktur der Fig. 16 mit
den zusätzlichen, die phasenschiebenden Bereiche
bedeckenden Bereiche der Verbindungswege (Bedec
kungsbereiche).
Zunächst wird anhand von Ausführungsbeispielen der Fig. 1
bis 12 der erste Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens - das
Feststellen von Phasenkonflikten - erläutert.
In den Fig. 1 und 2 werden anhand ein und derselben Dun
kelfeld-Maskenstruktur die Unterschiede zwischen bekannten
Verfahren zur Feststellung von Phasenkonflikten (Fig. 2) und
dem erfindungsgemäßen Verfahren (Fig. 1) dargestellt.
Eine Dunkelfeld-Maske 10 weist durchsichtige Bereiche 1 auf,
die in elektrische Schaltungselemente wie Leiterbahnen oder
dergleichen abzubilden sind.
In Fig. 2b sind die durchsichtigen Bereiche als schraffierter
Polygonzug dargestellt. Zwischen den einzelnen Abschnitten
des Polygonzuges befinden sich kritische Bereiche 2, in denen
der Abstand zwischen einzelnen Abschnitten des Polygonzuges
einen vorgegebenen Mindestwert unterschreitet. Die Aufgabe
besteht darin, den einzelnen Abschnitten des Polygonzuges die
Phasen zuzuweisen, welche eine Phasendifferenz Δϕ = 180° auf
weisen.
Ausgehend von der Fig. 2b führt das Verfahren gemäß der
Druckschrift D1 (US-PS-5,923,566) zur Festlegung freier Räume
F1, F2 und F3, wie in Fig. 2c dargestellt ist. Die freien Räu
me F1 und F3 zeigen dabei denselben durch F1 bestimmten ele
mentaren Phasenkonflikt an. F3 setzt sich zusammen aus F1 und
F2, wobei F2 aufgrund seiner geraden Anzahl der Wechselwirkungen
(4) keinen Phasenkonflikt darstellt. Es wird somit
ein und derselbe Phasenkonflikt unnötigerweise zweifach ange
zeigt.
Das in der eingangs genannten Publikation von Moniwa et al.
beschriebene Verfahren ist in Fig. 2d dargestellt und liefert
die drei Zyklen (1251), (123451) und (23452). Unter diesen
Zyklen weisen nur die beiden erstgenannten eine ungerade An
zahl von Knoten auf und stellen dementsprechend zwei Phasen
konflikte dar. Der zweitgenannte Zyklus setzt sich aus den
beiden anderen elementaren Zyklen zusammen. Da der dritte Zy
klus eine geradzahlige Anzahl von Knoten aufweist, existiert
in Wirklichkeit nur ein Phasenkonflikt, der durch den ersten
elementaren Zyklus bestimmt ist und unnötigerweise mit dem
zweiten Zyklus doppelt angedeutet ist.
Demgegenüber werden bei dem erfindungsgemäßen Verfahren nach
Bestimmung der kritischen Bereiche 2 außerhalb der durchsich
tigen und der kritischen Bereiche 1 und 2 liegende zusammen
hängende Bereiche 3 bestimmt, die in Fig. 1b als Flächen L1
und L2 bezeichnet sind. Diese Flächen werden nachfolgend auch
als Länder bezeichnet. Anschließend werden die Außenumrandun
gen 4 dieser Länder bestimmt und deren Wechselwirkungen bzw.
Berührungsstrecken mit den kritischen Bereichen 2 ermittelt.
Wie in Fig. 1c zu sehen ist, gibt die Außenumrandung des Lan
des L1 den einzigen erwarteten Phasenkonflikt effizienter
weise eindeutig wieder. Der lokalisierte Phasenkonflikt ist
durch die als Polygonzug in Fig. 1c dargestellte Außenumran
dung 4 visualisiert. Die Außenumrandung um das Land L2 zeigt
dagegen keinen Phasenkonflikt an, da die Anzahl der Berüh
rungsstrecken mit kritischen Bereichen 2 gerade (4) ist.
In der Fig. 3 ist eine komplexere Dunkelfeld-Maske 100 darge
stellt, mit der die Unzulänglichkeit des in der Druckschrift
D1 beschriebenen Verfahrens im Vergleich mit der vorliegenden
Erfindung dargestellt wird. Zunächst werden gemäß Fig. 3b die
durchsichtigen Bereiche 1 in Form von Polygonzügen dargestellt
und kritische Bereiche 2 zwischen ihnen bestimmt. Dann
werden die Länder L1 bis L4 wie dargestellt festgelegt. Gemäß
Fig. 3c zeigen diejenigen Außenkonturen 4a, 4b und 4c der
Länder, die eine ungeradzahlige Anzahl von Berührungsstrecken
mit kritischen Bereichen 2 aufweisen, die lokalisierten Pha
senkonflikte an. Im vorliegenden Fall wird mit dem Verfahren
der Druckschrift D1 der durch die Außenumrandungen von L3 lo
kalisierte Phasenkonflikt nicht erfaßt. Der Grund hierfür
ist, daß dieser verschachtelte Phasenkonflikt durch zwei
freie Räume, nämlich die Länder L3 und L4 mit geraden Zahlen
von Wechselwirkungen 8 bzw. 6 eingegrenzt wird. Dieses Bei
spiel zeigt also die Zuverlässigkeit des erfindungsgemäßen
Verfahrens gegenüber dem Verfahren der D1 hinsichtlich Dun
kelfeld-Masken.
Die vorstehend beschriebenen Dunkelfeld-Masken sind so ge
formt, daß die kritischen Bereiche rechteck- oder allgemeiner
gesagt trapezförmige Abschnitte unterschiedlicher Länge sind,
die sich entlang einer Richtung erstrecken. Es kann jedoch
auch der Fall auftreten, daß zwei oder mehr derartige tra
pezförmige, gerade Abschnitte, die sich in unterschiedliche
Richtungen erstrecken, aufeinander stoßen. In diesem Fall
kommt zu der Bestimmung von Ländern die Bestimmung von Über
lappungsbereichen zwischen diesen trapezförmigen geraden Ab
schnitten hinzu. Ein Beispiel für eine derartige Phasenmaske
ist in der Fig. 4 dargestellt. Auf dieser Phasenmaske 10 sind
drei durchsichtige Bereiche 1 derart relativ zueinander ange
ordnet, daß kritische Bereiche 2 entstehen, innerhalb derer
die durchsichtigen Bereiche 1 einen vorgegebenen Mindestab
stand voneinander unterschreiten. Die kritischen Bereiche 2
bilden ein T-förmiges Gebilde, bei welchem also zwei recht
eckförmige, gerade Abschnitte aufeinander zulaufen und einen
Überlappungsbereich 13 bilden. Der Überlappungsbereich 13
wird dadurch bestimmt, daß die sich kreuzenden geraden Ab
schnitte über die Punkte, an denen sie aneinander stoßen,
hinausgezeichnet werden, wobei die Schnittmenge der gezeich
neten Fortsetzungslinien den Überlappungsbereich 13 definiert.
Zur Ermittlung des entarteten kritischen Bereiches
wird von dem kritischen Bereich 2 der Überlappungsbereich 13
abgezogen. Die Außenumrandung 14 um den Überlappungsbereich
13 weist somit drei Berührungsstrecken mit den drei entarte
ten kritischen Bereichen 2a auf und signalisiert damit auf
grund der ungeraden Anzahl der Berührungsstrecken einen Pha
senkonflikt.
In der Fig. 5 ist im oberen Teilbild a.) eine weitere Dunkel
feld-Maskenstruktur dargestellt, welche im Vergleich mit der
in der Fig. 4 gezeigten einfachen T-Struktur eine zweifache
T-Struktur (2T-Struktur) zeigt. Gemäß dem unteren Teilbild
b.) werden zwei Überlappungsbereiche 13 ermittelt und diese
von den kritischen, undurchsichtigen Bereichen 2 abgezogen,
woraus sich die entarteten kritischen Bereiche 2a ergeben.
Die Außenumrandungen 14 um die Überlappungsbereiche 13 weisen
jeweils drei Berührungsstrecken mit Endabschnitten gerader,
entarteter kritischer Bereiche 2a auf, so daß dadurch zwei
Phasenkonflikte angezeigt werden. Dieser zweifache Phasenkon
flikt kann mit der Methode des bereits genannten US-Patents
5,923,566 nicht erfaßt werden.
Bei den Dunkelfeld-Masken der Fig. 1 bis 3 existieren kei
ne derartigen Überlappungsbereiche 13. Somit sind in diesen
Fällen die kritischen Bereiche identisch mit den entarteten
kritischen Bereichen.
In den Fig. 6a, b ist eine weitere Dunkelfeld-Maske darge
stellt, in der ein weiterer Bereichstyp enthalten ist, der
einen Phasenkonflikt beinhaltet. In der Fig. 6a ist zunächst
die Dunkelfeld-Maskenstruktur dargestellt, welche einen zu
sammenhängenden durchsichtigen Bereich 1 aufweist, der bei
spielsweise eine von der Phasenmaske abzubildende Leiterbahn
struktur darstellt und von undurchsichtigem Gebiet umgeben
ist. Der durchsichtige Bereich 1 ist so geformt, daß er zwi
schen zwei Streckenabschnitten einen kritischen, undurchsich
tigen Bereich 2 umschließt, der eine vorgegebene Strukturgröße
unterschreitet. Dieser kritische Bereich 2 endet somit
inmitten eines Gebiets bestehend aus dem durchsichtigen Be
reich 1. In diesem Fall ist ein sogenannter Endbereich 13a zu
erzeugen. Der Endbereich 13a wird dadurch generiert, daß eine
Umgrenzungslinie oder Außenumrandung 14 derart um den Endbe
reich 13a gezogen wird, daß sie den kurzen Seitenrand des En
dabschnitts des kritischen Bereichs 2 berührt. Anschließend
werden wieder wie erwähnt entartete kritische Bereiche 2a
durch Abziehen von eventuell vorhandenen Überlappungsberei
chen 13 von den kritischen Bereichen 2 generiert. Da im vor
liegenden Fall der kritische Bereich 2 keinen Überlappungsbe
reich 13 enthält, wird aus ihm ohne Veränderung ein entarte
ter kritischer Bereich 2a (schraffiert) generiert. Die Außen
umrandung 14 weist somit eine Berührungsstrecke mit dem ent
arteten kritischen Bereich 2a auf, so daß wegen der ungeraden
Anzahl von Berührungsstrecken ein Phasenkonflikt durch sie
angezeigt wird.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele gemäß einem zweiten
Aspekt des erfindungsgemäßen Verfahrens hinsichtlich der An
wendung auf Hellfeld-Masken dargestellt. In Fig. 7a ist ein
einfaches Ausführungsbeispiel für eine Hellfeld-Maskenstruk
tur 20 dargestellt, welche undurchsichtige Bereiche 21 vor
einem durchsichtigen Hintergrund enthält. Gemäß Fig. 7b wer
den zunächst phasenverschiebende Elemente 22 (schraffiert
dargestellt) beidseits der undurchsichtigen, kritischen Be
reiche 21 festgelegt. Als kritische Bereiche 21 gelten solche
Bereiche, die eine bestimmte, vorgegebene Mindestbreite oder
Mindeststrukturgröße unterschreiten. Die Festlegung dieser
phasenverschiebenden Elemente kann beispielsweise wie in der
US-PS-5,537,648 (Fig. 6 und zugehöriger Beschreibungstext)
erfolgen. Diese Druckschrift wird insbesondere bezüglich die
ser Prozedur in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden An
meldung einbezogen. Anschließend werden gemäß Fig. 7c in
ebensolcher Weise wie bereits im Zusammenhang mit der Dunkel
feld-Maske der Fig. 5 beschrieben, Überlappungsbereiche 23
zwischen geraden Abschnitten der kritischen Bereiche 21 festgestellt.
Durch Abziehen der Überlappungsbereiche 23 von den
kritischen Bereichen 21 werden entartete kritische Bereiche
21a generiert. Dann werden große Außenumrandungen 24 zu den
Überlappungsbereichen 23 und Ländern generiert, wie in dem
kreisförmigen Ausschnitt e) aus Fig. 7d) zu sehen ist. Ein
Phasenkonflikt liegt genau dann vor, wenn eine Außenumrandung
24 eine ungerade Zahl von Wechselwirkungen bzw. Berührungs
strecken mit entarteten kritischen Bereichen 21a aufweist.
Gemäß dem Ausschnitt e) steht die Außenumrandung 24 um den
Überlappungsbereich 23 mit den drei entarteten kritischen Be
reichen 21a in Berührung und signalisiert somit, in eindeuti
ger Weise einen T-Phasenkonflikt.
Dieser Phasenkonflikt wird durch das Verfahren gemäß der
Druckschrift D2 nicht erfaßt, denn bei Anwendung des unge
richteten Konfliktgraphs ergibt sich kein Zyklus, da nämlich
nur zwei phasenverschiebende Elemente und eine zusammenhän
gende kritische Struktur vorhanden sind.
In der Fig. 7c ist zu sehen, daß auch Überlappungsbereiche 23
auch solche Bereiche sind, an denen lediglich zwei gerade Ab
schnitte der undurchsichtigen Bereiche 21, die in verschie
dene Richtungen verlaufen, aneinanderstoßen, insbesondere al
so Knickstellen des abzubildenden Schaltungselements wie ei
ner Leiterbahn. Zur Ermittlung der entarteten kritischen Be
reiche 21a werden diese ebenfalls von den kritischen Be
reichen 21 abgezogen. Sie stellen jedoch regelmäßig keine
Phasenkonflikte dar, da die ihnen zugehörigen Außenumrandun
gen nur mit zwei entarteten kritischen Bereichen 21a, somit
einer geraden Anzahl von entarteten kritischen Bereichen 21a
Berührungsstrecken aufweisen. Allgemein gesagt, sind Phasen
konflikte an Verzweigungsstrukturen wie T-Verzweigungen vor
handen, von denen ausgehend sich mindestens drei gerade Ab
schnitte in unterschiedliche Richtungen erstrecken.
In den Fig. 8 bis 11 wird die Wirkungsweise des erfin
dungsgemäßen Verfahrens gemäß seinem zweiten Aspekt anhand
einer komplexeren Hellfeld-Maskenstruktur verdeutlicht.
In der Fig. 8 ist zunächst eine Hellfeld-Maske 200 mit un
durchsichtigen Bereichen 21 dargestellt, die in Schaltungs
elemente wie Leiterbahnen oder dergleichen abzubilden sind.
Gemäß Fig. 9 werden - wie bereits erläutert - beidseits der
geraden Abschnitte der undurchsichtigen Bereiche 21 phasen
verschiebende Elemente 22 (schraffierte Polygone) bestimmt,
da die undurchsichtigen Bereiche 21 als kritisch eingestuft
werden.
Bei dieser Hellfeld-Maske 200 treten wie bei Dunkelfeld-Mas
ken zusätzlich zu den Ländern und den Überlappungsbereichen
23 zwei weitere Typen von Endbereichen 23a und 23b hinzu. Im
mer dann, wenn gerade Abschnitte der undurchsichtigen Berei
che 21 inmitten eines phasenverschiebenden Elements 22 enden,
ist ein Endbereich 23a zu generieren. Dieser wird einfach da
durch erzeugt, daß, wie in dem kreisförmig vergrößerten Aus
schnitt b) aus Fig. 10a gezeigt, eine Umgrenzungslinie des
Endbereichs 23a derartig gezogen wird, daß sie den kurzen
Seitenrand des Endabschnitts des undurchsichtigen Bereichs 21
berührt. Weiter ist - wie in dem kreisförmig vergrößerten
Ausschnitt c.) aus Fig. 10a zu sehen - ein Endbereich 23b
dort zu generieren, wo ein kritischer Bereich 21 an einem
kritischen Wechselwirkungsbereich endet. Kritische Wechsel
wirkungsbereiche sind Bereiche zwischen phasenverschiebenden
Elementen 22, in denen ein vorgegebener Abstand zwischen den
phasenverschiebenden Elementen 22 unterschritten wird. Der
Endbereich 23b wird dadurch erzeugt, daß eine Umgrenzungsli
nie des Endbereichs 23b derart gezogen wird, daß sie den kur
zen Seitenrand des Endabschnitts des kritischen Bereichs 21
an der Wechselwirkungszone berührt.
In der Mitte der rechten Bildhälfte der Fig. 10a ist eine Wei
tere, einen Phasenkonflikt anzeigende dreieckige Verzweigungsstruktur
dargestellt, bei der drei gerade undurchsich
tige Abschnitte aufeinanderstoßen. An der Stoßstelle wird ein
dreieckiger Überlappungsbereich gebildet, dessen Außenumran
dung mit den Endrändern der drei geraden entarteten kriti
schen Bereiche Berührungsstrecken aufweist und somit einen
Phasenkonflikt darstellt.
Gemäß Fig. 11 werden also Überlappungsgebiete 23 zwischen ge
raden Abschnitten der undurchsichtigen Bereiche 21 und Endbe
reiche 23a, b von geraden Abschnitten, die inmitten eines pha
senverschiebenden Elements 22 oder eines Wechselwirkungsbe
reiches enden, bestimmt. Dann werden entartete kritische Be
reiche durch Abziehen der Überlappungsbereiche 23 von den un
durchsichtigen Bereichen 21 definiert. Phasenkonflikte werden
gemäß Fig. 11 durch solche große Außenumrandungen 24 von Län
dern, Überlappungsbereichen 23 oder Endbereichen 23a, b ange
zeigt, die mit einer ungeraden Zahl von Endabschnitten der
aus den undurchsichtigen Maskenfeldern 21 abgeleiteten entar
teten kritischen Bereiche in Berührung treten. Endbereiche
23a, b für Hellfeld-Masken sowie Endbereiche 13a für Dunkel
feld-Masken signalisieren somit stets einen Phasenkonflikt,
da sie mit genau einem Endabschnitt des undurchsichtigen Be
reichs 21 in Berührung treten. In Fig. 11 sind somit die acht
eindeutig lokalisierten Phasenkonflikte 24 zu der Hellfeld-
Maskenstruktur der Fig. 8 anhand der acht dunklen Außenumran
dungen 24 zu sehen. Der zweite, auf der linken Seite des Bil
des verschachtelte Phasenkonflikt läßt sich mit dem Verfahren
der D1 nicht erfassen, da den zwei an ihn angrenzenden freien
Räumen gerade Zahlen der Wechselwirkungen 6 und 4 zugeordnet
werden. Es gibt somit zwei Typen von sogenannten Endbereichs
konflikten K1 und K2. Ein Endbereichskonflikt liegt genau
dann vor, wenn die entsprechende Linie inmitten eines phasen
verschiebenden Elements 22 (K1) oder eines kritischen Wech
selwirkungsbereiches zwischen zwei phasenverschiebenden Ele
menten 22 (K2) endet. Diese zwei Typen von Endbereichskon
flikten sind in der Fig. 11 eingezeichnet.
In Fig. 12 ist ein Ausschnitt einer Gate-Ebene dargestellt,
welche mit einer Hellfeld-Phasenmaske gefertigt werden soll.
Die darin dargestellten Leiterbahnen minimaler Breite sind
kritische Strukturen und müssen daher mittels beidseitig an
geordneter Phasenelemente realisiert werden, während die Auf
weitungen (Kontaktflecken bez. landing pads) keine kritischen
Breiten aufweisen.
Beidseits der Leiterbahnen sind erzeugte phasenschiebende
Elemente dargestellt, welche die zwei verschiedenen Phasen 0°
und 180° aufweisen und dementsprechend mit zwei verschiedenen
Schraffuren gekennzeichnet sind. Schachbrettartig markiert
sind die Teile von Leiterbahnen (in diesem Fall sind es Ga
tes), die bei der vorgelegten Phasenzuweisung nicht korrekt
abgebildet werden können, da beide Seiten des Gates mit der
selben Phase belichtet werden. In der Figur sind sie als in
nerhalb der Umrandung 30 liegende Phasenkonflikte 34 und 35
bezeichnet. Ein weiterer Phasenkonflikt 36 liegt außerhalb
der Umrandung 30.
Die Ursache für den linken der beiden nicht lokalisierten
Phasenkonflikte ist darin zu sehen, daß das betroffene Gate
an beiden Seiten an denselben Phasenschieber angrenzt. Die
Ursache des rechten Phasenkonflikts ist nicht so einfach zu
sehen. Es stellt sich die Frage, warum keine Phasenzuweisung
gefunden werden kann, die diesen Phasenkonflikt vermeidet.
Die Ursache liegt in dem Zyklus, den die Umrandung 30 zeigt.
Entlang diesem Pfad sind fünf kritische Gates und lückenlos
fünf Phasenschieber aufgereiht. Die von diesem Pfad getroffe
nen Phasenschieber können nicht abwechselnd beiden Phasen zu
gewiesen werden. Mit Hilfe der Umrandung 30 ist diese Tatsa
che einfach nachvollziehbar. Erst durch das erfindungsgemäße
Verfahren wird aber klar angezeigt, daß in dem diskutierten
Teil des Ausschnittes tatsächlich nur ein und nicht zwei Pha
senkonflikte vorliegen.
Nachfolgend wird anhand von Ausführungsbeispielen der zweite
Teil des erfindungsgemäßen Verfahrens - das Beheben der Pha
senkonflikte der im ersten Teil festgestellten Phasenkon
flikte - anhand von Ausführungsbeispielen der Fig. 13 bis
17 erläutert.
In Fig. 13a ist erneut die Layoutstruktur für die Dunkelfeld-
Maske gemäß der Fig. 2 dargestellt. Die in dieser Struktur zu
sammenhängend aneinander angrenzenden durchsichtigen Bereiche
1 und kritischen Bereiche 2 stellen eine geschlossene Layout
gruppe dar, die von den Ländern 3, 5 und 6 umgeben ist. In
der bereits beschriebenen erfindungsgemäßen Weise wird eine
einen Phasenkonflikt anzeigende große Außenumrandung 4 um ein
weiter innen liegendes Land 5 dadurch angezeigt, daß die gro
ße Außenumrandung eine ungerade Anzahl von Wechselwir
kungsstrecken aufweist. Dann wird gemäß Fig. 13b eine Bereich
sumrandung 40 um die Layoutgruppe gezogen. Die Umrandungen 4
und 40 stellen Polygone dar, deren Polygonkanten teilweise
parallel zueinander liegen und sich gegenüberstehen. Gemäß
Fig. 13c werden zunächst gegenüberliegende parallele Kanten
paare von jeweils der Umrandung 4 und der Umrandung 40 be
stimmt. In Fig. 13c ergeben sich fünf derartige Kantenpaare.
Zwischen diesen werden Verbindungswege erzeugt und auf eine
solche Menge Verbindungswege reduziert, in denen jeder Pha
senkonflikt nur noch einmal enthalten ist. Gemäß Fig. 13c wer
den die Verbindungswege somit auf einen einzelnen Verbin
dungsweg 45 reduziert. Dieser Verbindungsweg 45 weist einen
den durchsichtigen Bereich 1 überdeckenden Abschnitt auf.
Dieser Abschnitt wird als Phasengrenze zwischen zwei Berei
chen des durchsichtigen Bereichs 1 ausgebildet, deren Pha
senverschiebungen eine Phasendifferenz von 180° voneinander
aufweisen.
Bei der Belichtung einer derartigen Phasenmaske tritt an der
durch den Verbindungsweg generierten Phasengrenze 45 eine un
erwünschte destruktive Interferenz zwischen Strahlungsbündeln
auf, die durch die aneinander angrenzenden phasenverschiebenden
Gebiete des durchsichtigen Bereichs 1 hindurchgetreten
sind und miteinander interferieren. Der dadurch entstehende
unbelichtete Bereich muß durch eine Trimmaske nachbelichtet
werden. Diese Trimmaske kann vorteilhafterweise unter Nutzung
des wie oben erhaltenen Verbindungswegs 45 generiert werden,
der beispielsweise als transmittierender Bereich einer Trim
maske ausgebildet werden kann.
In der Fig. 14 ist eine Layoutstruktur dargestellt, zu der ei
ne Hellfeld-Maskenstruktur erzeugt werden soll. Wie in Fig. 8
ist auch in Fig. 14 eine Hellfeld-Maskenstruktur mit un
durchsichtigen Bereichen 21 (gepunktet) dargestellt, die in
Schaltungselemente wie Leiterbahnen oder dergleichen abzubil
den sind.
Gemäß Fig. 15 werden - wie bereits für Fig. 9 erläutert -
beidseits der geraden Abschnitte der undurchsichtigen Berei
che 21 phasenverschiebende Elemente 22 (schraffiert) be
stimmt, da die undurchsichtigen Bereiche 21 unterhalb einer
kritischen Strukturbreite liegen. Die phasenverschiebenden
Elemente 22 weisen in der Fig. 14 zweierlei Schraffuren auf,
womit angedeutet ist, daß sie zwei verschiedene Phasenver
schiebungen mit einer Phasendifferenz zueinander von 180°
aufweisen. Phasenkonflikte ergeben sich dort, wo beidseits
eines undurchsichtigen Bereichs phasenverschiebende Elemente
22 mit gleicher Phasenverschiebung auftreten. Beispielhaft
sind drei Phasenkonflikte mit Kreisen bezeichnet.
In Fig. 16 sind zunächst der Übersichtlichkeit halber die pha
senverschiebenden Elemente mit gleichen Schraffuren darge
stellt. Ferner ist der vollständige und minimale Satz der 12
Phasenkonflikte anhand der großen Außenumrandungen 4 und der
Außenumrandungen 24 um Überlappungsbereiche und Endbereiche
bezeichnet, wie er durch das erfindungsgemäße Verfahren be
stimmt wird.
Desweiteren werden die in der beschriebenen Weise zusammen
hängenden Layoutgruppen bestimmt und um diese Bereichsumran
dungen 40 gezogen. Dabei ergeben sich fünf Layoutgruppen oder
-bereiche, die anhand der fünf eingezeichneten Bereichsumran
dungen 40 identifizierbar sind. Diese Layoutgruppen werden
unter Einbeziehung von etwaigen Wechselwirkungsbereichen ge
bildet. In der Fig. 16 befindet sich beispielsweise rechts
unten ein Wechselwirkungsbereich, der bereits in Fig. 1O zur
Erläuterung des Endbereichetyps 23b näher erläutert wurde und
in Fig. 10c vergrößert dargestellt wurde. Der in dem Wechsel
wirkungsbereichs enthaltene Endbereich 23b, die übrigen End
bereiche 23a, die Phasenkonflikte enthaltenden Überlappungs
bereiche 23 sowie Phasenkonflikte bildende Länder sind nicht
Teil der Layoutgruppe.
Dann werden Paare von gegenüberliegenden Kanten zwischen den
Phasenkonflikt-Polygonen in Gestalt derer Außenumrandungen 4
oder 24 und jeweils am nächsten benachbarten weiter außen
liegenden Bereichsumrandungen 40 als auch zwischen den Pha
senkonflikt-Polygonen 4 und 24 unter sich bestimmt und zwi
schen den Kanten jedes dieser Paare ein Verbindungsweg gebil
det. Die Menge der erhaltenen Verbindungswege wird dann auf
diejenige Menge reduziert, in der jeder Phasenkonflikt, d. h.
jede Außenumrandung 4, 24, durch die ein Phasenkonflikt ange
zeigt wird, nur einmal vorkommt.
In Fig. 17 sind die zwei Typen phasenverschiebender Elemente
22, deren Phasenverschiebungen eine Phasendifferenz von 180°
voneinander aufweisen, erneut mit zwei verschiedenen Schraf
furen dargestellt. Zusätzlich sind als schwarze Striche 45
die Bereiche der Verbindungswege eingezeichnet, die über pha
senverschiebende Elemente 22 verlaufen. Die Verbindungswege
sind bereits auf die vorgenannte Menge Verbindungswege redu
ziert worden, in denen jeder Phasenkonflikt, d. h. jede Außen
umrandung 4, 24 nur einmal vorkommt. Die somit erhaltenen die
phasenverschiebenden Elemente 22 überdeckenden Abschnitte 45
der Verbindungswege werden als Phasengrenzen innerhalb eines
phasenverschiebenden Elements 22 ausgebildet, durch welche
ein phasenverschiebendes Element 22 in zwei phasenverschie
bende Bereiche aufgeteilt wird, deren Phasenverschiebungen
voneinander eine Phasendifferenz von 180° aufweisen.
Wie man anhand der in der Mitte der rechten Hälfte der
Fig. 14 bis 17 enthaltenen dreieckförmigen Verzweigung und des
dazugehörigen dreieckförmigen Überlappungsbereichs 23 und der
dreieckförmigen Außenumrandung 24 erkennen kann, ist es nicht
immer der Fall, daß die Verbindungswege zwischen parallelen
Kanten erzeugt werden. Bei derartigen Phasenkonflikten wird
lediglich von der Außenumrandung 24 ausgehend ein Verbin
dungsweg zu der weiter außen liegenden Layoutumrandung 40 (im
gezeigten Fall zu einer Knickstelle zwischen zwei Polygonkan
ten) gezogen.
An dem bereits erwähnten Wechselwirkungsbereich im Bild
rechts unten wird ein Verbindungsweg am Rand des Wechselwir
kungsbereichs und somit am Rand eines phasenverschiebenden
Bereichs erzeugt. In diesem Fall wird durch diesen Verbin
dungsweg angezeigt, daß der auf der gegenüberliegenden Seite
vorhandene phasenverschiebende Bereich eine - wie durch die
Schraffuren angezeigt - entgegengesetzte Färbung bzw. Phasen
verschiebung erhalten soll.
Ebenso wie im Fall der Dunkelfeld-Maske tritt auch hier bei
der Belichtung der Phasenmaske an den Phasengrenzen 45 de
struktive Interferenz zwischen Strahlungsbündeln auf, die
durch die aneinander angrenzenden phasenverschiebenden Ele
mente 22 hindurchgetreten sind und miteinander interferieren.
Der dadurch entstehende unbelichtete Bereich muß durch eine
Trimmaske nachbelichtet werden. Diese Trimmaske kann wiederum
vorteilhafterweise unter Nutzung der wie oben erhaltenen Ver
bindungswegs 45 generiert werden, die beispielsweise als
transmittierende Bereiche der Trimmaske ausgebildet werden
können.
Die exakte Position der ausgewählten Verbindungswege und der
durch sie definierten Phasengrenzen 45 ist dabei in relativ
weiten Grenzen wählbar, da in vielen Fällen bei der Selektion
der minimalen Menge der Verbindungswege auch andere Verbin
dungswege erhalten werden können, indem beispielsweise ein
anderes Kantenpaar ausgewählt wird und/oder die Lage des Ver
bindungsweges entlang der Länge der sich gegenüberstehenden
Kanten verändert wird.