DE10051148C2 - Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels - Google Patents

Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels

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Description

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Versorgen eines zumindest eine Steuereinrichtung, ein Zündmittel und eine Schaltstufe für das Zündmittel aufweisenden Insassenschutz­ mittels für ein Kraftfahrzeug aus einer Bordspannung des Kraftfahrzeuges und aus einer Busversorgungsspannung eines das Insassenschutzmittel steuernden Steuerbusses.
Anordnungen zum Auslösen eines Insassenschutzmittels in einem Kraftfahrzeug haben üblicherweise einen Sensor zur Unfaller­ kennung, eine dem Sensor nachgeschaltete Steuereinrichtung, eine mit dieser verbundene Zündeinrichtung (z. B. Schaltstu­ fe), mindestens eine mit der Zündeinrichtung über einen Steu­ erbus verbundene Zündeinrichtung (z. B. eine Schaltstufe) so­ wie mindestens ein mit der Zündeinrichtung elektrisch gekop­ peltes Zündmittel (z. B. eine Zündpille) für das Insassen­ schutzmittel.
Die Zündeinrichtung und die Steuereinrichtung sollen beim An­ legen der Versorgungsspannung des Steuerbusses (Busspannung) miteinander sowie mit weiteren Einheiten (z. B. Busmaster) kommunizieren können, ohne dass beim Einschalten der Bord­ spannung (z. B. Batteriespannung) die Kommunikation unterbro­ chen wird. Darüber hinaus darf die Steuereinrichtung bei al­ leiniger Versorgung aus der Busspannung nicht in der Lage sein, eine Zündung auszulösen. Um dies zu erreichen, werden bislang die Busspannung und die Bordspannung am gleichen Schaltungspunkt eingespeist. Dabei werden alle Funktionen der gesamten Anordnung erfüllt unabhängig davon, aus welcher der beiden Spannung die Speisung erfolgt. Das Zünden der Insas­ senschutzmittel sowie ein Verhindern einer Zündung wird rein durch die Steuereinrichtung und damit in der Regel über die Software gesteuert. Demzufolge ist die Störanfälligkeit einer derartigen Anordnung verhältnismäßig hoch, was beispielsweise zu einem ungewollten Auslösen des Insassenschutzmittels und damit zu einer Gefährdung der Insassen durch das Insassen­ schutzmittel selbst nach sich ziehen kann.
Aus der EP 0 316 314 B1 ist eine Vorrichtung zum Versorgen eines zumindest eine Steuereinheit, ein Zündmittel und eine Schaltstufe für das Zündmittel aufweisenden Insassenschutz­ mittels eines Kraftfahrzeugs bekannt. Dabei ist das Bordnetz mit einem ersten Spannungsumsetzer verbunden, aus welchem ein erster Energiespeicherkondensator gespeist wird. Aus diesem Energiespeicherkondensator wird im Notfall die Versorgungs­ spannung der Steuereinheit sichergestellt. Entsprechend ist der erste Spannungsumsetzer als Tiefsteller ausgebildet, der die Bordnetzspannung in eine für die Versorgung der Steuer­ einheit geeignete Spannung umsetzt. Das Bordnetz ist weiter­ hin mit einem zweiten Energiespeicherkondensator verbunden, welcher im Notbetrieb die Funktionsfähigkeit der Schaltstufe sicherstellen soll. Unterschreitet die Bordnetzspannung einen vorgegebenen Sollwert, so wird der zweite Energiespeicherkon­ densator von der Versorgungsspannung abgetrennt und stattdes­ sen mit einem zweiten Spannungswandler verbunden. Dieser zweite Spannungswandler setzt die in der Steuereinheit ver­ fügbare Ausgangsspannung des ersten Energiespeicherkondensa­ tors in eine Sollspannung des zweiten Energiespeicherkonden­ sators um und lädt diesen dabei auf. Auf diese Weise ist si­ chergestellt, dass der zweite Energiespeicherkondensator auch bei starkem Absinken der Versorgungsspannung mit der für eine sichere Betätigung der Schaltstufe notwendigen Sollspannung aufgeladen bleibt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Ver­ sorgen eines Insassenschutzmittels aus einer Bordspannung des Kraftfahrzeuges und aus einer Busversorgungsspannung des Steuerbusses anzugeben, bei der eine Zündung des Insassen­ schutzmittels bei Ausfall der Bordspannung mit höherer Si­ cherheit ausgeschlossen wird.
Vorteil der Erfindung ist es, dass die Verhinderung einer un­ erwünschten Zündung allein durch schaltungstechnische Maßnah­ men, also durch Hardware, erreicht wird, wodurch die Störan­ anfälligkeit deutlich verringert wird. Das Steuergerät geht dabei ohne Unterbrechung der Überwachungsfunktion vom Zustand mit ausschließlicher Bus-Kommunikation und damit mit aus­ schließlicher Speisung aus der Busversorgungsspannung in den Normalzustand mit Versorgung aus der Bordspannung über. Ist die Busversorgungsspannung vorhanden, jedoch die Bordspannung nicht (unterhalb einer Schwelle), dann ist nur die Buskommu­ nikation möglich, jedoch nicht ein Zünden. Ein Zünden wird erst bei ausreichender Bordspannung zugelassen.
Erreicht wird dies im einzelnen bei einer eingangs genannten Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels durch einen ersten Spannungsumsetzer, der die Bordspannung in eine Zwischenspannung umsetzt, wobei der erste Spannungsumsetzer nur oberhalb eines bestimmten Wertes der Bordspannung die vorgesehene Zwischenspannung zur Ansteuerung der Schaltstufe erzeugt. Des Weiteren ist eine dem ersten Spannungsumsetzer nachgeschaltete Spannungsauswahlschaltung vorgesehen, der zu­ dem die Busversorgungsspannung zugeführt wird und die aus Zwischenspannung und Busversorgungsspannung die höhere Span­ nung auswählt. Schließlich ist der Spannungsauswahlschaltung ein zweiter Spannungsumsetzer nachgeschaltet, der die Bordspannung in eine Versorgungsspannung für die Steuereinheit umsetzt.
Bevorzugt ist dem ersten Spannungsumsetzer eine Boosterschal­ tung nachgeschaltet, welche eine Boosterspannung zur Aktivie­ rung der Schaltstufe erzeugt, welche höher ist als eine zur Zündung des Zündmittels vorgesehene, die Schaltstufe speisen­ de Zündspannung. Auf diese Weise lassen sich zur Aktivierung bzw. Deaktivierung der Schaltstufe eingesetzte High-Side- Schalter ansteuern. High-Side-Schalter haben den Vorteil, dass sie zum Durchschalten eine höhere Spannung benötigen als die zu schaltende Spannung. Demzufolge ist die Störanfällig­ keit bei derartigen Schaltern geringer, da bei Störungen in den wenigsten Fällen die notwendig hohen Ansteuerspannungen erreicht werden.
Weiterhin kann vorgesehen werden, dass der erste Spannungsum­ setzer eine Einrichtung aufweist, die unterhalb des bestimm­ ten Wertes der Bordspannung den ersten Spannungsumsetzer de­ aktiviert. Auf diese Weise werden dem Spannungsumsetzer nach­ folgende Einheiten definitiv von der Bordspannung abgetrennt und somit die Gefahr einer ungewollten Zündung weiter herab­ gesetzt.
Bevorzugt weist die Schaltstufe eine Schaltendstufe und einen durch die Boosterspannung angesteuerten, in Reihe zur Schalt­ endstufe geschalteten Safing-Schalter auf, der zum Aktivieren und Deaktivieren der Schaltstufe die Schaltendstufe auf die Zündspannung aufschaltet. Als Schaltendstufe wird dabei be­ vorzugt eine Kombination aus einem High-Side-Schalter und ei­ nem Low-Side-Schalter vorgesehen, über die das Zündmittel (Zündpille) auf die Zündspannung aufgeschaltet werden. In Reihe zur Schaltendstufe wird dann bevorzugt ein weiterer High-Side-Schalter als Safing-Schalter vorgesehen, wobei die­ ser High-Side-Schalter vorzugsweise durch die Boosterspannung angesteuert wird.
Die Zündspannung kann dabei an einem Zündkondensator abge­ griffen werden, der über einen steuerbaren Ladeschalter auf eine Zündspannungsquelle aufschaltbar ist, wobei der Lade­ schalter durch die Boosterschaltung gesteuert wird. Zur wei­ teren Erhöhung der Störsicherheit wird also auch die Zünd­ spannung in Abhängigkeit von der Bordspannung freigegeben oder nicht.
Darüber hinaus kann auch die Boosterschaltung eine Einrich­ tung aufweisen, die unterhalb des bestimmten Wertes der Bord­ spannung die Boosterschaltung deaktiviert.
Vor allem bei den üblichen 12 Volt bzw. 24 Volt-Bordnetzen ist es im Hinblick auf einen hohen Wirkungsgrad vorteilhaft, wenn der erste Spannungsumsetzer ein Hochsetzsteller und/oder der zweite Spannungsumsetzer ein Tiefsetzsteller ist. Anstel­ le eines Tiefsetzstellers könnte aber auch (mit schlechterem Wirkungsgrad) ein Linearregler, ein Spannungsteiler, etc. eingesetzt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer Boosterschaltung ist eine Gleichspannungsquelle vorgesehen, die über zwei in Reihe geschaltete erste Dioden auf einen die Boosterspannung führenden ersten Ausgangskondensator diesen ladend aufge­ schaltet ist, wobei die Zwischenspannung über einen ersten Pumpkondensator an den Abgriff zwischen den ersten beiden Di­ oden angelegt wird.
Eine dazu alternative, bevorzugte Boosterschaltung weist ei­ nen Speicherkondensator auf, der über zwei in Reihe geschal­ tete zweite Dioden auf einen die Boosterspannung führenden zweiten Ausgangskondensator diesen ladend aufgeschaltet ist, wobei die Zwischenspannung zum einen über einen zweiten Pump­ kondensator an den Abgriff zwischen den beiden zweiten Dioden angelegt wird und zum anderen über eine dritte Diode an den Abgriff zwischen einer der beiden zweiten Dioden und den Speicherkondensator diesen ladend angelegt wird.
Schließlich kann die Schaltstufe eine Einrichtung zur Akti­ vierung und Deaktivierung der Schaltstufe aufweisen, welche durch die Boosterspannung gespeist und durch die vom zweiten Spannungsumsetzer bereitgestellte Versorgungsspannung für die Steuereinheit angesteuert wird. Durch diese Maßnahmen wird ein weiterer Deaktivierungsmechanismus gebildet, der Störun­ gen unterdrückt und somit die gesamte Störsicherheit erhöht.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes allgemeines Ausführungsbeispiel einer er­ findungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 eine zweite detaillierte Ausführungsform einer erfin­ dungsgemäßen Vorrichtung und
Fig. 3 eine alternative Ausführungsform einer Boosterschal­ tung bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform wird eine bei­ spielsweise durch die Fahrzeugbatterie bereitgestellte Bord­ spannung U an einen Hochsetzsteller 1 angelegt, der daraus eine gegenüber der Bordspannung U höhere Zwischenspannung Z erzeugt. So beträgt der Nennwert der Bordspannung U bei­ spielsweise 12 Volt, während die Zwischenspannung Z einen Nennwert von ca. 30 Volt aufweist. Die Zwischenspannung Z wird anschließend sowohl an eine Spannungsauswahlschaltung 2 als auch eine Boosterschaltung 8 angelegt. Die Spannungsaus­ wahlschaltung 2 erhält zudem eine einen Steuerbus 11 speisen­ de Busspannung V. Die Busspannung V kann dabei ebenfalls ei­ nen Nennwert von 12 Volt haben. Die Spannungsauswahlschaltung 2 wählt aus der Zwischenspannung Z und der Busspannung V die­ jenige Spannung aus, welche die höhere von beiden ist, und stellt diese an ihrem Ausgang bereit. Der Spannungsauswahl­ schaltung 2 folgt ein Tiefsetzsteller 3, der aus der Zwischenspannung Z bzw. der Busspannung V je nach dem, welche der Spannungen höher ist, in eine Versorgungsspannung S für eine Steuereinheit 5 um. Die Versorgungsspannung S kann dabei beispielsweise einen Nennwert von 5 Volt haben. Die Steuer­ einheit 5 ist dabei über eine Busschnittstelle 4 mit dem Steuerbus 11 gekoppelt. Die Steuereinheit 5 steuert schließ­ lich eine Schaltstufe 6, welche eine Zündpille 7 auf eine Zündspannung Y aufschaltet. Die Zündspannung Y wird dabei ü­ ber einen Safing-Schalter 10 an die Schaltstufe 6 angelegt und somit freigegeben, wenn die zur Steuerung des Safing- Schalters 10 vorgesehene Boosterspannung B ausreichend hoch ist. Die Zündspannung Y wird durch eine gesteuerte Spannungs­ quelle 9 bereitgestellt, die ihrerseits durch die Zwischen­ spannung Z versorgt und durch die Boosterspannung B gesteuert wird.
Erfindungswesentlich ist es, dass die zur grundlegenden Ver­ sorgung vorgesehenen Spannungen, nämlich die Bordspannung U und die Busspannung V aufgetrennt und an verschiedenen Punk­ ten eingespeist werden. Dabei wird die Busspannung V an den Eingang des Tiefsetzstellers 3 angelegt. Der Hochsetzsteller 1 ist darüber hinaus so ausgebildet, dass er sich bei fehlen­ der Bordspannung U selbst deaktiviert. Beim Tiefsetzsteller 4 kann zudem vorgesehen werden, dass er durch einen positiven Spannungsimpuls gestartet wird. Die dem Hochsetzsteller 1 nachgeschaltete Boosterschaltung 8 dient dazu, die Booster­ spannung B, die höher ist als die Zwischenspannung Z zu er­ zeugen, so dass mittels der Boosterspannung B ein beispiels­ weise als Safing-Schalter dienender High-Side-Schalter und eines zur Ladekontrolle eines in Fig. 1 nicht gezeigten Zündkondensators dienender High-Side-Schalter angesteuert werden kann. Die Boosterspannung B wird also nur bei Auftre­ ten einer ausreichenden Bordspannung U erzeugt. Der Safing- Schalter 10 kann demzufolge nicht durchgeschaltet werden, wenn nur die Busspannung V vorliegt.
Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel ist gegenüber dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weiter detailliert. So besteht beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 der Hoch­ setzsteller 1 aus einer Diode 12 und einer Spule 13, die in Reihe zueinander zwischen Eingang und Ausgang des Hochsetz­ stellers 1 geschaltet sind. Dem Ausgang ist die Laststrecke eines Transistors 14 parallel geschaltet, der durch eine Schaltersteuerung 15 zum Zwecke der Spannungsumsetzung ange­ steuert wird, wobei die Schaltersteuerung nur dann aktiviert ist, wenn ein ihr vorgeschalteter Komparator 16 einen Wert der Bordspannung U feststellt, der höher ist als ein Grenz­ wert R.
Der die Zwischenspannung Z führende Ausgang des Hochsetzstel­ lers 1 ist über eine Diode 17 auf einen Knotenpunkt geführt, an den über eine entsprechend gepolte Diode 18 die Busspan­ nung V angelegt ist. Dem Knotenpunkt zwischen Diode 17 und Diode 18 ist ein Kondensator 19 zur Glättung nachgeschaltet. Die beiden Dioden 17 und 18 erfüllen die Funktion als Span­ nungsauswahlschaltung dadurch, dass der zwischen ihnen be­ findliche Knotenpunkt auf ein Potential gezogen wird, das in etwa der höheren Spannung aus Bordspannung U und Busspannung V ist. Durch das Anheben des Knotenpunktes zwischen den bei­ den Dioden 17 und 18 wird aber somit die Diode gesperrt, die zu der niedrigeren Spannung aus Bordspannung U und Busspan­ nung V führt. Die Diode 17 und der Kondensator 19 erfüllen darüber hinaus die Funktion eines Gleichrichters, in dem sie die Zwischenspannung Z gleichrichten und glätten.
Der Spannungsauswahlschaltung 2 folgt der Tiefsetzsteller 3, der beim gezeigten Ausführungsbeispiel ausgehend vom Eingang eine Diode 20, einen über seine gesteuerte Strecke in Reihe zur Diode 20 geschalteten Transistor 21 sowie eine dazu in Reihe geschaltete, auf den Ausgang des Tiefsetzstellers 3 führende Spule 22 aufweist. Die beiden Anschlüsse der Spule 22 sind dabei über eine Diode 23 und einen Kondensator 24 auf ein nicht näher dargestelltes Bezugspotential geführt. Der Transistor 21 wird dabei durch eine Schaltersteuerung 25 ge­ steuert, die durch einen positiven Spannungsimpuls an ihrem mit dem Ausgang der Spannungsauswahlschaltung 2 verbundenen Eingang aktiviert wird. Nach Aktivierung der Schaltersteue­ rung 25 wird der Transistor 21 derart angesteuert, dass die Spannung am Ausgang der Auswahlschaltung 2 in die Versor­ gungsspannung S umgesetzt wird.
Außer der Spannungsauswahlschaltung 2 wird die Zwischenspan­ nung Z auch der Boosterschaltung 8 zugeführt. Diese weist beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Kondensator 26 auf, der ausgehend vom Eingang der Boosterschaltung 8 in Rei­ he zu einer Diode 27 geschaltet ist, welche wiederum auf den Ausgang der Boosterschaltung 8 führt. Der Ausgang der Boos­ terschaltung 8 ist dabei über einen Kondensator 28 mit dem Bezugspotential gekoppelt. Darüber hinaus ist der Knotenpunkt zwischen Kondensator 26 und Diode 27 über eine Diode 29 und eine Spannungsquelle 30 ebenfalls mit dem Bezugspotential verbunden. Somit ist über dem Kondensator 28 die Boosterspan­ nung B abgreifbar. Die Boosterspannung B steuert zum einen die gesteuerte Spannungsquelle 9. Die Steuerung ist dabei derart, dass die Spannungsquelle 9 ein- und ausgeschaltet wird. Bei ausreichend hoher Boosterspannung B wird dabei die Aufladung eines als Zündkondensator wirkenden Kondensators 31 freigegeben.
Die Freigabe der Ladung erfolgt mittels eines Transistors 32, dessen gesteuerte Strecke zwischen die entsprechenden An­ schlüsse von Kondensator 19 und Kondensator 31 geschaltet ist, wobei die Zündspannung Y am Kondensator 31 abgreifbar ist. Zusätzlich könnte (in der Zeichnung nicht dargestellt) Transistor 32 durch eine Steuereinrichtung (zum Beispiel Mic­ ro Controller) bei zu geringer Bordspannung U gesperrt wer­ den. Die Zündspannung Y wird unter Zwischenschaltung des Sa­ fing-Schalters 10 an die Schaltstufe 6 angelegt. Der Safing- Schalter 10 umfasst einen Transistor 33, dessen gesteuerte Strecke zwischen die gesteuerte Spannungsquelle 9 und die Schaltstufe 6 geschaltet ist. Die Steuerung des Transistors 33 erfolgt mittels der Boosterspannung B über den Ausgangs­ kreis eines Stromspiegels 34, dessen Eingangskreis mit der Laststrecke eines Transistors 35 beschaltet ist. Der Transis­ tor 35 seinerseits wird von der Steuereinheit 5 gesteuert. Bei Vorliegen eines entsprechenden Steuersignals von der Steuereinheit 5 sowie einer ausreichenden Boosterspannung B wird die Zündspannung Y an die Schaltstufe 6 angelegt und da­ mit diese freigegeben.
Die Schaltstufe 6 besteht beispielsweise aus zwei Transisto­ ren 37 und 38, die jeweils einen High-Side-Schalter bzw. Low- Side-Schalter bilden und die Zündpille 7 zum einen auf das Bezugspotential und zum anderen auf den Safing-Schalter 10 aufschalten. In den Lastkreis der Transistoren 37 und 38 kann dabei zusätzlich eine Diode 36 eingefügt werden, um eine ge­ genseitige Beeinflussung von Safing-Schalter 10 und Schalt­ stufe 6 zu verhindern. Die Ansteuerung der Transistoren 37 und 38 erfolgt mittels einer Schaltersteuerung, die in Abhän­ gigkeit von einem entsprechenden Steuersignal der Steuerein­ heit 5 die beiden Transistoren 37, 38 zum Zünden der Zündpil­ le 7 durchschaltet.
In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform zu der in Fig. 2 unter anderem gezeigten Ausführungsform einer Booster­ schaltung 8 dargestellt. Die Boosterschaltung 8 nach Fig. 3 zeigt einen Kondensator 40 zur Einkopplung der Zwischenspan­ nung Z auf einen Knotenpunkt zwischen zwei in Reihe geschal­ teten Dioden 41 und 42. Die Diode 142 führt von diesem Kno­ tenpunkt auf den Ausgang der Boosterschaltung 8, wobei dem Ausgang ein Kondensator 43 zur Glättung parallel geschaltet ist. Die Diode 41, die bevorzugt als Zenerdiode ausgeführt wird, führt von dem einen Knotenpunkt zu einem weiteren Kno­ tenpunkt, von dem aus ein Kondensator 44 auf das Bezugspoten­ tial und eine Diode 45 zum Ausgang der Spannungsauswahlschal­ tung 2 führt. Über dem Kondensator 43 ist demnach die Boos­ terspannung B abgreifbar.

Claims (10)

1. Vorrichtung zum Versorgen eines zumindest eine Steuer­ einheit (5), ein Zündmittel (7) und eine Schaltstufe (6) für das Zündmittel (7) aufweisenden Insassenschutzmittels eines Kraftfahrzeuges aus einer Bordspannung (U) des Kraftfahrzeu­ ges und aus einer Busspannung (V) eines das Insassenschutz­ mittel steuernden Steuerbusses (11),
mit einem ersten Spannungsumsetzer (1), der die Bordspan­ nung (U) in eine Zwischenspannung (Z) umsetzt, wobei der ers­ te Spannungsumsetzer (1) nur oberhalb eines bestimmten Wertes der Bordspannung (U) die vorgesehene Zwischenspannung (Z) zur Ansteuerung der Schaltstufe (6) erzeugt,
mit einer dem ersten Spannungsumsetzer (1) nachgeschalte­ ten Spannungsauswahlschaltung (2), der zudem die Busspannung (V) zugeführt wird und die aus Zwischenspannung (Z) oder Bordspannung (U) und Busspannung (V) die höhere Spannung aus­ wählt, und
mit einem der Spannungsauswahlschaltung (2) nachgeschal­ teten zweiten Spannungsumsetzer (3), der die aus Zwischen­ spannung (Z) oder Bordspannung (U) und Busspannung (V) ausge­ wählte höhere Spannung in eine Versorgungsspannung (S) für die Steuereinheit (5) umsetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem ersten Spannungsumsetzer (1) eine Boosterschaltung (8) nachgeschaltet ist, welche eine Boosterspannung (B) zur Aktivierung der Schaltstufe (6) erzeugt, die höher ist als eine zur Zündung des Zündmittels (5) vorgesehene, die Schalt­ stufe (6) speisende Zündspannung (Y).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn­ zeichnet, dass der erste Spannungsumsetzer (1) eine Einrich­ tung (16) aufweist, die unterhalb des bestimmten Wertes (R) der Bordspannung (U) den ersten Spannungsumsetzer (1) deakti­ viert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn­ zeichnet, dass die Schaltstufe (6) eine Schaltendstufe (37, 38) und einen durch die Boosterspannung (B) angesteuerten, in Reihe zu der Schaltendstufe (37, 38) geschalteten Safing- Schalter (10) aufweist, der zum Aktivieren und Deaktivieren der Schaltstufe (6) die Schaltendstufe (37, 38) auf die Zünd­ spannung (Y) aufschaltet.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, dass
die Zündspannung (Y) an einem Zündkondensator (31) abge­ griffen wird,
der Zündkondensator (31) über einen steuerbaren Lade­ schalter (32) auf eine Zündspannungsquelle (9) aufschaltbar ist und
der Ladeschalter (32) durch die Boosterschaltung (8) ge­ steuert wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, dass die Boosterschaltung (8) eine Ein­ richtung (41) aufweist, die unterhalb des bestimmten Wertes der Bordspannung (U) die Boosterschaltung (8) deaktiviert.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, dass der erste Spannungsumsetzer (1) ein Hochsetzsteller und/oder der zweite Spannungsumsetzer (3) ein Tiefsetzsteller ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, dass
die Boosterschaltung (8) eine Gleichspannungsquelle (30) aufweist, die über zwei in Reihe geschaltete erste Dioden (27, 29) auf einen die Boosterspannung (8) führenden ersten Ausgangskondensator (28) diesen ladend aufgeschaltet ist, und
die Zwischenspannung (Z) über einen ersten Pumpkondensa­ tor (28) an den Abgriff zwischen den beiden ersten Dioden (27, 29) angelegt wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass
die Boosterschaltung (8) einen Speicherkondensator (44) aufweist, der über zwei in Reihe geschaltete zweite Dioden (41, 42) auf einen die Boosterspannung (B) führenden zweiten Ausgangskondensator (43) diesen ladend aufgeschaltet ist,
die Zwischenspannung (Z) über einen zweiten Pumpkondensa­ tor (40) an den Abgriff zwischen den beiden zweiten Dioden (41, 42) angelegt wird,
die Zwischenspannung (Z) über eine dritten Diode (45) an den Abgriff zwischen einer der beiden zweiten Dioden (41, 42) und dem Speicherkondensator (44) diesen ladend angelegt wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltstufe (6) eine Einrichtung zur Aktivierung und Deaktivierung der Schaltstufe (6) aufweist, die durch die Boosterspannung (B) gespeist und durch die vom zweiten Spannungsumsetzer (3) bereitgestellte Versorgungs­ spannung (S) für die Steuereinheit (5) angesteuert wird.
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