DE10051148C2 - Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels - Google Patents
Vorrichtung zum Versorgen eines InsassenschutzmittelsInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Versorgen eines
zumindest eine Steuereinrichtung, ein Zündmittel und eine
Schaltstufe für das Zündmittel aufweisenden Insassenschutz
mittels für ein Kraftfahrzeug aus einer Bordspannung des
Kraftfahrzeuges und aus einer Busversorgungsspannung eines
das Insassenschutzmittel steuernden Steuerbusses.
Anordnungen zum Auslösen eines Insassenschutzmittels in einem
Kraftfahrzeug haben üblicherweise einen Sensor zur Unfaller
kennung, eine dem Sensor nachgeschaltete Steuereinrichtung,
eine mit dieser verbundene Zündeinrichtung (z. B. Schaltstu
fe), mindestens eine mit der Zündeinrichtung über einen Steu
erbus verbundene Zündeinrichtung (z. B. eine Schaltstufe) so
wie mindestens ein mit der Zündeinrichtung elektrisch gekop
peltes Zündmittel (z. B. eine Zündpille) für das Insassen
schutzmittel.
Die Zündeinrichtung und die Steuereinrichtung sollen beim An
legen der Versorgungsspannung des Steuerbusses (Busspannung)
miteinander sowie mit weiteren Einheiten (z. B. Busmaster)
kommunizieren können, ohne dass beim Einschalten der Bord
spannung (z. B. Batteriespannung) die Kommunikation unterbro
chen wird. Darüber hinaus darf die Steuereinrichtung bei al
leiniger Versorgung aus der Busspannung nicht in der Lage
sein, eine Zündung auszulösen. Um dies zu erreichen, werden
bislang die Busspannung und die Bordspannung am gleichen
Schaltungspunkt eingespeist. Dabei werden alle Funktionen der
gesamten Anordnung erfüllt unabhängig davon, aus welcher der
beiden Spannung die Speisung erfolgt. Das Zünden der Insas
senschutzmittel sowie ein Verhindern einer Zündung wird rein
durch die Steuereinrichtung und damit in der Regel über die
Software gesteuert. Demzufolge ist die Störanfälligkeit einer
derartigen Anordnung verhältnismäßig hoch, was beispielsweise
zu einem ungewollten Auslösen des Insassenschutzmittels und
damit zu einer Gefährdung der Insassen durch das Insassen
schutzmittel selbst nach sich ziehen kann.
Aus der EP 0 316 314 B1 ist eine Vorrichtung zum Versorgen
eines zumindest eine Steuereinheit, ein Zündmittel und eine
Schaltstufe für das Zündmittel aufweisenden Insassenschutz
mittels eines Kraftfahrzeugs bekannt. Dabei ist das Bordnetz
mit einem ersten Spannungsumsetzer verbunden, aus welchem ein
erster Energiespeicherkondensator gespeist wird. Aus diesem
Energiespeicherkondensator wird im Notfall die Versorgungs
spannung der Steuereinheit sichergestellt. Entsprechend ist
der erste Spannungsumsetzer als Tiefsteller ausgebildet, der
die Bordnetzspannung in eine für die Versorgung der Steuer
einheit geeignete Spannung umsetzt. Das Bordnetz ist weiter
hin mit einem zweiten Energiespeicherkondensator verbunden,
welcher im Notbetrieb die Funktionsfähigkeit der Schaltstufe
sicherstellen soll. Unterschreitet die Bordnetzspannung einen
vorgegebenen Sollwert, so wird der zweite Energiespeicherkon
densator von der Versorgungsspannung abgetrennt und stattdes
sen mit einem zweiten Spannungswandler verbunden. Dieser
zweite Spannungswandler setzt die in der Steuereinheit ver
fügbare Ausgangsspannung des ersten Energiespeicherkondensa
tors in eine Sollspannung des zweiten Energiespeicherkonden
sators um und lädt diesen dabei auf. Auf diese Weise ist si
chergestellt, dass der zweite Energiespeicherkondensator auch
bei starkem Absinken der Versorgungsspannung mit der für eine
sichere Betätigung der Schaltstufe notwendigen Sollspannung
aufgeladen bleibt.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung zum Ver
sorgen eines Insassenschutzmittels aus einer Bordspannung des
Kraftfahrzeuges und aus einer Busversorgungsspannung des
Steuerbusses anzugeben, bei der eine Zündung des Insassen
schutzmittels bei Ausfall der Bordspannung mit höherer Si
cherheit ausgeschlossen wird.
Vorteil der Erfindung ist es, dass die Verhinderung einer un
erwünschten Zündung allein durch schaltungstechnische Maßnah
men, also durch Hardware, erreicht wird, wodurch die Störan
anfälligkeit deutlich verringert wird. Das Steuergerät geht
dabei ohne Unterbrechung der Überwachungsfunktion vom Zustand
mit ausschließlicher Bus-Kommunikation und damit mit aus
schließlicher Speisung aus der Busversorgungsspannung in den
Normalzustand mit Versorgung aus der Bordspannung über. Ist
die Busversorgungsspannung vorhanden, jedoch die Bordspannung
nicht (unterhalb einer Schwelle), dann ist nur die Buskommu
nikation möglich, jedoch nicht ein Zünden. Ein Zünden wird
erst bei ausreichender Bordspannung zugelassen.
Erreicht wird dies im einzelnen bei einer eingangs genannten
Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels durch
einen ersten Spannungsumsetzer, der die Bordspannung in eine
Zwischenspannung umsetzt, wobei der erste Spannungsumsetzer
nur oberhalb eines bestimmten Wertes der Bordspannung die
vorgesehene Zwischenspannung zur Ansteuerung der Schaltstufe
erzeugt. Des Weiteren ist eine dem ersten Spannungsumsetzer
nachgeschaltete Spannungsauswahlschaltung vorgesehen, der zu
dem die Busversorgungsspannung zugeführt wird und die aus
Zwischenspannung und Busversorgungsspannung die höhere Span
nung auswählt. Schließlich ist der Spannungsauswahlschaltung
ein zweiter Spannungsumsetzer nachgeschaltet, der die Bordspannung
in eine Versorgungsspannung für die Steuereinheit
umsetzt.
Bevorzugt ist dem ersten Spannungsumsetzer eine Boosterschal
tung nachgeschaltet, welche eine Boosterspannung zur Aktivie
rung der Schaltstufe erzeugt, welche höher ist als eine zur
Zündung des Zündmittels vorgesehene, die Schaltstufe speisen
de Zündspannung. Auf diese Weise lassen sich zur Aktivierung
bzw. Deaktivierung der Schaltstufe eingesetzte High-Side-
Schalter ansteuern. High-Side-Schalter haben den Vorteil,
dass sie zum Durchschalten eine höhere Spannung benötigen als
die zu schaltende Spannung. Demzufolge ist die Störanfällig
keit bei derartigen Schaltern geringer, da bei Störungen in
den wenigsten Fällen die notwendig hohen Ansteuerspannungen
erreicht werden.
Weiterhin kann vorgesehen werden, dass der erste Spannungsum
setzer eine Einrichtung aufweist, die unterhalb des bestimm
ten Wertes der Bordspannung den ersten Spannungsumsetzer de
aktiviert. Auf diese Weise werden dem Spannungsumsetzer nach
folgende Einheiten definitiv von der Bordspannung abgetrennt
und somit die Gefahr einer ungewollten Zündung weiter herab
gesetzt.
Bevorzugt weist die Schaltstufe eine Schaltendstufe und einen
durch die Boosterspannung angesteuerten, in Reihe zur Schalt
endstufe geschalteten Safing-Schalter auf, der zum Aktivieren
und Deaktivieren der Schaltstufe die Schaltendstufe auf die
Zündspannung aufschaltet. Als Schaltendstufe wird dabei be
vorzugt eine Kombination aus einem High-Side-Schalter und ei
nem Low-Side-Schalter vorgesehen, über die das Zündmittel
(Zündpille) auf die Zündspannung aufgeschaltet werden. In
Reihe zur Schaltendstufe wird dann bevorzugt ein weiterer
High-Side-Schalter als Safing-Schalter vorgesehen, wobei die
ser High-Side-Schalter vorzugsweise durch die Boosterspannung
angesteuert wird.
Die Zündspannung kann dabei an einem Zündkondensator abge
griffen werden, der über einen steuerbaren Ladeschalter auf
eine Zündspannungsquelle aufschaltbar ist, wobei der Lade
schalter durch die Boosterschaltung gesteuert wird. Zur wei
teren Erhöhung der Störsicherheit wird also auch die Zünd
spannung in Abhängigkeit von der Bordspannung freigegeben
oder nicht.
Darüber hinaus kann auch die Boosterschaltung eine Einrich
tung aufweisen, die unterhalb des bestimmten Wertes der Bord
spannung die Boosterschaltung deaktiviert.
Vor allem bei den üblichen 12 Volt bzw. 24 Volt-Bordnetzen
ist es im Hinblick auf einen hohen Wirkungsgrad vorteilhaft,
wenn der erste Spannungsumsetzer ein Hochsetzsteller und/oder
der zweite Spannungsumsetzer ein Tiefsetzsteller ist. Anstel
le eines Tiefsetzstellers könnte aber auch (mit schlechterem
Wirkungsgrad) ein Linearregler, ein Spannungsteiler, etc.
eingesetzt werden.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform einer Boosterschaltung
ist eine Gleichspannungsquelle vorgesehen, die über zwei in
Reihe geschaltete erste Dioden auf einen die Boosterspannung
führenden ersten Ausgangskondensator diesen ladend aufge
schaltet ist, wobei die Zwischenspannung über einen ersten
Pumpkondensator an den Abgriff zwischen den ersten beiden Di
oden angelegt wird.
Eine dazu alternative, bevorzugte Boosterschaltung weist ei
nen Speicherkondensator auf, der über zwei in Reihe geschal
tete zweite Dioden auf einen die Boosterspannung führenden
zweiten Ausgangskondensator diesen ladend aufgeschaltet ist,
wobei die Zwischenspannung zum einen über einen zweiten Pump
kondensator an den Abgriff zwischen den beiden zweiten Dioden
angelegt wird und zum anderen über eine dritte Diode an den
Abgriff zwischen einer der beiden zweiten Dioden und den
Speicherkondensator diesen ladend angelegt wird.
Schließlich kann die Schaltstufe eine Einrichtung zur Akti
vierung und Deaktivierung der Schaltstufe aufweisen, welche
durch die Boosterspannung gespeist und durch die vom zweiten
Spannungsumsetzer bereitgestellte Versorgungsspannung für die
Steuereinheit angesteuert wird. Durch diese Maßnahmen wird
ein weiterer Deaktivierungsmechanismus gebildet, der Störun
gen unterdrückt und somit die gesamte Störsicherheit erhöht.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in den Figuren der
Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes allgemeines Ausführungsbeispiel einer er
findungsgemäßen Vorrichtung,
Fig. 2 eine zweite detaillierte Ausführungsform einer erfin
dungsgemäßen Vorrichtung und
Fig. 3 eine alternative Ausführungsform einer Boosterschal
tung bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2.
Bei der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform wird eine bei
spielsweise durch die Fahrzeugbatterie bereitgestellte Bord
spannung U an einen Hochsetzsteller 1 angelegt, der daraus
eine gegenüber der Bordspannung U höhere Zwischenspannung Z
erzeugt. So beträgt der Nennwert der Bordspannung U bei
spielsweise 12 Volt, während die Zwischenspannung Z einen
Nennwert von ca. 30 Volt aufweist. Die Zwischenspannung Z
wird anschließend sowohl an eine Spannungsauswahlschaltung 2
als auch eine Boosterschaltung 8 angelegt. Die Spannungsaus
wahlschaltung 2 erhält zudem eine einen Steuerbus 11 speisen
de Busspannung V. Die Busspannung V kann dabei ebenfalls ei
nen Nennwert von 12 Volt haben. Die Spannungsauswahlschaltung
2 wählt aus der Zwischenspannung Z und der Busspannung V die
jenige Spannung aus, welche die höhere von beiden ist, und
stellt diese an ihrem Ausgang bereit. Der Spannungsauswahl
schaltung 2 folgt ein Tiefsetzsteller 3, der aus der Zwischenspannung
Z bzw. der Busspannung V je nach dem, welche
der Spannungen höher ist, in eine Versorgungsspannung S für
eine Steuereinheit 5 um. Die Versorgungsspannung S kann dabei
beispielsweise einen Nennwert von 5 Volt haben. Die Steuer
einheit 5 ist dabei über eine Busschnittstelle 4 mit dem
Steuerbus 11 gekoppelt. Die Steuereinheit 5 steuert schließ
lich eine Schaltstufe 6, welche eine Zündpille 7 auf eine
Zündspannung Y aufschaltet. Die Zündspannung Y wird dabei ü
ber einen Safing-Schalter 10 an die Schaltstufe 6 angelegt
und somit freigegeben, wenn die zur Steuerung des Safing-
Schalters 10 vorgesehene Boosterspannung B ausreichend hoch
ist. Die Zündspannung Y wird durch eine gesteuerte Spannungs
quelle 9 bereitgestellt, die ihrerseits durch die Zwischen
spannung Z versorgt und durch die Boosterspannung B gesteuert
wird.
Erfindungswesentlich ist es, dass die zur grundlegenden Ver
sorgung vorgesehenen Spannungen, nämlich die Bordspannung U
und die Busspannung V aufgetrennt und an verschiedenen Punk
ten eingespeist werden. Dabei wird die Busspannung V an den
Eingang des Tiefsetzstellers 3 angelegt. Der Hochsetzsteller
1 ist darüber hinaus so ausgebildet, dass er sich bei fehlen
der Bordspannung U selbst deaktiviert. Beim Tiefsetzsteller 4
kann zudem vorgesehen werden, dass er durch einen positiven
Spannungsimpuls gestartet wird. Die dem Hochsetzsteller 1
nachgeschaltete Boosterschaltung 8 dient dazu, die Booster
spannung B, die höher ist als die Zwischenspannung Z zu er
zeugen, so dass mittels der Boosterspannung B ein beispiels
weise als Safing-Schalter dienender High-Side-Schalter und
eines zur Ladekontrolle eines in Fig. 1 nicht gezeigten
Zündkondensators dienender High-Side-Schalter angesteuert
werden kann. Die Boosterspannung B wird also nur bei Auftre
ten einer ausreichenden Bordspannung U erzeugt. Der Safing-
Schalter 10 kann demzufolge nicht durchgeschaltet werden,
wenn nur die Busspannung V vorliegt.
Das in Fig. 2 gezeigte Ausführungsbeispiel ist gegenüber dem
in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel weiter detailliert.
So besteht beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 der Hoch
setzsteller 1 aus einer Diode 12 und einer Spule 13, die in
Reihe zueinander zwischen Eingang und Ausgang des Hochsetz
stellers 1 geschaltet sind. Dem Ausgang ist die Laststrecke
eines Transistors 14 parallel geschaltet, der durch eine
Schaltersteuerung 15 zum Zwecke der Spannungsumsetzung ange
steuert wird, wobei die Schaltersteuerung nur dann aktiviert
ist, wenn ein ihr vorgeschalteter Komparator 16 einen Wert
der Bordspannung U feststellt, der höher ist als ein Grenz
wert R.
Der die Zwischenspannung Z führende Ausgang des Hochsetzstel
lers 1 ist über eine Diode 17 auf einen Knotenpunkt geführt,
an den über eine entsprechend gepolte Diode 18 die Busspan
nung V angelegt ist. Dem Knotenpunkt zwischen Diode 17 und
Diode 18 ist ein Kondensator 19 zur Glättung nachgeschaltet.
Die beiden Dioden 17 und 18 erfüllen die Funktion als Span
nungsauswahlschaltung dadurch, dass der zwischen ihnen be
findliche Knotenpunkt auf ein Potential gezogen wird, das in
etwa der höheren Spannung aus Bordspannung U und Busspannung
V ist. Durch das Anheben des Knotenpunktes zwischen den bei
den Dioden 17 und 18 wird aber somit die Diode gesperrt, die
zu der niedrigeren Spannung aus Bordspannung U und Busspan
nung V führt. Die Diode 17 und der Kondensator 19 erfüllen
darüber hinaus die Funktion eines Gleichrichters, in dem sie
die Zwischenspannung Z gleichrichten und glätten.
Der Spannungsauswahlschaltung 2 folgt der Tiefsetzsteller 3,
der beim gezeigten Ausführungsbeispiel ausgehend vom Eingang
eine Diode 20, einen über seine gesteuerte Strecke in Reihe
zur Diode 20 geschalteten Transistor 21 sowie eine dazu in
Reihe geschaltete, auf den Ausgang des Tiefsetzstellers 3
führende Spule 22 aufweist. Die beiden Anschlüsse der Spule
22 sind dabei über eine Diode 23 und einen Kondensator 24 auf
ein nicht näher dargestelltes Bezugspotential geführt. Der
Transistor 21 wird dabei durch eine Schaltersteuerung 25 ge
steuert, die durch einen positiven Spannungsimpuls an ihrem
mit dem Ausgang der Spannungsauswahlschaltung 2 verbundenen
Eingang aktiviert wird. Nach Aktivierung der Schaltersteue
rung 25 wird der Transistor 21 derart angesteuert, dass die
Spannung am Ausgang der Auswahlschaltung 2 in die Versor
gungsspannung S umgesetzt wird.
Außer der Spannungsauswahlschaltung 2 wird die Zwischenspan
nung Z auch der Boosterschaltung 8 zugeführt. Diese weist
beim vorliegenden Ausführungsbeispiel einen Kondensator 26
auf, der ausgehend vom Eingang der Boosterschaltung 8 in Rei
he zu einer Diode 27 geschaltet ist, welche wiederum auf den
Ausgang der Boosterschaltung 8 führt. Der Ausgang der Boos
terschaltung 8 ist dabei über einen Kondensator 28 mit dem
Bezugspotential gekoppelt. Darüber hinaus ist der Knotenpunkt
zwischen Kondensator 26 und Diode 27 über eine Diode 29 und
eine Spannungsquelle 30 ebenfalls mit dem Bezugspotential
verbunden. Somit ist über dem Kondensator 28 die Boosterspan
nung B abgreifbar. Die Boosterspannung B steuert zum einen
die gesteuerte Spannungsquelle 9. Die Steuerung ist dabei
derart, dass die Spannungsquelle 9 ein- und ausgeschaltet
wird. Bei ausreichend hoher Boosterspannung B wird dabei die
Aufladung eines als Zündkondensator wirkenden Kondensators 31
freigegeben.
Die Freigabe der Ladung erfolgt mittels eines Transistors 32,
dessen gesteuerte Strecke zwischen die entsprechenden An
schlüsse von Kondensator 19 und Kondensator 31 geschaltet
ist, wobei die Zündspannung Y am Kondensator 31 abgreifbar
ist. Zusätzlich könnte (in der Zeichnung nicht dargestellt)
Transistor 32 durch eine Steuereinrichtung (zum Beispiel Mic
ro Controller) bei zu geringer Bordspannung U gesperrt wer
den. Die Zündspannung Y wird unter Zwischenschaltung des Sa
fing-Schalters 10 an die Schaltstufe 6 angelegt. Der Safing-
Schalter 10 umfasst einen Transistor 33, dessen gesteuerte
Strecke zwischen die gesteuerte Spannungsquelle 9 und die
Schaltstufe 6 geschaltet ist. Die Steuerung des Transistors
33 erfolgt mittels der Boosterspannung B über den Ausgangs
kreis eines Stromspiegels 34, dessen Eingangskreis mit der
Laststrecke eines Transistors 35 beschaltet ist. Der Transis
tor 35 seinerseits wird von der Steuereinheit 5 gesteuert.
Bei Vorliegen eines entsprechenden Steuersignals von der
Steuereinheit 5 sowie einer ausreichenden Boosterspannung B
wird die Zündspannung Y an die Schaltstufe 6 angelegt und da
mit diese freigegeben.
Die Schaltstufe 6 besteht beispielsweise aus zwei Transisto
ren 37 und 38, die jeweils einen High-Side-Schalter bzw. Low-
Side-Schalter bilden und die Zündpille 7 zum einen auf das
Bezugspotential und zum anderen auf den Safing-Schalter 10
aufschalten. In den Lastkreis der Transistoren 37 und 38 kann
dabei zusätzlich eine Diode 36 eingefügt werden, um eine ge
genseitige Beeinflussung von Safing-Schalter 10 und Schalt
stufe 6 zu verhindern. Die Ansteuerung der Transistoren 37
und 38 erfolgt mittels einer Schaltersteuerung, die in Abhän
gigkeit von einem entsprechenden Steuersignal der Steuerein
heit 5 die beiden Transistoren 37, 38 zum Zünden der Zündpil
le 7 durchschaltet.
In Fig. 3 ist eine alternative Ausführungsform zu der in
Fig. 2 unter anderem gezeigten Ausführungsform einer Booster
schaltung 8 dargestellt. Die Boosterschaltung 8 nach Fig. 3
zeigt einen Kondensator 40 zur Einkopplung der Zwischenspan
nung Z auf einen Knotenpunkt zwischen zwei in Reihe geschal
teten Dioden 41 und 42. Die Diode 142 führt von diesem Kno
tenpunkt auf den Ausgang der Boosterschaltung 8, wobei dem
Ausgang ein Kondensator 43 zur Glättung parallel geschaltet
ist. Die Diode 41, die bevorzugt als Zenerdiode ausgeführt
wird, führt von dem einen Knotenpunkt zu einem weiteren Kno
tenpunkt, von dem aus ein Kondensator 44 auf das Bezugspoten
tial und eine Diode 45 zum Ausgang der Spannungsauswahlschal
tung 2 führt. Über dem Kondensator 43 ist demnach die Boos
terspannung B abgreifbar.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Versorgen eines zumindest eine Steuer
einheit (5), ein Zündmittel (7) und eine Schaltstufe (6) für
das Zündmittel (7) aufweisenden Insassenschutzmittels eines
Kraftfahrzeuges aus einer Bordspannung (U) des Kraftfahrzeu
ges und aus einer Busspannung (V) eines das Insassenschutz
mittel steuernden Steuerbusses (11),
mit einem ersten Spannungsumsetzer (1), der die Bordspan nung (U) in eine Zwischenspannung (Z) umsetzt, wobei der ers te Spannungsumsetzer (1) nur oberhalb eines bestimmten Wertes der Bordspannung (U) die vorgesehene Zwischenspannung (Z) zur Ansteuerung der Schaltstufe (6) erzeugt,
mit einer dem ersten Spannungsumsetzer (1) nachgeschalte ten Spannungsauswahlschaltung (2), der zudem die Busspannung (V) zugeführt wird und die aus Zwischenspannung (Z) oder Bordspannung (U) und Busspannung (V) die höhere Spannung aus wählt, und
mit einem der Spannungsauswahlschaltung (2) nachgeschal teten zweiten Spannungsumsetzer (3), der die aus Zwischen spannung (Z) oder Bordspannung (U) und Busspannung (V) ausge wählte höhere Spannung in eine Versorgungsspannung (S) für die Steuereinheit (5) umsetzt.
mit einem ersten Spannungsumsetzer (1), der die Bordspan nung (U) in eine Zwischenspannung (Z) umsetzt, wobei der ers te Spannungsumsetzer (1) nur oberhalb eines bestimmten Wertes der Bordspannung (U) die vorgesehene Zwischenspannung (Z) zur Ansteuerung der Schaltstufe (6) erzeugt,
mit einer dem ersten Spannungsumsetzer (1) nachgeschalte ten Spannungsauswahlschaltung (2), der zudem die Busspannung (V) zugeführt wird und die aus Zwischenspannung (Z) oder Bordspannung (U) und Busspannung (V) die höhere Spannung aus wählt, und
mit einem der Spannungsauswahlschaltung (2) nachgeschal teten zweiten Spannungsumsetzer (3), der die aus Zwischen spannung (Z) oder Bordspannung (U) und Busspannung (V) ausge wählte höhere Spannung in eine Versorgungsspannung (S) für die Steuereinheit (5) umsetzt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass dem ersten Spannungsumsetzer (1) eine Boosterschaltung
(8) nachgeschaltet ist, welche eine Boosterspannung (B) zur
Aktivierung der Schaltstufe (6) erzeugt, die höher ist als
eine zur Zündung des Zündmittels (5) vorgesehene, die Schalt
stufe (6) speisende Zündspannung (Y).
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, dass der erste Spannungsumsetzer (1) eine Einrich
tung (16) aufweist, die unterhalb des bestimmten Wertes (R)
der Bordspannung (U) den ersten Spannungsumsetzer (1) deakti
viert.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Schaltstufe (6) eine Schaltendstufe (37,
38) und einen durch die Boosterspannung (B) angesteuerten, in
Reihe zu der Schaltendstufe (37, 38) geschalteten Safing-
Schalter (10) aufweist, der zum Aktivieren und Deaktivieren
der Schaltstufe (6) die Schaltendstufe (37, 38) auf die Zünd
spannung (Y) aufschaltet.
5. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass
die Zündspannung (Y) an einem Zündkondensator (31) abge griffen wird,
der Zündkondensator (31) über einen steuerbaren Lade schalter (32) auf eine Zündspannungsquelle (9) aufschaltbar ist und
der Ladeschalter (32) durch die Boosterschaltung (8) ge steuert wird.
die Zündspannung (Y) an einem Zündkondensator (31) abge griffen wird,
der Zündkondensator (31) über einen steuerbaren Lade schalter (32) auf eine Zündspannungsquelle (9) aufschaltbar ist und
der Ladeschalter (32) durch die Boosterschaltung (8) ge steuert wird.
6. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass die Boosterschaltung (8) eine Ein
richtung (41) aufweist, die unterhalb des bestimmten Wertes
der Bordspannung (U) die Boosterschaltung (8) deaktiviert.
7. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass der erste Spannungsumsetzer (1)
ein Hochsetzsteller und/oder der zweite Spannungsumsetzer (3)
ein Tiefsetzsteller ist.
8. Vorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass
die Boosterschaltung (8) eine Gleichspannungsquelle (30) aufweist, die über zwei in Reihe geschaltete erste Dioden (27, 29) auf einen die Boosterspannung (8) führenden ersten Ausgangskondensator (28) diesen ladend aufgeschaltet ist, und
die Zwischenspannung (Z) über einen ersten Pumpkondensa tor (28) an den Abgriff zwischen den beiden ersten Dioden (27, 29) angelegt wird.
die Boosterschaltung (8) eine Gleichspannungsquelle (30) aufweist, die über zwei in Reihe geschaltete erste Dioden (27, 29) auf einen die Boosterspannung (8) führenden ersten Ausgangskondensator (28) diesen ladend aufgeschaltet ist, und
die Zwischenspannung (Z) über einen ersten Pumpkondensa tor (28) an den Abgriff zwischen den beiden ersten Dioden (27, 29) angelegt wird.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, dass
die Boosterschaltung (8) einen Speicherkondensator (44) aufweist, der über zwei in Reihe geschaltete zweite Dioden (41, 42) auf einen die Boosterspannung (B) führenden zweiten Ausgangskondensator (43) diesen ladend aufgeschaltet ist,
die Zwischenspannung (Z) über einen zweiten Pumpkondensa tor (40) an den Abgriff zwischen den beiden zweiten Dioden (41, 42) angelegt wird,
die Zwischenspannung (Z) über eine dritten Diode (45) an den Abgriff zwischen einer der beiden zweiten Dioden (41, 42) und dem Speicherkondensator (44) diesen ladend angelegt wird.
die Boosterschaltung (8) einen Speicherkondensator (44) aufweist, der über zwei in Reihe geschaltete zweite Dioden (41, 42) auf einen die Boosterspannung (B) führenden zweiten Ausgangskondensator (43) diesen ladend aufgeschaltet ist,
die Zwischenspannung (Z) über einen zweiten Pumpkondensa tor (40) an den Abgriff zwischen den beiden zweiten Dioden (41, 42) angelegt wird,
die Zwischenspannung (Z) über eine dritten Diode (45) an den Abgriff zwischen einer der beiden zweiten Dioden (41, 42) und dem Speicherkondensator (44) diesen ladend angelegt wird.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, dass die Schaltstufe (6) eine Einrichtung zur
Aktivierung und Deaktivierung der Schaltstufe (6) aufweist,
die durch die Boosterspannung (B) gespeist und durch die vom
zweiten Spannungsumsetzer (3) bereitgestellte Versorgungs
spannung (S) für die Steuereinheit (5) angesteuert wird.
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE2000151148 DE10051148C2 (de) | 2000-10-16 | 2000-10-16 | Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels |
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|---|---|---|---|
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|---|---|
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| DE2000151148 Expired - Fee Related DE10051148C2 (de) | 2000-10-16 | 2000-10-16 | Vorrichtung zum Versorgen eines Insassenschutzmittels |
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| FR (1) | FR2815919B1 (de) |
Cited By (1)
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