DE1006902B - Elektronischer Schwingungserzeuger - Google Patents
Elektronischer SchwingungserzeugerInfo
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- H03B—GENERATION OF OSCILLATIONS, DIRECTLY OR BY FREQUENCY-CHANGING, BY CIRCUITS EMPLOYING ACTIVE ELEMENTS WHICH OPERATE IN A NON-SWITCHING MANNER; GENERATION OF NOISE BY SUCH CIRCUITS
- H03B5/00—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input
- H03B5/20—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element comprising resistance and either capacitance or inductance, e.g. phase-shift oscillator
- H03B5/26—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element comprising resistance and either capacitance or inductance, e.g. phase-shift oscillator frequency-determining element being part of bridge circuit in closed ring around which signal is transmitted; frequency-determining element being connected via a bridge circuit to such a closed ring, e.g. Wien-Bridge oscillator, parallel-T oscillator
- H03B5/28—Generation of oscillations using amplifier with regenerative feedback from output to input with frequency-determining element comprising resistance and either capacitance or inductance, e.g. phase-shift oscillator frequency-determining element being part of bridge circuit in closed ring around which signal is transmitted; frequency-determining element being connected via a bridge circuit to such a closed ring, e.g. Wien-Bridge oscillator, parallel-T oscillator active element in amplifier being vacuum tube
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Description
DEUTSCHES
Die Erfindung bezieht sich allgemein auf Schwingungsgeneratoren oder Oszillatoren mit veränderbarer
Frequenz und insbesondere auf solche Generatoren, die in bezug auf die ausgewählte Arbeitsfrequenz
relativ stabil und über weite Frequenzbereiche abstimmbar sind.
In den USA.-Patenten 2 268 872, 2 583 649 und 2 583 943 (W. R. Hewlett) sind Schwingungsgeneratoren
angegeben, die über einen weiten Frequenzbereich einstellbar sind und einen relativ hohen Grad
von Frequenzstabilität aufweisen. In allen diesen Schaltungen ist eine zweistufige Verstärkerschaltung
mit positiver Rückkopplung über eine Wiensche Brücke vorgesehen, welche Widerstands- und Kapazitätselemente
enthält und ein frequenzbestimmendes Netz für den Oszillator darstellt. In einem Brückenarm, der
zugleich die Kathodenleitung der ersten Verstärkerstufe ist, ist bei diesen Schaltungen ein wärmeempfindlicher
Widerstand vorgesehen. Dieser Widerstand begrenzt mittels einer negativen Rückkopplungswirkung
die Amplitude der Schwingung auf einen Pegel, bei welchem der Verstärker noch linear arbeitet. Wenn
die Brücke im Gleichgewicht ist, ergibt er somit eine gleichzeitige Bestimmung von Frequenz und Amplitude
der Schwingung.
Ältere Oszillatoren der vorerwähnten Art weisen bestimmte Eigenschaften auf, die für einen Allzweck-Laboratoriumsoszillator
erwünscht sind, nämlich einen weiten Abstimmbereich mit relativ guter Frequenzstabilität,
aber sie ergeben nicht die erwünschte Stabilität in bezug auf Änderungen der Belastung.
Somit sind sie auf Grund von Veränderungen der Belastungsverhältnisse Veränderungen der Ausgangsspannung,
Frequenzverschiebungen und Verzerrungen ausgesetzt. Auch sind sie nicht gut geeignet, entweder
eine symmetrische oder eine unsymmetrische Ausgangsspannung zu liefern.
Insbesondere ist ein elektrischer Schwingungserzeuger mit symmetrischer Rückkopplung eines
Gegentaktoszillators über Widerstände und Kondensatoren bekannt, bei dem eine Gegenkopplung über
zum Teil stromabhängige Widerstände erfolgt. Der eine der beiden Rückkopplungswege ist auf die gewünschte
Arbeitsfrequenz abstimmbar, während der andere ein wärmeempfindliches Element zum Begrenzen
der Schwingungsamplitude enthält. Ein gewisser Nachteil liegt hierbei jedoch in dem verhältnismäßig
hohen Aufwand an Schaltungselementen, der darauf zurückzuführen ist, daß jeder der beiden Rückkopplungswege
auf beide Röhren des Gegentaktverstärkerkreises wirkt.
Es sind auch Vorschläge von Schwingungserzeugern bekannt, bei denen eine Rückkopplung und eine
Gegenkopplung durch eine Brückenschaltung vorge-Elektronischer
Schwingungserzeuger
Anmelder:
Hewlett-Packard Company,
Palo Alto, Calif. (V. St. A.)
Palo Alto, Calif. (V. St. A.)
Vertreter: Dipl.-Ing. F. Werdermann, Patentanwalt,
Hamburg 1, Ballindamm 26
Hamburg 1, Ballindamm 26
Bernard More Oliver, Palo Alto, Calif. (V. St. Α.),
ist als Erfinder genannt worden
ist als Erfinder genannt worden
sehen sind, die ein wärmeempfindliches Element oder einen stromabhängigen Widerstand aufweist, der nicht
vom Kathodenstrom einer Röhre durchflossen wird.
Eine Gegentaktschaltung ist hierbei jedoch nicht vorgesehen.
Die Erfindung bezieht sich auf einen Oszillator zum Erzeugen ausgewählter Frequenzen, der relativ stabil
und über einen weiten Frequenzbereich abstimmbar ist und einen Gegentaktverstärkerkreis sowie zwei
Rückkopplungsstromkreise aufweist, welche eine Gegentaktrückkopplungsverbindung zwischen Ausgang
und Eingang bilden. Erfindungsgemäß ist jeder der beiden verschiedenartigen Rückkopplungskreise
mit nur einer der beiden den Gegentaktverstärkerkreis bildenden Röhren verbunden; der eine der Rückkopplungskreise
ist auf die gewünschte Arbeitsfrequenz abstimmbar, während der andere ein wärmeempfindliches
Element zum Begrenzen der Schwingungsamplitude enthält, das so geschaltet ist, daß sein Heißwert allein durch den Schwingstrom bestimmt wird.
Ein Vorzug des Schwingungserzeugers gemäß der Erfindung liegt zunächst darin, daß der bei ihm
erforderliche Aufwand trotz hoher Leistung verhältnismäßig gering ist, da er gegenüber einer Schaltung,
bei welcher die Rückkopplungskreise auf beide Röhren
des Gegentaktverstärkerkreises wirken, weniger Schaltelemente
erfordert.
Ein weiterer Vorteil des neuen Schwingungserzeugers liegt vor allem darin, daß er im Vergleich zu
den bisherigen, nach Art einer Wienschen Brücke geschalteten Oszillatoren einen besonders weiten Abstimmungsbereich,
insbesondere nach den niedrigen Frequenzen hin, aufweist.
Der Oszillator gemäß der Erfindung zeichnet sich durch eine hohe Reinheit der Ausgangswellenform
aus; die über einen sehr weiten Bereich von Belastungsverhältnissen
im wesentlichen von Laständerungen unbeeinflußt bleibt.
ΤΟβι 5W/292
Auch die Schwingung^ frequenz bleibt bei einem
Oszillator gemäß der Erfindung über sehr weite Bereiche von Belastungsverhältnissen, von Laständerungen
unbeeinflußt.
Weiterhin läßt sich ein Wienscher Brückenoszillator gemäß der Erfindung so ausbilden, daß er einen Ausgangspegel
hat, der über einen weiten Bereich von Belastungsverhältnissen von Veränderungen der Last
im wesentlichen unbeeinflußt bleibt, ohne daß es dabei eines Pufferverstärkers bedarf.
Im folgenden ist die Erfindung mit weiteren Einzelheiten an Hand der Zeichnungen beispielsweise näher
erläutert.
Fig. 1 zeigt ein Schaltbild zur Erläuterung einer Ausführungsform gemäß der Erfindung;
Fig. 2 zeigt ein Schaltbild zur Erläuterung einer Wienschen Brücke mit einem nicht linearen Widerstand
;
Fig. 3 zeigt ein Schaltbild zur Erläuterung einer anderen Ausführungsform gemäß der Erfindung.
In der Hauptsache verwendet die vorliegende Erfindung eine Gegentaktschaltung, bei der keine der Brükkenklemmen
geerdet ist und bei der ein wärmeempfindliches Element als ein Teil der Brückenschaltung vor-
ristik hat. Die Widerstände 27 und 28 sind die Anodenwiderstände der Röhren 20 bzw. 21; sie sind,
wie dargestellt, an eine geeignete Anodenspannungsquelle angeschlossen. Die Kathodenfolgestufe umfaßt
Kathodenwiderstände 29 und 30, die zwischen die Kathoden der Röhren 22 und 23 gelegt sind, und eine
Quelle negativen Potentials, die in Fig. 1 mit —120 V bezeichnet ist. Die beiden Primärwicklungen des
Transformators 43 liegen in Reihe mit Widerständen
ίο 29 bzw. 30, und die an jeder Primärwicklung feststellbare
Impedanz erscheint somit in dem Kathodenkreis der Röhren 22 und 23. Die Bremsgitter der
Röhren 22 und 23 sind an das Kathodenpotential gelegt, und die beiden Kathodenspannungen sind über
Leitungen 31 und 32 zu den Rückkopplungskreisen 11 und 12 geführt. Die Widerstände 33 und 34 sind die
Anodenwiderstände der Röhren 22 bzw. 23. Zwischen den Röhren 22 und 23 ist durch die Leitungen 35 und
36 von den Anoden her zu den Schirmgittern ein positiver Gegentaktrückkopplungskreis vorgesehen.
Die Widerstände 39 und 40 sind zwischen die Anoden der Röhren 22 bzw. 23 und die Anoden der Röhren
21 bzw. 20 geschaltet. Die Kondensatoren 41 und 42 sind zwischen die Anoden der Röhren 22 bzw. 23 und
gesehen ist. Wenn diese Anordnung mit einer Brücken- 25 Erde geschaltet,
schaltung" kombiniert wird, welche im Gleichgewichts- Der Ausgang des Verstärkerkreises 10 erscheint an
zustand die Spannung Null zwischen ihren beiden den Kathoden der Röhren 22 und 23 und wird der
Ausgangsklemmen und Erde aufweist, so beeinflussen Primärwicklung des Transformators 43 zugeführt,
die Restkapazitäten der Brückenschaltungselemente Diese Wicklung ist aufgeteilt, und der Kondensator
gegen Erde bei hohen Frequenzen nicht die Frequen- 30 44 ist mit den beiden Teilen in Reihe geschaltet. Die
zen der Schwingung, weil diese Streuelemente eher in Sekundärwicklung des Transformators 43 speist einen
dem Verstärkerstromkreis als im Nebenschluß zu dem Brückenkreis in Erscheinung treten. Die Benutzung
einer Gegentaktschaltung ist auch insofern vorteilhaft, als sie die Verwendung einer positiven Rück
kopplung in der Ausgangsveistärkerstufe ohne Notwendigkeit
von Transformatoren zwecks Schaffung einer positiven Rückkopplung gestattet.
Ein weiteres Merkmal der vorliegenden Erfindung
üblichen, als Brücke geschalteten. Endabschwächer 45,
der, wie dargestellt, veränderbare Widerstände haben kann und zur Pufferung, Glättung oder Dämpfung
dienende Reihenwiderstände 61 und 62 aufweist.
Die Frequenz der Schwingung kann durch Verändern der Kondensatoren 46 und 47 in dem Rückkopplungskreis
11 eingestellt werden, die, wie dargestellt, mechanisch gekuppelt sein können. Der
besteht darin, daß ein besonderer Verstärkerkreis 40 Kreis umfaßt ferner einen Widerstand 48 in Reihe mit
benutzt werden kann, der in der Endstufe eine posi- dem Kondensator 46 und einem Widerstand 49 partive
Gegentaktrückkopplung aufweist. Der Grad der
positiven Rückkopplung ist eine Funktion der Bela
positiven Rückkopplung ist eine Funktion der Bela
stung ; er nimmt zu, wenn die Lastimpedanz abnimmt,
allel zu dem Kondensator 47, Praktisch können die
Widerstände 48 und 49 zweckmäßig stufenweise verändert werden, um Einstellbereiche zu schaffen. Bei
und sucht so die Ausgangsleistung ohne Rücksicht auf 45 Festwiderständen ist es zweckmäßig, durch Kapazidie
Last konstant zu halten, und zwar sowohl hin- tätsänderungen im Verhältnis 10:1 nur Frequenzsichtlich der Amplitude als auch hinsichtlich der Rein- änderungen im Verhältnis 10 :1 zu schaffen. Um den
heit der Wellenform der Ausgangsleistung. vollen erwünschten Frequenzbereich von 100 000 :1
In Fig. 1 ist ein Schwingungsgenerator mit einem zu schaffen, ist es sehr vorteilhaft, die Widerstände
Verstärkerkreis 10, Rückkopplungskreisen 11, 12 und 50 so zu verändern, daß jeder Widerstand einer Freeinem
Ausgangskreis 13 gezeigt. Der Verstärkerkreis quenzdekade oder Frequenzverzehnfachung, wie z. B.
10 ist eine ausbalancierte Push-Pull- oder Gegentakt- von 5 Hz auf 50 Hz, entspricht. Die Amplitude der
schaltung; er weist eine erste Verstärkerstufe mit Schwingung ist durch den wärmeempfindlichen WiderVakuumröhren 20 und 21 und anschließend eine stand 50 und den Widerstand 51 in dem Rückkopp-Kathodenfolgestufe
mit Vakuumröhren 22 und 23 auf. 55 lungskreis 12 auf einen bestimmten Amplitudenwert
In der Praxis können die Röhren 20 und 21 solche begrenzt. Dieser Kreis umfaßt auch Kondensatoren
der Herstellertype (USA) 6 AC 7 und die Röhren 22 52 und 53, und zwar in Parallelschaltung mit den
und 23 solche der Type 6AÜ5 sein, wobei jede Röhre Widerständen50 bzw. 51. Der Oszillatorausgang ereine
Anode, ein Bremsgitter, ein Schirmgitter, ein scheint als symmetrische Spannung zwischen den Aus-Steuergitter
und Kathodenelemente aufweist. Der 60 gangsklemmen 54 und 55, oder aber es kann durch
Verstärkerkreis 10 empfängt seine Eingangsspannung Verbinden einer dieser Klemmen mit der geerdeten
an den Steuergittern der Röhren 20 und 21 bzw. über Klemme 56 ein unsymmetrischer Ausgang erhalten
die Leitungen 24 und 25. Das Ausgangssignal der werden.
ersten Verstärkerstufe tritt an den Anoden der Roh- Die grundsätzliche Arbeitsweise der Schaltung
ren 20 und 21 auf; dieses Signal wird den Steuer- 65 kann am einfachsten an Hand von Fig. 2 erläutert
gittern der Röhren 22 und 23 über eine i?-C-Kopp- werden, in welcher die Rückkopplungskreise 11 und 12
lungsschaltung üblicher Art, die als Stromkreis 26 von Fig. 1 mit bestimmten gegebenen Symbolen der
bezeichnet ist, zugeführt. Diese Schaltung soll so aus- Widerstände und Kondensatoren herausgezeichnet
gelegt sein, daß sie für den gesamten Frequenzbereich sind. Der Widerstand 49 hat hierbei den Wert R, der
des Oszillators eine im wesentlichen flache Charakte- 7° Kondensator 47 den Wert C, der Widerstand 48 den
Wert R/2 und der Kondensator 46 den Wert 2 C erhalten.
Zwischen den Leitungen 24 bzw. 25 und Erde sind zusätzliche Widerstände 57 und 58 sowie parallel
dazu Kondensatoren 59 bzw. 60 gezeichnet. Diese zusätzlichen Widerstände und Kondensatoren stellen die
Streukapazität und die Ableitungswiderstände zwischen den Gittern der Röhren 20 bzw. 21 und Erde
dar, wie sie durch die Restkapazität der Drehkörper der Kondensatoren 46 und 47 nach Erde verursacht
sein können. Die Grundschaltung ist eine übliche Wiensche Brückenschaltung mit Ausnahme des wärmeempfindlichen
Widerstands 50 und der Kondensatoren 52 und 53, die nur Trimmkapazitäten sind und die
grundsätzliche Arbeitsweise der Schaltung nicht beeinflussen. Typische Werte für diese Kondensatoren
sind etwa 5μμΡ. Die thermische Zeitkonstante des
Widerstands 50 ist groß im Vergleich zu der Periode der niedrigsten Schwingungsfrequenz, so daß der
Widerstandswert sich nicht merklich während eines Zyklus der Schwingungsfrequenz ändert. Praktisch
kann dieser Widerstand durch ein Paar in Reihe geschalteter Glühlampen üblicher Art mit je einer Leistung
von etwa 10 W gebildet werden. Bei Betrachtung der Arbeitsweise der Schaltung kann somit dieser
Widerstand für jede gegebene, an die Brücke angelegte Spaunungsamplitude V1 als konstanter, linearer
Widerstand angesehen werden.
Die Arbeitsweise der Brückenschaltung gemäß Fig. 2 ist grundsätzlich folgende:
Es sei angenommen, daß die Eingangsspannung Vx
zwischen den Leitungen 31 und 32 einen weiten Amplituden- und Frequenzbereich haben kann, aber immer
eine rein symmetrische Spannung ist, d. h. daß die Spannung der Leitung 31 in bezug auf Erde immer
den gleichen Betrag hat und um 180° gegenüber der Spannung zwischen der Leitung 32 und Erde phasenverschoben
ist. Wenn nun die Arbeitsfrequenz für eine festgelegte Amplitude Vx verändert wird, so geht
die Ausgangsspannung V0 zwischen den Leitungen 24
und 25 bei einer Frequenz durch ein Minimum, die nahe derjenigen liegt, bei welcher die Reihenschaltung
R/2-2 C eine Impedanz hat, die derjenigen der Parallelschaltung R-C gleich ist. Für eine Spannungs·
amplitude, die gerade ausreicht, um den Lampenwiderstand gleich dem Wert des Widerstandes 51 zu
machen, geht die Brückenübersetzung, d. h. das Verhältnis von V0 zu Vx, bei der Frequenz f = 1/2 nRC
durch Null. Umgekehrt geht, wenn die Frequenz auf diesen Wert eingestellt und die Amplitude von Vx verändert
wird, die Brückenübersetzung durch Null, wenn die Amplitude gerade ausreicht, um den Lampenwiderstand
gleich dem Wert des Widerstands 51 zu machen. Für alle höheren oder niedrigeren Amplituden
von Vx ist die Brückenübersetzung größer als Null.
Wenn die Brückenausgangsspannung V0 nun über
einen Verstärkerkreis mit beträchtlichem Verstärkungsgrad geführt und der Ausgang des Verstärkerkreises
als Größe Vx dem Brückeneingang wieder zugeführt
wird, so schwingt das System. Bei sehr kleinen Schwingungsamplituden hat der Widerstand 50
einen niedrigen Wert, und die Brückenübersetzung oder das Brückenverhältnis ist hoch, was darauf hinausläuft,
daß dem Brückeneingang eine sich stetig vergrößernde Spannung wieder zugeführt wird. Wenn
die Brückeneingangsspannung zunimmt, erwärmt sich jedoch die Lampe 50, und das Brückenverhältnis
nimmt ab, bis der Übersetzungsverlust gerade gleich der mit dem Verstärker erzielten Verstärkung ist. Die
Schaltung kann so ausgelegt werden, daß im Betrieb die Verstärkerröhren alle auf dem linearen Teil ihrer
Charakteristik arbeiten und eine sehr reine Sinuswellenform der Schwingung erhalten wird.
Wenn der \'rerstärkungsgrad verhältnismäßig hoch
ist, sucht die Brücke in der Nähe des Gleichgewichtszustandes mit einem sehr großen Übersetzungsverlust,
der der Verstärkung gleich ist, zu arbeiten, und die Spannung V0 hat daher notwendigerweise nur einen
sehr kleinen Wert. Somit ist die Spannung an den Leitungen 24 und 25 jeweils klein, sowohl wenn sie
zwischen den Leitungen als auch wenn sie gegen Erde gemessen wird. Infolgedessen wird zweckmäßig der
Verstärker 10 praktisch so ausgebildet, daß er einen ziemlich hohen Verstärkungsgrad, beispielsweise in
der Größenordnung von 40 db, hat.
Die Auswirkungen einer Streukapazität oder eines Verlust- oder Ableitungswiderstandes entweder zwischen
den Leitungen oder nach Erde hin, wie durch die Widerstände 57 und 58 und die Kondensatoren 59
und 60 veranschaulicht, können sehr klein gehalten werden, weil nur die zu verstärkende Spannung an
diesen Elementen auftritt und nur ein sehr kleiner Strom sie durchfließen kann. Mit anderen Worten, die
Auswirkung einer Streukapazität oder eines Ableitungswiderstandes wird aus dem frequenzbestimmenden
Stromkreis verlagert und beeinträchtigt nur die Frequenzabhängigkeit des Verstärkers, die von zweitrangiger
Bedeutung ist. Wenn eine unsymmetrische Schaltung verwendet würde, könnten die Streukapazität
und der Ableitungswiderstand einen Nebenschluß zu den Brückenarmen bilden und die Oszillatoreinstellung
erheblich stören oder es sogar völlig verhindern, manche Frequenzen zu erreichen.
Da sehr hohe Widerstände in der Größenordnung von mehreren Megohm oft in dem frequenzbestimmenden
Stromkreis gebraucht werden, können ganz bescheidene Ableitungsstrompfade von beträchtlicher
Wichtigkeit sein, wenn der Brückenstrom über sie fließt. Diese Schwierigkeit ist bei der Schaltung gemäß
der Erfindung durch die Verwendung eines Brückenkreises ohne geerdete Brückenklemme, der so ausgelegt
ist, daß die Ausgangsspannung von jeder Ausgangsklemme nach Erde im Gleichgewichtszustand
Null ist, praktisch beseitigt.
Ein weiterer wichtiger Vorteil eines wirklich ausbalancierten Oszillators, d. h. eines Stromkreises, in
welchem ein Gegentaktverstärker auf einen Brückenstromkreis folgt, bei dem keine Klemme geerdet ist,
ergibt sich bezüglich der Verzerrung, die durch den wärmeempfindlichen Widerstand 50 hereingebracht
wird. Die thermische Zeitkonstante der Lampe wird normalerweise in der gleichen Größenordnung wie die
Periode der niedrigsten Frequenz, bei der der Oszillator zu arbeiten hat, gewählt. Eine längere Zeitkonstante
ist unvorteilhaft in bezug auf Lampenleistung, Erwärmungszeit usw. Statt dessen ist es wirtschaftlicher,
mit einer Lampen-Zeitkonstante zu arbeiten, die so kurz ist wie möglich, ohne eine unerwünschte Verzerrung
infolge des Aufheizens und Abkühlens der Lampe, also eine entsprechende Widerstandsänderung
während eines Zyklus, hereinzubringen. Bei einer unsymmetrischen Schaltung, in welcher die Gleichstromkomponente
des Anodenstromes der ersten Verstärkerstufe die Lampe durchfließt, hat der Schwingungsstrom die Wirkung, daß er einem festgelegten
Gleichstrom-»Heiß«-Widerstandswert bei niedrigen
Frequenzen eine Wechselstromwiderstandsveränderung überlagert. Bei einer Gegentaktschaltung, wie sie
in Fig, 1 dargestellt ist, durchfließt die Lampe keine Gleichstromkomponente, und der Lampenwiderstand
bei niedrigen Frequenzen schwankt von dem »Heiß«- Wert aus, der hier allein durch den Schwingungsstrom bestimmt wird. Der Lampenwiderstand wird
durch die Temperatur der Lampe bestimmt, die wiederum von der der Lampe zugeführten Leistung abhängt;
die Leistung ist proportional dem Quadrat des Stromes, der die Lampe durchfließt. Im Falle, daß
Gleichstrom die Lampe durchfließt, ist der Strom in erster Annäherung durch die Funktion (A + sin ω t)
Dies ist eine positive Rückkopplungswirkung und würde, wenn sie zu stark wäre, ein unerwünschtes
Selbstschwingen des Verstärkerstromkreises verursachen. Der Grad der Rückkopplung im Verstärker
5 muß genau gewählt werden, um ein solches Schwingen zu vermeiden; dies geschieht durch richtige Auswahl
der Widerstände 33, 34, 39 und 40 und durch sorgfältige Kontrolle der Anoden- und Kathodenimpedanzen
über den gesamten Frequenzbereich des
mit der thermischen Zeitkonstante der Lampe ein Arbeiten der Gegentaktschaltung bei einer niedrigeren
Frequenz ermöglicht wird, als es mit einer unsymmetrischen Schaltung möglich ist.
Wie oben in Verbindung mit Fig. 1 erläutert wurde, sind in dem Verstärkerstromkreis 10 zwei Verstärkerstufen
enthalten; die Röhren 20 und 21 bilden eine einfache Spannungsverstärkerstufe. Die Anodenspan-
gegeben, worin A eine Konstante ist. Das Quadrat 10 Oszillators. Wenn die Impedanz von Kathode zu
des Stromes enthält die Ausdrücke Kathode von der Röhre 22 zur Röhre 23 Null ist, so
jj2 _|_ 2A sin co t + sin 2ω ί *st ^er Grad der positiven Rückkopplung auf einen
Punkt gerade kurz vor dem Schwingen eingestellt.
und weist somit sowohl die Grundkomponente als Für eine bestimmte Impedanz von Kathode zu Kathode
auch die zweite harmonische Komponente der Ver- 15 ist dann der Stromkreis nicht schwingungsfähig,
änderung auf, da sin2 ω t in eine Konstante plus einer Bei hohen Frequenzen wird eine Zunahme der
zweiten Harmonischen aufgelöst werden kann. Bei lokalen positiven Rückkopplung durch Erniedrigen der
der Gegentaktschaltung jedoch ist bekanntlich der Anodenimpedanz der Röhren 22 und 23 durch das
Strom einfach sincoi, und das Quadrat des Stromes, Hinzufügen der Kondensatoren 41 und 42 vermieden,
nämlich sin2 ω t, enthält nur Veränderungen in der 20 welche, als typisches Beispiel, je einen Wert von
zweiten Harmonischen. Der Strom, der in der Lampe 100 μμΈ, effektiv in Parallelschaltung zu den Anodenfließ
t, die eine Widerstandsänderung erfährt, modu- widerständen 33 und 34 gemessen, haben können,
liert oder vermischt sich mit den Widerstandsände- Durch diese Anordnung wird die Rückkopplung in der
rungskomponenten, um im Falle der Gegentaktschal- Kathodenfolgestufe davon abgehalten, den Wert 1 zu
tung nur einen Verzerrungsausdruck der dritten Har- 25 überschreiten, auch wenn die negative Rückkopplung,
manischen, dagegen in einem unsymmetrischen Strom- die durch die Impedanz von Kathode zu Kathode gekreis,
wo eine Gleichstromkomponente des Lampen schaffen wird, effektiv beseitigt wird,
stromes vorhanden ist, eine Verzerrung sowohl in der Bei sehr niedrigen Frequenzen ist, wenn die Impe-
zweiten als auch in der dritten Harmonischen zu ei- danz von Kathode zu Kathode der Kathodenfolgestufe
geben. Das letzte Ergebnis besteht darin, daß für 30 sehr niedrig wird, der Spielraum zwischen zufriedeneine
gegebene prozentuale Verzerrung im Vergleich stellendem Arbeiten und Selbstschwingen des Verstärkerkreises
10 klein. In einem Normalfall reicht der Widerstand der Transformatorwicklung aus, ein
zufriedenstellendes Arbeiten bei sehr niedrigen Fre-35 quenzen mit einer Kurzschlußbelastung zu ermöglichen.
Dämpfungsreihenwiderstände 61 und 62 sorgen
auch für eine festgelegte Maximalbelastung in der Sekundärwicklung des Transformators, selbst wenn die
Ausgangsklemmen kurzgeschlossen sind. Eine Aufnungen der Röhren 20 und 21 werden an die Steuer- 40 rechterhaltung hoher negativer Rückkopplung durch
gitter der Röhren 22 bzw. 23 über eine Gitterschal- Hochhalten der Impedanz von Kathode zu Kathode
tung 26 angelegt, und die Röhren 22 und 23 sind bei Gleichstrom ist ebenfalls wichtig zum Verhüten
Teil einer besonderen Kathodenfolgestufe, welche eine einer Gleichstromunsymmetrie, d. h. einer festen Spanpositive
Gegentaktrückkopplung in den Anodenstrom- nungsdifferenz zwischen den entgegengesetzten Seiten
kreisen verwendet. Bei dieser Anordnung ist die 45 der balancierten Schaltung. Wäre nicht eine negative
Anode der Röhre 22 über einen aus Widerständen 28 Rückkopplung für Gleichstrom vorgesehen, so könnte
und 39 bestehenden Spannungsteiler an den Eingang eine kleine Unsymmetrie infolge des Gitterstromes in
der Gitterschaltung der Röhre 23 gelegt. Das Schirm- der ersten Verstärkerstufe verstärkt werden und eine
gitter der Röhre 23 empfängt gleichzeitig einen Teil feste Gleichstromunsymmetrie erzeugen. Ein Kondender
Anodenspannung der Röhre 22. Eine ähnliche 50 sator 44 ist hinzugefügt, um die Widerstände 29
Verbindung ist zwischen der Anode der Röhre 23 und 30 für Wechselspannungen höherer Frequenz zu
und dem Steuergitter sowie dem Schirmgitter der überbrücken.
Röhre 22 hergestellt. Es sei nun angenommen, daß Ein wichtiges Merkmal eines Oszillators gemäß der
ein reines Gegentaktsignal an den Anoden der Röhren Erfindung ist seine vollständige oder doch relativ weit-20
und 21 erscheint, derart, daß an einem gewissen 55 gehende Freiheit von Verzerrung oder Frequenz-Zeitpunkt
die Anodenspannung der Röhre 20 steigt Verwerfung auf Grund von Belastungsänderungen,
und die Anodenspannung der Röhre 21 abnimmt. Eine ähnliche Leistungsfähigkeit oder Vollkommen-Diese
Spannungen sind an die Steuergitter der Röhren heit könnte man auch bei einem Oszillator üblicher
22 und 23 angelegt und verursachen, daß der Anoden- Bauweise durch Hinzufügen einer Pufferverstärkerstrom
in der Röhre 22 zunimmt und der Anodenstrom 60 stufe erhalten, jedoch mit viel höherem wirtschaftin
der Röhre 23 abnimmt. Der aus der Röhre 22 über lichem Aufwand. Bei der Schaltung gemäß Fig. 1 erden
Widerstand 33 fließende, zunehmende Strom gibt die positive Rückkopplung in der Ausgangsbringt
die Anodenspannung der Röhre 22 zum Ab- verstärkerstufe des Kathodenfolgegliedes, wie ersi entfallen,
und da ein Teil dieser Spannung an das Steuer- lieh, durch die Belastung von Kathode zu Kathode eine
gitter und das Schirmgitter der Röhre 23 angelegt 65 Ausgangsimpedanz, die praktisch den Wert Null hat.
wird, nimmt der Strom in der Röhre 23 mehr ab, als Die Kathodenbelastung umfaßt jedwede äußere Last
es der Wirkung des aus der Röhre 21 angelegten in Reihenschaltung mit den Widerständen 61 und 62,
Signals allein entsprechen würde. Eine ähnliche Wir- welche beispielsweise in einem typischen Fall eine Oskung
findet als Ergebnis der symmetrischen Rück- zillatorausgangsimpedanz von 600 0hm darstellen;
kopplung von der Röhre 23 nach der Röhre 22 statt. 70 diese wird an den Oszillatorausgangsklemmen unab-
hängig von der äußeren Last mit dem genannten Wert aufrechterhalten.
Wenn die äußere Last vom geöffneten Stromkreis bis zum Kurzschluß verändert wird, ändert sich der
Grad der Gegentaktrückkopplung und kann bei einem typischen Beispiel etwa eine Änderung 2: 1 des Anodenwechselstroms
der Ausgangsstufe herbeiführen. Für eine im Vergleich mit den Anodenwiderständen
33 und 34 hohe Impedanz von Kathode zu Kathode verhält sich die Schaltung im wesentlichen wie ein
einfaches Dualkathodenfolgeglied. Für eine mit den Werten der Anodenwiderstände vergleichbare Impedanz
von Kathode zu Kathode wird die positive Rückkopplung wirksam und erhöht effektiv den Anodenstrom
für eine gegebene angelegte Gitterspannung in gerade dem richtigen Verhältnis, um die Spannung
von Kathode zu Kathode konstant zu halten. Somit reduziert ein sehr niedriger Belastungswiderstand die
negative Rückkopplung, die normalerweise als Ergebnis der Impedanz von Kathode zu Kathode vorhanden
ist, und dies erhöht im positiven Sinne die restliche Rückkopplung derart, daß die Ausgangsspannung zu
steigen und die niedrigere Impedanz der Belastung zu kompensieren sucht. Die Schaltung von Fig. 1 kann so
eingestellt werden, daß sie eine mit großer Annäherung vollkommene Kompensation über den größten
Teil des Frequenzbereiches mit Ausnahme der sehr hohen und der sehr niedrigen Frequenzen ergibt. Im
Ergebnis bleibt die Netzsausgangsimpedanz konstant, und zwar praktisch gleich Null, und Belastungsänderungen
haben fast gar keinen Einfluß auf die Frequenz oder die Wellenform der Schwingungen, weil die
Rückkopplungsspannung der Wienschen Brücke von einer Quelle aus zugeführt wird, deren Impedanz Null
beträgt; die Rückkopplungsspannung ist daher im wesentlichen unabhängig von der Belastung.
Diese Schaltung, die eine sehr niedrige effektive Ausgangsimpedanz aufweist, gestattet es, an dem Ausgang
Transformatoren mit relativ leicht zu erhaltenden Eigenschaften zu verwenden; mit ihnen lassen sich mit
geringem Kostenaufwand alle Vorteile eines Transformatorausganges schaffen. Praktisch kann es mitunter
erwünscht sein, mehr als einen Transformator zu verwenden, derart, daß der jeweils für den besonderen
Frequenzbereich geeignete Transformator mittels eines Frequenzbereichschalters eingeschaltet
wird. Ein solcher Schalter ist im allgemeinen stets vorgesehen, um verschiedene Werte der Widerstände
48 und 49 für bestimmte Frequenzbereiche einzuschalten. Es kann dann für jeden Frequenzbereich mit
zusätzlichem Vorteil hinsichtlich Kostenersparnis und höherer Leistungsfähigkeit die jeweils beste Transformatorausführung
benutzt werden. In Fig. 1 ist ein überbrückter T-Glied-Abschwächer 45 dargestellt, um
die Amplitude der Ausgangsspannung zu steuern; bei der Abschwächungseinstellung Null ist der Reihenwiderstand
überbrückt und der Nebenschlußwiderstand geöffnet. Es könnte auch ein H-Glied-Abschwächer,
der etwas umständlicher ist, verwendet werden, wenn ein noch vollkommenes symmetrisches
Ausgangssignal gewünscht werden sollte.
Bei einem symmetrischen Verstärker ist es auch möglich, für die Wiensche Brücke eine Rückkopplungsspannung
zu schaffen, die im wesentlichen von Laständerungen unbeeinflußt ist, und zwar durch eine
Brückenrückkopplungsschaltung, wie sie in Fig. 3 dargestellt ist. Der Stromkreis von Fig. 3 stimmt weitgehend
mit dem Verstärkerstromkreis von Fig. 1 über-, ein mit Ausnahme der Verbindungen zwischen den
Röhren 22 und 23. Bei Fig. 3 besteht keine Verbindung zwischen den Anoden der Röhren 22 und 23 und
deren Gittern, d. h., die Leitungen 35 und 36 sind fortgelassen. Bei der Schaltung nach Fig. 3 ist die Anode
der Röhre 23 über einen Kondensator 63 und Widerstände 64 und 65 an die Kathode der Röhre 22 gelegt.
Die Rückkopplungsspannung für die Wiensche Brücke wird über dieLeitung31 entnommen, welche in diesem
Falle an dem Punkt zwischen den Widerständen 64 und 65 angeschlossen ist. Die Anode der Röhre 22 ist
über den Kondensator 66 und die Widerstände 67 und 68 an die Kathode der Röhre 23 angeschlossen.
Die Leitung 32 ist zwischen den Widerständen 67 und 68 angelegt. Bei dieser Schaltung haben die
Widerstände 64, 65, 67 und 68 normalerweise alle gleiche Werte. Die Reaktanz der Kondensatoren 63
und 66 ist in dem hauptsächlichen Frequenzarbeitsbereich vernachlässigbar.
Die Arbeitsweise dieser Schaltung kann folgendermaßen erläutert werden:
Es sei zunächst die Auswirkung einer Änderung der Belastung auf die der Wienschen Brücke über die
Leitungen 31 und 32 zugeführte Spannung betrachtet. Werden die Spannungen an den Gittern der Röhren 22
und 23 zeitweise als fest angesehen und die Werte der Anodenwiderstände 33 und 34 annähernd entsprechend
dem umgekehrten Verhältnis der Kathoden-Transkonduktanz der Röhren 22 und 23 gewählt, so sind die
Anodenspannungen der beiden Röhren gleich ihren Kathodenspannungen. Für diesen Fall sind die Anoden-
und die Kathodenspannung der Röhre 22 gleich und zu den Spannungen an Anode und Kathode der
Röhre 23 entgegengesetzt gerichtet. Wird nun der von der Last aufgenommene Strom verändert, so ändert
sich der Wert dieser Spannungen, wird aber für die beiden Röhren gleich und entgegengesetzt gerichtet gehalten.
Wenn die Widerstände 64, 65,, 67 und 68 gleiche Werte haben, wird der von dem Widerstandspaar 64 und 65 aufgenommene Strom gleich dem das
Widerstandspaar 67 und 68 durchfließenden Strom sein, und die Spannung zwischen den Mittelpunkten
der Widerstandspaare wird unbeeinflußt bleiben, auch wenn der Strom als Funktion der Belastung verändert
wird.
Es ist leicht einzusehen, daß ein an die Gitter der Röhren 22 und 23 angelegtes Signal über die
Leitungen 31 und 32 übertragen wird, auch wenn keine Veränderungen des Laststrcwnes erfolgen. Für
eine feste Belastung verursacht ein zwischen den Gittern der Röhren 22 und 23 angelegtes Signal das
Auftreten eines entsprechenden Signals an den Kathoden; beispielsweise nimmt die Kathodenspannung
der Röhre 22, wenn die Gitterspannung der Röhre 22 zunimmt, als Ergebnis des vergrößerten Anodenstromes
in der Röhre 22 gleichfalls zu. Der Strom in der Röhre 23 nimmt inzwischen ab, und dies bewirkt
bei den Strömen durch die Widerstandspaare 64, 65 und 67, 68 die entgegengesetzten Effekte; d. h.,
der Strom durch ein Widerstandspaar nimmt zu, wenn der Strom durch das andere abnimmt, und zwar auf
Grund des Anlegens einer symmetrischen Gitterspannung. Somit bewirkt ein angelegtes Signal die Übertragung
eines Signals, das dem angelegten Signal direkt proportional ist, über Leitungen 31 und 32 auf
die Wiensche Brücke. Andererseits bewirken Veränderungen des Belastungsstromes nicht die Übertragung
eines unterschiedlichen Signals auf die Wiensche Brücke.
Beispielsweise war eine Ausführungsform eines Oszillators gemäß der Erfindung folgendermaßen ausgebildet:
709 506/29-2
Es wurde die Schaltung gemäß Fig. 1 angewendet. Für die Röhren 20 und 21 wurde die Röhrentype
(USA) 6 AC 7 und für die Röhren 22 und 23 die Röhrentype 6 AU5 benutzt. Die verschiedenen Spannungsquellen
hatten die in Fig. 1 angegebenen Werte. Die Widerstände 48 und 49 des Stromkreises 11
hatten je nach dem ausgewählten Frequenzband Werte zwischen 25 Megohm und 2500 Ohm bzw.
zwischen 50 Megohm und 5000 Ohm. Der Kondensator 46 war in einem Bereich 100 bis 1200 μμΡ veränderbar,
der Kondensator 47 in einem Bereich von 50 bis 600 μμΡ. In dem Stromkreis 12 hatte der
Widerstand 51 einen Wert von 3000 0hm; die Kondensatoren 52 und 53 hatten die Werte Null bzw. 1,5
bis 7 μμΡ. Das wärmeempfmdliche Element umfaßte
zwei Glühlampen üblicher Art mit je 10 W Leistung bei 220 V. Die Werte der verschiedenen Widerstände
im Verstärkerkreis 10 waren folgende: Die Widerstände 27 und 28 hatten 22000 0hm, 39 und 40
68000 0hm, 37 und 38 0, 33 und 34 500 0hm und 29 und 30 2000 0hm. Die Kondensatoren 41 und 42
des Verstärkerkreises hatten Kapazitätswerte von je 100 μμΡ. Jede Primärwicklung des Transformators
43 hatte bei geöffnetem Zustand der anderen Wicklungen einen Ohmschen Widerstand von etwa 120 Ohm
und eine Induktanz von etwa 300 H. Der zwischen die Wicklungen geschaltete Kondensator 44 hatte den
Wert 100 μΈ. Der Oszillator war durch Einstellen der
Kondensatoren 46 und 47 und Schalten der Widerstände 48 und 49 über fünf Stellungen, je eine für
eine Frequenzdekade, über einen Frequenzbereich von 5 Hz bis 600 kHz einstellbar. Die Arbeitsfrequenz war
über dem gesamten Arbeitsbereich verhältnismäßig stabil. Auch blieb die Betriebsfrequenz an jedem
Punkt dieses Bereichs bei Laständerungen in weiten Grenzen stabil.
Die Möglichkeiten zur Anwendung und Ausführung der Erfindung erschöpfen sich nicht mit den hier im
einzelnen beschriebenen und dargestellten Beispielen. Dies gilt insbesondere für die Ausbildung des Ver-Stärkerkreises
10, der in verschiedenartiger Weise abgewandelt werden kann.
Claims (8)
1. Elektronischer Schwingungserzeuger zum Erzeugen ausgewählter Frequenzen, der relativ stabil
und über einen weiten Frequenzbereich abstimmbar ist und einen Gegentaktverstärkerkreis sowie
zwei Rückkopplungsstromkreise aufweist, welche eine Gegentakt-Rückkopplungsverbindung zwischen
Ausgang und Eingang bilden, dadurch gekennzeichnet, daß jeder der beiden verschiedenartigen
Rückkopplungskreise (11 und 12 in Fig. 1) mit nur einer der beiden den Gegentaktverstärkerkreis bildenden
Röhren (20 und 21) verbunden ist und daß der eine der Rückkopplungskreise (11) auf die gewünschte
Arbeitsfrequenz abstimmbar ist, während der andere (12) ein wärmeempfindliches Element
(50) zum Begrenzen der Schwingungsamplitude enthält, das so geschaltet ist, daß sein Heißwert
allein durch den Schwingstrom bestimmt wird.
2. Schwingungserzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der auf die gewünschte
Arbeitsfrequenz abstimmbare Stromkreis an sich bekannte Widerstands- und Kapazitätselemente
enthält,
3. Schwingungserzeuger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegentaktverstärkerkreis
einen Satz von Röhren, der als Spannungsverstärker wirkt, und ferner einen zweiten
Satz von Röhren, die als Kathodenfolger geschaltet sind, aufweist und daß der zweite Röhrensatz mit
dem Spannungsverstärker verbunden und mit einer Einrichtung zur Erzielung einer positiven
Rückkopplung versehen ist, um die Ausgangsimpedanz des Verstärkerkreises herabzusetzen,
dessen Eingang mit den Steuergittern des ersten Röhrensatzes verbunden ist, während an die
Kathode des zweiten Röhrensatzes eine Belastung gekoppelt ist.
4. Schwingungserzeuger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die positive Energierückkopphmg
in dem zweiten Röhrensatz eine Rückkopplungsschaltung aufweist, welche kreuzweise
zwischen der Anode der einen Röhre und mindestens einem Element der anderen Röhre geschaltet
ist.
5. Schwingungserzeuger nach einem der Ansprüche 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die
Belastung mittels eines Ausgangstransformators
(43) mit einem Paar von Primärwicklungen und einer Sekundärwicklung an die Kathode des
zweiten Röhrensatzes angekoppelt ist, wobei jede Primärwicklung mit einer Klemme an die
Kathodenleitung der entsprechenden Vakuumröhre und die Sekundärwicklung an die Last angeschlossen
ist.
6. Schwingungserzeuger nach einem der Ansprüche 3, 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß
der die Frequenz bestimmende Rückkopplungskreis und der die Amplitude bestimmende Rückkopplungskreis
miteinander verbunden sind, so daß jeder Stromkreis zwei Brückenarme bildet, wobei
Leitungen die Eingangsklemmen der Brücke mit dem zweiten Röhrensatz des Verstärkerkreises
verbinden und Leitungen die Ausgangsklemmen der Brücke mit den Steuergittern des ersten
Röhrensatzes verbinden.
7. Schwingungserzeuger nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß
Überbrückungskondensatoren (41, 42) zwischen die Anoden des zweiten Röhrensatzes und einem
Punkt von neutralem Potential eingeschaltet sind, welche dazu dienen, die Anodenimpedanz der angeschlossenen
Röhren für die höheren Betriebsfrequenzen zu erniedrigen.
8. Schwingungserzeuger nach einem der Ansprüche 5, 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
zwischen die Klemmen der Primärwicklungen, welche entfernt von den an die Kathoden angeschlossenen
Klemmen liegen, ein Kondensator
(44) angeschlossen ist, der für relativ niedrige Betriebsfrequenzen
und für Gleichstrom eine relativ hohe Impedanz von Kathode zu Kathode ergibt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 738 824;
USA.-Patentschrifte>n Nr. 2 442 138, 2 566 981;
französische Patentschriften Nr. 896 629, 938 204.
Deutsche Patentschrift Nr. 738 824;
USA.-Patentschrifte>n Nr. 2 442 138, 2 566 981;
französische Patentschriften Nr. 896 629, 938 204.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 709 506/292 4.57
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|---|---|---|---|
| CA573236A CA573236A (en) | 1954-01-11 | Modified wien bridge oscillator | |
| US403270A US2852675A (en) | 1954-01-11 | 1954-01-11 | Modified wien bridge oscillator |
| GB28664/55A GB812282A (en) | 1954-01-11 | 1955-10-07 | Improvements in and relating to variable frequency oscillators |
| DEH25453A DE1006902B (de) | 1954-01-11 | 1955-11-12 | Elektronischer Schwingungserzeuger |
Applications Claiming Priority (3)
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|---|---|---|---|
| CA573236T | |||
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| DEH25453A DE1006902B (de) | 1954-01-11 | 1955-11-12 | Elektronischer Schwingungserzeuger |
Publications (1)
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| DE1006902B true DE1006902B (de) | 1957-04-25 |
Family
ID=51266053
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEH25453A Pending DE1006902B (de) | 1954-01-11 | 1955-11-12 | Elektronischer Schwingungserzeuger |
Country Status (4)
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| CA (1) | CA573236A (de) |
| DE (1) | DE1006902B (de) |
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- 1954-01-11 US US403270A patent/US2852675A/en not_active Expired - Lifetime
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1955
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| CA573236A (en) | 1959-03-31 |
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