DE10103683B4 - Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten, insbesondere Tandemwalzanlage - Google Patents

Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten, insbesondere Tandemwalzanlage Download PDF

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Abstract

Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten, insbesondere Tandemwalzanlage, mit Walzgerüsten, die jeweils beidseitig zur Walzlinie (4) beabstandete Ständerwände (5, 6) aufweisen, in deren Ständerfenster (7, 7a) die Walzen (8, 9) mittels Einbaustücken (10) gelagert und ausbaubar gestaltet sind, wobei für die Bedienungsseite (36) und für die Antriebsseite (37) jeweils eine einheitliche Ständerwand (5; 6) für mehrere Walzenpaare (1, 2, 3) mit Einbaustücken (10) vorgesehen ist, die jeweils entweder aus einem gegossenen Stück (14) oder aus einer Walzbramme ein- oder mehrteilig hergestellt ist und das gegossene Stück (14) oder die Walzbramme jeweils aus ringsum geschlossenen Ständerteilwänden (16, 17) und diese mittig verbindenden oberen und unteren Querhäuptern (18) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei ringsum geschlossene Ständerteilwände (16; 17) zwischen sich ein Ständerfenster (7a) bilden, das oben und unten durch jeweils ein Querhaupt (18) begrenzt. Ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten, insbesondere Tandemwalzanlage, nach den Oberbegriffen der Patentansprüche 1 und 2, wie durch die EP 0 065 936 A2 offenbart.
  • Durch die JP 0 923 94 13 A ist es bekannt geworden, dass ein Walzgerüst aus ringsum geschlossenen Ständerwandteilen und diese mittig verbindenden oberen und unteren Querhäuptern bestehen kann.
  • Aus der DE 2 313 607 A sind als Universalwalzgerüste ausgebildete Walzenständer bekannt.
  • Bei einer aus der EP 0 857 521 A1 bekannten Tandemwalzanlage sind die einzelnen Walzgerüste der Tandemgruppe oder ähnlich gestaffelte Gerüste für Reversier- oder Konti-Betrieb als eigenständige Gerüsteinheiten konstruiert. Jedes Walzgerüst besitzt eine eigene Ständerkonstruktion mit zwei Ständerwänden und diese verbindende Quertraversen. Jedes dieser Gerüste muss auf der Sohle der Anlage verankert werden und erfordert entsprechende Befestigungsstellen und Befestigungsmittel. Aus dem hierfür resultierenden Platzbedarf der einzelnen Ständerabmessungen ergeben sich zwangsläufig festgelegte Gerüstabstände, die zwar minimal gehalten werden, die aber durch ungünstig lange Walzarmaturen zur Zwischenführung des Walzgutes überbrückt werden müssen. Weiterhin ergeben sich zwangsläufig durch den relativ großen Gerüstabstand Durchlauf- oder Reversierzeiten, die den Produktionsdurchsatz der Walzstraße vermindern. In den meisten Fällen muss auch von vorhandenen Walzenwechselvorrichtungen ausge gangen werden, wobei die Breitenabmessung der Walzenwechselvorrichtung, wie z. B. einer Querverschiebebühne, ebenfalls durch den Mittenabstand von Walzgerüst zu Walzgerüst bestimmt wird und die Länge der Gesamtanlage mitbestimmt.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Länge einer gestaffelten Walzanlage der eingangs genannten Art aus technologischen wie auch aus kostenrelevanten Gründen zu optimieren, d. h. die Gerüstabstände zu vermindern und eine technisch sinnvolle Herstellung solcher Walzgerüste zu ermöglichen.
  • Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten mit den Merkmalen gemäß Patentanspruch 1 oder Patentanspruch 2.
  • Durch die vorteilhafte Gestaltung gemäß Patentanspruch 1 ergibt sich in der Mitte das dritte Walzgerüstfenster von selbst. Jeweils eine Außenfläche der äußeren Ständerteilwände ergeben eine Ständerfensterinnenfläche des mittleren Walzenpaares.
  • Gemäß den Merkmalen nach Patentanspruch 2 wird vorteilhaft eine sehr starre Bauweise trotz der Mehrgliedrigkeit der Ständerwand erreicht.
  • Für andere Bauarten von Walzgerüsten kann die vorgeschlagene Bauweise derart eingesetzt werden, dass in einem Universalwalzgerüst zu den Ständewänden waagerecht liegende, horizontal verlaufende, bügelförmige Vertikalständerhälften für die Vertikalwalzen vorgesehen sind. Die Vertikalwalzkräfte werden durch die vorhandenen, wahlweise hydraulisch vorgespannten Zuganker übertragen.
  • Dabei werden die bügelförmigen Vertikalständerhälften an den Ständewänden befestigt.
  • Die Kraftübertragung auf die Vertikalwalzen wird nach anderen Merkmalen dadurch begünstigt, dass Zwischentraversen jeweils mittels die Ständerwände durchdringender Zuganker zwischen den Ständerwänden gelagert sind und dass die Zuganker auf den bügelförmigen Vertikalständerhälften befestigt sind.
  • In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Befestigungen auf den Vertikalständerhälften einerseits aus einer Keilverriegelung und andererseits aus einer Spannmutter bestehen.
  • Der Kraftkreis wird ferner dadurch geschlossen, dass die Vertikalständerhälften mittels einer Querhaupt-Traverse verbunden sind.
  • Dabei ist noch vorteilhaft, dass eine rechteckige oder runde Querhaupt-Traverse in eine rechteckige Ausnehmung oder runde Großbohrung eingebaut ist.
  • In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt, die nachstehend näher erläutert werden.
  • Es zeigen:
  • 1 eine Draufsicht auf die Walzvorrichtung mit gestaffelten Gerüsten,
  • 2 eine Vorderansicht einer einteilig aus einem gegossenen Stück oder aus einer Walzbramme hergestellten Ständerwand,
  • 3 die gleiche Vorderansicht der Ständerwände wie 2 in mehrteiliger Ausführung und
  • 4 eine Seitenansicht auf beide Ständerwände mit bügelförmigen Vertikalständerhälften für die Vertikalwalzen eines Universalwalzgerüstes.
  • Die Walzstraße besteht aus drei gestaffelten Walzenpaaren 1, 2 und 3, so dass eine Tandemwalzanlage gebildet ist. Beidseitig zur Walzlinie 4 (1) sind Ständerwände 5 und 6 mit Ständerfenstern 7 vorhanden, in denen jeweils die Walzen 8 und 9 (in der Zeichnung übereinander liegend) eines jeden Walzenpaares 1, 2 und 3 mittels Einbaustücken 10 gelagert und anstellbar sind. In jeder der Ständerwände 5 und 6 befinden sich mehrere Ständerfenster 7 in Walzlinienrichtung 4a hintereinander für die analoge Anzahl von Einbaustücken 10, wobei jeweils eine einheitliche Ständerwand 5 auf der Antriebsseite 37 und eine weitgehend gleiche, spiegelbildlich angeordnete Ständerwand 6 auf der Bedienungsseite 36 angeordnet sind.
  • Die Ständerwände 5 und 6 sind jeweils mittels Zwischentraversen verbunden und verriegelt. An Halterahmen 11 sind Walzbalken 12 für Walzarmaturen 13 befestigt.
  • Die Ständerwände 5 und 6 bestehen entweder aus einem gegossenen Stück 14 (2) oder sind aus einer Walzbramme ein- oder mehrteilig hergestellt. In den Ständerwänden 5 und 6 sind Befestigungen 15 für (nicht näher dargestellte) Zwischentraversen vorgesehen.
  • Gemäß 3 ist eine mehrteilige Ausführungsform der Ständerwände 5 oder 6 dargestellt. Dabei sind ringsum geschlossene Ständerteilwände 16 und 17 und diese durch mittig anliegende, obere und untere Querhäupter 18 miteinander verbunden. Jede der Ständerteilwände 16 und 17 weist ein Ständerfenster 7 auf. Die zwei ringsum geschlossenen Ständerteilwände 16, 17 bilden zwischen sich ein (rechteckiges) Ständerfenster 7a. Das Ständerfenster 7a kann in Lage und Abmessungen sehr genau hergestellt werden, indem die mehrteilige Ständerwand 5 oder 6 oben und unten jeweils eine symmetrische Einbuchtung 19 besitzt und zwischen den beiden ringsum geschlossenen Ständerteilwänden 16 und 17, die selbst jeweils ein Ständerfenster 7 besitzen, auf beiden Seiten 7b und 7c mittels des Querhaupts 18 und die Ständerteilwände 16, 17 zentrierende Bolzen 20 verschraubt oder nur verschweißt sind.
  • Die Bolzen 20 sind an ihrem Fuß 20a mittels einer Verankerung 21 und am Kopf mit einer Verschraubung 22 versehen. Der Übergang vom Querhaupt 18 zur jeweiligen Ständerteilwand 16, 17 erfolgt durch eine Zentrierbuchse 23.
  • 4 (vgl. auch 1) zeigt eine abgewandelte Ausführungsform für ein Universalwalzgerüst, bei dem zu den Ständerwänden 5, 6 waagerecht liegende, horizontal verlaufende, bügelförmige Vertikalständerhälften 24 und 25 für Vertikalwalzen (nicht dargestellt) vorgesehen sind.
  • Die bügelförmigen Vertikalständerhälften 24 und 25 sind jeweils mittels Zugbolzen 27 und 28, die Verschraubungen 29 aufweisen, an den Ständerwänden 5 und 6 verspannt. Zur Übertragung der Vertikalwalzkräfte dienen Zuganker 30.
  • Zwischentraversen 26 verlaufen auf die Ständerwände 5 und 6 durchdringenden Zugankern 30 zwischen den Ständerwänden 5 und 6 und die Zuganker 30 sind auf den bügelförmigen Vertikalständerhälften 24 und 25 festgelegt.
  • Die hierzu vorgesehenen Befestigungen 31 bestehen auf den Vertikalständerhälften 24, 25 aus einer Keilverriegelung 32 und aus einer (hydraulisch betätigbaren) Spannmutter 33. Die Vertikalständerhälften 24 und 25 sind mittels einer Querhaupt-Traverse 34 verbunden. Dabei kann eine rechteckige (wie gezeichnet) oder eine runde Querhaupt-Traverse 34 in eine rechteckige Ausnehmung 35 oder in eine runde Großbohrung eingesetzt sein.
  • 1
    Walzenpaar
    2
    Walzenpaar
    3
    Walzenpaar
    4
    Walzlinie
    4a
    Walzlinienrichtung
    5
    Ständerwand
    6
    Ständerwand
    7
    Ständerfenster
    7a
    Ständerfenster
    7b
    Seite
    7c
    Seite
    8
    Walze
    9
    Walze
    10
    Einbaustück
    11
    Halterahmen
    12
    Walzbalken
    13
    Walzarmatur
    14
    gegossenes Stück
    15
    Befestigungen
    16
    Ständerteilwand
    17
    Ständerteilwand
    18
    oberes, unteres Querhaupt
    19
    Einbuchtung
    20
    Bolzen
    20a
    Fuß
    21
    Verankerung
    22
    Verschraubung
    23
    Zentrierbuchse
    24
    Vertikalständerhälfte
    25
    Vertikalständerhälfte
    26
    Zwischentraverse
    27
    Zugbolzen
    28
    Zugbolzen
    29
    Verschraubung
    30
    Zuganker
    31
    Befestigung
    32
    Keilverriegelung
    33
    Spannmutter
    34
    Querhaupt-Traverse
    35
    Ausnehmung
    36
    Bedienungsseite
    37
    Antriebsseite

Claims (8)

  1. Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten, insbesondere Tandemwalzanlage, mit Walzgerüsten, die jeweils beidseitig zur Walzlinie (4) beabstandete Ständerwände (5, 6) aufweisen, in deren Ständerfenster (7, 7a) die Walzen (8, 9) mittels Einbaustücken (10) gelagert und ausbaubar gestaltet sind, wobei für die Bedienungsseite (36) und für die Antriebsseite (37) jeweils eine einheitliche Ständerwand (5; 6) für mehrere Walzenpaare (1, 2, 3) mit Einbaustücken (10) vorgesehen ist, die jeweils entweder aus einem gegossenen Stück (14) oder aus einer Walzbramme ein- oder mehrteilig hergestellt ist und das gegossene Stück (14) oder die Walzbramme jeweils aus ringsum geschlossenen Ständerteilwänden (16, 17) und diese mittig verbindenden oberen und unteren Querhäuptern (18) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass zwei ringsum geschlossene Ständerteilwände (16; 17) zwischen sich ein Ständerfenster (7a) bilden, das oben und unten durch jeweils ein Querhaupt (18) begrenzt. Ist.
  2. Walzvorrichtung für Walzstraßen mit gestaffelten Gerüsten, insbesondere Tandemwalzanlage, mit Walzgerüsten, die jeweils beidseitig zur Walzlinie (4) beabstandete Ständerwände (5, 6) aufweisen, in deren Ständerfenster (7, 7a) die Walzen (8, 9) mittels Einbaustücken (10) gelagert und ausbaubar gestaltet sind, wobei für die Bedienungsseite (36) und für die Antriebsseite (37) jeweils eine einheitliche Ständerwand (5; 6) für mehrere Walzenpaare (1, 2, 3) mit Einbaustücken (10) vorgesehen ist, die jeweils entweder aus einem gegossenen Stück (14) oder aus einer Walzbramme ein- oder mehrteilig hergestellt ist und das gegossene Stück (14) oder die Walzbramme jeweils aus ringsum geschlossenen Ständerteilwänden (16, 17) und diese mittig verbindenden oberen und unteren Querhäuptern (18) bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass die mehrteilige Ständerwand (5; 6) in einer symmetrischen Einbuchtung (19) zwischen zwei ringsum geschlossenen Ständerteilwänden (16, 17), die jeweils ein Ständerfenster (7) aufnehmen, auf beiden Seiten (7b, 7c) mittels die Querhäupter (18) und die Ständerteilwände (16, 17) zentrierenden Bolzen (20) verschraubt oder verschweißt ist.
  3. Walzvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Universalwalzgerüst zu den Ständerwänden (5, 6) waagerecht liegende, horizontal verlaufende, bügelförmige Vertikalständerhälften (24, 25) für die Vertikalwalzen vorgesehen sind.
  4. Walzvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die bügelförmigen Vertikalständerhälften (24, 25) an den Ständerwänden (5, 6) befestigt sind.
  5. Walzvorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass Zwischentraversen (26) jeweils mittels die Ständerwände (5, 6) durchdringender Zuganker (30) zwischen den Ständerwänden (5, 6) gelagert sind und dass die Zuganker (30) auf den bügelförmigen Vertikalständerhälften (24, 25) befestigt sind.
  6. Walzvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass Befestigungen (31) auf den Vertikalständerhälften (24, 25) einerseits aus einer Keilverriegelung (32) und andererseits aus einer Spannmutter (33) bestehen.
  7. Walzvorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Vertikalständerhälften (24, 25) mittels einer Querhaupt-Traverse (34) verbunden sind.
  8. Walzvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine rechteckige oder runde Querhaupt-Traverse (34) in eine rechteckige oder eine runde Großbohrung eingebaut ist.
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