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Verfahren zum Gattieren der Chargen von Kupolöfen oder ähnlichen Schmelzöfen
Das Abwiegen der Gattierungsstoffe und der Zuschlagstoffe für das Begichten der
KLupoläfen und ähnlicher Schmelzöfen geht bis jetzt in der Regel so vor sich, daß
entweder das Begichtungsgefäß auf eine ortsfeste Waage gestellt wird und die einzelnen
Stoffe nacheinander herangeschafft und von Hand bis zum Erreichen der jeweiligen
Gewichtsmenge, eingefüllt werden" worauf das Gefäß von der Waage auf die Begichtungsbühne
angehoben und in den Ofen entleert wird, oder eine verfahrbare Waage benutzt wird,
die mit dem Begichtungsgefäß an den Stapeln bzw. Haufen der einzelnen Stoffe vorbeibewegt
wird, damit die festges-etzten Gewichtsmengen - wiederum voll Hand
- nacheinander eingefüllt werden können. Das Begichten erfolgt dann, wie
oben beschrieben. Sehr oft werden der Kalk und oft auch der Koks nur volumenmäßig
abgemessen zugegeben. Diese Arbeitsweise ist sehr zeitraubend und bei großen Schmelzleistungen.
je Ofeneinheit unzureichend. Außerdem fehlt es ihr an der wünschenswerten
Zuverlässigkeit und Genauigkeit des Abwiegens. Es sind jedoch auch Begichtungsanlagen
bekannt, bei denen dasi Begichtungsgefäß sich in seiner untersten Stellung genau
senkrecht unter einem besonderen, ortsfesten Wiegegefäß befindet ', welches
mit den verschiedenen Bestandteilen einer Charge gefüllt und dann nach unten entleert
wird. Dabei kann ein Magnetkran für den Transport der Gattierungsstoffe benutzt
werden.
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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Gattieren der Charo" ,en
von Kupolöfen oder ähnlichen Schmelzö,fen, bei dem ein in seiner Zugkraft regelbarer
Magnetgreifer verwend-et wird, und besteht darin# daß sämtliche Gattierungs- und
Zuschlagstoffe mit Hilfe von verschiedenartigen Dosierungsvorrichtungen, und zwar
die Gattierungsstoffe mit Hilfe des Magnetgreifers und die Zuschlagstoffe mit Hilfe
automatisch arbeitender Dosierbänder, nach genauen Einzelgewichten gleichzeitig
in getrennte Waagen abgewogen werden. Um den Magnetgreifer für das neue Verfahren
brauchbar zu machen, umfaßt die Erfindurig weiter eine Steuerung für denselben,
bei der zwecks dosierten Abgebens der aufgenommenen Last das Magnetfeld kurzzeitig
gesch-,vächt und wieder aufgebaut wird, wobei nach jeder Schwächung das Magnetfeld
nicht wieder bis zu dem vorhergehenden Wert aufgebaut wird.
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Das neue Verfahren stellt gegenüber den bisher üblichen Arbeitsweisen
zum Gattieren bzw. gegen7 über den bisher dafür verwendeten Einrichtungen hinsichtlich
Leistungsfähigkeit, Genauigkeit und Personalbedarf einen wesentlichen Fortschritt
dar.
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Bei weitestgehender Verwendung selbsttätig arbeitender Steuerungen
laufen die meisten Arbeitsgänge ohne menschlichen Eingriff gleichzeitig bzw. nacheinander
mit der erforderlichen Genauigkeit und pausenlos ab, so daß sehr große Leistungen
erreichbar sind.
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An Hand eines in der Zeichnung dargestellten. Beispiels wird die Erfindung
näher erläutert.
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Die Abbildungen zeigen in zwei um 90' gegeneinan#der versetzten,
Ansichten die Einrichtungen zur Durchführung des Verfahrens.
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Es -wird angenommen, daß mehrere 1,Cupolöfen in einer Reihe nebeneinander
aufgestellt sind, die mit Hilfe des Schrägaufzuges begichtet werden, dessen unterer
Teil dargestellt und mit 1 bezeichnet ist. Dieser Teil, auf Schienen quer
verfahrbar, verläuft in bekannter Weise flach geneigt und unter Hüttenflur, so daß
er in den Bereich des Gattierungskranes 2 hineinragt. In diesem unteren Teil des
Aufzuges erfolgt die Beladung des Beoichtungskübels 3, welcher ZD zn mit
unterbrochenen Linien in seiner untersten Stellung dargestellt ist und mit Hilfe
einer Bodenentleerung eine zentrale Beschickun.g der Kupolöfen ermöglicht. Oberhalb
der unteren Endstellung des Begichtungskübels 3 ist das Wiegegefäß 4 für
Reheisen, Schrott und Bruch etwa in Höhe des Hüttenflurs ortsfest angebracht. Diese
Waage, die mit einer neben dem Steuerstand angebrachten, jedoch nicht gezeichneten
Skala in Verbindung steht, wird durch den Magnetgreifer 5 gefüllt. Zu diesem
Zweck kann dessen Magnetfeld. so gesteuert werden, daß eine dosierte Abgabe der
aufgenommenen Last in das Wiegegefäß 4 bis zu dem jeweils gewüns"chten Gewicht des
betreffenden Gattierungsstoffes möglich ist. In den Bunkern 6 und
7 befinden sich die Zuschlagstoffe Kalk und Koks, welche über darüber befindliche
Förderbänder zugeführt werden. Unterhalb der Bunkerausläufe
befinden
sich Vibrationsrinnen 8 und 9,
welche,die Zuschlagstoffe in genau dosierten
Mengen dem Wiegegefäß 10 zuführen. Auch dieses Wiegegefäß ist mit einer Skala,
die mit 11 bezeichnet ist, verbunden., Sind Kalk und Koks ab-ewogen, so wird
das Wiegegefäß 10, welches als Wagen ausgebildet ist, über das Wiegegefäß
4 gefahren, um seinen Inhält in dieses abzugeben. Es ist aus diesen Angaben ohne
# weiteres ersichtlich, daß, sobald das Wiegegefäß 4 seinen Inhalt an den Begichtungskübel
3 abgegeben hat und dieser auf die Gichtbühne hinaufcrezogen wird, das Abwiegen
sämtlicher Gattierungs-und Zuschlagstoffe für die nächste Charge bereits wieder
beginnen kann. Zur gleichen Zeit, in der der Magnotgreifer 5 die Gattierungsstoffe
gewichtsmäßig dosiert in das Wiegegefäß 4 abwirft, werden die Vibrationsrinnen
8 und 9 in Bewegung gesetzt, um Kalk und Koks in das Wiegegefäß
10 in den vorgeschriebenen Gewichtsmengen abzugeben. Sobald das Wiegegefäß
4 mit den. Gattierungsstoffen gefüllt ist, wird das inzwischen gefüllte Wiegegefäß
10 verfahren und in das Wiegegefäß 4 entleert, so daß die neue Charge in
den Begichtungskübel 3 abgegeben werden kann, sobald dieser seine unterste
Stellung wieder erreicht hat. Da, sämtliche Arbeitsgänge his auf das Verfahren des
Magnetgreifers automatisch gestaltet werden können-, sind für die Bedienung der
gesamten Anlage lediglich ein Kranführer und ein Steuermann notwendig, wobei der
letztere sowohl die Wiegevorgänge wie das Begichten kontrolliert.
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Es ist an sich bekannt, daß man die Tragfähigkeit von Hebemagneten
während des Betriebes regeln kann. Beispielsweise ist darauf hingewiesen worden,
daß man eine größere Anzahl von Blechen abheben und diese dann einzeln durch Vorschalten
von Widerständen fallenlassen könne. Dieser Weg ist aber für die Erfindung nicht
brauchbar, wie Versuche ergeben haben, da hier eine Gewichtsdosierung von unregelmäßig
gelagertem und in den Abmessungen und t>
Einzelgewichten sehr verschiedenem
Haufwerk vorgenommen werden muß.