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Verfahren zur Kohlenoxydhydrierung unter erhöhtem Druck und unter
Extraktion des Katalysators im Syntheseofen Es ist bekannt, daß bei der Kohlenoxydhydrierung
unter Verwendung von Eisen-, Kobalt- oder Nickelkatalysatoren unter Normaldruck
sowie auch bei schwach erhöhten Drücken bis zu etwa 3 atü die festangeordneten Katalysatoren,
die sich beispielsweise in Röhrenöfen oder Lamellenöfen befinden, in gewissen Zeitabständen
extrahiert werden müssen. Diese Maßnahme ist vor allem erforderlich, weil durch
die Ablagerung von hochsiedenden Kohlenwasserstoffen auf der Katalysatoroberfläche
die Aktivität des Katalysators verhältnismäßig schnell nachläßt (vgl. USA.-Patent
2 238 726). Die Technik kennt eine ganze Reihe von Varianten für derartige Maßnahmen
zur Katalysatorextraktion. Beispielsweise werden nach dem USA.-Patent 2 525 827
die bei der Kohlenoxydhydrierung anfallenden flüssigen Syntheseprodukte aufgeteilt
und ein Teilstrom zur Behandlung der Katalysatoren verwendet. Der auf diese Weise
extrahierte feuchte Katalysator wird dann vom Extraktionsöl durch Trocknen befreit
und erneut zur Synthese eingesetzt. Das deutsche Patent 701 896 verlangt eine Extraktion
in verhältnismäßig kurzen Zeitabständen und danach eine Zwischenregenerierung mit
Wasserstoff oder Wasserdampf. Das deutsche Patent 897 701 beschreibt eine besonders
während der Anfahrperiode vorzunehmende häufige Extraktion mit Dieselöl, wodurch
die Anwendung besonders niedriger Synthesetemperaturen trotz hoher CO+H,-Umsatzzahlen
erreicht werden kann.
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Weitere Vorschläge sind bei K a in er, »Die Kohlenwasserstoffsynthese
nach Fischer-Tropsch«, 1950, S. 93 bis 97, erwähnt. Auch bei F. Martin, E. Weingärtner,
»Die Fischer- Tropsch- Synthese« (in Winnacker und Weingärtner, »Chemische Technologie«,
Bd. 3 [1952j) ist die großtechnisch durchgeführte Extraktion von insbesondere Kobaltkatalysatoren
beschrieben. Andere Ausführungsformen von Extraktionsverfahren beschreibt das USA.-Patent
2 159 140, das deutsche Patent 614 975 usw.
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Die Vielzahl dieser Hinweise, die keineswegs erschöpfend ist, läßt
erkennen, daß die Aktivitätserhaltung von vorzugsweise Eisen- und Kobaltkatalysatoren
bei normalen oder schwach erhöhten Drücken durch extraktive Behandlung schon weitgehend
unter den verschiedensten technischen und chemischen Gesichtspunkten behandelt wurde.
Allgemein wurde jedoch der Standpunkt vertreten, daß bei erhöhten Drücken, beispielsweise
oberhalb 8 at, derartige Extraktionen nicht erforderlich sind, weil ein Umsatzrückgang
in diesem Druckgebiet in dem bei Normaldruck vorkommenden Ausmaß nicht festgestellt
werden konnte. Häufig wurde sogar bei erhöhten Drücken ohne extraktive Behandlung
ein besseres Ergebnis und eine längere Katalysatorlebensdauer erreicht.
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Es wurde gefunden, daß eine besondere Abwandlung des Extraktionsverfahrens
auch bei Katalysatoren, die für eine Synthese unter erhöhtem Druck eingesetzt wurden,
unerwartete Verbesserungen hinsichtlich der Synileseergebnisse und Katalysatorlebensdauer
bewirkt. Wird nämlich die Kohlenoxyd hydrierung über lEZobalt-, Nickel- oder vorzugsweise
Eisenkatalysatoren, die in Form von z. B. Fällungskatalysatoren, jedoch vorzugsweise
in Form von Sinter- oder Schmelzkatalysatoren verwendet werden, unter Extraktion
der Katalysatormasse im Syntheseofen durchgeführt, so zeigt es sich, daß sehr günstige
Syntheseergebnisse erhalten werden, wenn bei Synthesedrücken oberhalb 9 at, vorzugsweise
zwischen etwa 11 und 60at, kurzzeitige, in bestimmten Zeitabständen erfolgende Extraktionen
mit großen Flüssigkeitsmengen ohne Abstellen des Synthesegases und/oder des Kreislaufgases
durchgeführt werden.
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Es sind also in bestimmten Zeitabständen erfolgende »Extraktionsstöße«
mit großen Flüssigkeitsmengen erforderlich, wobei gleichzeitig ohne Abstellen des
Synthesegases und/oder des Kreislaufgases gearbeitet wird. Der überraschende und
nicht vorherzusehende Effekt besteht bei diesem Verfahren darin, daß mit derartig
extrahierten Katalysatoren die Synthese bei Temperaturen durchführbar ist, die etwa
30 bis 50° niedriger liegen als jene Temperaturen, die die gleichen Katalysatoren
bei identischen Synthesebedingungen ohne Extraktion verlangen. Durch die erhebliche
Erniedrigung der Synthesetemperatur wird eine überraschende Verbesserung der Syntheseergebnisse
erreicht. Trotz der Erniedrigung der Synthesetemperatur können die nach der Erfindung
extrahierten Katalysatoren hohen Gasbelastungen ausgesetzt werden. Sie erreichen
trotz dieser hohen Gasbelastungen noch hohe Umsätze. Die erfindungsgemäße Arbeitsweise
ist
besonders vorteilhaft für eine Synthese mit festangeordnetem Katalysator.
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Die neue Arbeitsweise ist anwendbar sowohl für eine Kohlenoxydhydrierung
unter vorzugsweiser Gewinnung von Kohlenwasserstoffen als auch für Syntheseverfahren
unter Gewinnung von überwiegend sauerstoffhaltigen Verbindungen oder primären aliphatischen
Aminen bzw. von Mischungen dieser drei Komponenten.
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Die modernen Syntheseöfen bestehen überwiegend aus glatten Rohren
mit Durchmessern zwischen etwa 20 und 100 mm, vorzugsweise etwa 30 bis 60 mm, die
eine Bauhöhe von mehr als 5, vorzugsweise zwischen 10 und 25 m aufweisen. In diese
Rohre wird der auf üblichem Wege hergestellte, entweder unreduzierte oder besonders
günstig reduzierte Katalysator, beispielsweise ein Sinterkatalysator, in diesem
Falle unter besonderen Vorsichtsmaßnahmen, z. B. mit Kohlensäure oder Stickstoff
als Schutzgas und/oder auch in Form eines paraffinierten Katalysators, eingefüllt.
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Die Inbetriebnahme dieses Syntheseofens erfolgt durch verhältnismäßig
schnelles Steigern der Temperatur auf 1500. Im Anschluß an diese schnelle Steigerung
wird die Temperaturerhöhung verlangsamt, beispielsweise auf 1 bis 20 pro Stunde.
Der Synthesedruck kann vorzugsweise zwischen etwa 10 und 60 at liegen, im vorliegenden
Beispiel sind 30 at gewählt, bei einer Gasbelastung von 750 1/1 Katalysator/Stunde
und einem Kreislaufverhältnis von 1 Teil Frischgas zu 2,5 Teilen Kreislaufgas (1
f 2,5). Unter den geschilderten Bedingungen wird der erste C O+H2-Umsatz etwa bei
Temperaturen um 1900 beobachtet. Die Anwendung eines Kreislaufes ist häufig vorteilhaft.
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Das Verfahren der Anmeldung ist jedoch nicht an eine Kreislaufführung
der Gase gebunden. Als Synthesegas lassen sich alle kohlenoxyd- und wasserstoffhaltigen
Gase verwenden, die nach bekannten Gaserzeugungsverfahren hergestellt wurden, wobei
das C O : H2-Verhältnis im Synthesegas zwischen etwa 9 : 1 und 1:10 variieren kann.
Der COtH2-Gehalt in den Synthesegasen kann im Bereich zwischen etwa 30 und 100 Volumprozent
liegen. Im obigen Beispiel wird ein Gas mit 280/0 CO, 500/0 H2, Rest Methan, Kohlensäure
und Stickstoff, verwendet.
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Würde bei den angegebenen Bedingungen die Synthese nunmehr in üblicher
Weise weiterbetrieben, würde also im vorliegenden Fall ohne Extraktion eine laufende,
mehr oder weniger gleichmäßige Temperatursteigerung vorgenommen werden, so erfolgt
die weitere Zunahme des CO+H2-Umsatzes verhältnismäßig langsam. Ein Endumsatz von
etwa 700/0 CO und H wird beispielsweise unter diesen Bedingungen erst bei 280 bis
2900 erreicht.
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Die Maßnahmen im Sinne der Erfindung können nun schon bei der Anfahrperiode
einsetzen. In Abständen von etwa 4 bis 48 Stunden, vorzugsweise in Abständen von
4 bis 24 Stunden, wird eine laufende Extraktion des Katalysators durchgeführt, wobei
es besonders günstig ist, die Extraktionszeit möglichst kurzfristig zu bemessen,
und zwar weniger als 60 Minuten, vorzugsweise weniger als 30 Minuten, in vielen
Fällen als besonders zweckmäßig weniger als 15 Minuten zu wählen. Gleichzeitig ist
die über den Katalysator innerhalb von 5 Minuten aufzugebende Menge an Extraktionsöl
so zu bemessen, daß sie das 0,04-bis 0,4fache, vorzugsweise das 0,1- bis 0,25fach
des Katalysatorvolumens ausmacht. : Diese Zahlen gelten für Öfen mit einer Bauhöhe
von etwa 10 m. Bei größeren Bauhöhen von etwa 20 m sollen innerhalb eines
Zeitraumes
von 10 Minuten am günstigsten solche 5lenken an Extraktionsflüssigkeit benutzt werden,
die das 0,04- bis 0,4fach, vorzugsweise das 0,1- bis 0,25fache des Katalysatorvolumens
ausmachen. Bei Reaktionsöfen mit einer Bauhöhe von etwa 5 m sollen die Mengen an
Extraktionsöl entsprechend dem 0,04- bis 4fachen, vorzugsweise 0,1- bis 0,25fachen
des Katalysatorvolumens, bereits in 3 Minuten über den Katalysator gegeben werden.
Für Reaktionsöfen mit Bauhöhen, die zwischen diesen Größen liegen, gelten entsprechende
Mittelwerte.
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Unter den voranstehend angegebenen Bedingungen wird z. B. ein CO+H2-Umsatz
von 70°/o bei 2450 erreicht.
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Das Beispiel läßt erkennen, daß der Katalysator innerhalb sehr kurzer
Zeit mit einer verhältnismäßig großen Flüssigkeitsmenge in Berührung gebracht wurde,
wodurch die im und am Katalysator abgeschiedenen und bei normalem Synthesebetrieb
dort verbleibenden reaktionshemmenden hochmolekularen Verbindungen sehr rasch extraktiv
entfernt werden. Der Effekt der Maßnahme nach der Erfindung ist sehr eindrucksvoll
zu beobachten am Ansteigen des jeweiligen Kohlensäurewertes in dem den Reaktionsofen
verlassenden Gas. Dieser Kohlensäurewert steht in direktem Zusammenhang mit dem
Umsatz bei der Synthese. Er läßt ein Ansteigen je nach der Dauer der Extraktion
in einem Zeitraum zwischen etwa 20 und 60 Minuten erkennen, wonach der Katalysator
wieder seinen optimalen Umsatz erreicht.
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Es hat sich weiterhin herausgestellt, daß die Extraktionsweise nach
der Erfindung bei einer Synthese mit fest angeordneten Katalysatoren dann einen
besonders günstigen Effekt hinsichtlich der Lebensdauer und Aktivität des Katalysators
und verminderter Methanbildung zeigt, wenn während oder unmittelbar nach beendeter
Extraktion ein gewisser durch die Extraktion bzw. kurzfristige Zuführung verhältnismäßig
großer Flüssigkeitsmengen bedingter zusätzlicher Druckverlust im Reaktor beobachtet
wird. Dieser Druckverlust liegt zwischen etwa 0,2 bis 5 at, vorteilhaft 0,4 bis
2,5 at. Bekanntlich besitzen Reaktoren mit einer Bauhöhe zwischen etwa 10 und 20
m, welche den Katalysator in fest angeordneter Form, z. B. als kugelförmiges oder
stäbchenförmiges Produkt enthalten, einen Widerstand, der, bedingt durch die mechanische
Qualität der Katalysatoren sowie Gasmenge, Gasart, Kreislaufverhältnis und andere
Faktoren, in der Größe zwischen etwa 1 bis 10, vorzugsweise etwa 2 bis 5 at liegt.
Die obenerwähnten Zahlen verstehen sich als Zusatzwerte zu den normalen im Katalysator
ohne Extraktion beobachteten Druckverlustwerten. Es wird durch diese »Druckextraktion«
des Katalysators eine besonders schnelle und vollständige Entfernung der auf der
Katalysatoroberfläche haftenden Polymerisate erreicht, so daß unmittelbar anschließend
eine maximale Aktivität des Katalysators wieder hergestellt ist.
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Für die Extraktion können die bekannten Extraktionsmittel eingesetzt
werden, vorzugsweise benutzt man bei der Kohlenoxydhydrierung selbst anfallende
Flüssigkeiten, die zu mindestens 500/0 aus oberhalb 1800 siedenden Verbindungen,
z. B. zwischen etwa 180 und 3200, vorzugsweise zwischen etwa 200 und 260° siedend
bestehen.
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Beispielsweise wird die Extraktionsflüssigkeit dem Zwischen abschei
der entnommen, einem luftgekühlten Abscheider, der im allgemeinen dem Heißabscheider
des Synthesebetriebes nachgeschaltet ist. Dieser Zwischenabscheider befindet sich
z. B. noch vor den
Wärmeaustauschern sowie der eigentlichen Kondensation,
d. h. vor der Abscheidung der flüssigen Syntheseprodukte durch Wasserkühlung. Das
diesem Zwischenabscheider entnommene Produkt umfaßt selbstverständlich nicht ausschließlich
den üblichen Siedebereich einer Dieselölfraktion, sondern es enthält noch nennenswerte
Anteile an oberhalb 3200 siedenden Verbindungen, beispielsweise 10 bis 200/0, aber
auch schon wesentliche Anteile niedriger siedender, d. h. unterhalb 1800 siedender
Verbindungen. Trotzdem ein derartig breites und bisher nicht übliches Siedeband
zur Extraktion verwendet wurde, konnte festgestellt werden, daß der Effekt der Extraktion
überraschenderweise in vielen Fällen noch günstiger ist als bei Anwendung des in
der Technik meistens verwendeten Dieselöles mit einer Siedelage zwischen etwa 180
und 3200.
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Die Siedelage des Extraktionsöles besitzt erhebliche Bedeutung für
den Effekt des Verfahrens. Extraktionsöle, die vorzugsweise aus niedrigmolekularen
Kohlenwasserstoffen, also solchen der Benzinfraktion bestehen, sind wenig geerignet.
Es zeigt sich, daß sehr günstige Ergebnisse erhalten werden, wenn die zur Extraktion
verwendeten Öle, vorzugsweise bei der Kohlenoxydhydrierung selbst anfallende Flüssigkeiten,
eingesetzt werden, die zu mindestens 500/0, vorteilhaft über 750/0, aus Fraktionen
bestehen, die zwischen etwa 180 und 3200, vorzugsweise zwischen etwa 200 und 2600,
sieden. Die Anwesenheit von sauerstoffhaltigen und/oder stickstoffhaltigen Verbindungen
in allen Fraktionen, auch in Ausmaßen über 100/o, stört das Verfahren der Anmeldung
nicht. Es ist jedoch ungünstig, wenn zu viel oberhalb 3200 siedende Anteile im Extraktionsöl
vorliegen, da durch Xusflocken von Weich- und Hartparaffin dann besonders bei schwankenden
Temperaturen Verstopfungen in der Förderapparatur und -leitung eintreten können,
wodurch Betriebsstörungen bedingt sind. Auch wird hierdurch der Extraktionseffekt
mehr oder weniger herabgesetzt.
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Es wurde beispielsweise gefunden, daß mit einem Extraktionsöl, welches
aus dem Kaltabscheider einer Synthese stammte und somit ein Syntheseprodukt darstellte,
in dem nach weitgehender Abscheidung der hochmold:ulareu und in der Dieselölsiedelage
siedenden Kohlenwasserstoffe vor allem Produkte im Siedebereich des Benzins vorhanden
waren, nur ein schlechter Extraktionseffekt erzielt wurde. Ein derartiges Produkt
besaß beispielsweise die Zusammensetzung: bis 180° übergehend ............. 64%
180 bis 320° übergehen ........... 30% 320 bis 4600 übergehend . .. .. .. .. ..
. 5 % Dagegen konnten mit einem Extraktionsöl, welches dem Zwischenabscheider der
Synthese entstammte und das etwa folgende Siedeanalyse ergab: bis 180° übergehend
.............. 18% 180 bis 320° übergehend ............ 57% 320 bis 460° übergehend
.............. 23% über 460° übergehend .............. 2% gute Ergebnisse erreicht
werden.
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Noch günstiger war der Extraktionseffekt, wenn ein Produkt verwendet
wurde, welches unmittelbar hinter dem Zwischenabscheider entnommen wurde.
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Dieses Produkt besaß folgende Zusammensetzung: bis l800übergehend
12°/o 180 bis 320° übergehend ........... 80% 320 bis 460° übergehend ...........
8% über460" übergehend
Es hat sich im Verlaufe längerer Betriebsperioden gezeigt,
daß unter Umständen nach einer gewissen Zeit ein ganz geringer Rückgang des Umsatzes
eintritt, der sich eventuell bei weiterem Betrieb noch verstärkt. Sobald dieser
Umsatz rückgang erkennbar ist, führt man zweckmäßig eine oder mehrere Extraktionen
hintereinander durch, von z. B. doppelter Dauer, wobei die innerhalb dieser Zeit
angewendete Menge ebenfalls verdoppelt wird. Durch diese Maßnahme wird wieder eine
vollständige Regenerierung der Katalysatoroberfläche erreicht. Gewisse kleine Mengen
an hochmolekularen Produkten, die sich trotz der erfindungsgemäßen Arbeitsweise
auf der Katalysatoroberfläche angesammelt haben, werden restlos entfernt.
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Es läßt sich kaum vermeiden, daß in dem zur Extraktion verwendeten
syntheseeigenen Produkt geringe Mengen an Reaktionswasser enthalten sind, die z.
B. im Zwischenabscheider kondensieren. Diese Menge ist im allgemeinen noch nicht
so groß, daß bereits eine Schichtenbildung eintritt, das Wasser bleibt also im öligen
Produkt gelöst. Sollte infolge besonderer Umstände einmal Phasentrennung eintreten,
muß die untere, im wesentlichen aus Wasser bestehende Phase abgetrennt werden, da
sonst eine Aktivitätsschädigung des Katalysators möglich ist. Auch der Gehalt des
Extraktionsöles selbst an Wasser soll nicht über 3 Gewichtsprozent betragen. Günstig
sind Mengen von 2 Gewichtsprozent und besonders vorteilhaft solche unter 1 Gewichtsprozent.
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Die Temperatur, mit welcher das Extraktionsöl auf den Katalysator
aufgegeben wird, ist praktisch unerheblich hinsichtlich des Extraktionseffektes.
Das Extraktionsöl kann ohne weiteres Raumtemperatur besitzen, sollte jedoch im allgemeinen
etwas wärmer sein, beispielsweise 30 bis 800 aufweisen. Auch heißere Produkte können
für die Extraktion verwendet werden. Es ist nur darauf zu achten, daß die in der
kurzen Zeit auf den Ofen gegebene, verhältnismäßig große Flüssigkeitsmenge keine
Abkühlung des Syntheseofens oder seines oberen Teiles bewirkt.
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Die Arbeitsweise nach der Erfindung bietet den Vorteil, daß bei Verwendung
svntheseeigener Produkte die Förderpumpe, die der Zuspeisung des Extraktionsgutes
dient, lediglich den Druckunterschied zwischen Reaktoraustritt und -eintritt zu
überwinden hat. Bei der bisherigen Arbeitsweise mußte vor allem bei Einsatz von
Fremdprodukten das entsprechende Pumpenaggregat das Extraktionsöl bei normalem Druck
ansaugen und bei etwas oberhalb des Synthesedruckes liegenden Drucken in den Syntheseofen
einpressen. Die Arbeitsweise nach der Erfindung kommt mit einer kleineren Druckerhöhung
ohne Schwierigkeiten aus.
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Eine Unterbrechung des Synthesebetriebes während der Extraktion ist
nicht erforderlich. Es wird während er Synthese innerhalb der vorgesehenen Zeit
die vorgesehene Menge an Extraktionsöl über den Katalysator gepumpt.
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Es ist nicht möglich, mit einem dem Verfahren der Erfindung gleich
guten Effekt eine abgewandelte Form durchzuführen, beispielsweise bei einer Rieselsynthese,
d. h. kontinuierliche Zufuhr des Extraktionsgutes, mit Fliissigkeitsmengen von etwa
0,1 bis 0,3 1/1 Katalysator/Stunde zu arbeiten. In diesem Falle ist keine Wirkung
erkennbar. Es ist auch unzweckmäßig, die Extraktion in zu großen Zeitabständen durchzuführen.
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Das Arbeiten nach der Erfindung schafft die Möglichkeit. mit einer
einzigen Pumpe mehrere Reaktoren hintereinander zu extrahieren, ohne daß eine Beeinträchtigung
des Synthesebetriebes eintritt.
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Die Erfindung ermöglicht eine außerordentliche Verbesserung der Synthesebedingungen.
So konnte beispielsweise bei einem Katalysator, der ohne die entsprechenden Maßnahmen
nach 31/2 Monaten hei einer Belastung mit 500 1 Synthesegas/l Katalysator/Stunde
und einer Synthesetemperatur von 268 einen CO+H2-Umsatz von etwa 65 0/o ergab (Methanbildung:
20%), nach dieser Zeit durch Extraktion unter Einhaltung der Bedingungen der Erfindung
ein CO+H2-Umsatz von über 70% erreichtr werden (Methanbildung: 13 bis 15%), wobei
eind Temperatur von nur 2450 angewendet und eine Belastung von 750 1 Synthesegasll
Katalysator/Stunde ermöglicht wurde. Dieser bedeutende und völlig unerwartete Effekt
weist auf die Möglichkeit hin, die Katalysatorlebensdauer trotz hoher Gasbelastungen
in ungewöhnlichem Maße zu steigern. Gesamtbetriebszeitend der Katalysatoren, die
trotz der enormen Leistung 1 bis 2 Jahre und darüber betragen, erscheinen möglich.
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Die Zeichnung zeigt schematisch die erfindungsgemäß Syntheseführung.
Die gebildeten Syntheseprodukte und das Kreislaufgas werden vom Boden des Reaktors
1 abgezogen und in den Heißabscheider 2 geleitet. Dieser Heißabscheider 2 wird über
die Leitung 12 mit Wasserdampf beheizt. Die noch nicht kondensierten Syntheseprodukte
im Kreislaufgas werden dann in den Zwischenabscheider 3 gebracht und gelangen über
einen Wärmeaustauscher 4 in den Kaltabscheider 5. Die Restgase werden durch die
Leitung 6 entfernt und das Kreislaufgas mit Hilfe der Pumpe 7 über die Leitung 12
in die Frischgasleitung 11 gepreßt, durch die das Frischgas aus der Leitung 13 mittels
der Pumpe 8 in den Reaktor 1 gebracht wird.
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Aus dem Zwischenabscheider3 wird die Extraktionsflüssigkeit abgezogen
und durch die Pumpe 9 über die Leitung 10 auf den Reaktor 1 gegeben.
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Das Verfahren nach der Anmeldung läßt sich auch erfolgreich bei einer
Kohlenoxydhydrierung unter Verwendung eines Wirbelschichtkatalysatorbettes oder
einer Synthese, die mittels des sogenannten Staubfließverfahrens arbeitet. anwenden.
Eine gewisse Schwierigkeit dieser beiden Synthesearten beruht bekanntlich darin,
daß infolge der praktisch unvermeidlichen Bildung kleiner Paraffinmengen der staubförmige
Katalysator häufig zum Zusammenbacken neigt. Hierdurch tritt unter Umständen ein
mehr oder weniger starkes Zusammenfallen des Wirbelschichtbettes ein.
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Zumindest wird die Synthese gestört. Bei Anwendung der Arbeitsweise
nach der Erfindung bei diesen Synthesen ist es zweckmäßig. so vorzugehen, daß durch
eine Verdüsung der Extraktionsflüssigkeit eine Reinigung der Katalysatoroberfläche
erfolgt. Hierbei werden auch geringe Reste an hochmolekularen Verbindungen von der
Katalvsatoroberfläche fortgenommen, so daß eine Paraffinabscheidung, die zu dem
erwähnten störenden Zusammenbacken führt, nicht mehr möglich ist.
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Beispiel 1 100 Teile Eisen und 25 Teile Kupfer in Form von Pulvern
der jeweiligen höchsten Oxydstufe wurden auf einem Drehteller mit 10 Teilen ZnO
innig gemischt und danach mit in einer Kugelmühle zerkleinertem Kaliumkarbonat versetzt,
worauf das gesamte Gemisch erneut gut verrührt wurde. Auf 100 Teile Eisen entfielen
4 Teile K2O in Form von Kaliumcarbonat. Durch allmähliches Aufdüsen von Wasser wurde
ein kugelförmiges Produkt erhalten, welches über einem Vibrator auf eine Korngröße
zwischen 2 und 3,5 mm abgesiebt wurde. Das Überkorn wurde
zerkleinert und wanderte
in den Prozeß zurück, das Unterkorn wurde ebenfalls auf den Drehteller zurückgegeben.
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Das abgesiehte Korn wurde während 24 Stunden bei 1200 getrocknet.
Danach war der Wassergehalt praktisch gleich Null.
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Im Anschluß daran wurde eine Sinterung des Korns bei 1150C während
30 Minuten vorgenommen.
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Es schloß sich eine Reduktion bei 350° an, die mit einem H, : N2-Gemisch
während 4 Stunden t>ei einer linearen, kalt gemessenen Strömungsgeschwindigkeit
von 1,5 m/sec durchgeführt wurde. Der Reduktionswert bzw. der Gehalt an freiem Eisen
des Katalysators betrug danach etwa 95 %.
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8 1 dieses Katalysators wurden in ein senkrecht stehendes Reaktionsrohr
von 32 mm lichter Weite und 10 m Länge eingefüllt. Danach wurde ein Synthesegas,
bestehend aus etwa 270/0 Kohlenoxyd, 540/0 Wasserstoff, Rest Methan, Kohlensäure
und Stickstoff, aufgegeben, und zwar pro Volumen Katalysator 500 Volumen Gas/Stunde.
Der Synthesedruck betrug 30 atü. Es wurde eine teilweise Rückführung des Restgases
vorgenommen, so daß das Kreislaufverhältnis 1 4- 2,5 betrug, d. h., auf 1 Teil Frischgas
entfielen 2,5 Teile Rückführgas.
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Der Katalysator wurde vorsichtig angefahren. Der CO+H2-Umsatz betrug
nach 170 Stunden etwa 50%, nach 250 Stunden etwa 60%. Bei 265° wurde ein CO+H2-Umsatz
von 70% erreicht. Die Methanbildung lag bei 18 0/o, das Verbrauchsverhältnis bei
1,45.
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Nach etwa 1000 Stunden wurde der Versuch auf ein wasserstoffreiches
Gas mit C O : Ho=1 3 umge stellt. Während dieses Versuches wurde die Reaktionstemperatur
um 20 erhöht. Der CO+H2-Umsatz betrug etwa 680/0, die Methanbildung 20 bis 21 0/o,
das Verbrauchsverhältnis etwa 0.
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Nach 2000 Stunden wurde eine Extraktion des Katalysators bei Normaldruck
vorgenommen, und zwar zunächst mit Dieselöl bei etwa 2000. danach mit einer Benzinfraktion
bei etwa 1200. Nach der Wiederinbetriebnahme des Katalysators wurde schon bei 2300
ein CO+H..-Umsatz von 68°/o erreicht. Innerhalb von 6 Tagen mußte jedoch eine Temperaturechöhung
um 35° vorgenommen werden, um diesen Umsatz zu halten. Zwischenzeitliche Extraktionen
hatten nich stattgefunden.
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Nach 2300 Stunden wurde der Katalysator erneut bei Normaldruck wie
oben extrahiert und danach unter den bisherigen Bedingungen bei 2300 wieder in Betrieb
genommen. Zusätzlich wurde jedoch eine laufende Berieselung mit 100 cui:i Dieselöl/Std.
vorgenommen. Trotz dieser Nilaßnahme mußte zur Aufrechterhaltung des anfänglich
beobachteten CO+H2-Umsatzes von etwa 70°/o analog zu dem vorherigen Versuchsschritt
eine laufende Temperatursteigerung vorgenommen werden, um diesen Umsatz konstant
halten zu können. Die Endtemperatur betrug auch hier etwa 2650.
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Nach 2500 Stunden wurde erneut eine Extraktion des Katalysators,
wie schon oben angegeben, durchgeführt. Danach wurde, wiederum bei 2300, der Katalysator
unter den bisherigen Bedingungen erneut in Betrieb genommen, allerdings betrug das
C O : H2-Verhältnis jetzt wie schon zu Versuchsbeginn wieder 1 : 2. Außerdem wurde
in einem Abstand von 12 Stunden während eines Zeitraumes von 5 Minuten mit 1,5 1
Dieselöl (Siedelage 200 bis 2600) ohne Abstellen des Svnthesebetriebes laufend extrahiert.
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Unter diesen Bedingungen konnte bei 2300 ein
C O
+ H2-Umsatz von etwa 720/0 erhalten werden, während die Methanbildung gegenüber
den ursprünglichen Versuchsbedingungen auf 14 zurückging. Das Verbrauchsverhältnis
lag praktisch unverändert zwischen 1,5 und 1,6.
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Nach 2800 Stunden wurde die Gasbelastung so gesteigert, daß pro Volumen
Katalysator 750 1 Frischgas/Std. aufgegeben wurden. Der Synthesedruck betrug unverändert
30 atü. Die Reaktionstemperatur wurde auf 2450 erhöht. Das Kreislaufverhältnis lag
bei 1+2.
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Unter diesen Bedingungen konntebis zur 3500. Stunde ein konstanter
CO+H.,-Umsatz von 710/0 erhalten werden, wobei die Methanbildung etwa 16°/o und
das Verbrauchsverhältnis etwa 1,4 betrug.
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Innerhalb dieser Zeit wurden die Extraktionen in Zeitabständen von
8 Stunden während eines Zeitraumes von 10 Minuten mit einer Menge von jeweils 1000
cm3 Dieselöl durchgeführt.
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Nach Beendigung dieses Versuchsschrittes wurde unter den bisherigen
Bedingungen weitergefahren, in den gleichen Zeitabständen jedoch mit einem syntheseeigenen
Produkt extrahiert. Zum Beispiel wurde zwischen der etwa 3700. und 3800. Stunde
mit einem syntheseeigenen Produkt, welches bei Raumtemperatur keine Paraffinabscheidung
mehr zeigte und welches 18°/o bis 1800 siedende Bestandteile enthielt, verwendet.
Während dieses Zeitraumes von 100 Stunden trat keine Veränderung der Syntheseergehnisse
hinsichtlich Umsatz, Methanbildung, Verbrauchsverhältnis sowie Temperaturlage ein.
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Anschließend wurde zur Extraktion ein syntheseeigenes Produkt verwendet,
welches im Gegensatz zu dem voranstehenden etwa 300/0 unterhalb 1800 siedende Bestandteile
enthielt. Hierbei ging unter Beibehaltung der bisherigen Extraktionsbedingungen
der CO+H.2-Umsatz von etwa 71 auf etwa 65°/o zurück.
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Nach diesem Versuchsschritt wurde wieder eine Dieselölfraktion zwischen
200 und 2600 siedend zur Extraktion verwendet. Der C O+H2-Umsatz stieg wieder auf
70 bis 71, die Methanbildung lag zwischen 14 und 16.
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Nach insgesamt 4000 Betriebsstunden wurde wegen einer betrieblichen
Störung der letzte Versuchsschritt beendet und der Katalysator im Ofen bei Normaldruck,
wie bereits eingangs beschrieben, extrahiert.
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Danach wurde er erneut, und zwar dieses Mal mit einer Gasbelastung
von 1000 1/1 Katalysator und Stunde, einem Kreislaufverhältnis von 1+2 bei 30 atü
mit einem Synthesegas, dessen CO : H2-Verhältnis ebenfalls etwa 1 : 2 betrug, in
Betrieb genommen.
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Gleichzeitig wurde schon beim Anfahren in Zeitabständen von 8 Stunden
während 13 Minuten mit einer Dieselölmenge von jeweils 2,5 1 extrahiert.
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Unter diesen Bedingungen wurde bei 2550 ein CO + H2-Umsatz von etwa
64 0/o erhalten. Die Methanbildung lag bei 140/o, das Verbrauchsverhältnis um 1,38.
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Wurde die Extraktion nunmehr in Zeitabständen von 6 Stunden mit einer
Dieselölmenge von 1,3 1 innerhalb 6 Minuten durchgeführt, so wurde eine Steigerung
des CO+H2-Umsatzes auf etwa 710/0 unter Beibehaltung der bisherigen Synthesetemperatur
erreicht. Die Methanbildung lag zwischen 15 und 16, das Verbrauchsverhältnis bei
1,4. Der Versuch konnte unter diesen Bedingungen und ohne jegliche Anderung der
Temperaturlage sowie der Syntheseergebuisse bis zur 7000. Stunde betrieben werden.
Danach wurde er abgebrochen, um das Syntheserohr für einen neuen Versuch frei zu
machen.
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Beispiel 2 Durch Zugeben einer siedenden Lösung der Nitrate des Eisens
und Kupfers mit anteilig 100 Fe: 5 Cu zu einer siedenden Sodalösung bis zu einem
pH-Wert von 7 wurde eine Kontaktmasse gefällt, die anschließend mit heißem Kondensat
auf einen Restalkaligehalt von etwa 0,30/0, gerechnet als K2O und bezogen auf Eisen,
ausgewaschen wurde. Diese ausgewaschene Masse wurde im Kondensat von Raumtemperatur
aufgeschlämmt und mit einer Kaliwasserglaslösung versetzt, welche so viel Kieselsäure
enthielt, daß auf 100 Fe 25 Teile Si O2 entfielen. Danach wurde so viel Salpetersäure
zugesetzt, daß nach einer Filtration der Restkaliumgehalt, gerechnet als K2O und
bezogen auf Eisen, bei 5 lag. Die Masse wurde oberflächlich getrocknet, danach in
einer geeigneten Maschine auf ein Fadenkorn (Durchmesser 3,5 mm) verformt und anschließend
bei 1050 während 24 Stunden getrocknet. Der Restwassergehalt lag um 8 0/o.
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Nach Absieben auf eine Korngröße zwischen 1,5 und 4 mm wurde dieser
Katalysator bei 2300 während 60 Minuten mit einem Gemisch bestehend aus 75 0/o H2
und 25 ovo N2 (Strömungsgeschwindigkeit etwa 1,5 m/sec) reduziert. Der Reduktionswert
bzw.
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Gehalt an freiem Eisen betrug danach 260/0. 8 1 des reduzierten Katalysators
wurden in ein Syutheserohr von 10 m Höhe und 32 mm lichter Weite unter Kohlensäureschutz
vorsichtig eingefüllt und mit einem Synthesegas in Betrieb genommen, dessen CO+H2-Gehalt
85 °/o und CO : H2-Verhältnis 1:1,7 betrugen.
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Der Synthesedruck lag bei 25 atü, das Kreislaufverhältnis bei +2,5,
die Gasbelastung bei 500 1/1 Katalysator und Stunde.
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Nach vorsichtigem Anfahren während etwa 120 Stunden wurde bei einer
Temperatur von 2200 ein CO + H2-Umsatz von 720/0 erreicht. Die Methanbildung betrug
zu diesem Zeitpunkt etwa S0lo, das Verbrauchsverhältnis etwa 1,5.
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Unter diesen Bedingungen konnte der Katalysator 21/2 Monate betrieben
werden, wonach eine allmähliche Temperatursteigerung erforderlich wurde, um einen
langsamen Aktivitätsabfall wieder auszugleichen.
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Nach insgesamt 8000 Betriebsstunden betrug die Endtemperatur 2640,
der C O + H2-Umsatz etwa 68 0/o, während die Methanbildung auf 30 O/o angestiegen
war.
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Nach dieser Zeit wurde der Katalysator bei Normaldruck unter den
im Beispiel 1 erwähnten Bedingungen extrahiert und danach erneut unter den bisherigen
Bedingungen wieder in Betrieb genommen. Zusätzlich wurde in Zeitabständen von 4
Stunden während 6 Minuten eine Menge von 1,3 1 Dieselöl auf den Katalysator aufgegeben.
Nach vorsichtigem Anfahren wurde bei einer Reaktionstemperatur von 2300 ein CO +
H2-Umsatz von 70 bis 71 0/0 erhalten. Somit lag die Reaktionstemperatur im Vergleich
zu der Temperaturlage nach einer Betriebszeit von 8000 Stunden jetzt etwa 350 niedriger.
Die Methanbildung, die zu dem damaligen Zeitpunkt 300/a betragen hatte, ging auf
12 bis 14°/o zurück, das Verbrauchsverhältnis nahm von zuletzt 1,4 wieder auf 1,5
zu. Diese Ergebnisse wurden bei der 8300. Betriebsstunde ermittelt.
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Es stellte sich anschließend heraus, daß die Zahl der Extraktionen
von sechs auf drei täglich verringert werden konnte, ohne daß eine Änderung in den
Syntheseergebnissen eintrat. Eine vorübergehende Ausdehnung des Zeitabstandes zweier
Extraktionen von 8 auf 24 Stunden ergab jedoch einen Umsatzrückgang auf 660/a. Danach
wurde bei drei Extraktionen pro Tag weitergefahren.
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Nach 8700 Betriebsstunden wurde die Zahl der Extraktionen auf zwei
pro Tag verringert, wobei die innerhalb von 5 Minuten aufgegebene Menge an Dieselöl
unverändert bei 1,3 1 belassen wurde. Die Syntheseergebnisse blieben parktisch konstant.
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Nach einer Betriebszeit von 9600 Stunden wurde an. Stelle des bisher
verwendeten Dieselöles ein syntheseeigenes Produkt verwendet. Dieses Produkt enthielt
etwa 10°/o unterhalb 1800 und etwa 100/o oberhalb 3200 siedende Bestandteile. Die
Extraktionszeiten und Abstände blieben unverändert, der CO+H2-Umsatz ebenfalls.
Die Methanbildung betrug etwa 10 bis 12 0/ Unter diesen Bedingungen konnte der obige
Versuch monatelang weiterbetrieben werden, ohne daß irgendeine Temperaturerhöhung
oder sonstige Änderung der Synthesebedingungen erforderlich gewesen wären.
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Zum Vergleich seien noch nachstehende Zahlen angegeben: Bei der ursprünglichen
Syntheseführung wurde nach 3500 Stunden eine Reaktionstemperatur von 230° erreicht.
Dr CO+H2-Umsatz betrug 71%, die Methanbildung 14 bis 15%.
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Innerhalb der folgenden Wochen mußte eine allmähliche Temperatursteigerung
vorgenommen werden, so daß nach insgesamt 5600 Betriebsstunden 2400 erreicht waren.
Zu diesem Zeitpunkt lag der CO+H2-Umsatz unverändert bei etwa 700/0. Die Methanbildung
war jedoch auf 20°/o angestiegen.
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Somit war innerhalb eines Zeitraumes von 2100 Stunden, entsprechend
3 Monaten, bei normalem Synthesebetrieb ohne extraktive Behandlung eine Temperaturerhöhung
von 100 erforderlich, wobei die Methanbildung von etwa 14 auf 20°/o anstieg. Demgegenüber
war innerhalb eines Zeitraumes von 3 Monaten und mehr vom Beginn der extraktiven
Fahrweise nach limonatigem normalem Synthesebetrieb ohne Extraktion keine Temperaturerhöhung
notwendig. Die Reaktionstemperatur konnte unverändert bei 230° gehalten werden.
Die Methanbildung blieb gleichfalls unverändert bei etwa 12% und lag damit überraschenderwise
niedriger als zu dem Zeitpunkt, zu dem bei normalem Synthesebetrieb bei 230° die
entsprechende Methanbildung ermittelt wurde. Die Siedelage der gasförmigen und flüssigen
Produkte lag bei etwa 3500, 5600 sowie 9900 Stunden folgendermaßen:
| 3500 Std. 5600 Std. 9900 Std. |
| C3 bis C4 ...... 16% 23% 18,5% |
| C5 bis C10 ...... 40% 46% 37.5% |
| C11 bis C18 ........ 24% 18% 22.5% |
| über C18 ......... 20% 13% 21.5% |
Die Olefinzahlen betrugen:
| 3500 Std. 5600 Std. 9900 Std. |
| C3 bis C4 ..... 50% 45% 58% |
| C5 bis C10 ...... 60% 57% 65% |
| C11 bis C18 ..... 45% 42% 59% |
| uber C18............... - - - |
PATENTANSPRVCHE : 1. Verfahren zur Kohlenoxydhydrierung unter erhöhtem Druck über
Kobalt-, Nickel- oder vor-
zugsweise Eisenkatalysatoren, insbesondere als Sinter-
oder Schmelzkatalysatoren, unter Extraktion der Katalysatormasse im Syntheseofen,
dadurch gekennzeichnet, daß in Zeitabständen von im allgemeinen nicht über 48 Stunden
bei Synthesedrücken oberhalb 9 at, vorzugsweise zwischen 11 und 60 at, kurzzeitige
Extraktionen mit großen Flüssigkeitsmengen ohne Abstellen des Synthesegases und/oder
Kreislaufgases durchgeführt werden.