DE101736C - - Google Patents

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DE101736C
DE101736C DENDAT101736D DE101736DC DE101736C DE 101736 C DE101736 C DE 101736C DE NDAT101736 D DENDAT101736 D DE NDAT101736D DE 101736D C DE101736D C DE 101736DC DE 101736 C DE101736 C DE 101736C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C06EXPLOSIVES; MATCHES
    • C06FMATCHES; MANUFACTURE OF MATCHES
    • C06F3/00Chemical features in the manufacture of matches

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical And Physical Treatments For Wood And The Like (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Der Gegenstand vorliegender Erfindung bezieht sich auf eine Zündmasse für Zündhölzer, ■ welche durch die Zugabe von Phosphorsesquisulfuret gekennzeichnet ist.
Man hat im deutschen Patent Nr. 89700 bereits vorgeschlagen, eine ganz bestimmte Mischung von Phosphor mit Schwefel als Beigabe zur Zündmasse zu verwenden, welche Mischung jedoch niemals als eine chemische Verbindung bezeichnet werden kann.
Dieser benannten Patentschrift gegenüber unterscheidet sich die vorliegende Erfindung dadurch, dafs sie eine ganz bestimmte chemische Verbindung, nämlich den Anderthalb-Schwefelphosphor P4 S3 verwendet, die sich einem Gemisch von Phosphor und Schwefel gegenüber so unterscheidet, wie jedes Gemisch zweier Körper von der chemischen Verbindung derselben.
Die Vortheile,· welche mit der Wahl des Phosphorsesquisulfurets als Beigabe zur Zündmasse gegenüber einer Mischung von Phosphor mit Schwefel erreicht werden, sind kurz folgende:
Man kann den verwendeten Körper auf bekannte Weise reinigen und hat stets die Garantie, immer ein und dieselbe chemische Verbindung von genau festgesetzten Eigenschaften zu haben, was bei Gemischen nicht der Fall ist.
Ferner verliert bei der chemischen Verbin- . dung mit Schwefel der Phosphor einen ganz beträchtlichen Betrag seiner latenten Wärme, so dafs das Phosphorsesquisulfuret bedeutend weniger latente Wärme besitzt, als ein Gemisch von Schwefel und rothern Phosphor. Es kann infolge dessen in der Verbindung mit Kaliumchlorat nicht dieselbe Lebhaftigkeit entstehen, wie dies bei einem Gemisch von Schwefel und Phosphor der Fall sein kann.
Ferner ist das Phosphorsesquisulfuret schon bei einer Temperatur von ioo° in der Atmosphäre entzündbar, während ein mechanisches Gemisch von Schwefel mit Phosphor erst bei 2500 entzündbar ist.
Schliefslich kommt auch noch in Betracht, dafs das Phosphorsesquisulfuret stets frei von sämmllichen Schwefelverbindungen ist, die bekanntlich sehr leicht zersetzbar sind.
Das Phosphorsesquisulfuret ist widerstandsfähiger gegen die Einflüsse von Wasser und der atmosphärischen Luft, als wie dieses bei dem nach Patent Nr. 89700 verwendeten Körper der Fall sein kann.
Auch vom rein praktischen Standpunkte aus ist die Verwendung von Phosphorsesquisulfuret ν nach vorliegender Erfindung insofern einem Gemisch von Phosphor und Schwefel vorzuziehen, als sich die Verbindung bedeutend leichter dosiren läfst und die Pasten daher mit grofser Sicherheit und Gleichförmigkeit hergestellt werden können. Auch macht sich eine ganz markante Weichheit in der Entzündung der Hölzer bemerkbar, während bei der Verwendung eines Gemisches von Phosphor mit
Schwefel während der Entflammung ein ungebührliches Aufleuchten eintritt.
Schliefslich sind die Zündhölzer nach vorliegender Erfindung durch einfache Reibung leicht zu entzünden, während, da die Zündtemperatur eines Phosphor- und Schwefelgemisches bedeutend höher liegt als die des Sesquisulfurets, bei den Hölzern nach D. R. P. Nr. 89700 eine weit beträchtlichere Reibung nothwendig ist.
Zum Schlufs wäre die Sicherheit, welche das Sesquisulfuret giebt, auch noch insofern hervorzuheben , als nicht nur geringere Mengen von Kaliumchlorat bei der Herstellung von Zündholzmassen verwendet werden können, sondern weil auch infolge des Widerstandes des Sulfurets gegen atmosphärische Einflüsse die Fabrikation für das Personal bedeutend gefahrloser ist, als wie dies mit einem Gemische von Phosphor und Schwefel der durch Patent Nr. 89700 gekennzeichneten Art der Fall wäre.
Als Beispiel zur Herstellung der Masse sei folgendes erwähnt:
Schwefelphosphor PiS3 . . . . 90 g,
Kaliumchlorat. . . . . 200 g,
Eisenperoxyd . 11 ο g,
Zinkweifs 70 g,
gepulvertes Glas. . 14p g,
guter Leim 100 g,
Wasser 290 g.
Es sei jedoch bemerkt, dafs naturgemäfs die Zahlen je nach der Art der herzustellenden Hölzer in beliebiger Weise variirt werden können, und dafs das Wesentlichste des Erfindungsgegenstandes eben darin besteht, dafs überhaupt Phosphorsesquisulfuret als Zusatz zur Zündmasse von Zündhölzern verwendet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Zündmasse für Zündhölzer, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Schwefelphosphor (T4 S3).
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DE (1) DE101736C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2626090A1 (de) * 1975-06-11 1976-12-30 Bryant & May Ltd Zuendholzkopfmassen
US6576912B2 (en) 2001-01-03 2003-06-10 Hugo M. Visser Lithographic projection apparatus equipped with extreme ultraviolet window serving simultaneously as vacuum window

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE2626090A1 (de) * 1975-06-11 1976-12-30 Bryant & May Ltd Zuendholzkopfmassen
US6576912B2 (en) 2001-01-03 2003-06-10 Hugo M. Visser Lithographic projection apparatus equipped with extreme ultraviolet window serving simultaneously as vacuum window

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