DE109555C - - Google Patents

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DE109555C
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    • C—CHEMISTRY; METALLURGY
    • C04—CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04B—LIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B2/00—Lime, magnesia or dolomite
    • C04B2/02—Lime
    • C04B2/04—Slaking

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ceramic Engineering (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description

PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 80: Thonwaaren-, Stein-, Cementindustrie.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. November 1898 ab.
Wenn man gebrannten Kalk in thunlichst trockenes Kalkhydrat umwandeln (ablöschen) will, so ist das bisher allgemein bekannte und angewendete Verfahren wie folgt:
Der gebrannte Stückkalk wird in Behälter mit durchbrochener Wandung (Körbe) gefüllt und so lange mit diesen Behältern unter Wasser gebracht, bis er sich voll Wasser gesaugt hat. Dann werden die Körbe herausgehoben, wobei überschüssiges Wasser abläuft. Den mit Wasser vollgesaugten Kalk läfst man dann an der Luft liegen, bis er durch die Einwirkung des angesaugten Wassers zerfällt.
Nach diesem Verfahren kann es nur bei den vorzüglichsten und reinsten Kalksorten gelingen, ein Kalkhydrat zu erzielen, welches nicht durch mangelhaft abgelöschte Theile verunreinigt ist. Bei allen geringwerthigeren Kalken, die nicht etwa aus nahezu ganz reinem kohlensaurem Kalk erbrannt sind, erhält man beim Ablöschen nach diesem bisher allgemein angewendeten Verfahren ein Kalkhydratpulver, welches noch nicht völlig abgelöschte Theile enthält, die nachträglich noch treiben, wenn die Masse zur Mörtelbereitung herangezogen wird.. Der Grund 'dieses mangelhaften Ablöschens ist bei dem bisherigen Verfahren folgender:
Erstens sind die gebrannten Kalkstücke verschieden dicht, so dafs auch die Wasseraufsaugung naturgemäfs eine verschieden grofse sein mufs. Etwas schärfer gebrannte, mehr dicht gewordene Stücke werden in derselben Zeit bei Weitem nicht das gleiche Wasserquantum ansaugen, welches stärker poröse, gerade normal gebrannte Stücke anziehen. Zu lange darf man beim Ablöschen zu Kalkhydrat den gebrannten Kalk auch nicht unter Wasser lassen, weil sonst die leicht wassersaugenden Stücke schon zu Brei ablöschen, ehe die dicht gebrannten sich mit Wasser hinreichend vollgesogen haben. Es ist also eine gleichmäfsige Anfeuchtung des Kalkes bei dem bisherigen Verfahren nicht möglich. Zu diesem Uebelstand kommt nun weiter der hinzu, dafs, wenn der mit Wasser getränkte Kalk an der Luft liegt, infolge der Erwärmung ein nicht unerheblicher Theil dieses Wassers in Dampfform entweichen kann, wobei der gröfste Theil der beim Kalklöschen entwickelten Wärme zur Verdampfung des entweichenden Wassers verbraucht wird. Nicht gleichmäfsige Anfeuchtung und nicht gleichmäfsige hinreichende Erwärmung aller Theile sind demnach die Mangel, welche dem bisher üblichen Verfahren anhaften, das man zum trockenen Ablöschen des gebrannten Kalkes anwendet.
Diesem Uebelstande wird durch folgende Neuerung vollkommen abgeholfen:
Es findet zum trockenen Ablöschen des gebrannten Kalkes eine aus stärkerem Eisenblech construirte Trommel Anwendung, welche nach Art der Trommelmühlen drehbar ist, und welche an ihrem Cylindermantel ein verschliefsbares Mannloch hat, das hinreichend weit ist, um die gröfsten Stücke des gebrannten Kalkes hineinwerfen zu können. Ist der gebrannte Kalk in abgewogener Menge in die Trommel eingefüllt, wobei die Trommel natürlich kaum bis zur Hälfte gefüllt sein darf, so wird die
/2. Auflage, ausgegeben am 6. August igoij
zur Ueberführung in Kalkhydrat erforderliche Wassermenge hinzugelassen, und zwar je nach der Qualität des gebrannten Kalkes ca. 30 bis 35 kg für je 100 kg des in die Trommel gefüllten Kalkes. Sowie dies genau abgemessene Wasserquantum eingelassen ist, wird die Trommel dampfdicht im Mannloch verschlossen und die Trommel ca. Y4 bis 1 Stunde gedreht. Während dieser Bearbeitung des gebrannten Kalkes mufs derselbe vollkommen gleichmäfsig ablöschen, weil das zur Ueberführung in Kalkhydrat erforderliche Wasserquantum ein unabänderliches bleibt, bis eine ganz gleichmäfsige Aufnahme durch den gebrannten Kalk stattgefunden hat. Es kann weder Wasser fortgehen, noch hinzukommen, weil der Kalk in der dampfdicht verschlossenen Trommel mit dem zugegebenen, unabänderlich gleichbleibenden Wasserquantum so lange durchgemischt wird, bis auch die dicht gebranntesten Stücke unterstützt durch die sich in der Trommel anhaltend hoch erhaltende Temperatur zu Kalkhydrat abgelöscht sind.
Ist die vollkommene Ueberführung aller Kalktheilchen in Kalkhydrat durchgeführt, was selbst bei sehr träge löschendem Kalk in höchstens 2 bis 3 Stunden eintritt, so wird das Mannloch der Trommel geöffnet und das pulverförmige Kalkhydrat herausgebracht, in welchem der zugegebene Wassergehalt vollkommen gleichmäfsig vertheilt ist.

Claims (1)

  1. Pate nt-A N SPRU ch:
    Verfahren zum Trockenlöschen von gebranntem Kalk, dadurch gekennzeichnet, dafs der Kalk in dampfdicht verschliefsbaren Behältern, beispielsweise drehbaren Trommeln, mit einer abgemessenen und während des Ablöschens unverändert bleibenden Wassermenge zusammengebracht und bei der sich in dem Behälter erhaltenden höheren Temperatur innigst durch einander gemischt wird.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE745126C (de) * 1939-09-14 1944-02-26 Ig Farbenindustrie Ag Verfahren zum Loeschen von Erdalkalioxyden, insbesondere von AEtzkalk
WO1979000931A1 (en) * 1978-04-14 1979-11-15 A Andersson Preparation of white liquor
DE3636615A1 (de) * 1986-10-28 1988-05-19 Oker Rohstoffbetriebe Verfahren zur herstellung von trockenmoertel oder vormoertel
US4857446A (en) * 1986-12-23 1989-08-15 Eastman Kodak Company Filter dye for photographic element

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