DE102017102995B3 - Verstellbarer Kabel-Knickschutz und Kabel mit diesem Knickschutz - Google Patents

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Abstract

Die Erfindung betrifft einen Knickschutz für konfektionierte Kabel (3, 4), mit einer ersten und einer zweiten Manschette (1, 2), die jeweils um einen Teil des Kabels (3) und/oder eines Steckverbinders (4) passen und in unterschiedlichen Relativpositionen zusammensetzbar sind. Gemäß der Erfindung ist jede der beiden Manschetten (1, 2) allgemein als ein gerades Rohrstück mit einer zentralen Längsachse ausgebildet. Dabei hat ein Ende der ersten Manschette (1) zwei angeformte Vorsprünge in Form von zwei regelmäßigen Achtkanten (6) mit gleicher Schlüsselweite, die beiderseits der Längsachse der ersten Manschette (1) angeordnet sind und deren Drehsymmetrieachsen miteinander übereinstimmen und die Längsachse der ersten Manschette (2) senkrecht schneiden. Außerdem hat ein Ende der zweiten Manschette (2) vier angeformte längliche Fortsätze (20), die drehsymmetrisch um die Längsachse der zweiten Manschette (2) herum verteilt sind und die sich jeweils parallel zur Längsachse der zweiten Manschette (2) erstrecken, wobei je zwei einander benachbarte Fortsätze (20) ein Schlüsselmaul (21) mit einer der Schlüsselweite der Achtkante (6) entsprechenden Maulweite ausbilden.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen Knickschutz für konfektionierte Kabel, d. h. für Kabel mit mindestens einem Stecker an einem Ende, wobei der Knickschutz eine erste und eine zweite Manschette enthält, die jeweils um einen Teil des Kabels und/oder eines Steckverbinders desselben passen und die dafür eingerichtet sind, in unterschiedlichen Relativpositionen zusammengesetzt zu werden, sowie ein Datenkabel oder Signalkabel mit einem derartigen Knickschutz.
  • Ein Kabel-Knickschutz ist eine gerade oder gewinkelte Schutzmanschette, die einen Teil eines Steckers und des damit verbundenen Kabels umgibt, um diesen stark beanspruchten Bereich vor Abknicken oder Abreißen zu schützen und die Richtung des abgehenden Kabels vorgibt.
  • Es sind auch variabel abwinkelbare Kabel-Knickschutze bekannt, die eine zweckmäßigere und übersichtlichere Kabelführung z. B. auf Patchpanels ermöglichen.
  • So offenbart die DE 20 2014 010 869 U1 einen Knickschutz mit den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs 1. In einer Ausführungsform sind die beiden Manschetten mit Achtkantstrukturen versehen, die es erlauben, die steckerferne, gewinkelte Manschette in acht festen, um 45° getrennten Positionen um die Längsachse der steckernahen Manschette und des Steckverbinders herum auf die steckernahe Manschette aufzusetzen. Außerdem ist die steckerferne Manschette quer zu der Längsachse gewinkelt, wobei dieser Winkel in einem gewissen Grade stufenlos veränderlich ist. Dieser Knickschutz hat allerdings einen komplexen Aufbau, und ein einmal gewählter Winkel, unter dem das Kabel den Knickschutz in Bezug auf die Längsachse verlässt, kann sich beim Hantierten am Patchpanel leicht wieder ändern.
  • US 2009 0111 319 A1 offenbart einen Knickschutz mit Zugentlastung zur Montage in einem Stecker, wobei die Ausrichtung der Manschette für die Kabelführung in Bezug zum Stecker fest einstellbar ist. Die Konstruktion und die Montage sind aber aufwendig.
  • US 2015 0071 590 A1 offenbart einen Stecker mit Zugentlastung und drehbarem Knickschutz am Stecker, wobei der Knickschutz durch ein relativ steifes Teil am Kabelausgang des Steckers gebildet wird, das sich rastend um eine Drehachse, die fest mit dem Stecker verbunden ist, drehen kann und verschiedene Winkel zum Stecker annehmen kann, je nachdem, in welche Richtung das Kabel gezogen wird. Eine Einstellung auf einen festen Winkel ist für viele Anwendungen nicht stabil genug. Die Vorrichtungsteile im Drehgelenk sind filigran, insgesamt ist die Zugentlastung aufwendig.
  • US 2015 0064 961 A1 offenbart einen Stecker mit einem festen und einem schwenkbaren Teil, wobei der schwenkbare Teil mit einem Kabelaustritt in Bezug zum festen Teil um eine Drehachse senkrecht zur Steckerachse rastend drehbar ausgebildet ist. Ein jeweiliges Einrasten in einer Drehstellung geschieht dabei durch Überwindung von Rastnasen, die dadurch überwunden werden, dass ein Bügel des schwenkbaren Teils elastisch ist. Wenn eine Elastizität des schwenkbaren Teils, das üblicherweise aus Kunststoff besteht, nachlässt oder zunimmt, kann das Teil brechen oder eine Rastarretierung wird nachlassen. Die Vorrichtung ist eher für kleine Zug- und Schwenkkräfte gedacht.
  • DE 3 918 517 C1 offenbart einen Anschlussstecker mit einem Zugentlastungs-ausgangsteil, das mit dem Kabel verbunden und bevorzugt verschweißt ist. Dabei kann das Zugentlastungsausgangsteil in Längsrichtung oder um 90° abgewinkelt auf den Anschlussstecker aufgesteckt und mit dem Anschlussstecker durch einen vierkantartigen Querstift verbunden werden.
  • Im Handel gibt es auch variable Knickschutze in Form von plastisch verformbaren Kabelumspritzungen, die stufenlos in jede beliebige Richtung abwinkelbar sind. Doch kann die gewählte Richtung beim Hantieren am Patchpanel versehentlich verstellt werden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, einen möglichst einfach aufgebauten verstellbaren Kabel-Knickschutz bereitzustellen, bei dem die Richtung, in der das Kabel den Knickschutz verlässt, sowohl um die Längsachse des entsprechenden Steckverbinders herum als auch quer dazu in besonders zweckmäßigen Konfigurationen fixierbar ist.
  • Diese Aufgabe wird durch einen Knickschutz mit den Merkmalen des Anspruchs 1 sowie durch ein Kabel mit einem Knickschutz mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs 11 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
  • Gemäß der Erfindung ist jede der beiden Manschetten auf einfache Weise allgemein als ein kurzes gerades Rohrstück mit einer zentralen Längsachse ausgebildet.
  • Ein Ende der ersten Manschette hat zwei angeformte Vorsprünge in Form von zwei regelmäßigen Achtkanten mit gleicher Schlüsselweite, die drehsymmetrisch - nämlich um 180° versetzt - bzw. spiegelsymmetrisch in einem gewissen Abstand beiderseits der Längsachse der ersten Manschette angeordnet sind, wobei die eigenen Mittelachsen oder Drehsymmetrieachsen der Achtkante miteinander übereinstimmen und die Längsachse der ersten Manschette senkrecht schneiden.
  • Ein Ende der zweiten Manschette hat vier angeformte längliche Fortsätze, die drehsymmetrisch - nämlich in 90°-Schritten - um die Längsachse der zweiten Manschette herum verteilt sind und die sich jeweils parallel zur Längsachse der zweiten Manschette von der zweiten Manschette weg erstrecken, vorzugsweise jedoch nicht weiter als die Schlüsselweite der Achtkante. Je zwei einander benachbarte Fortsätze bilden ein Schlüsselmaul mit einer der Schlüsselweite der Achtkante entsprechenden Maulweite und vorzugsweise auch mit einer entsprechenden Maulform.
  • Je nachdem, in welcher Relativstellung man die miteinander fluchtenden Achtkante der einen Manschette in die miteinander fluchtenden Schlüsselmäuler der anderen Manschette einführt, kann die zweite Manschette in zwei um 90° verschiedenen Winkelstellungen um ihre Längsachse herum und außerdem in fünf um 45° getrennten Winkelstellungen zu der Richtung ihrer Längsachse mit der ersten Manschette gekoppelt werden und wird dann von den Schlüsselmäulern stabil in der gewählten Stellung gehalten. Die Anzahl der solchermaßen erhältlichen fixen Konfigurationen oder Relativpositionen ist einerseits notwendig, andererseits aber auch hinreichend, um ein sehr aufgeräumtes Patchpanel zu bekommen.
  • In einer bevorzugten Ausführungsform ist die erste Manschette jene, die um einen Teil des Kabels passt, und die zweite Manschette ist jene, die um das Kabel und einen Teil eines Steckverbinders desselben passt, doch könnte es auch umgekehrt sein.
  • Der erfindungsgemäße Knickschutz kann einen vergleichsweise einfachen Aufbau haben und dementsprechend einfach herstellbar sein. So kann die erste Manschette allgemein - abgesehen u. a. von den Achtkanten und irgendwelchen Griffstrukturen und Riffelungen - einen runden Querschnitt haben, und die zweite Manschette kann allgemein - abgesehen u. a. von den Vorsprüngen bzw. Schlüsselmäulern und ggf. einem Rastzungenschutz für eine Rastzunge am Stecker - einen rechteckigen Querschnitt haben.
  • Vorzugsweise sind die freien Enden der vier Fortsätze jeweils mit zwei angeformten Rastnasen versehen, die jeweils in Richtung auf den benachbarten Fortsatz vorstehen, um die in die Schlüsselmäuler eingeführten Achtkante zu verriegeln. Außerdem sind die Achtkante vorzugsweise so orientiert, das je zwei ihrer Kanten parallel zur Längsachse der ersten Manschette verlaufen.
  • Im Falle der Rastnasen braucht es eine gewisse Materialelastizität, damit die Schlüsselmäuler in die Achtkante einrasten können. Dies ist leicht zu erreichen, wenn die Manschetten, wie ohnehin bevorzugt, einstückige Kunststoff-Spritzgussteile sind, optional mit metallischen Ummantelungen oder Einsätzen für elektromagnetische Abschirmung.
  • In den vorgenannten Ausführungsformen besteht der Knickschutz aus nur zwei Teilen, die zudem einfach herstellbar sind.
  • In einer bevorzugten Weiterbildung werden mit dem Knickschutz zusätzlich ein oder vorzugsweise zwei Verschlusskappen mitgeliefert, die in freie, d. h. nicht von den Achtkanten der einen Manschette belegte Schüsselmäuler einrasten und diese verschließen können, wobei jede Verschlusskappe allgemein - jedenfalls soweit im montierten Zustand sichtbar - die Form der Achtkante der ersten Manschette hat. Je nach Winkeleinstellung des Knickschutzes können ein oder zwei Verschlusskappen daran angebracht werden, um dem Knickschutz ein geschlosseneres Erscheinungsbild zu verleihen. Außerdem können die Verschlusskappen dazu beitragen, die gewählte Relativstellung der beiden Manschetten reversibel zu fixieren.
  • Die Steckverbinder sind normalerweise männliche Teile, d. h. Stecker, können aber auch weibliche Teile sein, d. h. Buchsen oder Kupplungen. Ein Übergangsbereich zwischen Kabel und Steckverbinder besitzt vorzugsweise eine formschlüssig in die zweite Manschette passende Umspritzung. Der Knickschutz ist vorzugsweise ein Datenkabel- oder Signalkabel-Knickschutz, noch mehr bevorzugt ein Patchkabel- oder Netzwerkkabel-Knickschutz und noch mehr bevorzugt für RJ-Stecker.
  • Es folgt eine Beschreibung eines Ausführungsbeispiels anhand der Zeichnungen. Darin zeigen:
    • 1 ein Ende eines Patchkabels mit verstellbarem Knickschutz in einer ersten Basiskonfiguration in einer Perspektivansicht, verschiedenen ebenen Ansichten und einer Explosions-Perspektivansicht;
    • 2 vier Varianten der ersten Basiskonfiguration in Perspektivansichten;
    • 3 das Patchkabel von 1 in einer zweiten Basiskonfiguration in einer Perspektivansicht, verschiedenen ebenen Ansichten und einer Explosions-Perspektivansicht;
    • 4 vier Varianten der zweiten Basiskonfiguration in Perspektivansichten;
    • 5 die erste Manschette des Knickschutzes in einer Perspektivansicht und in ebenen Ansichten vergrößert und aus allen Richtungen;
    • 6 die zweite Manschette des Knickschutzes in einer Perspektivansicht und in ebenen Ansichten vergrößert und aus allen Richtungen; und
    • 7 eine Verschlusskappe für den Knickschutz in einer Perspektivansicht und in ebenen Ansichten vergrößert und aus allen Richtungen.
  • Die Figuren zeigen einen Knickschutz mit zwei Hauptteilen aus Kunststoff-Spritzguss, nämlich einer ersten Manschette 1 und einer zweiten Manschette 2, die auf ein Kabel 3 passen. Nachdem man die Manschetten 1 und 2 auf das Kabel 3 aufgeschoben hat (oder auch vorher, falls das andere Kabelende noch nicht konfektioniert ist), wird das Kabel 3 an dem gezeigten Ende mit einem RJ45-Stecker 4 (nachstehen auch Steckverbinder) versehen. Mittels der Verschlusskappen 23 kann, falls erforderlich, der eingestellte Abgangswinkel weiter stabilisiert werden.
  • Im Ausführungsbeispiel wird ein Übergangsbereich zwischen Kabel 3 und Stecker 4 zusätzlich mit einer Umspritzung 5 versehen, die sowohl diesen Bereich stabilisiert als auch ein Passstück für einen Formschluss mit der zweiten Manschette 2 bildet, wenn die zweite Manschette 2 von hinten auf den Stecker 4 geschoben wird. Die Umspritzung 5 kann aber entfallen, falls die zweite Manschette 2 selbst gut sitzend auf den Stecker 4 passt.
  • Jede der beiden Manschetten 1 und 2 ist allgemein als ein gerades Rohrstück mit einer zentralen Längsachse ausgebildet, wobei die erste Manschette 1 allgemein einen runden Querschnitt hat und die zweite Manschette 2 allgemein einen rechteckigen Querschnitt hat. Weitere Querschnitte der Manschetten sind denkbar, sofern dem Kabel und/oder dem entsprechenden Stecker (4) passen.
  • An einem mit der zweiten Manschette 2 zu koppelnden Ende der ersten Manschette 1 sind zwei Vorsprünge in Form von zwei regelmäßigen Achtkanten 6 mit gleicher Schlüsselweite einstückig angeformt. Wie man in den Figuren erkennt, sind die Achtkante 6 dreh- oder spiegelsymmetrisch beiderseits der Längsachse der ersten Manschette 1 angeordnet. Die Mittelachsen oder Drehsymmetrieachsen der beiden Achtkante 6 selbst fallen zusammen und schneiden die Längsachse der ersten Manschette 1 senkrecht. Außerdem erstrecken sich je zwei Kanten der Achtkante 6 parallel zur Längsachse der ersten Manschette 1.
  • Die erste Manschette 1 besitzt außerdem Griff-Riffelungen 7 sowie Rillen 8, die dem von den Achtkanten 6 abgewandten Ende der ersten Manschette 1 Biegsamkeit verleihen.
  • Die zweite Manschette 2 passt an einem Ende auf den Stecker 4 samt Umspritzung 5 und weitet sich in Richtung auf ihr anderes, mit der ersten Manschette 1 zu koppelndes Ende von einem rechteckigen Querschnitt zu einem zunehmend quadratischen Querschnitt.
  • Der Bereich mit zunehmend quadratischem Querschnitt wird durch vier längliche Fortsätze 20 definiert, die an einem steckerseitigen Teil der zweiten Manschette 2 einstückig angeformt sind und welche allgemein drehsymmetrisch, also in einem Quadrat, um die Längsachse der zweiten Manschette 2 herum verteilt sind, wobei sich die Fortsätze 20 jeweils parallel zur Längsachse der zweiten Manschette 2 in Richtung auf die erste Manschette 1 erstrecken.
  • Je zwei einander benachbarte Fortsätze 20 der zweiten Manschette 2 bilden zwischen sich ein Schlüsselmaul 21 mit einer Maulweite und Maulform aus, die der Schlüsselweite und Umfangsform der Achtkante 6 der ersten Manschette 1 entsprechen.
  • An den freien Enden der vier Fortsätze 20 sind jeweils zwei Rastnasen 22 angeformt, die zu den benachbarten Fortsätzen 20 hin vorstehen. Zusammen mit den Rastnasen 22 sind die Fortsätze 20 ungefähr so lang wie die Schlüsselweite der Achtkante 6 beträgt.
  • Die Kantenlänge des Quadrats, innerhalb dessen die Fortsätze 20 allgemein angeordnet sind, wird im Wesentlichen durch die Breite des Steckers 4 bestimmt und ist etwas größer, und die Maulweite der dazwischen gebildeten Schlüsselmäuler 21 wird um so viel kleiner gemacht als die Kantenlänge des genannten Quadrats, dass die Fortsätze 20 im Gebrauch nicht abbrechen, aber auch eine gewisse Nachgiebigkeit haben.
  • In dem gezeigten Beispiel betragen die Maulweite der zwischen den Fortsätzen 20 ausgebildeten Schlüsselmäuler 21 sowie die Schlüsselweite der Achtkante 6 ungefähr drei Viertel der Kantenlänge des genannten Quadrats. In dem gezeigten Beispiel ist diese Kantenlänge außerdem mit dem Abstand der äußeren Stirnseiten der beiden Achtkante 6 an der ersten Manschette 1 identisch, so dass die äußeren Stirnseiten der Achtkante 6 mit den Außenflächen der Fortsätze 20 fluchten, wenn die Manschetten 1 und 2 zusammengefügt sind. Doch könnten die Achtkante 6 auch mehr oder weniger weit aus der zweiten Manschette 2 hervorstehen, ohne die Funktion des Knickschutzes zu beeinträchtigen.
  • Zu dem gezeigten Knickschutz gehören neben den beiden Manschetten 1 und 2 noch zwei Zusatzteile aus Kunststoff-Spritzguss in Form von Verschlusskappen 23, deren Sichtflächen ebenso geformt sind wie die Achtkante 6 an der ersten Manschette 1. Die Verschlusskappen 23 passen einrastend in diejenigen Schlüsselmäuler 21, die nach dem Zusammenfügen der beiden Manschetten 1 und 2 zwischen je zwei Fortsätzen 20 frei bleiben, und verleihen dem montierten Knickschutz ein ansprechendes geschlossenes Äußeres. Weiter arretieren die Verschlusskappen 23 den eingestellten Kabelabgangswinkel zusätzlich auf eine reversible Art und Weise.
  • In 1 links unten sind die Manschetten 1 und 2 hintereinander auf das Kabel 3 aufgeschoben, wobei die erste Manschette 1 so orientiert ist, dass die gemeinsame Mittelachse der Achtkante 6 parallel zur Breitenrichtung des Steckers 4 verläuft. Zur weiteren Montage wird zuerst die zweite Manschette 2 auf den Stecker 4 aufgeschoben, wobei kleine Vorsprünge 24 an der Umspritzung 5 des Steckers 4 in dazu passende Ausnehmungen 25 an der zweiten Manschette 2 einrasten. Außerdem schiebt sich dabei ein an der zweiten Manschette 2 angeformter Rastzugenschutz 26 über eine Rastzunge 27 am Stecker 4.
  • Anschließend wird die erste Manschette 1 geradlinig auf die zweite Manschette 2 zu bewegt, wobei die zwei Achtkante 6 zwischen je zwei der Fortsätze 20 geschoben werden. Aufgrund der Rastnasen 22 biegen sich die Fortsätze 20 dabei ein wenig auseinander und schnappen wieder zusammen, sobald die Rastnasen 22 die Achtkante 6 hintergreifen können. Damit ist die in den übrigen Ansichten von 1 gezeigte erste Basiskonfiguration erreicht, in der das Kabel 3 in einer im Wesentlichen geraden Linie vom Stecker 4 abgeht.
  • Vier mögliche Varianten der ersten Basiskonfiguration sind in 2 gezeigt. Diese erhält man, indem man die erste Manschette 1, solange sie von der zweiten Manschette 2 getrennt ist, in einem Winkel von 45° oder 90° nach oben oder unten in Bezug auf die Längsachse der zweiten Manschette 2 hält und unter Aufrechterhaltung dieses Winkels über das Kabel 3 schiebt, bis die zwei Achtkante 6 vollständig in den entsprechenden Schüsselmäulern 21 sitzen und darin einrasten.
  • In diesen Varianten geht das Kabel 3 somit unter einem Winkel von 45° oder 90° nach oben oder unten vom Stecker 4 ab, wobei die entsprechende Bezugsebene in 2 horizontal verläuft, d. h. parallel zur Breitenrichtung des Steckers 4. Auch in diesen Fällen können freie Schlüsselmäuler 21 mit Verschlusskappen 23 verschlossen werden, doch kann in den 45°-Stellungen jeweils nur eine Verschlusskappe 23 montiert werden, wie man in 2 erkennt.
  • 3 zeigt das Patchkabel von 1 in einer zweiten Basiskonfiguration, die sich von der ersten Basiskonfiguration von 1 nur darin unterscheidet, dass die erste Manschette 1 so orientiert wird, dass die gemeinsame Mittelachse der Achtkante 6 nicht parallel zur Breitenrichtung, wie in 1 und 2, sondern parallel zur Höhenrichtung des Steckers 4 verläuft. Die Montage erfolgt entsprechend. Auch in der zweiten Basiskonfiguration geht das Kabel 3 in einer im Wesentlichen geraden Linie vom Stecker 4 ab.
  • Vier mögliche Varianten der zweiten Basiskonfiguration sind in 4 gezeigt. Diese erhält man, indem man die erste Manschette 1 in einem Winkel von 45° oder 90° nach rechts oder links in Bezug auf die Längsachse der zweiten Manschette 2 hält und unter Aufrechterhaltung dieses Winkels über das Kabel 3 schiebt, bis die zwei Achtkante 6 vollständig in den entsprechenden Schüsselmäulern 21 sitzen.
  • In diesen Varianten geht das Kabel 3 somit unter einem Winkel von 45° oder 90° nach rechts oder links vom Stecker 4 ab, wobei die entsprechende Bezugsebene in 4 vertikal verläuft, d. h. parallel zur Höhenrichtung des Steckers 4. Auch hier können ein oder zwei freie Schlüsselmäuler 21 mit einer oder zwei Verschlusskappen 23 verschlossen werden.
  • Die erste Manschette 1, die zweite Manschette 2 und eine der Verschlusskappen 23 sind in 5 bis 7 noch detaillierter gezeichnet, worin die gleichen Bezugszeichen wie in den 1 bis 5 zur Bezeichnung der gleichen Teile verwendet werden. Daher wird bezüglich der Beschreibung der 5 bis 7 auf die Ausführungen zu den 1 bis 5 Bezug genommen.
  • Weitere mögliche Ausbildungsformen sind in den folgenden Ansprüchen beschrieben. Insbesondere können auch die verschiedenen Merkmale der oben beschriebenen Ausführungsformen miteinander kombiniert werden, soweit sie sich nicht technisch ausschließen.
  • Weiterhin, obgleich in den obigen Ausführungsbeispielen der Erfindung die Fortsätze an der mit dem Stecker verbundenen Manschette angebracht sind und die Vorsprünge an der auf das Kabel aufgeschobene Manschette, ist es denkbar, die Konstruktion umzukehren. Somit wären in dieser Ausgestaltung die Fortsätze an der aufgeschobenen Manschette vorhanden und die Vorsprünge an der Manschette, die mit dem Stecker verbunden ist
  • Darüber hinaus wäre es erfindungsgemäß auch denkbar, den Vorsprung bzw. den Fortsatz mit einer anderen geometrischen Form wie beispielsweise ein Hexagon auszubilden, vorausgesetzt, dass der Vorsprung mit dem Fortsatz in einer bestimmten geometrischen Stellung verriegelbar ist.
  • Die In den Ansprüchen genannten Bezugszeichen dienen nur der besseren Verständlichkeit und beschränken die Ansprüche in keiner Weise auf die in den Figuren dargestellten Formen.

Claims (12)

  1. Knickschutz für konfektionierte Kabel (3, 4), wobei der Knickschutz eine erste und eine zweite Manschette (1, 2) enthält, die jeweils um einen Teil des Kabels (3) und/oder eines Steckverbinders (4) desselben passen und die dafür eingerichtet sind, in unterschiedlichen Relativpositionen zusammengesetzt zu werden, dadurch gekennzeichnet, dass - jede der beiden Manschetten (1, 2) allgemein als ein gerades Rohrstück mit einer zentralen Längsachse ausgebildet ist, wobei - ein Ende der ersten Manschette (1) zwei angeformte Vorsprünge in Form von zwei regelmäßigen Achtkanten (6) mit gleicher Schlüsselweite aufweist, die beiderseits der Längsachse der ersten Manschette (1) angeordnet sind und deren Drehsymmetrieachsen miteinander übereinstimmen und die Längsachse der ersten Manschette (2) senkrecht schneiden, und wobei - ein Ende der zweiten Manschette (2) vier angeformte längliche Fortsätze (20) aufweist, die drehsymmetrisch um die Längsachse der zweiten Manschette (2) herum verteilt sind und die sich jeweils parallel zur Längsachse der zweiten Manschette (2) erstrecken, wobei je zwei einander benachbarte Fortsätze (20) ein Schlüsselmaul (21) mit einer der Schlüsselweite der Achtkante (6) entsprechenden Maulweite ausbilden.
  2. Knickschutz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Manschette (1) jene ist, die um einen Teil des Kabels (3) passt, und die zweite Manschette (2) jene ist, die um das Kabel (3) und einen Teil eines Steckverbinders (4) desselben passt.
  3. Knickschutz nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Manschette (1) allgemein einen runden Querschnitt hat und die zweite Manschette (2) allgemein einen rechteckigen Querschnitt hat.
  4. Knickschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Achtkante (6) so orientiert sind, das je zwei ihrer Kanten parallel zur Längsachse der ersten Manschette (1) verlaufen.
  5. Knickschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die freien Enden der vier Fortsätze (20) jeweils zwei angeformte Rastnasen (22) aufweisen, die zu den benachbarten Fortsätzen (20) hin vorstehen.
  6. Knickschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Manschetten (1, 2) einstückige Kunststoff-Spritzgussteile sind oder die Manschetten (1, 2) einstückige Kunststoff-Spritzgussteile sind und metallische Ummantelungen oder Einsätze für eine elektromagnetische Abschirmung aufweisen.
  7. Knickschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zu dem Knickschutz weiterhin ein oder zwei Verschlusskappen (23) zum einrastenden Verschließen von freien Schlüsselmäulern (21) gehören, wobei jede Verschlusskappe (23) allgemein die Form der Achtkante (6) der ersten Manschette (1) hat.
  8. Knickschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Übergangsbereich zwischen Kabel (3) und Steckverbinder (4) eine formschlüssig in die zweite Manschette (2) passende Umspritzung (5) aufweist.
  9. Knickschutz nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass er ein Datenkabel- oder Signalkabel-Knickschutz ist, oder dass er ein Patchkabel- oder Netzwerkkabel-Knickschutz ist, oder dass er ein Patchkabel- oder Netzwerkkabel-Knickschutz und RJ-Stecker aufweist.
  10. Knickschutz nach Anspruch 7 oder nach, auf Anspruch 7 rückbezogenen, Anspruch 8 oder nach, direkt oder indirekt auf Anspruch 7 rückbezogenen, Anspruch 9 dadurch gekennzeichnet, dass die Verschlusskappen (23) dazu ausgebildet sind, die eingestellten Relativpositionen der ersten und zweiten Manschette (1, 2) zusätzlich reversibel zu arretieren.
  11. Ein Kabel, das ein Datenkabel oder Signalkabel oder ein Patchkabel oder Netzwerkkabel ist, dadurch gekennzeichnet, dass es einen Knickschutz nach einem der Ansprüche 1 bis 10 aufweist.
  12. Ein Kabel gemäß Anspruch 11, wobei das Kabel RJ-Stecker aufweist.
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