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Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung einer Bremstrommel für ein Fahrzeug. Bei diesem Verfahren werden wenigstens zwei Anbindungselemente, welche jeweils einen Montageabschnitt aufweisen und zumindest teilweise aus einem ersten Material gebildet sind, bereitgestellt. Die Erfindung betrifft ferner eine Bremstrommel für ein Fahrzeug. Die Erfindung betrifft ferner ein Fahrzeug umfassend eine Bremstrommel.
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Bremstrommeln für Fahrzeuge sind grundsätzlich bekannt. Diese weisen eine Reibfläche auf, welche im Wesentlichen rotationssymmetrisch zu einer Rotationsachse der Radachse des Fahrzeugs ausgebildet und nach innen gerichtet ist. Für das Bremsen des Fahrzeugs werden Bremsbacken von innen an die Reibfläche gedrückt. Bremstrommeln dieser Art werden häufig im monolithischen Massivgussverfahren aus einem Material hergestellt.
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DE 10 2011 054 484 A1 beschreibt eine Bremstrommel für ein Fahrzeug mit einem im Wesentlichen topfförmigen Grundkörper aus einem Leichtmetall. Ein Reibkörper ist an einer radialen Innenfläche des Grundkörpers befestigt. Auf den Reibkörper wirkt beim Bremsen eine Reibkraft. Der Reibkörper ist stoffschlüssig durch Reibschweißen mit dem Grundkörper verbunden.
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EP 3 314 141 B1 beschreibt eine Bremstrommel eines Nutzfahrzeugs, umfassend einen Mantelbereich. Der Mantelbereich weist eine Reibfläche auf, die rotationssymmetrisch zu einer Rotationsachse angeordnet ist. Ein Anbindungsbereich der Bremstrommel weist einen Montageabschnitt auf. Der Mantelbereich und der Anbindungsbereich sind aus unterschiedlichen Materialien ausgebildet und miteinander verbunden. Der Mantelbereich und der Anbindungsbereich sind getrennt voneinander hergestellt, wobei der Mantelbereich einen ersten Verbindungsabschnitt und der Anbindungsbereich einen zweiten Verbindungsabschnitt aufweist. Der erste und der zweite Verbindungsanschnitt sind über eine Verschweißung stoffschlüssig miteinander verbunden.
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Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, verbesserte Bremstrommeln zu schaffen, deren Herstellung gleichzeitig effizient und kostengünstig ist.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren eingangs genannter Art mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
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Demgemäß ist ein Verfahren zur Herstellung einer Bremstrommel für ein Fahrzeug vorgesehen, bei welchem ein Bremstrommel-Zwischenfabrikat mit einem Mantelelement durch Schleudergießen eines zweiten Materials innerhalb einer um eine Rotationsachse rotierbaren Kokilleneinrichtung erzeugt wird. Die Anbindungselemente sind bei dem Schleudergießen in einem vorgegebenen Abstand zueinander angeordnet. Ferner erstrecken sich die Anbindungselemente bei dem Schleudergießen zumindest teilweise in radialer Richtung relativ zur Rotationsachse in das beim Schleudergießen gebildete Mantelelement.
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Die Erfindung geht von der Annahme des Fachmanns aus, dass das Verbundgießen von mehrteiligen Fahrzeugteilen aufgrund der erhöhten Anforderungen an die Fertigungsprozessführung ausschließlich im hochpreisigen Fahrzeugsegment rentabel anzubieten ist. So werden beispielsweise Bremsscheiben in einem Schwerkraft-Sandguss-Verfahren in verlorenen Formen gegossen. Dabei ging der Fachmann zum Zeitpunkt der Erfindung davon aus, dass der verbundgussbedinge Massevorteil für Kleinwagen und Fahrzeuge im unteren Preisniveau, in welchen häufig Trommelbremsen mit Bremstrommeln verbaut sind, nicht effizient und rentabel umsetzbar ist.
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Die erfindungsgemäße Lösung überwindet das vorstehend beschriebene technische Vorurteil, indem der Verbundguss einer Bremstrommel durch Schleudergießen ausgeführt wird, wobei Anbindungselemente bei dem Schleudergießen mit einem vorgegebenen Abstand zueinander und in radialer Richtung zur Rotationsachse ausgerichtet angeordnet werden. Auf diese Weise kann das Bremstrommel-Zwischenfabrikat mit einem Mantelelement im besonders effizienten Schleudergussverfahren hergestellt werden. Gleichzeitig können dünnwandige Stahlbleche als Anbindungselemente für die Herstellung der Bremstrommel eingesetzt werden.
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Der Begriff Anbindungselement ist vorzugsweise dahingehend zu verstehen, dass dieses einen Teil der Bremstrommel bildet, mittels dessen die Bremstrommel an das Fahrzeug montiert (sozusagen angebunden) werden kann.
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Vorzugsweise weist das Bremstrommel-Zwischenfabrikat mehr als zwei Anbindungselemente auf. Hierdurch lässt sich das erfindungsgemäße Verfahren in seiner Effizienz weiter skalieren. So kann eine Vielzahl von Anbindungselementen entlang der Kokilleneinrichtung mit einem vorgegebenen Abstand zwischen zwei benachbarten Anbindungselementen angeordnet sein.
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Den Begriff „Verbundgießen“ bzw. „Verbundguss“ versteht der Fachmann vorzugsweise als ein Gussverfahren, bei dem das Bremstrommel-Zwischenfabrikat aus verschiedenen Werkstoffen, nämlich dem ersten und zweiten Material, hergestellt wird. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren wird das Anbindungselement vorzugsweise als erstarrtes Werkstück bereitgestellt und in der Kokilleneinrichtung angeordnet. Mit anderen Worten: Ein etwaiger Guss- und Walzprozess zur Herstellung des Anbindungselements erfolgt separat vor dem Bereitstellen des Anbindungselements gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren.
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Der Begriff „Bremstrommel-Zwischenfabrikat“ ist vorzugsweise dahingehend zu verstehen, dass dieses zur Weiterverarbeitung zu einem Bremstrommel-Rohling und schließlich zu einer montierbaren Bremstrommel ausgebildet ist. Durch das Schleudergießen bei gleichzeitiger Anordnung von wenigstens zwei Anbindungselementen innerhalb der Kokilleneinrichtung wird vorzugsweise ein Mantelelement geschaffen, dass sich über die wenigstens zwei Anbindungselemente erstreckt. Mit anderen Worten: Die wenigsten zwei Anbindungselemente sind bei dem Bremstrommel-Zwischenfabrikat über das Mantelelement miteinander verbunden.
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Die Formulierung, wonach sich die Anbindungselemente bei dem Schleudergießen zumindest teilweise in radialer Richtung zur Rotationsachse in das beim Schleudergießen gebildete Mantelelement erstrecken, ist vorzugsweise dahingehend zu verstehen, dass das jeweilige Anbindungselement derart innerhalb der Kokilleneinrichtung angeordnet ist, dass es in den Formhohlraum hineinragt, wo es von dem flüssigen Gusseisen umströmt und während der Erstarrung eingebettet wird.
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Die Anordnung der Anbindungselemente mit einem vorgegebenen Abstand zueinander erfolgt vorzugsweise mittels wenigstens eines Halteelements.
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Wenn die Bremstrommel im Fahrzeug montiert ist, sind die Anbindungselemente vorzugsweise ausgebildet, um eine Radrotationsachse zu rotieren. Diese Radrotationsachse hat relativ zu dem jeweiligen Anbindungselement vorzugsweise die gleiche Ausrichtung und Position wie die Rotationsachse, um die die Kokilleneinrichtung bei dem Schleudergießen rotiert.
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Die Formulierung, wonach sich die Anbindungselemente zumindest teilweise in radialer
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Richtung relativ zur Rotationsachse in das gebildete Mantelelement erstrecken, umfasst Ausführungen, bei welchen sich die Anbindungselemente ausschließlich radial in das Mantelelement erstrecken. Zudem fallen unter diese Formulierung Ausführungen, bei welchen sich die Anbindungselemente zusätzlich zur radialen Erstreckung teilweise axial in das Mantelelement erstrecken.
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Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Anbindungselemente jeweils als gestanztes Stahlblech oder als umgeformter Stahltopf hergestellt. Dadurch können Anbindungselemente besonders einfach und effizient bereitgestellt werden.
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Beispielsweise werden die Anbindungselemente in einem vorgelagerten Herstellungsverfahren gegossen, gewalzt und gestanzt. Die Stahltöpfe werden vorzugsweise gegossen, gewalzt, gestanzt und umgeformt. Die Stahltöpfe sind ein Beispiel für Anbindungselemente, welche sich beim Schleudergießen nicht ausschließlich radial, sondern auch axial in das gebildete Mantelelement erstrecken.
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Nach einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens umfasst das zweite Material Grauguss. Vorzugsweise besteht das zweite Material aus Grauguss. Auf diese Weise wird ein Mantelelement geschaffen, dass einen hohen Verschleißwiderstand aufweist. Zudem weist Grauguss eine geeignete Gießfähigkeit auf und lässt sich leicht verarbeiten. Außerdem werden mechanische Schwingungen bei einer Bremstrommel, deren Mantelelement Grauguss umfasst, gut abgedämpft.
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Der Fachmann versteht unter dem Begriff „Grauguss“ vorzugsweise eine Eisen-KohlenstoffLegierung mit einem Anteil von Kohlenstoff von > 2 %, bei dem der Kohlenstoff in Form von Graphit vorkommt.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens werden die Anbindungselemente bei dem Schleudergießen mittels Kernelementen innerhalb der Kokilleneinrichtung gehalten. Hierdurch werden die Anbindungselemente besonders zuverlässig beim Schleudergießen innerhalb der Kokilleneinrichtung gehalten.
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Vorzugsweise werden die Anbindungselemente in die Kernelemente durch ein Kernschießverfahren vorgebettet. Die mit den Kernelementen verbundenen Anbindungselemente werden für das Schleudergießen als Verbundstück in die Kokilleneinrichtung eingelegt. Die Kernelemente bestehen vorzugsweise aus Kernsand.
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Bei einer bevorzugten Weiterbildung der vorstehend beschriebenen Ausführungsform erstrecken sich die Kernelemente zumindest teilweise in radialer Richtung zur Rotationsachse in Kernlagerausnehmungen der Kokilleneinrichtung. Hierdurch wird der Verfahrensablauf vereinfacht. Die Kernlagerausnehmungen geben die Positionierung der in die Kernelemente vorgebetteten Anbindungselemente vor. Dies erleichtert die Positionierung der Anbindungselemente innerhalb der Kokilleneinrichtung.
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Vorzugsweise bilden die Kernlagerausnehmungen eine rippenartige Struktur entlang der Innenfläche der Kokilleneinrichtung aus.
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Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens weisen die Anbindungselemente Ausnehmungen auf, welche für die Aufnahme von Radschrauben in einem im Fahrzeug montierten Zustand vorgesehen sind. Bei dem Schleudergießen werden die Anbindungselemente mittels Stabelementen, welche sich durch die Ausnehmungen erstrecken, innerhalb der Kokilleneinrichtung gehalten. Hierdurch wird das Verfahren besonders einfach und handhabbar. Mehrere Anbindungselemente können auf die Stabelemente aufgeführt und bei dem Schleudergießen in Position gehalten werden. Ein aufwendiges Umschießen der Anbindungselemente mit Kernsand entfällt.
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Die Formulierung „für die Aufnahme von Radschrauben in einem im Fahrzeug montierten Zustand vorgesehen“ versteht der Fachmann dahingehend, dass das jeweilige Anbindungselement als Teil der Bremstrommel mittels der Radschrauben in einem Fahrzeug montiert wird. Eine weitere Ausnehmung des Anbindungselements ist bei der Montage im Fahrzeug zur Aufnahme einer Radachse vorgesehen. In einem im Fahrzeug montierten Zustand rotiert das Anbindungselement um die Rotationsachse der Radachse.
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Die Stabelemente werden vorzugsweise von Flanschelementen gehalten, welche an den Stirnseiten der Kokilleneinrichtung in eine korrespondierende Ausnehmung der Kokilleneinrichtung eingesetzt sind.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ein Bremstrommel-Rohling durch Zertrennen des Bremstrommel-Zwischenfabrikats in wenigstens zwei Teilstücke, welche jeweils ein Anbindungselement aufweisen, erstellt. Dies stellt eine besonders geeignete Ausführungsform des erfindungsgemäßen Herstellungsverfahrens dar. Denn das Schleudergießen vereinfacht das erfindungsgemäße Verfahren besonders, da sich das Mantelelement über mehrere Anbindungselemente hinweg erstreckt. Das Zertrennen des Bremstrommel-Zwischenfabrikats ist ein besonders einfacher und intuitiver Schritt, den Bremstrommel-Rohling zu erstellen.
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Bei einer bevorzugten Weiterbildung dieser Ausführungsform wird an dem Mantelelement des Bremstrommel-Rohlings eine innenliegende Reibfläche spannend ausgebildet. Dadurch wird eine für den Betrieb in einem Fahrzeug geeignete Reibfläche erstellt. Dieser Ausführungsform liegt die Erkenntnis zu Grunde, dass die innenliegende Fläche des Mantelelements nach dem Schleudergießen und Zertrennen uneben und für die Verwendung als Reibfläche bei einem Bremsvorgang ungeeignet ist.
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Vorzugsweise erfolgt die spanende Ausbildung durch spanendes Abtragen von Unebenheiten oder Poren, insbesondere durch Sandstrahlen, Abschleifen etc. im Rahmen des sogenannten Gussputzens.
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Die eingangs genannten Aufgabe wird ferner durch ein Bremstrommel-Zwischenfabrikat gelöst, welches in einem Verfahren der vorstehend beschriebenen Art hergestellt ist.
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Die eingangs genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß ferner durch eine Bremstrommel mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst. Demgemäß ist die Bremstrommel in einem Verfahren der vorstehend beschriebenen Art hergestellt.
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Die eingangs genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß ferner durch ein Fahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 10 gelöst. Demnach weist das Fahrzeug eine Bremstrommel der vorstehend beschriebenen Art auf.
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Das Fahrzeug ist vorzugsweise ein Personenbeförderungsfahrzeug. Weiter vorzugsweise ist das Fahrzeug ein Personenkraftwagen. Hier weist das Fahrzeug beispielsweise vier Bremstrommeln nämlich eine Bremstrommel an jedem Rad auf.
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Zu Vorteilen, Ausführungsformen und Ausgestaltungsdetails der erfindungsgemäßen Bremstrommel und des erfindungsgemäßen Fahrzeugs kann auf die vorstehende Beschreibung zu den entsprechenden Merkmalen des Verfahrens zur Herstellung einer Bremstrommel für ein Fahrzeug verwiesen werden.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand von Zeichnungen weiter erläutert. Darin zeigen:
- 1 ein Anbindungselement für ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bremstrommel in einer Draufsicht,
- 2 ein weiteres Anbindungselement für ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Bremstrommel,
- 3 ein schematisches Ablaufdiagramm gemäß einem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Verfahrens,
- 4 eine erste Anordnung eines Bremstrommel-Zwischenfabrikats, welche in dem ersten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet wird,
- 5 eine zweite Anordnung eines Bremstrommel-Zwischenfabrikats, welche in dem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet wird, und
- 6 einen Bremstrommel-Rohling, welcher in dem ersten und zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens verwendet wird.
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1 zeigt eine schematische Draufsicht auf ein Anbindungselement 1, welches als gestanztes Stahlblech 2 ausgebildet ist. Das Anbindungselement 1 weist vier Ausnehmungen 3 in Form von Durchgangslöchern auf, welche zur Aufnahme von Radschrauben vorgesehen sind. Zur Befestigung des Anbindungselements 1 am Fahrzeug werden die Radschrauben durch die Durchganglöcher gesteckt und mittels der Radschrauben fest mit dem Fahrzeug verbunden. Eine weitere Ausnehmung 4 ist zur Aufnahme einer Radachse vorgesehen. In einem im Fahrzeug montierten Zustand rotiert das Anbindungselement 1 um die Rotationsachse 5 der Radachse. Der Bereich des Anbindungselements 1 um die Ausnehmungen 3 und 4 bildet einen Montageabschnitt 7 an dem das Anbindungselement 1 an ein Fahrzeug montiert werden kann. Der Stahl für das Stahlblech 2 bildet ein erstes Material, aus dem das Anbindungselement 1 zumindest teilweise gebildet ist.
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Das Anbindungselement 1 weist zudem mehrere Zahnabschnitte 6 auf, die sich im Wesentlichen in radialer Richtung zur Rotationsachse 5 nach außen erstrecken.
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2 zeigt eine perspektivische Ansicht eines Anbindungselements 11, welches als umgeformter Stahltopf 12 ausgebildet ist. Das Anbindungselement 11 weist vier Ausnehmungen 13 auf, welche zur Aufnahme von Radschrauben vorgestehen sind. Mittels dieser Radschrauben wird das Anbindungselement 11 an einem Fahrzeug montiert. Eine weitere Ausnehmung 14 ist zur Aufnahme einer Radachse vorgesehen. In einem im Fahrzeug montierten Zustand rotiert das Anbindungselement 11 um die Rotationsachse 15 der Radachse.
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Das Anbindungselement weist zudem mehrere Zahnabschnitte 16 auf, die sich im Wesentlichen in axialer Richtung zur Rotationsachse 15 erstrecken.
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Der Ablauf eines ersten und zweiten Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Verfahrens zur Herstellung einer Bremstrommel ist schematisch in 3 gezeigt. Die Unterschiede beider Ausführungsbeispiele werden in 3 graphisch als zwei Zweige, die nach dem Verfahrensschritt B ausgeführt werden können, dargestellt.
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In einem Verfahrensschritt A wird das Anbindungselement 1 hergestellt. Dazu wird ein Stahlblech hergestellt und die in 1 gezeigte Form mit Ausnehmungen 3 und 4 sowie Zahnabschnitten 16 ausgestanzt.
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In einem Verfahrensschritt B werden mehrere Anbindungselemente 1 für die Verarbeitung gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren bereitgestellt.
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In einem Verfahrensschritt C werden die Anbindungselemente 1 in einem Kernschießverfahren in Kernelemente vorgebettet.
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In einem Verfahrensschritt D werden die mit den Kernelementen verbundenen Anbindungselemente 1 für ein Schleudergießen als Verbundstück in eine geöffnete Kokilleneinrichtung eingelegt.
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4 zeigt eine Schnittansicht einer Kokilleneinrichtung 20, in die mehrere Anbindungselemente 1 in Verbindung mit Kernelementen 21, die aus Kernsand bestehen, eingelegt sind. Die Kernelemente 21 durchdringen die Anbindungselemente 1 an entsprechenden Ausnehmungen, beispielsweise an den in 1 gezeigten Ausnehmungen 3.
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Die Kernelemente 21 bewirken, dass die Anbindungselemente 1 in einem vorgegebenen Abstand zueinander gehalten werden. Mit anderen Worten: Die Anbindungselemente 1 sind bei dem Schleudergießen in einem vorgegebenen Abstand d zueinander angeordnet. Zudem bewirken die Kernelemente 21, dass sich die Anbindungselemente 1 in radialer Richtung R zu einer Rotationsachse 25 in ein beim Schleudergießen gebildetes Mantelelement 26 erstrecken.
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Die in 4 gezeigte Form der Kernelemente 21 kann beliebig variiert werden, um entsprechende Gussformen zu erzielen, beispielsweise mit Fasen, Schrägen, RippenStrukturen, etc. (sofern die gebildete Gussform frei von Hinterschnitten entkernbar ist). Dabei ist es nicht erforderlich, dass sich die Kernelemente 21 vollumlaufend über den gesamten Umfang des Anbindungselements 1 erstrecken. Stattdessen können die Kernelemente 21 an mehreren in Umlaufrichtung beabstandeten Stellen ausgebildet sein.
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Die Kokilleneinrichtung 20 weist entlang ihrer Längserstreckung mehrere Kernlagerausnehmungen 27 auf, in welche sich jeweils ein Kernelement 21 in radialer Richtung R erstreckt. Die Kernlagerausnehmungen 27 bewirken eine vorgegebene Positionierung der Kernelemente 21 innerhalb der Kokilleneinrichtung 20. Auf diese Weise werden die Anbindungselemente 1 in einem vorgegebenen Abstand d zueinander gehalten.
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Das Mantelelement 26 wird in einem Verfahrensschritt E durch Schleudergießen von Grauguss innerhalb der Kokilleneinrichtung 20 erzeugt. Bei dem Schleudergießen rotiert die Kokilleneinrichtung 20 um die Rotationsachse 25. Der flüssige Grauguss wird als zweites Material in flüssiger Form über einen Zulauf in die Kokilleneinrichtung 20 gegossen. Die durch die Rotation erzeugte Zentrifugalkraft bewirkt, dass sich das zweite Material an der Innenwand der Kokilleneinrichtung 20 ablagert und erstarrt. Bei dem Schleudergießen entsteht ein Bremstrommel-Zwischenfabrikat 30, welches die Anbindungselemente 1 und das Mantelelement 26 umfasst.
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In eine Verfahrensschritt F wird das Bremstrommel-Zwischenfabrikat 30 aus der Kokilleneinrichtung 20 entnommen. Um einen Bremstrommel-Rohling 32 zu erstellen, wird das Bremstrommel-Zwischenfabrikat in einem Verfahrensschritt G zertrennt. Dies erfolgt durch Trennschnitte, deren Verlauf in 4 als Trennlinien 31 dargestellt ist. Nach dem Trennen entlang der Trennlinie 31 weist jeder Bremstrommel-Rohling 32 ein Anbindungselement 1 auf.
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Vor oder nach dem Verfahrensschritt F erfolgt zudem ein Entkernen bzw. Entsanden, bei dem die Kernelemente 21 entfernt werden.
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Ein Ausführungsbeispiel eines Bremstrommel-Rohlings 32 ist in 6 gezeigt. Das in 4 gezeigte Mantelelement 26 des Bremstrommel-Zwischenfabrikats 30 wurde durch Zertrennen zu einem Mantelelement 36 des Bremstrommel-Rohlings 32 gestutzt. Der Bremstrommel-Rohling 32 wird an der innenliegenden Fläche 33 des Mantelelements 36 in einem Verfahrensschritt H spanend bearbeitet, um eine Reibfläche 34 auszubilden. Die Reibfläche 34 dient in einem im Fahrzeug montierten Zustand zum Andrücken von Bremsbacken.
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Ein zweites Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens wird ähnlich wie das erste Ausführungsbeispiel ausgeführt. Gleiche und funktionsgleiche Elemente sind in 5 mit denselben Bezugszeichen wie in 4 versehen.
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5 zeigt eine Schnittansicht einer Kokilleneinrichtung 40, in die mehrere Anbindungselemente 1 eingelegt sind. Die Anbindungselemente 1 werden mittels Stabelementen 41 und 42 innerhalb der Kokilleneinrichtung 40 gehalten. Dazu erstrecken sich die Stabelemente 41 und 42 durch die Ausnehmungen 3 der Anbindungselemente 1. Die Stabelemente 41 und 42 werden von Flanschelementen 44 und 45 gehalten, welche an den Stirnseiten 46 und 47 der Kokilleneinrichtung 40 in eine korrespondierende Ausnehmung 48 und 49 eingesetzt sind.
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Demnach werden die Verfahrensschritte A, B und F bis H bei dem zweiten Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens in gleicher Art und Weise wie das erste Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Verfahrens ausgeführt. Die Verfahrensschritte C bis E unterscheiden sich dahingehend, dass die Anbindungselemente 1 bei dem zweiten Ausführungsbeispiel im Verfahrensschritt CC auf die Stabelemente 41 und 42 aufgeführt und mit vorgegebenem Abstand d zueinander verteilt werden. In einem Verfahrensschritt DD werden die auf den Stabelementen 41 und 42 gelagerten Anbindungselemente 1 für das Schleudergießen als Verbundstück in die geöffnete Kokilleneinrichtung 40 eingelegt.
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In einem Verfahrensschritt EE wird das Mantelelement 26 durch Schleudergießen von Grauguss innerhalb der Kokilleneinrichtung 20 erzeugt. Bei dem Schleudergießen rotiert die Kokilleneinrichtung 40 um die Rotationsachse 25. Bei dem Schleudergießen entsteht ein Bremstrommel-Zwischenfabrikat 30, welches die Anbindungselemente 1 und das Mantelelement 26 umfasst.
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Obwohl die Erfindung im Detail durch das bevorzugte Ausführungsbeispiel näher illustriert und beschrieben wurde, so ist die Erfindung nicht durch die offenbarten Beispiele eingeschränkt und andere Variationen können vom Fachmann hieraus abgeleitet werden, ohne den Schutzumfang der Erfindung zu verlassen.
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Bezugszeichenliste
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- 1
- Anbindungselement
- 2
- Stahlblech
- 3
- Ausnehmungen
- 4
- Ausnehmung
- 5
- Rotationsachse
- 6
- Zahnabschnitte
- 7
- Montageabschnitt
- 11
- Anbindungselement
- 12
- Stahltopf
- 13
- Ausnehmungen
- 14
- Ausnehmung
- 15
- Rotationsachse
- 16
- Zahnabschnitte
- 20
- Kokilleneinrichtung
- 21
- Kernelemente
- 25
- Rotationsachse
- 26
- Mantelelement (Bremstrommel-Zwischenfabrikat)
- 27
- Kernlagerausnehmungen
- 30
- Bremstrommel-Zwischenfabrikat
- 31
- Trennlinien
- 32
- Bremstrommel-Rohling
- 33
- innenliegende Fläche
- 34
- Reibfläche
- 36
- Mantelelement (Bremstrommel-Rohling)
- 40
- Kokilleneinrichtung
- 41, 42
- Stabelement
- 44, 45
- Flanschelement
- 46, 47
- Stirnseite
- 48, 49
- Ausnehmung
- A
- Verfahrensschritt
- B
- Verfahrensschritt
- C, CC
- Verfahrensschritt
- D, DD
- Verfahrensschritt
- E, EE
- Verfahrensschritt
- F
- Verfahrensschritt
- G
- Verfahrensschritt
- H
- Verfahrensschritt
- R
- radiale Richtung
- d
- Abstand
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 10 2011 054 484 A1 [0003]
- EP 3 314 141 B1 [0004]