DE102925C - - Google Patents

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DE102925C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/32Discharging presses

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENT'AMT.
Bei Formpressen u. dgl., welche zur Herstellung eckiger Producte von gleicher Gröfse und Form wie der Lichtraum des Form- ' kastens dienen, ist es bisher nöthig gewesen, dem geprefsten oder geformten Product eine Holz- oder Eisenplatte unterzulegen und diese Platte sammt dem Formproduct, nachdem sie über die Oberkante des Formkastens gehoben war, von Hand über Eck zu drehen, um das Abtragen der Platte sammt Product bewerkstelligen zu können. Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, das erwähnte Drehen über Eck von Hand überflüssig zu machen, ohne dafs dafür eine Mehrleistung an mechanischer Arbeit oder ein gröfserer Aufwand an Zeit erforderlich wird. Diese Aufgabe ist zum Theil bereits durch die Presse nach der Patentschrift Nr. 74798 der Klasse 80 gelöst worden, bei welcher gleichfalls das Drehen der Formproducte über Eck beseitigt ist. Bei der Aushebevorrichtung nach genannter Patentschrift müssen nämlich, um die in einander schiebbaren Kolben auf zwei verschiedene Hubhöhen zu heben, zwei Hebel H und K bewegt werden, und da diese Hebel einander gegenüber liegen, so mufs zum Ausheben entweder ein Mann mehr bedienstet werden als bisher, oder aber, wenn dies vermieden werden soll, dann mufs ein Arbeiter, der beide Hebel bedienen soll, bei jedem auszuhebenden Formstück erst um die Maschine herumgehen, also gerade die doppelte Zeit aufwenden wie seither. Dieser erhebliche Mehraufwand bildete gegenüber dem seitherigen Drehen über Eck weit eher einen wirtschaftlichen Nachtheil, anstatt Vortheil.
Bei der vorliegenden Erfindung dagegen werden die beiden in einander schiebbaren Kolben durch nur einen Hebel bethätigt, und zwar durch einen Ruck und von einem und demselben Standort aus, so dafs das Ausheben und Abheben eines Formstückes kaum ein Viertel der Zeit beanspruchen, als das bisherige Drehen der Formstücke über Eck.
Dieser Vorgang wird durch beiliegende Zeichnung veranschaulicht, und zwar ist der Aushebestempel'in niedrigster Stellung in Fig. 1 im Schnitt, in Fig. 2 in Ansicht und in Fig. 5 im wagerechten Schnitt dargestellt; in den Fig. 3 (Ansicht) und 6 (Grundrifs) ist der Aushebestempel bis zur Oberkante des Formkastens gehoben. Fig. 4 zeigt den inneren Theil des Aushebestempels sammt Unterlagsplatte und Formstück bis zur höchsten Stellung gehoben.
Aus der Zeichnung ist ersichtlich, dafs die Platte des Aushebestempels A aus zwei in einander schiebbaren Theilen A und B (Fig. 1 und 4) besteht, deren Kolben C und D sich gleichfalls in einander schieben, ähnlich wie. dies auch bei der Aushebevorrichtung nach Patentschrift Nr. 74798 der Fall ist.
Beide Kolben werden aber bei der vorliegenden Aushebevorrichtung durch nur einen Hebel E bewegt, und zwar dadurch, dafs dieser eine Welle H bewegt, auf welcher zwei Arme JJ und ein Daumen K befestigt sind. Diese Glieder JJ und K sind gegen einander versetzt. Die beiden Arme J J heben vermittelst der Schienen MM (Fig. 3, 5 und 6) den äufseren und inneren Theil des Aushebestempels A bis zur Oberkante des Formkastens F, worauf bei der Weiterbewegung des
Hebels E der Daumen K in Thätigkeit tritt und den inneren Theil B des Aushebestempels sammt Unterlagsplatte und Formstück um 4 oder mehr Centimeter über den äufseren Theil A des Aüshebestempels emporhebt, so dafs ohne Weiteres die Unterlagsplatte sammt Formstück L bequem unterfafst und abgetragen werden kann.
Während bei der Vorrichtung nach der Patentschrift Nr. 74798 die Bewegung des Prefsstempels A entsprechend der Winkelgeschwindigkeit des Handhebels H vom Beginn bis zur Vollendung eine gleichförmige ist, wirkt bei der vorliegenden Aushebevorrichtung der Handhebel E kniehebelartig erst ganz langsam, was zur Ueberwindung des bei Beginn des Aushebens sehr; grofsen Reibungswiderstandes nothwendig ist, und nimmt erst hierauf gröfsere Geschwindigkeit an, so dafs diese Kolbengeschwindigkeit annähernd umgekehrt proportional ist dem zu überwindenden Reibungswiderstand. Das Zusammenwirken der die Bewegung der beiden Aushebestempel vermittelnden Glieder ist ein derartiges, dafs die unabhängige Bewegung des ineren Stempels vom äufseren durch die vorliegende Aushebevorrichtung thatsächlich erreicht ist.
Der Angriff des die Verschiebung des inneren Stempels bewirkenden Daumens K beginnt hier am Hubende des Aushebestempels D selbstthätig ohne jede Unterbrechung, und da die Arme JJ in diesem Zeitpunkt über den sogenannten todten Punkt schwingen, so kommt dieser Stempel D zur Ruhe, ja er geht bei Weiterbewegung des Handhebels E sogar wieder abwärts, während· der innere Stempel C sich noch weiter nach oben bewegt.
Bei der Aushebevorrichtung nach Patentschrift Nr. 74798 hört die Bewegung der beiden Kolben A und N am Hubende des. Aüshebestempels A auf. Hier wird der Betrieb unterbrochen und kann nur fortgesetzt werden, nachdem der zweite Hebel K, der auf der anderen Seite angeordnet ist, von Hand in Bewegung gesetzt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Eine Aushebevorrichtung an Formpressen u. dgl. mit zweierlei Hubhöhen und zweierlei Geschwindigkeiten, bethätigt durch nur einen Hebel (E) und eine Welle (H), auf welch letzterer zwei Arme (J J) und ein Daumen (K) befestigt und so gegen einander versetzt sind, dafs die beiden Arme (J J) den äufseren und inneren Theil des Aushebestempels (A B) gleichzeitig bis zur Oberkante des Formkastens (F) heben, während alsdann die Fortbewegung des Hebels (E) vermittelst des Daumens (K) nur den inneren Theil des Aushebestempels (B) sammt Unterlagsplatte und Formproduct noch weiter emportreibt, zum Zwecke, Unterlagsplatte und Formproduct ohne Weiteres bequem unterfassen und abtragen zu können.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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