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Die
Erfindung betrifft eine Walze, insbesondere Formierwalze oder Siebsaugwalze,
zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, insbesondere
Papier- oder Kartonbahn, deren Walzenmantel mit einer Vielzahl von Öffnungen
versehen ist. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung
der Walze.
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Zur
Vergleichmäßigung des
Wasserausflusses von der Papier- oder Kartonbahn in die Formierwalze
eines jeweiligen Formers ist zur Vermeidung von Lochschattenmarkierungen
im Papier oder Karton bisher ein Schrumpfsiebbezug auf der Formierwalze
erforderlich. Ein solcher Bezug bringt nun aber eine Reihe von Nachteilen
mit sich. Zu diesen Nachteilen zählen
beispielsweise der infolge des Schrumpfsiebverschleißes erforderliche
häufige
Walzenwechsel (in der Regel alle drei bei neun Monate), ungeplante
Stillstände
infolge von Schrumpfsiebschäden
und Einschränkungen
bezüglich
des Einsatzes bestimmter Reinigungsmittel. So beschädigen zum
Beispiel Laugen das Polyestermaterial des Schrumpfsiebbezuges. Überdies
wird in den meisten Fällen
ein Hochdruck-Spritzrohr benötigt.
Da die Walze mit einem Strumpf versehen ist, ist die Verwendung
eines Schabers nicht möglich.
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Eine
Formierwalze ohne Schrumpfsiebbezug würde also eine höhere Runnability
der Papier- oder Kartonmaschine bedeuten.
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Es
wurden bereits verschiedene Lösungen für dieses
Problem vorgeschlagen (vergleiche zum Beispiel WO 99/32713 A1 und
DE 100 26 542 A1 ). Alle
diese bereits vorgeschlagenen Lösungen
basieren auf einer Walze, auf die ein regelmäßiges Grundbohrmuster aufgebracht
ist. Dieses besteht in der Regel aus durch den Walzenmantel gebohrten
Löchern, die
an der Außenseite
der Walze angesenkt sind.
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Es
wurde auch bereits vorgeschlagen (vergleiche zum Beispiel die nicht
vorveröffentlichten deutschen
Patentanmeldungen
DE 102 27
842.3 ,
DE 102 27 846.6 ,
DE 102 27 825.3 ,
DE 102 27 847.4 ,
DE 102 27 848.2 ,
DE 102 27 843.1 ,
DE 103 27 244.5 und
DE 103 27 246.1 des Anmelders),
auf die gesamte Walzenoberfläche
zusätzlich
ein bestimmtes Oberflächenmuster
aufzubringen. Unter bestimmten Betriebsbedingungen der Papier- oder
Kartonmaschine können
ein regelmäßiges Grundbohrmuster
sowie auch die zusätzlichen
Oberflächenstrukturen
nun aber zu Lochschattenmarkierungen im Papier oder Karton führen. Diese
Markierungen sind deshalb sichtbar, weil das Grundbohrmuster und
zumindest teilweise auch das Zusatzmuster regelmäßig sind, also bestimmte Vorzugsrichtungen
vorhanden sind. Diese werden durch das menschliche Auge und durch
bestimmte Analyseverfahren im Papier oder Karton erkannt.
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Nachteilhaft
an diesen Oberflächenmustern ist
jedoch, dass sie unter anderem sehr hohe Herstellkosten, beispielsweise
infolge langer Bearbeitungszeiten und geringer Werkzeugstandzeiten,
verursachen.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte Walze, insbesondere
Formierwalze, der eingangs genannten Art anzugeben, bei der die zuvor
erwähnten
Probleme beseitigt sind. Dabei soll insbesondere erreicht werden,
dass durch eine geeignete Oberflächenstruktur
der Walze der bisher erforderliche Schrumpfsiebbezug entfallen kann,
wobei Lochschattenmarkierungen vermieden bezie hungsweise so reduziert
werden sollen, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden können.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch
gelöst,
dass auf dem Walzenmantel mindestens eine dünne und mit einer Vielzahl
von Öffnungen versehene
Hülse aufgebracht
ist.
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Aufgrund
dieser Ausbildung sind Lochschattenmarkierungen in der Faserstoffbahn
beziehungsweise dem Papier oder Karton praktisch nicht mehr erkennbar,
da grobe Strukturen an der Oberfläche der Walze fehlen, die erfasst
werden könnten.
Es ist kein Schrumpfsiebbezug mehr erforderlich. Ohne Schrumpfsiebbezug
kann die Walze jedoch länger betrieben
werden, das heißt
der betreffende Former kann mit längeren Wartungsintervallen
betrieben werden. Die verbleibende, das betreffende Sieb stützende Fläche kann
so klein wie möglich,
jedoch groß genug
sein, um die durch das Sieb beziehungsweise die Siebspannung aufgebrachten
Kräfte
aufzunehmen. Weiterhin kann die Walze beschabert werden, was die
Sauberkeit im Former erhöht.
Auch kann ein Hochdruckspritzrohr verwendet werden. Zudem kann die
Hülse kostengünstig ersetzt
werden, falls Verschleiß oder
neue Anforderungen an die Formierwalzenoberfläche (zum Beispiel durch Umbau
der Papier- oder Kartonmaschine auf eine andere Sorte oder durch
Entwicklung neuer, besser geeigneter Oberflächen- und/oder Perforationsmuster)
dies erfordern. Insgesamt dürfte
auch der Siebverschleiß geringer
als bei einem Schrumpfsieb sein, da die Hülse im Gegensatz zum Schrumpfsieb
nicht aus Fäden besteht,
die sich kreuzen und an diesen Stellen besonderen Belastungen ausgesetzt
sind.
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Bei
einer bevorzugten praktischen Ausführungsform der erfindungsgemäßen Walze
kann jedoch weiterhin vorgesehen sein, dass zwischen dem Walzenmantel
und der Hülse
zusätzlich
ein Siebbezug, insbesondere ein Wabenbezug in Form eines Schrumpfsiebbezugs,
aufgebracht ist. Damit kann eine bereits existierende gebohrte und
gesenkte oder mit Wabe bezogene Formierwalze mit einer erfindungsgemäßen Hülse nachgerüstet werden.
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Bei
einer zweckmäßigen praktischen
Ausführungsform
weisen die Öffnungen
der Hülse
zumindest hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausrichtung relativ zum
Hülsenradius,
hinsichtlich ihrer relativen Anordnung auf der Oberfläche der
Hülse und/oder
hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausgestaltung wie insbesondere ihres
Querschnitts beziehungsweise ihrer Querschnittsform insbesondere
im Bereich der Oberfläche der
Hülse über deren
Oberfläche
betrachtet eine regelmäßige und/oder
unregelmäßige Struktur
auf. Aufgrund dieser vorteilhaften Ausbildung sind Lochschattenmarkierungen
in der Faserstoffbahn beziehungsweise dem Papier oder Karton praktisch
nicht mehr erkennbar, da grobe Strukturen an der Oberfläche der
Walze fehlen, die erfasst werden könnten.
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Bevorzugt
ist die Oberfläche
der Hülse
derart fein strukturiert, so dass die Walze mittels mindestens einer
Schabereinrichtung beschabert werden kann.
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Die Öffnungen
der Hülse
sind in zweckmäßiger Ausgestaltung
als eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen und/oder Rillen gleicher
und/oder ungleicher Kontur und/oder Größe ausgebildet. Derartige Durchgangsbohrungen
und Rillen lassen sich fertigungstechnisch einfach und kostengünstig durchführen.
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Im
Hinblick auf eine Unterstützung
und Vergleichmäßigung des
Wasserausflusses von der Papier- oder Kartonbahn in die Formierwalze
kann die Hülse
auf ihrer Innenseite mit mindestens einer regelmäßigen und/oder unregelmäßigen Struktur,
insbesondere einer Vielzahl von Rillen, versehen sein.
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Von
Vorteil ist insbesondere auch, wenn die Hülse eine Wanddicke im Bereich
von 0,1 bis 7 mm, vorzugsweise von 2 bis 5 mm, aufweist. Eine Hülse mit
einer derartigen Wanddicke erhöht
nur unwesentlich das Gewicht der Walze bei optimaler Erreichung vorgenannter
erfindungsgemäßer Vorteile.
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Weiterhin
besteht die Hülse
aus einem Metall, einem Nichtmetall, einem Kunststoff, einer Kombination
mindest zweier genannter Werkstoffe oder einem Verbundwerkstoff.
Besteht die Hülse
beispielsweise aus einem rost- und säurebeständigen Edelstahl, so bestehen
keinerlei Einschränkungen
bezüglich
Chemikalien für
die Formerreinigung, wie dies zur Zeit bei Schrumpfsiebbezügen aus
Kunststoff der Fall ist.
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Bei
einer weiteren zweckmäßigen praktischen
Ausführungsform
weisen die Öffnungen
des Walzenmantels zumindest hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausrichtung
relativ zum Walzenmantelradius, hinsichtlich ihrer relativen Anordnung
auf der Oberfläche
des Walzenmantels und/oder hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausgestaltung
wie insbesondere ihres Querschnitts beziehungsweise ihrer Querschnittsform
insbesondere im Bereich der Oberfläche des Walzenmantels über dessen
Oberfläche
betrachtet eine regelmäßige und/oder
unregelmäßige Struktur auf.
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Bevorzugt
sind die Öffnungen
des Walzenmantels zumindest teilweise als Durchgangsöffnungen
vorgesehen.
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Zweckmäßigerweise
sind die Öffnungen
des Walzenmantels zumindest teilweise radial und/oder zumindest
teilweise schräg
in dessen Oberfläche
eingebracht sind. Grundsätzlich
können
die Öffnungen unterschiedliche
Ausrichtungen bezüglich
der Radialen haben.
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Von
Vorteil ist insbesondere auch, wenn dass die Öffnungen des Walzenmantels
zumindest teilweise angesenkt sind. Grundsätzlich können die Öffnungen des Walzenmantels
zumindest teilweise auch ohne eine jeweilige Ansenkung vorgesehen sein.
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Wiederum
im Hinblick auf eine Unterstützung
und Vergleichmäßigung des
Wasserausflusses von der Papier- oder Kartonbahn in die Formierwalze ist
der Walzenmantel auf seiner Außenseite
mit mindestens einer regelmäßigen und/oder
unregelmäßigen Struktur,
insbesondere einer Vielzahl von Rillen, versehen.
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Dabei
ist es auch vorteilhaft, wenn sich die Öffnungen der Hülse mit
den unmittelbar benachbarten Öffnungen
des Walzenmantels zumindest geringfügig überschneiden, da hierdurch
genannter Wasserfluss best möglichst
gefördert
und unterstützt wird.
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Zur
Herstellung einer erfindungsgemäßen Walze
wird die Vielzahl von Öffnungen
der auf dem Walzenmantel aufgebrachten dünnen Hülse mittels Bohren, Stanzen,
Laserschneiden oder dergleichen Bearbeitungsverfahren hergestellt.
Die Herstellung ist dadurch besonders kostengünstig.
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Bevorzugt
wird die mindestens eine auf der Innenseite der Hülse angebrachte
regelmäßige und/oder
unregelmäßige Struktur,
insbesondere eine Vielzahl von Rillen, vor Herstellung der Öffnungen hergestellt,
wobei die Struktur mittels mindestens eines spanabhebenden Fertigungsverfahrens,
insbesondere mittels Fräsen,
Hobeln, Soßen
oder dergleichen, und/oder mittels mindestens eines spanlosen Fertigungsverfahrens,
insbesondere mittels Walzen, Drücken,
Prägen
oder dergleichen, hergestellt wird.
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Die
Hülse selbst
wird durch Schrumpfen, Kleben, Schweißen, Löten, Nieten, Schrauben oder andere
Verbindungsverfahren auf dem Walzenmantel ortsfest fixiert. Dadurch
kann bei Bedarf die vorhandene Hülse
entfernt und durch eine neue Hülse auf
den Walzenmantel ersetzt werden. Dies ist wesentlich kostengünstiger
als ein neuer Walzenmantel.
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Der
Walzenmantel und/oder die Hülse
kann nach Einbringen der Öffnungen
beziehungsweise Strukturen nachbehandelt werden, insbesondere durch
Brechen scharfer Kanten und/oder Entgraten und/oder Sandstrahlen
und/oder Beschichten mit verschleißfestem Material. Diese Nachbehandlung begünstigt unter
anderem einen geringeren Siebverschleiß.
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Weitere
Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele
unter Bezugnahme auf die Zeichnung.
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Es
zeigen
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1: eine schematisierte Längsschnittdarstellung
einer Walze mit einer auf dem Walzenmantel aufgebrachten Hülse mit
einer Vielzahl von Öffnungen,
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1A: einen Ausschnitt der
Walze gemäß 1,
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2: eine schematisierte Längsschnittdarstellung
einer einen Siebbezug aufweisenden Walze mit einer auf dem Siebbezug
aufgebrachten Hülse mit
einer Vielzahl von Öffnungen;
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2A: einen Ausschnitt der
Walze gemäß 2; und
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3: einen Ausschnitt der
Oberfläche
der Walze gemäß 1.
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Die 1 zeigt in schematisierter
Längsschnittdarstellung
eine Walze 10, hier beispielsweise eine Formierwalze, zur
Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, bei der es
sich insbesondere um ein Papier- oder Kartonbahn handeln kann.
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Der
Mantel 12 dieser Walze 10 ist mit einer Vielzahl
von Öffnungen 14 versehen.
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Eine
dünne und
mit einer Vielzahl von Öffnungen 18 versehene
Hülse 16 ist
auf dem Walzenmantel 12 aufgebracht. Die Öffnungen 18 der
Hülse 16 weisen
zumindest hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausrichtung relativ zum
Hülsenradius
RH, hinsichtlich ihrer relativen Anordnung
auf der Oberfläche 20 der Hülse 16 und/oder
hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausgestaltung wie insbesondere ihres
Querschnitts beziehungsweise ihrer Querschnittsform insbesondere im
Bereich der Oberfläche 20 der
Hülse 16 über deren
Oberfläche 20 betrachtet
eine regelmäßige und/oder
unregelmäßige Struktur
SH auf.
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Die
Struktur SH kann dabei lokal, sektional mehrfach
sektional oder ganzheitlich regelmäßig und/oder unregelmäßig sein.
Die die Struktur SH bildenden Öffnungen 18 können beispielsweise
gemäß genannten
Patentanmeldungen derart auf der Hülse 16 angeordnet
sein,
- – dass
mindestens ein Teil der Öffnungen
so angeordnet ist, dass sich ihre Durchmesser an der Außenseite
der Hülse überlappen,
- – dass
zumindest einige der Öffnungen
zu mehreren Vertiefungen erweitert sind, die sich an der Oberfläche der
Hülse ausgehend
von der jeweiligen Öffnungen
nach außen
erstrecken,
- – dass
ein Teil der Öffnungen
zumindest im oberflächennahen
Bereich der Hülse
gegenüber
den anderen Öffnungen
im Durchmesser vergrößert sind,
- – dass
die Oberfläche
der Hülse
mit Vertiefungsrillen versehen ist, wobei die Vertiefungsrillen
in Axialrichtung der Hülse
oder in einem spitzen Winkel hierzu verlaufen und wobei alle Vertiefungsrillen
entlang der Oberfläche
der Hülse
dergestalt parallel zueinander verlaufen, dass jede Öffnung mit
we nigstens einer benachbarten Öffnung über einen
Verbindungskanal verbunden ist,
- – dass
die Oberfläche
der Hülse
mit Vertiefungsrillen versehen ist, wobei die Vertiefungsrillen
in Umfangsrichtung der Hülse
oder in einem spitzen Winkel hierzu verlaufen und wobei alle Vertiefungsrillen
entlang der Oberfläche
der Hülse
dergestalt parallel zueinander verlaufen, dass jede Öffnung mit
wenigstens einer benachbarten Öffnung über einen
Verbindungskanal verbunden ist,
- – dass
die Oberfläche
der Hülse
mit Vertiefungsrillen versehen ist, wobei die Vertiefungsrillen
in Umfangsrichtung und/oder in Axialrichtung der Hülse oder
in einem beliebigen Winkel hierzu verlaufen und wobei alle Vertiefungsrillen
entlang der Oberfläche
der Hülse
dergestalt parallel zueinander verlaufen, dass jede Öffnung mit
wenigstens einer benachbarten Öffnung über einen
Verbindungskanal verbunden ist,
- – dass
zwischen den Öffnungen
zusätzliche Öffnungen
verringerten Durchmessers vorgesehen sind, welche die zwischen den Öffnungen
vorhandenen Stege unterbrechen,
- – dass
die Öffnungen
zumindest hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausrichtung relativ zum
Hülsenradius, hinsichtlich
ihrer relativen Anordnung auf der Oberfläche der Hülse und/oder hinsichtlich ihrer jeweiligen
Ausgestaltung wie insbesondere ihres Querschnitts beziehungsweise
ihrer Querschnittsform insbesondere im Bereich der Oberfläche der
Hülse über die
Oberfläche
der Hülse betrachtet
eine unregelmäßige Struktur
erzeugen, oder
- – dass
die in die Oberfläche
der Hülse
eingebrachten Öffnungen
zumindest bereichsweise entsprechend einem bestimmten Grundmuster angeordnet
sind und dass zusätzliche
Oberflächenmuster
in die Oberfläche
der Hülse
eingebracht sind, die über
die Oberfläche
der Hülse
betrachtet eine unregelmäßige Struktur
bilden (vergleiche 3).
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Derartige
Strukturen SH sind beispielsweise aus den
genannten und nicht vorveröftentlichten deutschen
Patentanmeldungen des Anmelders bekannt. Deren Gegenstand hinsichtlich
der möglichen und
verschiedenartigen Ausgestaltung der Struktur SH wird
hiermit zum Gegenstand der vorliegenden Beschreibung gemacht.
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Die
Oberfläche 20 der
Hülse 16 ist
bevorzugt derart fein strukturiert, dass die Walze 10 in
bekannter Weise beschabert werden kann.
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Wie
sich aus der 1 ergibt,
können
die Öffnungen 18 der
Hülse 16 als
eine Vielzahl von Durchgangsbohrungen 22 und/oder Rillen 24 gleicher
und/oder ungleicher Kontur und/oder Größe ausgebildet sein. Sie sind
vorzugsweise radial in die Oberfläche 20 der Hülse 16 eingebracht.
Jedoch können
sie auch teilweise schräg
in die Oberfläche 20 der
Hülse 16 eingebracht
sein.
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Die
Hülse 16 ist
auf ihrer Innenseite 26 mit einer regelmäßigen und/oder
unregelmäßigen Struktur SI versehen. Diese Struktur SI wird
vorzugsweise durch eine Vielzahl von Rillen 28 gebildet.
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Ferner
weist die Hülse 16 eine
Wanddicke DW im Bereich von 0,1 bis 7 mm,
vorzugsweise von 2 bis 5 mm, auf und sie aus einem Metall, einem
Nichtmetall, einem Kunststoff, einer Kombination mindest zweier
genannter Werkstoffe oder einem Verbundwerkstoff.
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Auch
die Öffnungen 14 des
Walzenmantels 12 weisen zumindest hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausrichtung
relativ zum Walzenmantelradius RW, hinsichtlich
ihrer relativen Anordnung auf der Oberfläche 30 des Walzenmantels 12 und/oder
hinsichtlich ihrer jeweiligen Ausgestaltung wie insbesondere ihres Querschnitts
beziehungsweise ihrer Querschnittsform insbesondere im Bereich der
Oberfläche 30 des Walzenmantels 12 über dessen
Oberfläche 30 betrachtet
eine regelmäßige und/oder
unregelmäßige Struktur
SW auf.
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Auch
diese Öffnungen 14 sind
wiederum zumindest teilweise als Durchgangsöffnungen 32 vorgesehen,
die zumindest teilweise radial und/oder zumindest teilweise schräg in dessen
Oberfläche
eingebracht sein können. Überdies
sind diese Öffnungen 14 zumindest
teilweise angesenkt und/oder zumindest teilweise ohne eine jeweilige
Ansenkung vorgesehen. Die Ansenkung 34 kann dabei als Anbohrung 36 mit
größerem Durchmesser
als die Öffnung 14 oder
als Spitzansenkung 38 bekannter Art mit einem bevorzugten
Senkungswinkel α von
120° ausgeführt sein.
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Der
Walzenmantel 12 ist auf seiner Außenseite 40 zusätzlich mit
mindestens einer regelmäßigen und/oder
unregelmäßigen Struktur
SZ versehen. Diese Struktur SZ wird
vorzugsweise durch eine Vielzahl von Rillen 42 gebildet.
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Auch
für die
Strukturen SW und SH des
Walzenmantels 12 gilt, dass sie beispielsweise aus den genannten
und nicht vorveröffentlichten
deutschen Patentanmeldungen des Anmelders bekannt sind. Wiederum
wird hiermit deren Gegenstand hinsichtlich der möglichen und verschiedenartigen
Ausgestaltungen der Strukturen SW und SZ zum Gegenstand der vorliegenden Beschreibung
gemacht.
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Allgemein
gültig
kann festgehalten werden, dass sich die Öffnungen 18 der Hülse 16 mit
den unmittelbar benachbarten Öffnungen 14 des
Walzenmantels 12 zumindest geringfügig überschneiden. Durch diese zumindest
geringfügige Überschneidung der Öffnungen 14, 18 wird
der Wasserausfluss von der Papier- oder Kartonbahn in die Walze 10 merklich unterstütz und vergleichmäßigt, wobei
das Entstehen von Lochschattenmarkierungen in der Papier- oder Kartonbahn
sichtbar vermieden werden.
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Mit
einer derartigen Walzenaußenseite
kann auf die Verwendung eines Schrumpfsiebs verzichtet werden, ohne
das störende
Lochschattenmarkierungen erhalten werden. Zumindest können diese
gegenüber
herkömmlichen
Walzen ohne Schrumpfsieb deutlich verringert werden.
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Die 1A zeigt einen Ausschnitt
der Walze 10 gemäß 1. Auch aus dieser Figur
ergibt sich nochmals, dass mit den Öffnungen 14 eine Struktur SH erzeugt wird, mittels derer in der Faserstoffbahn keine
Lochschattenmarkierungen mehr festgestellt werden können.
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Der
Mantel 12 der Walze 10 ist mit einer Vielzahl
von Öffnungen 14 versehen
und eine dünne
und mit einer Vielzahl von Öffnungen 18 versehene
Hülse 16 ist
auf dem Walzenmantel 12 aufgebracht. Hinsichtlich der konstruktiven
Ausführungen
und Anordnungen der Öffnungen 14, 18 wird
auf die Beschreibung der 1 verwiesen.
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Die 2 zeigt in schematisierter
Längsschnittdarstellung
wiederum eine Walze 10, hier beispielsweise eine Formierwalze,
zur Herstellung und/oder Behandlung einer Faserstoffbahn, bei der es
sich insbesondere um ein Papier- oder Kartonbahn handeln kann.
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Die
Walze 10 gemäß 2 ist im Prinzip ähnlich der
gemäß 1 aufgebaut. Jedoch ist
zwischen dem Walzenmantel 12 und der Hülse 16 zusätzlich ein
Siebbezug 44 bekannter Bauweise, insbesondere ein Wabenbezug
in Form eines Schrumpfsiebbezugs, aufgebracht.
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Bei
dieser Ausführungsform
kann ist sich also um eine bereits vorhanden gewesene Walze 10 handeln,
welche mit der erfindungsgemäßen Hülse 16 nachgerüstet wurde.
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Hinsichtlich
des prinzipiellen Aufbaus dieser Walze 10 wird auf die
Beschreibung der Walze 10 gemäß 1 verwiesen.
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Die 2A zeigt einen Ausschnitt
der Walze 10 gemäß 2. Auch aus dieser Figur
ergibt sich nochmals, dass mit den Öffnungen 14 eine Struktur SH erzeugt wird, mittels derer in der Faserstoffbahn keine
Lochschattenmarkierungen mehr festgestellt werden können.
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Wie
insbesondere anhand der 3 zu
erkennen ist, kann das Grundmuster auf einer spiral- beziehungsweise
teilspiralförmigen
Anordnung von in die Oberfläche 20 der
Hülse eingebrachten Öffnungen 18 basieren.
Es kann also beispielsweise ein Grundbohrmuster zum Beispiel spiralförmig unter
einem Steigungswinkel β aufgebracht
werden.
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Der
Winkel γ bestimmt
die Anordnung der einzelnen Öffnungsreihen
relativ zueinander. Dieser zwischen einer jeweiligen, entsprechend
dem Steigungswinkel β der
Spirale gegenüber
der Walzenachse X geneigten Öffnungsreihe 181 und wenigstens einer weiteren Öffnungsreihe 182 des Grundmusters gebildete Winkel γ kann allgemein
in einem Bereich zwischen 90° und
180° liegen.
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Im
vorliegenden Fall sind die Öffnungen 18 der
in Richtung der Walzenachse X aufeinanderfolgenden, jeweils entsprechend
einem Steigungswinkel β der
Spirale gegenüber
der Walzenachse X geneigten Öffnungsreihen 18,
des Grundmusters miteinander ausgerichtet, das heißt der Winkel β ist hier gleich
90°.
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In
der 2 ist lediglich
eine rein beispielhafte Auswahl möglicher zusätzlicher Oberflächenmuster 20.1 – 20.4 wiedergegeben.
Grundsätzlich
sind auch beliebige andere zusätzliche
Oberflächenmuster
denkbar.
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Wie
anhand der 2 zu erkennen
ist, erzeugen die zusätzlichen
Oberflächenmuster 20.1 – 20.4 über die
Oberfläche 20 betrachtet
eine willkürliche
unregelmäßige Struktur.
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Die
einzelnen zusätzlichen
Oberflächenmuster 20.1 – 20.4 können zumindest
teilweise unterschiedliche große
Flächen
bedecken. Von Vorteil ist insbesondere eine möglichst unregelmäßige Verteilung
dieser zusätzlichen
Oberflächenmuster.
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Bevorzugt
sind zumindest zwei verschiedene Arten von zusätzlichen Oberflächenmustern 20.1 – 20.4 vorgesehen.
Dabei können
diese voneinander verschiedenen zusätzlichen Oberflächenmuster 20.1 – 20.4 insbesondere
in unregelmäßiger Abfolge
auf der Oberfläche 20 vorgesehen
sein.
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Zweckmäßigerweise
ist wenigstens eine Öffnung 18 vorgesehen,
die zumindest bereichsweise durch eine Bohrung gebildet ist.
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Dabei
kann beispielsweise zumindest ein zusätzliches Oberflächenmuster 20.1 vorgesehen
sein, das durch eine entsprechende Erweiterung der betreffenden
Bohrung beziehungsweise der Ansenkung dieser Bohrung gebildet ist.
Die Erweiterungen können
zumindest teilweise eine unterschiedliche Form besitzen.
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So
ist in der 2 beispielsweise
ein zusätzliches
Oberflächenmuster 20.1 zu
erkennen, das durch eine sternförmige
Erweiterung gebildet ist. Bei einer solchen Struktur können also
beispielsweise normale Bohrlöcher
oder deren Ansenkungen zu sternförmigen
Löchern
erweitert werden, was beispielsweise durch Prägen mittels eines Stempels
geschehen kann.
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Abgesehen
davon kann beispielsweise zumindest ein zusätzliches Oberflächenmuster 20.2 vorgesehen
sein, das durch wenigstens eine die betreffende Bohrung beziehungsweise
deren Ansenkung ringartig umschließende Rille 46 gebildet
ist. Bei dem aus der 2 ersichtlichen
Ausführungsbeispiel
ist diese Rille 46 kreisförmig ausgeführt und zur betreffenden Bohrung
beziehungsweise deren Ansenkung konzentrisch. Dabei kann zwischen
der betreffenden Bohrung beziehungsweise deren Ansenkung und der
Rille 46 ein insbesondere durchgehender, vorzugsweise schmaler
Rand 48 verbleiben.
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Bei
einem solchen Muster kann also beispielsweise um ein Bohrloch beziehungsweise
dessen Ansenkung eine kreisförmige
Rille 46 in die Oberfläche 20 eingebracht
werden, so dass nur ein schmaler Rand 48 um das Loch des
Grundmusters verbleibt.
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Alternativ
oder zusätzlich
können
insbesondere auch mehrere zumindest bereichsweise gerade Rillen 20.3 vorgesehen
sein, um entsprechende zusätzliche
Oberflächenmuster
zu bilden. Dabei können
diese Rillen 20.3 zumindest teilweise unterschiedlich ausgerichtet
sein. Grundsätzlich
können Durchgangs-
und/oder Blindöffnungen
vorgesehen sein. Sind sowohl Durchgangs- als auch Blindöffnungen
vorgesehen, so kann beispielsweise zwischen zwei benachbarten Durchgangsöffnungen
beziehungsweise deren Ansenkungen jeweils wenigstens eine Blindöffnung vorgesehen
sein.
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Zwischen
den Bohrungen beziehungsweise deren Ansenkungen können auch
Blindbohrungen verschiedener Größe eingebracht
werden (vgergleiche zum Beispiel das betreffende zusätzliche
Oberflächenmuster 22.4).
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Es
ist auch möglich,
einzelne Bohrlöcher oder
deren Ansenkungen noch größer anzusenken (vergleiche
das entsprechende zusätzliche
Oberflächenmuster 22.3),
als dies im Grundmuster der Fall ist. Die Öffnungen können also zumindest teilweise so
angesenkt beziehungsweise mit einer solchen erweiterten Ansenkung versehen
sein, dass die jeweils erhaltene Ansenkung einen größeren Querschnitt besitzt
als die zum Beispiel eine Grundstruktur bildenden restlichen Öffnungen 18 beziehungsweise zugeordneten
Ansenkungen.
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Zusammenfassend
ist festzuhalten, dass durch die Erfindung eine verbesserte Walze,
insbesondere Formierwalze, der eingangs genannten Art geschaffen
wird, bei der die eingangs erwähnten
Probleme beseitigt sind. Dabei kann infolge der Schaffung einer
geeigneten Oberflächenstruktur
der Walze der bisher erforderliche Schrumpfsiebbezug entfallen,
wobei Lochschattenmarkierungen vermieden beziehungsweise so reduziert
werden, dass sie nicht mehr wahrgenommen werden können.
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- 10
- Walze
- 12
- Walzenmantel
- 14
- Öffnung (Walze)
- 16
- Hülse
- 18
- Öffnung (Hülse)
- 181, 182
- Öffnungsreihe
- 20
- Oberfläche (Hülse)
- 20.1 – 20.4
- Oberflächenmuster
- 22
- Durchgangsbohrung
- 24
- Rille
- 26
- Innenseite
- 28
- Rille
- 30
- Oberfläche
- 32
- Durchgangsöffnung
- 34
- Ansenkung
- 36
- Anbohrung
- 38
- Spitzansenkung
- 40
- Außenseite
- 42
- Rille
- 44
- Siebbezug
- 46
- Rille
- 48
- Rand
- DW
- Wanddicke
- RH
- Hülsenradius
- RW
- Walzenmantelradius
- SH
- Struktur
(Hülse)
- SI
- Struktur
(Innenseite)
- SW
- Struktur
(Walzenmantel)
- SZ
- Struktur
(Walzenmantel)
- X
- Walzenachse
- α
- Senkungswinkel
- β
- Steigungswinkel
- γ
- Winkel