DE103782C - - Google Patents

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DE103782C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B63/00Devices associated with the loop-taker thread, e.g. for tensioning

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 52: Nähmaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 3. November 1897 ab.
Die den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildende Fadenspann-Vorrichtung für Nähmaschinen - Schiffchen bezweckt, bei Erreichung eines reibungslosen Fadenabzuges direct aus der Schiffchenwandung ein leichteres Einbringen des Fadens in die Nä'hlage als bisher zu ermöglichen, sowie den Faden beständig gleichmäfsig gespannt zu erhalten. Bisher konnte man bei Nähmaschinen-Schiffchen, bei welchen der Faden unter der Spannfeder hinweg direct aus dem Abzugsschlitz der Schiffchenwandung abgezogen wird, den Faden nur in der Weise in seine Nählage unter der Feder bringen, dafs man entweder die Feder vorher hochklappte und sie hierauf nach Einlegen des Fadens in den Abzugsschlitz wieder zurückbewegte, oder dafs man den Faden, um ihn von oben nach unten unter die Feder zu bringen, zwischen der Feder und der Schiffchenwand hindurchfädelte. Beides ist umständlich, und bringt namentlich die erste Anordnung die weitere Beschwerlichkeit mit sich, dafs die Spannung der Feder nach jedesmaligem Hochklappen der letzteren von neuem regulirt werden mufs, sowie dafs sich die Feder an dem Befestigungspunkt bald lockert und dann keine zuverlässige Spannwirkung mehr auf den Faden ausübt.
Bei der vorliegenden Fadenspann-Vorrichtung wird der Faden durch einfaches Hindurchstreifen von oben nach unten zwischen den Spann- und Führungstheilen derselben und der Schiffchenwand ohne Fädelung und ohne die Feder aus ihrer Lage zu bringen, in die fertige Nählage gebracht. Es wird dies dadurch möglich, dafs vermöge der eigentümlichen Gestaltung der Feder der Faden über den Befestigungspunkt derselben an der Schiffchenwand hinweggleiten kann, so dafs dieser also dem Einlegen und der Bewegung des Fadens beim Hin- und Hergange des Schiffchens nicht hinderlich ist.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist die neue Fadenspann- und Führungsfeder an einem Nähmaschinen-Schiffchen angebracht in Fig. 1 in Seitenansicht, in Fig. 2 in Oberansicht und in Fig. 3 in Endansicht dargestellt.
Die an der einen Längsaufsenseite des Schiffchens angeordnete Feder b ist durch zwei Einschnitte in drei Arme b1 £>2 bs getheilt, deren mittlerer b1 zur Befestigung der Feder an dem Schiffchen mittelst einer Schraube oder eines Nietes oder auf andere Weise dient. Der obere Arm b2 besitzt eine leicht nach hinten gekrümmte Spitze, welche in einer Vertiefung oder Oeffnung a1 des Schiffchens ruht. Der untere lange Arm bs ruht mit seiner, -wie bekannt, hakenförmig gebogenen Spitze (Fig. 2) in einer Vertiefung oder Durchbrechung a2 des Schiffchens (Fig. 2 und 3) und dient dem bekannten Zwecke, den Faden am hinteren Ende des Schiffchens zu führen und leicht zu klemmen. Mit ihrem vorderen Ende ragt die Feder b durch eine Durchbrechung a3 der Schiffchenwandung hindurch in die leere Schiffchenspitze und trägt an ihrem in geeigneter Weise verstärkten Ende eine Stellschraube c, welche durch eine in der gegenüberliegenden Schiffchenwand vorgesehene Oeffnung a* hindurch mittelst eines Schraubenziehers oder dergl. gedreht und hierdurch die Fadenspannung regulirt werden kann.
Das Einbringen des Fadens in die in Fig. ι gezeichnete Nählage geschieht in der Weise, dafs man denselben lediglich in den Abzugsschlitz a5 der Schiffchen wan dung einlegt und ihn sodann, parallel mit der Schiffchenwandung liegend, hinter den Armen £2 und bB der Feder einfach durchstreift, was sich ganz leicht vollzieht, da die Spitze von b2 an der Oberseite entsprechend gerundet ist, das Ende von b3 infolge der hakenförmigen Umbiegung an sich rund ist und die Ränder der Vertiefungen a1 und a2 entsprechend abgeschrägt sind. Der Zweck der Arme b2 und b3 ist, nach dem Einlegen des Fadens eine Emporbewegung und dadurch das Austreten desselben aus dem Abzugsschlitz α5 des Schiffchens zu verhüten; der Arm b& könnte indessen auch wegfallen, ohne dafs an dem Wesen der Erfindung etwas geändert würde. Ueber den Befestigungspunkt geht der eingelegte Faden frei hinweg, so dafs er durch denselben in keiner Weise gehindert ist. Die beiden Einschnitte der Feder ermöglichen, dafs beim Vor- und Rückgang des Schiffchens der über dem mittleren Arm bl liegende Faden sich frei hin und her bis in die vorderste Abzugslage bewegen kann.
Der Faden erhält seine Spannung an der Stelle i»4 der Feder zwischen dem Schlitz a5 und dem Arm £>2 (Fig. i); an dieser Stelle bleibt der Faden bei jeder Stellung des Schiffchens stets genau in derselben Lage, da der Arm b\ über welchen er hinweggeht, ihn hindert, bei veränderter Abzugsrichtung, insbesondere auch bei der vordersten Abzugslage, aus seiner Lage unter der Spannfläche £4 herabgezogen zu werden. Infolge dieser sich stets gleichbleibenden Lage unter der Spannfläche i>4 behält der Faden bei jeder Stellung des Schiffchens stets dieselbe unveränderte Spannung, was für ein regelmäfsiges ungestörtes Nähen von grofsem Vortheil ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Fadenspann-Vorrichtung für Nähmaschinen-Schiffchen, bei welcher ein leichteres Einbringen des Fadens unter die Spannfeder ohne Fädelung und ohne die Feder aus ihrer Lage zu bringen, sowie eine stets gleichbleibende Spannung des Fadens dadurch angestrebt wird, dafs der mittlere der zur Befestigung der Feder an dem Schiffchen dienenden Arme (b1 b2 b3) fest am Schiffchenkörper angeordnet ist und daher leicht der Faden über die Befestigungsstelle (b°) des Armes (bl) der Feder und unter die vordere Spannfläche (bl) und den hinteren Führungsarm (bBJ derselben eingelegt werden kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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