DE104900C - - Google Patents

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DE104900C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B9/00Cells or assemblies of cells; Constructional parts of cells; Assemblies of constructional parts, e.g. electrode-diaphragm assemblies; Process-related cell features
    • C25B9/30Cells comprising movable electrodes, e.g. rotary electrodes; Assemblies of constructional parts thereof
    • C25B9/303Cells comprising movable electrodes, e.g. rotary electrodes; Assemblies of constructional parts thereof comprising horizontal-type liquid electrode
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B11/00Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for
    • C25B11/02Electrodes; Manufacture thereof not otherwise provided for characterised by shape or form
    • C25B11/033Liquid electrodes
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25BELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
    • C25B9/00Cells or assemblies of cells; Constructional parts of cells; Assemblies of constructional parts, e.g. electrode-diaphragm assemblies; Process-related cell features
    • C25B9/005Amalgam decomposition cells

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
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  • Electrolytic Production Of Metals (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12: Chemische Verfahren und Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. März 1898 ab.
Für den Bau von Apparaten zur continuirlichen Elektrolyse von Chloralkalien bezw. Alkalisalzen vermittelst Quecksilberkathode ist als Prinzip maßgebend, das freiwerdende Alkalimetall durch das Quecksilber der Kathode aufnehmen zu lassen und\ folgend das so erhaltene Amalgam in einem anderen Theil des Apparates in Alkalihydroxyd und metallisches Quecksilber zu zerlegen, welches letztere dem elektrolytischen Behälter wieder zugeführt wird.
Diese Grundlage bedingt, daß beträchtliche Quecksilbermengen beständig in Circulationsfiuß erhalten bleiben. Dies zu erreichen, hat man verschiedene Wege eingeschlagen: man hat den ganzen Apparat beweglich gestaltet und ihm Schaukelbewegung ertheilt; man hat permanente Neigung vorgesehen, derart, daß der Boden in geneigter Lage angeordnet und das Quecksilber darüber fließen gelassen wird, oder daß man das Quecksilber durch Kanäle leitet, welche sich in einer Schraubenlinie hinziehen ; man hat zur Verdrängung vermittelst Tauchkolben gegriffen und schließlich auch Circulation durch Pumpen eingerichtet. Indem bei all diesen Vorkehrungen die Gesammtmasse des Quecksilbers in Fluß ist, haben sie den gemeinsamen Uebelstand, daß, wenn die Quecksilberbewegung aus irgend einem Grunde Einhalt erfährt, der Apparat von Quecksilber entblößt wird, während der Durchgang des Stromes ununterbrochen bleibt, woraus sich größere oder geringere, immer aber ernste Störungen ergeben.
Der den Gegenstand dieser Erfindung bildende Apparat gründet sich auf ein verschiedenes Princip. Es ist bekannt, daß die Bildung des Amalgams insbesondere an der Oberfläche des Quecksilbers sich vollzieht und das. Amalgam infolge seiner geringen Schwere sich an der Oberfläche zu halten strebt. Man braucht also das Quecksilber nur an der Oberfläche zu erneuern bezw. in Circulation zu halten, während man die tiefere Schicht mehr oder minder in Ruhe verharren lassen kann. Wir richten dementsprechend unseren Apparat so ein, daß die Quecksilberoberfläche eine vollkommen wagerechte Lage einnimmt, und lassen das Amalgam am einen Apparatende durch einen in ungefährer Höhe des Quecksilberspiegels angeordneten Ueberlauf abfließen. Der Wiedereintritt des regenerirten Quecksilbers erfolgt am entgegengesetzten Apparatende in einen vertieften Theil, der zugleich ein Reservoir bildet. Der vorliegende Apparat erhält demnach keinerlei mechanische Bewegungsvorrichtung. Er besteht der Zeichnung gemäß (welche ein Ausführungsbeispiel in einem Längsschnitt und in der Oberansicht zeigt) aus einem rechteckigen Gefäß. Das Gefäß kann in sehr großer Bemessung bezüglich Länge und Breite hergestellt werden; denn das zu Grunde gelegte Princip enthält nichts, was diesen Dimensionen eine Grenze setzt oder der regelmäßigen Bewegung der Quecksilberoberfläche entgegen ist. Der Boden kann wagerecht oder geneigt sein; seine Lage ist. ohne Bedeutung, denn er bleibt beständig mit Quecksilber bedeckt, auch dann, wenn die Zurückführung des regenerirten Quecksilbers in Stillstand gerathen würde. Um den Apparat behulfs Reinigung vollständig zu entleeren, bringt man ihn durch einseitiges Anheben vermittelst der Schraube A in eine ge-
(3. Auflage, ausgegeben am au. Januar
neigte Lage, oder man versieht ihn im tiefsten Theil mit einem Hahn. Der Wiedereintritt des regenerirten Quecksilbers vollzieht sich in B, der Abfluß des Amalgams am entgegengesetzten Ende vermittelst verstellbarer Ueber- · laufsvorrichtung C, die so eingestellt wird, daß sie wesentlich nur die Oberflächenschicht austreten läßt, welche am reichsten an Amalgam ist. Das übergelaufene Amalgam tritt durch ein Übersteigrohr D nach dem Zersetzungs-. apparat.
Der Hauptvortheil der beschriebenen Einrichtung besteht darin, daß man nicht, wie z. B. bei den Apparaten mit Circulation infolge Neigung des Bodens, an eine vorher festgesetzte Abflußmenge gebunden ist, sondern einen jeweils als den vortheilhaftesten sich ergebenden Abfluß herstellen kann, ohne daß die gute Ausnutzung des elektrischen Stromes Störung erfährt. Man könnte selbst, was bei den üblichen Apparaten durchaus unthunlich ist, bis zur Erzeugung von festem, auf der Quecksilberoberfläche schwimmendem Amalgam gehen, dessen Abziehen keine Schwierigkeit bildet. '
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß die Circulation unabhängig ist von der Amalgambildung, d. h. nicht von letzterer bedingt wird. Hierin liegt der kennzeichnende Unterschied der vorliegenden Erfindung gegenüber der durch den Apparat nach Patentschrift Nr.96020 verkörperten Methode. Hier soll sich ebenfalls das Quecksilber an der Berührung mit der Salzlösung beständig erneuern durch fortwährende Wegrückung der obersten, amalgamreichsten Schicht. Hierzu wird der Auftrieb des Amalgams in der Art ausgenutzt, daß zwischen Salzlösung und Quecksilber ein Diaphragma in geneigter Lage angeordnet ist, an welchem nun das Amalgam infolge seines Auftriebes sich sozusagen schräg aufwärts fortschiebt. Es liegt auf der Hand, daß diese Art des Berührungswechsels zwischen Quecksilber und Salzlösung einer ganzen Reihe von Zufälligkeiten unterworfen ist; die Circulation vollzieht sich immer nur träge, dagegen wird der Apparat ungemein verwickelt.
Um die Circulation der Quecksilberoberfläche zu fördern, kann man der Salzlösung Bewegung in der gleichen Richtung ertheileri, wie in der Zeichnung durch die Zu- und Abflußröhren SS1 angedeutet.
Zum Zurückheben des regenerirten Quecksilbers in das Speiseniveau ist auf der Zeichnung beispielsweise ein Montejus M angenommen, an dessen Stelle selbstverständlich auch eine Pumpe oder andere geeignete mechanische Vorrichtung treten kann.
Der zur Regenerirung des Quecksilbers dienende Apparat, in welchem das Amalgam als Anode. wirkt, kann nach dem gleichen Princip wie der Elektrolysator mit oder ohne methodische Circulation der Flüssigkeiten eingerichtet werden.

Claims (2)

; PAtent-Ansprüche:
1. Apparat zur continuirlichen Elektrolyse von Alkalisalzen mittelst Quecksilberkathode, bei
; welchem zwecks Abführung des gebildeten ■■',. Amalgams eine wesentlich nur oberflächliche Bewegung des Amalgams dadurch bewirkt wird, daß innerhalb des Apparates eine Überlaufwarid (C) angeordnet ist, über welche das Amalgam hinwegfließt, während der Zulauf für das regenerirte Quecksilber am entgegengesetzten Ende des Apparates an einer tiefer gelegenen Stelle angebracht ist.
2. Die Ausführung der Elektrolyse mittelst des durch Anspruch 1 geschützten Apparates in der Weise, daß der Elektrolyt in gleicher Richtung wie das Amalgam zur Unterstützung der Bewegung des letzteren durch den Apparat hindurchgeführt wird, j
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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