DE1054301B - Kraftuebertragungseinrichtung, insbesondere fuer Schiffsantriebe - Google Patents
Kraftuebertragungseinrichtung, insbesondere fuer SchiffsantriebeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Kraftübertragungseinrichtungen mit Strömungskupplungen und umsteuerbarem
getriebenem Glied.
Es sind bereits Kraftübertragungseinrichtungen in
Form von Geschwindigkei'tswechselgetrieben bekannt, bei welchen eine von der getriebenen Welle her wirksame
Beschleunigungsvorrichtung vorgesehen ist, durch welche während eines Gangwechsels auf das
langsamer laufende Kupplunigsglied einer einzurückenden Kupplung eine Beschleunigungswirkung ausgeübt
werden kann. Bei diesen bekannten Kraftübertragungseinrichtungen hat das einzurückende Kupplungsglied vor der Ekirückumg dieselbe Drehrichtung wie
dasjenige Kupplunigsglied, in welches eingerückt wird.
Im Gegensatz zu diesen bekannten Kraftübertragungseinrichtungen
handelt es sich bei dem Sachgebiet, auf welches die Erfindung Anwendung finden
soll, um schwere Kraftübertragungseinrichtungen, insbesondere für Schiffsantriebe, mit mindestens einer
Strömungskupplung für den Vorwärtsantrieb eines getriebenen Gliedes und mindestens einer weiteren
Strömungskupplung zum wahlweisen Vorwärts- oder Rückwärtsantrieb dieses getriebenen Gliedes, deren getriebene
Welle während des Vorwärtsantriebes durch beide Kupplungen in entgegengesetztem Drehsinne
mit Bezug auf ein weiteres Getriebeglied umläuft, mit welchem sie im Rückwärtsantrieb gekuppelt ist.
Bei einem derartigen Antrieb müssen also, wenn vom Vorwärts- auf den Rückwärtsantrieb umgesteuert
wird, zwei Kupplungsglieder miteinander zur Einrückung gebracht werden, die während des Vorwärtsantriebes
in entgegengesetzter Drehrichtung umlaufen. Um diese Einrückung der mit Bezug aufeinander in
entgegengesetzter Drehrichtung umlaufenden Kupplungsglieder zu erleichtern, ist gemäß Erfindung ein
mittels einer kraftschlüssigen Kupplung zwischen die getriebene Welle der weiteren Strömungskupplung
und das getriebene Glied der Kraftübertragungseinrichtung schaltbares Hilfsgetriebe vorgesehen, welches
bewirkt, daß da» getriebene Glied der Kraftübertragungseinrichtunig
die getriebene Welle der weiteren Strömungskupplung mit entsprechender Drehzahl im
selben Drehsinn wie das weitere Getriebeglied antreibt. Gemäß einer abgewandelten Ausführungsform
der Erfindung ist die getriebene Welle der weiteren Strömungskupplung mittels der kraftschlüssigen
Kupplung unter Weglassung eines Hilfsgetriebes unmittelbar mit dem weiteren Getriebeglied kuppelbar.
Durch eine derartige Anordnung i-st es möglich, während des Einrückens der getriebenen Welle der weiteren
Strömungskupplung und des weiteren Getriebegliedes den Vorwärtsantrieb über die erstgenannte
Strömungskupplung aufrechtzuerhalten. Der Antrieb für den Rückwärtslauf kann also eingestellt werden,
Kraftübertragungseinrichtung,
insbesondere für Schiffsantriebe
insbesondere für Schiffsantriebe
Anmelder:
Harold Sinclair, Windsor,
Berkshire (Großbritannien)
Berkshire (Großbritannien)
Vertreter: Dipl.-Ing. R. Holzer, Patentanwalt,
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Augsburg, Philippine-Welser-Str. 14
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 31. August 1953
Großbritannien vom 31. August 1953
Harold Sinclair, Windsor, Berkshire (Großbritannien), ist als Erfinder genannt worden
ohne daß der Vorwärtsantrieb bzw. die Belastung der Antriebsmaschine unterbrochen wird. Durch die Verwendung
von zwei oder mehr Strömungskupplungen, von welchen mindestens je eine Strömungskupplung
jeweils für den Vorwärtsantrieb und für den Rückwärtsantrieb vorgesehen ist, ist es möglich, während
des normalen Vorwärtslaufes beide Kupplungen in den Vorwärts-Getriebeweg einzubeziehen und infolgedessen
mit halbem Schlupf bzw. noch kleinerem Schlupf im Vergleich zu dem sonst auftretenden
Schlupf zu arbeiten, der sich ergibt, wenn nur eine Kupplung arbeiten würde. Ein weiterer Vorteil der
Übertragungseinrichtung nach der Erfindung gegenüber den bekannten Kraftübertragungseinrichtungen
ergibt sich daraus, daß bei der erfindungsgemäßen Anordnung die Rückwärtsantriebskupplung eingerückt
werden kann, wenn die Wellen im wesentlichen stillstehen, was beispielsweise vor einem Rückwärtsmanöver
im Zuge des Festmachen« eines Schiffes vorkommen kann.
Weitere Vorteile der Kraftübertragungseinrichtung nach der Erfindung gegenüber den bekannten Kraftübertragungseinrichtungen
ergeben sich aus der nachstehenden beispielsweisen Beschreibung einiger Ausführungsformen
der Erfindung, wobei auf die Zeichnung Bezuig genommen wird. In der Zeichnung
stellen dar:
Fig. 1,3 und 6 Anordnungen; der Kraftübertragungseinriditung
nach der Erfindung, bei welchen zwei axial hintereinanderliegende Strömungskupplungen
Anwendung finden,
«09 788/215
Fig. 2 eine Darstellung, welche Einzelheiten dieser Strömungskupplungen zeigt,
Fig. 4 und 5 Ausführungsformen der Kraftübertragungseinriclitungen
nach der Erfindung, bei welchen die beiden Strömungskupplungen nebeneinander angeordnet
sind.
Gemäß den Fig. 1 und 2 der Zeichnung weist die Kraftübertragungseinrichtung nach der Erfindung
zwei Flüssigkeitsströmuingskuipplungen A und B mit zur Änderung des Füllungsgrades der Arbeitskammern
verstellbarem Schöpfrohr auf. Die Strömungskupplungen A und B liegerf axial hintereinander. Ihre
Pumpenräder sind fest miteinander sowie mit einer treibenden Welle 1 gekuppelt, die ihrerseits mit der
Triebwelle einer in der Zeichnung nicht dargestellten Kraftmaschine gekuppelt ist. Die Strömungskupplung^
soll nachstehend »VorwärtSÄ-Strömungskupplung,
die Strömungskupplung B »Rückwärts«-Strömungskupplung genannt werden. Die Rückwärtsströmungskupplung B teilt sich, in die Belastung mit
der Vorwärtsströmungskupplung A, wenn beide Kupplungen in den Vorwärts-Kraftübertragungsweg geschaltet
sind und die Kupplung B nicht ausschließlich für den Rückwärtsgang verwendet wird.
Die Vorwärtsströmungskupplung A weist eine treibende Hohlwelle 2 auf, auf der ein Vorwärtsantriebsritzel
3 befestigt ist, welches mit einem Vorwärtsstirnrad4kämmt. Das letztere ist auf der getriebenen Welle 5
der Kraftübertragunigsöinrichtung befestigt, welche das getriebene Glied, des Kraftübertragungssystems
darstellt. Die getriebene Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung B führt durch die Hohlwelle 2
der Vorwärtsströmungskupplung hindurch. Auf dem überstehenden Teil der getriebenen Welle 6 befindet
sich ein Rückwärtsantriebsritzel 7, frei drehbar angeordnet,
welches mit einem Zwischenrad 8 kämmt. Letzteres läuft auf einer Blinidwelle 9 und kämmt
seinerseits mit einem auf dem getriebenen Glied 5 befestigten Rückwärtsstirnrad 10. Auf dem überstehenden
Teil 4er getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung B sinid außerdem ein frei drehbare?
Hilfsritzel 11 und eine Reibungskupplung 12 angeordnet,
mit welch letzterem das Hilfsritzel 11 nach Belieben mit der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskuppluinig
B gekuppelt oder abgekuppelt werden kann. Das Hilfsritzel 11 kämmt mit einem
Zwischenzahinrad 13, das auf einer Blindwelle 14 läuft
und seinerseits mit einem auf dem getriebenen Glied 5 befestigten Ritzel 15 kämmt.
Mittels einer Schaltkupplung 16 kann die getriebene Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung nach Wahl
mit dem Vorwärtsantriebsritzel 3 oder dem Rückwärtsantriebsritzel 7 gekuppelt werden. Die Schaltkupplung
kann beispielsweise ein doppelseitiges Klauenk-upplungselement 17 aufweisen, welches axial
auf der getriebenen Welle der Rückwärtsströmungskuppkmg
derart verschiebbar ist, daß es wahlweise in entsprechende Klauenkupplungszähne des Vorwärtsantriebsritzels
oder in solche des Rückwärtsantriebsritzels eingreift. Die Schaltkupplung kann beispielsweise
die Form einer synchron selbstschaltenden Kupplung haben.
Beim normalen Vorwärtsantrieb, bei welchem sich die Vorwärtskupplung A '' und die Rückwärtskupplung
B in die Belastung teilen, ist die getriebene Welle 6 der Rückwärtsströmunigskupplung B mit dem
Vorwärtsantriebsritzel 3 gekuppelt, und die Arbeitskammern der beiden Strömungskupplungen sind gefüllt,
so daß die Abtriebswellen beider Kupplungen sich im gleichen Drehsinn drehen, hier also in der
, »Vorwärts«-Richtuing, wobei beide Kupplungen
schlüssig mit dem Vorwärtsanitriebsritzel 3 gekupf
sind. Die Drehung des getriebenen Gliedes 5 bewirkt, daß das Rückwärtsantriebsritzel 7 leer in der »Rückwar ts «-Richtung mitläuft, d. h. also entgegengesetzt zu der Drehrichtung der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung. Während des Vorwärtslaufes ist die Reibungskupplung 12 auegerückt, so daß das Hilfsritzel 11 infolge der Anordnung des
schlüssig mit dem Vorwärtsanitriebsritzel 3 gekupf
sind. Die Drehung des getriebenen Gliedes 5 bewirkt, daß das Rückwärtsantriebsritzel 7 leer in der »Rückwar ts «-Richtung mitläuft, d. h. also entgegengesetzt zu der Drehrichtung der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung. Während des Vorwärtslaufes ist die Reibungskupplung 12 auegerückt, so daß das Hilfsritzel 11 infolge der Anordnung des
ίο frei drehbaren Zwischenrades 14 zwischen dem Hilfsritzel
11 und dem Hilfszahmrad 15 durch das getriebene Glied 5 in der gleichen Richtung gedreht wird
wie das Rückwärtsantriöbsritzel 7.
Um die Einrichtung für einen Übergang vom normalen Vorwärtsamtrieb auf den Rückwärtsantrieb
vorzubereiten, muß die getriebene Welle 6 der Rückwartsstromungskuppluog
B abgestoppt, in der Rückwärtsridhtung gedreht und dann mit dem leer mitlaufenden
Rückwärtsantriebsritzel 7 gekuppelt werden. Um dies zu erreichen, wird die Arbeitskammer
der Rückwärtsströmungskupplung B entleert, wodurch die Schaltkupplung 16 entlastet wird, so daß
nunmehr die getriebene Welle 6 der Rückwärtsströmuingskupplung B von dem Vorwärtsantriebsritzel 3
abgekuppelt werden kainn. Dann wird die Reibungskupplung 12 betätigt, wodurch das Hilfsritzel 11 mit
der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung B gekuppelt wird, so daß die getriebene
Welle 6 zunächst abgestoppt und dann in der Rückwärtsrichtung gedreht wird, d. h. in der gleichen
Richtung wie das lose mitlaufende Rückwärtsantriebsritzel 7, wobei dann die getriebene Welle 6 der leeren
Rückwärtsströmungskupplung B von dem getriebenen Glied 5überdas Zahnrad. 15, das frei drehbareZwischenrad
14, das Hilfsritzel 11 und die Reibungskupplung 12 angetrieben wird. Das Verhältnis der Zahnräder zueinander
ist so gewählt, daß, wenn die Reibungskupplung 12 voll eingerückt ist, die getriebene Welle 6 der
Rückwärtsströmungskupplung B sich praktisch synchrom mit dem Rückwärtsantriebsritzel 7 oder etwas
schneller als dasselbe in der Rückwärts richtung dreht, so daß die Abtriebswelle 6 der Rückwärtsströmungskupplung
B mittels der Klauenkupplung 16 mit dem Rückwärtsantriebsritzel 7 gekuppelt werden kann.
worauf die Reibungskupplung 12 ausgerückt wird. In diesem Stadium wird das· getriebene Glied 5 der Einrichtung
durch die Vorwärtsströmungskupplung A immer noch in der Vorwärtsri'chtung angetrieben. Das
Pumpenrad der leeren Rückwärtsströmungskupplung B wird ebenfalls in der Vorwärtsrichtung angetrieben,
während das Turbinenrad derselben infolge der Rückwärtsdrehbewegung
der getriebenen Welle 6 sich in der Rückwärtsrichtung dreht.
Um nun die Leistung der Kraftmaschine für den Rückwärtsantrieb zu benutzen, also beispielsweise für
den Fall von Manövern eines Schiffes, wird die Arbeitskammer der Vorwärtsströmungskupplung A entleert,
so daß das getriebene Glied 5 vorübergehend nicht mehr angetrieben wird, und die Arbeitskammer
der Rückwärtsströmungskupplung B wird gefüllt. Das sich rückwärts drehende Turbinenrad der RückwärtsströmungskuppluJig
B wird allmählich durch die Einleitung des Drehmoments der Kraftmaschine zur
Ruhe gebracht und dann veranlaßt, sich in der Vorwärtsrichtung zu drehen, so daß die getriebene Welle 6
das Antriebsmoment nunmehr auf das getriebene Glied 5 der Einrichtung über die Kupplung 16, das
Rückwärtsantriebsritzel 7, das frei drehbare Zwischenrad 8 und das Rückwärtsantriebsrad 10 überträgt.
Falls es sich bei der Kraftmaschine um eine Gas-
turbine handelt, kann das Füllen der Rückwärtsströmungskupplung B dazu führen, daß der Turbinenrotor
abgestoppt und zeitweise rückwärts gedreht wird, bis das durch die Turbine entwickelte Drehmoment
den durch die Trägheit des angetriebenen Systems, z. B. eines Schiffes, aufgebauten und von
der Rückwärtskupplung A übertragenen Widerstand überwindet.
Der Übergang vom Rückwärtsantrieb auf den Vorwärtsantrieb einer Strömungskupplung im entgegengesetzten
Drehsinn erfolgt durch Entleerung der Rückwärtsströmungskupplung B und Füllen der Vorwärtsströmungsikupplung
A.
Wenn die Drehzahl der Kraftmaschine bei Entlastung durch einen Regler reguliert wird, wie ζ. Β
bei Dieselmotoren, werden beide Strömungskupplungen A und B gleichzeitig entleert. Falls vorgezogen
wird, den Motor leicht unter Last zu halten, wenn das Getriebe sich in der Nullage befindet, dann kann dies
zweckmäßigerweise in der Art geschehen, daß beide Strömungskupplungen A und B teilweise gefüllt werden.
Da dieselben an den Vorwärts-Kraftübertragungsweg bzw. in den Rückwärts-Kraftübertragungsweg
geschaltet sind, wird infolgedessen das Drehmoment in der einen Kupplung durch das Drehmoment
in der anderen Kupplung kompensiert. Falls die Kraftmaschine so gebaut ist, daß ihre Drehzahl bei
Entlastung nicht reguliert werden kann, was z. B. bei einer Gasturbine der Fall sein kann, dann, wird die
Vorwärtsströmungskupplung A zumindest teilweise gefüllt gehalten, während die Rückwärtsströmungskupplung
B mit dem Rückwärtsantriebsritzel 7 gekuppelt wird, worauf dann die Rückwärtsströmungskupplung
B zumindest teilweise giefüllt wird, bevor die Vorwärtsströmungskupplung A entleert wird, so· daß
die Kraftmaschine belastet ist, wenn von Vorwärtsauf Rückwärtsantrieb übergegangen wird. Hierauf
wird die Rückwärtsströmungskupplung B völlig gefüllt und die Vorwärtsströmungskupplung A entleert.
Falls z. B. nach Beendigung der Manöver vom Vorwärtsantrieb einer Strömungskupplung auf den
normalen Vorwärtsantrieb mit beiden Strömungskupplungen übergegangen werden soll, dann ist zunächst
die Rückwärtsströmungskupplung B leer, und die unbelastete Schaltkupplung 16 wird in die Nulllage
bewegt. Das Vorwärtsantriebsritzel 3 dreht sich dabei in der Vorwärts richtung, weil die Vorwärts-Strömungskupplung
A gefüllt ist. Hierauf wird die Rüekwärtsströmungskupplung B gefüllt, so daß die
getriebene Welle 6 nahezu synchron mit dem Vorwärtsantriebsritzel
3 läuft; die Schaltkupplung 16 kann infolgedessen nunmehr mit der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung B und dem
Vorwärtsantriebsritzel gekuppelt werden, worauf sich die Last auf die beiden Strömungskupplungen A
und B verteilt.
Falls es sich bei der Schaltkupplung um eine syn chron selbstschaltende Kupplung handelt, wird das
Übersetzungsverhältnis im Hilfsgetriebe 11, 13, 15 so gewählt, daß bei eingerückter Reibungskupplung
12 die getriebene Welle 6 der Rüekwärtsströmungskupplung B durch die getriebene Welle 5 mit etwas
höherer Drehzahl angetrieben wird, als das Rückwärtsantriebsritzel 7 durch das getriebene Glied 5 angetrieben wird, so daß zuerst eine selbsttätige Kupp-
lung der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung B mit dem Rückwärtsantriebsritzel 7 erfolgt,
wonach die Reibungskupplung 12 gelöst wird.
Bei der in Fig. 3 dargestellten geänderten Ausführung der oben beschriebenen Einrichtung kämmt das
Rückwärtsantriebsritzel 7 mit einem frei drehbaren Zwischenrad 18, welches jedoch nicht mit einem Rückwärtsstirnrad
des getriebenen Gliedes 5 kämmt, sondern auf einer Blindwelle 19 sitzt, welche einen Teil
des Rückwärts-Kraftübertragunigsweges bildet und auf welcher ein Stirnrad 20 befestigt ist, das mit dem
einen Stirnrad 21 des getriebenen Gliedes 5 kämmt, welches sich außerdem im Eingriff mit dem Vorwärtsantriebsritzel
3 befindet. In diesem Falle besteht das Hilfsgetriebe aus den beiden Hilfszahnrädern 22 und
23 der Blindwelle 19 bzw. der getriebenen Welle 6 der Rückwärtsströmungskupplung B. Die Hilfszahn
räder 22 und 23 kämmen miteinander. Eines dieser Hilfszahnräder kann auf seiner Welle festsitzen, während
das andere normalerweise frei drehbar auf seiner Welle sitzt. Die Reibungskupplung ist an derjenigen
Welle angeordnet, welche das frei drehbare Zahnrad trägt. Die Fig. 3 zeigt das Hilfszahnrad 22 als frei
drehbar auf der Blindwelle 19 angeordnet, und die Reibungskupplung 24 dient dazu, das Zahnrad 22
zeitweise mit der Welle 19 zu kuppeln.
Bei der in Fig. 4 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind eine Vorwärtsströmungekupp-
lirng A und eine Rückwärtsströmungskupplung B parallel
nebeneinander angeordnet. Die Stirnräder 25 und 26 der getriebenen Wellen der Strömungskupplungen
A und B kämmen mit einem Vorwärtsstirnrad 27 des getriebenen Gliedes 28, auf welchem außerdem
ein Rückwärtsstirnrad 29 angebracht ist. Auf den treibenden Wellen 2 und 6 der Strömungskupplungen
A und B sind Stirnräder 30 bzw. 31 befestigt, welche mit einem Ritzel 32 kämmen, das auf einer
Welle 33 befestigt ist. Diese ist mit der Triebwelle einer Kraftmaschine, beispielsweise einer Gas- oder
Dampfturbine gekuppelt. Auf der getriebenen Welle der Rückwärtsströmungskupplung B ist auch das
Rückwärtsritzel 34 befestigt, das mit einem auf einer Blindwelle 36 angeordneten, frei1, drehbaren Zwischenrad 35 kämmt. Das Zwischenrad 35 kämmt seinerseits
mit dem Rückwärtsstirnrad 29 der Welle 28. Die Vorwärts- und Rückwärtsritzel 26 bzw. 34 sind frei
drehbar auf der getriebenen Welle der Kupplung B
angeordnet und können mittels einer doppelt wirkenden Klauenkupplung 37 nach Wahl mit dieser Welle
gekuppelt werden, so daß der Antrieb von der Kupplung B auf die Welle 28 entweder im Vorwärtsgang'
über das Ritzel 26 und das Stirnrad 27 oder im Rückwärtsgang über das Ritzel 34, das Zwischenrad 35
und das Rückwärtsstirnrad 29 übertragen wird. Auf der Welle 28 ist ein Hilf szahnrad 38 befestigt, welches
mit einem auf einer Blindwelle 40 angeordneten Zwischenrad 39 kämmt. Dieses Zwischenrad 39 kämmt
seinerseits mit einem Hilfsritzel 41, das frei drehbar auf der getriebenen Welle der Strömungskupplung B
angeordnet ist, aber über eine Reibungskupplung 42 mit dieser Welle gekuppelt werden kann. Der Übergang
vom normalen Vorwärtsantrieb über beide Strömungskupplungen A und B auf Rückwärtslauf über
die Rüekwärtsströmungskupplung B allein ist ähnlich jenem bei der vorher beschriebenen Anordnung, wobei
die Hilfsritzel 38 und 41 sowie das Zwischenrad 39 des getriebenen Gliedes 28 ermöglichen, die getriebene
Welle der Rückwärtsströmungskupplung B in der gleichen Richtung zu drehen wie das Rückwärtsantriebsritzel
34, wenn die Schaltkupplung 37 das Vorwärtsantriebsritzel 26 von dessen Welle gelöst
hat und die Reibungskupplung 42 eingerückt wird.
Bei der in Fig. 5 dargestellten abgeänderten Ausführung der zuletzt beschriebenen Kraftübertragungseinrichtung weist das getriebene Glied 43 ein einziges
Zahnrad 44 auf, mit welchem ein Ritzel 45 der getriebenen Welle 46 der Vorwärtsströmungskupplung^
kämmt. Ferner sind ein Vorwärtsantriebsritzel 47 auf der getriebenen Welle 48 der Rückwärtsströmuogskupplung
B und eicti auf einer Blindwelle 50 angeordnetes
Stirnrad 49 vorgesehen. Das Rückwärtsantriebsritzel 51 kämmt mit einem Stirnrad 52 der
Blindwelle 50. Das Hilfsgetriebe besteht aus den beiden Hilfszahnrädern 53 und 54 der Blindwelle 50
bzw. der getriebenen Welle 48 der Rückwärtsströmungskupplung B. Die Hilfszahnräder 53 und 54
kämmen miteinander, wobei eines derselben fest auf seiner Welle sitzen kann, während das andere frei
drehbar auf seiner Welle angeordnet ist. Die Reibungskupplung ist auf derjenigen Welle angeordnet,
welche das» frei drehbare Zahnrad aufweist. Bei der dargestellten Anordnung befindet sich das Zahnrad
54 normalerweise frei drehbar auf der Welle 48 und kann mit derselben durch die Reibungskupplung
55 gekuppelt werden.
Bei der in Fig. 6 dargestellten Ausführungsform der Erfindung sind wie bei denjenigen der Fig. 1, 2
und 3 zwei Flüssigkeitsströmungskupplungen A und B axial hintereinander angeordnet. Die getriebene Welle
der Vorwärtsströmungskupplung ist als Hohlwelle 56 ausgebildet, auf welcher ein Ritzel 57 befestigt ist;
dieses kämmt mit einem Stirnrad 58 einer Bliodwelle 59, auf der ein Vorwärtsantriebsritzel 60 angebracht
ist, und dieses letztere kämmt mit einem Stirnrad 61 des getriebenen Gliedes 62 der Kraftübertragungseinrichtung.
Die getriebene Welle 63 der Rückwärtsströmungskupplung B ragt durch die Hohlwelle 56
hindurch und ist mit einem Rückwärtsantriebsritzel 64 versehen, welches normalerweise auf der getriebenen
Welle 63 frei drehbar ist und mit dem Zahnrad 61 auf dem getriebenen Glied 62 kämmt.
Eine Schaltkupplung 65 dient dazu, die getriebene Welle 63 der Rückwärtsströmungskupplung B nach
Wahl mit dem Ritzel 57 oder mit dem Rückwärtsantriebsritzel 64 zu kuppeln. Um die Drehzahl der
getriebenen Welle 63 der Rückwärtsströmung B synchron oder nahezu synchron zu der Drehzahl des
Rückwärtsantriebsritzels 64 zu 'machen, ist eine Reibungskupplung 66 vorgesehen, welche das Rückwärtsantriebsritzel
64 mit der Welle 63 kuppelt, sobald die Rückwärtsströmunigskupplung B leer ist, so
daß die Schaltkupplung 65 die getriebene Welle 63 der Rückwärtsturbokupplung mit dem Rückwärtsantriebsritzel
64 kuppelt.
In diesem Falle dient zum Antrieb der getriebenen Welle der Rückwärtsströmungskuppluiig in der Rückwärtsrichtung
zur Kupplung der getriebenen Welle der Rückwärtsströmungskupplung mit dem Rückwärtsantriebsritzel
mittels der Schaltkupplung die Reibungskupplung und das Zahnrad der getriebenen
Welle sowie das Rückwärtsantriebsritzel. Ein Hilfsgetriebe ist hier also nicht vorgesehen.
Bei den anderen Ausführungsformen der Erfindung kann ebenfalls von dem Hilfsgetriebe zwischen der
Reibungskupplung und dem getriebenen Glied der Vorrichtung abgesehen werden, wenn die Reibungskupplung
unmittelbar die Kupplung der getriebenen Welle der Rückwärtsströmungskupplung mit dem
Rückwärtsa-ntriebsritzel bewirkt, um die Rückwärtsströmungskupplung
in Synchronismus oder nahezu in Synchronismus zu bringen und somit den Eingriff der
Schaltkupplung in das Rückwärtsantriebsritzel zu gestatten.
Claims (2)
1. Kraftübertragungserörichtung, insbesondere für Schiffsantriebe, mit mindestens einer Strömungskupplung
für den Vorwärtsantrieb eines getriebenen Gliedes und mindestens einer weiteren Strömungskupplung zum wahlweisen Vorwärtsoder
Rückwärtsantrieb dieses getriebenen Gliedes, deren getriebene Welle während des Vorwärtsantriebes
durch beide Kupplungen in entgegengesetztein Drehsinn mit Bezug auf ein weiteres
Getriebeglied umläuft, mit welchem sie im Rückwärtsantrieb gekuppelt ist, gekennzeichnet durch
ein mittels einer kraftschlüssigen Kupplung (12) zwischen diese getriebene Welle (6) und das getriebene
Glied (5) schaltbares Hilfsgetriebe (11, 13, 15), welches bewirkt, daß das getriebene Glied
der Kraf tübertraguingseinrichtung diese getriebene Welle der weiteren Strömungskupplung (Z?) mit
entsprechender Drehzahl im selben Drehsinn wie das Getriebeglied (7) antreibt.
2. KraftübertragUTigseinrichtunig nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die getriebene
Welle (63) der weiteren Strömungskupplung (B) mittels der kraftschlüssigen Kupplung
(66) unter Weglassung· eines Hilfsgetriebes unmittelbar mit dem weiteren Getriebeglied (64)
kuppelbar ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 880 855;
französische Patentschrift Nr. 668 364;
britische Patentschrift Nr. 632 861;
schweizerische Patentschriften Nr. 215 024,
438.
Deutsche Patentschrift Nr. 880 855;
französische Patentschrift Nr. 668 364;
britische Patentschrift Nr. 632 861;
schweizerische Patentschriften Nr. 215 024,
438.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
® 809 788/215 3.59
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1054301X | 1953-08-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1054301B true DE1054301B (de) | 1959-04-02 |
Family
ID=10870832
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DES40591A Pending DE1054301B (de) | 1953-08-31 | 1954-08-26 | Kraftuebertragungseinrichtung, insbesondere fuer Schiffsantriebe |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1054301B (de) |
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- 1954-08-26 DE DES40591A patent/DE1054301B/de active Pending
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