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Vorrichtung zur Schutzbehandlung von in den Boden einzutreibenden,
mit einer Spitze versehenen Pfählen Man ist bestrebt, dem Nutzholz, und zwar auch
dem in der Wald- und Forstwirtschaft zu verwendenden Holz, eine möglichst lange
Gebrauchsdauer zu geben. Soll der Holzschutz auch auf die für Zäune und Pfosten
benutzten Rundhölzer ausgedehnt werden, dann muß vor allen Dingen das Holzschutzmittel
billig und ohne umständliche Einrichtungen leicht anwendbar sein. Es sind seit langem
Imprägnierverfahren bekannt, die es ermöglichen, ohne komplizierte Vorrichtungen
Pfähle zu imprägnieren, z. B. das Einstellverfahren und - bei saftfrischen Hölzern
- das sogenannte Osmoseverfahren. Diese Art der Imprägnierung ist aber noch zu umständlich
und z. B. im unwegsamen, wasserarmen oder verkehrstechnisch ungünstigen Gelände
unwirtschaftlich. Es ist zwar versucht worden, diesen Umständen durch Umhüllen der
Pfähle in der Erdlochzone mit einer Holzschutzbandage Rechnung zu tragen. Ein derartiges
Verfahren ist aber deswegen verhältnismäßig teuer, weil so behandelte Pfähle nicht
in den Erdboden geschlagen werden können, wie es bei den Zaunpfählen in der Regel
üblich ist, sondern in vorher ausgehobene Löcher eingegraben werden müssen. Der
hohe Lohnanteil beim Arbeiten mit Bandagen macht dieses Verfahren selbst dann teuer
und darum oft unwirtschaftlich, wenn das verwendete Material billig ist.
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Die vorstehend in großen Zügen angegebenen Übelstände werden durch
die Erfindung beseitigt, die es ermöglicht, das Holz auf einfachste Weise zu schützen,
ohne daß durch die Schutzbehandlung eine ins Gewicht fallende 'Mehrarbeit aufgewendet
zu werden braucht und ohne daß die sogenannte »Fixierzeit« bei Verwendung wasserlöslicher
Salze abgewartet werden muß.
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Von den bisher bekannten Verfahren und Vorschlägen unterscheidet sich
die Erfindung vor allen Dingen durch eine vor dem Einschlagen oder durch das Einschlagen
über die Pfahlspitze zu ziehende, oben und gegebenenfalls auch unten offene tütenartige
Hülle aus sich beim Einschlagen des Pfahls an den Llmfang des eingeschlagenen Teils
legendem, zerreißfestem, feuchtigkeitsdichtem Material, deren dem Pfahl zugekehrte
Innenseite Träger eines auf Salzbasis gebildeten Holzschutzmittels ist oder auf
der ein Holzschutzmittelträger oder das während des Einschlagens einzufüllende Holzschutzmittel
liegt.
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Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigt Fig. 1 einen im
Erdreich sitzenden Pfahl mit einer das untere Ende umgebenden, im Erdreich liegenden
Schutzhülle im Längsschnitt, Fig. 2 einen im Erdreich sitzenden Pfahl mit einer
das untere Ende umgebenden, unten offenen Schutzhülle im Längsschnitt, die außen
von einem Haftering umgeben ist, Fig. 3 einen teilweise mit seinem unteren Ende
in das Erdreich eingetriebenen Pfahl vor seiner endgültigen Lage mit das untere
Ende umgebender, unten geschlossener Schutzhülle vor dem endgültigen Sitz im Erdreich,
Fig. 4 eine vorgeformte, auf einem Teil ihrer Länge in Längsrichtung geschlitzte
Schutzhülle aus starrem Material, z. B. Blech, und Fig. 5 eine auf dem Erdboden
ausgebreitete Schutzhülle vor dem Einschlagen des Pfahls mit darauf aufgesetztem
Pfahl.
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Bei der Ausführung gemäß Fig. 1 ist der im Erdreich 1 sitzende Teil
2 des durch Schläge auf seinen Kopf eingetriebenen Pfahls von einer Schutzhülle
3 umgeben, die unten geschlossen ist und die versclMeden ausgebildet sein kann.
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So kann sie nach einer Ausführungsform vollständig aus starrem Material,
z. B. perforiertem Blech, bestehen. Die Hülle ist vorteilhaft auf einem Teil ihrer
Länge in Längsrichtung mit einem oder mehreren Schlitzen 4 versehen. Eine solche
Ausführung zeigt die Fig. 4. Durch diese Schlitzanordnung wird erreicht, daß der
geschlitzte Teil der Hülle beim Eintreiben des Pfahls in den Boden durch den dabei
auf die Hülle ausgeübten Bodenseitendruck gegen den Pfahlumfang gedrückt wird. Die
Innenwand der Hülle ist vorteilhaft mit einem Holzschutzmittelträger verkleidet.
Dieser Holzschutzmittelträger, beispielsweise ein mit einem Holzschutzmittel. getränkter
Schaumstoff, wird vor dem Einsetzen des Pfahls in die Schutzhülle 3 eingebracht.
Abweichend
hiervon kann nur der untere zugespitzte Teils des Pfahls von einer starren Spitze,
z. B. Blechspitze, umgeben sein, während der übrige Teil der Schutzhülle aus schmiegsamem
Material besteht, das mit einem Holzschutzmittel belegt oder getränkt ist. Dieser
Teil ist dann erfindungsgemäß feuchtigkeitsdicht und möglichst zerreißfest.
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Nach einer weiteren Ausführung kann nur die Spitze 6 der Schutzhülle
3 aus starrem Material, z. B. Blech, bestehen, während der übrige Teil aus zerreißfestem,
feuchtigkeitsdichtem Material hergestellt ist und auf seiner Innenseite das Schutzmittel
7 trägt.
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Bei der Ausführung gemäß Fig.2 besteht die Schutzhülie3 aus schmiegsamem,
zerreißfestem, feuchtigkeitsdichtem Material und besitzt am unteren Ende eine Öffnung
B. Durch diese Öffnung 8 ragt die Spitze des zugespitzten Endes 5 des Pfahls hindurch.
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Der die Öffnung begrenzende Teil der Schutzhülle 3 kann fest an einem
Ring aus starrem Material sitzen, dessen Innnendurchmesser kleiner ist als der Pfahldurchmesser.
Es kann aber auch, wie im Beispiel dargestellt, ein Ring 10 lose über das
untere Ende der Schutzhülle3 gestreift werden, dessen Innendurchmesser kleiner als
der Durchmesser des Pfahls ist. Dieser Ring 10 wird beim Einschlagen des Pfahls
in das Erdreich von ihm mitgenommen und schiebt sich auf dem zugespitzten Ende 5
mehr oder minder nach oben. Seine Lage richtet sich nach seinem Innendurchmessser.
Er kann z. B. die in Fig. 2 ausgezogen, aber auch die gestrichelt wiedergegebene
Lage haben. Selbstverständlich sind auch andere Lagen denkbar. Seine Aufgabe besteht
darin, die Schutzhülle 3 festzuhalten und zu verhindern, daß sie sich beim Einschlagen
durch den Bodenwiderstand auf dem Pfahl nach oben verschiebt, so daß sie ihren Zweck
nicht mehr oder nur noch unvollkommen erfüllen kann, weil sie nicht oder nicht vollständig
in den Erdboden eingebracht wird. Ferner dichtet er das untere Ende der Hülle gegen
den Pfahl ab, so daß die entstehende Schutzmittellösung nicht unten abfließen kann.
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Fig.3 zeigt die Lage einer unten geschlossenen Schutzhülle und des
darin sitzenden Pfahls während des Einschlagens. Die Hülle 3, die hier ohne starre
Spitze dargestellt ist, weist in diesem Fall auf der Innenseite kein Holzschutzmittel
auf. Dieses wird vielmehr während des Einschlagens in Richtung des Pfeils A, beispielsweise
als Paste oder Lösung, eingefüllt und bildet dann die Schutzschicht 7. Selbstverständlich
kann in diesem Fall das untere Ende der Schutzhülle 3 auch, wie bei Fig. 1 beschrieben,
mit einer starren Spitze versehen sein. Es kann auch entsprechend Fig.2 offen sein.
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Fig.5 zeigt, wie eine nicht vorgeformte Schutzhülle aus schmiegsamem,
zerreißfestem, feuchtigkeitsdichtem Material in das Erdreich 1 eingebracht werden
kann. In diesem Beispiel ist angenommen, daß die auf dem Boden ausgebreitete Schutzhülle
3 in der :fitte eine Spitze 6 aus starrem Material, z. B. Blech, besitzt. Der Pfahl
wird dann mit seinem unteren Ende 5 in diese Spitze 6 eingesetzt und durch Schläge
auf den hopf in das Erdreich 1 getrieben. Dabei treibt er die Spitze 6 vor sich
her, wobei der sich an die Spitze anschließende, aus zerreißfestem, schmiegsamem,
feuchtigkeitsdichtem Material bestehende Teil in Richtung des Pfeils B gegen den
Umfang des Pfahls durch den Seitendruck des Erdreichs gedrückt wird. Die Spitze
6 kann auch so ausgebildet sein, daß sie sich über das ganze untere abgeschrägte
Ende 5 des Pfahls erstreckt. Sie kann auch fehlen. Die Schutzhülle 3 kann auch in
der Mitte eine Öffnung haben, in die dann der Pfahl mit seiner Spitze eingesetzt
wird. Diese Öffnung kann, wie weiter vorstehend dargelegt, fest mit einem Ring aus
starrem Material, z. B. einem Blechring, verbunden sein. Es kann aber auch ein derartiger
Ring, der in Fig. 2 mit 10 bezeichnet ist, lose auf das Erdreich 1 gelegt und dann
die Hülle 3 aus schmiegsamem, zerreißfestem, feuchtigkeitsdichtem Material mit ihrem
die Öffnung aufweisenden Ende in diesen Ring eingelegt werden, und zwar derart,
d.aß vorteilhaft dieses Ende nach unten über den Ring etwas vorsteht, indem es z.
B. über den unteren Rand des Ringes seitlich vorgezogen wird. und nun zwischen Ring
und Erdboden 1 liegt. Es genügt aber auch, wenn dieses Ende einfach in den Ring
hineinragt. Durch das Einschlagen des Pfahls wird der vom Pfahl mitgenommene Ring
etwa nach oben verschoben und drückt dann fest gegen das abgeschrägte Ende 5 des
Pfahls, wobei er das untere Ende der unten offenen Schutzhülle 3 festklemmt.
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In allen Fällen kann durch entsprechende Formgebung des Trägerstoffs
des Holzschutzmittels, also des feuchtigkeitsdichten, zerreißfesten, schmiegsamen
Stoffs, der die Hülle 3 bildet, verhindert werden, daß sich beim Einschlagen Falten
wie etwa bei einem Regenschirm bilden.
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Es ist bekannt, daß ein am Holz anliegendes Schutzmittel auf Salzbasis
auf dem Diffusionswege in das saftfrische Holz eindringt. Aber auch zum Schutz bereits
trocken gewordenen Holzes ist die Erfindung geeignet. Das Schutzsalz wird nur etwas
langsamer gelöst werden und in das Holz diffundieren, nämlich erst dann, wenn die
Erdfeuchtigkeit auf dem Wege über den vom Trägerstoff nicht bedeckten Pfahlteil
das Holz durchfeuchtet, wie es aus der Nachpflege von eingebauten hölzernen Freileitungsmasten
mit Bandagen hinlänglich bekannt ist.