DE106097C - - Google Patents

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DE106097C
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Germany
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reel
camera
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DENDAT106097D
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Classifications

    • G—PHYSICS
    • G03—PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03B—APPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B17/00—Details of cameras or camera bodies; Accessories therefor
    • G03B17/26—Holders for containing light sensitive material and adapted to be inserted within the camera

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Cameras Adapted For Combination With Other Photographic Or Optical Apparatuses (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 57: Photographs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. August 1898 ab.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine photographische Wechselkamera, bei der die Platten auf einem Band angeordnet sind, durch dessen Bewegung sie nach einander in die Belichtungsstellung gebracht werden. Derartige Kameras sind in den Patentschriften 72293 und 85153, Kl. 57, sowie in Pizzighelli's Handbuch der Photographie (2. Auflage, Band I, S. 132) bereits1 beschrieben. Die vorliegende Kamera unterscheidet sich von diesen dadurch, dafs bei ihr das Band nicht aus dem Belichtungsraume herausgezogen, sondern mit den Platten auf einem Haspel aufgewunden wird.
Eine derartige Kamera ist auf der beiliegenden Zeichnung in Fig. 1 im verticalen Längsschnitt dargestellt. Fig. 2 ist ein Längsschnitt durch die Kamera nach Entfernung des Haspels und des Plattenkastens. Fig. 3 ist ein horizontaler Längsschnitt durch die Kamera, Fig. 4 ein verticaler Querschnitt durch dieselbe. Fig. 5 zeigt in Ansicht die Lagerung des einen Achsenendes des Haspels. Fig. 6 bis 8 zeigen Details von Fig. 5. Fig. 9 zeigt die Einrichtung zum Einstellen der zu belichtenden Platte in den Brennpunkt. Fig. 10 zeigt in gröfserem Mafsstab einen Schnitt nach Linie 10-10 von Fig. 9. Fig. ι 1 ist eine Seitenansicht des Haspels. Fig. 12 zeigt die Verbindung der Platten mit dem Gewebestreifen und die Befestigung des letzteren in dem Plattenkasten. Fig. 13 zeigt eine der Platten und einen Theil des Gewebestreifens. Fig. 14 ist ein Schnitt nach Linie 14-14 von Fig. 13.
Die Kamera besteht aus einem Gehäuse 15 mit der üblichen Linse r'6 und einer abnehmbaren hinteren Wand 17. In der Vorderwand der Kamera ist eine Thür 18 angebracht, um das Einschieben des Plattenkastens 19 in die Kamera zu ermöglichen. Der Plattenkasten 19 ist mit einer geneigten flachen Wand 20 versehen, welche zu einer Klappe 21 führt, durch welche die lichtempfindlichen Platten 22 hindurchgezogen werden. Diese Platten 22 sind in undurchsichtigen Rahmen 23 angeordnet, welche auf einen undurchsichtigen Gewebestreifen 24 aufgeklebt oder in sonst geeigneter Weise an demselben befestigt sind,, und zwar in der Weise, dafs der Gewebestreifen 24 annähernd mit der Hälfte eines jeden Rahmens 23 verbunden ist, wie dies am besten aus Fig. 14 zu ersehen ist, so dafs die Platten in der aus Fig. ι und 12 ersichtlichen Weise aufeinander gestapelt werden können. Das innere Ende des Gewebestreifens ist in dem Kasten 19 befestigt, welcher in den Führungsleisten 25, die in dem Innern der Kamera angebracht sind, geführt wird. Eine von einer Feder beeinfiufste Platte 26 legt sich gegen das innere Ende des Kastens 19, um seine Bewegung nach innen zu begrenzen, und legt sich auch gegen die Klappe 21, um diese für gewöhnlich zu schliefsen, während sie das Oeffnen derselben gestattet, wenn eine Platte aus dem Kasten 19 herausgezogen wird.
Der Haspel, auf welchen die Platten aufgewunden werden, besitzt einen flachen Haupttheil 27, an dessen Enden Flantschen 28 abnehmbar befestigt sind. Durch Drehen .des Haspels werden die Platten oder Gewebestreifen nach einander auf beide Seiten des Haupttheiles 27 aufgewickelt, wie dies am besten aus Fig. 1 zu ersehen ist, so dafs jede
Platte den durch die Linse 16 einfallenden Lichtstrahlen zur Belichtung ausgesetzt werden kann. Der Haspel ist abnehmbar auf einer Welle 30 befestigt, welche durch den Haupttheil 27 des Haspels hindurchgeht und an ihrem einen Ende mit einem Vierkant versehen ist, so dafs sie mit dem Haspel verbunden wird und dieser an der Drehung der Welle theilnehmen mufs. Das andere Ende der Welle ist mit einer Handhabe zum Drehen der Welle versehen. Das vierkantige Ende der Welle 30 greift in eine Platte 31 (Fig. 2, 3 und 4) ein, welche in der linken Wand der Kamera verschiebbar ist und durch eine Feder 32 gegen das Objectiv gezogen wird. Das vierkantige Ende der Welle ist ferner mit einem Sperrrad 33 versehen, in welches eine Sperrklinke 34 eingreift, um eine Rückwärtsdrehung des Haspels an der Welle zu verhindern. Das andere Ende der Welle ruht in einer verschiebbaren Platte 35, welche durch eine Feder 36 gegen das Objectiv gezogen wird. In die rechte Aufsenwand der Kamera ist ein feststehendes Gehäuse 37 eingelassen, welches einen Längsschlitz besitzt, durch den die Welle 3,0 hindurchgeht. In diesem Gehäuse ist eine Deckplatte 38 verschiebbar, welche eine Oeffnung für den Durchgang der Welle besitzt, so dafs die Platte 38 an der Verschiebung der Welle theilnimmt. Die Welle ist mit einem Flantsch 39 versehen, welche in eine verschiebbare, in dem Gehäuse 37 angeordnete Sperrplatte 40 eingreift, so dafs in dieser Stellung die Welle an einer achsialen Verschiebung verhindert wird. Durch Drehen der Welle wird der Haspel gedreht, und wenn der Flantsch 39 mit der Sperrplatte 40 aufser Eingriff gebracht ist, kann die Welle aus dem Haspel herausgezogen werden, so dafs · letzterer aus der Kamera herausgenommen werden kann. Der Haspel ist, wie aus obiger Darstellung hervorgeht, so angeordnet, dafs er gedreht werden kann, um die Platten aufzuwickeln, und ebenso, dafs er in der Kamera vor- und zurückbewegt werden kann, um das Einstellen der zu belichtenden Platten zu ermöglichen. Die Federn 32 und 36 sind bestrebt, den Haspel nach vorn zu ziehen, während die Rückwärtsbewegung des Haspels durch einen Rahmen 42 bewirkt wird, welcher um die Welle 43 drehbar ist. Letztere ist im oberen Theil der Kamera angebracht und reicht quer durch dieselbe hindurch. Die Welle 43 tritt durch die linke Wandung des Gehäuses 15 nach aufsen und ist mit einer Kurbel 44 (Fig. 9 und 10) versehen, welche in einem in der Aufsenwand des Gehäuses angebrachten segmentförmigen Ausschnitt drehbar ist. Die Kurbel 44 liegt unterhalb der Lederbekleidung der Kamera und ist mit einem Handknopf 47 versehen, der durch einen bogenförmigen Schlitz dieser Lederbekleidung hindurchtritt. Unterhalb des Schlitzes 48 ist eine bogenförmige Platte angebracht, welche an den Enden mit je einer Vertiefung versehen ist, in welche der von einer Feder beeinflufste Stift 51 hineinspringt, so dafs die Kurbel 44 in ihren Endstellungen festgestellt wird. Wenn die Kurbel 44, wie in Fig. 9 und 10 dargestellt, nach unten gedreht ist, nimmt der Rahmen 42 die in Fig. 1, 3 und 4 dargestellte Lage ein, während er, wie in Fig. 2 dargestellt, angehoben wird, wenn die Kurbel 44 in ihre obere Stellung gebracht wird. Wenn der Rahmen 42, wie in Fig. 1 dargestellt, zurückgeschoben wird, so schiebt er den Haspel entgegen der Wirkung der Federn 32 und 36 so weit zurück, dafs die vordere Platte in der Brennebene liegt. Wird der Rahmen 42 nach oben ge^· dreht, wie in Fig. 2 dargestellt, so kann der Haspel eine halbe Umdrehung machen, um eine andere Platte in Belichtungsstellung zu bringen.
Die Wirkungsweise der Kamera ist wie folgt: Nachdem der Plattenkasten 19 in das Gehäuse 15 hineingeschoben und der Gewebestreifen 24 an dem Haspel befestigt ist, wird der Haspel gedreht, um das überschüssige Ende des Gewebestreifens aufzuwickeln. Wenn die erste Platte auf die Vorderseite des Haspels gelangt, wird die Drehung desselben unterbrochen und der Rahmen 42 wird nach unten gedreht, um die Platte in den Brennpunkt des Objectivs zu bringen. Mittels eines (auf der Zeichnung nicht dargestellten) Verschlusses kann dann die Belichtung der Platte erfolgen. Der Haspel wird danach um eine halbe Umdrehung gedreht, um eine zweite Platte in Belichtungsstellung zu bringen, der Rahmen wird sodann wieder nach unten gedreht, um die Platte einzustellen, und dieses Spiel wiederholt sich, bis alle Platten aus dem Kasten 19 herausgezogen und auf den Haspel aufgewickelt sind. Nachdem alle Platten belichtet sind, kann der Haspel nach Herausziehen der Welle 30 aus der Kamera herausgenommen werden. Der Gewebestreifen 24 ist undurchsichtig und besitzt, wie aus Fig. 12 zu ersehen, an beiden Enden überschüssiges Material, so dafs die Platten, wenn die Enden des Gewebestreifeps auf den Haspel aufgewickelt sind, völlig gegen Licht geschützt sind. Die die Platten enthaltenden Kasten 19 sind so verschlossen, dafs das Eindringen von Licht verhütet wird, das eine Ende des Gewebestreifens ragt jedoch aus dem Kasten heraus, so dafs man dasselbe an dem Haspel, befestigen kann. Wenn letzterer darin gedreht wird, wird der leicht lösbare Verschlufs des Kastens geöffnet, so dafs die Klappe 21 sich öffnen kann und die Platten aus dem Kasten herausgezogen werden können. Wenn ein voller Haspel aus der Kamera herausgenommen wird, wird ein leerer Haspel ein-
gesetzt und das Ende des Gewebestreifens eines neuen Plattenkastens in der beschriebenen Weise am Haspel befestigt. Zu jeder Kamera gehört eine Anzahl von Haspeln. Die Haspeln sind mit abnehmbaren Seitenflantschen 28 versehen, so dafs sie, ohne viel Platz zu beanspruchen, aufgestapelt werden können. Das Auswechseln der Platten kann auf diese Weise bei Tageslicht geschehen, ohne dafs eine Beschädigung der Platten durch Licht zu befürchten wäre.

Claims (3)

  1. Patent-AnSprüche:
    ι . Photographische Wechselkamera mit fortlaufend auf einem Band befestigten lichtempfindlichen Platten, dadurch gekennzeichnet, dafs das Band mit den Platten auf einem drehbaren, flachen Haspel aufgewunden wird, der zugleich als Unterlage für die Platten bei der Belichtung dient.
  2. 2. Photographische Wechselkamera der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher der die Platten aufnehmende Haspel in der Längsrichtung der Kamera verschiebbar angeordnet ist und durch einen drehbaren Rahmen entgegen der Wirkung von Federn so zurückgeschoben werden kann, dafs die auf der Vorderseite des Haspels liegende Platte bei der Belichtung in der Bildebene liegt.
  3. 3. Photographische Wechselkamera der unter 1. gekennzeichneten Art, bei welcher die Welle des Haspels seitwärts herausgezogen werden kann, um das Herausnehmen des Haspels zu ermöglichen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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