DE1063406B - Verfahren zur Messung des Staubens von Papier - Google Patents

Verfahren zur Messung des Staubens von Papier

Info

Publication number
DE1063406B
DE1063406B DEB42929A DEB0042929A DE1063406B DE 1063406 B DE1063406 B DE 1063406B DE B42929 A DEB42929 A DE B42929A DE B0042929 A DEB0042929 A DE B0042929A DE 1063406 B DE1063406 B DE 1063406B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
paper
dusting
rotor
clamped
rotating
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEB42929A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr-Ing Walter Brecht
Dipl-Ing Claus Globig
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
WALTER BRECHT DR ING
CLAUS GLOBIG DIPL ING
Original Assignee
WALTER BRECHT DR ING
CLAUS GLOBIG DIPL ING
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by WALTER BRECHT DR ING, CLAUS GLOBIG DIPL ING filed Critical WALTER BRECHT DR ING
Priority to DEB42929A priority Critical patent/DE1063406B/de
Publication of DE1063406B publication Critical patent/DE1063406B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N33/00Investigating or analysing materials by specific methods not covered by groups G01N1/00 - G01N31/00
    • G01N33/34Paper
    • G01N33/346Paper sheets

Landscapes

  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Immunology (AREA)
  • Pathology (AREA)
  • Investigating Or Analysing Materials By Optical Means (AREA)

Description

  • Verfahren zur Messung des Staubens von Papier Das Stauben von Papier wird dadurch hervorgerufen, daß aus der Oberfläche und den Schnittkanten des Papiers durch Reibungs-, Scherungs-, Biegungs-, Schüttel- oder Stoßkräfte kleine, nur locker gebundene Teilchen, wie Fasern, Faserbruchstücke, Füllstoff-, Leim- und Strichpartikeln, ausgelöst werden. Besonders beim Bedrucken des Papiers führt das Stauben zu manchmal recht unangenehmen Störungen.
  • Die zum Teil auch erst beim Lauf des Papiers durch die Druckmaschine freigesetzten, unter Umständen durch elektrische Aufladung des Papiers an der Oberfläche und den Schnittkanten haftenden Partikeln scheiden sich entweder schon vor dem eigentlichen Bedrucken an verschiedenen Stellen der Druckmaschine ab oder liegen lose auf der Papieroberfläche, von der sie durch Adhäsion auf die druckenden und die nicht druckenden Stellen der Druckform, beim Offsetverfahren über ein Gummituch, übergehen. Sie beeinflussen die Druckform nachteilig, mindern die Güte des Druckbildes und machen bei zu starker Anreicherung die Druckfarbe unbrauchbar, ohne daß aber auf dem gedruckten Text oder Bild unbedingt Negative der abgehobenen Partikeln zu sehen sind und ohne daß sich das Stauben als solches schon nach dem ersten bedruckten Bogen zu erkennen gibt. Um die Druckqualität aufrechtzuerhalten, müssen Druckform, Gummituch und Farbwalzen häufig gewaschen bzw. muß im schlimmsten Falle die Farbe gewechselt werden, was Maschinenstillstände und damit erhöhte I(osten bedingt. Sowohl dem Papierhersteller als auch dem Drucker wäre daher mit einem Verfahren gedient, mit dem man schon vor dem Druckvorgang bestimmen kann, ob und in welchem Maße ein Papier zum Stauben neigt.
  • Zur Bestimmung des Staubens von Papier sind schon verschiedene Verfahren und zu deren Durchführung Geräte vorgeschlagen worden, die jedoch schwerwiegende Nachteile aufweisen, denn einige Methoden sind subjektiven Einflüssen unterworfen, wie andere das Papier zu stark (z. B. durch einen Schaber) oder zu schwach beanspruchen usw.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Messung der tatsächlichen Staubungsneigung von Papier, da es die Voraussetzungen bietet, das Papier weder zu scharf noch zu schwach zu beanspruchen, und da (im Gegensatz zu Schab-, Abrieb- oder Scheuerverfahren) die aus dem Papier ausgelöste Stauhmenge mit steigender relativer Luftfeuchtigkeit abnimmt und mit der Zahl der Beanspruchungszyklen immer weniger ansteigt. Das erfindungsgemäße Verfahren ist darüber hinaus allgemein durchführbar, d. h. daß es mit diesem Verfahren möglich ist, den gesamten, weiten Bereich der industriell hergestellten Papiere im Hinblick auf das Stauben unter den gleichen Prüf- bedingungen meßtechnisch sicher zu erfassen, wie andererseits auch relativ kleine Papierproben verwendet werden können.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß durch zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch in einen Rotor eingespannte, relativ wenig biegesteife, elastisch flache Bürsten die Oberfläche des zu prüfenden Papiers, das auf zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch zum Rotor angeordnete zylindrische Bolzen aufgespannt ist, in mehr oder minder schneller Folge einer intermittierenden dynamischen leichten Stoß- und Reibbeanspruchung unterzogen wird, wobei die lockeren Papierpartikeln nicht nur ausgelöst, sondern auch - noch unterstützt durch Fliehkräfte -auf die Innenwände eines das Beanspruchungssystem umschließenden runden Topfes abgeschieden werden, von wo sie anschließend mit Hilfe von speziell ausgebildeten Abnahmekörperchen, die mit Samt oder ähnlichem Material überzogen sind, bei Rotation des Topfes durch Abstreifen zur Abnahme und dann mit diesen in bekannter Weise zur Wägung gelangen.
  • Die Fig. 1 und 2 zeigen in einem Beispiel, wie die wesentlichsten für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendigen Elemente am zweckmäßigsten ausgebildet werden.
  • Rotierende flache Bürsten 1, axialsymmetrisch in einen Rotor 3 eingespannt, bestehen aus wenig biegesteifen Borsten synthetischen Materials, wie z. B.
  • Polyamiden, Polyurethanen od. dgl., die hinsichtlich ihrer Länge, Dicke, Biegesteifigkeit und Anzahl gleich sind. Die Länge der Borsten soll dabei so gewählt werden, daß der Abstand der Borstenenden von der Rotorachse nicht größer ist als der von der Rotorachse zum Mittelpunkt der die Papierproben tragenden und zum Zweck einer gleichmäßigen Beanspruchung derselben rotierenden zylindrischen Bolzen 51, die axialsymmetrisch zum Rohr 3 angeordnet sind und auf die das zu prüfende Papier 41 aufgespannt ist. Der Schaft des Rotors 3 ist ebenso wie die Schäfte der Bolzen 51 durch den Deckel 6 des Gerätes hindurchgeführt. Der Rotor 3 wird von einem Motor mit variabler Drehzahl angetrieben, wobei auch die Drehung der Bolzen 51 über Zahnradgetriebe durch den gleichen Motor erfolgen kann.
  • Ein das Beanspruchungssystem umgebender runder Topf 2 ist konzentrisch angeordnet. Der auf die Innenwände abgeschiedene Papierstaub wird, bei Rotation des Topfes, durch zylindrische, mit Samt od. dgl. überzogene Formkörper abgestreift.
  • Wegen der Verwendung von Samt als hygroskopisches Material für den Überzug der Stauhabnahmekörperchen ist es notwendig, bei den Wägungen der Abnahmekörper vor und nach der Staub abnahme auch auf der rechten Waagschale die gleichen Abnahmekörper wie links aufzustellen, allerdings rechts ohne Papierstauh, um Fehler infolge unvermeidlicher Schwankungen der relativen Feuchtigkeit der Luft des Klimaraumes, in dem die Staubungsmessungen grundsätzlich ausgeführt werden müssen, so klein wie möglich zu halten.
  • Die Beurteilung des gesammelten Papierstaubes ist nicht allein auf das Wiegen beschränkt, sondern kann durch mikrophótographische Aufnahmen des Staubes sowie durch Mikro-Aschegehaltsbestimmungen ergänzt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Messung des Staubens von Papier, dadurch gekennzeichnet, daß durch zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch in einen Rotor eingespannte, relativ wenig biegesteife, elastische flache Bürsten die Oberfläche des zu prüfenden Papiers, das auf zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch zum Rotor angeordnete zylindrische Bolzen aufgespannt ist, in mehr oder minder schneller Folge einer intermittierenden dynamischen leichten Stoß- und Reibbeanspruchung unterzogen wird, wobei die lockeren Papierpartikeln nicht nur ausgelöst, sondern auch noch unterstützt durch Fliehkräfte - auf die Innenwände eines das Beanspruchungssystem umschließenden runden Topfes abgeschieden werden, von wo sie anschließend mit Hilfe von speziell ausgebildeten Abnahmekörperchen, die mit Samt oder ähnlichem Material überzogen sind, bei Rotation des Topfes durch Abstreifen zur Abnahme und dann mit diesen in bekannter Weise zur Wägung gelangen. ~~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 550196.
DEB42929A 1956-12-24 1956-12-24 Verfahren zur Messung des Staubens von Papier Pending DE1063406B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB42929A DE1063406B (de) 1956-12-24 1956-12-24 Verfahren zur Messung des Staubens von Papier

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB42929A DE1063406B (de) 1956-12-24 1956-12-24 Verfahren zur Messung des Staubens von Papier

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1063406B true DE1063406B (de) 1959-08-13

Family

ID=6966887

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB42929A Pending DE1063406B (de) 1956-12-24 1956-12-24 Verfahren zur Messung des Staubens von Papier

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1063406B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4898037A (en) * 1987-07-20 1990-02-06 The Wiggins Teape Group Limited Method and apparatus for determining the propensity of a paper or board to dust

Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE550196C (de) * 1930-02-23 1932-05-06 Fuess Vorm J G Greiner Jr & Ge Verfahren zur Feststellung der Bedruckfaehigkeit von Papier durch Ermittlung des Staeubungsgrades daran

Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE550196C (de) * 1930-02-23 1932-05-06 Fuess Vorm J G Greiner Jr & Ge Verfahren zur Feststellung der Bedruckfaehigkeit von Papier durch Ermittlung des Staeubungsgrades daran

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4898037A (en) * 1987-07-20 1990-02-06 The Wiggins Teape Group Limited Method and apparatus for determining the propensity of a paper or board to dust

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE7021649U (de) Entwicklervorrichtung.
WO1991017309A1 (de) Vorrichtung zum beschichten einer materialbahn, insbesondere einer papier- oder kartonbahn
DE4040250C1 (de)
DE2360988C2 (de) Vorrichtung zur Ermittlung der Zügigkeit von Farben, insbesondere Druckfarben
DE1063406B (de) Verfahren zur Messung des Staubens von Papier
CH657315A5 (de) Vorrichtung zum zufuehren von farbe an die druckplatte einer druckmaschine.
DE69925370T2 (de) Verfahren und vorrichtung zum beschichten eines substrats mit einer lösung
DE2948486C2 (de) Farb- und Feuchtwerk für eine Rotationsoffsetdruckmaschine
DE1077960B (de) Vorrichtung zum fortlaufenden Entfernen des Staubes von Papierbahnen oder -bogen
DE69209252T2 (de) Vereinzelungselement für Papierblätter für Vorrichtung zum Zuführen von Papierblättern
DE3740044A1 (de) Vorrichtung zum abnehmen von verunreinigungen von einem bedruckstoff
DE2435069C3 (de) Vorrichtung zur Bestimmung der Scher- und Teilungskräfte, die in einer Flüssigkeitsschicht zwischen sich drehenden Walzen auftreten
EP0464617A1 (de) Farbübertragungsrolle
DE2102634A1 (de) Elektrografisches Druckwerk mit vermindertem Anpreßdruck zwischen Speichertrommel und Andruckwalze
DE2055897A1 (de) Druckerpresse und Druckverfahren
DE3045195C2 (de) Prüfvorrichtung für Kurzschlußläufer
DE102006051314A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Überprüfung der Oberflächenqualität von beschichteten oder unbeschichteten Substraten
DE550196C (de) Verfahren zur Feststellung der Bedruckfaehigkeit von Papier durch Ermittlung des Staeubungsgrades daran
DE2026279A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ein reiben oder Verreiben von Flüssigkeiten oder Pasten auf Oberflachen
DE216591C (de)
DE1473796A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen,insbesondere elektronischen Messen von Schichtstaerken
DE1957728A1 (de) Walze zum Saeubern von Druckplatten sowie Werkstoff und Verfahren zur Herstellung der Walze
DE1561492A1 (de) Vorrichtung zum Auftragen von Leimpunkten auf laufende Materialbahnen
DE673093C (de) Vorrichtung zur Pruefung der Arbeitsweise und Ermittlung der Leistung von Feuchtmaschinen, insbesondere fuer Papierbahnen
DE723403C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Feststellung des Zustandes der Trocknung von Lackueberzuegen