DE1063406B - Verfahren zur Messung des Staubens von Papier - Google Patents
Verfahren zur Messung des Staubens von PapierInfo
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Description
- Verfahren zur Messung des Staubens von Papier Das Stauben von Papier wird dadurch hervorgerufen, daß aus der Oberfläche und den Schnittkanten des Papiers durch Reibungs-, Scherungs-, Biegungs-, Schüttel- oder Stoßkräfte kleine, nur locker gebundene Teilchen, wie Fasern, Faserbruchstücke, Füllstoff-, Leim- und Strichpartikeln, ausgelöst werden. Besonders beim Bedrucken des Papiers führt das Stauben zu manchmal recht unangenehmen Störungen.
- Die zum Teil auch erst beim Lauf des Papiers durch die Druckmaschine freigesetzten, unter Umständen durch elektrische Aufladung des Papiers an der Oberfläche und den Schnittkanten haftenden Partikeln scheiden sich entweder schon vor dem eigentlichen Bedrucken an verschiedenen Stellen der Druckmaschine ab oder liegen lose auf der Papieroberfläche, von der sie durch Adhäsion auf die druckenden und die nicht druckenden Stellen der Druckform, beim Offsetverfahren über ein Gummituch, übergehen. Sie beeinflussen die Druckform nachteilig, mindern die Güte des Druckbildes und machen bei zu starker Anreicherung die Druckfarbe unbrauchbar, ohne daß aber auf dem gedruckten Text oder Bild unbedingt Negative der abgehobenen Partikeln zu sehen sind und ohne daß sich das Stauben als solches schon nach dem ersten bedruckten Bogen zu erkennen gibt. Um die Druckqualität aufrechtzuerhalten, müssen Druckform, Gummituch und Farbwalzen häufig gewaschen bzw. muß im schlimmsten Falle die Farbe gewechselt werden, was Maschinenstillstände und damit erhöhte I(osten bedingt. Sowohl dem Papierhersteller als auch dem Drucker wäre daher mit einem Verfahren gedient, mit dem man schon vor dem Druckvorgang bestimmen kann, ob und in welchem Maße ein Papier zum Stauben neigt.
- Zur Bestimmung des Staubens von Papier sind schon verschiedene Verfahren und zu deren Durchführung Geräte vorgeschlagen worden, die jedoch schwerwiegende Nachteile aufweisen, denn einige Methoden sind subjektiven Einflüssen unterworfen, wie andere das Papier zu stark (z. B. durch einen Schaber) oder zu schwach beanspruchen usw.
- Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht die Messung der tatsächlichen Staubungsneigung von Papier, da es die Voraussetzungen bietet, das Papier weder zu scharf noch zu schwach zu beanspruchen, und da (im Gegensatz zu Schab-, Abrieb- oder Scheuerverfahren) die aus dem Papier ausgelöste Stauhmenge mit steigender relativer Luftfeuchtigkeit abnimmt und mit der Zahl der Beanspruchungszyklen immer weniger ansteigt. Das erfindungsgemäße Verfahren ist darüber hinaus allgemein durchführbar, d. h. daß es mit diesem Verfahren möglich ist, den gesamten, weiten Bereich der industriell hergestellten Papiere im Hinblick auf das Stauben unter den gleichen Prüf- bedingungen meßtechnisch sicher zu erfassen, wie andererseits auch relativ kleine Papierproben verwendet werden können.
- Das erfindungsgemäße Verfahren besteht darin, daß durch zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch in einen Rotor eingespannte, relativ wenig biegesteife, elastisch flache Bürsten die Oberfläche des zu prüfenden Papiers, das auf zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch zum Rotor angeordnete zylindrische Bolzen aufgespannt ist, in mehr oder minder schneller Folge einer intermittierenden dynamischen leichten Stoß- und Reibbeanspruchung unterzogen wird, wobei die lockeren Papierpartikeln nicht nur ausgelöst, sondern auch - noch unterstützt durch Fliehkräfte -auf die Innenwände eines das Beanspruchungssystem umschließenden runden Topfes abgeschieden werden, von wo sie anschließend mit Hilfe von speziell ausgebildeten Abnahmekörperchen, die mit Samt oder ähnlichem Material überzogen sind, bei Rotation des Topfes durch Abstreifen zur Abnahme und dann mit diesen in bekannter Weise zur Wägung gelangen.
- Die Fig. 1 und 2 zeigen in einem Beispiel, wie die wesentlichsten für die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens notwendigen Elemente am zweckmäßigsten ausgebildet werden.
- Rotierende flache Bürsten 1, axialsymmetrisch in einen Rotor 3 eingespannt, bestehen aus wenig biegesteifen Borsten synthetischen Materials, wie z. B.
- Polyamiden, Polyurethanen od. dgl., die hinsichtlich ihrer Länge, Dicke, Biegesteifigkeit und Anzahl gleich sind. Die Länge der Borsten soll dabei so gewählt werden, daß der Abstand der Borstenenden von der Rotorachse nicht größer ist als der von der Rotorachse zum Mittelpunkt der die Papierproben tragenden und zum Zweck einer gleichmäßigen Beanspruchung derselben rotierenden zylindrischen Bolzen 51, die axialsymmetrisch zum Rohr 3 angeordnet sind und auf die das zu prüfende Papier 41 aufgespannt ist. Der Schaft des Rotors 3 ist ebenso wie die Schäfte der Bolzen 51 durch den Deckel 6 des Gerätes hindurchgeführt. Der Rotor 3 wird von einem Motor mit variabler Drehzahl angetrieben, wobei auch die Drehung der Bolzen 51 über Zahnradgetriebe durch den gleichen Motor erfolgen kann.
- Ein das Beanspruchungssystem umgebender runder Topf 2 ist konzentrisch angeordnet. Der auf die Innenwände abgeschiedene Papierstaub wird, bei Rotation des Topfes, durch zylindrische, mit Samt od. dgl. überzogene Formkörper abgestreift.
- Wegen der Verwendung von Samt als hygroskopisches Material für den Überzug der Stauhabnahmekörperchen ist es notwendig, bei den Wägungen der Abnahmekörper vor und nach der Staub abnahme auch auf der rechten Waagschale die gleichen Abnahmekörper wie links aufzustellen, allerdings rechts ohne Papierstauh, um Fehler infolge unvermeidlicher Schwankungen der relativen Feuchtigkeit der Luft des Klimaraumes, in dem die Staubungsmessungen grundsätzlich ausgeführt werden müssen, so klein wie möglich zu halten.
- Die Beurteilung des gesammelten Papierstaubes ist nicht allein auf das Wiegen beschränkt, sondern kann durch mikrophótographische Aufnahmen des Staubes sowie durch Mikro-Aschegehaltsbestimmungen ergänzt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Messung des Staubens von Papier, dadurch gekennzeichnet, daß durch zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch in einen Rotor eingespannte, relativ wenig biegesteife, elastische flache Bürsten die Oberfläche des zu prüfenden Papiers, das auf zwei oder mehrere rotierende, symmetrisch zum Rotor angeordnete zylindrische Bolzen aufgespannt ist, in mehr oder minder schneller Folge einer intermittierenden dynamischen leichten Stoß- und Reibbeanspruchung unterzogen wird, wobei die lockeren Papierpartikeln nicht nur ausgelöst, sondern auch noch unterstützt durch Fliehkräfte - auf die Innenwände eines das Beanspruchungssystem umschließenden runden Topfes abgeschieden werden, von wo sie anschließend mit Hilfe von speziell ausgebildeten Abnahmekörperchen, die mit Samt oder ähnlichem Material überzogen sind, bei Rotation des Topfes durch Abstreifen zur Abnahme und dann mit diesen in bekannter Weise zur Wägung gelangen. ~~~~~~~~ In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 550196.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB42929A DE1063406B (de) | 1956-12-24 | 1956-12-24 | Verfahren zur Messung des Staubens von Papier |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB42929A DE1063406B (de) | 1956-12-24 | 1956-12-24 | Verfahren zur Messung des Staubens von Papier |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1063406B true DE1063406B (de) | 1959-08-13 |
Family
ID=6966887
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB42929A Pending DE1063406B (de) | 1956-12-24 | 1956-12-24 | Verfahren zur Messung des Staubens von Papier |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1063406B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4898037A (en) * | 1987-07-20 | 1990-02-06 | The Wiggins Teape Group Limited | Method and apparatus for determining the propensity of a paper or board to dust |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE550196C (de) * | 1930-02-23 | 1932-05-06 | Fuess Vorm J G Greiner Jr & Ge | Verfahren zur Feststellung der Bedruckfaehigkeit von Papier durch Ermittlung des Staeubungsgrades daran |
-
1956
- 1956-12-24 DE DEB42929A patent/DE1063406B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE550196C (de) * | 1930-02-23 | 1932-05-06 | Fuess Vorm J G Greiner Jr & Ge | Verfahren zur Feststellung der Bedruckfaehigkeit von Papier durch Ermittlung des Staeubungsgrades daran |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4898037A (en) * | 1987-07-20 | 1990-02-06 | The Wiggins Teape Group Limited | Method and apparatus for determining the propensity of a paper or board to dust |
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