DE1085663B - Verfahren zum Haerten von insbesondere photographischen Leim- und Gelatineschichten - Google Patents
Verfahren zum Haerten von insbesondere photographischen Leim- und GelatineschichtenInfo
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- C08G—MACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
- C08G59/00—Polycondensates containing more than one epoxy group per molecule; Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups
- C08G59/18—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing
- C08G59/20—Macromolecules obtained by polymerising compounds containing more than one epoxy group per molecule using curing agents or catalysts which react with the epoxy groups ; e.g. general methods of curing characterised by the epoxy compounds used
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Description
- Verfahren zum Härten von insbesondere photographischen Leim-und Gelatineschichten Bei der Herstellung von insbesondere photographischen Leim- und Gelatineschichten-ist zur Härtung und zur Verhinderung der Quellung und bzw. oder des Abschmelzens in den Behandlungsbädern, besonders bei höherer Temperatur, eine große Anzahl von Härtungsmitteln bekanntgeworden, z. B. Aldehyde, Diketone, anorganische Härtungsmittel wie Chromsalze und weitere Verbindungen. Um eine möglichst sofort nach dem Vergießen und Trocknen der Emulsion wirksame Härtung zu erhalten oder eine Änderung der Härtungseigenschaften und damit der photographischen Charakteristik der Schicht während der Lagerung zu vermeiden, wurde der Zusatz von Härtungsbescbleunigern zu den bekannten Härtungsmitteln verwendet.
- Es wurde nun, besonders für photographische Schichten, eine neue Klasse von Härtungsmitteln gefunden, die dadurch gekennzeichnet sind, daß sie mindestens zwei Epoxygruppen enthalten. Vorzugsweise kommen solche Substanzen zur Anwendung, die der Formel (Z) o-Y entsprechen, in der n = O oder eine ganze Zahl, vorzugsweise 1, m = O oder 1, o = 2, 3, 4 usw., vorzugsweise 2, und Y = Sauerstoff oder Schwefel oder einen mindestens zwei freie Valenzen 1,2-5,6-Hexandiendioxyd, 1,2-5,6-Di-epoxydo-hexan, Diglycidyl Diglycidylmalonsäurediäthylester Di-(ß,y-oxydopropyl)-äther, Diglycidäther enthaltenden aliphatischen Kohlenwasserstoff, einen Äther, ein Keton oder Sulfon oder eines ihrer Derivate oder einen mindestens zwei freie Valenzen besitzenden aliphatischen Dicarbonsäure- oder Disulfosäurerest oder einen Alkylendicarbamidsäurerest oder einen Cyanursäurerest oder einen Rest einer Säure wie Kohlensäure, schweflige Säure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Organophosphorsäure, Organokieselsäure darstellt.
- Als Beispiele derartiger Verbindungen seien angeführt: Die vorstehende Aufstellung stellt keinerlei Begrenzung im Sinne der Erfindung dar.
- Die Verbindungen können nach Verfahren hergestellt werden, wie sie z. B. in den Berichten der Deutschen Chemischen Gesellschaft, 10, S. 556 (1887), Journ. Am. Chem. Soc., 1953, S. 1733, und in den deutschen Patentschriften 871255, 676117, 831726, der französischen Patentschrift 1 132 036, den USA. - Patentschriften 2136 928, 2 467171, 2 469 684, 2 741607, 2 826 592 niedergelegt sind.
- Als weitere Beispiele für die Herstellung der zur Ausübung des Verfahrens nach der Erfindung geeigneten Substanzen seien genannt: a) Bernsteinsäurediglycidester Bei 0 bis 5°C läßt man zu einem Gemisch von 148 g Glycid (2 Mol), 202 g Triäthylamin und 500 cm3 über Natrium getrocknetem Toluol unter gutem Rühren 150 g Succinylcblorid zutropfen. Man rührt noch einige Stunden bei 0 bis 10°C weiter, filtriert und erhält den Bernsteinsäurediglycidester nach dem Abdestillieren des Toluols bei 50°C im Vakuum als viskoses Öl.
- b) Phenyltriglycidylsihkat In ein Gemisch von 222 g Glycid und 303 g Triäthylamin in 1000 em3 Toluol läßt man 210 g Phenyltrichlorsüan in 500 cm3 Toluol bei 0 bis 10°C langsam zutropfen. Man rührt 2 Stunden im Eis weiter, filtriert das Chlorhydrat und destilliert im Vakuum das Lösungsmittel ab. c) Diäthylensulfon-ß,ß'-diglycidäther Zu einem Gemisch von 154g ß;ß'-Dioxyäthylsulfon und 0,6 g SnC14 läßt man bei 85 bis 90°C 185 g Epichlorhydrin in 16 Stunden zutropfen. Das erhaltene Bischlorhydrin des Sulfons löst man dann in Methanol und setzt der Lösung bei 0°C unter Rühren 112 g KOH in Methanol zu. Die neutrale Lösung wird dann nach dem Filtrieren durch vorsichtiges Eindampfen vom Methanol befreit. Die Epoxydbildung kann auch in ätherischer oder benzolischer Lösung mit konzentrierter wäßriger Lauge oder mit Tertiärbutylat erfolgen.
- d) Diglycidyläthylphosphat Zu einer Lösung von 46 g absolutem Äthylalkohol und 79 g Pyridin in 200 cm3 Toluol läßt man bei 0 bis 10°C 200 g P O C13 langsam zutropfen. Nach mehrstündigem Rühren bei 0°C wird filtriert und das Äthyldichlorphosphat fraktioniert. Kp." 63°C.
- Zu einem Gemisch von 150 g Glycid und 202 g Triäthylamin in Toluol tropft man unter Rühren und Kühlung 162 g Äthyldichlorphosphat zu. Nach 12stündigem Stehen im Eis wird filtriert, und nach dem Abdestillieren des Lösungsmittels erhält man das Diglycidyläthylphosphat.
- Die Substanzen gemäß der Erfindung können auch in Verbindung mit anderen Härtungsmitteln und bzw. oder -beschleunigern zur Anwendung kommen. Die Anwendung der genannten Verbindungen gemäß der Erfindung kann entsprechend den nachfolgenden Beispielen erfolgen: Beispiel 1 Zu 1 1 einer gießfertigen Gelatine-Halogensilber-Emulsion setzt man vor dem Auftragen auf eine Acetylunterlage 1 g Äthylenglykoldikohlensäurediglycidester zu. Nach dem Trocknen liegt der Schmelzpunkt der Emulsionsschicht über 70°C.
- Beispiel 2 Zu 11 einer Chlorsilberemulsion setzt man vor dem Vergießen neben den anderen Begießereizusätzen 0,6g Diglycidäther zu. Nach dem Trocknen und der photographischen Verarbeitung ist die Emulsion zur Trocknung auf einer Heißtrockeneinrichtung geeignet.
- Beispiel 3 DerGelatine-Überzugslösung einesNegativfilmeswerden pro Liter vor dem Auftrag auf die Negativ-Emulsionsschicht 3 g Diglycidyl zugesetzt. Nach dem Trocknen ist der so erhaltene Film tropenfest.
- Beispiel 4 Zu einer Polyvinylalkohol enthaltenden Gelatineemulsion werden pro Liter Emulsion 0,8 g Triglycidylphosphat zugesetzt. Nach dem Trocknen kann die Emulsion bei erhöhter Temperatur entwickelt werden. Die Härtung der Emulsion steigert sich noch bei der Lagerung.
- Beispiel 5 Einer Halogensilberemulsion werden vordem Vergießen 0,6g Bernsteinsäurediglycidester, 0,5g Diacetyl und 0,1 g Resorcinaldehyd als Härtungsbeschleuniger zugesetzt. Nach dem Trocknen ist die Schicht tropenfest. Die oben angeführten Beispiele stellen keine Begrenzung der Erfindung dar. Es ist selbstverständlich, daß sich die Erfindung nicht nur zur Herstellung von photographischen Gelatine-Silberhalogenid-Emulsionen mit befriedigender Härtung anwenden läßt, sondern auch zur Härtung von Gelatine, Gelatinemischungen mit anderen Substanzen und Gelatinederivaten.
Claims (2)
- PATENTANSPRÜCHE: 1. Verfahren zum Härten von insbesondere photographischen Leim- und Gelatineschichten, dadurch gekennzeichnet, daß Substanzen, die mindestens zwei Epoxygruppen enthalten, gegebenenfalls zusammen mit anderen Härtungsmitteln und bzw. oder -beschleunigern, angewendet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Substanzen der Formel (Z)o-Y angewendet werden, in der n = 0 oder eine ganze Zahl, vorzugsweise 1, m = 0-oder 1, o = 2,3,4 usw., vorzugsweise 2, und Y = Sauerstoff oder Schwefel oder einen mindestens zwei freie Valenzen enthaltenden aliphatischen Kohlenwasserstoff, einen Äther, ein Keton oder Sulfon oder eines ihrer Derivate oder einen mindestens zwei freie Valenzen besitzenden aliphatischen Dicarbonsäure-oder Disulfonsäurerest oder einen Alkylendicarbamidsäurerest oder einen Cyanursäurerest oder einen Rest einer anorganischen Säure wie Kohlensäure, schweflige Säure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Organophosphorsäure, Organokieselsäure darstellt.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| BE576621D BE576621A (de) | 1958-11-06 | ||
| DEV15348A DE1085663B (de) | 1958-11-06 | 1958-11-06 | Verfahren zum Haerten von insbesondere photographischen Leim- und Gelatineschichten |
| FR783807A FR1231056A (fr) | 1958-11-06 | 1959-01-12 | Procédé pour durcir des couches de gélatine et d'encollage, en photographie notamment |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV15348A DE1085663B (de) | 1958-11-06 | 1958-11-06 | Verfahren zum Haerten von insbesondere photographischen Leim- und Gelatineschichten |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1085663B true DE1085663B (de) | 1960-07-21 |
Family
ID=7574979
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEV15348A Pending DE1085663B (de) | 1958-11-06 | 1958-11-06 | Verfahren zum Haerten von insbesondere photographischen Leim- und Gelatineschichten |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| BE (1) | BE576621A (de) |
| DE (1) | DE1085663B (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3325287A (en) * | 1963-11-26 | 1967-06-13 | Fuji Photo Film Co Ltd | Photographic gelatin hardening composition |
| EP0204530A2 (de) | 1985-05-31 | 1986-12-10 | Konica Corporation | Verfahren zur Herstellung eines direkt positiven Farbbildes |
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- BE BE576621D patent/BE576621A/xx unknown
-
1958
- 1958-11-06 DE DEV15348A patent/DE1085663B/de active Pending
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3325287A (en) * | 1963-11-26 | 1967-06-13 | Fuji Photo Film Co Ltd | Photographic gelatin hardening composition |
| EP0204530A2 (de) | 1985-05-31 | 1986-12-10 | Konica Corporation | Verfahren zur Herstellung eines direkt positiven Farbbildes |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| BE576621A (de) |
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