DE1094524B - Mittel zur Unkrautbekaempfung - Google Patents

Mittel zur Unkrautbekaempfung

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DE1094524B DESCH23665A DESC023665A DE1094524B DE 1094524 B DE1094524 B DE 1094524B DE SCH23665 A DESCH23665 A DE SCH23665A DE SC023665 A DESC023665 A DE SC023665A DE 1094524 B DE1094524 B DE 1094524B
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Description

Es ist bekannt, zur Bekämpfung von Unkräutern vor dem Auflaufen der Kulturen verschiedene chemische Substanzen zu verwenden. Es wurde auch schon vorgeschlagen, die Unkrautbekämpfung mit einer Düngung zu verbinden und die Wirkstoffe, z. B. halogenierte, gegebenenfalls alkylsubstituierte Phenoxycarbonsäuren, mit größeren Mengen von Düngemitteln in festem Zustand zu mischen, wobei die Düngemittel gleichzeitig als Verteilungsmittel für das Unkrautbekämpfungsmittel dienen (schweizerische Patentschrift 268 091). In solchen Präparaten wird eine geringe Menge eines Herbicides mit einer großen Menge eines Düngemittels gemischt. Sie wurden schon verwendet zur Bekämpfung von Unkraut in Rasenflächen, sind zur Unkrautvertilgung in anderen Kulturen, z. B. Getreide, jedoch vielfach nicht geeignet, da die günstigsten Anwendezeiten für die Düngung und Unkrautbekämpfung im allgemeinen nicht zusammenfallen und die Anwendung einer großen Düngemittelmenge in wäßriger Lösung nicht erstrebenswert ist.
Es wurde nun gefunden, daß die zur Unkrautbekämpfung benutzten Wuchsstoffherbicide bei ihrer Anwendung in stehenden Kulturen in ihrer Wirksamkeit synergistisch gesteigert werden, wenn den zur Anwendung kommenden Spritzmitteln geringe Mengen wasserlöslicher Salze von anorganischen Phosphorsäuren zugesetzt werden.
Wuchsstoffherbicide gemäß der Erfindung sind halogenierte, gegebenenfalls alkylsubstituierte Phenoxycarbonsäuren, ζ. B. Methylchlorphenoxy-, Dichlorphenoxy- und Trichlorphenoxyessigsäure, -propionsäure und -buttersäure und deren Salze, wie z. B. das Natriumsalz der Trichlorphenoxyessigsäure und der Methylchlorphenoxyessigsäure, das Diäthylaminsalz der Methylchlorphenoxypropionsäure und andere Verbindungen, die bekanntlich zur Unkrautbekämpfung am häufigsten Anwendung finden.
Wird den Spritzmitteln dieser Verbindungen oder ihrer Mischungen eine geringe Menge eines wasserlöslichen Salzes einer Phosphorsäure zugesetzt, z. B. der Alkalisalze der Orthophosphorsäure, der Pyrophosphorsäure u. a., so ergibt sich eine überraschend sehr viel stärkere Vernichtung der Unkräuter als ohne diesen Zusatz.
Die erfindungsgemäß den Spritzmitteln zugesetzten Phosphate werden in so geringen Konzentrationen, in denen sie noch keinerlei Düngewirkung ausüben würden, angewandt. Im allgemeinen sind Aufwandmengen von weniger als etwa 10 kg KH2 PO4/ha ausreichend. Mit Konzentrationen von etwa 0,23 bis 2,3 kg P/ha, ja sogar bis 0,7 kg P/ha herab erzielt man schon sehr gute Ergebnisse.
Es hat sich weiterhin als vorteilhaft erwiesen, wenn die Spritzbrühen einen pn-Wert von 6 oder darüber aufweisen. Diese Maßnahme hat unter anderem den Vorteil, daß die Wuchsstoffe besser löslich sind, während in stärker sauerem Milieu leicht Trübungen durch ausgefallenen Wirkstoff auftreten können.
Mittel zur Unkrautbekämpfung
Anmelder:
Schering Aktiengesellschaft,
Berlin N 65, Müllerstr. 170/172
Dr. Fredo Günther, Berlin-Steglitz,
ist als Erfinder genannt worden
Es ist zwar weiterhin bekannt, daß P-Mangel-Pflanzen auf eine Spritzung mit 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure stärker reagieren, wenn sie kurz vor oder kurz nach der Spritzung eine P-Düngergabe erhalten. Diese Wirkung ist jedoch mit der erfindungsgemäß beanspruchten nicht vergleichbar, denn es handelt sich dort ja nicht um eine wirkliche Wuchsverstärkung, sondern um die Beseitigung einer Wuchshemmung infolge P-Mangel also um eine übliche Düngewirkung durch Aufnahme des P durch die Wurzeln, während hier der P mit dem Wuchsstoffherbicid zusammen durch die Blätter aufgenommen wird, und zwar liegt er — wie oben erwähnt — in solch geringen Konzentrationen vor, die keinerlei Düngewirkung, auch bei der Aufnahme durch das Blatt, mehr hervorbringen würden. Die erfindungsgemäß gefundene synergistische Wirkungsverstärkung ist unabhängig von einer Düngung über den Boden, sie ist unverändert sowohl bei normal gedüngten Pflanzen als auch bei stark über- oder unterdüngtem Boden. Es wird insbesondere auf das folgende Beispiel 13 verwiesen, wonach eine praktisch unveränderte starke Steigerung der herbiciden Wirkung eintritt gegenüber Solanum lycopersicum bei Anzucht sowohl in P-armem Boden ohne zusätzliche Düngung (A1 = 5,8) als auch bei stark gesteigerten Düngegaben bis zu 50facher Volldüngung (B4 = 5,8). Wenn hierbei noch berücksichtigt wird, daß gemäß der erwähnten schweizerischen Patentschrift entsprechend dem dort beabsichtigten Zweck Aufwandmengen von etwa 112 bis 125 kg/ha, enthaltend etwa 11 bis 22 kg/ha Herbicid, also in ganz anderer Größenordnung als erfindungsgemäß benutzt werden, so wird ersichtlich, daß der gemäß der vorliegenden Erfindung gefundene synergistische Effekt völlig neuartig ist und durch die genannte Patentschrift weder nahegelegt noch irgendwie ableitbar geworden war.
Daß es sich um eine echte synergistischeWirkungsverstärkunghandelt, geht daraus hervor, daß bei der Spritzung von Phosphat allein keinerlei Schädigung der Pflanzen beobachtet wurde (s. Beispiel 9). Die Wirkungsverstärkung ist am größten bei den Phenoxypropion- und Butter-
009 677/441
säuren. So erreicht sie beim MCPB'Na einen Wert von D = +1,83, was etwa 63% entspricht. Die Vorteile der erfindungsgemäßen Präparate, die teilweise Einsparung der relativ teuren und erst durch Synthese zugänglichen Phenoxycarbonsäuren und ihr Ersatz durch gewöhnliche Phosphate wird bei den letztgenannten Substanzen von besonderer Bedeutung, da sie ihre Anwendung, die für besondere Kulturen vorteilhaft ist, überhaupt erst wirtschaftlich machen.
Aus den folgenden Beispielen ergibt sich die überraschend günstige Wirkung der erfindungsgemäßen wäßrigen Spritzmittel zur Unkrautbekämpfung.
Nachgewiesen wurde die Wirkungsverstärkung bei verschiedenen Temperaturen an dikotylen Pflanzen aus fünf verschiedenen Familien, wodurch die Allgemeingültigkeit der Wirkungsverstärkung belegt wird:
Caryophyllaceae:
Compositae:
Crucif erae:
Scrophulariaceae:
Solanaceae:
Stellaria media
Ageratum mexicanum
Centaurea cyanus
Galinsoga parviflora
Sinapis alba
Antirrhinum majus
Solanum lycopersicum
Beispiel 3, 12 und 15 zeigen, daß die Wirkungsver-Stärkung auch im Freiland vorhanden war, ohne daß die Selektivität beeinträchtigt wurde.
Die in den Beispielen angegebenen Toxizitätswerte sind jeweils Mittelwerte aus einer größeren Anzahl von Bonitierungen während der Versuchsdauer. Bonitiert wurde von 0 (Pflanzen ungeschädigt) bis 10 (Pflanzen abgestorben).
Beispiel 1
Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Natriumsalzes der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-Na) an Centaurea cyanus, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: um 14°C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von sieben Bonitierungen während der Versuchsdauer von 4 Wochen.
Toxizitätswerte
MCPA-Na 1,15 kg/ha 2,8
MCPA-Na 1,15 kg/ha und KH2PO4
1 kg/ha 3,3
Beispiel 2
Gewächshausversuch
Phytotoxizität verschiedener Wuchsstoffherbicide an verschiedenen Pflanzen bei verschiedenen Temperaturen bei Spritzung mit 1000 l/ha. Jeder Toxizitätswert ist der Durchschnittswert von acht Bonitierungen während der Versuchsdauer von 4 Wochen. D ist die durchschnittliche Differenz der Toxitätswerte eines Wuchsstoffherbicides zwischen seiner Wirkung ohne und mit Kaliumphosphat (KH0PO4) auf die Testpflanzen bei den geprüften Temperaturen.
Abkürzungen
MCPA-K = Kaliumsalz der Methylchlorphenoxyessigsäure.
2,4-D-Na = Natriumsalz der 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure.
2,4,5-T-Na = Natriumsalz der 2,4,5-Trichlorphenoxyessigsäure.
MCPP-Amin = Diäthanolaminsalz der Methylchlorphenoxypropionsäure.
MCPB-Na = Natriumsalz der Methylchlorphenoxybuttersäure.
Age. = Ageratum mexicanum.
Ant. = Antirrhinum majus.
Sin. = Sinapis alba.
Sol. = Solanum lycopersicum.
Ste. = Stellaria media.
MCPA-K 0 t 1 +0,92 2,4-D-Na 0 1 +0,66 Wirkstoff , kg/ha kg/ha +0,93 MCPP-Amin | 0 9 1 I ,78 MCPB-Na 8,1 +1,83
: 1 2,4,5-T-Na 1 1, 1,6 3,7
6,6 6,7 7,0 7,1 1 4,0 9,0 4,6
3,3 3,6 3,9 4,1 KH8PO4 6,5 3,6 5,3 0 j 1 8,6
2,6 3,1 2,4 3,3 0 I 3,9 3,3 6,4 4,8
Toxizitätswerte 4,5 6,4 5,3 6,0 3,9 6,1 7,8 4,4 6,0
[23° C 4,0 5,3 3,8 4,4 6,0 5,8 4,1 6,5 2,5 3,1
Age. Jl 8° C *) ·) 4,8 5,6 3,5 4,1 3,9 4,5 2,8 2,9
[12° C 5,5 6,3 5,4 7,1 3,8 4,9 5,3 5,9 4,4 2,0
[230C 3,6 3,6 3,3 4,0 4,9 5,4 *) *) 3,9 8,7
Ant. il8°C 3,1 4,3 3,5 4,5 4,1 3,9 3,6 3,8 3,8 3,8
[12° c 3,75 5,75 *) *) 3,6 3,5 5,3 8,2 2,4 3,9
23° C 4,0 4,9 *) *) 3,6 8,0 4,4 5,8 1,8 2,3
Sin. \l8°C 3,8 4,8 *) *) 2,8 4,0 4,5 5,0 1,3 4,5
[l2°C 2,0 4,1 1,5 1.5 3,5 5,1 6,3 7,0 2,7 3,5
[23° C 3,7 4,5 1,3 2,1 4,0 1,9 4,8 7,8 3,1
Sol. Jl 8° C 3,5 3,5 2,4 2,8 4,0 3,3 4,7 5,8 3,0
(l2°C 4,0 3,1 +1 1,0
[23° C 1,5 3,0
Ste. il8°C 1,7 3,0
(l2°C 2,3
D
*) Nicht geprüft.
Beispiel 3 Unkrautbesatz zum Spritztermin: Parzellen fast ausFreilandversuch an Hafer (Flämings Gold); Aussaat schließlich durch Galinsoga parviflora im Keimblatt am 23.4.1957; Spritzung am 14.6.1957 mit 600 l/ha. 70 bis Achtblattstadium mittelmäßig verunkrautet. Die
Behandlung wurde mit dem Kaliumsalz der Methylchlorphenoxyessigsäure durchgeführt (MCPA-K).
Herbicide Wirkung auf Galinsoga, Bonitierung am
13. 7.1957
Toxizitätswerte
MCPA-K 3 kg/ha
MCPA-K 2 kg/ha
MCPA-Kl kg/ha
Durchschnitt
7,3
MCPA-K allein
MCPA-K + 1 kg/ha KH2PO4
Toxizitätswerte
ungedimgt gedüngt
2,9
4,2
3,9
4,6
b) Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-K) an Solanum lycopersicum im Drei- bis Vierblattstadium, gespritzt mit 1000 l/ha. Sämtliche Pflanzen erhielten während der Anzucht drei normale Volldüngergaben. Die Pflanzen der Gruppen B, C und D wurden 2 Tage vor Spritzung mit der doppelten, der zehnfachen und der fünfzigfachen P-Menge einer normalen Volldüngergabe mit prim. Kaliumorthophosphat gedüngt; die Pflanzen der Gruppe A bleiben ohne zusätzliche P-Düngung. Der Zusatz von prim. Kaliumorthophosphat zur Spritzlösung betrug für jede der vier geprüften MCPA-K-Konzentrationen 1 kg/ha. Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: um 23°C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt der für die vier geprüften MCPA-K-Konzentrationen durchgeführten sechs Bonitierungen während der Ver*- süchsdauer von 22 Tagen.
5 MCPA-K
MCPA-K
allein PO4 A Toxizitä
B
tswerte
C
D
+ 1 kg/ha KH2 2,1
3,5
2,2
3,6
2,4
3,9
2,3
3,4
Beispiel 5 Gewächshausversuch
Toxizitätswerte
MCPA-K 3 kg/ha und KH2PO4I kg/ha 9,5
MCP A-K 2 kg/ha und K H2 P O4 1 kg/ha 9
MCPA-K 1 kg/ha und KH2PO4 1 kg/ha 7
Durchschnitt 8,5
Rispenerträge, festgestellt am 25. 7.1957
Toxizitätswerte
Unbehandelt 425 g/m2
MCPA-K 3 kg/ha und KH2PO4 1 kg/ha 458 g/m2
MCP A-K 2 kg/ha und K H2 P O4 1 kg/ha 440 g/m2
MCPA-K 1 kg/ha und KH2PO41 kg/ha 440 g/m2
Auf Grund des massenhaften Auftretens von Sperlingen mußten die Parzellen vorzeitig abgeerntet werden und konnte nicht der Kornertrag, sondern lediglich der Rispenertrag ermittelt werden.
Beispiel 4
a) Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-K) an Solanum lycopersicum im Drei- bis Vierblattstadium, gespritzt mit 1000 l/ha. Die Pflanzen wurden in phosphorarmem Boden angezogen und zum Teil 2 Tage vor der Spritzung mit 165 mg prim. Kaliumorthophosphat pro Pflanze (= 38 mg P und 48 mg K) gedüngt. Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: um 23°C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt der für die vier geprüften MCPA-K-Konzentrationen durchgeführten sechs Bonitierungen während der Versuchsdauer von 28 Tagen. Der Zusatz von prim. Kaliumorthophosphat zur Spritzlösung betrug für jede der MCPA-K-Konzentrationen 1 kg/ha.
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-K) an Solanum lycopersicum, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha. Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: 23°C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 16 Tagen.
Toxizitätswerte
MCPA-K 1 kg/ha 4,0
MCPA-K 1 kg/ha und prim. Kaliumorthophosphat 1 kg/ha 4,8
MCPA-K 1 kg/ha und Tetrakaliumpyrophosphat 1 kg/ha 5,0
MCPA-K 1 kg/ha und Dinatriumpyrophosphat 1 kg/ha 5,0
MCPA-K 1 kg/ha und Tetranatriumpyrophosphat 1 kg/ha 4,8
Beispiel 6
Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Natriumsalzes der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-Na) an Solanum lycopersicum, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: 23°C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 8 Tagen.
Toxizitätswerte
4,25
5,1 4,8 5,25 4,8
MCPA-Na 1,15 kg/ha
MCPA-Na 1,15 kg/ha und prim.
Natriumorthophosphat 1 kg/ha .. MCPA-Na 1,15 kg/ha und prim. Natriumorthophosphat 10 kg/ha ..
MCPA-Na 1,15 kg/ha und prim.
Kaliumorthophosphat 1 kg/ha ... MCPA-Na 1,15 kg/ha und prim.
Kaliumorthophosphat 10 kg/ha ...
Beispiel 7
Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Diäthanolaminsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (MCPP-Amin) an Antirrhinum majus, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: 12° C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 14 Tagen.
Toxizitätswirte
MCPP-Amin 3,8 kg/ha 4,8
MCPP-Amin 3,8 kg/ha und prim.
Natriumorthophosphat 1 kg/ha ... 8,2
MCPP-Amin 3,8 kg/ha und prim. Kaliumorthophosphat 1 kg/ha ... 8,0
Beispiel 8
Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Diäthanolaminsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (MCPP-Amin) an Ageratum
mexicanum, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer: 12° C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 14 Tagen.
Toxizitätswerte
MCPP-Amin 3,8 kg/ha 3,4
MCPP-Amin 3,8 kg/ha und prim.
Natriumorthophosphat 1 kg/ha ... 6,6 MCPP-Amin 3,8 kg/ha und prim. ίο
Kaliumorthophosphat 1 kg/ha ... 6,6
Beispiel 9 Gewächshausversuch
Ageratum mexicanum, Antirrhinum majus, Galinsoga parviflora, Solanum lycopersicum und Stellaria media wurden mit 1 kg prim. Kaliumorthophosphat pro Hektar gespritzt. Keine der Pflanzen zeigte auch nur irgendeine Schädigung. ao
Beispiel 10
a) Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (MCPP-K) an Stellaria media, gespritzt im Zehnblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer 21,2° C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 10 Tagen.
Toxizitätswerte Beispiel 12
Freilandversuch
Herbicide Wirkung und Kornertrag bei Sommerweizen
MCPP-K 2 kg 4,6
MCPP-K 2 kg + 1 kg KH2PO4 ... 6,3
MCPP-K 2 kg+ 2 kg KH2PO4 ... 6,6
MCPP-K 2 kg+ 3 kg K H2PO4 ... 6,7
MCPP-K 2 kg+ 5 kg KH2PO4 ... 6,7
MCPP-K 2 kg + 10 kg KH2PO4 ... 6,7
b) Gewächshausversuch
MCPP-K 1 kg 3,6
MCPP-K 1 kg + 1 kg KH2PO4 ... 4,4
MCPP-K 1 kg + 2 kg KH2PO4 ... 4,6
MCPP-K 1 kg + 3 kg KH2PO4 ... 4,8
MCPP-K 1 kg + 10 kg KH2PO4 ... 4,6
Beispiel 11 Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (MCPP-K) an Atriplex patulum, Galinsoga parviflora und Stellaria media, gespritzt mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer 20,8° C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 10 Tagen.
Toxizitätswerte
Behandlung kg/ha Herbicide
Wirkung
4 Wochen
nach
Behandlung
Kornertrag
relativ
Unbehandelt
MCPP-K
MCPP-K
3 kg
2 kg + 1 kg
KH2PO4
O OO OO = 100 %
= Hl.5%
= 114 70
Die Differenz zwischen den beiden Wuchsstoffbehandlungen ist statistisch nicht gesichert.
35
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (MCPP-K) an Centaurea cyanus, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer 20,80C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 10 Tagen.
Toxizitätswerte Beispiel 13
Gewächshausversuch
Phytotoxizität des Natriumsalzes der Trichlorphenoxyessigsäure (2,4,5-T-Na) an Solanum lycopersicum, gespritzt im Vierblattstadium mit 1000 l/ha, Temperaturdurchschnitt während der Versuchsdauer 20,2° C. Die angegebenen Toxizitätswerte sind der Durchschnitt von fünf Bonitierungen während der Versuchsdauer von 10 Tagen.
Abkürzungen:
A = Pflanzen erhielten während der Anzucht in P-armem
Boden keine zusätzliche Düngung.
B = Pflanzen erhielten während der Anzucht in P-armem
Boden mehrere Volldüngergaben.
1 = Diese Pflanzen blieben ohne die Zusatzdüngung 2 Tage
vor der Behandlung.
2 = Zusatzdüngung mit KH2PO4 2 Tage vor der Spritzung
in Höhe der zweifachen Phosphormenge einer normalen Volldüngergabe.
3 = Zusatzdüngung mit KH2PO4 2 Tage vor der Spritzung
in Höhe der zehnfachen Phosphormenge einer normalen Volldüngergabe.
4 = Zusatzdüngung mit K H2 P O4 2 Tage vor der Spritzung
in Höhe der fünfzigfachen Phosphormenge einer normalen Volldüngergabe.
55
Düngung 2,4,5-T-Na 0,5 kg 2,4,5-T-Na 0,5 kg
+ 1 kg KH2PO4
Al 1,6 5,8
A2 2,5 6,0
A3 3,1
3,3
1,9
2,3
2,4
2.1
6,0
6,1
5,8
6,0
6,0
5,8
A4 Beispiel 14
Gewächshausversuch
Bl
B2
B3
B4
MCPP-K 1 kg ..,
MCPP-K 1 kg +
MCPP-K 1 kg +
MCPP-K 1 kg +
MCPP-K 1 kg +
0,5 kg Na4P2O7
1 kg Na4P2O7
2 kg Na4P2O7
3 kg Na4P2O7
MCPP-K 1 kg + 10 kg Na4P4O7
3,4 65 Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlor-
6,15 phenoxypropionsäure (CMPP-K) an Centaurea cyanus,
6,15 gespritzt im Sechsblattstadium mit 1000 l/ha. Die
6,6 angegebenen Werte sind das durchschnittliche Frisch-
6,65 gewicht von 42 Pflanzen, und zwar 33 Tage nach der
6,65 70 Behandlung.
0,2%
0,2%
0,2%
0,2%
9 Frischgewicht
in g
je Pflanze
Präparat Prozentgehalt 2,227
1,122
1,375
1,147
CMPP-K ..
CMPP-K ..
CMPP-K ..
CMPP-K ..
+ 0,1 % KH2PO4
+ 0,1% Na5P3O10
+ 0,1% (KP03)n
Beispiel 15 Freilandversuch
Selektivität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-K) an Hafer, »Flämingsgold«, gespritzt mit 600 l/ha im Sechsblattstadium, fünf Wiederholungen.
IO
Präparat kg/ha Durchschnittliches
Frischgewicht
g je Pflanze
Mischung I
CMPP-K
+ MCPA-K
+ 2,4-D-Na
Mischung II
CMPP-K
+ MCPA-K
+ 2,4-D-Na
+ K4P2O7
+ Na2H2P2O7
1,2
0,4
0,2
1,2
0,4
0,2
1,14
0,06
I 2,232
1,501
Präparat kg/ha Kornertrag
in dz/ha
Unbehandelt
MCPA-K
MCPA-K
MCPA-K
+ KH2PO4
1
2
1
1
18,15
17,00*)
19,50*)
j 18,80*)
Präparat kg/ha F P °/„ der
Nr. Differenz
CMPP-K 1,5 5,422 gegen Nr. 1
1 CMPP-K
+ Na4P2O7
1,5
1,0
j 3,103 ,
2 CMPP-K 1,5 1 1,4
3 + Na-Hexa- \ 3,421
metaphosphat 1,0 J 2,9
25
*) Abweichung gegenüber unbehandelt statistisch nicht gesichert: P > 10°/0.
Beispiel 16
Gewächshaus versuch
Phytotoxizität des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (CMPP-K) an Stellaria media im Blütestadium, gespritzt mit 1000 l/ha. Behandlung von jeweils zwölf Schalen mit je ungefähr 40 Pflanzen; Bestimmung des durchschnittlichen Frischgewichtes/Schale in g (F) am 32. Tag nach der Behandlung.
Die Differenz der F-Werte beider Behandlungen von 0,731 g je Pflanze ist mit P<O,1 % statistisch sehr gut gesichert.
Beispiel 18
Phytotoxizität von Mischungen von verschiedenen Herbiciden gespritzt an Centaurea Cyanus im Vierblattstadium und Matricaria im Vierzehnblattstadium mit l/ha. Die angegebenen Toxizitätswerte stellen den Durchschnitt von vier Auswertungen während der Versuchsdauer von 12 Tagen (Centaurea cyanus) und sechs Auswertungen während 18 Tagen (Matricaria chamomilla).
50% MCPA-K: 1 kg/ha
50%2,4-D-Kalium:
1 kg/ha
75% CMPP-K: 2 kg/ha
25% MCPA-K: 2 kg/ha
Na4P2O,
1 kg/ha
1 kg/ha
Toxizitätswerte
Centaurea
4,0
4,75
3,75
7,75
Matricaria
3,5
4,0
3,5
4,5
40
45
Streuung der Differenz = ± 0,851 g/Schale.
Beispiel 17 .
Gewächshausversuch
Phytotoxizität einer- Mischung des Kaliumsalzes der Methylchlorphenoxypropionsäure (CMPP-K) mit dem Kaliumsalz der Methylchlorphenoxyessigsäure (MCPA-K) und dem Na-SaIz der 2,4-Dichlorphenoxyessigsäure (2,4-D-Na) an Galeopsis tetrahit im Acht- bis Zehnblattstadium, gespritzt mit 1000 l/ha. Es wurden jeweils 36 Pflanzen gespritzt. Am 42. Tag nach der Behandlung erfolgte die Bestimmung des durchschnittlichen Frischgewichtes in g je Pflanze (F.).

Claims (2)

PATENTANSPRÜCHE:
1. Halogenierte, gegebenenfalls alkylsubstituierte Phenoxycarbonsäuren und wasserlösliche phosphorsaure Salze enthaltende Unkrautbekämpfungsmittel, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus wäßrigen Spritzmitteln zur Unkrautbekämpfung im Nachauflaufverfahren bestehen, die neben den Phenoxycarbonsäuren bzw. deren Salzen etwa 0,23 bis 2,3 kg P/ha, insbesondere etwa 0,23 bis 0,7 kg P/ha, in Form der Natrium-, Kalium- oder Ammoniumsalze einer anorganischen ' wässerlöslichen Phosphorsäure enthalten und einen pH-Wert von etwa 6 oder darüber aufweisen.
2. Spritzmittel gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es als Phenoxycarbonsäure eine chlorierte, gegebenenfalls alkylsubstituierte Phenoxypropion- bzw. buttersäure bzw. deren Salze enthält.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 873 391, 869 805;
schweizerische Patentschrift Nr. 268 091;
französische Patentschrift Nr. 1 027 407.
® 009 677/441 11.60
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