DE109604C - - Google Patents

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DE109604C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06NWALL, FLOOR, OR LIKE COVERING MATERIALS, e.g. LINOLEUM, OILCLOTH, ARTIFICIAL LEATHER, ROOFING FELT, CONSISTING OF A FIBROUS WEB COATED WITH A LAYER OF MACROMOLECULAR MATERIAL; FLEXIBLE SHEET MATERIAL NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06N7/00Flexible sheet materials not otherwise provided for, e.g. textile threads, filaments, yarns or tow, glued on macromolecular material
    • D06N7/0005Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface
    • D06N7/0028Floor covering on textile basis comprising a fibrous substrate being coated with at least one layer of a polymer on the top surface characterised by colour effects, e.g. craquelé, reducing gloss

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

PATENTAMT.
Die den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Maschine zur Herstellung von gemustertem Linoleum durch Belegen eines Grundstoffes mit gekörnter Deckmasse bewirkt das Auftragen der letzteren mittelst flacher Schablonen und durch nachfolgendes Erhitzen und Aufpressen des Belages auf den Grundstoff.
Durch das englische Patent 2307 v.J. 1880 sowie das deutsche Patent 82330 sind bereits Maschinen zur Herstellung von Linoleum-Mosaik bekannt geworden, welche einen Grundstoff mit einer aus gekörnter Deckmasse bestehenden gemusterten Schicht durch Anwendung mit Schablonenboden ausgestatteter Kasten belegen. Die Schablonenkasten werden bei der letztbezeichneten Maschine durch geeignete Getriebe auf ein fortlaufend über eine Tischplatte bewegtes Gewebe aufgesetzt und alsdann zusammen mit dem Gewebe fortbewegt. Die inzwischen in die Kasten eingefüllte Deckmasse wird hierbei mittelst in der Bewegungsrichtung der Schablonenkasten und des Grundstoffes· hin- und herbewegter Streichflügel durch die Schablonen hindurchgetrieben, worauf die Schablonenkasten abgehoben und in die Anfangsstellung zurückgeführt werden. Diese Einrichtung zeigt den Nachtheil, dafs bei jedesmaligem Hin- und Hergange der Streichflügel eine Anhäufung von Masse an dem vorderen und hinteren Ende der Schablonenkasten unvermeidlich ist, wodurch eine gleichmäfsige Vertheilung der Deckmasse verhindert wird. Ferner sind zur Herbeiführung der verschiedenen Bewegungsvorgänge der Schablonenkasten und Streichflügel Vorrichtungen von umständlicher Bauart mit einer Anzahl von Gelenkverbindungen erforderlich, die einer starken Abnutzung unterworfen sind, so dafs während des Betriebes leicht Lockerungen eintreten, welche das richtige Zusammenarbeiten der Theile und dadurch wiederum die Bildung der herzustellenden Muster beeinträchtigen.
Bei dem Erfindungsgegenstande, erfolgt das Niedersetzen und Abheben der Schablonen ebenfalls selbsttätig. Der Grundstorf wird jedoch nicht fortlaufend, sondern schrittweise derart bewegt, dafs er während des Auftragens der Deckmasse stillsteht und erst nach dem Abheben der Schablonen um einen Bewegungsabschnitt vorgeschoben wird. Die Schablonen führen eine Bewegung in waagrechter Richtung nicht aus, bleiben vielmehr nach dem Niedersetzen auf dem Grundstoff stehen.
Das Auftragen der Deckmasse erfolgt nach dem' Niedersetzen der Schablonen durch trogförmige, die Deckmasse enthaltende, unten offene Kasten, welche auf die Schablonen aufgesetzt und auf den Schablonenhaltern verschiebbar gelagert sind. Die Bewegung dieser Auftragekasten erfolgt während des Stillstehens der Schablonen und des Gewebes derart, dafs die Auftragekasten über die Schablonen in der Querrichtung des Gewebes hin- und hergeführt werden, was durch Vorrichtungen einfacher Art, z. B. durch Seil- oder Kettenzüge, bewirkt werden kann. .Nach Vollendung eines Hin- und Herganges der Auftragekasten werden die Schablonenhalter und mit diesen auch die Auftragekasten wieder abgehoben, worauf das Ge-
webe um einen Abschnitt vorwärts bewegt wird. Etwa an die Aufsenseite der Auftragekasten bei deren Hin- und Herbewegung gelangende Masse wird an jedem Ende der Bahn der Auftragekasten durch Aussparungen der Schablonenhalter in besondere Ableitungen befördert, so dafs eine störende Anhäufung von Masse vermieden wird.
Die Betriebstheile zum Niedersetzen und Abheben der Schablonenhalter und diejenigen zur Hin- und Herbewegung der Auftragekasten, sowie zur schrittweisen Vorwärtsbewegung des Gewebes können zweckmäfsig von einer gemeinsamen Arbeitswelle angetrieben werden, so dafs alle Bewegungsvorgänge in der erforderlichen Reihenfolge nach einander selbsttätig ausgeführt werden.
In den beiliegenden Zeichnungen ist eine derartige Einrichtung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι ist eine Uebersichtsdarstellung, welche die wesentlichen Theile der Maschine in Oberansicht zeigt.
Fig. 2 erläutert bauliche Einzelheiten des Getriebes zur Hin- und Herbewegung der Auftragekasten.
Fig. 3 ist ein Längsschnitt durch einen Schablonenhalter,
Fig. 4 eine Endansicht nach Fig. 3.
Fig. 5 zeigt eine Gruppe von Schablonen im Grundrifs.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der Linie a-b von
Fig- 5>
Fig. 7 ein lothrechter schematischer Längsschnitt durch die Maschine, welcher die Anordnung der Schablonen für vier Farben, sowie zur Verdichtung der aufgetragenen Linoleumschichten dienende Theile erläutert.
Das aus längsgerichteten Rahmen A1 und Querträgern A'2 bestehende Maschinengestell trägt einen Tisch A, über welchen der Grundstoff durch endlose, mit Spitzen E' versehene Stahlbänder E in der Längsrichtung schrittweise fortbewegt wird.
Die Schablonen sind in einer dem herzustellenden Muster entsprechenden Zahl quer zur Bewegungsrichtung des Grundstoffes angeordnet. Bei der Darstellung nach Fig. 5 bis 7 sind vier Schablonen M für vier Farben gezeichnet. Diese Schablonen sind mit geradlinigen Aussparungen m versehen und werden von rahmenförmigen Schablonenhaltern K getragen.
Die Aussparungen in jeder Schablone M sind gegen diejenigen der übrigen Schablone derart versetzt, dafs durch die Zusammenwirkung sämmtlicher Schablonen ein mosaikartiges Muster erzeugt wird, das durch eine hinter den Schablonen M angeordnete Glättvorrichtung R (Fig. 1) geebnet und durch eine weitere, an einem Schablonenhalter P angebrachte Schablone mit einer dünneren Deckschicht zwecks Erzeugung von Schattirungen oder dergl. versehen werden kann. Das so erzeugte Linoleumband kann alsdann in geeigneter Weise verdichtet werden. Zu diesem Zwecke sind bei der dargestellten Ausführungsform der Maschine eine Heizvorrichtung B und eine Presse V hinter den Schablonen angeordnet. Die Heizvorrichtung B besteht aus Dampfkasten T (Fig. 7), welche in den Tisch A eingelassen sind, und aus Heizrohren S, die über dem Tische A liegen und von einem Mantel S1 umgeben werden. Das Linoleumband wird zwischen den Dampfkasten T und dem Mantel S1 hindurchgeführt. Die Presse V ist als Flachpresse ausgebildet und wird zweckmäfsig durch Wasserdruck betrieben.
Die Schablonenhalter K bezw. P (vergl. Fig. 1) sowie die Glättvorrichtung R ruhen auf Trägern J3, welche von senkrecht verschiebbaren Stangen K1 getragen werden, von denen je zwei durch Querleisten K2 mit einander verbunden sind (Fig. 4).
Das Heben und Senken der Tragstangen K1 und mit diesen der Schablonenhalter KP und der Glättvorrichtung R erfolgt durch Hubscheiben K*. welche mit Anschlagrollen K3 der Träger K2 zusammenwirken und auf Wellen K5 sitzen, die durch Schneckengetriebe Ka (Fig. 3) von einer Welle K1 angetrieben werden, welche ihrerseits von der Arbeitswelle H Antrieb erhält (Fig. 1).
Jeder Schablonenhalter K bezw. P trägt einen auf Rollen K& verschiebbar gelagerten Auftragekasten L bezw. Q. Die Hin- und Herbewegung der Auftragekasten erfolgt durch Seile oder Ketten L1, die über Leitscheiben L'2 führen und von Scheiben oder Rädern L3 bewegt werden (Fig. 1 und 3), deren Welle L* durch ein mit einer Zahnstange LG (Fig. 1 und 2) zusammenwirkendes Zahnrad L5 angetrieben wird. Die Zahnstange L6 wird zweckmäfsig mittelst einer Bogenführung iV1 (Fig. 2) hin- und herbewegt, weiche mit einem Zapfen N'2 zusammenwirkt, der zwischen zwei Zahnrädern L7 befestigt ist, welch letztere von der Welle H aus Antrieb erhalten (Fig. 1). Die Bogenführung 2V1 ist derart gestaltet, dafs nur eine zeitweise Bewegung der Stange L° unmittelbar nach dem Niedersetzen der Schablonenhalter, also während des Stillstandes der letzteren und des Gewebes erfolgt. An jedem Ende jedes Schablonenhalters ist eine Aussparung mit Ableitungsrinne F zur Abführung der aus den Auftragekasten etwa austretenden Masse vorgesehen.
Der schrittweise Vorschub des Gewebes erfolgt durch die Stahlbänder E (Fig. 1), welche durch eine Trommel D bewegt werden, deren Welle Z)5 durch einen geeigneten Antrieb D* D3 D8D9 mittelst einer Welle G schrittweise gedreht wird, welch letztere mittelst eines
Schneckengetriebes G1 G'2 von der Arbeitswelle H aus angetrieben wird. Diese Vorrichtung, welche an sich für das Wesen der Erfindung belanglos und deshalb nicht näher dargestellt ist, ist derart angeordnet, dafs eine Drehung der Trommel D um je einen Bewegungsabschnitt unmittelbar nach dem Abheben der Schablonenhalter erfolgt. Nach Beendigung jeder Theildrehung der Trommel D wird zweckmäfsig eine Feststellung derselben durch ein auf die Welle Z)5 aufgekeiltes Registerrad J bewirkt. Um während der Theildrehung der Trommel D eine sichere Mitnahme der Stahlbänder E und des Gewebes zu bewirken, ohne letzteres stark anspannen zu müssen, kann zweckmäfsig dicht neben der Trommel D eine Klemmschiene G6 vorgesehen werden, welche beim Umlauf der Trommel durch eine geeignete Vorrichtung, welche jedoch nicht Gegenstand der vorliegenden Erfindung und deshalb fortgelassen ist, gegen die Trommel angedrückt wird und die Stahlbänder sowie das Gewebe festklemmt.
Die aufgetragenen Linoleumschichten werden durch die Heizvorrichtung B und die Presse V verdichtet (Fig. 7), worauf das Linoleumband über eine Leitrolle F8 nach der Walze D und von dieser über eine Leitrolle D1 nach der Aufbäumtrommel D2 geführt wird, deren Welle mittelst Riemscheiben W W1 von der Welle D5 der Walze D angetrieben wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Maschine zur Herstellung von Linoleum-Mosaik aus gekörnter Deckmasse unter Verwendung flacher, zeitweise stillstehender Schablonen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Deckmassebehälter zum Zweck seitlicher Ausfragung der überschüssigen Deckmasse sich quer zur Längsrichtung des Grundstoffes bewegen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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