DE109772C - - Google Patents
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- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01D—HARVESTING; MOWING
- A01D59/00—Equipment for binding harvested produce
Landscapes
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Environmental Sciences (AREA)
- Folding Of Thin Sheet-Like Materials, Special Discharging Devices, And Others (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Neuerung bei Umlegvorrichtungen
für Garbenbinder, welche besonders bei derjenigen Art von Maschinen Anwendung findet,
bei welchen eine Kupplung zur Verbindung der stetig rotirenden Welle des Packers mit
der sich nur zeitweise drehenden Binderwelle benutzt wird. Diese Kupplung wird durch
den Arm in Thätigkeit gesetzt, gegen welchen die sich bildende Garbe angeprefst wird, bis
das Gewicht der Garbe grofs genug ist, den Kupplungsmechanismus in Thätigkeit und die
Binderwelle in Bewegung zu setzen. Den Gegenstand der Neuerung bildet hauptsächlich
die Einrichtung des Anschlags für die Umlegvorrichtung, welcher auf der mit dem Arm
versehenen Schwingwelle angebracht ist und der in Gemeinschaft mit dem die Umlegvorrichtung
in Thätigkeit setzenden Arm auf die Kupplung wirkt. Dieser Anschlag für die Umlegvorrichtung
ist beim Erfindungsgegenstande in zwei Richtungen, d. h. sowohl der Länge nach als senkrecht verstellbar.
In der Beschreibung und den Zeichnungen sind von der Vorrichtung nur die zum Verständnifs
der Wirkung der Neuerung nöthigen Theile gezeigt, da der allgemeine Aufbau und die Wirkungsweise solcher Umlegvorrichtungen
den Fachleuten allgemein bekannt sind.
Gleiche Theile sind in den verschiedenen Figuren mit denselben Zahlen bezeichnet.
Fig. ι ist eine Oberansicht eines Theiles des Bindeapparates.
Fig. 2 stellt eine Seitenansicht desselben Apparates im Schnitt nach der Linie 2-2 der
Fig. ι dar, wobei zur besseren Veranschaulichung der Construction einige Theile weggelassen
sind.
Fig. 3 ist eine Seiten- und Fig. 4 eine Oberansicht des eigentlichen Anschlags für die Umlegvorrichtung,
welche besonders zur Verdeutlichung der Möglichkeit des Einstellens dienen.
Fig. 5 und 6 sind ähnliche Ansichten einer anderen Ausführungsform des Anschlags und
Fig. 7 ist eine Seitenansicht ähnlich wie Fig. 2, jedoch in vergröfsertem Mafsstabe, und
mit einer punktirt angedeuteten veränderten Einstellung.
Die beständig rotirende Welle 1 der Packer besitzt an ihrem rechten Ende den damit fest
verbundenen und mit dem Packerarm rotirenden Arm 2 und trägt ferner den Kupplungstheil
3, dessen Gestalt sich aus Fig. 2 ergiebt, und der besonders durch entgegengesetzt angeordnete
Ausbuchtungen 4 gekennzeichnet ist, welche mit dem Kupplungstheil 5 in Eingriff treten und die Kupplungsscheibe selbst mit
dem Theil 3 verkuppeln können. Die Kupplungsscheibe 6, auf welcher der Kupplungstheil
5 durch Gelenk befestigt ist, ist am linksseitigen Ende der den Arm 2 umgebenden
Hülse 7 aufgesetzt. Am rechten Ende der Hülse 7 befindet sich das Zahnrad 8, welches
mit dem auf der Antriebswelle 10 des Bindeapparates festgekeilten inneren Zahnrad 9 in
Eingriff steht. Auf seiner rechten Stirnseite trägt das Rad oder die Scheibe 9 einen
Flantsch 11 , welcher als Führungsbahn für das Frictionsrad 12 dient, das an der fest an
der Welle 14 der Umlegvorrichtung sitzenden Kurbel 13 angebracht ist. Die Welle 14 ist
in geeigneter Weise parallel zu der Welle 1
gelagert. Aufser der am rechtsseitigen Ende der Welle 14 befindlichen Kurbel 13 trägt
dieselbe an ihrem linksseitigen Ende den fest mit ihr verbundenen Kurbelarm 15, an welchem
der Prefshebel 16 derart drehbar befestigt ist, dafs er eine kurze Schwingung entgegen
der Spannung der starken Spiralfeder 17 ausführen kann, ohne den Kurbelarm 15 zu
beeinflussen und ohne eine Bewegung der Schwingwelle 14 zu verursachen. Zwischen
den Hebeln 15 und 13 ist auf derselben Welle
der Anschlag 18 angebracht, welcher sich im Wesentlichen in der Ebene des mit ihm zusammenwirkenden
Kupplungstheiles 5 befindet. Der Anschlag 18 trä'gt an seinem Ende einen
Vorsprung 19, der sich in der Ebene eines gewöhnlich von einer Antifrictionsrolle gebildeten
Ansatzes 20 des geraden Fortsatzes des Kupplungstheiles 5 befindet. Der Theil 5
besitzt ferner den mit der Antifrictionsrolle 22 versehenen Arm 21, welcher mittels der Rolle
in die Ausbuchtungen 4 des Kupplungstheiles 3 eingreifen kann. Zwischen dem dritten Ansatz
23 des Kupplungstheiles 5 und der auf der Kupplungsscheibe 6 befindlichen Nase 24
ist eine Spiralfeder 25 gelagert, welche die Antifrictionsrolle 22 mit einer der auf dem
Kupplungstheil 3 befindlichen Ausbuchtungen 4 in Eingriff zu halten strebt, um auf diese Weise
die Hülse 7 mit der Welle 1 des Packers zu verbinden und eine gemeinsame Drehung beider
Theile zu veranlassen. Tritt, wie weiter unten erläutert werden wird, die Antifrictionsrolle 20
in Eingriff mit dem Vorsprung 19, so findet
eine Schwingung des Kupplungstheiles 5 statt, wodurch die Antifrictionsrolle 22 aus der Ausbuchtung
des Kupplungstheiles 3 heraustritt, die Hülse 7 von der Welle 1 des Packers loslöst
und die weitere Drehung der Hülse verhindert.
Der Anschlag 18 für die Umlegvorrichtung war bei den bisherigen Einrichtungen radial
verstellbar an der Welle 14 angebracht, so dafs er eine Winkelbewegung ausführen konnte
und betreffs der Arbeitsstellung auch eine gewisse senkrechte Verstellbarkeit zuliefs. Bei
der Wirkung der Vorrichtung ergiebt sich jedoch eine ganz bedeutende Reibung und
gegenseitige Einwirkung der Ansätze 19 und 20 auf einander, so dafs sich sowohl infolge der
daraus mit der Zeit entstehenden Abnutzung dieser Theile, als auch aus anderen Ursachen
die gegenseitige Stellung der Ansätze 19 und 20, welche von dem Verhältnifs einer Reihe von
Einrichtungstheilen zu einander abhängt, ändern wird und so der Anschlag der Umlegvorrichtung
nicht mehr im gewünschten Augenblick in Wirksamkeit treten kann. Die Erfinderin hat,
in der Absicht, diesen Uebelstand zu vermeiden, verschiedentlich die Einstellung eines Anschlages
versucht, welcher nur eine Winkelbewegung um die Welle 14 oder eine gewisse
senkrechte Verstellbarkeit zuliefs; um eine vollkommen befriedigende Einstellung des Anschlags
zu erreichen, hat sich jedoch die Nothwendigkeit einer Einstellung in der Längsrichtung
ergeben, also eine Verschiebung, wodurch der Abstand des Ansatzes 19 von der Welle 14
nach Belieben geändert werden kann, um die für das regelmäfsige Arbeiten nothwendige
Berührung zwischen den Ansätzen 19 und 20 zu sichern. Die Erfindung ermöglicht, den
Anschlag nicht allein in der Längsrichtung, sondern gleichzeitig auch senkrecht einzustellen,
so dafs die gegenseitige Lage der Ansätze 19 und 20 nicht geändert wird. Die im Nachfolgenden beschriebene Construction ermöglicht
demnach die regelmäfsige und gleichförmige W'irkung dieser Theile.
Die Welle 14 ist, wie. aus Fig. 3 ersichtlich, mit einer Nabe 26 versehen, welche entweder
mit der Welle aus einem Stück bestehen oder daran durch geeignete Mittel, beispielsweise
durch einen Bolzen 27, befestigt sein kann. Die Nabe 26 trägt zwei Ansätze 28 und 29,
welche zu einander rechtwinklig angebracht sind. Der Ansatz 28 pafst in einen Längsschlitz
30 des Anschlags 18, welcher ferner einen durch eine entsprechende Oeffnung des
Ansatzes 29 hindurchtretenden Bolzen 31 aufnimmt. In ähnlicher Weise ist der Ansatz 28
von einem Bolzen 32 durchbohrt, welcher durch einen zweiten Längsschlitz 33 des Anschlags
18 hindurchreicht und durch eine übergeschraubte Mutter 34 die Einstellung des Anschlags
der Umlegvorrichtung in jeder beliebigen Stellung ermöglicht. Am hinteren
Ende des Anschlags 18 ist die Stellschraube 35
angebracht, welche durch den Anschlag hindurch bis in den Schlitz 30 hineinreicht und
sich gegen den Ansatz 28 legen kann. Die Stellschraube kann durch eine Mutter 36 festgestellt
werden. In ähnlicher Weise ermöglicht eine auf den Bolzen 31 ■ aufgesetzte
Mutter 37, den Ansatz 29 mit dem Anschlag 18 zu verschrauben und dessen senkrechte Verschiebung
auf diese Weise zu verhindern. Um nun eine gleichzeitige Verschiebung in der Längs- und in der Höhenrichtung· des Anschlags
18 zu ermöglichen, ist die Unterseite des Anschlags 29 in Form eines einspringenden
Winkels 38, 39 ausgebildet, welchem eine Erhöhung der Oberfläche des Anschlags i8 in
Form eines dem einspringenden Winkel genau entsprechenden stumpfen Winkels 40, 41 entspricht.
Aus den in Fig. 3 ausgezogen und punktirt angedeuteten Stellungen ist ersichtlich,
dafs eine Einstellung des Anschlags der Umlegvorrichtung in der Längsrichtung gleichzeitig
eine gewisse senkrechte Verschiebung zur Folge hat, und umgekehrt. Die gegenseitige Lage
der Winkelflächen ist so gewählt, dafs jede
Längsverschiebung des Ansatzes ig gleichzeitig die durch die Verschiebung nöthig gewordene
senkrechte Lagenänderung bedingt.
Eine besonders zweckmäfsige Ausführungsform der Lagerflächen zwischen dem Ansatz 29
und dem Anschlag 18 verdeutlichen Fig. 5 und 6. Statt der zwei winkligen Lagerflächen
sind die Lagerflächen hier curvenförmig ausgebildet, so dafs die sich entsprechenden
■Curven 42 und 43 entstehen, welche, wie leicht ersichtlich, in derselben Weise wirken,
wie die geneigten Flächen der Fig. 3 und 4. Die Krümmung derselben läfst sich sehr leicht
so wählen, dafs die der Längsverschiebung entsprechende senkrechte Lagenänderung die
genaue Einhaltung der gegenseitigen Lage des Ansatzes 19 zu der der Antifrictionsrolle 20
bedingt.
Wenn die Umlegvorrichtung sich in der richtigen Arbeitsstellung befindet, so legt sich
die Antifrictionsrolle 12 gegen einen durch ein Zwischenstück 45 an der Unterseite des
Flantsches des Rades 9 durch Gelenk befestigten Haken 44, welcher durch die auf den
am Flantsch 11 befestigten Bolzen 48 aufgesteckte Feder 47 nach aufsen gedrückt wird,
wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, wo die zuletzt genannten Theile durch punktirte Linien angedeutet
sind. In dieser Stellung des Kurbelarmes 13 stellt sich der Ansatz 19 des Anschlags
18 der Umlegvorrichtung gerade in den Weg des Ansatzes 20 der Kupplung. Durch
das Eingreifen der beiden Ansätze 19 und 20 tritt die Antifrictionsrolle 22 aus der Ausbuchtung
des Kupplungstheiles 3 heraus, so dafs die Hülse 7 die Drehung der Welle 1
des Packers nicht mitmachen kann und das Rad oder die Scheibe 9 nebst der Welle 10
des Bindeapparates keine Bewegung ausführt. Das Gewicht der sich bildenden Garbe wird
nun auf den Prefshebel 16 übertragen, bis die Garbe schwer genug ist, um die Spannung
der Feder 47 zu überwinden, so dafs der Haken 44 nach innen gedruckt wird und der
Kurbelarm 13 ebenfalls nach einwärts schwingen kann, wodurch wieder die Welle 14 gedreht
wird, deren Ausschlag den Ansatz 19 des Anschlags 18 aufser Eingriff mit dem Ansatz
20 der Kupplung bringt. Sobald dies .geschehen ist, äufsert sich die Wirkung der
Feder 25 auf den Kupplungstheil 5, so dafs der Kupplungstheil 3 mit der Scheibe 6 in
Verbindung tritt und die Drehung der Hülse 7 und damit die des Rades oder der Scheibe 9
ermöglicht. Bei der hier gezeichneten Ausführungsform entsprechen drei Umdrehungen
des Zahnrades 8 einer Umdrehung der Scheibe 9. Während der beiden ersten Umdrehungen des
Zahnrades 8, einer Zweidrittelumdrehung der Scheibe 9 entsprechend, wird die Antifrictionsrolle
12 durch das Gewicht der Garbe gegen den Flantsch 11 geprefst und dadurch der
Anschlag 18 mit seinem Ansatz 19 aufser Eingriff
mit dem Ansatz 20 des Kupplungstheiles 5 gehalten, wie dies durch punktirte Linien in
Fig. 2 angedeutet ist. Der Flantsch 11 erstreckt sich nun nur über zwei Drittel der
Oberfläche des Rades oder der Scheibe 9, so dafs während der dritten Umdrehung des Zahnrades 8 die Antifrictionsrolle 12 keinem Widerstände
begegnet und die jetzt fertig gebundene Garbe abgelegt wird, da infolge des Fehlens
des Flantsches der Kurbelarm 13 nach innen ausschlagen und der Bügel 16 niedersinken
und das Ablegen der Garbe ermöglichen kann. Wenn die Scheibe 9 eine volle Umdrehung
vollführt hat, legt sich die Antifrictionsrolle 12 des Kurbelarmes gegen den Haken 44, wodurch
die Schwingwelle 14 und die damit verbundenen Theile wieder in ihre frühere
Lage gebracht werden; der Anschlag. 19 stellt sich in den Weg des Anschlags 20, löst die
Kupplung aus und hebt auf diese Weise die Wirkung des Bindeapparates auf, bis eine neue
Garbe fertiggestellt worden ist.
Claims (2)
1. Kupplung zwischen Binder- und Antriebwelle bei Garbenbindern, dadurch gekennzeichnet,
dafs der Arm (18) mit Anschlag (19), welcher mit der Kupplung (5)
in Eingriff treten kann und durch das Gewicht der sich bildenden Garbe von der
Kupplung ausgelöst wird, gleichzeitig in der Längs- und in der Höhenrichtung verstellbar
ist, um die für regelmäfsiges Arbeiten nothwendige Berührung zwischen den Ansätzen
(19 und 20) zu sichern.
2. Eine Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch mit dem Anschlag (18) zu
verbindende Ansätze (28, 29) der Welle (14), von welchen der letztere einen Winkeleinschnitt
(39, Fig. 3) oder eine Krümmung (42, Fig. 6) zeigt, so dafs bei der durch eine Schraube (35) bewirkten Längsverschiebung
des Anschlags das Ende desselben auch in der Höhenrichtung verstellt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE109772T | 1899-08-16 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE109772C true DE109772C (de) | 1900-04-10 |
Family
ID=34427892
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1899109772D Expired DE109772C (de) | 1899-08-16 | 1899-08-16 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE109772C (de) |
-
1899
- 1899-08-16 DE DE1899109772D patent/DE109772C/de not_active Expired
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