DE109929C - - Google Patents

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DE109929C
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01G—WEIGHING
    • G01G23/00—Auxiliary devices for weighing apparatus
    • G01G23/02—Relieving mechanisms; Arrestment mechanisms

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Chain Conveyers (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind bereits Entlastungsvorrichtungen für Brückenwaagen gebaut, bei denen man versucht hat, die Verbindung oder die Trennung der Theile automatisch zu bewirken. So zeigt z. B. die Patentschrift 54475 eine Vorrichtung, bei welcher die selbstthätige Einschaltung eines Gliedes des Zuggestänges erfolgt. Der angestrebte Zweck, die Bedienung der Einrichtung zu vereinfachen, wird jedoch durch derartige Einrichtungen nur theilweise erreicht, da immer nur die eine Bewegung automatisch geschieht, während die andere Bewegung, in diesem Falle das Ausschalten, immer noch von Hand erfolgen mufs. . Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Entlastungsvorrichtung für Brückenwaagen, welche dadurch gekennzeichnet ist, dafs ein Glied des Zuggestänges sowohl selbstthätig aus- wie auch eingeschaltet wird, dafs also Aus- und Einschaltung völlig automatisch erfolgen. Die eigentliche Zugstange wird mit dem Oberbalkengehänge durch einen Bügel verbunden, welcher mit der Zugstange durch eine besondere Vorrichtung gehoben wird und hierbei durch geeignete Anschläge zum Ausschwingen gebracht wird, sobald er genügend weit von dem Gehänge abgehoben ist. Bei der darauf folgenden Senkung wird der Bügel durch eine besondere Führung in die senkrechte Normalstellung zurückgebracht, und es erfolgt beim Wiederheben automatisch eine erneute Kupplung des Zuggestänges, indem der Bügel das Oberbalkengehänge zur Seite drückt, bis die Theile wieder in einander greifen.
Die Zeichnung zeigt eine derartige Entlastungsvorrichtung in Fig. ι und 2 in der Arbeitsstellung, in Fig. 3 in dem Augenblick, in welchem eine Entkupplung der Theile eintritt.
Der in der üblichen Weise gelagerte Waagebalken n> trägt das Gehänge i, in welches das Verbindungsglied in Gestalt eines Bügels e eingehängt ist. An dieses schliefst sich unten ein Schäkel s an, in welchen dann die eigentliche Zugstange α eingreift, die in bekannter Weise mit dem Hebelwerk der Waage verbunden ist. An der Säule A der Waage ist eine Schiene d befestigt, auf welcher sich ein Gleitschuh c .bewegen kann. An dem Gleitschuh ist eine Gall'sche Kette befestigt, die über ein Kettenrad ν läuft, das durch eine Kurbel b gedreht werden kann, so dafs mittelst der Kurbel die Auf- und Abbewegung des Gleitschuhes c auf der Schiene d bewirkt wird.
Wie aus Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, ist der den Schäkel s mit dem Bügel e verbindende Bolzen f durch einen Stift f1 mit dem Bügel e starr verbunden, und es ist der Bolzen nach beiden Seiten verlängert, so dafs vorstehende Zapfen entstehen, die derart in der Bahn des Gleitschuhes c liegen, dafs dieser bei der Aufwärtsbewegung mit den Lagerschalen cl unter den Bolzen f fafst.
Am oberen Ende der Schiene d ist ein Vorsprung h angebracht, welcher in die Bahn eines ähnlichen Ansatzes m am Bügel e hineinreicht. Am oberen Theil der Säule A wird durch ein Horn k- eine schräge Fläche gebildet, ebenso
Bügel
1 unter den Bolzen f und hebt somit e mit dem Gestänge aufwärts.
befindet sich am Gehänge i eine schräge Fläche, die durch den Ansatz η gebildet wird.
Soll die Waage nun entlastet werden, so wird mittelst der Kurbel b in Richtung des eingezeichneten Pfeiles das Kettenrad ν gedreht, wodurch der Gleitschuh c auf der Schiene d aufwärts bewegt wird. Derselbe fafst mit den Lagern c
den
Hierbei kommen, und zwar sobald der Bügel e genügend weit vom Gehänge i abgehoben ist, die Anschläge m und h gegen einander zur Anlage, und es erhält bei der weiteren Aufwärtsbewegung des Gleitschuhes c der Bügel e eine Schwingbewegung, so dafs er in die Lage nach Fig. 3 kommt. Der Bügel legt sich hierbei auf die Schräge k, welche ihn bei der jetzt folgenden Senkung des Gleitschuhes in die senkrechte Lage zurückbewegt. Wird der Gleitschuh nun wieder gehoben, so wird der Bügel in der senkrechten Stellung durch die Reibung des Bolzens f in den Lagern des Gleitschuhes c derart festgehalten, dafs er das Gehänge i an der Schräge η so weit zur Seite drückt, bis der Haken des Gehänges i unter die Schneide des Bügels e fafst. :

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Entlastungsvorrichtung für Brückenwaagen, dadurch gekennzeichnet, dafs ein in das Zuggestänge eingeschalteter Bügel (e) beim Anheben durch Anschläge (h m) selbstthätig aus dem Gehänge (i) ausgehoben wird, während er beim Niedergang durch eine Schräge (k) in die Verticalstellung zurückgebracht wird, so dafs die erneute Kupplung durch einfaches Heben des Bügels (e) erfolgen kann.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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