DE1100548B - Schlauchwagen mit Haspel, insbesondere fuer die Land- und Gartenbewaesserung - Google Patents
Schlauchwagen mit Haspel, insbesondere fuer die Land- und GartenbewaesserungInfo
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Description
- Schlauchwagen mit Haspel, insbesondere für die Land-und Gartenbewäs serung Die Erfindung betrifft einen Schlauchwagen, insbesondere für die Land- und Gartenbewässerung, mit einem Haspel, der auf einem mit Laufrädern vers ehenen Fahrgestell gelagert und mit den Laufrädern derart kuppelbar ist, daß diese bei einer Fortbewegung des Fahrgestells den Haspel in Drehung versetzen und je nach der Fahrtrichtung ein Auf- bzw. Abwickeln des Schlauches bewerkstelligen.
- Bei den bekannten Schlauchwagen dieser Art wird die Bewegung der Laufräder durch einen Kettenantrieb oder durch ein Reibrad auf die Achse des Haspels übertragen, wobei das Übersetzungsverhältnis ohne Rücksicht auf den sich beim Auf- oder Abwickeln ändernden Durchmesser des Schlauchwickels konstant bleibt.
- Hieraus ergibt sich, daß die Länge des mit dem Schlauchwagen gefahrenen Weges nur während des Wickelns einer einzigen Schlauchlage mit der Länge des auf- oder abgewickelten Schlauches übereinstimmen kann, nämlich nur dann, wenn der Durchmesser der Laufräder gleich dem Wickeldurchmesser ist. Dies bringt es beim Gebrauch des Schlauchwagens mit sich, daß sich insbesondere beim Auf- oder Abwickeln größerer Schlauchlängen im Vergleich zur zurückgelegten Fahrstrecke des Wagens zwangläufig Längendifferenzen ergeben, die ein mehrmaliges Entkuppeln des Kraftschlusses zwischen den Laufrädern und dem Das pel bedingen und einen Ausgleich von Hand erforderlich machen. Vor allem bei Schlauchwagen mit einer wasserführenden Rohrachse des Haspels macht sich dies unangenehm bemerkbar, weil mit diesen Geräten meist während des Fahrens gesprengt und vornehmlich zwischen Beeten und auf engen Wegen gefahren wird, was mit häufiger Richtungsänderung verbunden ist und darum eine besonders exakte Schlauchführung erfordert. Abgesehen davon, daß demnach die bekannten Schlauchwagen der vorgenannten Art ihren eigentlichen Zweck. nur unzulänglich erfüllen, ist bei ihnen das Entkuppeln umständlich und macht unter Umständen einen erheblichen Kraftaufwand notwendig.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schlauchwagen zu schaffen, der während des Fahrens im eingekuppelten Zustande eine der zurückgelegten Fahrstrecke entsprechende Schlauchlänge auf- bzw. abwickelt. Das angestrebte Ziel wird erfindungsgemäß erreicht durch eine in bekannter Weise lösbare, die Umfangsgeschwindigkeit des Haspels aber in Abhängigkeit vom jeweiligen Wickeldurchmesser selbsttätig verändernde Kupplung zwischen Haspel und Laufrädern.
- Zu diesem Zweck werden die Laufräder vorteilhaft derart angeordnet, daß sie in der Kuppel stellung unmittelbar mit dem Trommelmantel des Haspels bzw. mit der jeweils äußeren Schlauchlage in kraftschlüssiger Berührung stehen. Dabei hat es sich als vorteilhaft erwiesen, die Haspelachse um einen außermittigen Drehpunkt am Fahrgestell des Wagens schwenkbar zu lagern, wodurch in einfacher Weise der bei einer Zu-oder Abnahme des Wickeldurchmessers eintretende Wechsel des Übersetzungsverhältnisses zwischen Haspel und Laufrädern begünstigt und das Ein- und Auskuppeln erleichtert wird. Der erfindungsgemäße Schlauchwagen gewährleistet eine ordnungsgemäße Ablage bzw. Aufnahme des Schlauches, was vor allem auf schmalen Wegen und beim Befahren von Kurven und Wegeecken von Vorteil ist. Der Schlauch liegt nach der Ablage ruhig auf dem Boden und braucht nicht hin- und hergezerrt zu werden, so daß Beschädigungen von Pflanzen durch Nachziehen des Schlauches vermieden werden. Nicht zuletzt kommt dem Schlauch aber auch eine schonende Behandlung durch den Erfindungsgegenstand zugute, was seine Lebensdauer günstig beeinflußt.
- In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht, und zwar zeigen: Fig. 1 und 2 den Schlauchwagen mit entkuppeltem bzw. gekuppeltem Haspel jeweils in Seitenansicht und Fahrstellung; Fig. 3 ist eine Vorderansicht in der Stellung nach Fig. 2, und Fig. 4 ist eine Seitenansicht mit gekuppeltem Haspel in Ruhestellung.
- Der Schlauchwagen besteht im wesentlichen aus dem Fahrgestell 5, den Laufrädern 6 und dem Schlauchhaspel 7. Das Fahrgestell 5 ist aus gebogenen Rohrprofilen zusammengeschweißt, die einerseits den Griffbügel 5 a und andererseits den Stützbügel 5b bilden. In den freien Enden des Stützbügels 5 b ist die Achse 8 für die Laufräder 6 gelagert, welche derart - angeordnet sind, daß sie im Verhältnis zum Schlauchhaspel 7 innerhalb der seitlichen Begrenzungen desselben stehen. Der Schlauchhaspel 7, der sich aus der Wickeltrommel 71 und den Seitenscheiben 7 b zusammensetzt, hat eine Rohrachse 9 und ist mit dieser in den Schenkelenden eines U-förmigen Bügels 10 gelagert, der seinerseits etwa auf der Mitte der Bügelschenkel bei 11 am Fahrgestell 5 schwenkbar angelenkt ist. Die Wickeltrommel 7 a trägt den Schlauch 12, dessen eines Ende in an sich bekannter Weise über den Abzweigstutzen 13 mit der Rohrachse 9 verbunden ist und dessen freies Ende an einen stationären Wasserhahn angeschlossen wird.
- An den beiden über die Lageraugen des Bügels 10 hinausragenden Enden9a der Rohrachse 9 (Fig.3) können beliebige Bewässerungsgeräte angeschlossen werden. In Fig. 3 ist am rechten Ende der Rohrachse 9 ein Schlauchstück 14 mit einer Verteilerbrause 15 angeschlossen, während das linke Ende der Rohrachse 9 verschlossen ist. Die Brause 15 bzw. das Schlauchstück 14 kann von Hand geführt oder an den Griffbügel 5 a angeklemmt werden.
- Da der Schlauchhaspel 7 in den Schenkelenden eines U-förmigen, um den Punkt 11 schwenkbaren Bügels 10 gelagert ist, kann das Kuppeln bzw. Entkuppeln zwischen dem Schlauchhaspel 7 und den Laufrädern 6 in einfacher Weise durch Umlegen des Bügels 10 von Hand oder mit dem Fuß erfolgen (Fig. 1 und 2). Im entkuppelten Zustande (Fig. 1) wird der Schlauchwagen an die Wasserquelle gefahren, ohne daß sich der Haspel 7 mit dem aufgewickelten Schlauch 12 dreht. Durch Schwenken des Bügels 10 in Richtung des strichpunktierten Pfeiles (Fig. 1) wird der Schlauchwickel mit den Laufrädern 6 in Berührung gebracht.
- Sobald nunmehr nach Anschluß des freien Schlauchendes 12 an die Wasserleitung mit dem Wagen gefahren wird, erfolgt ein Abwickeln des Schlauches, wobei die Länge des abgewickelten Schlauches der gefahrenen Wegstrecke entspricht. Da stets wenigstens eine Laufrolle mit der jeweils äußeren Schlauchlage oder dem Trommelmantel in Berührung bleibt und durch das Gewicht des Haspels 7 einen guten Reibschluß fiudet, ändert sich das Übersetzungsverhältnis zwischen den Laufrädern und dem Haspel und somit auch die Umfangsgeschwindigkeit des Haspels in Abhängigkeit vom jeweiligen Wickeldurchmesser. Beim Aufwickeln des Schlauches durch Zurückfahren des Wagens liegen die Verhältnisse analog. Durch Führen des Schlauches mit der Hand kann man ein gleichmäßiges Aufwickeln gewährleisten.
- Das Entkuppeln erfolgt durch Verschwenken des Bügels 10 und damit des Haspels 7 in Richtung der strichpunktierten Pfeile (Fig.2). Danach nimmt der Haspel 7 eine Lage ein, die er infolge Schwerpunktverlagerung auch dann beibehält, wenn der Wagen mit aufrecht gerichtetem Griffbügel 5 a unter Zuhilfenahme des Stützbügels 5 b abgestellt wird (vgl. Fig. 4).
- PATENTANSPR1JCHE: 1. Schlauchwagen, insbesondere für die Land-und Gartenbewässerung, mit einem Haspel, der auf einem mit Laufrädern versehenen Fahrgestell gelagert und mit den Laufrädern lösbar gekuppelt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Kupplung in einer kraftschlüssigen, die Umfangsgeschwindigkeit des Haspels in Abhängigkeit vom jeweiligen Wickeldurchmesser des Schlauches selbsttätig verändernden Verbindung zwischen den Laufrädern und dem Trommelmantel des Haspels bzw. der jeweils äußeren Schlauchlage auf der Trommel besteht.
Claims (1)
- 2. Schlauchwagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Laufräder in der Kuppelstellung unmittelbar mit dem Trommelmantel des Haspels bzw. der jeweils äußeren Schlauchlage in Berührung stehen.3. Schlauchwagen nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspelachse um einen außermittigen Drehpunkt am Fahrgestell des Wagens schwenkbar gelagert ist.4. Schlauchwagen nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Haspelachse in den Schenkelenden eines U-förmigen Bügels lagert, der seinerseits etwa auf der Mitte der Bügelschenkel am Fahrgestell des Wagens angelenkt ist.In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1 255 854, 1 545 546.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1958P0021323 DE1100548B (de) | 1958-09-09 | 1958-09-09 | Schlauchwagen mit Haspel, insbesondere fuer die Land- und Gartenbewaesserung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1958P0021323 DE1100548B (de) | 1958-09-09 | 1958-09-09 | Schlauchwagen mit Haspel, insbesondere fuer die Land- und Gartenbewaesserung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1100548B true DE1100548B (de) | 1961-02-23 |
Family
ID=600058
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1958P0021323 Pending DE1100548B (de) | 1958-09-09 | 1958-09-09 | Schlauchwagen mit Haspel, insbesondere fuer die Land- und Gartenbewaesserung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1100548B (de) |
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1958
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