DE110089C - Verfahren zur Herstellung einer goldhaltigen selbsttonenden photographischen Emulsion. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer goldhaltigen selbsttonenden photographischen Emulsion.

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DE110089C DE1897110089D DE110089DA DE110089C DE 110089 C DE110089 C DE 110089C DE 1897110089 D DE1897110089 D DE 1897110089D DE 110089D A DE110089D A DE 110089DA DE 110089 C DE110089 C DE 110089C
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KAISERLICHES
Die Wirkung der bisher bekannten selbsttonenden Papiere beruht darauf, dafs sich in dem Papier ein lösliches Goldsalz befindet, welches beim Fixiren in das Bad übertritt und nun nach Art der gewöhnlichen Tonfixirbäder die Tonung vornimmt.
Den Gegenstand des vorliegenden Patentes bildet nun ein Papier, bei welchem das Gold nicht blos Tonungsmittel, sondern auch Bildträger ist, d. h. von vornherein an dem Zustandekommen des Bildes, und zwar bereits vor der Tonung theilnimmt. Die Herstellung dieses Papiers beruht auf der Erkenntnifs, dafs, während Goldchlorid allein wenig oder fast gar nicht lichtempfindlich ist, das Goldsalz in Verbindung bezw in Gegenwart von Chlorbarium in wesentlich höherem Mafse lichtempfindlich wird. Das Verfahren zur Herstellung dieser Papiere besteht in folgendem:
Es werden zwei lichtempfindliche Lösungen bezw. Emulsionen hergestellt; die Zusammensetzung ist beispielsweise folgende:
i. Die lichtempfindliche Silberemulsion besteht aus
400 g 3 proc. Rohcollodium,
16 g salpetersaurem Silber, gelöst in 20 g destillirtem Wasser, und 30 g Alkohol.
5 bis 8 g eines Chlorsalzes, z.B. Lithium-, Magnesium-, Calcium- oder Strontiumchlorid in 20 g Wasser gelöst, wobei die Menge der einzelnen Salze so gewählt wird, dafs mindestens die dem salpetersauren Silber äquivalente Menge zur Anwendung kommt, und schliefslich
3 g einer organischen Säure, z. B. Citronensäure oder einer anderen geeigneten Säure, gelöst in 20 g Alkohol.
2. Die lichtempfindliche Goldlösung wird folgendermafsen hergestellt:
Zu einer Lösung von 0,1 g Goldchlorid in 100 Theilen Aetheralkohol werden ca. 5 Tropfen einer Lösung von 1 g Bariumchlorid in 40 g 40 proc. Alkohol zugeführt und mit 200 g 3 proc. Rohcollodium innig vermischt.
Es wird bemerkt, dafs das Chlorbarium in Gegenwart von Goldchlorid in dem Gemisch von Aetheralkohol und 40 proc. Alkohol vollkommen leicht löslich ist und auch in der Emulsion nicht ausfällt.
Die beiden Lösungen läfst man über Nacht ausreifen und giefst dann unter Schütteln 80 g der lichtempfindlichen Goldlösung in das obige Quantum fertiger Silberemulsion. Die so hergestellte gemischte Emulsion kann sofort gegossen werden. Die Blätter sind nach dem Trocknen sofort fertig zum Drucken.
Die auf diesem Papier copirten Bilder haben eine röthlich-braune Färbung und werden zwecks Tonung in ein Wasserbad gelegt, wobei dann der vom Lichte nicht zersetzte und in Lösung gehende Antheil des Goldchlorids wie bei den bekannten selbsttonenden Papieren als Tonungsmittel wirkt. Es genügt sodann eine darauf folgende Fixirung nebst weiterer Wasserwäsche, um absolut haltbare Bilder von einem satten dunklen Purpurton zu erhalten.
Das Verfahren unterscheidet sich von den bisher geübten, besonders auch dem durch die englischen Patente 6651/96 und 15852/96 bekannt gewordenen darin, dafs man eine gesonderte, lichtempfindliche Goldlösung dadurch herstellt, dafs das Goldsalz in Verbindung mit Bariumchlorid gebracht wird, wodurch es lichtempfindlicher wird.
In den genannten englischen Patenten wirkt das Chlorbarium lediglich als Chlorirungsmittel, d. h. zur Ueberführung von Silbernitrat in Silberchlorid, während bei dem vorliegenden Verfahren das Bariumchlorid kein Silbernitrat mehr vorfindet, sondern die Goldbariumlösung erst der fertigen, d. h. das Silber nur noch als Chlorsilber enthaltenden Emulsion zugesetzt wird. Nur so kann die Lichtempfindlichkeit des Bariumgoldsalzgemisches zur Wirkung kommen.
Infolge dessen kann auch der Effect, welcher durch das gegenwärtige Verfahren erzielt wird, nämlich ein satter Purpurton bei sonst vielleicht gleich zusammengesetzten Emulsionen nach dem englischen Verfahren nicht eintreten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung einer goldhaltigen· selbsttonenden photographischen Emulsion, dadurch gekennzeichnet^ daf^Ja^aaJiditeLiift,. YjjjJg
    d. Iy. kein lösliches Silbersalz mehr enthaltenden Silberemulsion zugesetzt wird.
DE1897110089D 1897-02-16 1897-02-16 Verfahren zur Herstellung einer goldhaltigen selbsttonenden photographischen Emulsion. Expired DE110089C (de)

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