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TECHNISCHES GEBIET
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Die vorliegende Erfindung betrifft ein Hydraulikbremssystem zum Bremsen eines Fahrzeugs.
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STAND DER TECHNIK
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Es ist ein in der folgenden Patentliteratur beschriebenes Hydraulikbremssystem bekannt, in welchem ein Druck eines von einer Hochdruckquelle gelieferten Arbeitsfluids durch ein elektromagnetisches Druckerhöhungs-Linearventil und ein elektromagnetisches Druckminderungs-Linearventil eingestellt wird und das Arbeitsfluid, dessen Druck eingestellt ist, einer für ein Rad vorgesehenen Bremsvorrichtung zugeführt wird, wodurch die Bremsvorrichtung eine Bremskraft in Übereinstimmung mit dem Druck des Arbeitsfluids erzeugt. In solch einem System, nämlich in einem System, in welchem die Größe der Bremskraft von dem durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil eingestellten Druck abhängt (nachstehend, wo geeignet, als „Linearventile verwendendes Druckeinstellsystem” bezeichnet), wird die Bremskraft gesteuert durch Steuern eines an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstroms.
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ZITIERLISTE
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PATENTLITERATUR
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- Patentliteratur 1: JP-A-2011-156998
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Technisches Problem
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In dem oben beschriebenen Linearventile nutzenden Druckeinstellsystem wird eine bessere Steuerung der Bremskraft gewährleistet mittels Durchführens einiger Verbesserungen an einer Technik zum Steuern des an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstroms. Im Ergebnis kann die Gebrauchseignung des Linearventile nutzenden Druckeinstellsystems gesteigert werden. In Anbetracht solcher Umstände ist es ein Ziel der Erfindung, ein Hydraulikbremssystem mit hoher Gebrauchseignung bereitzustellen.
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Problemlösung
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Um das oben angegebene Ziel zu erreichen, ist ein Hydraulikbremssystem gemäß der Erfindung eingerichtet, sodass ein Druck eines von einer Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids durch ein elektromagnetisches Druckerhöhungs-Linearventil und ein elektromagnetisches Druckminderungs-Linearventil eingestellt wird und sodass eine für ein Rad vorgesehene Bremsvorrichtung eine Bremskraft mit einer Größe erzeugt, die von dem durch die Linearventile eingestellten Druck abhängt. In dem erfindungsgemäßen Hydraulikbremssystem sind die folgenden Steuerungen selektiv ausführbar als eine Steuerung für die an das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerströme: eine Rückwärtsregelung, die auf einer Differenz zwischen einer Aktuellbremskraftkennziffer und einer Sollbremskraftkennziffer basiert, und eine auf der Sollbremskraftkennziffer basierende Vorwärtsregelung, die ausgeführt wird mittels in einen Ventilgleichgewichtszustand Bringens von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil. Außerdem wird in der Vorwärtsregelung ein Erregerstrom an wenigstens eines von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil geliefert, wobei der Erregerstrom größer ist als ein Erregerstrom gemäß einer vorbestimmten Relation zwischen einer Bremskraftkennziffer und einem Erregerstrom in dem Ventilgleichgewichtszustand.
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Vorteilhafte Wirkungen der Erfindung
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Nach dem erfindungsgemäßen Hydraulikbremssystem ist zusätzlich zur Rückwärtsregelung die Vorwärtsregelung, welche nicht von der Aktuellbremskraftkennziffer abhängt, ausführbar. Ferner wird auch in der Vorwärtsregelung eine ausreichende Bremskraft erzielt. Dementsprechend hat das erfindungsgemäße Hydraulikbremssystem eine hohe Gebrauchseignung.
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Ausprägungen der Erfindung
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Es werden anhand von Beispielen diverse Ausprägungen einer Erfindung, die als beanspruchbar erachtet wird, aufgezeigt und erläutert werden. (Die Erfindung wird nachstehend, wo geeignet, als „beanspruchbare Erfindung” bezeichnet werden.) Jede der Ausprägungen ist wie die anhängenden Ansprüche nummeriert und hängt gegebenenfalls von der anderen Ausprägung oder den anderen Ausprägungen ab. Dies dient dem leichteren Verständnis der beanspruchbaren Erfindung, und es ist zu verstehen, dass Kombinationen von Teilelementen, welche die Erfindung bilden, nicht auf jene beschränkt sind, die in den folgenden Ausprägungen beschrieben sind. Das heißt, es ist zu verstehen, dass die beanspruchbare Erfindung im Lichte der folgenden Beschreibung von diversen Ausprägungen und einer Ausführungsform interpretiert werden sollte. Es ist ferner zu verstehen, dass jede Ausprägung, in welcher ein oder mehrere Teilelemente hinzugefügt ist/sind zu- oder weggelassen ist/sind von irgendeiner der folgenden Ausprägungen, als eine Ausprägung der beanspruchbaren Erfindung erachtet werden kann, solange die beanspruchbare Erfindung auf diese Weise interpretiert wird. Einige der beanspruchbaren Erfindungen entsprechen Erfindungen, die in den Ansprüchen beschrieben sind.
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In den folgenden Ausprägungen entsprechen die Ausprägungen (1)–(14) den jeweiligen Ansprüchen 1–14.
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<Basisausprägungen>
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(1) Ein Hydraulikbremssystem zum Bremsen eines Fahrzeugs, aufweisend:
eine Hochdruckquellenvorrichtung, die eingerichtet ist zum Liefern eines Arbeitsfluids, das mit hohem Druck beaufschlagt ist,
ein elektromagnetisches Druckerhöhungs-Linearventil und ein elektromagnetisches Druckminderungs-Linearventil, die eingerichtet sind, einen Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids auf einen Einstelldruck einzustellen,
eine Bremsvorrichtung, die an einem Rad vorgesehen ist und die eingerichtet ist, das Arbeitsfluid, welches den Einstelldruck oder einen Druck in Übereinstimmung mit dem Einstelldruck hat, zu empfangen und eine Bremskraft mit einer Größe in Übereinstimmung mit dem Druck des empfangenen Arbeitsfluids zu erzeugen,
einen Bremskraftkennzifferdetektor, der eingerichtet ist, eine die Bremskraft kennzeichnende Bremskraftkennziffer zu erfassen, und
eine Steuervorrichtung, die eingerichtet ist, die durch die Bremsvorrichtung erzeugte Bremskraft zu steuern mittels Steuerns eines an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstroms,
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, selektiv eine auszuführen von: (a) einer Rückwärtsregelung, in welcher eine Rückkopplungskomponente, die eine Komponente des an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstroms ist, bestimmt wird basierend auf einer Differenz zwischen einer von dem Bremskraftkennzifferdetektor erfassten Aktuellbremskraftkennziffer und einer Sollbremskraftkennziffer, welche eine Vorgabe für die Bremskraftkennziffer in einer Steuerung ist, um die Differenz zu verringern, und in welcher der Erregerstrom, welcher die Rückkopplungskomponente enthält, an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil geliefert wird, und (b) einer Vorwärtsregelung, in welcher eine Vorwärtskopplungskomponente, die eine Komponente des an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstroms ist, bestimmt wird basierend auf der Sollbremskraftkennziffer, um jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil in einen Ventilgleichgewichtszustand zu bringen, der eine Grenze zwischen einem Ventiloffenzustand und einem Ventilgeschlossenzustand ist, und in welcher der Erregerstrom, welcher aus der Vorwärtskopplungskomponente besteht, an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil geliefert wird, und
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, wenn die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, den an wenigstens eines von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom so zu bestimmen, dass er gleich zu einem Wert ist, der in Richtung zu einer Seite hin verschoben ist, auf welcher die Bremskraft groß ist, im Vergleich zu dem Erregerstrom in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird in Übereinstimmung mit einer vorbestimmten Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom in dem Ventilgleichgewichtszustand.
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In dem System gemäß dieser Ausprägung erzeugt die Bremsvorrichtung eine Bremskraft mit einer Größe, die von dem durch das elektromagnetische Druckerhöhungs-Linearventil und das elektromagnetische Druckminderungs-Linearventil eingestellten Druck des Arbeitsfluids abhängt. In dem System gemäß dieser Ausprägung können das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil in Reihe zwischen der Hochdruckquellenvorrichtung als einer Hochdruckquelle und einer Niederdruckquelle angeordnet sein und kann ein zwischen den beiden Linearventilen vorhandener Druck des Arbeitsfluids durch die beiden Linearventile eingestellt werden. Das System gemäß dieser Ausprägung kann so konfiguriert sein, das Arbeitsfluid, welches einen durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil eingestellten Druck hat (nachstehend, wo geeignet, als „Einstelldruck” bezeichnet), direkt an die Bremsvorrichtung geliefert wird. Ferner kann das System gemäß dieser Ausprägung so konfiguriert sein, dass das Arbeitsfluid, welches den Einstelldruck hat, an einen Druckregler oder eine Hauptzylindervorrichtung geliefert wird und das einen Druck in Übereinstimmung mit dem Einstelldruck aufweisende Arbeitsfluid von dem Druckregler oder der Hauptzylindervorrichtung an die Bremsvorrichtung geliefert wird, wie später erläutert. Außerdem kann das System nach dieser Ausprägung so konfiguriert sein, dass das den Einstelldruck aufweisende Arbeitsfluid an den Druckregler geliefert wird, das Arbeitsfluid, welches einen Druck in Übereinstimmung mit dem Einstelldruck hat, von dem Druckregler an die Hauptzylindervorrichtung geliefert wird und das Arbeitsfluid, welches auf einen Druck in Übereinstimmung mit dem Druck druckbeaufschlagt ist, von der Hauptzylindervorrichtung an die Bremsvorrichtung geliefert wird.
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Die „Bremskraftkennziffer” in dieser Ausprägung gibt direkt oder indirekt die durch die Bremsvorrichtung erzeugte Bremskraft an, genauer die Größe der Bremskraft. In dieser Ausprägung kann die von der Bremsvorrichtung erzeugte Bremskraft an sich als die Bremskraftkennziffer verwendet werden oder kann der Druck des an die Bremsvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. Um konkreter zu sein, kann, falls das System so konfiguriert ist, dass das den Einstelldruck aufweisende Arbeitsfluid direkt in die Bremsvorrichtung eingeleitet wird, der Einstelldruck an sich als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. Falls das System die Hauptzylindervorrichtung aufweist und so konfiguriert ist, dass das von der Hauptzylindervorrichtung gelieferte Arbeitsfluid an die Bremsvorrichtung geliefert wird, kann ein Druck des von der Hauptzylindervorrichtung gelieferten Arbeitsfluids (nachstehend, wo geeignet, als „Hauptdruck” bezeichnet) als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. Falls das System einen Druckregler hat, der eingerichtet ist, den Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids zu regulieren, und das Arbeitsfluid, dessen Druck reguliert ist, zu liefern, und die Bremsvorrichtung die Bremskraft mit einer Größe in Übereinstimmung mit dem Druck des von dem Druckregler gelieferten Arbeitsfluids erzeugt, kann der Druck des von dem Druckregler gelieferten Arbeitsfluids (nachstehend, wo geeignet, als „Lieferdruck des Druckreglers” bezeichnet) als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. Falls der Druckregler eingerichtet ist, den Druck des davon gelieferten Arbeitsfluids in Übereinstimmung mit einem darin eingeleiteten Steuerdruck zu regeln, kann der Steuerdruck als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. In diesem Zusammenhang dient, falls der Einstelldruck als der Steuerdruck eingeleitet wird, der Einstelldruck als die Bremskraftkennziffer. Falls der Druck des Arbeitsfluids, wie beispielsweise der Einstelldruck, der Hauptdruck, der Lieferdruck des Druckreglers oder der Steuerdruck, als die Bremskraftkennziffer verwendet wird, kann ein Hydraulikdrucksensor zum Erfassen jedes dieser Drücke als der „Bremskraftkennzifferdetektor” verwendet sein.
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Die „Sollbremskraftkennziffer” ist eine Vorgabe zum Steuern der Bremskraft und ist eine Bremskraftkennziffer mit einem Wert, der zu einer Sollbremskraft korrespondiert, welche eine von der Bremsvorrichtung zu erzeugende Bremskraft ist. Genauer ist, falls der Druck des Arbeitsfluids, wie beispielsweise der Einstelldruck, der Hauptdruck, der Lieferdruck des Druckreglers oder der Steuerdruck, als die Bremskraftkennziffer verwendet wird, die Sollbremskraftkennziffer ein Solleinstelldruck, ein Sollhauptdruck, ein Solllieferdruck des Druckreglers oder ein Sollsteuerdruck. Die Sollbremskraftkennziffer kann bestimmt werden auf Basis eines Ausmaßes einer Bremsbetätigung. Genauer kann, falls das System gemäß dieser Ausprägung mit einem Bremsbetätigungselement, wie beispielsweise einem Bremspedal, ausgerüstet ist, an welchem ein Fahrer die Bremsbetätigung durchführt, die Sollbremskraftkennziffer bestimmt werden auf Basis eines Bremsbetätigungsausmaßes, welches ein Betätigungsausmaß des Bremsbetätigungselementes ist, einer Bremsbetätigungskraft, welche eine dem Bremsbetätigungselement durch den Fahrer beaufschlagte Betätigungskraft ist, usw. Falls das Hydraulikbremssystem gemäß dieser Ausprägung an Fahrzeugen wie Hybridfahrzeugen mit einem generatorischen Bremssystem montiert ist, kann die Bremskraftkennziffer bestimmt werden bei Berücksichtigung einer generatorischen Bremskraft, welche eine durch das generatorische Bremssystem erzeugte Bremskraft ist.
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In dem System gemäß dieser Ausprägung sind beide von der Rückwärtsregelung und der Vorwärtsregelung selektiv ausführbar in Bezug auf die Steuerung des an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstroms. Kurz gesagt ist die Rückwärtsregelung eine Steuerung, die auf sowohl der Sollbremskraftkennziffer als auch der Aktuellbremskraftkennziffer basiert, wohingegen die Vorwärtsregelung eine Steuerung ist, die nicht auf der Aktuellbremskraftkennziffer basiert, sondern auf der Sollbremskraftkennziffer basiert. Da die beiden Steuerungen in dem System gemäß dieser Ausprägung ausführbar sind, wird eine geeignete der beiden Steuerungen ausgewählt und ausgeführt in Abhängigkeit von einem Zustand des Fahrzeugs, einer Fahrsituation des Fahrzeugs usw. Wie später erläutert, ist es möglich, die Vorwärtsregelung in einem Fall auszuwählen und auszuführen, in dem zum Beispiel infolge einer Störung des Bremskraftkennzifferdetektors die auf der Aktuellbremskraftkennziffer basierende Steuerung nicht ausgeführt werden kann. Die in der Rückwärtsregelung verwendete Bremskraftkennziffer und die in der Vorwärtsregelung verwendete Bremskraftkennziffer können sich voneinander unterscheiden. Um konkreter zu sein, ist es in dem mit dem Druckregler ausgerüsteten System möglich, in der Rückwärtsregelung eine auf dem Lieferdruck des Druckreglers basierende Steuerung auszuführen und in der Vorwärtsregelung eine auf dem Steuerdruck (dem Einstelldruck) basierende Steuerung auszuführen.
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Wie später im Detail erläutert, werden in üblichen Druckerhöhungs-Linearventilen und Druckminderungs-Linearventilen ein Ventilöffnungsgrad, welcher ein Leichtigkeitsgrad ist, mit welchem die Ventile geöffnet werden (ein Ventilschließgrad ist ein Leichtigkeitsgrad, mit welchem die Ventile geschlossen werden), und ein Ventilöffnungsdruck (ein Ventilschließdruck) durch eine Federvorspannkraft eines Federvorspannmechanismus, wie beispielsweise einer Feder, eine druckdifferenzbasierte Wirkkraft und eine elektromagnetische Wirkkraft bestimmt. In einem Zustand, in welchem diese Kräfte miteinander im Gleichgewicht sind, ist ein Grenzzustand zwischen einem Ventiloffenzustand und einem Ventilgeschlossenzustand, nämlich der oben angegebene Ventilgleichgewichtszustand, hergestellt. Eine Komponente des Erregerstroms zum Herstellen dieses Zustandes ist die oben angegebene Vorwärtskopplungskomponente. In der folgenden Erläuterung wird jeder von einem Druck auf der strömungsabwärtigen Seite des Druckerhöhungs-Linearventils im Ventilgleichgewichtszustand und einem Druck auf der strömungsaufwärtigen Seite des Druckminderungs-Linearventils im Ventilgleichgewichtszustand, nämlich der Einstelldruck im Ventilgleichgewichtszustand, als „Ventilgleichgewichtsdruck” bezeichnet werden, welcher einen Druck meint, bei welchem der Ventiloffenzustand und der Ventilgeschlossenzustand ausbalanciert sind.
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Genauer ist die Federvorspannkraft eine Eigenkraft von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil. Für das Druckerhöhungs-Linearventil wird die druckdifferenzbasierte Wirkkraft bestimmt in Abhängigkeit von einem Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids (nachstehend, wo geeignet, als „Hochdruckquellendruck” bezeichnet) und dem Einstelldruck. Da die Bremskraftkennziffer und der Einstelldruck miteinander korrelieren, wird die druckdifferenzbasierte Wirkkraft bestimmt auf Basis des Hochdruckquellendrucks und der Bremskraftkennziffer. Für das Druckminderungs-Linearventil wird die druckdifferenzbasierte Wirkkraft bestimmt in Abhängigkeit von einem Druck der Niederdruckquelle (nachstehend, wo geeignet, als „Niederdruckquellendruck” bezeichnet) und dem Einstelldruck. Demgemäß wird die druckdifferenzbasierte Wirkkraft bestimmt auf Basis des Niederdruckquellendrucks und der Bremskraftkennziffer. Wie oben erläutert, wird der Ventilgleichgewichtszustand hergestellt in dem Zustand, in welchem die Federvorspannkraft, die druckdifferenzbasierte Wirkkraft und die elektromagnetische Wirkkraft miteinander im Gleichgewicht sind, und hängt die elektromagnetische Wirkkraft von dem Erregerstrom ab. Demgemäß korrelieren im Ventilgleichgewichtszustand die Bremskraftkennziffer und der Erregerstrom miteinander. Auf Basis der Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand (nachstehend, wo geeignet, als „Korrelation” bezeichnet) ist es möglich, die an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil zu liefernde Vorwärtskopplungskomponente zu bestimmen. In diesem Zusammenhang kann die Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand vorbestimmt sein auf Basis der Federvorspannkraft oder dergleichen von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil.
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In einer üblichen Vorwärtsregelung kann die druckdifferenzbasierte Wirkkraft zum Beispiel auf Basis der Sollbremskraftkennziffer bestimmt werden. Genauer wird die druckdifferenzbasierte Wirkkraft in einem Zustand bestimmt, in welchem der zu der Sollbremskraftkennziffer korrespondierende Einstelldruck gleich zu dem Ventilgleichgewichtsdruck ist, und kann der Erregerstrom auf Basis der bestimmten druckdifferenzbasierten Wirkkraft bestimmt werden. Mit anderen Worten kann die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt werden auf Basis der Sollbremskraftkennziffer gemäß der Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand. Da die Rückwärtsregelung von der Rückkopplungskomponente abhängt, folgt die Bremskraft adäquat der Sollbremskraft, wodurch die Bremskraft mit relativ hoher Genauigkeit gesteuert werden kann. Im Gegensatz dazu hängt die Vorwärtsregelung nicht von der Rückkopplungskomponente ab und ist demgemäß der Rückkopplungssteuerung in Bezug auf die Genauigkeit der Bremskraft unterlegen. Insbesondere ändert sich infolge von Änderungen in den Eigenschaften des Druckerhöhungs-Linearventils und des Druckminderungs-Linearventils über die Zeit oder die Jahre ebenfalls die oben angegebene Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand. Demgemäß wird, falls die Vorwärtskopplungskomponente gemäß einer zum Zeitpunkt der Herstellung oder dem Versand von Fahrzeugen vorgegebenen Korrelation bestimmt wurde, angenommen, dass die Genauigkeit der Bremskraft beträchtlich vermindert sein kann. Das heißt, es kann eine Möglichkeit geben, dass die durch die Bremsvorrichtung erzeugte Bremskraft beträchtlich von der Bremskraft abweicht, die erzeugt werden sollte, was das Risiko eines Bremskraftmangels bewirkt.
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In der Vorwärtsregelung des Systems gemäß dieser Ausprägung wird bei Berücksichtigung des oben beschriebenen Bremskraftmangels der an wenigstens eines von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferte Erregerstrom so bestimmt, dass er nicht gleich zu einem Erregerstrom in einem Fall ist, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente gemäß der vorgegebenen Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand bestimmt wird, sondern gleich zu einem Erregerstrom ist, mittels welchem eine größere Bremskraft erzeugt wird als eine Bremskraft, die durch den gemäß der vorgegebenen Korrelation bestimmten Erregerstrom erzeugt wird. In dem System gemäß dieser Ausprägung kann daher eine ausreichende Bremskraft sogar unter der Vorwärtsregelung erzielt werden. Ob der Ventilgleichgewichtsdruck durch eine Erhöhung im Erregerstrom hoch oder niedrig wird, hängt von der Struktur von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil ab. Der Ventilgleichgewichtsdruck ist in einigen Linearventilen hoch und ist in anderen Linearventilen niedrig. Demgemäß hängt das Verschieben des Erregerstroms in Richtung zu der Seite hin, auf welcher die Bremskraft groß ist, von der Struktur von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil ab und wird der Erregerstrom in einigen Fällen erhöht, wohingegen der Erregerstrom in anderen Fällen vermindert wird.
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In dem System gemäß dieser Ausprägung ist es nicht notwendigerweise erforderlich, dass die Rückwärtsregelung und die Vorwärtsregelung für jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil ausgeführt werden in allen von einem Zustand, in welchem die Bremskraft erhöht wird (nachstehend, wo geeignet, als „Bremskrafterhöhungszustand” bezeichnet), einem Zustand, in welchem die Bremskraft konstant gehalten wird (nachstehend, wo geeignet, als ein „Bremskraftkonstantzustand” bezeichnet), und einem Zustand, in welchem die Bremskraft vermindert wird (nachstehend, wo geeignet, als ein „Bremskraftminderungszustand” bezeichnet). Das heißt, es braucht in einem dieser Zustände in der Bremsbetätigung nicht die gleiche Rückwärtsregelung und Vorwärtsregelung wie in einem anderen dieser Fälle für wenigstens eines von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil ausgeführt zu werden, oder es brauchen die Rückwärtsregelung und die Vorwärtsregelung an sich nicht ausgeführt zu werden. Zum Beispiel ist es in dem Bremskraftminderungszustand möglich, einen Erregerstrom an das Druckerhöhungs-Linearventil zu liefern, um das Druckerhöhungs-Linearventil ständig in den Ventilgeschlossenzustand zu stellen, oder es ist möglich, überhaupt keinen Erregerstrom an das Druckerhöhungs-Linearventil zu liefern, um das Druckerhöhungs-Linearventil ständig in den Ventilgeschlossenzustand zu stellen. In dem Bremskrafterhöhungszustand ist es möglich, einen Erregerstrom an das Druckminderungs-Linearventil zu liefern, um das Druckminderungs-Linearventil ständig in den Ventilgeschlossenzustand zu stellen, oder es ist möglich, überhaupt keinen Erregerstrom an das Druckminderungs-Linearventil zu liefern, um das Druckminderungs-Linearventil ständig in den Ventilgeschlossenzustand zu stellen. Ferner ist es im Bremskraftkonstantzustand möglich, an wenigstens eines von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil einen Erregerstrom zu liefern, der um eine bestimmte Spanne größer oder kleiner als ein Erregerstrom in dem Bremskrafterhöhungszustand oder dem Bremskraftminderungszustand ist.
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<Steuerungsvariationen>
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Die folgenden Ausprägungen betreffen Variationen der Vorwärtsregelung und der Rückwärtsregelung.
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(2) Das Hydraulikbremssystem gemäß der Ausprägung (1), wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, als die Vorwärtskopplungskomponente den Erregerstrom gemäß der vorbestimmten Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand zu bestimmen auf Basis der von dem Bremskraftkennzifferdetektor erfassten Aktuellbremskraftkennziffer, und eingerichtet ist, in der Rückwärtsregelung einen Erregerstrom, welcher die bestimmte Vorwärtskopplungskomponente und die Rückkopplungskomponente enthält, an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil zu liefern.
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In dem System gemäß dieser Ausprägung wird der Erregerstrom, in welchem die Rückkopplungskomponente zu der Vorwärtskopplungskomponente hinzugefügt ist, in der Rückwärtsregelung an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil geliefert. Das heißt, der Erregerstrom wird bestimmt gemäß sowohl der Technik der Rückwärtsregelung als auch der Technik der Vorwärtsregelung, und der bestimmte Erregerstrom wird an jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil geliefert. Die Rückwärtsregelung gemäß dieser Ausprägung gewährleistet eine ziemlich gute Steuerung der Bremskraft.
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Im Gegensatz zu der in der Vorwärtsregelung bestimmten Vorwärtskopplungskomponente wird die in der Rückwärtsregelung gemäß dieser Ausprägung bestimmte Vorwärtskopplungskomponente gemäß der vorbestimmten Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand auf der Basis der von dem Bremskraftkennzifferdetektor erfassten Aktuellbremskraftkennziffer bestimmt. Zum Beispiel wird die druckdifferenzbasierte Wirkkraft in einem Zustand, in welchem der zu der Aktuellbremskraftkennziffer korrespondierende Einstelldruck gleich zu dem Ventilgleichgewichtsdruck ist, gemäß einer Technik bestimmt, die ähnlich zu jener in der Vorwärtsregelung ist, und wird die Vorwärtskopplungskomponente auf Basis der bestimmten druckdifferenzbasierten Wirkkraft bestimmt.
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(3) Das Hydraulikbremssystem gemäß der Ausprägung (1) oder (2), wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, die Rückwärtsregelung in einem Normalzustand auszuführen, und eingerichtet ist, die Vorwärtsregelung in dem Fall einer Störung des Bremskraftkennzifferdetektors auszuführen.
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Wie oben erläutert, ist es, wenn der Bremskraftkennzifferdetektor einen Betriebsausfall hat, unmöglich, die Rückwärtsregelung auszuführen, mittels welcher die Bremskraft mit relativ hoher Genauigkeit gesteuert werden kann, da die Aktuellbremskraftkennziffer nicht erfasst werden kann. Gemäß dieser Ausprägung kann sogar im Fall der Störung des Bremskraftkennzifferdetektors die Bremskraft durch Ausführen der Vorwärtsregelung erzeugt werden, sodass ein System, das exzellent in Bezug auf Ausfallsicherheit ist, erstellt werden kann.
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<Beschränkungen bezüglich einer Verschiebung der Vorwärtskopplungskomponente>
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In den folgenden Ausprägungen werden Beschränkungen bezüglich einer Verschiebung der Vorwärtskopplungskomponente in der Vorwärtsregelung hinzugefügt.
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(4) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(3),
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, in der Rückwärtsregelung eine Abweichung einer aktuellen Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand von der vorbestimmten Relation zu erfassen, und
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, wenn die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, den an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom zu bestimmen, sodass er gleich zu einem Erregerstrom in einem Fall ist, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird gemäß einer Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand zur Zeit des Auftretens der erfassten Abweichung.
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Gemäß dieser Ausprägung wird die Vorwärtsregelung ausgeführt auf Basis der aktuell in der Rückwärtsregelung erlangten Abweichung der Korrelation von der vorbestimmten Korrelation, wodurch die Bremskraft in der Vorwärtsregelung mit relativ hoher Genauigkeit gesteuert werden kann. Falls die Abweichung periodisch oder sukzessive erfasst wird, kann die größte der erfassten Abweichungen identifiziert werden und kann die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt werden gemäß der Korrelation zur Zeit des Auftretens der identifizierten Abweichung.
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(5) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(3),
wobei die vorbestimmte Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand in einen vorbestimmten Spezifizierungsbereich fällt, und
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, wenn die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, den an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom zu bestimmen, sodass er gleich zu einem Erregerstrom in einem Fall ist, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird gemäß einer Relation, die zu einer unteren Grenze der Bremskraft in dem Spezifizierungsbereich korrespondiert.
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Im Allgemeinen wird bei Inbetrachtziehen von Qualitätsschwankungen, welche von einem Herstellungsgesichtspunkt her unvermeidbar sind, ein bestimmtes Toleranzausmaß zum Zulassen von Schwankungen in Eigenschaften des Druckerhöhungs-Linearventils und des Druckminderungs-Linearventils festgelegt. Die Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand, welche für jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil vorbestimmt ist, unterscheidet sich unter individuellen Ventilen. Jedoch fallen die für die individuellen Ventile vorbestimmten Korrelationen wegen der oben angegebenen Toleranz in einen bestimmten Bereich. Dieser Bereich wird als der „Spezifizierungsbereich” bezeichnet. Unter den Relationen innerhalb des Spezifizierungsbereichs wird eine Relation, bei welcher der Ventilgleichgewichtsdruck der niedrigste ist, wenn ein gegebener Erregerstrom zugeführt ist, nämlich eine Relation, bei welcher die Bremskraft die kleinste ist, wenn ein gegebener Erregerstrom zugeführt wird, als die „zu einer unteren Grenze der Bremskraft korrespondierende Relation” bezeichnet. Gemäß dieser Ausprägung wird in der Vorwärtsregelung an das Druckerhöhungs-Linearventil und/oder das Druckminderungs-Linearventil ein Erregerstrom in einem Fall geliefert, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird auf Basis der Sollbremskraftkennziffer gemäß der Relation, nämlich ein Erregerstrom, welcher die Erzeugung der größten Bremskraft innerhalb der Toleranz der Eigenschaften des Druckerhöhungs-Linearventils und/oder des Druckminderungs-Linearventils ermöglicht. Diese Ausprägung ermöglicht es, dass in der Vorwärtsregelung eine ausreichende Bremskraft gewährleistet wird.
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(6) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(3),
wobei die vorbestimmte Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand in einen vorbestimmten Spezifizierungsbereich fällt, und
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, wenn die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, den an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom zu bestimmen, sodass er gleich zu einem Erregerstrom in einem Fall ist, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird gemäß einer Relation, die verschoben ist in Richtung zu einer unteren Grenze der Bremskraft in Bezug auf eine Mitte der Bremskraft, welche mittig der unteren Grenze und der oberen Grenze der Bremskraft in dem Spezifizierungsbereich ist.
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In dieser Ausprägung wird ein Erregerstrom bestimmt in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird auf Basis der Sollbremskraftkennziffer gemäß einer Relation, die in Richtung zu einer unteren Grenze der Bremskraft in Bezug auf die Mitte des Spezifizierungsbereichs verschoben ist. Im Ergebnis wird der Erregerstrom, welcher eine Erzeugung einer relativ großen Bremskraft ermöglicht, in der Vorwärtsregelung an das Druckerhöhungs-Linearventil und/oder das Druckminderungs-Linearventil geliefert. Daher gewährleistet diese Ausprägung eine Bremskraft in einigem Ausmaß.
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(7) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(6), wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, wenn die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, den an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom zu bestimmen, sodass er gleich zu einem Wert ist, welcher um einen gegebenen Strombetrag in Richtung zu der Seite hin verschoben ist, auf welcher die Bremskraft groß ist, im Vergleich zu dem Erregerstrom in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird gemäß der vorbestimmten Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand.
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Gemäß dieser Ausprägung wird der dem Druckerhöhungs-Linearventil und/oder dem Druckminderungs-Linearventil gelieferte Erregerstrom unabhängig von dem Wert der Sollbremskraftkennziffer um einen gegebenen Stromwert von dem Erregerstrom in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente gemäß der vorbestimmten Korrelation bestimmt wird, verschoben. Diese Ausprägung ermöglicht es, dass die Bremskraft in der Vorwärtsregelung durch eine relativ einfache Technik erlangt wird.
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(8) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(7),
wobei jedes von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil aufweist: (A) einen Ventilsitz, (B) ein Ventilelement, das eingerichtet ist, auf dem Ventilsitz aufzusitzen, um den Ventilgeschlossenzustand zu bewirken, und eingerichtet ist, von dem Ventilsitz weg separiert zu sein, um den Ventiloffenzustand zu bewirken, (C) einen Federvorspannmechanismus, der eingerichtet ist, das Ventilelement mittels einer Federvorspannkraft in eine von einer Richtung, in welcher das Ventilelement auf dem Ventilsitz zum Aufsitzen gebracht wird, und einer Richtung, in welcher das Ventilelement von dem Ventilsitz weg separiert wird, vorzuspannen, und (D) eine elektromagnetische Spule, die eingerichtet ist, durch den daran gelieferten Erregerstrom eine elektromagnetische Wirkkraft zu erzeugen, und eingerichtet ist, das Ventilelement in die andere von der Richtung, in welcher das Ventilelement auf dem Ventilsitz zum Aufsitzen gebracht wird, und der Richtung, in welcher das Ventilelement von dem Ventilsitz weg separiert wird, vorzuspannen, wobei der Ventilgleichgewichtszustand bewirkt wird durch ein Gleichgewicht zwischen der Federvorspannkraft, der elektromagnetischen Wirkkraft und einer druckdifferenzbasierten Wirkkraft, die auf das Ventilelement in Abhängigkeit von dem Einstelldruck einwirkt, und
wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, in der Vorwärtsregelung den an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom zu bestimmen, sodass er gleich zu einem Erregerstrom in einem Fall ist, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird gemäß einer Relation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand, wenn die Federvorspannkraft auf einen sich von einem Voreinstellwert unterscheidenden Wert verändert ist.
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In jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil, die wie oben beschrieben aufgebaut sind, wird der Ventilgleichgewichtszustand hergestellt durch ein Gleichgewicht zwischen der Federvorspannkraft, der druckdifferenzbasierten Wirkkraft und der elektromagnetischen Wirkkraft, wie oben erläutert. Demgemäß ändert sich, wenn sich eine jeweilige der Kräfte ändert, die Korrelation zwischen der Bremskraftkennziffer und dem Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand. Die Änderung in der Korrelation über die Zeit oder die Jahre hängt stark von der Federvorspannkraft ab, welche jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil eigen ist. Es ist daher möglich, in akzeptabler Weise den Erregerstrom zum Erzeugen einer ausreichenden Bremskraft zu bestimmen mittels an das Druckerhöhungs-Linearventil und/oder das Druckminderungs-Linearventil Lieferns des Erregerstroms in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente bestimmt wird gemäß der Korrelation, bei welcher der für die Federvorspannkraft eingestellte Voreinstellwert verändert ist.
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<Steuerung bei übermäßig groß gewordener Bremskraft>
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In der mittels wie oben beschrieben Bestimmens der Vorwärtskopplungskomponente ausgeführten Vorwärtsregelung kann es eine Möglichkeit geben, dass die Bremskraft übermäßig groß wird. In den folgenden Ausprägungen sind Beschränkungen bezüglich Maßnahmen hinzugefügt, die zu treffen sind, wenn die Bremskraft übermäßig groß geworden ist.
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(9) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(8), wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, in der Vorwärtsregelung zu entscheiden, ob die Bremskraft größer als ein Vorgabeausmaß ist, und den an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferten Erregerstrom auf einen Wert zu ändern, der in Richtung zu einer Seite hin verschoben ist, auf welcher die Bremskraft klein ist, wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist.
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Gemäß dieser Ausprägung wird die Vorwärtskopplungskomponente in Richtung zu der Seite hin zurückgestellt, auf welcher die Bremskraft klein ist, wenn die Bremskraft übermäßig groß geworden ist. Das heißt, die Vorwärtskopplungskomponente wird in Richtung zu einer entgegengesetzten Seite hin verschoben. Kurz gesagt wird der Erregerstrom auf einen Wert geändert, der näher zu einem Erregerstrom in einem Fall ist, in welchem die Vorwärtskopplungskomponente gemäß der vorbestimmten Korrelation bestimmt wird. Im Ergebnis wird in der Vorwärtsregelung eine geeignete Bremskraft erzeugt.
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(10) Das Hydraulikbremssystem gemäß der Ausprägung (9), wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, sodass in der Vorwärtsregelung, wenn der an das wenigstens eine von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil gelieferte Erregerstrom auf den Wert geändert wird, der in Richtung zu der Seite hin verschoben ist, auf welcher die Bremskraft klein ist, der Erregerstrom auf den Wert geändert wird, der um einen Strombetrag verschoben ist, welcher kleiner als ein Strombetrag ist, wenn er in Richtung zu der Seite hin verschoben wird, auf welcher die Bremskraft groß ist.
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Gemäß dieser Ausprägung wird der Erregerstrom bestimmt durch um einen kleinen Strombetrag Zurückstellen der Vorwärtskopplungskomponente, mit anderen Worten durch um einen kleinen Strombetrag Verschieben der Vorwärtskopplungskomponente in Richtung zu einer entgegengesetzten Seite hin. Falls die Vorwärtskopplungskomponente so aufgebaut ist, dass sie eine Vielzahl von Malen zurückgestellt wird, bis die Bremskraft kleiner wird als das Vorgabeausmaß, kommt die Rückkopplungskomponente allmählich näher an einen Wert, der es ermöglicht, dass eine geeignete Bremskraft erzeugt wird.
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(11) Das Hydraulikbremssystem gemäß der Ausprägung (9) oder (10), wobei die Steuervorrichtung eingerichtet ist, in der Vorwärtsregelung basierend auf einer Änderung im Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids zu entscheiden, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist.
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Wie später erläutert, wird der Hochdruckquellendruck, welcher ein Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids ist, in dem Bremskrafterhöhungszustand mit einer Erhöhung in der Bremskraft vermindert in einem System, in welchem der Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil eingestellt wird und das Arbeitsfluid, dessen Druck eingestellt ist, an die Bremsvorrichtung oder die Hauptzylindervorrichtung geliefert wird, oder in einem System, welches einen Druckregler hat, der eingerichtet ist, den Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids zu regeln auf einen Druck in Übereinstimmung mit dem Einstelldruck, welcher ein durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil eingestellter Druck ist, und in welchem das von dem Druckregler gelieferte Arbeitsfluid an die Bremsvorrichtung oder die Hauptzylindervorrichtung geliefert wird. Wie später erläutert, strömt in dem Bremskraftminderungszustand, falls der Einstelldruck durch das Druckminderungs-Linearventil abgesenkt wird, wenn sich das Druckerhöhungs-Linearventil im Ventilgleichgewichtszustand befindet, das Arbeitsfluid von der Hochdruckquellenvorrichtung infolge des Absenkens des Einstelldrucks durch das Druckerhöhungs-Linearventil hindurch. Ferner wird der Hochdruckquellendruck infolge des durch das Druckerhöhungs-Linearventil Hindurchströmens des Arbeitsfluids abgesenkt. Gemäß dieser Ausprägung wird in der Vorwärtsregelung solch ein Phänomen genutzt, wodurch basierend auf der Änderung in dem Hochdruckquellendruck entschieden wird, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, nämlich ob ein geeigneter Erregerstrom an das Druckerhöhungs-Linearventil und/oder das Druckminderungs-Linearventil geliefert wird. Gemäß dieser Ausprägung wird zum Beispiel durch Verwenden eines in dem System vorgesehenen Hochdruckquellen-Drucksensors auf einfache Weise entschieden, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist.
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<Variationen bezüglich einer Hardware-Struktur des Hydraulikbremssystems>
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In den folgenden Ausprägungen sind Beschränkungen bezüglich der Hardware-Struktur des Systems hinzugefügt.
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(12) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(11), ferner mit einem Druckregler, der eine Steuerkammer hat und der eingerichtet ist, den Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids zu regeln auf einen Druck in Übereinstimmung mit einem Druck des Arbeitsfluids in der Steuerkammer, und das Arbeitsfluid, dessen Druck reguliert ist, zu liefern,
wobei das Druckerhöhungs-Linearventil zwischen der Hochdruckquellenvorrichtung und der Steuerkammer angeordnet ist zum Erhöhen des Drucks des Arbeitsfluids in der Steuerkammer, wohingegen das Druckminderungs-Linearventil zwischen der Steuerkammer und einer Niederdruckquelle angeordnet ist zum Vermindern des Drucks des Arbeitsfluids in der Steuerkammer, wodurch der Druck des Arbeitsfluids in der Steuerkammer auf den Einstelldruck eingestellt wird, und
wobei die Bremsvorrichtung eingerichtet ist, das von dem Druckregler gelieferte Arbeitsfluid oder das Arbeitsfluid mit einem Druck in Übereinstimmung mit einem Druck des von dem Druckregler gelieferten Arbeitsfluids zu empfangen und die Bremskraft mit einer Größe in Übereinstimmung mit dem Druck des empfangenen Arbeitsfluids zu erzeugen.
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Der Druckregler in dieser Ausprägung ist der sogenannte Regler. Das System gemäß dieser Ausprägung umfasst ein System, das eingerichtet ist, sodass das Arbeitsfluid von dem Druckregler direkt an die Bremsvorrichtung geliefert wird, und ein System, das eingerichtet ist, sodass das Arbeitsfluid von dem Druckregler an die Hauptzylindervorrichtung geliefert wird und das Arbeitsfluid mit einem Druck in Übereinstimmung mit dem Druck des an die Hauptzylindervorrichtung gelieferten Arbeitsfluids von der Hauptzylindervorrichtung an die Bremsvorrichtung geliefert wird. In dem System gemäß dieser Ausprägung wird das Arbeitsfluid, dessen Druck durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil auf den Einstelldruck eingestellt ist, nicht direkt an die Bremsvorrichtung geliefert, sondern wird an die Steuerkammer des Druckreglers geliefert. Gemäß dem System nach dieser Ausprägung ist die Menge des Arbeitsfluids, welche durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil strömt, relativ klein, sodass die Größe von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil reduziert werden kann und das Hydraulikbremssystem demgemäß mit relativ geringen Kosten hergestellt werden kann.
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(13) Das Hydraulikbremssystem gemäß der Ausprägung (12), ferner mit einer Hauptzylindervorrichtung, mit welcher ein Bremsbetätigungselement verbunden ist und welche eingerichtet ist, das von dem Druckregler gelieferte Arbeitsfluid zu empfangen und das Arbeitsfluid, welches ohne Abhängigkeit von einer dem Bremsbetätigungselement durch einen Fahrer beaufschlagten Bremsbetätigungskraft in Abhängigkeit von dem Druck des empfangenen Arbeitsfluids auf einen Druck in Übereinstimmung mit dem Druck des empfangenen Arbeitsfluids druckbeaufschlagt ist, an die Bremsvorrichtung zu liefern,
wobei das Hydraulikbremssystem eingerichtet ist, es der Bremsvorrichtung zu ermöglichen, die Bremskraft zu erzeugen mit einer Größe in Übereinstimmung mit dem Druck des von der Hauptzylindervorrichtung an die Bremsvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids.
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In dem Hydraulikbremssystem gemäß dieser Ausprägung wird das Arbeitsfluid von dem Druckregler nicht direkt an die Bremsvorrichtung geliefert, sondern wird an die Hauptzylindervorrichtung geliefert, und das Arbeitsfluid, welches in der Hauptzylindervorrichtung in Abhängigkeit von dem Druck des an die Hauptzylindervorrichtung gelieferten Arbeitsfluids unter Druck gesetzt ist, wird an die Bremsvorrichtung geliefert. Im Allgemeinen wird die Bremsbetätigung in die Hauptzylindervorrichtung eingegeben. Demgemäß kann mittels Durchführens einiger Modifikationen an der Struktur der Hauptzylindervorrichtung die Hauptzylindervorrichtung so konfiguriert werden, dass im Fall einer Störung des Systems das an die Bremsvorrichtung zu liefernde Arbeitsfluid druckbeaufschlagt wird in Abhängigkeit von der dem Bremsbetätigungselement beaufschlagten Bremsbetätigungskraft. Alternativ kann die Hauptzylindervorrichtung so konfiguriert werden, dass das an die Bremsvorrichtung zu liefernde Arbeitsfluid beliebig druckbeaufschlagt wird in Abhängigkeit von sowohl dem Druck des von dem Druckregler gelieferten Arbeitsfluids als auch der Bremsbetätigungskraft. Die so konfigurierte Hauptzylindervorrichtung trägt zur Erhöhung der Gebrauchseignung des Systems gemäß dieser Ausprägung bei. Die Hauptzylindervorrichtung in dieser Ausprägung ist eingerichtet, das Arbeitsfluid ohne Abhängigkeit von der Bremsbetätigungskraft in Abhängigkeit von dem Druck des von dem Druckregler gelieferten Arbeitsfluids unter Druck zu setzen und das unter Druck gesetzte Arbeitsfluid an die Bremsvorrichtung zu liefern. Daher kann das System gemäß dieser Ausprägung die Bremskraft erzeugen, deren Größe nicht von der Bremsbetätigung abhängt, wodurch das System gemäß dieser Ausprägung für Fahrzeuge geeignet ist, an welchen das generatorische Bremssystem zusätzlich montiert ist.
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(14) Das Hydraulikbremssystem gemäß einer der Ausprägungen (1)–(11), ferner mit einer Hauptzylindervorrichtung, mit welcher ein Bremsbetätigungselement verbunden ist, wobei die Hauptzylindervorrichtung eingerichtet ist, das Arbeitsfluid, dessen Druck durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil auf den Einstelldruck eingestellt ist, zu empfangen, und eingerichtet ist, das Arbeitsfluid, welches ohne Abhängigkeit von einer dem Bremsbetätigungselement durch einen Fahrer beaufschlagten Bremsbetätigungskraft in Abhängigkeit von dem Druck des empfangenen Arbeitsfluids druckbeaufschlagt ist auf einen Druck in Übereinstimmung mit dem Druck des empfangenen Arbeitsfluids, an die Bremsvorrichtung zu liefern,
wobei das Hydraulikbremssystem eingerichtet ist, es der Bremsvorrichtung zu ermöglichen, die Bremskraft zu erzeugen mit einer Größe in Übereinstimmung mit dem Druck des von der Hauptzylindervorrichtung an die Bremsvorrichtung gelieferten Arbeitsfluids.
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Im Gegensatz zu dem System gemäß den obigen Ausprägungen ist das Hydraulikbremssystem gemäß dieser Ausprägung nicht mit dem Druckregler ausgerüstet. In dem System gemäß dieser Ausprägung wird der Druck des Arbeitsfluids, welcher durch das Druckerhöhungs-Linearventil und das Druckminderungs-Linearventil auf den Einstelldruck eingestellt ist, in die Hauptzylindervorrichtung eingegeben. Wie in der obigen Ausprägung kann die Hauptzylindervorrichtung eingerichtet sein, das an die Bremsvorrichtung zu liefernde Arbeitsfluid unter Druck zu setzen in Abhängigkeit von der Bremsbetätigungskraft, oder kann eingerichtet sein, das an die Bremsvorrichtung zu liefernde Arbeitsfluid beliebig unter Druck zu setzen in Abhängigkeit von sowohl dem auf den Einstelldruck eingestellten Druck des Arbeitsfluids als auch der Bremsbetätigungskraft. Wie das System gemäß den obigen Ausprägungen kann das Hydraulikbremssystem gemäß dieser Ausprägung die Bremskraft erzeugen, deren Größe nicht von der Bremsbetätigung abhängt, wodurch das System gemäß dieser Ausprägung für Fahrzeuge geeignet ist, an welchen das generatorische Bremssystem zusätzlich montiert ist.
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FIGURENKURZBESCHREIBUNG
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1 ist eine Ansicht, die eine Hardware-Struktur eines Hydraulikbremssystems gemäß einer Ausführungsform der beanspruchbaren Erfindung zeigt.
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2A und 2B sind schematische Ansichten, die ein elektromagnetisches Druckerhöhungs-Linearventil bzw. ein elektromagnetisches Druckminderungs-Linearventil des Hydraulikbremssystems zeigen.
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3 ist ein Ablaufdiagramm, das ein von einem elektronischen Bremssteuergerät (ESG) des Hydraulikbremssystems von 1 ausgeführtes Bremssteuerprogramm darstellt.
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4 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Routine darstellt für eine Hochdruckquellensteuerung, welche ein Teil des Bremssteuerprogramms ist.
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5 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Routine darstellt für eine Normalzustand-Bremskraftsteuerung, welche ein Teil des Bremssteuerprogramms ist.
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6 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine darstellt für eine Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils, welche ein Teil der Routine für die Normalzustand-Bremskraftsteuerung ist.
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7 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine darstellt für eine Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils, welche ein Teil der Routine für die Normalzustand-Bremskraftsteuerung ist.
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8A und 8B sind Diagramme, die jeweils Relationen zwischen einer Rückkopplungskomponente und einem Servodruck in einem Ventilgleichgewichtszustand eines jeden von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil zeigen.
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9A und 9B sind Diagramme jeweils zum Erläutern eines Lernens von Abweichungen der Relationen zwischen einer Vorwärtskopplungskomponente und einem Servodruck im Ventilgleichgewichtszustand eines jeden von dem Druckerhöhungs-Linearventil und dem Druckminderungs-Linearventil.
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10A–10C sind Diagramme jeweils zum Erläutern eines Prozesses zum in der Vorwärtsregelung Entscheiden, ob der an das Druckerhöhungs-Linearventil und/oder das Druckminderungs-Linearventil gelieferte Erregerstrom größer als ein Vorgabeausmaß ist.
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11 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Routine, welche ein Teil des Bremssteuerprogramms ist, darstellt für eine Bremskraftsteuerung in dem Fall einer Servodrucksensorstörung.
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12 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine darstellt zum Bestimmen eines Anfangsverschiebungsbetrages, welche ein Teil der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ist.
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13 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine, welche ein Teil der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ist, darstellt für eine erste Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung.
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14 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine, welche ein Teil der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ist, darstellt für eine zweite Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung.
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15 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine darstellt, welche ein Teil der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ist, für eine dritte Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung.
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16 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine, welche ein Teil der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ist, darstellt für eine Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils.
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17 ist ein Ablaufdiagramm, das eine Subroutine, welche ein Teil der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ist, darstellt für die Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils.
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18 ist ein Blockschaltbild, das Funktionen eines elektronischen Bremssteuergeräts (ESG) zeigt.
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BESCHREIBUNG EINER AUSFÜHRUNGSFORM
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Nachstehend wird unter Bezugnahme auf die Figuren eine repräsentative Ausführungsform der beanspruchbaren Erfindung im Detail erläutert werden. Es ist zu verstehen, dass die beanspruchbare Erfindung nicht auf die folgende Ausführungsform und Modifizierungsbeispiele sowie die in AUSPRÄGUNGEN DER ERFINDUNG beschriebenen Ausprägungen beschränkt ist, sondern basierend auf dem Wissen von Fachleuten mit diversen Änderungen und Modifikationen ausgeführt werden kann. Es ist ferner zu verstehen, dass Modifizierungsbeispiele der folgenden Ausführungsform bereitgestellt werden können durch die Verwendung von technischen Dingen, die in den in AUSPRÄGUNGEN DER ERFINDUNG beschriebenen Ausprägungen beschrieben sind.
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AUSFÜHRUNGSFORM
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<Hardware-Struktur des Hydraulikbremssystems>
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(a) Gesamtstruktur
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Ein Hydraulikbremssystem gemäß einer Ausführungsform der beanspruchbaren Erfindung ist ein Hydraulikbremssystem, das an Hybridfahrzeugen installiert ist und das ein Bremsöl als ein Arbeitsfluid nutzt. Wie in 1 gezeigt, weist das vorliegende Hydraulikbremssystem generell auf: (A) vier Bremsvorrichtungen 12, welche für jeweilige vier Räder 10 vorgesehen sind und von denen jede eingerichtet ist, eine Bremskraft zu erzeugen, (B) eine Hauptzylindervorrichtung 16, in welche eine Betätigung eines Bremspedals 14 als einem Bremsbetätigungselement eingegeben wird und welche eingerichtet ist, ein unter Druck gesetztes Arbeitsfluid an jede Bremsvorrichtung 12 zu liefern, (C) eine Antiblockiereinheit 18, die zwischen der Hauptzylindervorrichtung 16 und den vier Bremsvorrichtungen 12 angeordnet ist, (D) eine Hochdruckquellenvorrichtung 22, die eingerichtet ist, das einen atmosphärischen Druck aufweisende Arbeitsfluid aus einem Reservoir 20 als einer Niederdruckquelle zu fördern und das geförderte Fluid unter Druck zu setzen, um das Arbeitsfluid, welches hochdruckbeaufschlagt ist, zu liefern, (E) als einen Druckregler einen Regler 24, der eingerichtet ist, einen Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 gelieferten Arbeitsfluids zu regulieren und das Arbeitsfluid, dessen Druck reguliert ist, an die Hauptzylindervorrichtung 16 zu liefern, (F) ein elektromagnetisches Druckerhöhungs-Linearventil 26 und ein elektromagnetisches Druckminderungs-Linearventil 28 (nachstehend, wo geeignet, einfach als „Druckerhöhungs-Linearventil 26” bzw. „Druckminderungs-Linearventil 28” bezeichnet) zum Einstellen eines Drucks des von dem Regler 24 gelieferten Arbeitsfluids, und (G) als eine Steuervorrichtung ein elektronisches Bremssteuergerät 30, das eingerichtet ist, das Hydraulikbremssystem durch Steuern der Vorrichtungen, des Equipments, der Ventile usw. zu steuern. Für die Antiblockiereinheit 18 (nachstehend, wo geeignet, als „ABS-Einheit 18” bezeichnet) ist in 1 ein Zeichen „ABS” zugeordnet. Das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 sind in 1 mit Zeichen „SLA” bzw. „SLR” bezeichnet. Das elektronische Bremssteuergerät 30 kann, wo geeignet, als „Brems-ESG 30” bezeichnet sein und ist in 1 mit einem Zeichen „ESG” gekennzeichnet. Wo es notwendig ist, die vier Räder 10 in Bezug auf „vorne”, „hinten”, „rechts” und „links” zu unterscheiden, sind die vier Räder als ein vorderes rechtes Rad 10FR, ein vorderes linkes Rad 10FL, ein hinteres rechtes Rad 10RR bzw. ein hinteres linkes Rad 10RL bezeichnet. Wo es notwendig ist, in gleicher Weise die Teilelemente zu unterscheiden, sind die gleichen Suffixe wie für die Räder 10 verwendet genutzt. Zum Beispiel sind, wo geeignet, die vier Bremsvorrichtungen 12 als 12FR, 12FL, 12RR bzw. 12RL bezeichnet.
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(b) Bremsvorrichtungen und ABS-Einheit
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Jede der für die jeweiligen Räder 10 vorgesehenen Bremsvorrichtungen 12 ist eine Scheibenbremsvorrichtung mit einem Scheibenrotor, der zusammen mit dem Rad 10 rotiert, einem von einer Halterung gehaltenen Bremssattel, einem von dem Bremssattel gehaltenen Radzylinder und Bremsbelägen, die von dem Bremssattel gehalten und eingerichtet sind, durch den Radzylinder bewegt zu werden, um den Scheibenrotor einzuklemmen. Die ABS-Einheit 18 ist eine Einheit, die gebildet ist mit vier Paaren von Öffnungs/Schließ-Ventilen, die zu den vier Rädern korrespondieren, einer Pumpenvorrichtung usw. Eines der Öffnungs/Schließ-Ventile in jedem Paar ist ein Druckerhöhungs-Öffnungs/Schließ-Ventil, wohingegen das andere der Öffnungs/Schließ-Ventile in jedem Paar ein Druckminderungs-Öffnungs/Schließ-Ventil ist. Die ABS-Einheit 18 ist eingerichtet, um aktiviert zu werden, wenn die Räder 10 infolge von Schleudern oder dergleichen blockiert sind, um zu verhindern, dass die Blockierung der Räder fortgesetzt wird. Jede Bremsvorrichtung 12 und die ABS-Einheit 18 sind eine übliche Vorrichtung und eine übliche Einheit und haben geringe Relevanz für die Merkmale der beanspruchbaren Erfindung. Demgemäß wird auf eine detaillierte Erläuterung der Bremsvorrichtungen 12 und der ABS-Einheit 18 verzichtet.
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(c) Hauptzylindervorrichtung
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Die Hauptzylindervorrichtung 16 ist eine Hauptzylindervorrichtung, in welche ein Hubsimulator integral aufgenommen ist. Generell hat die Hauptzylindervorrichtung 16 ein Gehäuse 40, in welchem zwei Druckkolben, das heißt ein erster Druckkolben 42 und ein zweiter Druckkolben 44, und ein Eingabekolben 46 angeordnet sind, und ein Hubsimulatormechanismus 48 ist in das Gehäuse 40 integriert. In der folgenden Erläuterung über die Hauptzylindervorrichtung 16 sind eine Linkswärtsrichtung und eine Rechtswärtsrichtung in 1 der Einfachheit halber als eine Vorwärtsrichtung bzw. eine Rückwärtsrichtung bezeichnet. In gleicher Weise sind eine Linkswärtsbewegung und eine Rechtswärtsbewegung der Kolben usw., die nachstehend erläutert sind, als eine Vorwärts- oder Vorschubbewegung bzw. eine Rückwärts- oder Rückzugsbewegung bezeichnet.
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Das Gehäuse 40 hat einen Raum, in welchem der erste Druckkolben 42, der zweite Druckkolben 44 und der Eingabekolben 46 aufgenommen sind. Der Raum ist an seinem vorderseitigen Ende geschlossen und ist durch einen ringförmigen Unterteilungsabschnitt 50 in eine vorderseitige Kammer 52 und eine rückseitige Kammer 54 unterteilt. Der zweite Druckkolben 44 hat eine zylindrische Form, welche an ihrer Vorderseite offen und an ihrer Rückseite geschlossen ist. Der zweite Druckkolben 44 ist in einem vorderseitigen Abschnitt der vorderseitigen Kammer 52 angeordnet. Der erste Druckkolben 42 hat eine zylindrische Form mit einem geschlossenen Ende und umfasst: einen Hauptkörperabschnitt 58 mit einem Flansch 56, der an einem hinteren Ende des Hauptkörperabschnitts 58 geformt ist, und einen Vorstehabschnitt 60, der sich von dem Hauptkörperabschnitt 58 nach hinten erstreckt. Der Hauptkörperabschnitt 58 ist in der vorderseitigen Kammer 52 angeordnet, sodass er sich hinter dem zweiten Druckkolben 44 befindet. Der ringförmige Unterteilungsabschnitt 50 hat an seinem Mittelabschnitt eine Öffnung 62, und der Vorstehabschnitt 60 erstreckt sich durch die Öffnung 62 hindurch in die rückseitige Kammer 54 hinein. Der Eingabekolben 46 ist in der rückseitigen Kammer 54 angeordnet, sodass der Eingabekolben 46 sich von der Rückseite her teilweise in die rückseitige Kammer 54 hinein erstreckt. Das Bremspedal 14 ist mit einem hinteren Ende des Eingabekolbens 46 über eine Verbindungsstange 64 verbunden.
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Eine erste Druckkammer R1 ist zwischen dem ersten Druckkolben 42 und dem zweiten Druckkolben 44 ausgebildet, genauer auf der Vorderseite des Hauptkörperabschnitts 58 des ersten Druckkolbens 42. In der ersten Druckkammer R1 wird das an die zu den jeweiligen beiden hinteren Rädern 10RR, 10RL korrespondierenden zwei Bremsvorrichtungen 12RR, 12RL zu liefernde Arbeitsfluid durch eine Vorwärtsbewegung des ersten Druckkolbens 42 unter Druck gesetzt. Ferner ist eine zweite Druckkammer R2 auf der Vorderseite des zweiten Druckkolbens 44 ausgebildet. In der zweiten Druckkammer R2 wird das an die zu den jeweiligen zwei vorderen Rädern 10FR, 10FL korrespondierenden beiden Bremsvorrichtungen 12FR, 12FL zu liefernde Arbeitsfluid durch eine Vorwärtsbewegung des zweiten Druckkolbens 44 unter Druck gesetzt. Außerdem ist eine Zwischenkolbenkammer R3 zwischen dem ersten Druckkolben 42 und dem Eingabekolben 46 ausgebildet. Genauer ist die Zwischenkolbenkammer R3 so ausgebildet, dass ein hinteres Ende des Vorstehabschnitts 60, der sich von der in dem Unterteilungsabschnitt 50 geformten Öffnung 62 aus nach hinten erstreckt, und ein vorderes Ende des Eingabekolbens 46 einander gegenüberliegen, nämlich so, dass der erste Druckkolben 42 und der Eingabekolben 46 einander unter Nutzung der Öffnung 62 gegenüberliegen. Ferner sind in der vorderseitigen Kammer 52 des Gehäuses 40 geformt: eine ringförmige Eingabekammer R4, in welche das von dem Regler 24 gelieferte Arbeitsfluid eingegeben wird, und eine ringförmige Gegenkammer R5. Genauer ist die Eingabekammer R4 um einen Außenumfang des Vorstehabschnitts 60 herum ausgebildet, sodass sie von einer vorderen Endfläche des Unterteilungsabschnitts 50 und einer hinteren Endfläche des Hautkörperabschnitts 58 des ersten Druckkolbens 42, das heißt einer hinteren Endfläche des Flansches 56, definiert ist. Die Gegenkammer R5 ist vor dem Flansch 56 um einen Außenumfang des Hauptkörperabschnitts 58 herum ausgebildet, sodass die Gegenkammer R5 der Eingabekammer R4 mit dem Flansch 56 dazwischen angeordnet gegenüberliegt.
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Die erste Druckkammer R1 ist über einen Niederdruckdurchlass P1 mit dem Reservoir 20 fluidverbindbar, wenn sich der erste Druckkolben 42 in einer hinteren Endposition in seinem Bewegungsbereich befindet, wohingegen die zweite Druckkammer R2 über einen Niederdruckdurchlass P2 mit dem Reservoir 20 fluidverbindbar ist, wenn sich der zweite Druckkolben 44 in einer hinteren Endposition in seinem Bewegungsbereich befindet. Die erste Druckkammer R1 und die zweite Druckkammer R2 stehen mit den Bremsvorrichtungen 12 über jeweilige Ausgabedurchlässe P3, P4 und über die ABS-Einheit 18 in Verbindung. In diesem Zusammenhang steht die erste Druckkammer R1 auch über den Regler 24 (der später erläutert werden wird) mit den Bremsvorrichtungen 12RR, 12RL in Verbindung. Ferner steht die Eingabekammer R4 über einen Eingabedurchlass P5 mit einem Reguliertdruckdurchlass des Reglers 24 (der später erläutert werden wird) in Verbindung.
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Die Zwischenkolbenkammer R3 steht mit einem Verbindungsdurchlass P6 in Verbindung, wohingegen die Gegenkammer R5 mit einem Verbindungsdurchlass P7 in Verbindung steht. Der Verbindungsdurchlass P6 und der Verbindungsdurchlass P7 sind durch eine Zwischenkammer-Verbindungspassage 70 als eine externe Verbindungspassage verbunden. An einer bestimmten Position in der Zwischenkammer-Verbindungspassage 70 ist ein normalerweise geschlossenes elektromagnetisches Öffnungs/Schließ-Ventil 72 vorgesehen, nämlich ein Öffnungs/Schließ-Ventil 72, das eingerichtet ist, sodass es in einem Nichtbestromtzustand geschlossen und in einem Bestromtzustand geöffnet ist. Wenn das Öffnungs/Schließ-Ventil 72 in einen Offenzustand gestellt ist, sind die Zwischenkolbenkammer R3 und die Gegenkammer R5 miteinander in Verbindung gebracht. In einem Zustand, in dem die Zwischenkolbenkammer R3 und die Gegenkammer R5 miteinander in Verbindung gehalten sind, definieren die Kammern R3, R5 eine Fluidkammer, und zwar wird eine Fluidkammer definiert, die als eine Reaktionskraftkammer R6 bezeichnet werden kann. Das elektromagnetische Öffnungs/Schließ-Ventil 72 hat eine Funktion des Umschaltens eines Verbindungszustandes der Zwischenkolbenkammer R3 und der Gegenkammer R5 zwischen einem Verbindungszustand und einem Nichtverbindungszustand. In Anbetracht dessen wird das elektromagnetische Öffnungs/Schließ-Ventil 72 nachstehend als „Zwischenkammerverbindungs-Schaltventil 72” bezeichnet werden.
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Die Hauptzylindervorrichtung 16 hat zwei weitere Niederdruckdurchlässe P8, P9, die miteinander über eine interne Passage in Verbindung stehen. Der Niederdruckdurchlass P8 ist mit dem Reservoir 20 verbunden, wohingegen der Niederdruckdurchlass P9 zwischen dem Zwischenkammerverbindungs-Schaltventil 72 und der Gegenkammer R5 über eine Niederdruck-Entlastungspassage 74 als eine externe Verbindungspassage mit der Zwischenkammer-Verbindungspassage 70 verbunden ist. In der Niederdruck-Entlastungspassage 74 ist ein normalerweise offenes elektromagnetisches Öffnungs/Schließ-Ventil 76 vorgesehen, nämlich ein Öffnungs/Schließ-Ventil 76, das eingerichtet ist, sodass es in einem Unbestromtzustand geöffnet und in einem Bestromtzustand geschlossen ist. Das Öffnungs/Schließ-Ventil 76 hat eine Funktion eines Entlastens der Gegenkammer R5 auf einen Niederdruck (in diesem System einen atmosphärischen Druck). In Anbetracht dessen wird nachstehend, wo geeignet, das Öffnungs/Schließ-Ventil 76 als „Niederdruck-Entlastungsventil 76” bezeichnet werden.
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Das Gehäuse 40 hat einen Raum, der sich von dem Raum unterscheidet, in welchem der erste Druckkolben 42, der zweite Druckkolben 44 und der Eingabekolben 46 angeordnet sind. Der Hubsimulatormechanismus 48 ist gebildet von dem betreffenden Raum, einem Reaktionskraftkolben 80, der in dem Raum angeordnet ist, und zwei Reaktionskraftfedern 82, 84 (beide dieser sind Schraubendruckfedern) zum Vorspannen des Reaktionskraftkolbens 80. Auf der Rückseite des Reaktionskraftkolbens 80 ist eine Pufferkammer R7 ausgebildet. (In 1 ist die Pufferkammer R7 in einem nahezu entleerten oder komprimierten Zustand dargestellt.) Wenn der Eingabekolben 46 sich durch eine Betätigung des Bremspedals 14 vorwärts bewegt, wird das Arbeitsfluid in der Gegenkammer R5, das heißt das Arbeitsfluid in der Reaktionskraftkammer R6, über eine innere Passage in die Pufferkammer R7 eingeleitet und wirken Federreaktionskräfte der Reaktionskraftfedern 82, 84 in Übereinstimmung mit der eingeleiteten Menge an Arbeitsfluid, nämlich in Übereinstimmung mit dem Ausmaß der Vorwärtsbewegung des Eingabekolbens 46, auf die Reaktionskraftkammer R6 ein, wodurch eine Betätigungsreaktionskraft dem Bremspedal 14 beaufschlagt wird. Das heißt, der Hubsimulatormechanismus 48 fungiert als ein Reaktionskraftbeaufschlagungsmechanismus, um dem Eingabekolben 46 eine Reaktionskraft gegen die Vorwärtsbewegung des Eingabekolbens 46 mit einer Größe in Übereinstimmung mit dem Ausmaß der Vorwärtsbewegung des Eingabekolbens 46 zu beaufschlagen. Die beiden Reaktionskraftfedern 82, 84 sind in Reihe angeordnet, und die Reaktionskraftfeder 84 hat eine Federkonstante, die beträchtlich kleiner als jene der Reaktionskraftfeder 82 ist. Somit ist der Hubsimulatormechanismus 48 eingerichtet, Reaktionskrafteigenschaften zu bewirken, bei welchen ein Erhöhungsgradient der Reaktionskraft von einem bestimmten Punkt in dem Fortschreiten der Betätigung des Bremspedals 14 an groß wird, indem verhindert wird, dass die Reaktionskraftfeder 84 an dem bestimmten Punkt in dem Fortschreiten der Betätigung des Bremspedals 14 verformt wird. In dem vorliegenden System ist in der Zwischenkammer-Verbindungspassage 70 ein Reaktionskraft-Drucksensor 86 vorgesehen zum Erfassen eines Drucks des Arbeitsfluids in der Reaktionskraftkammer R6 (Reaktionskraftdruck). (In 1 ist der Reaktionskraft-Drucksensor 86 mit einem den Reaktionskraftdruck bezeichnenden Zeichen „PRCT” gekennzeichnet.)
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In einem Normalzustand befindet sich das Zwischenkammerverbindungs-Schaltventil 72 im Offenzustand, wohingegen sich das Niederdruck-Entlastungsventil 76 im Geschlossenzustand befindet, und ist die Reaktionskraftkammer R6 von der Zwischenkolbenkammer R3 und der Gegenkammer R5 definiert. In der vorliegenden Hauptzylindervorrichtung 16 ist eine Druckaufnahmefläche (eine Druckaufnahmefläche in Bezug auf die Zwischenkolbenkammer) des ersten Druckkolbens 42, auf welche ein Druck des Arbeitsfluids in der Zwischenkolbenkammer R3 einwirkt, um den ersten Druckkolben 42 vorwärts zu bewegen, nämlich ein Flächeninhalt einer hinteren Endfläche des Vorstehabschnitts 60 des ersten Druckkolbens 42, gleich ausgebildet zu einer Druckaufnahmefläche (eine Druckaufnahmefläche in Bezug auf die Gegenkammer) des ersten Druckkolbens 42, auf welche ein Druck des Arbeitsfluids in der Gegenkammer R5 einwirkt, um den ersten Druckkolben 42 rückwärts zu bewegen, nämlich einem Flächeninhalt einer vorderen Endfläche des Flansches 56 des ersten Druckkolbens. Demgemäß bewegen sich, sogar wenn der Eingabekolben 46 durch eine Betätigung des Bremspedals 14 vorwärts bewegt wird, der erste Druckkolben 42 und der zweite Druckkolben 44 durch eine Betätigungskraft, nämlich durch den Druck in der Reaktionskraftkammer R6, nicht vorwärts und wird das durch die Hauptzylindervorrichtung 16 druckbeaufschlagte Arbeitsfluid nicht an die Bremsvorrichtungen 12 geliefert. Andererseits bewegen sich, wenn ein Druck des Arbeitsfluids von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 in die Eingabekammer R4 eingeleitet wird, der erste Druckkolben 42 und der zweite Druckkolben 44 in Abhängigkeit von dem Druck des Arbeitsfluids vorwärts und wird das in Übereinstimmung mit einem Druck des Arbeitsfluids in der Eingabekammer R4 druckbeaufschlagte Arbeitsfluid an die Bremsvorrichtungen 12 geliefert. Das heißt, gemäß der Hauptzylindervorrichtung 16 wird im Normalzustand ein Zustand bewirkt, in welchem die Bremskraft in Abhängigkeit von dem Hochdruckquellendruck erzeugt wird, nämlich ein Zustand, in welchem die Bremsvorrichtungen 12 ohne Abhängigkeit von der dem Bremspedal 14 beaufschlagten Betätigungskraft die Bremskraft mit einer Größe erzeugen, die von dem Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 der Hauptzylindervorrichtung 16 gelieferten Arbeitsfluids abhängt.
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Das Fahrzeug, an welchem das vorliegende System installiert ist, ist ein wie oben beschriebenes Hybridfahrzeug, und demgemäß ist eine generatorische Bremskraft verfügbar. Dementsprechend ist es für die Bremsvorrichtungen 12 notwendig, eine Bremskraft zu erzeugen, die einer Differenz entspricht unter Subtrahieren der generatorischen Bremskraft von einer Bremskraft, die basierend auf der Bremsbetätigung bestimmt wird. Das vorliegende System bewirkt den oben angegebenen Zustand, in welchem die Bremskraft in Abhängigkeit von dem Hochdruckquellendruck erzeugt wird, sodass die Bremsvorrichtungen 12 die Bremskraft erzeugen können, die nicht von der Bremsbetätigungskraft abhängt. Somit ist das vorliegende System ein Hydraulikbremssystem, das für Hybridfahrzeuge geeignet ist.
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Im Falle einer elektrischen Störung oder dergleichen befindet sich andererseits das Zwischenkammerverbindungs-Schaltventil 72 im Geschlossenzustand, befindet sich das Niederdruck-Entlastungsventil 76 im Offenzustand und ist die Zwischenkolbenkammer R3 hermetisch verschlossen, wohingegen die Gegenkammer R5 zum Niederdruck (in diesem System atmosphärischen Druck) hin entlastet ist. In diesem Zustand wird die dem Bremspedal 14 beaufschlagte Betätigungskraft über das Arbeitsfluid in der Zwischenkolbenkammer R3 an den ersten Druckkolben 42 übertragen, sodass der erste Druckkolben 42 und der zweite Druckkolben 44 sich vorwärts bewegen. Das heißt, es wird ein Zustand bewirkt, in welchem die Bremskraft in Abhängigkeit von der Betätigungskraft erzeugt wird, nämlich ein Zustand, in welchem die Bremsvorrichtungen 12 die Bremskraft mit einer Größe erzeugen, die von der dem Bremspedal 14 beaufschlagten Betätigungskraft abhängt. Falls das Zwischenkammerverbindungs-Schaltventil 72 in den Geschlossenzustand gebracht ist, das Niederdruck-Entlastungsventil 76 in den Offenzustand gebracht ist und das Arbeitsfluid von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 in die Eingabekammer R4 eingeleitet wird, werden der erste Druckkolben 42 und der zweite Druckkolben 44 vorwärts bewegt durch sowohl den Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 an die Hauptzylindervorrichtung 16 gelieferten Arbeitsfluids als auch die Betätigungskraft. Im Ergebnis wird ein Zustand bewirkt, in welchem die Bremskraft in Abhängigkeit von der Betätigungskraft und dem Hochdruckquellendruck erzeugt wird, nämlich ein Zustand, in welchem die Bremsvorrichtungen 12 die Bremskraft erzeugen, die von sowohl der Betätigungskraft als auch dem Hochdruckquellendruck abhängt, nämlich die Bremskraft, welche eine Summe ist der Bremskraft, deren Größe von dem Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 an die Hauptzylindervorrichtung 16 gelieferten Arbeitsfluids abhängt, und der Bremskraft, deren Größe von der Betätigungskraft abhängt.
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(d) Hochdruckquellenvorrichtung
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Die Hochdruckquellenvorrichtung 22 umfasst: eine Pumpe 90, die eingerichtet ist, das Arbeitsfluid aus dem Reservoir 20 zu fördern und das geförderte Arbeitsfluid unter Druck zu setzen, einen Motor 92 zum Antreiben der Pumpe 90 und einen Akkumulator 94 (der mit einem Zeichen „ACC” in 1 gekennzeichnet ist) zum Speichern des von der Pumpe 90 unter Druck gesetzten Arbeitsfluids. Die Hochdruckquellenvorrichtung 22 ist versehen mit einem Hochdruckquellen-Drucksensor 96 zum Erfassen eines Drucks des Arbeitsfluids in dem Akkumulator 94, nämlich zum Erfassen eines Drucks des zu liefernden Arbeitsfluids, das heißt des Hochdruckquellendrucks. (In 1 ist der Hochdruckquellendruck mit einem den Hochdruckquellendruck kennzeichnenden Zeichen „PACC” gekennzeichnet.)
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(e) Regler
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Der Regler 24 als ein Druckregler umfasst: ein Gehäuse 100 mit einer zweiteiligen Struktur und einem Innenraum sowie einen ersten Kolben 102, einen zweiten Kolben 104, einen ringförmigen Ventilsitz 106 und eine Ventilstange 108, die in dem Raum des Gehäuses 100 angeordnet sind, sodass sie in dieser Reihenfolge von der linken Seite in 1 aus in Axialrichtung des Gehäuses 100, das heißt in der Links-Rechts-Richtung, angeordnet sind. Jeder von dem ersten Kolben 102 und dem zweiten Kolben 104 fungiert als ein bewegbares Element und ist in der Axialrichtung des Gehäuses 100 bewegbar. Der zweite Kolben 104 ist gebildet mit einem eine Vertiefung aufweisenden Kolbenhauptkörper 110 und einem Stößel 112, der in die Vertiefung eingepasst ist. Der ringförmige Ventilsitz 106 ist ein zylindrisches Element, welches einen Flanschabschnitt hat und welches an entgegengesetzten Enden dessen offen ist. Der ringförmige Ventilsitz 106 ist mittels zweier Federn 114, 116 schwimmend in Bezug auf den zweiten Kolben 104 und das Gehäuse 100 abgestützt. Ein linker Endabschnitt der Ventilstange 108 fungiert als ein Ventilelement. Die Ventilstange 108 ist so angeordnet, dass der als das Ventilelement fungierende linke Endabschnitt dieser auf einem rechten Endabschnitt des als ein Ventilsitz fungierenden ringförmigen Ventilsitzes 106 aufsitzen kann. Die Ventilstange 108 ist mittels einer Feder 118 nach links vorgespannt. Das heißt, der ringförmige Ventilsitz 106, die Ventilstange 108 und die Feder 118 stellen einen Ventilmechanismus 120 bereit, der so eingerichtet ist, dass er mit dem als das bewegbare Element fungierenden zweiten Kolben 104 in der Axialrichtung des Gehäuses 100 angeordnet ist. Ein distales (rechtes) Ende des Stößels 112 des zweiten Kolbens 104 ist so angeordnet, dass es an dem linken Endabschnitt der Ventilstange 108 innerhalb des ringförmigen Ventilsitzes 106 zur Anlage bringbar ist.
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Eine Mehrzahl von Fluidkammern sind in den Raum des Gehäuses 100 gebildet. Genauer ist eine erste Steuerkammer R8 auf der linken Seite des ersten Kolbens 102 gebildet. Eine zweite Steuerkammer R9 ist zwischen dem ersten Kolben 102 und dem zweiten Kolben 104 gebildet. Eine Reguliertdruckkammer R10 ist um einen Außenumfang des Stößels 112 des zweiten Kolbens 104 im Wesentlichen zwischen dem Kolbenhauptkörper 110 und dem Flanschabschnitt des ringförmigen Ventilsitzes 106 gebildet. In der Reguliertdruckkammer R10 ist das Arbeitsfluid, dessen Druck reguliert ist und welches von dem Regler 24 an die Hauptzylindervorrichtung 16 geliefert wird, aufgenommen. Eine Hochdruckkammer R11 zum Aufnehmen des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 gelieferten Arbeitsfluids ist an einem Außenumfang der Ventilstange 108 gebildet. Grob gesehen ist die Reguliertdruckkammer R10 auf einer von entgegengesetzten Seiten des zweiten Kolbens 104 gebildet, die näher zu dem Ventilmechanismus 120 ist, und nehmen die Hochdruckkammer R11 und die Reguliertdruckkammer R10 den Ventilmechanismus 120 sandwichartig zwischen sich auf.
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Das Gehäuse 100 ist mit diversen Durchlässen versehen, und die oben beschriebenen Fluidkammern stehen über die Durchlässe mit diversen Vorrichtungen des vorliegenden Systems in Verbindung. Um genauer zu sein, wird das Arbeitsfluid von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 über einen Hochdruckdurchlass P10 an die Hochdruckkammer R11 geliefert. Die Reguliertdruckkammer R10 steht über einen Reguliertdruckdurchlass P11 mit dem Eingabedurchlass P5 der Hauptzylindervorrichtung 16 in Verbindung. In dem zweiten Kolben 104 ist eine Niederdruckpassage 130 geformt, die gebildet ist mit einer Fluidpassage, die den Stößel 112 in Axialrichtung durchdringt, und einer Fluidpassage, die mit der oben angegebenen Fluidpassage in Verbindung steht und die den Kolbenhauptkörper in Durchmesserrichtung durchdringt. Zwei Niederdruckdurchlässe P12, P13 stehen miteinander über die Niederdruckpassage 130 in Verbindung. Der Niederdruckdurchlass P12 ist mit der Niederdruck-Entlastungspassage 74 verbunden, wodurch die Niederdruckpassage 130 über die Hauptzylindervorrichtung 16 mit dem Reservoir 20 in Verbindung steht. Mit anderen Worten fungiert die Niederdruckpassage 130 als eine Niederdruckquellen-Verbindungspassage, die mit der Niederdruckquelle in Verbindung steht. Der Niederdruckdurchlass P13 ist über ein Druckbegrenzungsventil 132 mit einem Hochdruckdurchlass P14 verbunden, der sich von dem oben angegebenen Hochdruckdurchlass P10 unterscheidet. Wenn ein Druck in der Hochdruckkammer R11 übermäßig hoch wird, wird der Druck in der Hochdruckkammer R11 zum Reservoir 20 hin abgebaut.
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Die erste Steuerkammer R8 steht über einen ersten Steuerdurchlass P15 mit dem Ausgabedurchlass P3 der Hauptzylindervorrichtung 16 in Verbindung und steht über einen ersten Steuerdurchlass P16 mit den Bremsvorrichtungen 12RR, 12RL für die Hinterräder in Verbindung. Das heißt, die erste Steuerkammer R8 ist ein Teil einer Passage für das von der Hauptzylindervorrichtung 16 an die Bremsvorrichtungen 12RR, 12RL gelieferte Arbeitsfluid. Die zweite Steuerkammer R9 ist mit zwei zweiten Steuerdurchlässen P17, P18 verbunden. Der zweite Steuerdurchlass P17 ist über das Druckerhöhungs-Linearventil 26 mit dem Hochdruckdurchlass P14 verbunden, wohingegen der zweite Steuerdurchlass P18 über das Druckminderungs-Linearventil 28 mit der Niederdruck-Entlastungspassage 74 verbunden ist. Das heißt, die zweite Steuerkammer R9 ist über das Druckerhöhungs-Linearventil 26 mit der Hochdruckquellenvorrichtung 22 verbunden und ist über das Druckminderungs-Linearventil 28 mit dem Reservoir 20 verbunden. Wie später im Detail erläutert, wird ein Druck des Arbeitsfluids in der zweiten Steuerkammer R9 auf einen Druck eingestellt, der durch das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 eingestellt wird (nachstehend, wo geeignet, als „Einstelldruck” bezeichnet).
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Eine druckdifferenzbasierte Wirkkraft wirkt auf den zweiten Kolben 104 ein. Die druckdifferenzbasierte Wirkkraft ist eine Kraft, die abhängt von einer Druckdifferenz zwischen: einem Druck des Arbeitsfluids in der Reguliertdruckkammer R10, nämlich einem Druck des von dem Regler 24 gelieferten Arbeitsfluids, welcher der sogenannte Lieferdruck des Druckreglers ist, und nachstehend, wo geeignet, als „Servodruck” bezeichnet werden wird, und einem zweiten Steuerdruck, welcher der Druck in der zweiten Steuerkammer R9 ist. Der zweite Kolben 104 wird in dem Gehäuse 100 durch die druckdifferenzbasierte Wirkkraft in Axialrichtung bewegt. Während es eigentlich notwendig ist, die Federreaktionskräfte der Federn 114, 116 usw. zu berücksichtigen, wird kurz gesagt der Kolben 104 rechtswärts in 1 bewegt, nämlich in Richtung zum Ventilmechanismus 120 hin, wenn eine Wirkkraft, die von dem zweiten Steuerdruck abhängt, dominierend ist über eine Wirkkraft, die von dem Servodruck abhängt. Andererseits wird der zweite Kolben 104 linkswärts in 1 bewegt, nämlich in eine Richtung weg von dem Ventilmechanismus 120, wenn die Wirkkraft, die von dem Servodruck abhängt, dominierend ist über die Wirkkraft, die von dem zweiten Steuerdruck abhängt. Falls der zweite Kolben 104 rechtswärts bewegt wird, kommt der zweite Kolben 104 an dem distalen Ende des Stößels 112 mit dem Ventilmechanismus 120 in Eingriff und wird das distale Ende der Ventilstange 108 von dem ringförmigen Ventilsitz 106 weg separiert, wodurch die Reguliertdruckkammer R10 und die Hochdruckkammer R11 über den Ventilmechanismus 120 miteinander in Verbindung gebracht werden. In diesem Fall ist eine an dem distalen Ende des Stößels 112 geformte Öffnung der Niederdruckpassage 130 von dem distalen Ende der Ventilstange 108 verschlossen, wodurch eine Verbindung zwischen der Reguliertdruckkammer R10 und der Niederdruckpassage 130 abgesperrt ist. Falls andererseits der zweite Kolben 104 linkswärts bewegt wird, wird das distale Ende des Stößels 112 des zweiten Kolbens 104 außer Eingriff mit dem Ventilmechanismus 120 gebracht, wodurch eine Verbindung zwischen der Reguliertdruckkammer R10 und der Hochdruckkammer R11 abgesperrt wird. In diesem Fall ist die Öffnung der Niederdruckpassage 130 nicht von dem distalen Ende der Ventilstange 108 verschlossen und sind die Reguliertdruckkammer R10 und die Niederdruckpassage 130 miteinander in Verbindung gebracht. Wegen des Betriebs des Reglers 24 wird der Druck des Arbeitsfluids in der Reguliertdruckkammer R10 auf einen Druck in Übereinstimmung mit dem zweiten Steuerdruck geregelt, nämlich einen Druck in Übereinstimmung mit dem durch das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 eingestellten Einstelldruck. In dem vorliegenden System ist ein Servodrucksensor 134 vorgesehen zum Erfassen des Servodrucks. (Der Servodrucksensor 134 ist in 1 mit einem den Servodruck kennzeichnenden Zeichen „PSRV” markiert.)
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In Anbetracht der Wirkung des Reglers 24 kann der Regler 24 bezeichnet werden als „Druckregler in Abhängigkeit von dem Hochdruckquellendruck” in einem Sinne, dass die Hochdruckquellenvorrichtung 22 als eine Druckquelle für sowohl den Servodruck als auch den zweiten Steuerdruck fungiert. Das mit dem Druckregler ausgerüstete vorliegende Hydraulikbremssystem kann bezeichnet werden als „System ausgerüstet mit dem Druckregler in Abhängigkeit von dem Hochdruckquellendruck”.
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Im Normalzustand wird der Servodruck, der von dem Regler 24 als dem Druckregler in die Hauptzylindervorrichtung 16 eingeleitet wird, auf den Druck in Übereinstimmung mit dem Einstelldruck reguliert, wie oben beschrieben. Wie aus der obigen Erläuterung verständlich ist, wird im Normalzustand ein Druck des von der Hauptzylindervorrichtung 16 an die Bremsvorrichtungen 12 gelieferten Arbeitsfluids (nachstehend, wo geeignet, als „Hauptdruck” bezeichnet) gleich zu einem Druck in Übereinstimmung mit dem Servodruck. Demgemäß wird der Hauptdruck gleich zu dem Druck in Übereinstimmung mit dem Einstelldruck. Daher erzeugen in dem vorliegenden System die Bremsvorrichtungen 12 die Bremskraft, deren Größe von dem Einstelldruck abhängt. In diesem Sinne kann das vorliegende System bezeichnet werden als „Linearventile verwendendes Druckeinstellsystem”, welches die Bremskraft erzeugt, deren Größe abhängt von dem durch das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 eingestellten Druck. Im Normalzustand wird ein erster Steuerdruck, welcher ein Druck in der ersten Steuerkammer R8 ist, gleich zum Hauptdruck. Jedoch sind ein Verhältnis zwischen dem Servodruck und dem Hauptdruck, welches von der Struktur der Hauptzylindervorrichtung 16 abhängt, und ein Verhältnis zwischen dem Einstelldruck und dem Servodruck, welches von der Struktur des Reglers 24 abhängt, so gesetzt, dass der erste Kolben 102 sich in dem Gehäuse 100 nicht nach rechts bewegt durch eine druckdifferenzbasierte Wirkkraft, die auf den ersten Kolben 102 einwirkt in Abhängigkeit von einer Druckdifferenz zwischen dem zweiten Steuerdruck, welcher gleich zu dem Einstelldruck ist, und dem ersten Steuerdruck, welcher gleich zu dem Hauptdruck ist.
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Falls zum Beispiel infolge einer Störung oder dergleichen des Druckerhöhungs-Linearventils 26 das den Einstelldruck aufweisende Arbeitsfluid nicht an die zweite Steuerkammer R9 geliefert werden kann, bewegen sich der erste Kolben 102 und der zweite Kolben 104 in dem Gehäuse 100 in Axialrichtung, wobei der erste Kolben 102 und der zweite Kolben 104 miteinander in Kontakt gehalten werden, nämlich sich der erste Kolben 102 und der zweite Kolben 104 als eine Einheit bewegen, durch eine druckdifferenzbasierte Wirkkraft, die basierend auf einer Druckdifferenz zwischen dem in die erste Steuerkammer R8 eingeleiteten Hauptdruck und dem Servodruck wirkt. Wie im Normalzustand schaltet der Ventilmechanismus 120 um zwischen: einer Verbindung zwischen der Hochdruckkammer R11 und der Reguliertdruckkammer R10 und einem Absperren der Verbindung, und schaltet um zwischen: einer Verbindung zwischen der Niederdruckpassage 130 und der Reguliertdruckkammer R10 und einem Absperren der Verbindung, wodurch das Arbeitsfluid, welches den Servodruck aufweist, welcher gleich zu einem Druck in Übereinstimmung mit dem Hauptdruck ist, von dem Regler 24 an die Hauptzylindervorrichtung 16 geliefert wird. Das heißt, sogar in einer Situation, in welcher das den Einstelldruck aufweisende Arbeitsfluid nicht an die zweite Steuerkammer R9 geliefert werden kann, kann das vorliegende System den oben angegebenen Zustand bewirken, in welchem die Bremskraft in Abhängigkeit von dem Hochdruckquellendruck erzeugt wird, nämlich den Zustand, in welchem die Bremsvorrichtungen 12 die Bremskraft erzeugen, deren Größe von dem Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 an die Hauptzylindervorrichtung 16 gelieferten Arbeitsfluids abhängt, wenn die Hochdruckquellenvorrichtung 22 korrekt arbeitet oder wenn ein bestimmtes Ausmaß des Drucks in dem Akkumulator 94 verbleibt, sogar wenn die Hochdruckquellenvorrichtung 22 nicht korrekt arbeitet.
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In dem vorliegenden System ist der Hauptdruck vorgesehen, um in die erste Steuerkammer R8 des Reglers 24 eingeleitet zu werden. Anstelle der Ausgestaltung kann der Druck des Arbeitsfluids in der Reaktionskraftkammer R6 oder in der Zwischenkolbenkammer R3 vorgesehen sein, um eingeleitet zu werden. Solch eine Ausgestaltung kann ebenfalls den oben angegebenen Zustand bewirken, in welchem die Bremskraft erzeugt wird in Abhängigkeit von dem Hochdruckquellendruck, nämlich den Zustand, in welchem die Bremsvorrichtungen 12 in Abhängigkeit von dem Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 gelieferten Arbeitsfluids die Bremskraft mit einer Größe in Übereinstimmung mit der durch den Fahrer dem Bremspedal 14 betätigten Betätigungskraft Erzeugen in einer Situation, in welcher das den Einstelldruck aufweisende Arbeitsfluid nicht an die zweite Steuerkammer R9 geliefert werden kann.
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(f) Druckerhöhungs-Linearventil und Druckminderungs-Linearventil
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Das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 sind übliche elektromagnetische Linearventile und haben jeweilige Strukturen, die in den 2A und 2B schematisch gezeigt sind. Das Druckerhöhungs-Linearventil 26 ist ein normalerweise geschlossenes elektromagnetisches Linearventil, das zwischen der Hochdruckquellenvorrichtung 22 und der zweiten Steuerkammer R9 des Reglers 24 angeordnet ist. Wie in 2A gezeigt, hat das Druckerhöhungs-Linearventil 26 einen Stößel 142, dessen distales Ende 140 als ein Ventilelement fungiert, und einen Ventilsitz 144, auf welchem das distale Ende 140 des Stößels 142 aufsitzt. In dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 sind geformt: eine Einstelldruckkammer R12, welche sich auf einer von entgegengesetzten Seiten des Ventilsitzes 144 befindet, die näher zu dem Stößel 144 ist, und welche mit der zweiten Steuerkammer R9 des Reglers 24 in Verbindung steht, um das Arbeitsfluid mit einem Einstelldruck PAJT, der zu einem zweiten Steuerdruck PPLT der zweiten Steuerkammer R9 korrespondiert, aufzunehmen, und eine Hochdruckkammer R13, welche sich auf der anderen der entgegengesetzten Seiten des Ventilsitzes 144 befindet, die entfernt von dem Stößel 142 ist, und welche mit der Hochdruckquellenvorrichtung 22 in Verbindung steht, um das Arbeitsfluid mit einem Hochdruckquellendruck PACC zu empfangen. Dort wirkt auf den Stößel 142 eine druckdifferenzbasierte Wirkkraft FΔP-A, die auf einer Druckdifferenz zwischen dem Hochdruckquellendruck PACC und dem Einstelldruck PAJT basiert, in eine Richtung ein, in welcher der Stößel 142 von dem Ventilsitz 144 weg separiert wird. Gleichzeitig ist der Stößel 142 in eine Richtung vorgespannt, in welcher der Stößel auf dem Ventilsitz 144 aufsitzt durch eine Vorspannkraft einer Feder 146, welche größer als die druckdifferenzbasierte Wirkkraft FΔP-A ist, nämlich eine durch einen Federvorspannmechanismus, welcher die Feder 146 umfasst, erzeugte Federvorspannkraft FK-A. Durch Bestromung einer elektromagnetischen Spule 148 wirkt auf den Stößel 142 ferner eine elektromagnetische Wirkkraft FE-A mit einer Größe in Übereinstimmung mit einem der Spule 148 zugeführten Erregerstrom IA in die gleiche Richtung wie die druckdifferenzbasierte Wirkkraft FΔP-A ein, nämlich in eine Richtung entgegengesetzt zu der Federvorspannkraft FK-A. Grob gesehen ist in dem vorliegenden Druckerhöhungs-Linearventil 26 der Erregerstrom IA so bestimmt, dass ein beliebiger Einstelldruck PAJT erzielt wird bei Berücksichtigung eines Gleichgewichts zwischen der druckdifferenzbasierten Wirkkraft FΔP-A, der elektromagnetischen Wirkkraft FE-A und der Federvorspannkraft FK-A, und der bestimmte Erregerstrom wird an die Spule 148 ausgegeben. Die Bestimmung des Erregerstroms IA wird später im Detail erläutert werden. Es ist zu bemerken, dass in dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 der Einstelldruck PAJT sich mit einer Erhöhung im Erregerstrom IA erhöht. Mit anderen Worten wird ein Ventilöffnungsgrad (zum Beispiel ein Leichtigkeitsgrad, mit dem sich der Zustand des Ventils von einem Ventilgeschlossenzustand auf einen Ventiloffenzustand ändert) höher und wird ein Ventilöffnungsdruck höher in einem Zustand, in welchem die Federvorspannkraft FK-A, die druckdifferenzbasierte Wirkkraft FΔP-A und die elektromagnetische Wirkkraft FE-A miteinander im Gleichgewicht sind. Mit anderen Worten wird mit einer Erhöhung im Erregerstrom IA ein Ventilöffnungsdruck in einem Ventilgleichgewichtszustand, welcher ein Grenzzustand zwischen dem Ventiloffenzustand und dem Ventilgeschlossenzustand ist, das heißt ein Ventilgleichgewichtsdruck, höher.
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Das Druckminderungs-Linearventil 28 ist ein normalerweise offenes elektromagnetisches Linearventil, das zwischen der zweiten Steuerkammer R9 des Reglers 24 und dem Reservoir 20 als der Niederdruckquelle angeordnet ist. Wie in 2B gezeigt, hat das Druckminderungs-Linearventil 28 einen Stößel 142, dessen distales Ende 140 als ein Ventilelement fungiert, und einen Ventilsitz 144, auf welchem das distale Ende 140 des Stößels 142 aufsitzt. In dem Druckminderungs-Linearventil 28 sind geformt: eine Niederdruckkammer R14, welche sich auf einer Seite von entgegengesetzten Seiten des Ventilsitzes 144, die näher zu dem Stößel 142 ist, befindet und welche mit dem Reservoir 20 in Verbindung steht, sodass sie einen atmosphärischen Druck PRSV hat, und eine Einstelldruckkammer R12, welche sich auf der anderen der entgegengesetzten Seiten des Ventilsitzes 144, die entfernt von dem Stößel 142 ist, befindet und welche mit der zweiten Steuerkammer R9 des Reglers 24 in Verbindung steht, um das Arbeitsfluid mit dem Einstelldruck PAJT, der zu dem zweiten Steuerdruck PPLT korrespondiert, aufzunehmen. Dort wirkt auf den Stößel 142 eine druckdifferenzbasierte Wirkkraft FΔP-R, die auf einer Druckdifferenz zwischen dem Einstelldruck PAJT und dem atmosphärischen Druck PRSV basiert, in eine Richtung ein, in welcher der Stößel 142 von dem Ventilsitz 144 weg separiert wird. Gleichzeitig ist der Stößel 142 durch eine Vorspannkraft der Feder 146, nämlich durch eine von einem Federvorspannmechanismus, welcher eine Feder 146 umfasst, erzeugte Federvorspannkraft FK-R, in die gleiche Richtung wie die druckdifferenzbasierte Wirkkraft FΔP-R vorgespannt. Durch Bestromung einer elektromagnetischen Spule 148 wirkt auf den Stößel 142 ferner eine elektromagnetische Wirkkraft FE-R mit einer Größe in Übereinstimmung mit einem der Spule 148 zugeführten Erregerstrom IR in eine Richtung ein, die entgegengesetzt zu der druckdifferenzbasierten Wirkkraft FΔP-R und der Federvorspannkraft FK-R ist. Grob gesehen wird in dem vorliegenden Druckminderungs-Linearventil 28 der Erregerstrom IR so bestimmt, dass ein beliebiger Einstelldruck PAJT erzielt wird bei Berücksichtigung eines Gleichgewichts zwischen der druckdifferenzbasierten Wirkkraft FΔP-R, der Federvorspannkraft FK-R und der elektromagnetischen Wirkkraft FE-R, und der bestimmte Erregerstrom wird an die Spule 148 geliefert. Die Bestimmung des Erregerstroms IR wird, wie bei dem Druckerhöhungs-Linearventil 26, später im Detail erläutert werden. Es ist zu bemerken, dass in dem Druckminderungs-Linearventil 28 der Einstelldruck PAJT sich mit einer Erhöhung im Erregerstrom IR erhöht. Mit anderen Worten wird ein Ventilöffnungsgrad (zum Beispiel ein Leichtigkeitsgrad, mit welchem der Zustand des Ventils vom Ventilgeschlossenzustand in den Ventiloffenzustand wechselt) geringer und wird ein Ventilöffnungsdruck im Ventilgleichgewichtszustand, das heißt ein Ventilgleichgewichtsdruck, höher mit einer Erhöhung im Erregerstrom IR.
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Vom Gesichtspunkt der Funktionen des Druckerhöhungs-Linearventils 26 und des Druckminderungs-Linearventils 28, die oben beschrieben sind, in dem vorliegenden System stellen das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 eine Druckstellventilvorrichtung bereit, welche den Druck des Arbeitsfluids auf den Einstelldruck PAJT einstellt. Die Druckstellventilvorrichtung ist eingerichtet, den zweiten Steuerdruck PPLT des Reglers 24 als den Einstelldruck PAJT einzustellen.
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(g) Steuersystem
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Eine Steuerung des vorliegenden Systems, nämlich eine Bremssteuerung, wird durch das Brems-ESG 30 ausgeführt. Grob gesehen steuert das Brems-ESG 30 die Hochdruckquellenvorrichtung 22, genauer steuert das Brems-ESG 30 den Motor 92 der Hochdruckquellenvorrichtung 22 und steuert ferner das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28. Das Brems-ESG 30 ist gebildet mit einem Computer als einem Hauptelement und Treiberschaltkreisen (Treibern) zum jeweiligen Ansteuern des Motors 92 der Hochdruckquellenvorrichtung 22, des Druckerhöhungs-Linearventils 26 und des Druckminderungs-Linearventils 28 usw.
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Mit dem Brems-ESG 30 sind die folgenden Sensoren verbunden: der Reaktionskraft-Drucksensor 86 zum Erfassen eines Drucks PRCT in der Reaktionskraftkammer R6 oder in der Gegenkammer R5 (nachstehend, wo geeignet, als „Reaktionskraftdruck PRCT” bezeichnet), der Hochdruckquellen-Drucksensor 96 zum Erfassen des Hochdruckquellendrucks PACC (des sogenannten „Akkumulatordrucks”), welcher ein Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 an den Regler 24 gelieferten Arbeitsfluids ist, und ein Servodrucksensor 134 zum Erfassen des Servodrucks PSRV als einen Lieferdruck des Druckreglers, welcher ein Druck des von dem Regler 24 an die Hauptzylindervorrichtung gelieferten Arbeitsfluids ist. Die Drücke PRCT, PACC, PSRV werden als für die Steuerung nötige Information erlangt. Der Servodruck PSRV als der Lieferdruck des Druckreglers, welcher der Druck des von dem Regler 24 gelieferten Arbeitsfluids ist, ist eine Art einer Bremskraftkennziffer, die für die durch die Bremsvorrichtungen 12 zu erzeugende Bremskraft kennzeichnend ist. Demgemäß fungiert der Servodrucksensor 134 als ein Bremskraftkennzifferdetektor. Ferner ist das vorliegende System mit einem Bremsbetätigungsausmaßsensor 150 zum Erfassen eines Bremsbetätigungsausmaßes δPDL und einem Bremsbetätigungskraftsensor 152 versehen zum Erfassen einer Bremsbetätigungskraft FPDL als Betriebsinformationen über das als das Bremsbetätigungselement fungierte Bremspedal 14. (In 1 sind der Bremsbetätigungsausmaßsensor 150 und der Bremsbetätigungskraftsensor 152 mit einem das Bremsbetätigungsausmaß kennzeichnenden Zeichen „δPDL” bzw. einem die Bremsbetätigungskraft kennzeichnenden Zeichen „FPDL” markiert.) Diese Sensoren 150, 152 sind ebenfalls mit dem Brems-ESG 30 verbunden. Die Steuerung in dem vorliegenden System wird auf Basis der von den Sensoren erfassten Werte ausgeführt.
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<Steuerung und Verarbeitung im Hydraulikbremssystem>
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Nachstehend wird die Bremssteuerung in dem vorliegenden System unter Bezugnahme auf ein Programm erläutert werden, weshalb Abläufe des Programms folgen. In der dem Programm folgenden Steuerung werden ausgeführt: eine Steuerung der Hochdruckquellenvorrichtung 22, das heißt eine Hochdruckquellensteuerung, welche eine Steuerung des Hochdruckquellendrucks PACC ist, und eine Bremskraftsteuerung zum Steuern der durch die Bremsvorrichtungen 12 zu erzeugenden Bremskraft mittels Steuerns der dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 und dem Druckminderungs-Linearventil 28 jeweils zugeführten Erregerströme IA, IR. In der Bremskraftsteuerung wird in einem Normalzustand eine Rückwärtsregelung ausgeführt, wohingegen im Fall einer Störung des Servodrucksensors 134 eine Vorwärtsregelung ausgeführt wird. Bei Berücksichtigung dessen werden in Reihenfolge ein Hauptablauf der Bremssteuerung, der Hochdruckquellensteuerung, der Normalzustand-Bremskraftsteuerung, der Vorwärtsregelung und der Bremskraftsteuerung im Fall der Störung des Servodrucksensors zum leichteren Verständnis der vorliegenden Bremssteuerung erläutert werden. Danach wird eine funktionale Struktur des Brems-ESG 30, das heißt der Steuervorrichtung, bezüglich der Bremssteuerung erläutert werden.
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(a) Hauptablauf der Bremssteuerung
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Die Bremssteuerung wird ausgeführt, um zu ermöglichen, dass die Bremsvorrichtungen 12 eine geeignete Bremskraft erzeugen. Die Bremssteuerung wird so ausgeführt, dass das Brems-ESG 30 in einem kurzen Zeitabstand von zum Beispiel mehreren Millisekunden bis mehreren zehn Millisekunden wiederholt ein durch ein Ablaufdiagramm von 3 dargestelltes Bremssteuerprogramm ausführt.
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In der Steuerungsverarbeitung gemäß diesem Programm wird anfangs in Schritt 1 (nachstehend als „S1” abgekürzt, und andere Schritte werden in ähnlicher Weise abgekürzt) ein Hochdruckquellendruck PACC auf Basis einer Erfassung durch den Hochdruckquellen-Drucksensor 96 erlangt. Nachfolgend wird in S2 die Steuerung der Hochdruckquellenvorrichtung 22, das heißt die Hochdruckquellensteuerung, welche später im Detail erläutert werden wird, ausgeführt. Die Hochdruckquellensteuerung dient zum Steuern des Hochdruckquellendrucks PACC, welcher ein Druck des von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 gelieferten Arbeitsfluids ist.
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In S3, welcher der Hochdruckquellensteuerung folgt, wird gemäß einer bekannten Technik das Ausmaß der Bremsbetätigung auf Basis des Bremsbetätigungsausmaßes δPDL und der Bremsbetätigungskraft FPDL, die von dem Bremsbetätigungsausmaßsensor 150 bzw. dem Bremsbetätigungskraftsensor 152 erfasst sind, ermittelt. Als Nächstes wird in S4 auf Basis des wie oben beschrieben ermittelten Ausmaßes der Bremsbetätigung eine Sollbremskraft G* bestimmt. Die Sollbremskraft G* ist eine für das vorliegende Hydraulikbremssystem erforderliche Bremskraft, nämlich eine Bremskraft, welche von den vier Bremsvorrichtungen 12 erzeugt werden sollte. Um genauer zu sein, wird anfangs auf Basis des ermittelten Ausmaßes der Bremsbetätigung eine erforderliche Gesamtbremskraft, welche eine Bremskraft ist, die für das Fahrzeug als Ganzes erforderlich ist, berechnet. Anschließend wird die Sollbremskraft G* bestimmt, indem eine generatorische Bremskraft, welche zum aktuellen Zeitpunkt erzeugt wird, von der erforderlichen Gesamtbremskraft subtrahiert wird. Anschließend wird in S5 auf Basis der bestimmten Sollbremskraft G* eine Sollbremskraftkennziffer bestimmt, nämlich ein Sollservodruck P*SRV, welcher eine Vorgabe in der Steuerung des Servodrucks PSRV als einer Vorgabe für die Bremskraftkennziffer in der Steuerung ist. Genauer wird der Sollservodruck P*SRV aus der Sollbremskraft G* berechnet auf der Basis eines Verhältnisses zwischen: einer Druckaufnahmefläche des Kolbens des Radzylinders jeder Bremsvorrichtung 12, einer Druckaufnahmefläche des ersten Druckkolbens 42 in Bezug auf die Eingabekammer R4 der Hauptzylindervorrichtung 16, einer Druckaufnahmefläche des ersten Druckkolbens 42 in Bezug auf die erste Druckkammer R1 und einer Druckaufnahmefläche des zweiten Druckkolbens 44 in Bezug auf die zweite Druckkammer R2.
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Nachdem der Sollservodruck P*SRV bestimmt ist, wird in S6 entschieden, ob der Servodrucksensor 134 unter einer Störung leidet. Wenn entschieden wird, dass der Servodrucksensor unter keiner Störung leidet, wird in S7 die Normalzustand-Bremskraftsteuerung ausgeführt. Wenn entschieden wird, dass der Servodrucksensor unter einer Störung leidet, wird in S8 die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung ausgeführt.
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(b) Hochdruckquellensteuerung
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Die Hochdruckquellensteuerung von S2 ist eine Steuerung zum Regulieren des Hochdruckquellendrucks PACC. Die Hochdruckquellensteuerung wird ausgeführt mittels Ausführens einer durch ein Ablaufdiagramm von 4 dargestellten Routine für die Hochdruckquellensteuerung. In einer Verarbeitung gemäß dieser Routine wird in S11 entschieden, ob der Hochdruckquellendruck PACC sich über einem vorgegebenen oberen Grenzdruck PACC-U befindet. Wenn entschieden wird, dass sich der Hochdruckquellendruck PACC über dem vorgegebenen oberen Grenzdruck PACC-U befindet, wird in S12 ein Befehl zum Stoppen der Pumpe 90 ausgegeben. Genauer wird ein Befehl zum Stoppen des Motors 92 an den Treiberschaltkreis gesendet. Wenn andererseits entschieden wird, dass der Hochdruckquellendruck PACC sich nicht über dem vorgegebenen oberen Grenzdruck PACC-U befindet, wird in S13 entschieden, ob sich der Hochdruckquellendruck PACC unterhalb eines vorgegebenen unteren Grenzdrucks PACC-L befindet. Wenn entschieden wird, dass sich der Hochdruckquellendruck PACC unterhalb des vorgegebenen unteren Grenzdrucks PACC-L befindet, wird in S14 ein Befehl zum Antreiben der Pumpe 90 ausgegeben. Genauer wird ein Befehl zum Aktivieren des Motors 92 an einen Motortreiber gesendet. Wenn andererseits entschieden wird, dass sich der Hochdruckquellendruck PACC nicht unterhalb des vorgegebenen unteren Grenzdrucks PACC-L befindet, falls nämlich der Hochdruckquellendruck PACC nicht niedriger als der vorgegebene untere Grenzdruck PACC-L und nicht höher als der vorgegebene obere Grenzdruck PACC-U ist, wird in S15 ein Befehl zum Beibehalten des aktuellen Zustandes der Pumpe 90 ausgegeben. Mit anderen Worten wird ein Befehl zum Beibehalten eines Antriebs der Pumpe 90 ausgegeben, wenn die Pumpe 90 angetrieben wird, wohingegen ein Befehl zum Beibehalten eines Stopps der Pumpe 90 ausgegeben wird, wenn die Pumpe 90 sich in Ruhe befindet. Genauer wird ein Befehl zum Aktivieren des Motors 92 an den Treiberschaltkreis gesendet, wenn der Motor 92 aktiviert ist, wohingegen ein Befehl zum Stoppen des Motors 92 an den Treiberschaltkreis gesendet wird, wenn der Motor 92 sich in Ruhe befindet. Durch Ausführen der oben beschriebenen Hochdruckquellensteuerung wird der Hochdruckquellendruck PACC innerhalb eines durch den vorgegebenen oberen Grenzdruck PACC-U und den vorgegebenen unteren Grenzdruck PACC-L definierten Vorgabedruckbereichs gehalten.
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(c) Normalzustand-Bremskraftsteuerung
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Die Normalzustand-Bremskraftsteuerung von S7 wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 5 dargestellten Routine für die Normalzustand-Bremskraftsteuerung. In einer Verarbeitung gemäß dieser Routine wird in S21 auf Basis einer Erfassung durch den Servodrucksensor 134 ein aktueller Servodruck PSRV als eine Aktuellbremskraftkennziffer erlangt. Anschließend wird in S22 eine Servodruckabweichung ΔPSRV (= P*SRV – PSRV) berechnet, indem der erlangte Servodruck PSRV von dem bereits bestimmten Sollservodruck P*SRV subtrahiert wird. Dann wird in S23 basierend auf dem wie oben beschrieben erlangten Servodruck PSRV und einem durch die Struktur des Reglers 24 bestimmten Druckerhöhungsverhältnis, das heißt einem Verhältnis des Servodrucks zu dem Steuerdruck, ein zweiter Steuerdruck PPLT2 ermittelt, welcher ein Druck des Arbeitsfluids in der zweiten Steuerkammer R9 ist. Danach wird in S24 eine Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils ausgeführt, wobei das Druckerhöhungs-Linearventil 26 durch den daran gelieferten Erregerstrom IA gesteuert wird, und wird in S25 eine Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils ausgeführt, wobei das Druckminderungs-Linearventil 28 durch den daran gelieferten Erregerstrom IR gesteuert wird. Die Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils und die Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils bilden die Rückwärtsregelung.
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c-1) Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils
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In der Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils gemäß S24 wird der Erregerstrom IA bestimmt, indem eine Rückkopplungskomponente IA-FB, welche eine gemäß der Technik der Rückwärtsregelung bestimmte Stromkomponente ist, zu einer Vorwärtskopplungskomponente IA-FF, welche eine gemäß der Technik der Vorwärtsregelung bestimmte Stromkomponente ist, hinzuaddiert wird, und wird der bestimmte Erregerstrom IA an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 geliefert. Die Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 6 dargestellten Subroutine für die Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils.
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In einer Verarbeitung gemäß der Subroutine für die Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird anfangs in S31 die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestimmt gemäß einer Korrelation zwischen dem Servodruck PSRV und dem Erregerstrom IA im Ventilgleichgewichtszustand, welche in Abhängigkeit von der Struktur des Druckerhöhungs-Linearventils 26 bestimmt ist. Das heißt, die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF wird erachtet als eine Komponente zum Stellen des Druckerhöhungs-Linearventils 26 in den Ventilgleichgewichtszustand, welcher ein Grenzzustand zwischen dem Ventiloffenzustand und dem Ventilgeschlossenzustand ist. Der Servodruck PSRV und der zweite Steuerdruck PPLT2 (der zu dem Einstelldruck PAJT korrespondiert) haben eine Relation gemäß dem oben beschriebenen Druckerhöhungsverhältnis. Demgemäß wird die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF aktuell bestimmt gemäß einer Korrelation zwischen dem zweiten Steuerdruck PPLT2, dem Hochdruckquellendruck PACC und dem Erregerstrom IA. Wie aus 2A ersichtlich, wird ein Gleichgewicht zwischen der druckdifferenzbasierten Wirkkraft FΔP-A, der Federvorspannkraft FK-A und der elektromagnetischen Wirkkraft FE-A im Ventilgleichgewichtszustand durch den folgenden Ausdruck repräsentiert: FE-A = FK-A – FΔP-A
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In diesem Zusammenhang werden, falls der Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand IA-FF ist, die folgenden Ausdrücke aufgestellt: FE-A = αA·IA-FF FΔP-A = βA·(PACC – PPLT2) αA, βA: Koeffizienten
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Dementsprechend werden die obigen Ausdrücke wie folgt umgeschrieben: IA-FF = {FK-A – βA·(PACC – PPLT2)}/αA („FK-A” wird als eine Konstante betrachtet.)
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In S31 wird der aus dem obigen Ausdruck erlangte Erregerstrom IA-FF als die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestimmt. Beim Bestimmen der Vorwärtskopplungskomponente IA-FF in der Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird ein aktueller Druck, welcher bereits auf Basis einer Erfassung durch den Hochdruckquellen-Drucksensor 96 erlangt wurde, als der Hochdruckquellendruck PACC verwendet und wird ein Druck, der in Abhängigkeit von dem aktuellen Servodruck PSRV, welcher bereits auf Basis einer Erfassung durch den Servodrucksensor 134 erlangt wurde, ermittelt wird, als der zweite Steuerdruck PPLT2 verwendet. Die Federvorspannkraft FK-A wird im Voraus für individuelle Druckerhöhungs-Linearventile 26 auf Basis einer aktuellen Messung zur Zeit einer Herstellung der Fahrzeuge festgelegt. Demgemäß ist die oben beschriebene Korrelation eine vorbestimmte Relation.
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Anschließend wird in S32 die Rückkopplungskomponente IA-FB auf Basis der Servodruckabweichung ΔPSRV bestimmt. Die Rückkopplungskomponente IA-FB wird als eine Stromkomponente erachtet, um den Servodruck PSRV näher an den Sollservodruck P*SRV zu führen, nämlich eine Komponente zum Verringern der Servodruckabweichung ΔPSRV. Genauer wird die Rückkopplungskomponente IA-FB gemäß dem folgenden Ausdruck bestimmt: IA-FB = γA·ΔPSRV = γA·(P*SRV – PSRV) γA: Steuerungs-Übertragungsfaktor
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Bei der Bestimmung der Rückkopplungskomponente IA-FB für die Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird die Servodruckabweichung ΔPSRV verwendet, welche berechnet ist in Abhängigkeit von dem aktuellen Servodruck PSRV, welcher bereits auf Basis einer Erfassung durch den Servodrucksensor 134 erlangt wurde.
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Als Nächstes wird in S33 ein Basiserregerstrom IA0, welcher eine Basis für den aktuell zu liefernden Erregerstrom IA ist, gemäß dem folgenden Ausdruck bestimmt: IA0 = IA-FF + IA-FB
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In S34 und S35 wird basierend auf einer Änderung im Sollservodruck P*SRV entschieden, ob sich das Hydraulikbremssystem befindet in: (A) einem Bremskrafterhöhungszustand, in welchem sich die Bremskraft erhöht, (B) einem Bremskraftminderungszustand, in welchem sich die Bremskraft vermindert, oder (C) einem Bremskraftkonstantzustand, in welchem die Bremskraft beibehalten wird (das heißt einem Zustand, in welchem sich die Sollbremskraft nicht ändert). Wenn entschieden wird, dass sich das Hydraulikbremssystem in dem Bremskrafterhöhungszustand oder in dem Bremskraftkonstantzustand befindet, wird in S36 der zu liefernde Erregerstrom IA so bestimmt, dass er gleich zu dem Basiserregerstrom IA0 ist. Wenn andererseits entschieden wird, dass sich das Hydraulikbremssystem in dem Bremskraftminderungszustand befindet, wird in S37 in Bezug auf einen Stromverbrauch des Druckerhöhungs-Linearventils 26 der Erregerstrom IA so bestimmt, dass er nicht gleich zu dem Basiserregerstrom IA0, sondern zu 0 ist. Anschließend wird ein Befehl bezüglich des bestimmten Erregerstroms IA in S38 ausgegeben. Genauer wird ein Befehl bezüglich des Erregerstroms IA an den Treiberschaltkreis gesendet. In dem Ablaufdiagramm sind unter Fokussierung auf die Änderung im Servodruck PSRV der Bremskrafterhöhungszustand, der Bremskraftkonstantzustand und der Bremskraftminderungszustand als ein Druckerhöhungszustand, ein Druckkonstantzustand bzw. ein Druckminderungszustand angegeben.
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In der Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird im Bremskrafterhöhungszustand und im Bremskraftkonstantzustand der Basiserregerstrom IA0 an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 geliefert. Dementsprechend wird in einem strengen Sinne die Rückwärtsregelung lediglich im Bremskrafterhöhungszustand und im Bremskraftkonstantzustand ausgeführt.
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c-2) Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils
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Wie in der Rückwärtsregelung des Druckerhöhungs-Linearventils 26 wird in der Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils gemäß S25 der Erregerstrom IR bestimmt, indem eine Rückkopplungskomponente IR-FB zu einer Vorwärtskopplungskomponente IR-FF hinzuaddiert wird, und wird der bestimmte Erregerstrom IR an das Druckminderungs-Linearventil 28 geliefert. Die Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 7 dargestellten Subroutine für die Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils.
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Wie in der Verarbeitung für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 wird in der Verarbeitung gemäß der Subroutine für die Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils anfangs in S41 die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF bestimmt gemäß einer Korrelation zwischen dem Servodruck PSRV und dem Erregerstrom IR im Ventilgleichgewichtszustand, welche in Abhängigkeit von der Struktur des Druckminderungs-Linearventils 28 bestimmt ist. Das heißt, die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF wird erachtet als eine Komponente zum Stellen des Druckminderungs-Linearventils 28 in den Ventilgleichgewichtszustand, welcher ein Grenzzustand zwischen dem Ventiloffenzustand und dem Ventilgeschlossenzustand ist. Der Servodruck PSRV und der zweite Steuerdruck PPLT2 haben eine Relation gemäß dem oben beschriebenen Druckerhöhungsverhältnis. Dementsprechend wird die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF aktuell bestimmt gemäß einer Korrelation zwischen dem zweiten Steuerdruck PPLT2, dem atmosphärischen Druck PRSV und dem Erregerstrom IR. Wie aus 2B ersichtlich, wird ein Gleichgewicht zwischen der druckdifferenzbasierten Wirkkraft FΔP-R, der Federvorspannkraft FK-R und der elektromagnetischen Wirkkraft FE-R im Ventilgleichgewichtszustand durch den folgenden Ausdruck repräsentiert: FE-R = FK-R + FΔP-R
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In diesem Zusammenhang werden, falls der Erregerstrom im Ventilgleichgewichtszustand IR-FF ist, die folgenden Ausdrücke aufgestellt: FE-R = αR·IR-FF FΔP-R = βR·(PPLT2 – PRSV) αR, βR: Koeffizienten
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Dementsprechend werden die obigen Ausdrücke wie folgt umgeschrieben: IR-FF = {FK-R + βR·(PPLT2 – PRSV)}/αR („FK-R” wird als eine Konstante erachtet.)
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In S41 wird der aus dem obigen Ausdruck erlangte Erregerstrom IR-FF als die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF bestimmt. Beim Bestimmen der Vorwärtskopplungskomponente IR-FF in der Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils wird etwa 1 atmosphärischer Druck als der atmosphärische Druck PRSV verwendet und wird ein Druck, der in Abhängigkeit von dem aktuellen Servodruck PSRV, welcher bereits auf Basis einer Erfassung durch den Servodrucksensor 134 erlangt ist, ermittelt wird, als der zweite Steuerdruck PPLT2 verwendet. Die Federvorspannkraft FK-R wird im Voraus für individuelle Druckminderungs-Linearventile 28 auf Basis einer aktuellen Messung zur Zeit einer Herstellung der Fahrzeuge festgelegt. Dementsprechend ist die oben beschriebene Korrelation eine vorbestimmte Relation.
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Anschließend wird in S42 auf Basis der Servodruckabweichung ΔPSRV die Rückkopplungskomponente IR-FB bestimmt. Die Rückkopplungskomponente IR-FB wird erachtet als eine Stromkomponente, um den Servodruck PSRV näher an den Sollservodruck P*SRV zu führen, nämlich eine Komponente zum Vermindern der Servodruckabweichung ΔPSRV. Genauer wird die Rückkopplungskomponente IR-FB gemäß dem folgenden Ausdruck bestimmt: IR-FB = γR·ΔPSRV = γR·(P*SRV – PSRV) γR: Steuerungs-Übertragungsfaktor
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Beim Bestimmen der Rückkopplungskomponente IR-FB in der Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils wird die Servodruckabweichung ΔPSRV verwendet, welche in Abhängigkeit von dem aktuellen Servodruck PSRV, der bereits auf Basis einer Erfassung durch den Servodrucksensor 134 erlangt wurde, berechnet ist.
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Als Nächstes wird in S43 ein Basiserregerstrom IR0, welcher eine Basis des aktuell zu liefernden Erregerstroms IR ist, gemäß dem folgenden Ausdruck bestimmt: IR0 = IR-FF + IR-FB
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Im Fall des Druckminderungs-Linearventils 28 ist die Rückkopplungskomponente IR-FB ein negativer Wert, da der aktuelle Servodruck PSRV höher als der Sollservodruck P*SRV im Bremskraftminderungszustand ist, und dementsprechend die Servodruckabweichung ΔPSRV ein negativer Wert wird. Im Ergebnis ist die Rückkopplungskomponente IR-FB eine Komponente zum Reduzieren der Vorwärtskopplungskomponente IR-FF. In S44 und S45 wird basierend auf einer Änderung im Sollservodruck P*SRV entschieden, ob sich das Hydraulikbremssystem befindet in: (A) dem Bremskrafterhöhungszustand, (B) dem Bremskraftminderungszustand oder (C) dem Bremskraftkonstantzustand. Falls entschieden wird, dass das Fahrzeug sich in dem Bremskraftminderungszustand oder in dem Bremskraftkonstantzustand befindet, wird in S46 der zu liefernde Erregerstrom IR so bestimmt, dass er gleich zu dem Basiserregerstrom IR0 ist. Wenn andererseits sich das Hydraulikbremssystem in dem Bremskrafterhöhungszustand befindet, wird in S47 der Erregerstrom IR so bestimmt, dass er gleich zu einem Strom ist, der eine Summe des Basiserregerstroms IR0 und eines Toleranzstroms IMAG ist, um das Druckminderungs-Linearventil 28 ausreichend in den Ventilgeschlossenzustand zu platzieren. Anschließend wird in S48 ein Befehl bezüglich des bestimmten Erregerstroms IR ausgegeben. Genauer wird ein Befehl bezüglich des Erregerstroms IR an den Treiberschaltkreis gesendet.
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In der Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils wird im Bremskraftminderungszustand und im Bremskraftkonstantzustand der Basiserregerstrom IR0 an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 geliefert. Dementsprechend wird in einem strengen Sinne die Rückwärtsregelung lediglich im Bremskraftminderungszustand und im Bremskraftkonstantzustand ausgeführt.
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(d) Details der Vorwärtsregelung
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In dem vorliegenden System wird die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung gemäß S8 anstelle der Normalzustand-Bremskraftsteuerung von S7 im Fall einer Störung des Servodrucksensors 134 ausgeführt. In dieser Steuerung wird anstelle der oben erläuterten Rückwärtsregelung die Vorwärtsregelung ausgeführt. Die Vorwärtsregelung wird nachstehend im Detail erläutert werden.
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d-1) Zusammenfassung der Vorwärtsregelung
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In der oben erläuterten Rückwärtsregelung wird beim Bestimmen der Erregerströme IA, IR, die jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 zu liefern sind, der Servodruck PSRV als die Bremskraftkennziffer verwendet und werden die Rückkopplungskomponenten IA-FB, IR-FB bestimmt auf Basis der Servodruckabweichung ΔPSRV, welche eine Differenz zwischen dem Servodruck PSRV und dem Sollservodruck P*SRV ist. Wenn der Servodrucksensor 134 einen Betriebsausfall hat, ist es jedoch unmöglich, den aktuellen Servodruck PSRV zu erlangen, und ist es dementsprechend unmöglich, die Rückkopplungskomponenten IA-FB, IR-FB zu bestimmen. In Anbetracht dessen werden in der Vorwärtsregelung die Erregerströme IA, IR, welche nicht die Rückkopplungskomponenten IA-FB, IR-FB enthalten, nämlich der aus der Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestehende Erregerstrom IA und der aus der Vorwärtskopplungskomponente IR-FF bestehende Erregerstrom IR, auf Basis des Sollservodrucks P*SRV bestimmt und werden die bestimmten Erregerströme IA, IR geliefert. Kurz gesagt wird die Vorwärtsregelung als eine Steuerung erachtet, um bei in dem Ventilgleichgewichtszustand Halten des Druckerhöhungs-Linearventils 26 und des Druckminderungs-Linearventils 28 den Servodruck PSRV auf dem Sollservodruck P*SRV zu halten.
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d-2) Bremskraftgewährleistung
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Wie oben erläutert, ist der Ventilgleichgewichtszustand von jedem von dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 und dem Druckminderungs-Linearventil 28 definiert als ein Zustand, der bestimmt ist durch ein Gleichgewicht zwischen der elektromagnetischen Wirkkraft FE-A, FE-R, der druckdifferenzbasierten Wirkkraft FΔP-A, FΔP-R und der Federvorspannkraft FK-A, FK-R. Infolge einer Änderung in den Eigenschaften von irgendeinem von dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 und dem Druckminderungs-Linearventil 28 über die Zeit oder die Jahre ändert sich die Korrelation zwischen den Erregerströmen IA, IR und dem Servodruck PSRV im Ventilgleichgewichtszustand und kann es eine Möglichkeit geben, dass eine beabsichtigte Bremskraft nicht erlangt werden kann, sogar wenn die Erregerströme IA, IR gemäß den jeweiligen Ausdrücken zum Bestimmen der Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF in der Rückwärtsregelung bestimmt werden. Insbesondere wenn ein Einfluss von Änderungen in den Federvorspannkräften FK-A, FK-R groß ist und die Federvorspannkräfte FK-A, FK-R groß werden, ist die Bremskraft unzureichend, sogar wenn die Erregerströme IA, IR, die gemäß den vorbestimmten Ausdrücken bestimmt sind, jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 in der Vorwärtsregelung geliefert werden. In dem vorliegenden System werden daher in der Vorwärtsregelung die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF gemäß den jeweiligen vorbestimmten Korrelationen im Ventilgleichgewichtszustand bestimmt und werden die bestimmten Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF geeignet modifiziert. Somit werden die Erregerströme IA, IR geliefert, welche die gleichen wie jene sind, wenn die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF auf Basis geänderter Federvorspannkräfte FK-A, FK-R bestimmt werden.
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Genauer wird die Relation zwischen der Vorwärtskopplungskomponente IA-FF und dem zweiten Steuerdruck PPLT2 im Ventilgleichgewichtszustand des Druckerhöhungs-Linearventils 26 wie folgt durch Umschreiben der obigen Formel repräsentiert: PPLT2 = (αA/βA)·IA-FF – FK-A/βA + PACC
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Ferner haben der Servodruck PSRV und der zweite Steuerdruck PPLT2 die folgende Relation: PSRV/PPLT2 = ε ε: Druckerhöhungsverhältnis des Reglers 24
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Dementsprechend wird die Korrelation zwischen dem Servodruck PSRV und der Vorwärtskopplungskomponente IA-FF im Ventilgleichgewichtszustand des Druckerhöhungs-Linearventils 26 wie folgt repräsentiert: PSRV = ε·{(αA/βA)·IA-FF – FK-A/βA + PACC}
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In ähnlicher Weise wird die Relation zwischen der Vorwärtskopplungskomponente IR-FE und dem zweiten Steuerdruck PPLT2 im Ventilgleichgewichtszustand des Druckminderungs-Linearventils 28 wie folgt durch Umschreiben der obigen Formel repräsentiert: PPLT2 = (αR/βR)·IR-FF – FK-R/βR + PRSV
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In Anbetracht der obigen Relation zwischen dem Servodruck PSRV und dem zweiten Steuerdruck PPLT2 wird die Korrelation zwischen dem Servodruck PSRV und der Vorwärtskopplungskomponente IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand des Druckminderungs-Linearventils 26 durch den folgenden Ausdruck repräsentiert: PSRV = ε·{(αR/βR)·IR-FF – FK-R/βR + PRSV}
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Der Hochdruckquellendruck PACC und der atmosphärische Druck PRSV fallen in jeweilige vorgegebene Bereiche. Dementsprechend werden, falls der Hochdruckquellendruck PACC und der atmosphärische Druck PRSV als konstant erachtet werden, eine Relation zwischen dem Servodruck PSRV und der Vorwärtskopplungskomponente IA-FF im Ventilgleichgewichtszustand des Druckerhöhungs-Linearventils 26 und eine Relation zwischen dem Servodruck PSRV und der Vorwärtskopplungskomponente IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand des Druckminderungs-Linearventils 28 einfach wie folgt repräsentiert: PSRV = aA·IA-FF + bA aA, bA: Koeffizienten PSRV = aR·IR-FF + bR aR, bR: Koeffizienten
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Die obigen beiden Ausdrücke, welche die Relationen zwischen dem Servodruck PSRV und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand repräsentieren, sind als Kennlinien, die jeweils eine Relation zwischen dem Erregerstrom und der Rückkopplungskomponente zeigen, wie in dem Diagramm von 8A gezeigt dargestellt. Wie aus dem Diagramm ersichtlich, wird der Servodruck PSRV, das heißt der Ventilgleichgewichtsdruck, höher mit einer Zunahme in den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF,R-FF im Ventilgleichgewichtszustand. Ferner verschieben sich wie die oben angegebenen Werte bA, bR kleiner werden, nämlich wie die Federvorspannkräfte FK-A, FK-R größer werden, die Kennlinien nach unten. Das heißt, die Kennlinien verschieben sich zu einer Seite hin, auf welcher die Bremskraft klein ist.
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Bei Berücksichtigung der oben beschriebenen Charakteristikänderungen werden in der Vorwärtsregelung des vorliegenden Systems die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF nicht gemäß einer Kennlinie (SL0 in 8A), die auf den Federvorspannkräften FK-A, FK-R basiert, welche jeweils einen Wert haben, der zur Zeit einer Herstellung des Fahrzeugs vorbestimmt wurde, sondern gemäß einer Kennlinie (SL' in 8A) bestimmt, die erlangt wird durch Verschieben der Kennlinie SL0 in Richtung zu der Seite hin, auf welcher die Bremskraft klein ist. Konzeptionell wird die gleiche Verarbeitung ausgeführt wie eine Verarbeitung, in welcher die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF bestimmt werden unter anstelle der vorbestimmten Federvorspannkräfte FK-A, FK-R verwenden von Federvorspannkräften F'K-A, F'K-R (nachstehend, wo geeignet, als korrigierte Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R bezeichnet), die größer als die vorbestimmten Federvorspannkräfte FK-A, FK-R sind. Genauer werden gemäß den folgenden Ausdrücken gegebene Strombeträge ΔIA, ΔIR (nachstehend, wo geeignet, als „Verschiebungsbetrag” bezeichnet) bestimmt, um welche die Erregerströme IA, IR verschoben werden: ΔIA = (F'K-A – FK-A)/αA ΔIR = (F'K-R – FK-R)/αR
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Indem die bestimmten Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zu den Erregerströmen IA, IR hinzuaddiert werden, die gemäß den jeweiligen vorbestimmten Korrelationen zwischen dem Servodruck PSRV und den Erregerströmen IA, IR im Ventilgleichgewichtszustand bestimmt wurden, nämlich im strengen Sinne zu den Basiserregerströmen IA0, IR0, werden die Erregerströme IA, IR bestimmt. Durch derartiges Bestimmen der Erregerströme IA, IR werden die jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 zu liefernden Erregerströme IA, IR zum Erreichen des gleichen Servodrucks PSRV um die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR größer gemacht als die gemäß den vorbestimmten Korrelationen bestimmten Erregerströme IA, IR, wie in 8A gezeigt. Das heißt, sowohl in dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 als auch dem Druckminderungs-Linearventil 28 wird der Ventilgleichgewichtsdruck höher wie die Erregerströme IA, IR größer werden, und die Erregerströme IA, IR werden so bestimmt, dass sie gleich zu jeweiligen Werten sind, die um die jeweiligen Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR in Richtung zu einer Seite hin verschoben sind, auf welcher die Bremskraft groß ist. Dementsprechend wird auch in der Vorwärtsregelung die Bremskraft, ohne unter einem Mangel an Bremskraft zu leiden, in ausreichender Weise erlangt.
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d-3) Verschiebungsbetrag der Vorwärtskopplungskomponente
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Die Erregerströme IA, IR werden in der Vorwärtsregelung wie oben erläutert verschoben. Die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR sind gemäß Einstellungen unter drei Arten auswählbar. Um genauer zu sein, werden die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR so bestimmt, dass sie die Erregerströme IA, IR in einem Fall bereitstellen, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF bestimmt werden durch Verwenden von einer der drei Arten von Federvorspannkräften FK-A, FK-R, die bereits festgelegt oder festzulegen sind.
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Wie oben erwähnt, ist die Federvorspannkraft FK-A ein Wert, der den individuellen Druckerhöhungs-Linearventilen 26 eigen ist, und ist die Federvorspannkraft FK-R ein Wert, der den individuellen Druckminderungs-Linearventilen 28 eigen ist, und jene Werte werden zur Zeit einer Herstellung des Fahrzeugs durch eine aktuelle Messung festgelegt. Jedoch fallen jene Werte in jeweilige Spezifizierungsbereiche, die durch spezifizierte Maximalwerte FK-A-MAX, FK-R-MAX und spezifizierte Minimalwerte FK-A-MIN, FK-R-MIN definiert sind. In diesem Zusammenhang korrespondiert jeder der spezifizierten Maximalwerte FK-A-MAX, FK-R-MAX zu einer unteren Grenze der Bremskraft, wohingegen jeder der spezifizierten Minimalwerte FK-A-MIN, FK-R-MIN zu einer oberen Grenze der Bremskraft korrespondiert. In 8B sind eine Kennlinie in dem Fall der spezifizierten Maximalwerte FK-A-MAX, FK-R-MAX und eine Kennlinie in dem Fall der spezifizierten Minimalwerte FK-A-MIN, FK-R-MIN gezeigt. Wie aus 8B ersichtlich, repräsentiert eine Kennlinie SLMIN im Fall der spezifizierten Maximalwerte FK-A-MAX, FK-R-MAX (nachstehend, wo geeignet, als „Kennlinie SLMIN der Minimalbremskraft” bezeichnet) die untere Grenze der Bremskraft in den Relationen zwischen dem Servodruck PSR und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand. Eine Kennlinie SLMAX im Fall der spezifizierten Minimalwerte FK-A-MIN, FK-R-MIN (nachstehend, wo geeignet, als „Kennlinie SLMAX der Maximalbremskraft” bezeichnet) repräsentiert die obere Grenze der Bremskraft in den Relationen zwischen dem Servodruck PSRV und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand. Mit anderen Worten fallen die Relationen zwischen dem Servodruck PSR und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand ebenfalls in jeweilige vorbestimmte Spezifizierungsbereiche.
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Eine der drei Arten von Verschiebungsbeträgen ΔIA, ΔIR sind Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zum Bereitstellen der Erregerströme IA, IR in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF gemäß der Kennlinie SLMIN der Minimalbremskraft bestimmt werden. Die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR werden unter Verwendung der spezifizierten Maximalwerte FK-A-MAX, FK-R-MAX als die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R gemäß den folgenden Ausdrücken bestimmt: ΔIA = (FK-A-MAX – FK-A)/αA ΔIR = (FK-R-MAX – FK-R)/αR
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Die Erregerströme IA, IR werden um die so bestimmten Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR verschoben. In der Vorwärtsregelung, in welcher die verschobenen Erregerströme IA, IR jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 geliefert werden, wird eine ausreichende Bremskraft gewährleistet.
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Eine andere der drei Arten von Verschiebungsbeträgen ΔIA, ΔIR sind Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zum Bereitstellen der Erregerströme IA, IR in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF gemäß einer in 8B gezeigten Kennlinie SLSML für die kleinseitige Bremskraft bestimmt werden. Die Kennlinie SLSML für die kleinseitige Bremskraft wird in Richtung zu der Kennlinie SLMIN für die Minimalbremskraft verschoben in Bezug auf eine Kennlinie SLMID für die mittlere Bremskraft, welche eine Mitte der Kennlinie SLMIN für die Minimalbremskraft und der Kennlinie SLMAX für die Maximalbremskraft ist. Die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR werden unter Verwendung spezifischer großseitiger Werte FK-A-LRG, FK-R-LRG als die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R bestimmt. In diesem Zusammenhang sind die spezifischen großseitigen Werte FK-A-LRG, FK-R-LRG Werte zwischen: spezifizierten Maximalwerten FK-A-MAX, FK-R-MAX und spezifizierten Mittelwerten FK-A-MID, FK-R-MID, welche sich mittig der spezifizierten Maximalwerte FK-A-MAX, FK-R-MAX und der spezifizierten Minimalwerte FK-A-MIN, FK-R-MIN befinden. Genauer werden die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR gemäß den folgenden Ausdrücken bestimmt: ΔIA = (FK-A-LRG – FK-A)/αA ΔIR = (FK-R-LRG – FK-R)/αR
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Die Erregerströme IA, IR werden um die so bestimmten Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR verschoben. In der Vorwärtsregelung, in welcher die verschobenen Erregerströme IA, IR jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 geliefert werden, wird eine ausreichende Bremskraft gewährleistet. Es ist zu bemerken, dass die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR gleich zu 0 gemacht werden, wenn die spezifischen großseitigen Werte FK-A-LRG, FK-R-LRG kleiner als die vorbestimmte Federvorspannkraft FK-A, FK-R sind.
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Die letzte der drei Arten von Verschiebungsbeträgen ΔIA, ΔIR sind Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zum Bereitstellen der Erregerströme IA, IR in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF gemäß Relationen zwischen dem Servodruck PSRV und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand bestimmt werden, wobei die Relationen erlangt werden mittels Lernens in der Normalzustand-Bremskraftsteuerung, nämlich in der Rückwärtsregelung. Beim Bestimmen der Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR werden mittels Lernens erlangte Werte der Federvorspannkräfte FK-A, FK-R als die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R verwendet. Es wird nachstehend detailliert ein Lernen der Federvorspannkräfte FK-A, FK-R, nämlich ein Lernen der Korrelationen zwischen dem Servodruck PSRV und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand, erläutert werden.
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d-4) Lernen von Korrelationen zwischen Servodruck und Vorwärtskopplungskomponenten im Ventilgleichgewichtszustand
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Das inmitten der Rückwärtsregelung ausgeführte Lernen, mit anderen Worten das Lernen der Korrelationen zwischen dem Servodruck PSRV und den Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand, wird ausgeführt, um in der Vorwärtsregelung einen Mangel an Bremskraft zu vermeiden. Dementsprechend wird das Lernen ausgeführt mittels Erkennens von Abweichungen der jeweiligen Korrelationen in den Ventilgleichgewichtszuständen von den vorbestimmten Korrelationen in Richtung zu der Seite hin, auf welcher die Bremskraft klein ist, nämlich Abweichungen in Richtung zu der Seite hin, auf welcher der Servodruck PSRV gering ist. Mit anderen Worten wird das Lernen ausgeführt mittels Erkennens, wie viel die Federvorspannkräfte FK-A, FK-R größer als die Voreinstellwerte geworden sind.
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Das Lernen für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 wird ausgeführt, wenn der Bremskrafterhöhungszustand beginnt. Der oben angegebene Ausdruck zum Berechnen des Basiserregerstroms IA0 in der Rückwärtsregelung wird wie folgt umgeschrieben: IA0 = IR-FF + IR-FB
= {FK-A – βA·(PACC – PPLT2)}/αA + γA·(P*SRV – PSRV)
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Unter Bezugnahme auf den obigen Ausdruck und 9A ist zum Zeitpunkt des Beginns des Bremskrafterhöhungszustandes der zweite Steuerdruck PPLT2 gleich zu dem atmosphärischen Druck PRSV und wird eine gegebene Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestimmt. Zu diesem Zeitpunkt ist der Sollservodruck P*SRV gleich zu dem aktuellen Servodruck PSRV. Wenn die Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand nicht von der vorbestimmten Korrelation abweicht, wenn mit anderen Worten die aktuelle Federvorspannkraft FK-A gleich zu dem Voreinstellwert ist, nimmt direkt nachdem von diesem Zeitpunkt an der Sollservodruck P*SRV zunimmt der aktuelle Servodruck PSRV zu, wie durch die unterbrochene Linie in 9A gezeigt. Ferner nimmt von diesem Zeitpunkt an sofort die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF zu und nimmt von diesem Zeitpunkt an sofort die Rückkopplungskomponente IA-FB um einen relativ kleinen Betrag zu. Wenn die aktuelle Federvorspannkraft FK-A größer als der Voreinstellwert ist, erhöht sich jedoch der aktuelle Servodruck PSRV nicht, bis der Sollservodruck P*SRV in einem bestimmten Ausmaß zunimmt, wie durch die Volllinie in 9A gezeigt. Das heißt, die Rückkopplungskomponente IA-FB nimmt mit einem relativ steilen Gradienten zu, und die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF beginnt zuzunehmen, wenn die Rückkopplungskomponente IA-FB in einem bestimmten Ausmaß zunimmt. Der Wert der Rückkopplungskomponente IA-FB zu einem Zeitpunkt, zu dem der aktuelle Servodruck PSRV sich zu erhöhen beginnt, entspricht einem Mangelbetrag der Vorwärtskopplungskomponente IA-FF infolge der Federvorspannkraft FK-A, welche größer als der Voreinstellwert ist, nämlich entspricht einem Strommangelbetrag ΔIAS bei dem aktuellen Servodruck PSRV. Auf Basis des Strommangelbetrages ΔIAS wird die aktuelle Federvorspannkraft FK-A berechnet. Das oben beschriebene Lernen wird jedes Mal ausgeführt, wenn der Bremskrafterhöhungszustand beginnt. In dem vorliegenden System wird die größte der durch das Lernen erlangten aktuellen Federvorspannkräfte FK-A als ein gelernter Wert FK-A-ST gespeichert, nämlich es wird die zu der Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand korrespondierende aktuelle Federvorspannkraft FK-A, die am meisten abweicht, als der gelernte Wert FK-A-ST gespeichert. Durch Verwenden des gelernten Wertes FK-A-ST wird der an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 zu liefernde Erregerstrom IA um den mittels des folgenden Ausdrucks berechneten Verschiebungsbetrag IA größer als der Erregerstrom IA gemäß der vorbestimmten Korrelation gemacht: ΔIA = (FK-A-ST – FK-A)/αA
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Das Lernen für das Druckminderungs-Linearventil 28 wird im Bremskraftkonstantzustand ausgeführt. Der oben angegebene Ausdruck zum Berechnen des Basiserregerstroms IR0 in der Rückwärtsregelung wird wie folgt umgeschrieben: IR0 = IR-FF + IR-FB
= {FK-R + βR·(PPLT2 – PRSV)}/αR + γR·(P*SRV – PSRV)
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Unter Bezugnahme auf den obigen Ausdruck und 9B ist, wenn die aktuelle Federvorspannkraft FK-R gleich zu dem Voreinstellwert ist, ist im Bremskraftkonstantzustand der aktuelle Servodruck PSRV gleich zu dem Sollservodruck P*SRV, wie durch die unterbrochene Linie in 9B gezeigt, und enthält der Basiserregerstrom IR0 lediglich die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF. Wenn die aktuelle Federvorspannkraft FK-R größer als der Voreinstellwert ist, kann der aktuelle Servodruck PSRV nicht lediglich durch die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF auf dem Sollservodruck P*SRV gehalten werden und erreicht der aktuelle Servodruck PSRV nicht den Sollservodruck P*SRV, wie durch die Volllinie in 9B gezeigt. Im Ergebnis ist, obwohl sich das Hydraulikbremssystem im Bremskraftkonstantzustand befindet, die Rückkopplungskomponente IR-FB im Basiserregerstrom IR0 enthalten. Der Wert der Rückkopplungskomponente IR-FB zu diesem Zeitpunkt entspricht einem Mangelbetrag der Vorwärtskopplungskomponente IR-FF infolge der Federvorspannkraft FK-R, welche größer als der Voreinstellwert ist, nämlich entspricht einem Strommangelbetrag ΔIRS bei dem aktuellen Servodruck PSRV. Auf Basis des Strommangelbetrages ΔIRS wird die aktuelle Federvorspannkraft FK-R-ST berechnet. Das oben herausgefundene Lernen wird jedes Mal ausgeführt, wenn der Bremskraftkonstantzustand hergestellt ist. In dem vorliegenden System wird die größte der durch das Lernen erlangten aktuellen Federvorspannkräfte FK-R als ein gelernter Wert FK-R-ST gespeichert, nämlich wird die zu der Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand korrespondierende aktuelle Federvorspannkraft FK-R, die am meisten abweicht, als der gelernte Wert FK-R-ST gespeichert. Durch Verwenden des gelernten Wertes FK-R-ST wird der an das Druckminderungs-Linearventil 28 zu liefernde Erregerstrom IR um den durch den folgenden Ausdruck berechneten Verschiebungsbetrag ΔIA größer als der Erregerstrom IR gemäß der vorbestimmten Korrelation gemacht: ΔIR = (FK-R-ST – FK-R)/αR
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In der Vorwärtsregelung, in welcher der Erregerstrom IA, der um den wie oben beschrieben bestimmten Verschiebungsbetrag ΔIA verschoben ist, dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 zugeführt wird und der Erregerstrom IR, der um den wie oben beschrieben bestimmten Verschiebungsbetrag ΔIR verschoben ist, dem Druckminderungs-Linearventil 28 zugeführt wird, wird eine relativ adäquate Bremskraft gewährleistet, da die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR auf Basis des Lernens erlangt werden. Mit anderen Worten kann die Bremskraft mit relativ hoher Genauigkeit gesteuert werden. Wenn die gelernten Werte FK-A-ST, FK-R-ST für die aktuellen Federvorspannkräfte FK-A, FK-R nicht größer als die vorbestimmten Federvorspannkräfte FK-A, FK-R sind, werden die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR gleich zu 0 gemacht. Das oben beschriebene Lernen wird ausgeführt, indem ein vorbestimmtes Lernprogramm parallel zu dem Bremssteuerprogramm ausgeführt wird. Hier wird auf eine detaillierte Erläuterung eines Ablaufdiagramms für das Lernprogramm verzichtet.
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d-5) Getroffene Maßnahme, wenn die Bremskraft übermäßig groß geworden ist
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Wie oben erläutert, werden in der Vorwärtsregelung zum Zwecke des Vermeidens eines Mangels an Bremskraft die Erregerströme IA, IR um die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR größer gemacht als die Erregerströme IA, IR, die jeweils aus dem gemäß der vorbestimmten Korrelation im Ventilgleichgewichtszustand bestimmten Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF bestehen. Es wird angenommen, dass der aktuelle Servodruck PSRV übermäßig hoch wird und die Bremskraft dementsprechend übermäßig groß wird, wenn die Erregerströme IA, IR, die größer gemacht sind, zugeführt werden. In dem vorliegenden System wird daher in der Vorwärtsregelung entschieden, ob die Bremskraft größer als ein Vorgabeausmaß geworden ist, und wird eine Maßnahme getroffen, um die Bremskraft klein zu machen, wenn die Bremskraft übermäßig groß geworden ist.
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Die Vorwärtsregelung wird ausgeführt, wenn der Servodrucksensor 134 einen Betriebsausfall hat. Dementsprechend kann der aktuelle Servodruck PSRV nicht erfasst werden, wenn die Vorwärtsregelung ausgeführt wird. Daher wird die Entscheidung, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, durchgeführt auf Basis einer Änderung im durch den Hochdruckquellen-Drucksensor 96 erfassten Hochdruckquellendruck PACC, genauer auf Basis einer Reduzierung des Hochdruckquellendrucks PACC. Die Entscheidung für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 wird getroffen, wenn im Bremskrafterhöhungszustand die Rückwärtsregelung zu der Vorwärtsregelung gewechselt wird und wenn in der Vorwärtsregelung der Bremskrafterhöhungszustand beginnt. Die Entscheidung für das Druckminderungs-Linearventil 28 wird getroffen, wenn in einem Zustand, in welchem die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, der Bremskraftkonstantzustand zu dem Bremskraftminderungszustand gewechselt wird.
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10A ist ein Diagramm zum Erläutern der Entscheidung für das Druckerhöhungs-Linearventil 26, welche getroffen wird, wenn die Rückwärtsregelung im Bremskrafterhöhungszustand zu der Vorwärtsregelung gewechselt wird. Wenn der in der Vorwärtsregelung an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 gelieferte Erregerstrom IA angemessen ist, erhöht sich der Servodruck PSRV entlang im Wesentlichen dem gleichen Gradienten wie in der Rückwärtsregelung, wie durch die unterbrochene Linie in 10A gezeigt. In diesem Fall wird das Arbeitsfluid von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 über den Regler 24 mit im Wesentlichen der gleichen Liefergeschwindigkeit wie in der Rückwärtsregelung an die Hauptzylindervorrichtung 16 geliefert und nimmt der Hochdruckquellendruck PACC entlang im Wesentlichen dem gleichen Gradienten wie in der Rückwärtsregelung ab. (Hier meint die Liefergeschwindigkeit des Arbeitsfluids eine Liefermenge pro Zeiteinheit.) Wenn jedoch der Erregerstrom IA übermäßig groß ist, erhöht sich der Servodruck PSRV abrupt zu dem Zeitpunkt, zu dem die Rückwärtsregelung auf die Vorwärtsregelung umgeschaltet wird, wie durch die Volllinie in 10A gezeigt. In diesem Fall nimmt die an die Hauptzylindervorrichtung 16 zu liefernde Menge des Arbeitsfluids ebenfalls abrupt zu und vermindert sich der Hochdruckquellendruck PACC abrupt. Auf Basis der abrupten Verminderung im Hochdruckquellendruck PACC wird entschieden, dass die Bremskraft übermäßig groß ist. Genauer wird entschieden, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, nämlich wird entschieden, dass der Erregerstrom IA übermäßig groß ist, wenn eine Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-1 größer als eine vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH1 wird. Hier ist die Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-1 eine Differenz zwischen: einem Hochdruckquellendruck PACC-C bei Umschaltung, welches der Hochdruckquellendruck PACC ist, wenn die Rückwärtsregelung auf die Vorwärtsregelung umgeschaltet wird, und dem Hochdruckquellendruck PACC zu einem Zeitpunkt, zu dem eine Vorgabezeit t1 nach dem Umschalten abgelaufen ist.
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10B ist ein Diagramm zum Erläutern der Entscheidung für das Druckerhöhungs-Linearventil 26, welche getroffen wird zum Zeitpunkt eines Beginns des Bremskrafterhöhungszustandes in der Vorwärtsregelung. Wenn der Bremskrafterhöhungszustand beginnt, nimmt der Sollservodruck P*SRV zu. Wenn der Erregerstrom IA angemessen ist, erhöht sich der aktuelle Servodruck PSRV gemäß einer Erhöhung im Sollservodruck P*SRV, wie durch die unterbrochene Linie in 10B gezeigt. In Reaktion auf die Erhöhung im aktuellen Servodruck PSRV vermindert sich der Hochdruckquellendruck PACC von einem Hochdruckquellendruck PACC-I zum Zeitpunkt des Beginns des Bremskrafterhöhungszustandes, wie durch die unterbrochene Linie in 10B gezeigt. Im Gegensatz dazu nimmt, wenn der Erregerstrom IA übermäßig groß ist, der aktuelle Servodruck PSRV mit einem steilen Gradienten zu, wie durch die Volllinie in 10A gezeigt. In diesem Fall wird die Liefergeschwindigkeit des Arbeitsfluids von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 über den Regler 24 zur Hauptzylindervorrichtung 16 höher und nimmt der Hochdruckquellendruck PACC mit einem steileren Gradienten in Übereinstimmung mit einer Erhöhung in der Liefergeschwindigkeit ab. Es wird entschieden, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, nämlich es wird entschieden, dass der Erregerstrom IA übermäßig groß ist, wenn eine Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-2 größer als eine vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH2 wird. Hier ist die Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-2 eine Differenz zwischen: dem Hochdruckquellendruck PACC zu einem Zeitpunkt, zu dem der Sollservodruck P*SRV gleich zu einem Vorgabedruck P*SRV-J für eine Entscheidung wird, und dem Hochdruckquellendruck PACC-I zum Zeitpunkt des Beginns des Bremskrafterhöhungszustandes. Die vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH2 ist eine Summe von: einer Referenz-Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-20, die der Hochdruckquellen-Druckdifferenz in einem Fall entspricht, in dem der Erregerstrom IA angemessen ist, und einer Toleranzdifferenz δPACC-M.
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10C ist ein Diagramm zum Erläutern der Entscheidung für das Druckminderungs-Linearventil 28, welche getroffen wird, wenn der Bremskraftkonstantzustand in einem Zustand, in welchem die Vorwärtsregelung ausgeführt wird, zu dem Bremskraftminderungszustand geändert wird. Während es später im Detail erläutert wird, wird der Erregerstrom IA, der dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 zugeführt wird, nicht sofort gleich zu 0 gemacht, wenn der Bremskraftkonstantzustand in der Vorwärtsregelung zu dem Bremskraftminderungszustand gewechselt wird, sondern wird gleich zu 0 gemacht, wenn entschieden wird, dass die Bremskraft sich aktuell vermindert. Daher befindet sich das Druckerhöhungs-Linearventil 26 zu dem Zeitpunkt des Beginns des Bremskraftminderungszustands im Ventilgleichgewichtszustand. Wenn der dem Druckminderungs-Linearventil 28 zugeführte Erregerstrom IR angemessen ist, beginnt der aktuelle Servodruck PSRV sich ohne eine wesentliche Verzögerung in Bezug auf die Verminderung im Sollservodruck P*SRV zu vermindern, wie durch die unterbrochene Linie in 10C gezeigt. Wenn der aktuelle Servodruck PSRV sich zu vermindern beginnt, nimmt der zweite Steuerdruck PPLT2 des Reglers 24 ab. Da sich das Druckerhöhungs-Linearventil 26 im Ventilgleichgewichtszustand befindet, strömt das Arbeitsfluid, welches von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 geliefert wird, in die zweite Steuerkammer R9 ein. Das Einströmen des Arbeitsfluids bewirkt, dass sich der Hochdruckquellendruck PACC vermindert. Die Verminderung im Hochdruckquellendruck PACC wirkt als ein Auslöser für die Entscheidung für das Druckminderungs-Linearventil 28, und die Verminderung im Hochdruckquellendruck PACC löst aus, dass der Erregerstrom IA, der dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 zugeführt wird, gleich zu 0 gemacht wird.
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Wenn der dem Druckminderungs-Linearventil 28 gelieferte Erregerstrom IR übermäßig groß ist, ist direkt nachdem der Sollservodruck P*SRV sich zu vermindern beginnt das Druckminderungs-Linearventil 28 nicht in den Ventilgleichgewichtszustand gebracht und beginnt der Servodruck PSRV sich mit einer Verzögerung zu vermindern, wie durch die Volllinie in 10C gezeigt. Das heißt, die oben angegebene Verminderung im Hochdruckquellendruck PACC wird mit einer Verzögerung bewirkt. Durch Nutzen des Phänomens wird entschieden, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, nämlich wird entschieden, dass der Erregerstrom IR übermäßig groß ist, wenn eine Sollservodruckdifferenz δP*SRV größer als eine vorgegebene Schwellendifferenz δP*SRV-TH wird. Hier ist die Sollservodruckdifferenz δP*SRV eine Differenz zwischen: einem Sollservodruck P*SRV-T, welcher der Sollservodruck P*SRV zum Zeitpunkt eines Wechsels vom Bremskraftkonstantzustand zum Bremskraftminderungszustand ist, und einem Sollservodruck P*SRV zum Zeitpunkt, zu dem der Hochdruckquellendruck PACC abnimmt.
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Wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, nämlich wenn entschieden wird, dass die Erregerströme IA, IR, die jeweils dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 und dem Druckminderungs-Linearventil 28 zugeführt werden, übermäßig groß sind, werden die Erregerströme IA, IR vermindert. Genauer werden die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR um vorgegebene Verminderungsbeträge ΔIA-DEC, ΔIR-DEC, welche zum Vermindern der jeweiligen Erregerströme IA, IR vorgegeben sind, vermindert. Mit anderen Worten werden die Erregerströme IA, IR in Richtung zu der Seite hin verschoben, auf welcher die Bremskraft klein ist. Die vorgegebenen Verminderungsbeträge ΔIA-DEC, ΔIR-DEC sind Verschiebungsbeträge in Richtung zu der Seite hin, auf welcher die Bremskraft klein ist, und werden im Wesentlichen so gesetzt, dass sie beträchtlich kleiner als die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zum Erhöhen der jeweiligen Erregerströme IA, IR sind. Jedes Mal, wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, werden die Erregerströme IA, IR um die jeweiligen vorgegebenen Verminderungsbeträge ΔIA-DEC, ΔIR-DEC vermindert, sodass die Bremskraft schrittweise an eine geeignete Größe herankommt. Wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, sogar wenn die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR 0 sind, nämlich sogar, wenn die Erregerströme IA, IR nicht in Richtung zu der Seite hin verschoben sind, auf welcher die Bremskraft groß ist, werden die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR um die vorgegebenen Verminderungsbeträge ΔIA-DEC, ΔIR-DEC vermindert. Dementsprechend wird wegen der Verminderung in den Verschiebungsbeträgen ΔIA, ΔIR sogar im obigen Fall die eine angemessene Größe aufweisende Bremskraft erzeugt.
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(e) Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung
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Die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung gemäß S8, in welcher die oben angegebene Vorwärtsregelung ausgeführt wird, wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 11 dargestellten Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung. Bei einer Verarbeitung gemäß der Routine wird anfangs in S51 entschieden, ob die aktuelle Ausführung der Routine die erste ist, nachdem von der Normalzustand-Bremskraftsteuerung von S7 gewechselt wurde. Wenn in S51 eine Bejahungsentscheidung getroffen wird, werden in S52 die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR für die jeweiligen Erregerströme IA, IR bestimmt. Wenn andererseits die aktuelle Ausführung nicht die erste ist, wird S52 übersprungen. In S53–S55 wird entschieden, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, und werden erste bis dritte Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerungen zum Ändern der Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR, sodass sie vermindert werden, ausgeführt, wenn die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist. Danach wird in S56 der zweite Steuerdruck PPLT2 bestimmt. Diese Bestimmung basiert im Gegensatz zu der Bestimmung in der Normalzustand-Bremskraftsteuerung, welche auf dem aktuellen Servodruck PSRV basiert, auf dem Sollservodruck P*SRV. Genauer wird der Servodruck PSRV als gleich zu dem Sollservodruck P*SRV erachtet und wird der zweite Steuerdruck PPLT2 auf Basis des Sollservodrucks P*SRV und des oben angegebenen Druckerhöhungsverhältnisses ε des Reglers 24 bestimmt. Anschließend werden in S57 bzw. S58 die Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils und die Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils, welche die Vorwärtsregelung bilden, ausgeführt. Die Steuerungen und die Verarbeitung werden nachstehend im Detail erläutert.
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e-1) Verschiebungsbetragbestimmung im Anfangsstadium des Steuerungswechsels
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Eine Verarbeitung zum Bestimmen des Verschiebungsbetrages in S52, die in einem Anfangsstadium des Steuerungswechsels ausgeführt wird, wird durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 12 dargestellten Subroutine zum Bestimmen des Anfangsverschiebungsbetrages ausgeführt. In der Verarbeitung gemäß der Subroutine wird in S61, S62 ein Wert eines Verschiebungsbetrag-Auswahlparameters SLT bestimmt. In Abhängigkeit von einer Art, einem Zustand oder dergleichen eines Fahrzeugs wird einer von Werten „1”, „2” und „3” für den Parameter gesetzt. In Abhängigkeit von dem Wert des Parameters wird eine der oben angegebenen drei Arten von Verschiebungsbeträgen ΔIA, ΔIR bestimmt. Genauer werden, wenn der Parameter auf „1” gesetzt wird, in S63 die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R gleich zu den spezifizierten Maximalwerten FK-A-MAX, FK-R-MAX gemacht, um die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zu setzen zum Bereitstellen der Erregerströme IA, IR in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF gemäß der Kennlinie SLMIN für die Minimalbremskraft bestimmt werden. Wenn der Parameter auf „2” gesetzt wird, werden in S64 die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R gleich zu den spezifischen großseitigen Werten FK-A-LRG, FK-R-LRG gemacht, um die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zu setzen zum Bereitstellen der Erregerströme IA, IR in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF gemäß der Kennlinie SLSML für die kleinseitige Bremskraft bestimmt werden. Wenn der Parameter auf „3” gesetzt wird, werden in S65 die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R gleich zu den gelernten Werten FK-A-ST, FK-R-ST gemacht, um die Verschiebungsbeträge ΔIA, ΔIR zu setzen zum Bereitstellen der Erregerströme IA, IR in einem Fall, in welchem die Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF bestimmt werden gemäß den jeweiligen Relationen zwischen dem Servodruck PSRV und den durch das Lernen erlangten Vorwärtskopplungskomponenten IA-FF, IR-FF im Ventilgleichgewichtszustand.
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Nachdem die korrigierten Federvorspannkräfte F'K-A, F'K-R wie oben beschrieben bestimmt wurden, wird in S66 entschieden, ob die korrigierte Federvorspannkraft F'K-A für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 größer als die in der Rückwärtsregelung verwendete vorbestimmte Federvorspannkraft FK-A ist. Wenn die korrigierte Federvorspannkraft F'K-A größer als die Federvorspannkraft FK-A ist, wird in S67 der Verschiebungsbetrag ΔIA für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 gemäß dem obigen Ausdruck basierend auf der korrigierten Federvorspannkraft F'K-A bestimmt. Wenn andererseits die korrigierte Federvorspannkraft F'K-A gleich zu der oder kleiner als die Federvorspannkraft FK-A ist, wird in S68 der Verschiebungsbetrag ΔIA gleich zu 0 gemacht. Es wird nachfolgend in S69 entschieden, ob die korrigierte Federvorspannkraft F'K-R für das Druckminderungs-Linearventil 28 größer als die in der Rückwärtsregelung verwendete vorbestimmte Federvorspannkraft FK-R ist. Wenn die korrigierte Federvorspannkraft F'K-R größer als die Federvorspannkraft FK-R ist, wird in S70 der Verschiebungsbetrag ΔIR für das Druckminderungs-Linearventil 28 gemäß dem obigen Ausdruck basierend auf der korrigierten Federvorspannkraft F'K-R bestimmt. Wenn andererseits die korrigierte Federvorspannkraft F'K-R gleich zu der oder kleiner als die Federvorspannkraft FK-R ist, wird in S71 der Verschiebungsbetrag ΔIR gleich zu 0 gemacht.
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e-2) Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung
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In der ersten Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung gemäß S53 wird entschieden, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, wenn die Normalzustand-Bremskraftsteuerung auf die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung umgeschaltet wird, und wird der Verschiebungsbetrag ΔIA für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 vermindert, wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist. Die erste Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 13 dargestellten Subroutine für die erste Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung. In einer Verarbeitung gemäß der Subroutine wird anfangs in S81 entschieden, ob Bedingungen für die Entscheidung erfüllt sind. Die Bedingungen sind wie folgt: Die Steuerung wurde in den Bremskrafterhöhungszustand gewechselt, der Bremskrafterhöhungszustand ist zum aktuellen Zeitpunkt beibehalten, und eine Vorgabezeit t1 ist nach dem Steuerungswechsel vergangen. Wenn entschieden wird, dass die Bedingungen erfüllt sind, wird dann in S82 entschieden, ob die Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-1 größer als die vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH1 ist. Wenn die Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-1 größer als die vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH1 ist, wird in S83 der Verschiebungsbetrag ΔIA für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 um den vorgegebenen Verminderungsbetrag ΔIA-DEC vermindert.
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In der zweiten Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung gemäß S54 wird entschieden, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, wenn der Bremskrafterhöhungszustand beginnt, und der Verschiebungsbetrag ΔIA für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 wird vermindert, wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist. Die Steuerung wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 14 dargestellten Subroutine für die zweite Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung. In einer Verarbeitung gemäß der Subroutine wird in S91 anfangs entschieden, ob Bedingungen für die Entscheidung erfüllt sind. Die Bedingungen sind wie folgt: Der Bremskrafterhöhungszustand hat begonnen und wird zum aktuellen Zeitpunkt beibehalten, und der Sollservodruck P*SRV ist gleich zu dem Vorgabedruck P*SRV-J zur Entscheidung geworden. Wenn entschieden wird, dass die Bedingungen erfüllt sind, wird in S92 entschieden, ob die Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-2 größer als die vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH2 ist. Wenn die Hochdruckquellen-Druckdifferenz δPACC-2 größer als die vorgegebene Schwellendifferenz δPACC-TH2 ist, wird in S93 der Verschiebungsbetrag ΔIA für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 um den vorgegebenen Verminderungsbetrag ΔIA-DEC vermindert.
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In der dritten Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung gemäß S55 wird entschieden, ob die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist, wenn der Bremskraftkonstantzustand zu dem Bremskraftminderungszustand gewechselt wird, und der Verschiebungsbetrag ΔIR für das Druckminderungs-Linearventil 28 wird vermindert, wenn entschieden wird, dass die Bremskraft größer als das Vorgabeausmaß ist. Die Steuerung wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 15 dargestellten Subroutine für die dritte Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung. In einer Verarbeitung gemäß der Subroutine wird anfangs in S101 entschieden, ob Bedingungen für die Entscheidung erfüllt sind. Die Bedingungen sind wie folgt: Der Bremskraftkonstantzustand hat sich in den Bremskraftminderungszustand geändert und wird zum aktuellen Zeitpunkt beibehalten, und der Hochdruckquellendruck PACC hat sich verringert. Wenn entschieden wird, dass die Bedingungen erfüllt sind, wird in S102 entschieden, ob die Sollservodruckdifferenz δP*SRV größer als die vorgegebene Schwellendifferenz δP*SRV-TH ist. Wenn die Sollservodruckdifferenz δP*SRV größer als die vorgegebene Schwellendifferenz δP*SRV-TH ist, wird in S103 der Verschiebungsbetrag ΔIR für das Druckminderungs-Linearventil 28 um den vorgegebenen Verminderungsbetrag ΔIR-DEC vermindert.
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e-3) Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils
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In der Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils gemäß S57 wird die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestimmt gemäß der Technik der Vorwärtsregelung und wird der aus der bestimmten Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestehende Erregerstrom IA an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 geliefert. Die Steuerung wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 16 dargestellten Subroutine für die Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils.
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In einer Verarbeitung gemäß der Subroutine für die Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird in S111 die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF gemäß dem gleichen Ausdruck wie in der Rückwärtsregelung bestimmt, nämlich gemäß der Korrelation zwischen dem Servodruck PSRV und dem für das Druckerhöhungs-Linearventil 26 vorbestimmten Erregerstrom IA im Ventilgleichgewichtszustand. Genauer wird die Vorwärtskopplungskomponente IA-FF bestimmt basierend auf: dem zweiten Steuerdruck PPLT2, welcher in Abhängigkeit von dem Sollservodruck P*SRV ermittelt wird, und dem Hochdruckquellendruck PACC. Anschließend wird in S112 der Basiserregerstrom IA0, welcher eine Basis für den aktuell zu liefernden Erregerstrom IA ist, gemäß dem folgenden Ausdruck bestimmt: IA0 = IA-FF + ΔIA
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Das heißt, der Basiserregerstrom IA0 wird bestimmt durch zu der bestimmten Vorwärtskopplungskomponente IA-FF Hinzuaddieren des Verschiebungsbetrages ΔIA.
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Nachdem der Basiserregerstrom IA0 wie oben beschrieben bestimmt wurde, wird in S113 und S114 entschieden, ob sich das Hydraulikbremssystem befindet in: (A) dem Bremskrafterhöhungszustand, (B) dem Bremskraftkonstantzustand oder (C) dem Bremskraftminderungszustand, wie in der Rückwärtsregelung. Wenn entschieden wird, dass sich das Hydraulikbremssystem in dem Bremskrafterhöhungszustand oder in dem Bremskraftkonstantzustand befindet, wird in S115 wie in der Rückwärtsregelung der zu liefernde Erregerstrom IA so bestimmt, dass er gleich zu dem Basiserregerstrom IA0 ist. Wenn andererseits entschieden wird, dass sich das Hydraulikbremssystem im Bremskraftminderungszustand befindet, wird in S116 ungleich zu der Rückwärtsregelung entschieden, ob der Hochdruckquellendruck PACC vermindert ist. Wenn entschieden wird, dass der Hochdruckquellendruck PACC vermindert ist, wird in S117 als Ergebnis der Entscheidung der Erregerstrom IA so bestimmt, dass er gleich zu 0 ist von einem Zeitpunkt an, zu dem entschieden worden ist, dass der Hochdruckquellendruck PACC aktuell vermindert ist. Dies dient zum Gewährleisten einer Ausführung der dritten Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung. Nach der Bestimmung des Erregerstroms IA wird in S118 ein Befehl bezüglich des Erregerstroms IA ausgegeben.
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Wie in der Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils wird in der Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils der Basiserregerstrom IA0 dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 im Bremskrafterhöhungszustand und im Bremskraftkonstantzustand zugeführt. Dementsprechend wird in einem strengen Sinne die Vorwärtsregelung lediglich im Bremskrafterhöhungszustand und im Bremskraftkonstantzustand ausgeführt.
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e-4) Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils
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In der Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils gemäß S58 wird die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF gemäß der Technik der Vorwärtsregelung bestimmt und wird der aus der bestimmten Vorwärtskopplungskomponente IR-FF bestehende Erregerstrom IR dem Druckminderungs-Linearventil 28 zugeführt. Die Steuerung wird ausgeführt durch Ausführen einer durch ein Ablaufdiagramm von 17 dargestellten Subroutine für die Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils.
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In einer Verarbeitung gemäß der Subroutine für die Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils wird in S121 die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF gemäß dem gleichen Ausdruck wie in der Rückwärtsregelung bestimmt, nämlich gemäß der Korrelation zwischen dem Servodruck PSRV und dem für das Druckminderungs-Linearventil 28 vorbestimmten Erregerstrom IR im Ventilgleichgewichtszustand. Genauer wird die Vorwärtskopplungskomponente IR-FF bestimmt basierend auf: dem zweiten Steuerdruck PPLT2, welcher in Abhängigkeit von dem Sollservodruck P*SRV ermittelt wird, und dem atmosphärischen Druck PRSV. Anschließend wird in S122 der Basiserregerstrom IA0, welcher eine Basis für den aktuell zu liefernden Erregerstrom IR ist, gemäß dem folgenden Ausdruck bestimmt: IR0 = IR-FF + ΔIR
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Das heißt, der Basiserregerstrom IR0 wird durch zu der bestimmten Vorwärtskopplungskomponente IR-FF Hinzuaddieren des Verschiebungsbetrages ΔIR bestimmt.
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Nachdem der Basiserregerstrom IR0 bestimmt wurde, wird in S123 und S124 entschieden, ob sich das Hydraulikbremssystem befindet in: (A) dem Bremskrafterhöhungszustand, (B) dem Bremskraftkonstantzustand oder (C) dem Bremskraftminderungszustand, wie in der Rückwärtsregelung. Wenn entschieden wird, dass sich das Hydraulikbremssystem in dem Bremskraftminderungszustand oder in dem Bremskraftkonstantzustand befindet, wird in S125 wie in der Rückwärtsregelung der zu liefernde Erregerstrom IR so bestimmt, dass er gleich zu dem Basiserregerstrom IR0 ist. Wenn andererseits entschieden wird, dass sich das Hydraulikbremssystem in dem Bremskrafterhöhungszustand befindet, wird in S126 wie in der Rückwärtsregelung der Erregerstrom IR so bestimmt, dass er gleich zu einer Summe des Basiserregerstroms IR0 und des Toleranzstroms IMAG ist. Nach der Bestimmung des Erregerstroms IR wird in S127 ein Befehl bezüglich des Erregerstroms IR ausgegeben.
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Wie in der Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils wird in der Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils der Basiserregerstrom IR0 dem Druckminderungs-Linearventil 28 im Bremskraftkonstantzustand und im Bremskraftminderungszustand zugeführt. Dementsprechend wird in einem strengen Sinne die Vorwärtsregelung lediglich im Bremskraftkonstantzustand und im Bremskraftminderungszustand ausgeführt.
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(f) Funktionelle Struktur der Steuervorrichtung
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Das Brems-ESG 30 als Steuervorrichtung des vorliegenden Systems, welches eingerichtet ist, die Verarbeitung gemäß dem obigen Bremssteuerprogramm auszuführen, wird in Anbetracht seiner Steuerfunktionen als die in dem Blockschaltbild von 18 gezeigte funktionelle Struktur aufweisend erachtet. Genauer weist das Brems-ESG 30 auf: einen Hochdruckquellen-Steuerabschnitt 160, der eingerichtet ist, die Hochdruckquellenvorrichtung 22 zu steuern, einen Rückwärtsregelungsabschnitt 162, der eingerichtet ist, die Erregerströme IA, IR auf Basis der Vorwärtskopplungskomponenten und der Rückkopplungskomponenten zu bestimmen und die bestimmten Erregerströme IA, IR jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 zu liefern, einen Vorwärtsregelungsabschnitt 164, der eingerichtet ist, die Erregerströme IA, IR auf Basis der Vorwärtskopplungskomponenten zu bestimmen und die bestimmten Erregerströme IA, IR jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 zu liefern, einen Erregerstrom-Verschiebungsabschnitt 166, der eingerichtet ist, die Erregerströme IA, IR bei der Bestimmung der Erregerströme IA, IR durch die Vorwärtsregelung zu verschieben, und einen Steuerungsumschaltabschnitt 168, der eingerichtet ist, einen funktionellen Abschnitt zum Ausführen einer Steuerung der jeweils an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 zu liefernden Erregerströme IA, IR im Fall einer Störung des Servodrucksensors 134 von dem Rückwärtsregelungsabschnitt auf den Vorwärtsregelungsabschnitt umzuschalten.
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Die funktionelle Struktur wird in Bezug auf die Verarbeitung gemäß dem Bremssteuerprogramm erläutert werden. Der Hochdruckquellen-Steuerabschnitt 160 kann erachtet werden als ein funktioneller Abschnitt, der durch Ausführen der in 4 gezeigten Routine für die Hochdruckquellensteuerung funktioniert. Der Rückwärtsregelungsabschnitt 162 wird als ein funktioneller Abschnitt erachtet, der durch Ausführen von S24, S25 der in 5 gezeigten Routine für die Normalzustand-Bremskraftsteuerung funktioniert, nämlich durch Ausführen der in 6 gezeigten Subroutine für die Rückwärtsregelung des Druckerhöhungsventils und der in 7 gezeigten Subroutine für die Rückwärtsregelung des Druckminderungsventils. Der Vorwärtsregelungsabschnitt 164 wird als ein funktioneller Abschnitt erachtet, der durch Ausführen von S57, S58 der Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung funktioniert, nämlich durch Ausführen der in 16 gezeigten Subroutine für die Vorwärtsregelung des Druckerhöhungsventils und der in 17 gezeigten Subroutine für die Vorwärtsregelung des Druckminderungsventils. Der Erregerstrom-Verschiebungsabschnitt 166 wird als ein funktioneller Abschnitt erachtet, der durch Ausführen von S52–S56 der in 11 gezeigten Routine für die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung funktioniert, nämlich durch Ausführen der in 12 gezeigten Subroutine zum Bestimmen des Anfangsverschiebungsbetrages, der in 13 gezeigten Subroutine für die erste Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung, der in 14 gezeigten Subroutine für die zweite Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung und der in 15 gezeigten Subroutine für die dritte Verschiebungsbetrag-Änderungssteuerung. Der Steuerungsumschaltabschnitt 168 wird als ein funktioneller Abschnitt erachtet, der durch Ausführen von S6 des in 3 gezeigten Hauptablaufs funktioniert, nämlich durch Ausführen der Verarbeitung, in welcher die Normalzustand-Bremskraftsteuerung auf die Bremskraftsteuerung im Fall einer Servodrucksensorstörung umgeschaltet wird.
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<Modifizierungsbeispiele>
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Nachstehend werden Modifizierungsbeispiele für die dargestellte Ausführungsform erläutert werden, auf welche die beanspruchbare Erfindung anwendbar ist.
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In dem System gemäß der dargestellten Ausführungsform wird der Druck des Arbeitsfluids von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 durch den Regler 24 reguliert und wird das druckregulierte Arbeitsfluid an die Hauptzylindervorrichtung 16 geliefert. Ferner wird das Arbeitsfluid in der Hauptzylindervorrichtung 16 durch den Druck des daran gelieferten Arbeitsfluids druckbeaufschlagt und wird das druckbeaufschlagte Arbeitsfluid an die Bremsvorrichtungen 12 geliefert. Anstelle solch einer Struktur kann das von dem Regler 24 gelieferte regulierte Arbeitsfluid zum Beispiel direkt an die Bremsvorrichtungen geliefert werden. Ferner kann das System so konfiguriert sein, dass es nicht den Regler 24 aufweist, und kann der Druck des Arbeitsfluids von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 zum Beispiel durch das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 eingestellt werden. In diesem Fall kann das Arbeitsfluid, dessen Druck eingestellt wurde, direkt an die Hauptzylindervorrichtung 16 geliefert werden. In dieser Ausgestaltung kann der Einstelldruck als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. Darüber hinaus kann der Druck des Arbeitsfluids von der Hochdruckquellenvorrichtung 22 durch das Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das Druckminderungs-Linearventil 28 eingestellt werden und kann das Arbeitsfluid, dessen Druck eingestellt wurde, direkt an die Bremsvorrichtungen 12 geliefert werden. Außerdem kann in dieser Ausgestaltung der Einstelldruck als die Bremskraftkennziffer verwendet werden. In dem System gemäß der dargestellten Ausführungsform kann ein Hauptdrucksensor vorgesehen sein zum Erfassen eines Hauptdrucks, welcher ein Druck des von der Hauptzylindervorrichtung 16 an die Bremsvorrichtungen 12 zu liefernden Arbeitsfluids ist, und kann der Hauptdruck als die Bremskraftkennziffer verwendet werden.
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In dem System gemäß der dargestellten Ausführungsform sind das normalerweise geschlossene Druckerhöhungs-Linearventil 26 und das normalerweise offene Druckminderungs-Linearventil 28 verwendet. Ein normalerweise offenes Linearventil kann als das Druckerhöhungs-Linearventil 26 verwendet sein, und ein normalerweise geschlossenes Linearventil kann als das Druckminderungs-Linearventil 28 verwendet sein. In diesem Fall können die Erregerströme IA, IR zum Gewährleisten der Bremskraft in eine Richtung verschoben werden, in welcher die Erregerströme IA, IR vermindert sind.
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In dem System gemäß der dargestellten Ausführungsform wird der Erregerstrom IA (der Basiserregerstrom IA0), der gemäß der Technik der Rückwärtsregelung oder der Vorwärtsregelung bestimmt wurde, lediglich im Bremskrafterhöhungszustand und im Bremskraftkonstantzustand an das Druckerhöhungs-Linearventil 26 geliefert, wohingegen der Erregerstrom IR (der Basiserregerstrom IR0), der gemäß der Technik der Rückwärtsregelung oder der Vorwärtsregelung bestimmt wurde, lediglich im Bremskraftkonstantzustand oder im Bremskraftminderungszustand an das Druckminderungs-Linearventil 28 geliefert wird. Anstelle solch einer Ausgestaltung können die Erregerströme IA, IR, die gemäß der Technik der Rückwärtsregelung oder der Vorwärtsregelung bestimmt wurden, in allen von dem Bremskrafterhöhungszustand, dem Bremskraftkonstantzustand und dem Bremskraftminderungszustand geliefert werden. Stattdessen können die Erregerströme IA, IR, die gemäß der Technik der Rückwärtsregelung oder der Vorwärtsregelung bestimmt wurden, in lediglich einem beliebigen oder zweien dieser Zustände geliefert werden.
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In dem System gemäß der dargestellten Ausführungsform wird in der Vorwärtsregelung das Verschieben der Erregerströme IA, IR zum Gewährleisten der Bremskraft für sowohl das Druckerhöhungs-Linearventil 26 als auch das Druckminderungs-Linearventil 28 durchgeführt. Stattdessen kann das Verschieben der Erregerströme IA, IR zum Gewährleisten der Bremskraft für lediglich eines von dem Druckerhöhungs-Linearventil 26 und dem Druckminderungs-Linearventil 28 durchgeführt werden.
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Bezugszeichenbeschreibung
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- 12: Bremsvorrichtung 14: Bremspedal (Bremsbetätigungselement) 16: Hauptzylindervorrichtung 20: Reservoir (Niederdruckquelle) 22: Hochdruckquellenvorrichtung 24: Regler (Druckregler) 26: elektromagnetisches Druckerhöhungs-Linearventil 28: elektromagnetisches Druckminderungs-Linearventil 30: elektronisches Bremssteuergerät (Steuervorrichtung) 134: Servodrucksensor (Bremskraftkennzifferdetektor) 140: distales Ende (Ventilelement) 142: Stößel 144: Ventilsitz 146: Feder (Federvorspannmechanismus) 148: Spule (elektromagnetische Spule) 160: Hochdruckquellen-Steuerabschnitt 162: Rückwärtsregelungsabschnitt 164: Vorwärtsregelungsabschnitt 166: Erregerstrom-Verschiebungsabschnitt 168: Steuerungsumschaltabschnitt R9: zweite Steuerkammer PACC: Hochdruckquellendruck PPLT2: zweiter Steuerdruck PAJT: Einstelldruck PRSV: atmosphärischer Druck PSRV: Servodruck (Bremskraftkennziffer) P*SRV: Sollservodruck (Sollbremskraftkennziffer) FΔP-A, FΔP-R: druckdifferenzbasierte Wirkkraft FK-A, FK-R: Federvorspannkraft FE-A, FE-R: elektromagnetische Wirkkraft IA, IR: Erregerstrom IA-FF, IR-FF: Vorwärtskopplungskomponente IA-FB, IR-FB: Rückkopplungskomponente ΔIA, ΔIR: Verschiebungsbetrag