DE112017C - Verfahren zum Entvulkanisieren von Kautschuk, Guttapercha u. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Entvulkanisieren von Kautschuk, Guttapercha u. dgl.

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DE112017C
DE112017C DE1899112017D DE112017DA DE112017C DE 112017 C DE112017 C DE 112017C DE 1899112017 D DE1899112017 D DE 1899112017D DE 112017D A DE112017D A DE 112017DA DE 112017 C DE112017 C DE 112017C
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DE
Germany
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rubber
percha
gutta
sulfur
devulcanizing rubber
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Expired
Application number
DE1899112017D
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English (en)
Inventor
Albert Edvard Jens Voldemar Johan Theilgaard
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J11/00Recovery or working-up of waste materials
    • C08J11/04Recovery or working-up of waste materials of polymers
    • C08J11/10Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation
    • C08J11/16Recovery or working-up of waste materials of polymers by chemically breaking down the molecular chains of polymers or breaking of crosslinks, e.g. devulcanisation by treatment with inorganic material
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08JWORKING-UP; GENERAL PROCESSES OF COMPOUNDING; AFTER-TREATMENT NOT COVERED BY SUBCLASSES C08B, C08C, C08F, C08G or C08H
    • C08J2321/00Characterised by the use of unspecified rubbers
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
in KOPENHAGEN.
Es ist schon oft versucht worden, vulkaniserten Kautschuk, Guttapercha, Gummi und ähnliche Stoffe zu entvulkanisiren, bisher jedoch ohne befriedigenden technischen Erfolg.
Als Typus solcher Versuche kann besonders die amerikanische Patentschrift 420820 gelten, in welcher der Vorschlag gemacht ist, dem Kautschuk, zum Zwecke des Entvulkanisirens Calciumsulfidpulver trocken beizumischen und dieses Gemisch unter Zugabe einer beträchtlichen Menge schwerer Kohlenwasserstoffe (Petroleum) unter Dampfdruck von 7 bis 10 Atm. einem hohen Wärmegrad auszusetzen. Der Petroleumzusatz ist dabei von wesentlicher Bedeutung, weil ohne diesen das trockene Calciumsulfid seiner stark alkalischen Eigenschaften wegen einen erheblichen Theil des zu entvulkanisirenden Materials zerstören würde, wie dies ausdrücklich in der Druckschrift hervorgehoben ist. Der Petroleumzusatz ist aber andererseits auch insofern wieder schädlich, als von diesem ungefähr 5 bis 6 pCt. aus dem entvulkanisirten Product nicht entfernt werden können. Das Calciumsulfid, welches lediglich den beim Proceß frei werdenden Schwefel aufnimmt, läßt sich übrigens nur schwer regeneriren, auch ist die Gewinnung des freigemachten Schwefels schwierig.
Diesem für die Praxis bedeutungslosen Verfahren gegenüber hat nun der Erfinder ein neues Verfahren der Entvulkanisirung unter Verwendung schwefligsaurer Salze ausgearbeitet,, wobei sich die verwendeten Salze sowohl mit Sauerstoff als auch mit dem Schwefel verbinden, und welches den Vortheil bietet, ein reines, zu neuer Formung und Vulkanisirung ohne Weiteres geeignetes Endproduct zu liefern.
Als Ausführungsbeispiel für das neue Verfahren mag folgendes dienen: Vulkanisirter Kautschuk wird direct oder, wenn der Kautschuk in zu großen Stücken vorhanden ist, nach vorhergehender Zerkleinerung in einen dazu geeigneten Behälter eingebracht und mit einer Natriumsulfitlösung Na2 S O8 in solchem Verhältniß gemischt, daß die Sulfitmenge zum Herausziehen des im vulkaniserten Kautschuk befindlichen Schwefels hineinreicht. Der Verlauf des Processes läßt sich durch leichte Erwärmung, z. B. mittelst Dampfes, beliebig beschleunigen. Sobald man durch eine entnommene Probe die Beendigung des Entvulkanisirungsprocesses constatirt hat, wird die Lösung abgelassen und darauf die entvulkanisirte reine Kautschukmasse gewaschen und sorgfältig getrocknet.
Gegenüber dem eingangs erwähnten amerikanischen Patent bietet dies neue Verfahren den großen Vortheil, daß hier bei der Einwirkung der Lösung eines normalen. Salzes auf die Kautschukmasse in keiner Weise irgend ein schädlicher Einfluß ausgeübt wird. Bei Verwendung solcher neutraler Sulfite in Lösungen verbinden sich dieselben — ohne Aenderung ihrer neutralen Natur — mit allem Schwefel des Kautschuks zu hydroschwefligsauren Salzen und die Reaction verläuft bei mäßiger Temperatur unter normalem Drucke. Einfacher Zusatz von Schwefeldioxyd zu der
12. Auflage, ausgegeben am 24. April 190g.)
vom Kautschuk abgetrennten Flüssigkeit genügt ferner, die ganze Schwefelmenge wiederzugewinnen und gleichzeitig die verwendete Lösung zu regeneriren.
Da die zerkleinerten Kautschukstücke unter Verwendung einer wässerigen Lösung behandelt wurden, so verbleibt nach dem Auswaschen derselben nichts von den zum Entvulkanisiren benutzten Stoffen darin, man gewinnt ein reines, nach dem Trocknen sofort wieder verwendungsfähiges Material.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Entvulkanisiren von Kautschuk, Guttapercha und ähnlichen Stoffen durch Behandlung derselben mit Lösungen von schwefligsauren Salzen.
DE1899112017D 1899-04-16 1899-04-16 Verfahren zum Entvulkanisieren von Kautschuk, Guttapercha u. dgl. Expired DE112017C (de)

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