DE1124077B - Pneumatische Bremsanlage fuer Schienenfahrzeuge - Google Patents
Pneumatische Bremsanlage fuer SchienenfahrzeugeInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B60—VEHICLES IN GENERAL
- B60T—VEHICLE BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF; BRAKE CONTROL SYSTEMS OR PARTS THEREOF, IN GENERAL; ARRANGEMENT OF BRAKING ELEMENTS ON VEHICLES IN GENERAL; PORTABLE DEVICES FOR PREVENTING UNWANTED MOVEMENT OF VEHICLES; VEHICLE MODIFICATIONS TO FACILITATE COOLING OF BRAKES
- B60T8/00—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force
- B60T8/18—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle weight or load, e.g. load distribution
- B60T8/1837—Arrangements for adjusting wheel-braking force to meet varying vehicular or ground-surface conditions, e.g. limiting or varying distribution of braking force responsive to vehicle weight or load, e.g. load distribution characterised by the load-detecting arrangements
- B60T8/1843—Arrangements for detecting air spring pressure
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Description
Die Erfindung betrifft eine pneumatische Bremsanlage für Schienenfahrzeuge mit einem Leer-Bremszylinder,
der mit der Zugleitung dauernd verbunden ist, und einem Last-Bremszylinder, der mit der Zugleitung
nur während des Bremsens unter Last oder Teillast verbunden wird.
Ein Verfahren zum Bremsen eines Eisenbahnwagens für Leer- und Lastbremsung besteht darin,
zwei Bremszylinder zu verwenden, deren einer beim Bremsen stets beaufschlagt ist und immer betätigt
wird, gleichgültig, ob der Wagen leer oder belastet ist, während der zweite nur dann beaufschlagt wird,
wenn der Wagen belastet ist. Daher wird, wenn der Wagen leer ist, nur ein Zylinder zum Bremsen verwendet,
während bei belastetem Wagen beide Zylinder gemeinsam benutzt werden.
Ein ähnliches Verfahren kann für das Bremsen bei veränderlicher Last verwendet werden, jedoch kann
in diesem Fall die- Bremswirkung des Last-Bremszylinders allmählich von Null bis zu einem Maximum
verändert werden, wenn die Belastung des Wagens vergrößert wird.
Bei jedem dieser Verfahren sind während des Bremsens unter Last sowie auch während des Bremsens
unter Teillast im Fall veränderlicher Belastung beide Bremszylinderkolbenstangen mit dem Bremsgestänge
verbunden. Es ist aber vorzuziehen, daß der Last-Bremszylinder am Arbeiten verhindert wird, bis
der Leer-Bremszylinder die Bremsklötze an die Räder angelegt hat. Hierfür ist bei Druckluftbremsen eine
Verzögerungsventileinrichtung bekannt, welche zwischen die Zugleitung und den Last-Bremszylinder geschaltet
ist, wodurch die Betätigung dieses Bremszylinders zum Anlegen der Bremsklötze entsprechend
einer Änderung des Druckes in der Zugleitung während einer vorbestimmten Dauer verzögert wird.
Um den Nachteil zu überwinden, daß der Kolbenhub des Last-Bremszylinder ebenso lang wie derjenige
des Leer-Bremszylinders ist, ist mitunter zwischen dem Last-Bremszylinder und dem Bremsgestänge eine
Sperrad- oder Freilaufverbindung vorgesehen. Zu Beginn eines Bremsanlegevorganges arbeitet der Leer-Bremszylinder
zuerst und bringt die Bremsklötze an die Räder. Während dieser Zeit bewegt sich der Kolben
des Last-Bremszylinders nicht, weil die Freilaufeinrichtung oder das Sperrad frei läuft. Sobald der
Leer-Bremszylinderkolben die Bremsklötze an die Räder gebracht hat, arbeitet der Last-Bremszylinderkolben
und überträgt mittels der Freilaufeinrichtung oder des Sperrades seine Kraft auf das Gestänge.
Dazu ist erforderlich, daß der Last-Bremszylinderkolben sich zunächst über einen Hub bewegt, welcher
Pneumatische Bremsanlage
für Schienenfahrzeuge
für Schienenfahrzeuge
Anmelder:
Westinghouse
Brake & Signal Company Limited,
London
London
Vertreter: Dr. E. Wiegand, München 15,
und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Hamburg 1, Ballindamm 26, Patentanwälte
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 22. März 1957 (Nr. 9530)
Großbritannien vom 22. März 1957 (Nr. 9530)
Arthur William Simmons
und Jack Washbourn, London,
sind als Erfinder genannt worden
ausreicht, die Freilaufeinrichtung oder das Sperrad zu verriegeln.
Es ist außerdem eine Druckluftbremse mit Anlege- und Festbremskolben bekannt, bei welcher der beim
Bremsen in einer Übertragungskammer des Steuerventils entstehende Überdruck zum Steuern eines Relaisventils
benutzt wird und die Übertragungskammer unmittelbar mit dem Relaisventil in Verbindung steht,
das seinerseits die Verbindung des Vorratsluftbehälters mit dem Zylinder des Anlegekolbens herstellt.
Ferner ist es bekannt, für das Zuschalten eines Zusatzbremszylinders
ein beim Einleiten einer Bremsung zunächst geschlossenes Rückschlagventil zu benutzen,
das durch den Druck in einem ersten Bremszylinder zu gegebener Zeit geöffnet wird.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die verzögerte Beaufschlagung des Last-Bremszylinders von
der Zugleitung her beim Einleiten einer Bremsung durch eine den bekannten Ausführungen gegenüber
vereinfachte Anordnung durchzuführen.
Gemäß der Erfindung ist bei der eingangs genannten Bremsanlage in der Verbindungsleitung zwischen
der Zugleitung und dem Last-Bremszylinder ein bei der Einleitung eines Bremsanlegevorganges gewöhn-
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lieh, geschlossenes Rückschlagventil angeordnet, das
von seinem Sitz mittels einer Stoßstange und eines Nockens durch eine mit dem Kolben des Leer-Bremszylinders
gekuppelte Lenkereinrichtung abzuheben ist, sobald sich der Kolben des Leer-Bremszylinders
über einen vorbestimmten Punkt seines Hubes hinaus bewegt.
In der Zeichnung ist ein Beispiel einer Anlage gemäß der Erfindung schematisch dargestellt, wobei
jedoch zu bemerken ist, daß, obwohl die Beschreibung sich auf eine Saugluft-Bremsanlage bezieht, die
Erfindung ebenfalls auf Druckluft-Bremsanlagen anwendbar ist.
Bei der in der Zeichnung wiedergegebenen Ausführungsform sind ein Leer-Bremszylinder 1 und ein
Last-Bremszylinder 2 über eine Querwelle 3 verbunden. Eine Leer-Zylinderverbindung besteht aus einem
mit der Querwelle 3 verbundenen starren Hebel 4; jedoch wird eine Verbindung 5 mit dem Last-Bremszylinder
2 durch ein Gesperre 6 erst dann hergestellt, wenn der Kolben des Leer-Bremszylinders 1 sich so
weit bewegt hat, daß die Bremsklötze an die Räder angelegt worden sind, ohne daß dabei der Last-Bremszylinderkolben
angehoben oder bewegt worden wäre.
Eine Verbindungsleitung 7,15 zwischen der Zugleitung 8 und dem Last-Bremszylinder 2 erfolgt über
ein zwischengeschaltetes Ventil, das aus einem Rückschlagventil 9 besteht, welches durch einen Nocken
11 und eine Stoßstange 12 von seinem Sitz 10 abgehoben werden kann. Der Nocken 11 wird durch eine
Lenkereinrichtung 13 angetrieben, welche mit dem Hebel 4 des Kolbens des Leer-Bremszylinders 1 gekuppelt
ist. Ein Hahn 14 ist in den Verbindungsleitungsteil 15 zwischen der Zugleitung 8 und dem
Rückschlagventil 9 eingeschaltet, um den Last-Bremszylinder 2 anzuschließen oder abzusperren.
Die Arbeitsweise der Anlage ist folgende: Von der Zugleitung 8 aus wird der Leer-Bremszylinder 1 in
üblicherweise und der Last-Bremszylinder2 über das
Rückschlagventil 9 evakuiert, falls der Hahn 14 sich
in der Last-Stellung befindet und offen ist. Wenn der Hahn 14 sich in der Leer-Stellung befindet, d. h. geschlossen ist, bleibt der Last-Bremszylinder 2 abgeschaltet.
Es sei angenommen, daß der Wagen belastet und der Hahn 14 offen ist. Zum Anlegen der Bremsen
strömt Luft in die Zugleitung 8 und in die untere Kammer des Leer-Bremszylinders 1. Luft kann nicht
zu dem Last-Bremszylinder 2 strömen, da das Rückschlagventil 9 geschlossen ist. Der Kolben des Leer-Bremszylinders
1 bewegt sich dann nach oben und legt die Bremsklötze an die Räder an. Der Kolben
des Last-Bremszylinders 2 wird nicht bewegt, da das Gesperre 6 frei läuft.
Wenn der Leer-Bremszylinderkolben sich um einen
vorbestimmten Betrag aufwärts bewegt hat, hebt der Nocken 11 die Stoßstange 12, welche ihrerseits das
Rückschlagventil 9 von seinem Sitz 10 abhebt und auf diese Weise den Last-Bremszylinder 2 mit der Zugleitung
8 verbindet. Der Last-Bremszylinderkolben beginnt dann seine Aufwärtsbewegung, das Gesperre
6 wird verriegelt, und die Kraft des Last-Bremszylinders 2 wird auf die Querwelle 3 übertragen.
Bei Saugluftbremsen kann es vorteilhaft sein, dafür Sorge zu tragen, daß das zwischengeschaltete Rückschlagventil
9 in seiner Schließstellung die obere und die untere Kammer des Last-Bremszylinders 2 miteinander
verbindet, wodurch verhindert wird, daß bei Eindringen von Luft in dessen untere Kammer die
Bremse durch den Last-Bremszylinder 2 unbeabsichtigt angelegt wird.
Claims (2)
1. Pneumatische Bremsanlage für Schienenfahrzeuge mit einem Leer-Bremszylinder, der mit der
Zugleitung dauernd verbunden ist, und einem Last-Bremszylinder, der mit der Zugleitung nur
während des Bremsens unter Last oder Teillast verbunden wird, dadurch gekennzeichnet, daß in
der Verbindungsleitung (7,15) zwischen der Zugleitung (8) und dem Last-Bremszylinder (2) ein
bei der Einleitung eines Bremsenanlegevorganges gewöhnlich geschlossenes Rückschlagventil (9) angeordnet
ist, das von seinem Sitz (10) mittels einer Stoßstange (12) und eines Nockens (11) durch
eine mit dem Kolben des Leer-Bremszylinders
(1) gekuppelte Lenkereinrichtung (13) abzuheben ist, sobald sich der Kolben des Leer-Bremszylinders
über einen vorbestimmten Punkt seines Hubes hinaus bewegt.
2. Saugluftbremsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Rückschlagventil
(9) in seiner Schließstellung die obere Kammer und die untere Kammer des Last-Bremszylinders
(2) verbindet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschriften Nr. 720470, 724 079,
877160, 929 676.
Deutsche Patentschriften Nr. 720470, 724 079,
877160, 929 676.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 510/10 2.62
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB953057A GB842906A (en) | 1957-03-22 | 1957-03-22 | Improvements relating to fluid pressure braking systems for vehicles |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1124077B true DE1124077B (de) | 1962-02-22 |
Family
ID=9873781
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEW22993A Pending DE1124077B (de) | 1957-03-22 | 1958-03-20 | Pneumatische Bremsanlage fuer Schienenfahrzeuge |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1124077B (de) |
| GB (1) | GB842906A (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE720470C (de) * | 1939-03-18 | 1942-05-07 | Hans Gallusser Dr Ing | Vorrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung der Bremswirkung von Luftdruckbremsen bei hohen Geschwindigkeiten |
| DE724079C (de) * | 1940-09-15 | 1942-08-17 | Knorr Bremse Ag | Druckluftbremse mit Anlege- und Festbremskolben |
| DE877160C (de) * | 1950-06-16 | 1953-05-21 | Bromsregulator Svenska Ab | Vorrichtung an Druckmittelbremsen mit Anlege- und Festbremszylinder |
| DE929676C (de) * | 1954-03-21 | 1955-06-30 | Knorr Bremse Gmbh | Ventil fuer die Folgesteuerung von Anlege- und Festbremszylinder von Druckluftbremsanlagen, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
-
1957
- 1957-03-22 GB GB953057A patent/GB842906A/en not_active Expired
-
1958
- 1958-03-20 DE DEW22993A patent/DE1124077B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE720470C (de) * | 1939-03-18 | 1942-05-07 | Hans Gallusser Dr Ing | Vorrichtung zur selbsttaetigen UEberwachung der Bremswirkung von Luftdruckbremsen bei hohen Geschwindigkeiten |
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| DE877160C (de) * | 1950-06-16 | 1953-05-21 | Bromsregulator Svenska Ab | Vorrichtung an Druckmittelbremsen mit Anlege- und Festbremszylinder |
| DE929676C (de) * | 1954-03-21 | 1955-06-30 | Knorr Bremse Gmbh | Ventil fuer die Folgesteuerung von Anlege- und Festbremszylinder von Druckluftbremsanlagen, insbesondere von Schienenfahrzeugen |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB842906A (en) | 1960-07-27 |
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