DE113383C - - Google Patents

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DE113383C
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lactic acid
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tin chloride
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C51/00Preparation of carboxylic acids or their salts, halides or anhydrides
    • C07C51/42Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C51/487Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by treatment giving rise to chemical modification

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • General Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)

Description

c/ώ ί ß niftnl'3. ι
Das Haupt-Patent bezieht sich auf ein Verfahren zur Darstellung von Milchsäure aus den Abwässern der Conserven-, insbesondere Sauerkrautfabrikation, welches darin besteht, dafs man die Abwässer neutralisirt und nachher eindampft. Dieses Verfahren kann nun dadurch vereinfacht werden, dafs vor oder nach erfolgter Neutralisation, als Ersatz für das Eindampfen, eine rein chemische Isolirung der Milchsäure erzielt wird, wodurch die im Haupt-Patent erforderliche umständliche und kostspielige Eindampfanlage vollständig fortfällt. Ein für die eben erwähnte chemische Behandlung besonders geeignetes Salz ist das Zinnchlorür, welches entweder vor oder nach der Neutralisation der Abwasser zur Anwendung gelangt. Die hierbei erzielte Wirkung besteht darin, dafs die Milchsäure in Form eines unlöslichen oder zu mindest schwer löslichen Niederschlages erhalten wird.
Beispiel:
Die Abwässer werden von den in ihnen mechanisch suspendirten Verunreinigungen, wie Kohletheilchen und dergl., befreit, alsdann wird die Milchsäure in Form eines in Wasser .schwer oder unlöslichen Salzes gefällt. Zu diesem Zwecke benutzt man entweder eine organische oder anorganische Base als solche oder in Form eines ihrer Salze. Ein besonders geeignetes anorganisches Salz ist z. B. das Zinnchlorür. Findet dieses Verwendung, so mufs, um eine Umsetzung zu ermöglichen, die Milchsäure neutralisirt werden. Als Neutralisationsmittel kann beispielsweise Natronlauge, Soda oder auch Kalkmilch, kohlensaurer Kalk u. s. w. verwendet werden. Ist die Milchsäure neutralisirt, so fällt sie auf Zusatz von Zinnchlorür als milchsaures Zinnoxydul in Form eines in Wasser unlöslichen krystallinischen Pulvers aus, welches sich rasch am Boden absetzt, so dafs die klare überstehende Flüssigkeit leicht abgehebert werden kann. Die Umsetzung des nach dem Neutralisiren mit Natronlauge in den Abwässern enthaltenen Natrons mit dem Zinnchlorür erfolgt in der Weise, dafs milchsaures Zinn, Chlornatrium und Salzsäure gebildet wird nach der Formel:
CH3- CH(OH)- CO-ONa+ SnCl2 =
NaCl + HCl.
Da die entstehende Salzsäure auf das vorhandene milchsaure Natrium in der Weise einwirkt, dafs die Hälfte desselben in Chlornatrium und freie Milchsäure umgewandelt wird, letztere sich jedoch mit dem Zinnchlorür nicht in der gewünschten Weise, zu milchsaurem Zinn umsetzt, so ist es nothwendig, die freie Milchsäure von Neuem zu neutralisiren und dann wieder eine entsprechende Menge Zinnchlorür zuzugeben. Die Ausfällung mufs also fractionsweise ge-

Claims (3)

  1. schehen. Sie kann auch in der Weise vorgenommen werden, dafs man zu den sauren Abwässern Zinnchlorür im Ueberschufs zugiebt und dann mit Soda oder dergl. bis zur neutralen Reaction versetzt.
    Das in Wasser unlösliche neutrale milchsaure Zinn wird zur Gewinnung" von Milchsäure und zur Wiederbenutzung des Zinns in geeigneter Weise zersetzt, beispielsweise durch Behandeln mit Kalkmilch, wobei milchsaurer Kalk in Lösung geht und Zinnoxydulhydrat zurückbleibt. Die concentrirte, von dem Zinnniederschlag abfiltrirte Lösung des milchsauren Kalkes wird auf Milchsäure verarbeitet. Das Zinnoxydulhydrat wird in Zinnchlorür auf bekannte Weise übergeführt und kann von Neuem in die Fabrikation eingeführt werden.
    Pa τ ε ν τ- An Sprüche:
    i. Abänderung des durch Patent 104281 geschützten Verfahrens zur Unschädlichmachung der, ,Abwässer, und zur Gewin-■ nung von Milchsäure aus denselben, darin bestehend, .daft , die Abwässer, statt eingedampft,, einer'yrem. chemischen Behandlung unterzogen werden, wobei geeignete organische oder anorganische Basen als solche oder in Form ihrer Salze zur Anwendung gelangen, bezweckend, die Milchsäure■· in unlöslicher Form abzuscheiden.
  2. 2. Eine Ausführungsform.- .des unter 1. beanspruchten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs die neutralisirten Abwasser der Conservenfabriken, insbesondere' Sauerkrautfabriken, mit Zinnchlorür versetzt werden, wodurch eine Fällung der Milchsäure herbeigeführt wird.
  3. 3. Eine Ausführungsform des unter 1. beanspruchten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, dafs die erwähnten Abwasser zuerst mit einem Ueberschusse von Zinnchlorür behandelt und sodann erst der Neutralisation unterzogen werden.
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