DE335866C - Verfahren zur Herstellung eines wasserdichtenden Zusatzmittels fuer Moertelbildner und Moertel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserdichtenden Zusatzmittels fuer Moertelbildner und Moertel

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DE335866C
DE335866C DE1919335866D DE335866DD DE335866C DE 335866 C DE335866 C DE 335866C DE 1919335866 D DE1919335866 D DE 1919335866D DE 335866D D DE335866D D DE 335866DD DE 335866 C DE335866 C DE 335866C
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B24/00Use of organic materials as active ingredients for mortars, concrete or artificial stone, e.g. plasticisers
    • C04B24/24Macromolecular compounds
    • C04B24/36Bituminous materials, e.g. tar, pitch
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates

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Description

  • Verfahren .zur Herstellung eines wasserdichtenden Zusatzmittels für Mörtelbildner und Mörtel. Zur Herstellung von Zusatzmitteln für Mörtelbildner und Mörtel, die diese gegen Wasserandrang dicht und wid'erstand'sfähig gegen verdünnte Säuren machen sollen, hat man bereits bituminöse Schiefer und! Erden, d. h. bituminöse Naturstoffe mit mineralischer Grundsubstanz, benutzt. Dazu wurde Freimachung des Bitumens, versucht, da das aber nicht ausreichte, in, der Regel auch noch öliges, teeriges oder Asphaltmaterial fremder Herkunft zugegeben. Dabei läßt sich aus: dem Bitumen der fraglichen Erdstoffe ein wasserabweisender Ölstoff gewinnen, der besonders zur Verbesserung von Mörtel und Mörtelbildnern geeignet ist. Es ist bekannt, aus Kalk und Schieferschwelöl unter Zusatz von bituminösem Schiefermehl eine Emulsion zum Wasserdichtmachen von Zement u. dgl. zu erzeugen.
  • Die vorliegende Erfindung bringt eine andere einfache Lösung der Aufgabe, bituminösen Schiefer als Mörtelzusatz möglichst weitgehend aufzuschließen. Sie beruht darauf, das. nutzbare Bitumen ;des 1aituminös:en Schiefers einerseits durch Schwelung als Schwelöl zu gewinnen und anderseits mit diesem Schwelöl nach eigenartiger Verkupplung mit sauren oder salzigen Zersetzungssubstanzen rohen. bituminösen Schiefer zu behandeln und diesen dadurch unmittelbar als Träger und Lieferer von; freiem Bitumen auszunutzen.
  • Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren, dessen erste Stufe in der Ausschwelung von biturninösern Schiefer besteht. Das Schwelöl,, .das sich hierbei aus, dem Bitumenstoff bildet, wird für sich gewonnen und; nun mit Säure, sauren Salzen oder salzsauren, zur hydrolytischen Spaltung neigenden Salzen umgesetzt. Mit.@der sich ergebenden Umsetzungsmasse wird eine weitere Menge rohen Schiefers. behandelt, und der dann entstehende dicklich zähe Körper ist das. Dichtungsmittel; das entweder Zement und, hydraulischen Mörtelbildnern zugemahlen oder Mörteln beim Anmachen zugesetzt wird.
  • Zur Behandlung des Schwelöles. dienen Schwefelsäure, saures Salz, wie Natriumbisulfat, Salzsäure, sich leicht zersetzende Salze, wieMagnesiumchlorid, Kalziumchlorid, Zinkchlorid, Aluminiumchlorid', Eisenchlorid. Durch deren Einwirkung wird das Schwelöl teilweise polymerisiert, anderseits werden saure Verbindungen gebildet und- vor allem das noch unverbrauchte Salz oder die Säure so gleichmäßig verteilt, daß sie eine überraschende Wirkung auf den rohen bituminösen Schiefer ausüben. Bei diesem löst in der sich ergebenden Einwirkung das Schwelöl einerseits das festgebundene Bitrunen heraus, anderseits machen es idie salzigen Stoffe frei. Jedenfalls wird in einfachster Weise nach diesein Verfahren; restlose Gewinnung des Bitumens von bituminösen. Schiefern für den Zweck der Wasserdichtung von Mörteln erreicht.
  • Zur Förderung des Prozesses kann sowohl die Einwirkung von Säure und Salz auf das Schwelöl als auch die Reaktion mit dem rohen bituminösen Schiefer in der Wärme, zweckmäßig bei Gegenwart von Wasserdmnpf, vorgenommen werden.
  • Vorteilhaft ist gespannter Wasserdampf, also Druckarbeit.
  • Beispielsweise arbeitet man. so, daß ioo kg Schiefee'@-ausgeschwelt,--werden. Das entstehende Schwelöl, etwa S kg, wird mit io kg Säure, 16 kg Natriumbisulfat oder 15 kg eines der salzsauren Salze in wasserfreiem Zustande behandelt. Die Behandlung erfolgt bei ioo° unter Zuleiten vom, Wasserdampf.
  • Das umgewandelte Schwelöl wird dann mit etwa 5o bis 6o kg gemahlenem, bituminösem Schiefer, wie er als Ausgangsstoff für das Schwelen diente, vermischt und zweckmäßig wiederum erwärmt. Die schließlich verbleibende pastose oder halbtrockene Masse, die gegebenenfalls durch Zugeben von gebranntem Kalk noch weiter getrocknet wird, dient dann zum Zumahlen. zu Zementklinkern, die wasserdichten Zement ergeben sollen, oder sie wird Mörtel bei der Mischung zugefügt.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE 1. Verfahren zur Herstellung eines wasserdichtenden Zusatzmittels für Mörtelbildh@er und Mörtel, dadurch gekennzeichnet, daß bituminöser Schiefer verschwelt, das erhaltene Schwelöl mit Säure, sauren Salzen oder hydrolyfisch gespaltenen salzsauren Salzen umgesetzt und das gewonnene umgewandelte Gemisch mit einem anderen Teil bituminösen Schiefers verarbeitet wind.
  2. 2. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Umsetzung des Schwelöles mit Säure und Salzen als auch die Zersetzung des rohen . bituminösen Schiefers in der Wärme und unter Dampfeinwirkung vorgenommen wird.
DE1919335866D 1919-04-18 1919-04-18 Verfahren zur Herstellung eines wasserdichtenden Zusatzmittels fuer Moertelbildner und Moertel Expired DE335866C (de)

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