DE1139986B - Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung fuer Waagen - Google Patents
Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung fuer WaagenInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01G—WEIGHING
- G01G1/00—Weighing apparatus involving the use of a counterweight or other counterbalancing mass
- G01G1/18—Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances
- G01G1/26—Balances involving the use of a pivoted beam, i.e. beam balances with associated counterweight or set of counterweights
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
V11449IXc/42f
BEKANNTMACHUNG
DER ANMELDUNG
UND AUSGABE DER
AUStEGESCHRIFT:
22. NOVEMBER 1962
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung für Waagen, insbesondere
Feinwaagen, mit auf konzentrisch angeordneten Hohlwellen befindlichen Nocken für die Betätigung
der Schaltgewichte und mit den Hohlwellen verbundenen Schalt- und Ziffernrädern.
Vorrichtungen, welche eine mechanische Gewichtsauflage wie auch -abhebung an Waagen, insbesondere
an Feinwaagen, bewirken, sind in verschiedenartigen Ausführungen bekannt. Die Gewichteveränderungen
werden dabei mit Drehknöpfen über dazugehörige Wellen, Hohlwellen und Nocken vorgenommen. Die
Bedienung der genannten Drehknöpfe erfolgt jedoch bei diesen Einrichtungen von mehreren Stellen der
Waage aus. Die Ablesung der ermittelten Gewichtswerte einer Masse kann zwar bei einzelnen derartigen
Waagen an einer Stelle erfolgen, jedoch sind hierfür den Schaltknöpfen und ihren Übertragungsbauelementen
besondere Einbauteile, zum Teil recht komplizierter Art, für die Einstellung eines sogenannten Zähl-Werkes
zugeordnet.
Bei den angeführten und bekannten Einrichtungen an Feinwaagen ist eine gleichzeitige Rückschaltmöglichkeit
aller Dekaden auf die O-Stellung nicht vorhanden.
Aufgabe der Erfindung war es daher, die vorgenannten Mängel zu beseitigen und mit dem geringsten
Aufwand an Bauteilen und Übertragungselementen eine zweckentsprechende Verbindung und Anordnung
zwischen dem Einstellwerk, dem Zählwerk und dem für die Gewichteauflage bzw. Gewichteabnahme dienenden
Nockenscheiben herzustellen. Im weiteren sollte eine einfache Rückschaltmöglichkeit eingestellter
Werte auf 0 sowie die Blockierung wählbarer Gewichtsdekaden während der Wägung mittels geeigneter
Schaltvorrichtungen der Waage, beispielsweise der Arretierung, möglich sein.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Waage der oben bezeichneten Art so ausgebildet, daß erfindungsgemäß
alle eine Gewichtsveränderung bewirkenden Schalträder beziffert und in Form eines Zählwerkes
hintereinander angeordnet sind und daß das durch einen Handhebel in einem Arbeitsgang auf Null rückstellbare
Zähl- bzw. Schaltwerk bis auf vorwählbare Dekaden durch eine an sich bekannte Arretierwelle
während des Entarretierens der Waage sperrbar ist.
Die Erfindung ist an Hand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel erläutert. In den Zeichnungen
stellt dar
Fig. 1 einen Schnitt durch das Schaltwerk entlang der Linie A-A in Fig. 4,
Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung
für Waagen
für Waagen
Anmelder:
VEB Oschatzer Waagenfabrik Oschatz,
Oschatz (Sa.), Bahnhofstr. 37
Oschatz (Sa.), Bahnhofstr. 37
Heinz Tablack, Berlin-Treptow,
und Kurt Proft, Oschatz (Sa.),
sind als Erfinder genannt worden
Fig. 2 einen Schnitt durch das Schaltwerk entlang der Linie B-B in Fig. 1,
Fig. 3 einen Schnitt durch das Schaltwerk entlang der Linie C-C in Fig. 1,
Fig. 4 eine Draufsicht auf das Schaltwerk aus Richtung D der Fig. 1,
Fig. 5 Schematisches Einbauspiel einer Auflegevorrichtung in eine Feinwaage.
Eine der Anzahl der Gewichtsdekaden entsprechende Anzahl in ihrer Länge unterschiedlicher konzentrischer
Hohlwellen 1, 2, 3 und 4 sind einerseits in Lagerplatten 5, 6, 7 und 8, andererseits in Gehäuselagerzungen
9,1.0,11 und 12 unabhängig voneinander drehbar gelagert. Die Gehäuselagerzungen 9, 10, 11
und 12 werden von der Fortsetzung eines Gehäuses 13 getragen, in welches Fenster 14, 15, 16 und 17 eingearbeitet
sind, womit eine zum Ablesen von Massewerten geeignete Kulisse 18 entsteht. Die Ziffern der
Gewichtswerte befinden sich auf Schalträdern 19, 20,
21 und 22, welche unterhalb der Fenster 14, 15, 16 und 17 angeordnet sind. Durch ihre Anordnung auf
den konzentrischen Hohlwellen 1, 2, 3 und 4, einzeln mit Festsitz, entsteht ein zusammenhängendes
Zählwerk. Mit Hilfe der Schalträder 19, 20, 21 und
22 und der mit ihnen verbundenen konzentrischen Hohlwellen 1, 2, 3 und 4 werden Nockenblöcke 23,
24, 25 und 26, welche auf der anderen Seite der Wellen 1, 2, 3 und 4 mit Festsitz aufgebracht sind, verdreht.
Durch die Verdrehung der Nockenblöcke 23, 24, 25 und 26 werden diesen zugeordnete Schaltlamellen
27 betätigt. Die Anzahl der Schaltlamellen 27 je Nockenblock 23, 24, 25 und 26 entspricht der An-
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zahl der Gewichte je Dekade des Gewichtssatzes. (Im Beispiel, wie allgemein üblich, vier Gewichte je Dekade.)
Die einseitig auf Stiften 28 drehbar gelagerten Schaltlamellen 27 weisen auf der anderen Seite Kerben
29 auf, in welche Seilzüge 30 eingehängt sind. Die Seilzüge 30 führen, entsprechend der Konstruktion
der Waage, über Umlenkhebel 31 und weitere Seilzüge 30 α zu Gewichtshebeln 32, welche auf Stiften
33 drehbar gelagert sind. An den Gewichtshebeln 32 sind die Gewichte 34 a über Gewichtgabeln 34 angehängt.
Entsprechend der Stellung der Nockenblöcke 23, 24, 25 und 26 gegenüber den Schaltlamellen 27
werden somit, den Wertziffern auf den Schalträdern 19, 20, 21 und 22 entsprechend, Gewichte auf ein
Gehänge 35 aufgesetzt oder abgehoben.
Die Nockenblöcke 23, 24, 25 und 26 weisen ferner auf ihrer einen Seite Rastzähne 36 auf, in welche
federnde und drehbar gelagerte Rasthebel 37 eingreifen, wodurch ein Rastgesperre gebildet wird. Mit
Hilfe eines drehbar gelagerten Steuerhebels 39, der von einem an einer Kurvenscheibe 48 befestigten
Stift 49 über einen Winkel 50 eines Winkelarmes 51 durch eine Arretierwelle 38 gesteuert wird, können
eine vorwählbare Anzahl der Rasthebel 37, vorteilhaft diejenigen der größten Gewichtsdekaden, von
einer an dem Steuerhebel 39 befindlichen Blockleiste 52 blockiert werden. Damit ist ein Schalten dieser
Gewichte 34 α innerhalb der Dekaden während einer Wägung nicht mehr möglich, die Nachschaltmöglichkeit
der kleinsten Gewichtsdekaden bleibt jedoch erhalten, zumal auch die Auflage oder Abnahme kleiner
Gewichte 34 a während einer Wägung keinen zerstörenden Einfluß auf empfindliche Bauteile der Waage
ausübt.
Den anderen Seiten der Nockenblöcke 23, 24, 25 und 26 sind Herzkurven 40 zugeordnet. Diese dienen
mit Hilfe von Rückstellhebeln 41, Übertragungshebel 42 und einem Handhebel 43 zur Rückschaltung (O-Stellung)
aller Nockenblöcke 23, 24, 25 und 26 und damit auch aller Schalträder 19, 20, 21 und 22, so daß
in allen Fenstern 14,15,16 und 17 der Kulisse 18 eine
Null erscheint. Mit Hilfe geeigneter Bauelemente kann der Handhebel 43, gesteuert von der Arretierwelle 38
bei entarretierter Waage, ebenfalls blockiert werden, so daß auch hierdurch die Rückschaltung der Gewichte
34 α während einer Wägung unmöglich ist.
Die Kopplung der Auflegevorrichtung mit der Arretierwelie
38 erfolgt durch eine auf der Arretierwelle 38 angeordnete Kurvenscheibe 44, durch welche ein
Winkelhebel 45 über eine mit diesem verbundene Schubstange 46 auf eine Freigabeleiste 47 einwirkt.
Bei arretierter Waage bewirkt die Kurvenscheibe 44 das Festhalten aller Schaltlamellen 27 durch die Freigabeleiste
47 infolge der Anordnung dieser Leiste direkt vor den Nockenblöcken 23, 24, 25 und 26 und
den Schaltlamellen 27. Mit beginnender Drehung der Arretierwelle 38 entfernt sich die Freigabeleiste 47
von den Schaltlamellen 27, alle Schaltlamellen 27 können der Freigabeleisie 47 folgen und in die Vertiefungen
der voreingestellten Nockenblöcke 23, 24, 25 und einrasten. Hiermit werden die Gewichte 34 a auf
das Gewichtgehänge 35 aufgehängt. Nach Auflage der Gewichte 34 a erfolgt die Entarretierung der
Waage durch Weiterdrehen der Kurvenscheibe 48, welche während des der Gewichtsauflage zugeordneten
Drehwinkels der Arretierwelle 38 keinen Einfluß auf die Entarretierung hatte.
Die Seilzüge 30 bzw. 30 a gestatten die Anordnung des Schaltwerkes an einer vorwählbaren Stelle der
Waage.
Claims (5)
1. Gewichtsauf lege- und -abhebevorrichtung für Waagen, insbesondere Feinwaagen, mit auf
konzentrisch angeordneten Hohlwellen befindlichen Nocken für die Betätigung der Schaltgewichte
und mit den Hohlwellen verbundenen Schalt- und Ziffernrädern, dadurch gekennzeich
net, daß alle eine Gewichtsveränderung bewirkenden Schalträder (19, 20, 21, 22) beziffert
und in Form eines Zählwerkes hintereinander angeordnet sind und daß das durch einen Handhebel
(43) in einem Arbeitsgang auf Null rückstellbare Zähl- bzw. Schaltwerk bis auf vorwählbare
Dekaden durch eine an sich bekannte Arretierwelle (38) während des Entarretierens der
Waage sperrbar ist.
2. Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
die von dem Handhebel (43) ausgelöste Rückschaltung der voreingestellten Werte über einen
Übertragungshebel (42) mit einer den Dekaden entsprechenden Anzahl von Rückstellhebeln (41)
durch den Nockenblöcken zugeordneten Herzkurven (40) erfolgt.
3. Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die Auf- bzw. Abnahme der Schaltgewichte (34 a) von einer vorwählbaren, mit der Arretierwelle (38) gekoppelten Anzahl der bezifferten
Schalträder bei der Be- und Entlastung des Waagebalkens vorbereitend gesteuert, mit einer
auf der Arretierwelle angeordneten Kurvenscheibe (44) und von dieser betätigten Winkelhebeln
(45) mit Schubstangen (46) über eine Freigabeleiste (47) durchführbar ist.
4. Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß eine vorwählbare Anzahl bezifferter Schalträder (19, 20, 21, 22) von der Arretierwelle (38)
über einen Sift (49) einer auf der Arretierwelle angeordneten Kurvenscheibe (48) durch einen
Steuerhebel (39) mit einer daran angelenkten Blockleiste (52) und Rasthebeln (37) für die
Nockenblöcke blockierbar sind.
5. Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet,
daß an dem Zählwerk eine Kulisse (18) mit Fenstern angeordnet ist.
In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 839 871;
USA.-Patentschriften Nr. 2192 905, 2647 741.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
© 209 708/104 11.62
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEV11449A DE1139986B (de) | 1956-10-27 | 1956-10-27 | Gewichtsauflege- und -abhebevorrichtung fuer Waagen |
Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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|---|---|
| DE1139986B true DE1139986B (de) | 1962-11-22 |
Family
ID=7573478
Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1139986B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2758101A1 (de) * | 1977-12-24 | 1979-06-28 | Werneer Haack | Mechanische waage |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2192905A (en) * | 1938-02-08 | 1940-03-12 | Seederer Kohlbusch Inc | Precision balance |
| DE839871C (de) * | 1949-08-19 | 1952-05-26 | Sartorius Werke Ag | Feinwaage mit mechanischer Gewichtsauflegung |
| US2647741A (en) * | 1950-07-26 | 1953-08-04 | Voland And Sons Inc | Analytical balance |
-
1956
- 1956-10-27 DE DEV11449A patent/DE1139986B/de active Pending
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2192905A (en) * | 1938-02-08 | 1940-03-12 | Seederer Kohlbusch Inc | Precision balance |
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| DE2758101A1 (de) * | 1977-12-24 | 1979-06-28 | Werneer Haack | Mechanische waage |
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