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Einrichtung zur Herstellung von Fernmeldekabeln mit in Lagen angeordneten
systematisch miteinander gekreuzten Einzeladern Zusatz zum Zusatzpatent 1 119 359
Im Zusatzpatent 1 119 3_S9 zum Hauptpatent 1083 880 wird zur Herstellung
von Fernmeldekabeln mit in Lagen angeordneten, systematisch miteinander gekreuzten
Einzeladern vorgeschlagen, die zu einer Lage gehörigen Adern kurz vor ihrem Einlauf
in den Verseilpunkt durch eine gemeinsame Kreuzungsvorrichtung zu führen, die auf
Grund eines vorbestimmten Kreuzungsplanes automatisch über Schaltorgane gesteuert
wird. Vorteilhaft werden an den Kreuzungsstellen innerhalb der Kreuzungsvorrichtung
die geradzahligen Adern in der einen Umfangsrichtung und die ungeradzahligen Adern
in der anderen Umfangsrichtung gleichzeitig um einen Winkel aneinander vorbeigedreht,
der dem gegenseitigen Winkelabstand zweier benachbarter Adern entspricht. Durch
derartige Kreuzungen aller Adern einer Lage, die als Kreuzungen erster Ordnung bezeichnet
werden können, gelingt es im allgemeinen, eine gegenseitige kapazitive und magnetische
Entkopplung der gebildeten Doppelleitungen zu erreichen. In besonderen Fällen, z.
B. wenn die Anzahl der Adern je Lage acht überschreitet, zeigt es sich, daß es notwendig
ist, in bestimmten Abständen, die vorzugsweise gleich den Kreuzungsabschnitten sind,
die geradzahligen und die ungeradzahligen Adern jeweils unter sich zusätzlich zu
kreuzen. Diese zusätzlichen Aderkreuzungen, die auf einem zum Kreuzungsabschnitt
sehr kurzen Platzwechselabschnitt erfolgen, können als Kreuzungen zweiter Ordnung
bezeichnet werden. Bei Durchführung dieser Kreuzungen zweiter Ordnung kann es zu
einer gegenseitigen Berührung bzw. sogar zu einem gegenseitigen Verhaken der Adern
kommen. Gleiche oder ähnliche Verhältnisse können eintreten, wenn eine gegenseitige
Verdrehung der ungeradzahligen und der geradzahligen Adern um einen größeren Winkel
als 180° vorgenommen wird.
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Die Erfindung betrifft eine Weiterbildung der Einrichtung zur Herstellung
von Fernmeldekabeln mit in Lagen angeordneten Einzeladern, aus denen durch gegenseitiges
Kreuzen Doppelleitungen gebildet sind, nach dem Zusatzpatent 1 119359. wobei
an den Kreuzungsstellen innerhalb einer für alle Adern gemeinsamen Kreuzungsvorrichtung
die geradzahligen Adern in der einen Umfangsrichtung und die ungeradzahligen Adern
in der anderen Umfangsrichtung gleichzeitig um einen bestimmten Winkel aneinander
vorbeigedreht werden. Gemäß der Erfindung werden die Adern vor dem Kreuzungspunkt
zur Vermeidung gegenseitiger Berührung durch zusätzliche frei bewegliche Leitorgane
geführt. Die freie Beweglichkeit der Leitorgane hat zur Folge, daß diese sich durch
die Bewegung der Adern von selbst in die jeweils günstigste Lage einstellen.
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In der Zeichnung sind mehrere AusfÜhrungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
wobei angenommen ist, daß an einer aus sechzehn Adern bestehenden Verseillage sowohl
Kreuzungen erster als auch Kreuzungen zweiter Ordnung ausgeführt werden sollen,
wie sie im Prinzip im linken Teil der Fig.8 des Zusatzpatentes 1119 359 angegeben
sind.
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Bei dem Ausführungsbeispiel nach der Fig.l laufen die sechzehn Adern
1 bis 16 durch die Bohrungen bzw. Durchführungslöcher 1' bis 16' der Adereinführungsscheibe
191 in die Kreuzungsvorrichtung ein. Die Adereinführungsscheibe sitzt fest auf der
Rohrachse 192. Die Kreuzungsvorrichtung besteht aus dem Innenring 193; mit
den Durchführungslöchern 1', 3', 5', 7', 9',11',13',15' zur Führung der ungeradzahligen
Adern und dem Außenring 193" mit den Durchführungslöchern 2', 4', 6', 8', 10', 12',
14', 16' zur Führung der geradzahligen Adern. Der Innenring 193; und der Außenring
193" werden entsprechend dem Kreuzungsplan durch nicht dargestellte Antriebsorgane
programmäßig abwechselnd in der einen und anderen Umfangsrichtung gedreht, wie dies
die Pfeile auf den Ringen andeuten. Auf diese Weise wird eine gegenseitige Kreuzung
aller Adern bewirkt. Um nun eine gegenseitige Berührung der Adern im Bereich zwischen
der Adereinführungsscheibe 191 und der Kreuzungsvorrichtung 193;/193Q
zu
vermeiden, sind als Leitorgane für die Adern vier konzentrisch übereinanderliegende,
in der Umfangsrichtung frei drehbaren Ringe vorgesehen, und zwar zwei Innenringe
194; mit den Durchführungslöchern für die ungeradzahligen Adern und zwei Außenringe
194" mit den Durchführungslöchern für die geradzahligen Adern. Von den beiden Innenringen
194;
hat der innere Ring die Durchführungslöcher 1', 5', 9', 13' und der äußere
Ring die Durchführungslöcher 3', 7', l1', 15' für die Hindurchführung der ungeradzahligen
Adern, während von den beiden Außenringen 194" der äußere Ring die Durchführungslöcher
2', 6', 10', 14' und der innere Ring die Durchführungslöcher 4', 8', 12', 16' für
die Hindurchführung der geradzahligen Adern aufweist. Werden nun der Innenring l93;
und der Außenring 193" der Kreuzungsvorrichtung zur Ausführung der Kreuzungen in
entgegengesetzter Richtung gedreht, so stellen sich die frei drehbaren Ringe
194; und 194" selbsttätig auf die jeweils günstigste Lage ein. Die frei drehbaren
Ringe laufen zweckmäßig auf Kugel- oder Walzenlagern. Von den sechzehn Adern sind
in der Fig. 1 der Übersichtlichkeit halber nur die ungeradzahlige Ader 3 und die
geradzahlige Ader 14 dargestellt. Alle Adern laufen nach Verlassen der Kreuzungsvorrichtung
über das Führungsorgan 195 in die Verseillage des Kabels ein.
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Die Fig. 2 zeigt in Anlehnung an die Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel,
bei dem zwischen der Adereinführungsscheibe 191 und der hier nicht dargestellten
Kreuzungsvorrichtung hintereinander zwei Gruppen von frei drehbaren Ringen in der
Längsrichtung hintereinander angeordnet sind. Die zweite Gruppe von frei drehbaren
Ringen ist hiermit 194;' und 194"'
bezeichnet und in der gleichen Weise wirksam
wie die frei drehbaren 1Zinge 194Z und 194".
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Als Leitorgane können mit Vorteil auch frei drehbare Leitrollen dienen,
die auch um die radial zur Rollenachse gerichtete Achse frei drehbar sind. Ein diesbezügliches
Beispiel ist in den Fig. 3 und 4 dargestellt, wobei die Fig. 4 die Leitrolle und
deren Anordnung und Befestigung in vergrößertem Maßstab zeigt. In Übereinstimmung
mit der Fig. 1 sind die Adereinführungsscheibe mit 191 und die Kreuzungsvorrichtung
mit 193Z/193" bezeichnet. Die zur Führung der Adern erforderlichen sechzehn frei
drehbaren Leitrollen 196 sind bei diesem Beispiel an der Innenseite des Rohrmantels
bzw. Tragringes 197 angebracht, der mit der Adereinführungscheibe 191
durch
die Längsstreben 198 fest verbunden ist. Wie aus der Fig. 4 hervorgeht, sind die
Achse 199 der Leitrolle und die radial zu dieser Achse gerichtete Achse 200 an den
Schenkeln des Winkelstückes 201 festgelegt. Die Achse 200 enthält den in der Bohrung
202 des Tragringes 197 gelagerten Ansatz 203 ; und die Eindrehung 204, um die gesamte
Leitrollenordnung mittels eines nicht dargestellten, an sich bekannten Sprengringes
od. dgl. frei drehbar zu halten. Die Leitrolle 196 kann sich also auf die jeweilige
Laufrichtung der Ader selbsttätig in die richtige Lage einstellen.
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Die Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel, bei dem als Leitorgane flexible
Rohre bzw. Schläuche 1" bis 16" dienen und die Kreuzungsvorrichtung sowie die Adereinführungsscheibe
in umgekehrter Lage dargestellt sind, so daß sich eine umgekehrte Durchzugsrichtung
für die Adern ergibt. Die erforderlichen sechzehn flexiblen Rohre sind in Bohrungen
der Adereinführungsscheibe 191 längsbeweglich gelagert, und zwar in einer
solchen Verteilung, daß die zur Hindurchführung der ungeradzahligen Adern dienenden
flexiblen Rohre l" bis 15" auf einer inneren Kreislinie und die zur Hindurchführung
der geradzahligen Adern dienenden flexiblen Rohre 2" bis 16"
auf einer äußeren
Kreislinie der Adereinführungsscheibe liegen. Andererseits sind die flexiblen Rohre
in Bohrungen des Innenringes 193Z und des Außenringes 193" der Kreuzungsvorrichtung
fest eingesetzt. Durch die längsbewegliche Lagerung der Rohre in der Adereinführungsscheibe
ist gewährleistet, daß die beiden Ringe der Kreuzungsvorrichtung zur Vornahme der
Kreuzungen in entgegengesetzter Richtung gedreht werden können, ohne schädliche
Zug- und Druckbeanspruchungen auf die Rohre auszuüben. Ferner sind die über die
Adereinführungsscheibe hinausragenden flexiblen Enden der Rohre Schraubenfedern
205 gezogen, die zwischen der Adereinführungsscheibe und den an den Enden der flexiblen
Rohre vorgesehenen scheibenartigen Ansätzen 206
unter Federdruck gehalten
sind, um die Längendifferenzen der flexiblen Rohre bei der Vornahme der Kreuzungen
in weiterem Maße auszugleichen.
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Eine weitere Möglichkeit besteht darin, die Adern vor Einlauf in die
Kreuzungsvorrichtung in völlig frei angeordneten Leitorganen zu führen. Ein diesbezügliches
Ausführungsbeispiel deutet die Fig. 6 an, wonach als Leitorgan für je zwei Adern,
beispielsweise für die Adern 1 und 2, zwei umeinandergeschlungene, schwach gebogene,
frei bewegliche Rohre 207 dienen. Zum Einlegen der Adern sind die beiden Leitrohre
zweckmäßig mit nach außen gerichteten Längsschlitzen 208 versehen. Die für je zwei
Adern dienenden Leitrohre 207 sind fest miteinander verbunden, z. B. miteinander
verlötet.
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Die Erfindung ist nicht auf die angegebenen und dargestellten Ausführungsmöglichkeiten
beschränkt. An Stelle der in der Zeichnung dargestellten Kreuzungsvorrichtung können
auch solche treten, wie sie in dem Zusatzpatent 1119 359 angegeben sind.
Auch die Ausführung der Leitorgane kann im Rahmen der Erfindung von den dargestellten
Beispielen abweichen. So kann die Anzahl der nach den Fig. 1 und 2 vorgesehenen
übereinanderliegenden, frei drehbaren Ringe 194Z und 194" von vier abweichen. Bei
dem Ausführungsbeispiel nach den Fig. 3 und 4 können die frei drehbaren Rollen 196
in anderer Weise eingebaut und befestigt sein, z. B. an einem besonderen, mit dem
Maschinenfundament verbundenen Tragorgan. Anstatt bei dieser Ausführung die Leitrollenanordnung
mittels eines Sprengringes zu halten, ist es auch möglich, die Achse 200 an der
Eindrehungsstelle 204 zu trennen und die Welle durch eine Schraubverbindung oder
andere Organe am Tragring zu halten. Die in der Fig. 5 vorgesehenen Schraubenfedern
205 sind zweckmäßig hinsichtlich ihres Federdruckes einstellbar. Zu diesem Zweck
können beispielsweise die scheibenartigen Ansätze 206 durch Muttern ersetzt werden,
die auf einem im Endbereich der biegsamen Rohre angebrachten Gewinde schraubbar
sind.