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Sicherheitsschalter für Karteigeräte mit umlaufenden Karteibehältern
Die Erfindung bezieht sich auf einen Sicherheitsschalter in der Bearbeitungsöffnung
von Karteigeräten mit paternosterartig umlaufenden Karteibehältern zum Abschalten
des elektrischen Antriebsmotors. Der ausgewählte und gewünschte Karteibehälter liegt
dabei unter der nach oben offenen Bearbeitungsöffnung des die umlaufenden Karteibehälter
aufnehmenden Gehäuses. Bisher sind als Sicherheitsvorrichtungen in der Bearbeitungsöffnung
Lichtschranken vorgesehen worden, die bei jedem Eingreifen in die Bearbeitungsöffnung
den Antrieb der paternosterartig umlaufenden Karteibehälter stillsetzen. Das bedeutet,
daß der Bedienende jeweils warten muß, bis -der gewünschte Karteibehälter in die
Bearbeitungsstellung vollständig eingelaufen ist. Da die Umlaufgeschwindigkeit der
Karteibehälter verhältnismäßig gering ist, wird durch eine solche Lichtschranke
die Arbeit an dem Karteigerät wesentlich verlangsamt.
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Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, dem Bedienenden
ein schnelleres Arbeiten an dem Karteigerät dadurch zu gestatten, daß er bereits
in den langsam in die Arbeitsstellung einlaufenden Karteibehälter hineingreifen
kann oder dessen Weiterschaltung bereits veranlassen kann, während er noch die letzte
Karte in den im Bereich der Bearbeitungsöffnung befindlichen Karteibehälter einlegt.
Infolge der relativ langsamen Umlaufgeschwindigkeit der Karteibehälter ist ein solches
Arbeiten bei bewegten Karteibehältern zur Erhöhung der Arbeitsgeschwindigkeit unschwer
möglich, sofern Vorkehrungen getroffen sind, die es dem Bedienenden gestatten, im
Gefahrfalle den Antrieb sofort abzuschalten.
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Diese Aufgabe löst die Erfindung dadurch, daß der Sicherheitsschalter
in der Bearbeitungsöffnung von Karteigeräten mit paternosterartig umlaufenden Karteibehältern
zum Abschalten des Antriebsmotors von einem geerdeten, zur Umlaufachse der Karteibehälter
parallelen und straff über die Bearbeitungsöffnung gespannten Draht gebildet ist,
der mindestens im Bereich einer elektrisch leitenden sowie im Stromkreis des Antriebsmotors
angeordneten Platte eine unisolierte blanke Stelle aufweist. Die einfache Konstruktion
und Arbeitsweise der Sicherheitsschalter nach der Erfindung bewirkt einen hohen
Grad von Zuverlässigkeit, da der geerdete, gegebenenfalls vollständig von einer
elektrisch leitenden Fläche umgebene Draht bei dem geringsten Druck in irgendeiner
Richtung eine Kontaktgabe bewirkt. Insbesondere arbeitet der Sicherheitsschalter
nach der Erfindung mit der gleichen Empfindlichkeit über seine ganze Länge, so daß
die Ausmaße der Bearbeitungsöffnung des Karteigerätes keiner Beschränkung unterworfen
sind.
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Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist in der Zeichnung
dargestellt. Es zeigt: F i g. 1 eine perspektivische Darstellung des Oberteiles
eines Karteigerätes mit freigelegter Bearbeitungsöffnung für die Karteibehälter
und mit einem über die Bearbeitungsöffnung gespannten Draht als Sicherheitsschalter,
F i g. 2 eine perspektivische Darstellung des vollständigen, zur besseren Übersichtung
auseinandergezogenen Sicherheitsschalters, F i g. 3 die Darstellung eines den Sicherheitsschalter
enthaltenden Schaltplanes, F i g. 4 die gleiche Darstellung nach F i g. 3, jedoch
für die gesamte Antriebsvorrichtung für das Karteigerät.
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In F i g. 1 ist das Gehäuse 30 eines Karteigerätes mit paternosterartig
umlaufendem Karteibehälter nach der Entfernung der vorderen oberen Abdeckung dargestellt,
so daß die Karteibehälter 32 in der freigelegten Bearbeitungsöffnung 31 und in der
Bearbeitungsstellung zu erkennen sind. In der Bearbeitungsöffnung 31 sind die Karteibehälter
und ihre Inhalte für den Bedienenden erreichbar und können zum Prüfen herausgenommen
werden. Diese Karteibehälter sind in bekannter Weise an elektromotorisch angetriebenen
Fördereinrichtungen,
z. B. Ketten, angeordnet, mittels welcher sie längs eines endlosen Weges bewegt
werden können. Durch Niederdrücken von Schaltknöpfen oder ähnlicher Schaltteile
können die jeweils gewünschten Karteibehälter in die Bearbeitungsöffnung des Karteigerätes
gebracht werden. Diese Schalteinrichtungen sind bekannt und in der Zeichnung nicht
dargestellt. Die Seitenteile 33 und 34 des Gehäuses bilden Kammern, in denen u.
a. auch die besonderen Teile für die Halterung eines Sicherungsschalters untergebracht
sind.
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Ein solcher Sicherungsschalter besteht gemäß der Erfindung aus einem
röhrenförmigen Mantel 35 aus isolierendem Material, welcher zwischen den
Seitenteilen 33 und 34 des Gehäuses angeordnet ist und somit quer vor der Bearbeitungsöffnung
31 verläuft. Dieser Mantel 35 umschließt einen ausgespannten Draht 36 aus
elektrisch leitfähigem Material. Der Draht 36 ist zwischen L-förmigen Lagergliedern
37 und 38 ausgespannt, die innerhalb der seitlichen Kammern 33 und 34 des Gehäuses
angeordnet werden. Die Lagerglieder 37 und 38 sind in geeigneter Weise in dem Gehäuse
des Karteigerätes geerdet. Der Draht 36 tritt durch eine Öffnung 39 des einen Schenkels
des Lagergliedes 38 und ist in geeigneter, nicht näher dargestellter Weise an dem
anderen Schenkel dieses Lagergliedes 38 befestigt. An dem anderen Ende des Drahtes
36 ist eine metallische Führungsstange 40 befestigt, die in einer Hülse 41 gleitbar
gelagert ist. Die Hülse 41 ist in dem hochkant stehenden Schenkel des ebenfalls
als Lagerwinkel ausgebildeten Lagergliedes 37 befestigt. Die Führungsstange
40 trägt am freien Ende einen vergrößerten Kopf 43,
an dem sich das
eine Ende einer Schraubenfeder 42 abstützt, deren anderes Ende gegen die Hülse 41
anliegt. Die Schraubenfeder 42 ist bestrebt, nicht nur den Draht 36 zu spannen,
sondern ihn auch unter der gewünschten Spannung straff ausgespannt zu halten.
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In dem Winkel des Seitenteiles 34 ist ein isolierender Block 44 befestigt.
Ein ähnlicher isolierender Block ist in dem Winkel des Seitenteiles 33 des Karteigeräten
angeordnet. An diesem Block 44 sind stromleitende Platten 45 und 46 befestigt. Diese
Platten 45 und 46 liegen in einem später noch zu erläuternden Stromkreis. Jede Platte
45 und 46 ist mit einer Bohrung 47 versehen, durch welche der Draht 36 hindurchtritt,
ohne daß er mit der Platte in Berührung gelangt. Ein Schlitz 48 erstreckt sich von
der Bohrung 47 jeder Platte zu deren benachbarten Kante, so daß jede Bohrung randoffen
ausgebildet ist. Der Teil der Platte, der unterhalb des Schlitzes liegt, kann in
ausreichendem Maße abgewinkelt werden, um es zu ermöglichen, daß der an diesen Stellen
blankgehaltene bzw. unisolierte Draht 36 in die Bohrung 47 eingeführt wird. Danach
wird dieser Teil wieder in die Ebene der Platte zurückgebogen, so daß die Bohrung
47 wieder allseitig vom Material der Platte umschlossen ist.
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Greift der Bedienende aus Unachtsamkeit in die Öffnung des Gehäuses,
besonders wenn die Karteibehälter bewegt werden, dann kann er beträchtlichen Schaden
erleiden. Berührt jedoch seine Hand auch nur wenig den Mantel 35, dann wird der
Draht 36 so weit bewegt, daß er in kontaktschließende Berührung mit den Platten
45 und 46 tritt mit dem Ergebnis, daß der Motor der Einrichtung in einer noch näher
zu beschreibenden Weise angehalten bzw. abgeschaltet wird. In dem in F i g. 3 dargestellten
Schaltplan für den Stromkreis des Sicherheitsschalters ist ein Relais BR vorgesehen,
das eine für Schwachstrom dimensionierte Erregungswicklung, einen in Ruhe geschlossenen
Kontakt BR 1, der in Reihe mit den Erregungsspulen eines Motorsteuerrelais
U und D liegt, und einen Wechselkontakt aufweist, dessen Ruhekontakt
BR 2 in dem Stromkreis einer grünen Steuerlampe (F i g. 4) und dessen Arbeitskontakt
BR 3 in einem über einen Rückstellschalter RS verlaufenden Haltestromkreis für die
Wicklung des Relais BR angeordnet ist. Die Kontakte U2 und D 2 der Relais
U und D
liegen parallel in einem von der Sekundärseite eines Transformators
mit etwa 6 Volt gespeisten Stromkreis, welcher den Sicherheitsschalter und die Erregungswicklung
des Relais BR enthält. Der Anzeigestromkreis verläuft von dem Anschluß 6 des Transformators
über den Rückstellschalter RS, den Ruhekontakt BR 2 und die grüne Signallampe G.
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Arbeitsweise des Karteigerätes: F i g. 4 zeigt einen vollständigen
Schaltplan eines Karteigerätes der erläuterten Art, das mit einem Sicherheitsschalter
nach den F i g. 2 und 3 ausgerüstet ist. Der Sicherheitsschalter ist in F i g. 4
mit den Buchstaben FSS bezeichnet. Im nachstehenden werden nur die Stromläufe beschrieben,
auf welche der Sicherheitsschalter Einfiuß hat. Wenn das Karteigerät betriebsbereit
ist, ist der obere Teil des Gehäuses geöffnet, wie dies in F i g. 1 dargestellt
ist, so daß die Karteibehälter zugänglich sind, die sich in der Bearbeitungsöffnung
befinden. Ist es erwünscht, die Karteibehälter in der Aufwärtsrichtung zu bewegen,
dann wird gemäß F i g. 4 ein Schalter UP und ein Schalter START gedrückt,
wodurch der Motor erregt wird und die Kontakte U2 des Relais U geschlossen werden.
Dadurch wird Steuerrelais BR vorbereitend mit dem Sicherheitsschalter FSS verbunden.
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Ist der Elektromotor des Karteigerätes angeschaltet, dann sind alle
Hilfssperrschalter FPS, BPS, G9, FSS und HCS geöffnet. Im Ruhezustand des Karteigerätes
bzw. des Antriebsmotors sind die Kontakte U2 und D2 auf den zugehörigen
Relais U und D geöffnet, und die Kontakte BR 1 und BR 2 des Steuerrelais
BR geschlossen, da kein elektrischer Stromfluß aus der Sekundärwicklung des Transformators
über die Erregungsspule des Relais BR besteht. Über den Kontakt BR 2 ist die grüne
Signallampe G in einem Stromkreis eingeschaltet, der von dem Anschluß7 des Transformators
über die Signallampe, den Kontakt BR 2, den Rückstellschalter RS zum Anschluß 6
des Transformators verläuft.
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Wird die Fördereinrichtung in Richtung »Abwärts« oder »Aufwärts« nach
Drücken der entsprechenden Tasten bewegt, dann werden die Kontakte D 2 oder U2 geschlossen.
Wird während dieser Bewegung der Sicherheitsschalter FSS durch Berührung seitens
des Bedienenden geschlossen, dann kommt ein Stromkreis zustande, der den Anschluß
6 des Transformators über den SicherheitsschalterFSS sowie über einen der geschlossenen
Kontakte U2 oder D2 die £rregungsspule BR und das andere Ende 7 des Transformators
einschließt. Das Steuerrelais BR wird erregt und öffnet den für gewöhnlich
geschlossenen Kontakt BR 1, so daß der Stromkreis des Relais U oder D unterbrochen
wird. Dadurch wird der elektrische Antriebsmotor abgeschaltet. Außerdem werden dynamische
Bremsen wirksam, um die Karteibehälter sofort anzuhalten. Die Erregung des Steuerrelais
BR bewirkt
auch eine Öffnung des Ruhekontaktes BR 2, so daß die
grüne Signallampe abgeschaltet wird. Ferner wird der Arbeitskontakt BR 3 geschlossen,
der einen elektrischen Stromkreis von dem Anschluß 6 des Transformators über den
Rückstellschalter RS, den Kontakt BR 3, die Magnetspule BR zu dem Anschluß 7 des
Transformators schließt. In diesem Stromkreis wird das Steuerrelais BR erregt gehalten,
bis der Rückstellschalter RS von Hand geöffnet wird. Der elektrische Haltestromkreis
wird dann unterbrochen, und das Steuerrelais BR kehrt in seine normale Ruhelage
zurück.